Die Sure greift dann eine weitere Art der Prahlerei auf und verurteilt sie ebenfalls:
The sūrah then picks up on another type of boast and decries it also:
Hast du jemals darüber nachgedacht, [wie es dem ergeht,] der Unsere Zeichen leugnet und prahlt: „Mir wird gewiss Reichtum und Kinder gegeben werden!“? Hat er etwa einen Bereich erlangt, der über die Wahrnehmung eines Geschöpfes hinausgeht? Oder hat er einen Bund mit dem Allerbarmer geschlossen? Keineswegs! Wir werden aufschreiben, was er sagt, und Wir werden seine Qual verlängern, und Wir werden ihm all das entziehen, wovon er jetzt spricht, und er wird allein vor Uns erscheinen. (Verse 77-80)
Have you ever considered [the case of] the one who denies Our signs and boasts: ‘I shall surely be given wealth and children!’ Has he, perchance, attained to a realm which is beyond the reach of a created being’s perception? Or has he concluded a covenant with the Most Merciful? By no means! We shall record what he says, and We shall long extend his suffering, and We shall divest him of all that he is now speaking of and he shall appear before Us all alone. (Verses 77-80)
Die unmittelbare Ursache für die Offenbarung dieser Verse wird von Khabbāb ibn al-Aratt überliefert, der sagte: „Ich war Eisenschmied, und al-ʿĀṣ ibn Wāʾil schuldete mir Geld. Ich ging zu ihm, um die Zahlung einzufordern. Er sagte: ‚Bei Gott! Ich werde dir nicht zurückzahlen, bis du Muḥammad und seine Botschaft verleugnest.‘ Ich sagte: ‚Ich werde Muḥammad ﷺ nicht verleugnen, bis du gestorben und wieder auferweckt worden bist.‘ Er sagte zu mir: ‚Nun gut! Warte also. Denn wenn ich nach meinem Tod wieder auferweckt werde, werde ich Reichtum und Kinder haben. Dann kannst du zu mir kommen, und ich werde dir zurückzahlen, was ich dir schulde.‘ Daraufhin offenbarte Gott diese Verse.“ Die Worte al-ʿĀṣ’ dienen lediglich als Beispiel für den Spott, mit dem die Ungläubigen auf den Ruf des Islam und ihre Verhöhnung des gesamten Gedankens der Auferstehung reagierten. Der Qur’ān hebt die Einzigartigkeit seiner Behauptung hervor: „Hat er etwa einen Bereich erreicht, der über die Wahrnehmung eines Geschöpfes hinausreicht?“ (Vers 78)
The immediate cause of the revelation of these verses is reported by Khabbāb ibn al-Aratt who said: “I was an ironmonger, and I had money due to be paid to me by al-`Āş ibn Wā’il. I went to him to demand payment. He said, ‘By God! I am not going to repay you until you reject Muĥammad and his message.’ I said, ‘I shall not reject Muĥammad until you have died and been resurrected.’ He said to me, ‘Well! Wait then. For, when I have been resurrected after my death, I will have wealth and children. You can come to me then and I will pay you what I owe you.’ God then revealed these verses.” Al-`Āş’s words serve merely as an example of the ridicule with which the unbelievers responded to the call of Islam and their derision of the whole concept of resurrection. The Qur’ān highlights the singularity of his claims: “Has he, perchance, attained to a realm which is beyond the reach of a created being’s perception?” (Verse 78)
Das wäre eine gute Informationsquelle, die ihm Kenntnis davon verschaffen würde, was in jener Welt geschehen mag. „Oder hat er einen Bund mit dem Allerbarmer geschlossen?“ (Vers 78) In einem solchen Fall wäre er gewiss, dass Gottes Bund erfüllt wird. Darauf folgt eine Form kategorischer Verneinung, die im Arabischen Konnotationen eines Verbots mit sich bringt: „Keineswegs!“ (Vers 79) Er ist weder zu einem solchen Bereich gelangt noch hat er einen Bund mit Gott geschlossen. Er verwirft lediglich die Wahrheit und verspottet ihre Verheißung.
That would be a good source of information, giving him knowledge of what may happen in that world. “Or has he concluded a covenant with the Most Merciful?” (Verse 78) In such a case, he would be certain that God’s covenant will be fulfilled. This is followed by an expression of categorical negation which, in Arabic, adds connotations of a prohibition: “By no means!” (Verse 79) He neither attained to any such realm, nor made any covenant with God. He merely rejects the truth and derides its promise.
Eine strenge Warnung ist daher sehr angebracht, um solchen überheblichen Behauptungen Einhalt zu gebieten: „Keineswegs! Wir werden aufschreiben, was er sagt, und Wir werden seine Qual gewiss verlängern.“ (Vers 79) Wir werden alles aufschreiben, was er sagt, damit es nicht vergessen wird, und am Tag des Gerichts wird kein Streit zugelassen. Dies ist wiederum ein rein bildhafter Ausdruck, denn ein Streit oder eine Widerrede ist nicht möglich, da das Wissen Gottes jedes noch so kleine Detail umfasst. Überdies wird die Strafe für solche Sünder vervielfacht werden, sowohl in ihrer Dauer als auch in ihrem Ausmaß, so dass sie ohne Unterbrechung andauert.
A stern warning is, then, very apt here to stop such arrogant claims: “By no means! We shall record what he says, and We shall long extend his suffering.” (Verse 79) We will write down whatever he says, so that it is not forgotten, admitting no dispute on the Day of Judgement. This is again a merely descriptive image, because no dispute or argument is possible as God’s knowledge encompasses every little detail. Moreover, the punishment meted out to such sinners will be increased manifold, in time and volume, so as to continue without interruption.
Ein weiteres Bild der Warnung wird hinzugefügt: „Und Wir werden ihm all das entziehen, wovon er spricht, und er wird allein vor Uns erscheinen.“ (Vers 80) So wird ihm alles genommen, wovon er bezüglich seines Reichtums und seiner Kinder spricht, so dass er mit nichts zurückbleibt. Der arabische Text hier, narithuhū mā yaqūl, vermittelt das Bild einer Erbschaft, um die Entziehung vollständig zu machen, so wie ein Erbe alles an sich nimmt, was ein Verstorbener zurückgelassen hat, und nichts übrig lässt. „Und er wird allein vor Uns erscheinen.“ (Vers 80) Er wird nichts von dem besitzen, was ihm seine Stellung in der Gesellschaft verlieh. So wird er weder Geld, Besitz, Verwandte, Anhänger noch Unterstützer haben, wenn er allein vor Gott erscheint, ein machtloser Einzelner.
A further image of warning is added: “and We shall divest him of all that he is now speaking of and he shall appear before Us all alone.” (Verse 80) Thus, everything that he speaks about of his wealth and children will be taken away from him, so that he is left with nothing. The Arabic text here, narithuhū mā yaqūl, gives an image of inheritance, in order to make the deprivation total, just as when an heir takes away all that a deceased person has left behind, discarding nothing. “He shall appear before Us all alone.” (Verse 80) He will have nothing of what gave him his standing in society. Thus, he will have no money, property, relatives, followers or supporters as he appears before God all alone, a powerless individual.
Hast du denn diejenigen bedacht, die Gottes Offenbarung leugnen, und dennoch von ihrem Glück sprechen an einem Tag, an dem sie weder Stellung noch Einfluss haben? Es ist ein Tag, an dem ihnen alles genommen wird, was ihnen in diesem Leben Macht verlieh. Dies ist nur eine Art des Unglaubens, falscher Behauptungen und des Spotts über die Wahrheit.
Have you, then, considered this person who denies God’s revelation, yet speaks about his fortunes on a day when he has no position or influence? It is a day when he will be deprived of all that gave him power in this life. This is just one type of unbelief, false claims and ridicule of the truth.
Die Sure setzt ihre Erörterung verschiedener Erscheinungsformen des Unglaubens fort:
The sūrah continues its discussion of different aspects of unbelief:
Sie haben sich dazu verleiten lassen, andere Gottheiten neben Gott zu verehren, in der Hoffnung, dass diese ihnen Macht und Ansehen verleihen. Keineswegs! Sie werden ihre Verehrung verleugnen und sich gegen sie wenden. Hast du nicht gesehen, wie Wir die Ungläubigen mit satanischen Kräften aufstacheln, die sie unablässig zum Bösen anreizen? Sei also nicht ungeduldig; Wir gewähren ihnen nur eine festgesetzte Zahl von Tagen. An dem Tag [wird es gewiss so sein], an dem Wir die Gottesfürchtigen vor [Gott], den Allerbarmer, als geehrte Gäste versammeln und die in Sünde Verlorenen wie eine durstige Herde zur Hölle treiben. Niemand wird die Macht haben, für sie Fürsprache einzulegen, außer jemand, der die Erlaubnis von [Gott], dem Allerbarmer, erhalten hat. (Verse 81–87)
They have taken to worshipping deities other than God, hoping that they will give them power and glory. By no means! They will renounce their worship and turn against them. Have you not seen how We let loose satanic forces upon the unbelievers to repeatedly incite them to evil? So, be not in haste: We only allow them a fixed number of days. The day [will surely come] when We shall gather the God-fearing before [God] the Most Merciful, as honoured guests, and drive those who are lost in sin to hell as a thirsty herd. None will have power to intercede for them except one who has received permission from [God] the Most Merciful. (Verses 81-87)
Diejenigen, die die Offenbarungen Gottes leugnen, schreiben Gottheit anderen Wesen als Gott zu, und sie verehren solche falschen Gottheiten in der Hoffnung, dass diese ihnen Macht, Sieg und Ruhm verleihen werden. Einige verehrten Engel, andere verehrten Dschinn. Sie riefen diejenigen an, die sie verehrten, und baten sie um Unterstützung gegen ihre Feinde.
Those who deny God’s revelations ascribe divinity to beings other than God, and they will worship such false deities hoping that they will give them power, victory and glory. Some worshipped angels, while others worshipped jinn. They called on those whom they worshipped, appealing to them for support against their enemies.
Doch selbst die Engel und Dschinn, die sie heute anbeten, verurteilen ihr Tun, sagen sich von ihrer Anbetung los und verdammen ihre Haltung. Wie der Qur'an ihre Lage beschreibt, werden sich jene, die im diesseitigen Leben angebetet wurden, am Tag des Gerichts „gegen sie wenden“ und ein Zeugnis ablegen, das die Ungläubigen verurteilt, die sie angebetet haben.
But the very angels and jinn they worship now denounce their action, disassociate themselves of their worship and condemn their attitude. As the Qur’ān describes their position, those who were worshipped in this present life will on the Day of Judgement “turn against them,” and will give a testimony that condemns the unbelievers who worshipped them.
Satanische Mächte oder Teufel werden sie stets dazu anstiften, sündhafte Taten zu begehen. Diesen Mächten wurde die Gelegenheit gegeben, die Menschen zu versuchen und irrezuführen, seit Satan, oder Iblīs, Gott darum bat, ihm eine solche Möglichkeit zu gewähren. Dem Propheten ﷺ wird befohlen, die Dinge nicht zu überstürzen: „So sei nicht in Eile.“ (Vers 84) Er solle sich über sie nicht allzu sehr grämen. Ihnen wird eine Gelegenheit gegeben, mit einer festgesetzten Frist, während der alles, was sie tun oder sagen, gezählt und aufgezeichnet wird. Der Vers beschreibt hier die Genauigkeit der Abrechnung: „Wir gewähren ihnen nur eine festgesetzte Anzahl von Tagen.“ (Vers 84)
Satanic forces, or devils, will always incite them to commit sinful actions. These forces have been given the chance to tempt and misguide human beings, ever since Satan, or Iblīs, requested God to allow him such opportunity. The Prophet is instructed not to precipitate matters: “So, be not in haste.” (Verse 84) He should not be over-grieved about them. They are given a chance, with a definite time limit, during which everything they do or say is counted and recorded. The verse here describes the accuracy of the reckoning: “We only allow them a fixed number of days.” (Verse 84)
Vielleicht sollten wir hinzufügen, dass dies eine unzureichende Übersetzung der arabischen Aussage na`ddu lahum `addā ist. Im arabischen Text ist das Objekt dessen, was gezählt wird, weggelassen, um den Eindruck einer sorgfältigen Zählung und Erfassung von allem zu vermitteln. Das ist ein beeindruckendes Bild, denn wenn die Erfassung durch Gott geschieht, bleibt nichts übersehen oder ausgelassen. Jemand, der das Gefühl hat, dass sein Chef seine Handlungen genau beobachtet, um jeden Fehler zu entdecken, wird zwangsläufig unruhig und besorgt sein. Wie fühlt sich dann aber der Mensch, der weiß, dass Gott der Allmächtige ihn beobachtet?
Perhaps we should add that this is an inadequate translation of the Arabic statement, na`ddu lahum `addā. In the Arabic text, the object of what is being numbered is deleted so as to give us an impression of the meticulous counting and recording of everything. This is an awesome image, because when the recording is made by God, it does not overlook or miss anything out. Someone who feels that his boss is carefully monitoring his actions so as to identify any mistake will inevitably feel uneasy and worried. So how does the person who knows that God Almighty is watching him feel?
Das Ergebnis all dieser Abrechnung wird in einem weiteren Bild des Tages des Gerichts gezeigt. Die Gläubigen werden in einer Prozession mit Ehre und Gastfreundschaft zu Gott kommen: „An dem Tag, an dem Wir die Gottesfürchtigen vor den Barmherzigen als Ehrengäste versammeln werden.“ (Vers 86) Die Ungläubigen dagegen werden wie Vieh getrieben, bis sie ihre letzte Bleibe erreichen: „Und die Sünder treiben Wir zur Hölle wie eine durstige Herde.“ (Vers 86) An jenem Tag wird es keine Fürsprache geben, außer für jemanden, der in diesem irdischen Leben eine gute Tat vollbracht hat. Eine solche Tat wird wie ein Versprechen Gottes sein, das Er einlösen wird. Gott hat denen, die gute Werke tun, eine reichliche Belohnung versprochen, und Gott bricht nicht Sein Versprechen.
The outcome of all this reckoning is shown in yet another image of the Day of Judgement. The believers will come to God in a procession met with honour and hospitality: “The day [will surely come] when We shall gather the God-fearing before [God] the Most Merciful, as honoured guests.” (Verse 86) On the other hand, the unbelievers will be driven like cattle until they arrive at their last abode: “And drive those who are lost in sin to hell as a thirsty herd.” (Verse 86) There will be no intercession on that day, except for one who has done a good deed in this worldly life. Such a deed will be like a promise from God which He will honour. God has promised those who do good works to give them an abundant reward, and God does not fail to honour His promises.