Al-Furqan – Die Unterscheidung (zwischen Wahrheit und Falschheit) 1–20
Al-Furqan The Criterion(To Distinguish Right from False) 1-20
Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Erbarmers.
In the Name of God, the Lord of Grace, the Ever Merciful.
Gesegnet sei Er, der von oben herab Seinem Diener die Unterscheidung (Furqan) hinabgesandt hat, damit sie für alle Welten eine Warnung sei: (1)
Blessed is He who from on high bestowed upon His servant the do standard to discern the true from the false, so that it might be a warning to all the worlds: (1)
Ihm gehört die Herrschaft über die Himmel und die Erde; Er zeugt keine Nachkommen und hat keinen Teilhaber an Seiner Herrschaft. Er ist es, der alle Dinge erschaffen und ihnen ihr jeweiliges Maß bestimmt hat. (2)
He to whom belongs the dominion over the heavens and the earth, and who begets no off- spring, and has no partner in His dominion. It is He who has created all things and ordained them in due proportions. (2)
Doch manche wählen, anstatt Ihn, Gottheiten zur Anbetung, die nichts erschaffen können, sondern selbst erschaffen sind, die nicht die Macht haben, Schaden von sich abzuwenden oder Nutzen für sich zu bringen, und die über Tod, Leben und Auferstehung keine Macht besitzen.
Yet, some choose to worship, instead of Him, deities that cannot create anything but are themselves created, and have it not in their power to avert harm from, or bring benefit to, themselves, and have no power over death, life or resurrection.
(3)
(3)
Die Ungläubigen sagen: „Dies [der Koran] ist nichts als eine Lüge, die er mit der Hilfe anderer Leute erdacht hat.“ In Wahrheit sind sie es, die ein Unrecht und eine Falschheit begangen haben. (4)
The unbelievers say: ‘This [Qur’ān] is nothing but a lie which he has devised with the help of other people.’ In truth, it is they who have perpetrated an inequity and a falsehood. (4)
Und sie sagen: „Fabeln aus alter Zeit, die er niederschreiben ließ, damit sie ihm morgens und abends vorgelesen würden.“ (5)
And they say: ‘Fables of ancient times which he has caused to be written down, so that they might be read out to him morning and evening.’ (5)
„Sprich: ‘Dieser [Koran] wurde von Dem herabgesandt, der die Geheimnisse der Himmel und der Erde kennt. Er ist wahrlich Allvergebend, Barmherzig.’“ (6)
Say: ‘This [Qur’ān] is bestowed from on high by Him who knows the secrets of the heavens and the earth. He is indeed Much-Forgiving, Merciful.’ (6)
Sie sagen auch: „Was ist das für ein Gesandter, der Speise isst und auf den Märkten umhergeht? Warum wurde kein Engel zu ihm herabgesandt, damit er zusammen mit ihm warne?“ (7)
They also say: ‘What sort of messenger is this, who eats food and goes about in the market- places? Why has not an angel been sent down to him to give warning alongside him? (7)
Oder warum wurde ihm kein Schatz gewährt?
Or why has not a treasure been granted to him?
„Oder er sollte einen Garten haben, aus dem er sich ernährt.“ Und die Frevler sagen: „Ihr folgt doch nur einem Mann, der verzaubert ist.“ (8)
Or he should have a garden to provide his sustenance.’ The wrongdoers say: ‘The man you follow is certainly bewitched.’ (8)
Schau, mit welchen Gleichnissen sie dir kommen. Sie sind gewiss in die Irre gegangen und finden keinen Weg zurück [zur Wahrheit]. (9)
See to what they liken you. They have certainly gone astray and are unable to find a way back [to the truth]. (9)
Gesegnet sei Derjenige, der, wenn Er will, dir Besseres als dies geben wird: Gärten, durch die Flüsse strömen, und Er wird dir auch Paläste geben. (10)
Blessed is He who, if it be His will, shall give you better things than these; gardens through which running waters flow, and shall give you palaces too. (10)
Nein! Vielmehr leugnen sie die Stunde. Doch für diejenigen, die die Stunde leugnen, haben Wir ein loderndes Feuer bereitet. (11)
Nay! It is the Last Hour that they deny. For those who deny the Last Hour We have prepared a blazing fire. (11)
Wenn es sie aus großer Ferne erblickt, werden sie sein Toben und sein wütendes Aufseufzen hören. (12)
When it sees them from a far-off place, they will hear its fury and its raging sigh. (12)
Und wenn sie, aneinandergekettet, in einen engen Raum darin geworfen werden, werden sie dort und dann um Vernichtung bitten. (13)
And when, chained together, they are flung into a tight space within, they will pray for extinction there and then. (13)
[Doch man wird zu ihnen sagen]: „Betet heute nicht um eine einzige Vernichtung, sondern betet um viele Vernichtungen!“ (14)
[But they will be told]: ‘Do not pray today for one single extinction, but pray for many extinctions!’ (14)
„Sprich: ‚Was ist besser: das oder das Paradies der Ewigkeit, das den Gottesfürchtigen als Lohn und als endgültige Bleibe versprochen wurde?‘ (15)
Say: ‘Which is better: that, or the paradise of eternity which the God-fearing have been promised as their reward and their ultimate abode?’ (15)
Dort werden sie alles haben, was sie sich wünschen, und dort werden sie ewig bleiben. Es ist ein Versprechen deines Herrn, um das stets gebeten werden soll. (16)
There they will have all they wish for, abiding there forever. It is a promise given by your Lord, always to be prayed for. (16)
„Am Tag, an dem Er sie zusammen mit allen versammelt, die sie anstelle Gottes verehrt haben, wird Er fragen: ‚Seid ihr es gewesen, die diese Meine Diener irregeführt haben, oder sind sie selbst vom rechten Weg abgekommen?‘“ (17)
On the day He gathers them with all those they worship instead of God, He will ask: ‘Was it you who led these My servants astray, or did they by themselves stray from the right path?’ (17)
Sie werden sagen: „Gepriesen seist Du! Es stand uns niemals zu, andere als Dich zu Beschützern zu nehmen. Doch Du hast ihnen und ihren Vätern erlaubt, die Genüsse des Lebens zu genießen, bis sie die Ermahnung vergaßen. Denn sie waren ein Volk, das zu nichts Gutem taugte.“ (18)
They will say: ‘Limitless are You in Your glory! It was never proper for us to take for our masters anyone but Yourself. But You allowed them and their fathers to enjoy [the pleasures of] life, until they forgot the Reminder. For they were people devoid of all good.’ (18)
„[Dann wird Gott sprechen]: ‚Nun haben sie alles, was ihr behauptet habt, geleugnet, und ihr könnt weder [eure Strafe] abwenden noch Hilfe finden. Wer von euch Unrecht getan hat, den werden Wir eine schmerzhafte Pein kosten lassen.‘ (19)"
[Then God will say]: ‘Now have they denied all your assertions, and you can neither avert [your punishment] nor obtain help. Whoever of you does wrong, him shall We cause to taste grievous suffering.’ (19)
Und Wir haben vor dir keine Gesandten geschickt, die nicht Speise zu sich nahmen und auf den Märkten umhergingen. Wir haben einige von euch zu einer Prüfung für andere gemacht. Wollt ihr geduldig ausharren? Dein Herr sieht alles. (20)
Even before you, We never sent messengers other than [men] who indeed ate food and went about in the market-places. We have made some of you a means of testing others. Are you able to endure with patience? Surely your Lord sees all. (20)
Der Zweck der Offenbarungen des Qur'ān
The Purpose Of Qur’ānic Revelations
Dieser Anfang gibt einen klaren Hinweis auf die Hauptthemen der Sure, nämlich die Offenbarung des Qur'ān durch Gott, die Ausrichtung seiner Botschaft an die gesamte Menschheit, die absolute Einheit Gottes, der keinen Teilhaber und keine Nachkommenschaft duldet, und Seine Herrschaft über das ganze Universum, das Er in Seiner Weisheit lenkt. Doch trotz all dem beharren die Ungläubigen darauf, Gott Teilhaber beizugesellen, und die Lügner verharren in ihrer Falschheit. Außerdem werden haltlose Argumente und hochmütige Behauptungen vorgebracht.
This opening gives a clear indication of the main themes of the sūrah, namely the revelation of the Qur’ān by God, the addressing of its message to all mankind, God’s absolute oneness that admits no partner or offspring, and His sovereignty over the whole universe which He, in His wisdom, controls. Yet despite all this, the unbelievers continue to associate partners with Him and the fabricators persevere in their falsehood. Moreover, baseless arguments and arrogant statements are made.
„Gepriesen sei Er, der aus der Höhe Seinem Diener die Unterscheidung zwischen Wahrem und Falschem herabgesandt hat, damit sie eine Warnung für alle Welten sei." (Vers 1) Das arabische Wort tabārak, hier mit „gepriesen" übersetzt, ist von der Wurzel barakah abgeleitet, die Segen bezeichnet, fügt aber die weitere Bedeutung von Zunahme und Wachstum hinzu, sodass es die fortwährende Zunahme des Lobes und der Segnungen Gottes ausdrückt. Gott wird im Vers nicht namentlich genannt. Stattdessen wird ein Relativpronomen verwendet: „Er, der aus der Höhe herabgesandt hat …"
“Blessed is He who from on high bestowed upon His servant the standard to discern the true from the false, so that it might be a warning to all the worlds.” (Verse 1) The Arabic word, tabārak, translated here as ‘blessed’ is a derivative of the root word, barakah, denoting blessing but adds a further dimension of increase and growth so as to signify the continuous increase of praise and God’s blessings. God is not mentioned in the verse by name. Rather, a relative noun is used, “He who from on high bestowed...
„Standard.“ Dies ist nützlich, um Sein Handeln hervorzuheben, Botschaften an die Menschheit zu senden, denn das wesentliche Argument der Sure ist die Wahrheit der Offenbarung des Qur’ān und seiner Botschaft.
the standard.” This is useful in highlighting His action of sending a message to mankind, because the essential argument of the sūrah is the truth of the revelation of the Qur’ān and its message.
Der Qur'ān wird hier als „al-Furqān" bezeichnet, was zugleich der Titel der Sūra ist. Der Name deutet auf Unterscheidung und Trennung hin: zwischen Wahrheit und Falschheit, göttlicher Rechtleitung und irrigen Glaubensvorstellungen. Darüber hinaus unterscheidet der Qur'ān klar zwischen zwei verschiedenen Lebensweisen und zwei Epochen des menschlichen Lebens. Er legt einen klaren Lebensweg dar, so wie er im menschlichen Gewissen und in der Praxis gedacht wird. Dieser Lebensweg unterscheidet sich von allem, was die Menschheit je gekannt hat. Er leitet eine neue Ära für die Menschheit ein, wie sie diese nie zuvor erlebt hat. Somit ist er ein Maßstab in diesem weiten Sinne, der die Stufe der menschlichen Kindheit, die gerade zu Ende gegangen ist, von der Stufe der Reife trennt, die bevorsteht. Das Zeitalter der physischen Wunder ist damit beendet, und das der rationalen Wunder beginnt. Außerdem finden lokale und vorläufige Botschaften mit der Offenbarung des Qur'ān ihr Ende; er ist die letzte und universelle Botschaft Gottes an die gesamte Menschheit: „damit er für alle Welten eine Warnung sei." (Vers 1)
20 A.C. Morrison, Man Does Not Stand Alone, Morrison and Gibb Ltd., London, 1962, S. 27-28.
20 A.C. Morrison, Man Does Not Stand Alone, Morrison and Gibb Ltd., London, 1962, pp. 27-28.
21 Ebd., S. 30.
21 Ibid., p. 30.
22 Ebd., S. 92–94.
22 Ibid., pp. 92-94.
Unbegründete Anschuldigungen
Accusations Without Basis
Nachdem die Sure aufgezeigt hat, wie sie solche Anschuldigungen gegen Gott erfinden, der in Seiner Herrlichkeit unbegrenzt ist, wendet sie sich ihren unverschämten Behauptungen gegen den Gesandten Gottes zu und antwortet ihnen auf eine Weise, die zeigt, wie falsch und absurd das alles ist.
Having shown how they fabricate such allegations against God, who is limitless in His glory, the sūrah refers to their impudent claims against God’s Messenger, replying to them in a way that shows how false and absurd it all is.
Die Ungläubigen sagen: „Dies [der Qur’ān] ist nichts als eine Lüge, die er mit Hilfe anderer Leute ersonnen hat." In Wahrheit sind sie es, die ein Unrecht und eine Falschheit begangen haben. Und sie sagen: „Fabeln längst vergangener Zeiten, die er niederschreiben ließ, damit sie ihm morgens und abends vorgelesen werden." Sprich: „Dieser [Qur’ān] ist von Dem herabgesandt, Der die Geheimnisse der Himmel und der Erde kennt. Er ist wahrlich Allvergebend, Barmherzig."
The unbelievers say: ‘This [Qur’ān] is nothing but a lie which he has devised with the help of other people.’ In truth, it is they who have perpetrated an inequity and a falsehood. And they say: Fables of ancient times which he has caused to be written down, so that they might be read out to him morning and evening.’ Say: ‘This [Qur’ān] is bestowed from on high by Him who knows the secrets of the heavens and the earth. He is indeed Much-Forgiving, Merciful.’ (Verses 4-6)
Es war eine äußerst offensichtliche Lüge, die die Ungläubigen der Quraisch verbreiteten, obwohl sie tief im Herzen wussten, dass sie überhaupt keine Grundlage hatte. Ihre Ältesten, die sie anwiesen, diese Lügen zu verbreiten, waren sich durchaus bewusst, dass der Qur'an, den Muhammad ﷺ rezitierte, unmöglich von einem Menschen verfasst sein konnte. Sie wussten das tatsächlich aufgrund ihres Verständnisses für feine Dichtkunst. Darüber hinaus konnten sie sich nicht davon abhalten, vom Qur'an beeinflusst zu werden. Außerdem kannten sie Muhammad ﷺ lange vor seiner Prophetenschaft, und sie wussten, dass er in seiner Ehrlichkeit vorbildlich war: Er log nie, brach kein Versprechen und missbrauchte kein Vertrauen. Wie hätte er dann eine Lüge gegen Gott erfinden und Ihm Worte zuschreiben können, die Er nicht gesprochen hat?
It was a most blatant lie that the unbelievers of the Quraysh said when they knew deep at heart that it had absolutely no basis. Their elders who instructed them to circulate these lies were fully aware that the Qur’ān which Muhammad recited could not have been authored by a human being. They actually knew this given their appreciation of fine poetry. Furthermore, they could not stop themselves from being influenced by the Qur’ān. Moreover, they knew Muhammad long before his prophethood, and they were aware that he was exemplary in his honesty: he never told a lie, broke a promise, or breached a trust. How could he, then, invent a lie against God, attributing to Him words which He did not say?
Die Würde des Menschen
Honouring Mankind
Aus dieser Sicht erscheint die ganze Vorstellung unwahrscheinlich. Betrachtet man sie jedoch aus einem anderen Blickwinkel, wirkt sie durchaus natürlich. Gott hat Seinen eigenen Geist in den Menschen gehaucht, und durch diesen Hauch hat sich der Mensch unter allen Geschöpfen Gottes ausgezeichnet und zum Hüter der Erde eingesetzt. Doch menschliches Wissen, menschliche Erfahrung und menschliche Fähigkeiten bleiben begrenzt und unzureichend. Gott würde den Menschen nicht ohne Beistand und Führung lassen, die ihm den Weg weisen, seinen Auftrag zu erfüllen. Deshalb hat Er ihm die Fähigkeit gegeben, durch den göttlichen Geist, der ihn auszeichnet, mit Ihm in Verbindung zu stehen. Es ist kein Wunder, dass Gott einen Menschen erwählt, der die geistige Veranlagung besitzt, Seine Botschaft zu empfangen, und ihm so das zu übermitteln, was ihn und die Menschheit auf dem rechten Weg leitet.
From this angle, the whole idea seems unlikely. However, taken from another angle, it seems perfectly natural. God has breathed of His own spirit in man, and with this breath man has become distinguished among all God’s creation, and placed in charge of the earth. Yet human knowledge, experience, and abilities remain limited and inadequate. God would not leave man without support and guidance to show him the way to fulfil his trust. Hence, He gave him the potential to be in contact with Him through the breath of the divine spirit that distinguishes him. It is no wonder that God should choose a human being who has the spiritual potential to receive His message and so impart to him what guides him and humanity along the right way.
Dies ist ein Aspekt der Gnade, die Gott dem Menschen gewährt; sie erscheint in einer Hinsicht erstaunlich und in anderer Hinsicht durchaus natürlich. Doch diejenigen, die den Wert dieses Geschöpfes und die wahre Natur der Ehre, die Gott ihm erwiesen hat, nicht kennen, leugnen, dass ein Mensch durch göttliche Offenbarung mit Gott in Verbindung stehen solle. Sie weigern sich anzuerkennen, dass ein solcher Mensch von Gott als Sein Gesandter auserwählt werden solle. Sie meinen, Engel seien besser geeignet, eine solche Rolle zu erfüllen: „Warum wurde ihm nicht ein Engel herabgesandt, der zusammen mit ihm warnt?“ (Vers 7) Doch Gott hatte den Engeln befohlen, sich vor dem Menschen niederzuwerfen, als Er ihm überlegene Eigenschaften verlieh, verbunden mit dem Hauchen Seines Geistes in ihn.
This is an aspect of the grace God bestows on man, which appears amazing in one way and perfectly natural in another. But those who do not know the value of this creature and the true nature of the honour God has bestowed on him deny that a human being should be in contact with God through divine revelation. They refuse to acknowledge that such a person should be chosen by God as His Messenger. They think that angels are better placed to carry out such a role: “Why has not an angel been sent down to him to give warning alongside him?” (Verse 7) But God had ordered the angels to prostrate themselves before man as He granted him superior qualities associated with the breathing of His spirit in him.
Die Leugnung der Auferstehung
Denying Resurrection
An dieser Stelle in der Besprechung der Sure enthüllt sie eine weitere Dimension ihres Unglaubens. Sie leugnen den Letzten Tag. Daher scheuen sie sich nicht, haltlose Anschuldigungen oder Erfindungen vorzubringen. Sie fürchten nicht, Gott gegenüberzutreten, der sie für ihre Lügen und Erfindungen zur Rechenschaft ziehen wird. Wir sehen sie hier, wie sie am Tag des Gerichts stehen, wenn verhärtete Herzen bis ins Mark erschüttert werden. Man lässt sie sehen, was sie dort erwartet, im Vergleich zu dem Glück, das für die Gläubigen bereitet ist.
At this point in its discussion of their wrongful statements about God and His Messenger, the sūrah reveals another dimension of their disbelief. They deny the Last Hour. Hence, they have no qualms about making baseless accusations or fabrications. They do not fear that they will face God who will hold them to account for their lies’ and fabrications. We see them here as they stand on the Day of Judgement when hardened hearts are shaken to their core. They are made to see what awaits them there in comparison with the happiness that is prepared for the believers:
Nein! Sie leugnen die Stunde. Für jene, die die Stunde leugnen, haben Wir ein loderndes Feuer bereitet. Wenn es sie aus der Ferne erblickt, hören sie sein Toben und sein wütendes Zischen. Und wenn sie, aneinandergekettet, in einen engen Raum darin geworfen werden, werden sie dort auf der Stelle den Untergang erflehen. [Doch es wird zu ihnen gesagt werden]: Erfleht heute nicht nur einen einzigen Untergang, sondern erfleht viele Untergänge! Sprich: „Ist das besser oder das Paradies der Ewigkeit, das den Gottesfürchtigen als Lohn und als endgültige Bleibe versprochen wurde?“ Dort werden sie alles haben, was sie sich wünschen, und ewig darin verweilen. Es ist ein Versprechen deines Herrn, das stets erfleht werden soll.
Nay! It is the Last Hour that they deny. For those who deny the Last Hour We have prepared a blazing fire. When it sees them from a far-off place, they will hear its fury and its raging sigh. And when, chained together, they are flung into a tight space within, they will pray for extinction there and then. [But they will be told]: Do not pray today for one single extinction, but pray for many extinctions!’ Say: ‘Which is better: that, or the paradise of eternity which the God-fearing have been promised as their reward and their ultimate abode?’ There they will have all they wish for, abiding there forever. It is a promise given by your Lord, always to be prayed for. (Verses 1 1- 16)
Sie haben in ihrem Unglauben tatsächlich die Stunde (das Jüngste Gericht) bis zu einem extremen Maße geleugnet.
They have indeed denied the Last Hour going to great extents in their disbelief.
Der Koranvers drückt dies aus, indem er alles, was zuvor gesagt wurde, beiseite lässt, um das Ausmaß zu verstärken: „Nein! Vielmehr leugnen sie die Stunde.“ Anschließend malt er das Schicksal aus, das jene erwartet, die sich einer so schrecklichen Sache schuldig machen. Es ist ein loderndes Feuer, das für sie bereitet ist: „Für jene, die die Stunde leugnen, haben Wir ein loderndes Feuer bereitet.“ (Vers 11)
Die Übergabe der Botschaft Gottes an den Menschen
Entrusting God’s Message To Man
So werden sie als Zeugen dafür gezeigt, dass jede falsche Erfindung über den Glauben und jeder Spott über den Gesandten Gottes ein Ende fand. Nun wendet sich die Sure dem Propheten ﷺ zu, tröstet und beruhigt ihn, und sagt ihm, dass sein Fall unter den Gesandten Gottes kein Sonderfall war. Sie alle teilten dieselben wesentlichen Eigenschaften:
Thus they are shown to have witnessed the end of all false fabrication concerning faith and ridicule of God’s Messenger. Now the sūrah addresses the Prophet consoling and reassuring him, telling him that his was not a special case among God’s messengers. They all shared the same essential attributes:
Auch vor dir haben Wir keine Gesandten gesandt, außer dass auch sie Speise aßen und auf den Märkten umhergingen. Wir haben einige von euch zur Prüfung für andere gemacht.
Even before you, We never sent messengers other than [men] who indeed ate food and went about in the market places. We have made some of you a means of testing others.
Kannst du geduldig ausharren? Dein Herr sieht ja alles.
Are you able to endure with patience? Surely your Lord sees all. (Verse 20)
Wenn die Ungläubigen Einwände erheben, richten sich diese nicht persönlich gegen den Propheten ﷺ, sondern gegen ein Gesetz Gottes, das zu einem bestimmten Zweck eingesetzt wurde: „Wir haben einige von euch zu einer Prüfung für andere gemacht.“ So werden diejenigen, die Gottes Weisheit und Pläne nicht zu würdigen wissen, Einwände erheben, während diejenigen, die ihr volles Vertrauen in Seine Weisheit und Seine Unterstützung setzen, ausharren und beruhigt bleiben werden. Die göttliche Botschaft wird den Kampf mit menschlichen Mitteln und Methoden fortsetzen, damit diejenigen, die glauben, in Widrigkeiten ihre Geduld beweisen: „Kannst du standhaft mit Geduld ausharren?“ „Dein Herr sieht wahrlich alles.“ Er sieht die menschliche Natur und das, was in den inneren Gedanken der Menschen ist. Er sieht, auf welches Ziel ein jeder hinarbeitet. Wir stellen hier die Verwendung des Possessivpronomens „dein Herr“ fest, um dem Propheten ﷺ ein Gefühl des Trostes und der Zuversicht zu geben. Gott weiß, was die Herzen und Gefühle der Menschen am besten beeinflusst.
If the unbelievers voice objections, these are not made against the Prophet in person; rather, they are objections to a law God has put in place for a definite purpose: “We have made some of you a means of testing others.” Thus, those who do not appreciate God’s wisdom and plans will object, while those who have full trust in His wisdom and support will persevere and remain reassured. The divine message will continue the struggle using human means and methods, so that those who have faith will demonstrate their patience in adversity: “Are you able to endure with patience?” “Surely your Lord sees all.” He sees human nature, and what is in people’s inner thoughts. He sees to what end each one is driving. We note here the use of the possessive pronoun, ‘your Lord’, to give the Prophet a feeling of comfort and reassurance. God knows what best affects people’s hearts and feelings.