Al-Imran (Prioritäten festgelegt) 165 - 179
Al-Imran ( Priorities Defined ) 165 - 179
Warum, als euch ein Unglück traf, obwohl ihr das Doppelte [dem Feind] zugefügt hattet, sagtet ihr: „Wie ist das geschehen?“ Sprich: „Es kommt von euch selbst. Gewiss, Gott hat Macht über alle Dinge.“ (165)
Why, when a calamity befell you, after you had inflicted twice as much [on your enemy], did you exclaim, “How has this come about?” Say: “It has come from your own selves. Surely, God has the power over all things.” (165)
Was euch widerfuhr an dem Tag, als die beiden Heere aufeinandertrafen, geschah mit Gottes Erlaubnis, damit Er die wahren Gläubigen kenntlich mache. (166)
That which befell you, on the day when the two hosts met in battle, happened by God’s leave, so that He may mark out the true believers. (166)
Und [Er mag] die Heuchler kenntlich machen. Als ihnen gesagt wurde: „Kommt, kämpft auf dem Weg Gottes“, oder: „Verteidigt euch“, antworteten sie: „Hätten wir gewusst, dass es zum Kampf kommt, wir wären euch gewiss gefolgt.“ An jenem Tag standen sie dem Unglauben näher als dem Glauben, indem sie mit ihren Mündern etwas aussprachen, das nicht in ihren Herzen war. Gott aber wusste genau, was sie zu verbergen suchten.
And [He might] mark out the hypocrites. When these were told, “Come, fight in God’s cause”, or “Defend yourselves”, they answered, “Had we known there would be a fight, we would certainly have followed you.” On that day they were nearer unbelief than faith, uttering with their mouths something different to what was in their hearts, but God knew full well all that they tried to conceal. (167)
Dies sind diejenigen, die selbst zurückblieben und von ihren Brüdern sagten: „Hätten sie auf uns gehört, wären sie nicht getötet worden.“ Sprich: „So wehrt denn den Tod von euch selbst ab, wenn ihr wahrhaftig seid.“ (168)
Such were they who, having themselves stayed behind, said of their brothers: “If only they had listened to us, they would not have been slain.” Say to them: “Ward off death from yourselves, then, if what you say be true.” (168)
Denkt nicht, dass diejenigen, die auf Gottes Weg getötet wurden, tot sind. Sie leben, und ihr Herr versorgt sie reichlich.
Do not think of those who are slain in God’s cause as dead. They are alive, and well provided for by their Lord. (169)
Sie freuen sich über das, was Gott ihnen gewährt hat. Sie freuen sich, dass jene [ihrer Brüder], die zurückgelassen wurden und sich ihnen noch nicht angeschlossen haben, nichts zu befürchten haben und auch nicht trauern müssen. (170)
Happy they are with what God has granted them. They rejoice that those [of their brethren] who have been left behind and have not yet joined them have nothing to fear, nor have they [cause] to grieve. (170)
Sie freuen sich über die frohe Botschaft von Gottes Segen und Huld und darüber, dass Gott den Lohn der Gläubigen nicht verloren gehen lassen wird. (171)
They rejoice in the happy news of God’s blessing and bounty, and in the fact that God will not suffer the reward of the believers to be lost. (171)
Diejenigen, die dem Ruf Gottes und des Gesandten folgten, nachdem sie Unglück getroffen hatte: Für jene von ihnen, die Gutes taten und Gott fürchteten, ist ein großer Lohn bestimmt. (172)
Those who responded to the call of God and the Messenger after misfortune had befallen them: a great reward awaits those of them who continued to do good and feared God. (172)
Als andere Menschen sie warnten: „Eine große Streitmacht hat sich gegen euch versammelt, also fürchtet sie“, stärkte sie das nur in ihrem Glauben, und sie antworteten: „Gott genügt uns; Er ist der beste Beschützer.“ (173)
When other people warned them: “A big force has gathered against you, so fear them”, that only strengthened their faith and they answered: “God is enough for us; He is the best Guardian.” (173)
So erlangten sie gottes Gnade und Huld, ohne dass ihnen ein Übel widerfuhr. Denn sie hatten danach gestrebt, Gott zu gefallen, Der unermesslich in Seiner Huld ist. (174)
So they earned God’s grace and bounty, suffering no harm. For they had striven to please God, Whose bounty is limitless. (174)
Es ist nur der Satan, der euch vor seinen Anhängern in Furcht versetzt. So fürchtet sie nicht, sondern fürchtet Mich, wenn ihr wahrhaft gläubig seid. (175)
It is but Satan who prompts people to fear his allies: so, have no fear of them, but fear Me if you are truly believers. (175)
Sei nicht betrübt über jene, die sich eilends dem Unglauben zuwenden.
Be not grieved by those who hasten on to disbelief.
Sie können Gott in keiner Weise schaden. Es ist der Wille Gottes, ihnen keinen Anteil an den [Segnungen des] Jenseits zuzuweisen. Eine große Qual erwartet sie. (176)
They cannot harm God in any way. It is God’s will not to assign to them any share in the [blessings of the] life to come. A great suffering awaits them. (176)
Wahrlich, diejenigen, die den Unglauben für den Glauben eingetauscht haben, können Gott in keiner Weise schaden. Ihnen wartet eine schmerzhafte Strafe. (177)
Indeed, those who have bought disbelief at the price of faith cannot harm God in any way. A grievous suffering awaits them. (177)
Die Ungläubigen sollen nicht glauben, dass es ihren eigenen Seelen zum Guten gereicht, dass Wir ihnen Aufschub gewähren.
Let not those who disbelieve imagine that Our giving them rein bodes well for their own souls.
Wir gewähren ihnen nur Aufschub, damit sie in Sünde noch mehr zunehmen. Ihnen wartet eine demütigende Strafe.
We only give them rein so that they may grow in sinfulness. A humiliating suffering awaits them.
(178)
(178)
Es liegt nicht in Gottes Absicht, die Gläubigen in eurem gegenwärtigen Zustand zu belassen, außer um das Schlechte vom Guten zu scheiden. Und es liegt nicht in Gottes Absicht, euch offenzulegen, was dem menschlichen Wahrnehmungsvermögen verborgen bleibt. Doch Gott erwählt aus Seinen Gesandten, wen Er will. Glaubt daher an Gott und an Seine Gesandten. Wenn ihr glaubt und gottesfürchtig seid, wird euch ein großer Lohn zuteil.
It is not God’s purpose to leave the believers in your present state except to set apart the bad from the good. And it is not God’s purpose to reveal to you what is kept beyond the reach of human perception. But God favours from among His messengers whomever He wills. Believe, therefore, in God and His messengers. If you believe and are God-fearing, you shall have a great reward.
(179)
(179)
Gottes Wille und das Tun des Menschen
God’s Will And Man’s Doing
Die Sure spricht von der Überraschung der Muslime über den Verlauf der Ereignisse, der ihre naive Vorstellung vom Leben erschütterte. Doch bald lehrte sie die Erfahrung, auf die Wirklichkeiten des Lebens und die Funktionsweise der Naturgesetze zu blicken. Sie erkannten, dass wer sich nicht der Natur und ihren Gesetzen fügt, auch keine Vorzugsbehandlung erwarten darf. Die Menschen müssen sich dem Ernst anpassen, der dem Wesen des Universums, des Lebens und des Schicksals innewohnt. Die Sure führt sie zurück zur Wirklichkeit, indem sie ihnen erklärt, dass das, was über sie hereingebrochen ist, das Ergebnis ihres eigenen Handelns ist. Doch damit ist es nicht getan. Hinter Ursache und Wirkung steht Gottes Vorherbestimmung, und jenseits der Naturgesetze steht Gottes freier Wille.
The sūrah speaks of the Muslims’ surprise at the turn of events, which betrayed their naïve concept of life. Soon, however, experience told them to look at the realities of life and how the laws of nature work. They realised that anyone who does not conform to nature and its laws should expect no preferential treatment. People must adapt themselves to the seriousness inherent in the nature of the universe, life and fate. The sūrah brings them back to reality as it explains to them that what has befallen them is the result of their own doing. But this is not all. Behind cause and effect lies God’s predestination, and beyond the laws of nature lies God’s free will.
Der Sinn dessen, was geschah, wird ihnen erklärt, damit sie lernen, wie Gott die Ereignisse zugunsten der Gläubigen lenkt, um der Sache zu dienen, für die sie eintreten. Es war eine Erfahrung, die sie besser darauf vorbereitete, dem zu begegnen, was unweigerlich kommen würde, sie einer ernsthaften Prüfung zu unterziehen, um ihre Reihen zu sichten, und die Heuchler kenntlich zu machen, die sie verraten konnten. Die ganze Angelegenheit war also Teil der Verwirklichung des Willens Gottes. Sie konnten das Ereignis daher in seiner Gesamtheit betrachten, ausgestattet mit dieser Erklärung aus dem Qur'ān: „Als euch ein Unglück traf, obwohl ihr [dem Feind] doppelt so viel zugefügt hattet, da sagtet ihr: ‚Woher kommt das?‘ Sag: ‚Es kommt von euch selbst. Gewiss, Gott hat Macht über alle Dinge.‘ Was euch traf an dem Tag, als die beiden Heere aufeinandertrafen, geschah mit der Erlaubnis Gottes, damit Er die wahren Gläubigen kenntlich macht.“ (Verse 165-166)
The purpose of what happened is explained to them so that they learn how God directs events in the believers’ favour to serve the cause which they advocate. It was an experience which made them better equipped to face what was bound to come, to put them through a serious test in order to sift their ranks and to mark out the hypocrites who were able to betray them. The whole affair, then, was part of the accomplishment of God’s will. They were thus able to view the event in its totality, equipped with this Qur’ānic explanation: “Why, when a calamity befell you, after you had inflicted twice as much [on your enemy], did you exclaim, ‘How has this come about?’ Say: ‘It has come from your own selves. Surely, God has the power over all things.’ That which befell you, on the day when the two hosts met in battle, happened by God’s leave, so that He may mark out the true believers.” (Verses 165-6)
Die Früchte völliger Hingabe an den Islam
The Fruits Of Total Dedication To Islam
Nun geht die Sure weiter und spricht von den „Gläubigen", die sich um die Märtyrer sorgen und sich über das freuen, was ihr Herr für sie bereithält: „Jene, die dem Ruf Gottes und des Gesandten folgten, nachdem sie Unglück getroffen hatte: Denen unter ihnen, die Gutes taten und Gott fürchteten, wartet ein großer Lohn." (Vers 172)
Now the sūrah moves on to tell us about the “believers” who are concerned with the martyrs and rejoice at what is held in store for them by their Lord: “Those who responded to the call of God and the Messenger after misfortune had befallen them: a great reward awaits those of them who continued to do good and feared God.” (Verse 172)
Der Prophet ﷺ rief diejenigen, die in der Schlacht von Uḥud gekämpft hatten, dazu auf, am folgenden Tag mit ihm zum Kampfeinsatz auszurücken. Sie waren verwundet und erschöpft; sie waren dem Tod nur knapp entronnen. Sie erlebten noch immer die Schrecken der Schlacht und die Demütigung der Niederlage. Sie hatten einige ihrer Besten und Liebsten verloren, waren durch ihre Wunden geschwächt und zahlenmäßig auch unterlegen.
The Prophet called upon those who had fought in the Battle of Uĥud to turn out for battle duty with him the following day. They were wounded and exhausted; they had barely escaped death. They were still living the horrors of the battle and the humiliation of defeat. They had lost some of their finest and dearest, were weaker because of their wounds, and also less in number.
Dennoch rief der Prophet ﷺ sie auf und rief sie persönlich. Er gestattete keinen neuen Rekruten die Teilnahme an dieser zweiten Expedition, was, wie manche meinen würden, die muslimische Kampftruppe hätte verstärken können. Sie folgten dem Ruf des Propheten ﷺ, der im Grunde ein Ruf Gottes war, wie der Vers unmissverständlich deutlich macht. Ihre Antwort erfolgte sofort, bereitwillig und zustimmend, trotz ihres Unglücks und ihrer Wunden.
Nevertheless the Prophet called them up, and called them in person. He did not allow any new recruits to join this second expedition, which might, some would say, have reinforced the Muslim fighting force. They responded to the Prophet’s call, which was, in essence, a call by God, as the verse makes absolutely clear. Their response was immediate, positive and favourable, despite their misfortune and wounds.
Dass Gottes Gesandter gerade diejenigen, die tatsächlich bei Uhud gekämpft hatten, zu diesem neuen Aufruf auswählte, ist von besonderer Bedeutung. Vielleicht wollte der Prophet ﷺ nicht, dass die Gefühle der Niederlage und des Unglücks die letzten bleiben, die den Muslimen nach der Schlacht verblieben. Er rief sie auf, den Quraisch nachzusetzen, um ihnen deutlich zu machen, dass alles, was geschehen war, lediglich eine Prüfung und eine Erfahrung war, die nicht das Ende der Angelegenheit bedeutete. Sie waren standhaft geblieben, während ihre siegreichen Feinde schwach waren. Es war eine Erfahrung, der mit Gewissheit der Sieg folgen würde, sobald sie ihre Schwäche und ihr Versagen abgeschüttelt und dem Ruf folgten, den Gott und Sein Gesandter ﷺ an sie richteten.
Nichts zu fürchten von den Verbündeten Satans
Nothing To Fear From Satan’s Allies
Der Schmerz und der Kummer, den die Muslime bei Uḥud erlitten, sind von den Biographen des Propheten überliefert worden. Muḥammad ibn Isḥāq berichtet Folgendes:
The pain and the grief suffered by the Muslims at Uĥud has been recorded by the Prophet’s biographers. Muĥammad ibn Isĥāq reports the following:
Einer der Gefährten des Propheten aus dem Stamm der Anṣār, dem Clan von ʿAbd al-Ashhal, der bei Uḥud kämpfte, berichtet: „Mein Bruder und ich waren mit dem Gesandten Gottes ﷺ bei Uḥud.
One of the Prophet’s Companions from the Anşār clan of `Abd al-Ashĥal who fought in Uĥud reports: “My brother and I were at Uĥud with God’s messenger.
Wir beide kehrten verwundet zurück. Als wir den Ruf des Propheten an uns hörten, hinauszuziehen und dem Feind nachzusetzen, sagte ich zu meinem Bruder, oder vielleicht sagte er zu mir: „Können wir einen Feldzug versäumen, der vom Gesandten Gottes ﷺ angeführt wird? Bei Gott, wir haben kein Tier zum Reiten, und wir beide sind verwundet und können uns kaum bewegen.“ Dennoch zogen wir mit dem Propheten ﷺ aus.
Both of us came back wounded. When we heard the Prophet’s call to us to come out and chase the enemy, I said to my brother, or perhaps he said to me: ‘Can we miss an expedition led by God’s messenger? By God, we have no animal to ride and both of us are wounded and can hardly move.’ Nevertheless, we went out with the Prophet.
„Meine Verletzungen waren weniger schwer als die meines Bruders. Als er nicht mehr weiterkonnte, trug ich ihn eine Strecke weit, bis wir dasselbe Ziel erreichten wie die übrigen muslimischen Krieger.“ Der zweite Bericht erwähnt, dass die Schlacht von Uĥud am Samstag, dem mittleren Tag des Monats Schawwāl, stattfand. Am folgenden Tag, Sonntag, dem 16. Schawwāl, erging der Aufruf des Propheten ﷺ an die Menschen, auszuziehen und dem Feind nachzusetzen.
My wounds were less serious than those of my brother. When he could no longer go on, I would carry him for some distance, until we reached the same destination as the rest of the Muslim soldiers.” The second report mentions that the Battle of Uĥud took place on Saturday, the middle day of the month of Shawwāl. On the following day, Sunday the 16th of Shawwāl, the call of the Prophet was made to people to go out and chase the enemy.
Die Nachricht war zudem deutlich: Nur diejenigen, die am Tag zuvor an der Schlacht teilgenommen hatten, sollten ausziehen. Dennoch bat einer der Gefährten des Propheten ﷺ, Jābir ibn ʿAbdullāh ibn ʿAmr, um eine besondere Erlaubnis, sich dem Heer anzuschließen. Er sagte: „Gesandter Gottes ﷺ, mein Vater hat mir befohlen, zurückzubleiben, um meine sieben Schwestern zu versorgen, und sagte:
Wie die Handlungen der Menschen Gott beeinflussen
How People’s Actions Affect God
Lass dich nicht von denen betrüben, die sich eilends dem Unglauben zuwenden. Sie können Gott in keiner Weise schaden.
Be not grieved by those who hasten on to disbelief They cannot harm God in any way.
Es ist Gottes Wille, ihnen keinen Anteil an [den Segnungen des] Jenseits zuzuweisen. Eine große Strafe erwartet sie.
It is God’s will not to assign to them any share in the [blessings of the] life to come. A great suffering awaits them. (Verse 176)
Dieser Vers richtet sich an den Propheten ﷺ mit Worten, die ihn trösten und seinen Kummer lindern sollen, wenn er sieht, wie Menschen dem Unglauben entgegeneilen und miteinander wetteifern, ihn anzunehmen, als würden sie um einen begehrten Preis konkurrieren. Ihm wird gesagt, dass all ihr Tun Gott in keiner Weise schaden wird. Es geht dabei um eine Versuchung, der sie nicht widerstehen können. Gott kennt genau, was sie denken und tun, was sie dazu qualifiziert, aller Segnungen im Jenseits beraubt zu werden. Daher hat Er sie gewähren lassen, ihrem Unglauben dorthin zu folgen, wohin er sie führt. Der Punkt ist, dass ihnen Rechtleitung gewährt wurde, sie aber den Unglauben vorgezogen haben und infolgedessen sich selbst überlassen wurden, den Weg ihrer Wahl zu gehen. Gewiss, man hat ihnen reichlich Zeit und Behagen gegeben, doch sie waren nicht klug genug zu begreifen, dass all dies in ihrem Verderben enden wird. Sodann wird Gottes Absicht hinter allen Ereignissen erklärt, einschließlich der Prüfungen, die die Gläubigen erdulden, und der Nachsicht, die den Ungläubigen gewährt wird. Das Gute soll vom Bösen unterschieden werden. Die Gedanken und Überzeugungen der Menschen kennt nur Gott, doch Er wollte, dass dies den Menschen auf eine Weise bekannt wird, die sie leicht begreifen können.
This verse addresses the Prophet in words which are meant to console him and lighten his grief when he sees people hastening to disbelief and vying with one another to embrace it, as if they were competing for a coveted prize. He is told that all such actions will harm God in no way. The question is one of temptation for them which they cannot resist. God is fully aware of what they think and do, which qualifies them to be deprived of all blessings in the hereafter. He, therefore, has left them to follow their disbelief wherever it leads them. The point is that guidance has been provided for them but they preferred disbelief and, in consequence, they were left alone to follow the way of their choosing. Indeed, they have been given plenty of time and comfort, but they have not been wise enough to understand that it will all end in their undoing. God’s purpose behind all events, including the tests endured by the believers and the indulgence allowed disbelievers is then explained. Good will be distinguished from evil. People’s thoughts and beliefs are known only to God, but He wanted this to be known to people in such a way that they could easily comprehend it.
Warum Ungläubige Macht innehaben können
Why Disbelievers May Wield Power
Gewiss, diejenigen, die den Unglauben für den Glauben eingetauscht haben, können Gott in keiner Weise schaden. Ihrer harrt eine schmerzliche Strafe. Die Ungläubigen sollen nicht meinen, dass Unsere Nachsicht mit ihnen ihren Seelen zum Guten gereicht. Wir gewähren ihnen Aufschub nur, damit sie an Sünde zunehmen. Ihrer harrt eine demütigende Strafe. Gott gedenkt nicht, die Gläubigen in dem Zustand zu belassen, in dem ihr euch jetzt befindet, bis Er das Schlechte vom Guten scheidet.
Indeed, those who have bought disbelief at the price of faith cannot harm God in any way. A grievous suffering awaits them. Let not those who disbelieve imagine that Our giving them rein bodes well for their own souls. We only give them rein so that they may grow in sinfulness. A humiliating suffering awaits them. It is not God’s purpose to leave the believers in your present state except to set apart the bad from the good.
Und es ist nicht Gottes Absicht, euch das offenzulegen, was dem menschlichen Wahrnehmungsvermögen entzogen ist. Doch Gott erwählt aus Seinen Gesandten, wen Er will. Glaubt daher an Gott und an Seine Gesandten. Wenn ihr glaubt und gottesfürchtig seid, wird euch ein großer Lohn zuteil.
And it is not God’s purpose to reveal to you what is kept beyond the reach of human perception. But God favours from among His messengers whomever He wills. Believe, therefore, in God and His messengers. If you believe and are God fearing, you shall have a great reward. (Verses 177-9)
An Gott zu glauben und dem Weg des Glaubens zu folgen, stand ihnen offen. Die Beweise und Hinweise, die den Menschen zum Glauben leiten, finden sich überall im Universum und sind tief in die menschliche Natur gelegt. Die Harmonie und Ergänzung, die sich auf klare und einzigartige Weise zeigen, sowie die unmittelbare, positive Antwort der menschlichen Natur auf solche bemerkenswerten Zeichen stellen eine klare Einladung an den Menschen dar, zu glauben.
To believe in God and to follow the path of faith was available to them. The proofs and pointers which guide human beings to faith are everywhere in the universe, planted deep into human nature. The harmony and complementarity which manifest themselves in clear and unique ways, and the direct, positive response of human nature to such remarkable evidence represent a clear invitation to man to have faith.
Er ist der Überzeugung, dass nur Gott das Universum hätte erschaffen und ordnen können. Darüber hinaus hat Gott Gesandte geschickt, um der Menschheit Seine Botschaft zu überbringen und sie aufzufordern, an Ihn zu glauben. Die Botschaft entspricht den Bedürfnissen der menschlichen Natur und bietet eine vollständige und harmonische Lebensweise.
He feels that only God could have created and organised the universe. Moreover, God has sent messengers to convey to mankind His message and to call on them to believe in Him. The message meets the needs of human nature and provides a complete and harmonious way of life.
Die Lektion in Kürze
The Lesson In A Nutshell
Die Analyse der Ereignisse der Schlacht von Uĥud und ihrer Folgen im Qur'ān macht es erforderlich, die Fakten weiter zu untersuchen. Hier sollen jedoch nur die wichtigsten und weitreichendsten dieser Fakten aufgezeigt werden.
The Qur’ān’s analysis of the events of the Battle of Uĥud and their ramifications determine that further exploration of the facts be set forward. Only the most important and far-reaching of these facts, however, will now be pointed out.
1. Das erste Prinzip betrifft die Natur des islamischen Systems, die Lebensweise, die Gott für die Menschheit gewählt hat, und die Art, wie sie im realen Leben wirkt. Dies ist ein grundlegender Aspekt, den viele Menschen übersehen oder nicht verstehen. Manche denken, da der Islam ein göttliches System sei, müsse er im realen Leben auf wundersame oder übernatürliche Weise funktionieren, ohne Rücksicht auf die menschliche Natur, die natürlichen Fähigkeiten des Menschen oder die reale Welt, in der der Mensch lebt.
1. The first principle relates to the nature of the Islamic system, the way of life God has chosen for mankind, and the way it works in real life. This is a basic aspect which many people overlook or fail to understand. There are those who think that since Islam is a Divine system, it ought to work in real life in a miraculous or supernatural way, with no regard for human nature, man’s natural abilities or the real world in which man lives.
Wenn diese Menschen jedoch feststellen, dass der Islam nicht auf diese Weise wirkt, sondern nur innerhalb der Grenzen menschlicher Kraft und der materiellen Schranken menschlicher Existenz, und dass er mit dieser Kraft und dieser Existenz in Wechselwirkung steht, werden sie von einer plötzlichen Enttäuschung ergriffen. Sie sind überrascht, dass der Islam von der Leistungsfähigkeit und dem Umfeld des Menschen beeinflusst wird, und dass diese Gegebenheiten die Aufnahme des Islams durch die Menschen tatsächlich beeinflussen, mitunter auch negativ. Ihr Glaube an die Wirksamkeit und Praktikabilität des religiösen Glaubens wird dadurch erschüttert, und manche verlieren vielleicht sogar jeglichen Glauben an die Religion als solche.
However, when these people see that Islam does not work in this manner, and that it only operates within the constraints of human power and the material limits of man’s existence, and that it interacts with that power and that existence, they are hit by a sudden sense of disappointment. They are surprised that Islam is affected by man’s capacity and environment, and that these realities do actually influence, sometimes negatively, people’s response to Islam. Their faith in the efficacy and practicality of religious faith thus becomes dented, and some may even lose all faith in religion as such.