Al-Kahf – Die Höhle (GLAUBE AUF DER GRUNDLAGE FREIER WAHL) 28–46
Al-Kahf The Cave ( F AITH BASED ON F REE CHOICE) 28-46
Und halte dich geduldig bei denen, die ihren Herrn morgens und abends anrufen und Sein Angesicht suchen. Lass deine Augen nicht über sie hinausschweifen auf der Suche nach den Reizen des diesseitigen Lebens. Achte nicht auf den, dessen Herz Wir von dem Gedenken an Uns hatten unachtsam werden lassen, weil er stets seinen eigenen Begierden gefolgt ist und dessen Angelegenheit jede Grenze überschritten hat. (28)
And contain yourself in patience with those who call on their Lord morning and evening, seeking His countenance. Let not your eyes pass beyond them in quest of the beauties of the life of this world. Pay no heed to any whose heart We have left to be negligent of all remembrance of Us because he had always followed his own desires, and whose case has gone beyond all bounds. (28)
Sprich: „Die Wahrheit ist von eurem Herrn gekommen."
Say: ‘The truth [has now come] from your Lord.
„Wer will, der glaube daran, und wer will, der verwerfe es." Für die Frevler haben Wir ein Feuer bereitet, dessen Rauchsäulen sie von allen Seiten umschließen werden. Wenn sie um Wasser flehen, wird ihnen Wasser gereicht werden, das wie geschmolzenes Blei ist und ihre Gesichter versengt. Schrecklich ist das Getränk, und schlimm ist die Stätte der Rast. (29)
Let him who wills, believe in it, and let him who wills, reject it.’ For the wrongdoers We have prepared a fire whose billowing folds will encompass them from all sides. If they beg for water, they will be given water [hot] like molten lead, which will scald their faces. Dreadful is the drink, and evil is the place to seek rest. (29)
Was diejenigen betrifft, die glauben und rechtschaffene Werke tun – Wir lassen gewiss nicht den Lohn dessen verloren gehen, der Gutes tut. (30)
As for those who believe and do righteous deeds — We, for certain, do not fail to reward any who perseveres in doing good. (30)
Ihnen gehören Gärten des ewigen Verweilens, durch die Flüsse unter ihnen fließen. Dort werden sie mit Armreifen aus Gold geschmückt sein und grüne Gewänder aus Seide und Brokat tragen, und sie werden sich auf Liegen zurücklehnen. Trefflich ist der Lohn, und angenehm ist die Stätte der Ruhe. (31)
Theirs shall be gardens of perpetual bliss, with rivers rolling at their feet. There they will be adorned with bracelets of gold and will wear green garments of silk and brocade, and they will recline on couches. Excellent is the recompense, and comfortable is the place to rest. (31)
Stelle ihnen das Gleichnis von zwei Männern dar: Einem von ihnen gaben Wir zwei Weinberge, die Wir mit Dattelpalmen umgaben, und zwischen beide legten Wir ein Getreidefeld.
Set forth to them the case of two men, to one of whom We gave two vineyards and surrounded them with date-palms, and placed a field of grain in between. (32)
Jeder der beiden Gärten brachte seinen Ertrag hervor und blieb darin in keiner Weise aus. Und inmitten von ihnen ließen Wir einen Bach fließen. (33)
Each of the two gardens yielded its produce and never failed to do so in any way. In the midst of them We caused a stream to flow. (33)
Und so hatte [der Mann] reichlich Früchte. Dieser Mann sagte einmal zu seinem Freund, im Verlauf einer Unterhaltung zwischen ihnen: „Ich besitze mehr Reichtum als du und mehr Macht und Anhänger.“ (34)
And so [the man] had fruit in abundance. This man said once to his friend, in the course of a discussion between them, ‘More wealth have I than you, and more power and followers.’ (34)
Und so ging er, nachdem er seiner Seele Unrecht getan hatte, in seinen Garten und sagte: „Ich glaube nicht, dass dieser jemals vergehen wird!" (35)
And having thus wronged his soul, he went into his garden, saying: ‘I do not think that this will ever perish! (35)
Auch glaube ich nicht, dass die Stunde jemals kommen wird. Doch selbst wenn sie kommt und ich vor meinen Herrn gebracht werde, werde ich dort gewiss etwas Besseres als dies als Entgelt finden.“ (36)
Nor do I think that the Last Hour will ever come. But even if [it does and] I am brought before my Lord, I should surely find there something better than this in exchange.’ (36)
Sein Freund antwortete im Verlauf ihrer Diskussion:
His friend replied in the course of their discussion:
„Verleugnest du Den, der dich aus Erde erschaffen hat, dann aus einem Samentropfen, und dich schließlich zu einem Mann geformt hat?" (37)
‘Do you deny Him who has created you out of dust, and then out of a drop of sperm, and in the end fashioned you into a man? (37)
Doch was mich betrifft, so glaube ich, dass Er Gott ist, mein Herr, und ich werde meinem Herrn niemanden beigesellen.
But for my part, I believe that He is God, my Lord, and none shall I associate with my Lord.
(38)
(38)
Wenn du doch, als du deinen Garten betratest, gesagt hättest: „Was Gott will [geschieht], denn es gibt keine Macht außer bei Gott!“ Obwohl du, wie du siehst, weniger Vermögen und Nachkommen hast als ich, (39)
If only you said as you entered your garden, “Whatever God wills [shall come to pass, for] there is no power except with God!” Although, as you see, I have less wealth and offspring than you, (39)
Doch vielleicht wird mein Herr mir etwas Besseres als deinen Garten geben, und vielleicht wird Er über ihn vom Himmel her eine Heimsuchung senden, so daß er zu kahlem, glattem Staub wird (40)
yet it may well be that my Lord will give me something better than your garden, just as He may let loose a calamity out of heaven upon this [your garden], so that it becomes a heap of barren dust (40)
oder sein Wasser versinkt tief in der Erde, sodass du es niemals wieder finden wirst.‘ (41)
or its water sinks deep into the ground, so that you will never be able to find it.’ (41)
So wurden seine fruchtbaren Gärten von Verwüstung umschlossen, und da stand er nun, rang die Hände über all das, was er für jenes ausgegeben hatte, das nun in Trümmern lag, mit eingestürzten Spalieren; und er konnte nur sagen: „Wäre ich doch keinem Seinem Herrn beigesellt worden!“ (42)
So his fruitful gardens were encompassed with ruin, and there he was, wringing his hands over all that he had spent on that which now lay waste, with its trellises caved in; and he could only say: ‘Would that I had not associated partners with my Lord!’ (42)
Er hatte niemanden, der ihm gegen Gott beistand, noch vermochte er, sich selbst zu retten. (43)
He had none to support him against God, nor was he able to save himself. (43)
So ist es: Aller Schutz kommt von Gott, dem Wahrhaftigen. Er ist der Beste, um Lohn zu gewähren, und der Beste, um den Ausgang zu bestimmen. (44)
For thus it is: all protection comes from God, the True One. He is the best to grant reward and the best to [determine] outcome. (44)
Stelle ihnen ein Gleichnis vom diesseitigen Leben auf: Es gleicht dem Wasser, das Wir vom Himmel herabsenden und das sich mit den Pflanzen der Erde vermischt, die danach zu dürrem Stroh werden, das die Winde verwehen. Gott hat die Macht über alle Dinge. (45)
Set forth to them a simile about the life of this world: [it is] like the water which We send down from the skies, and which is absorbed by the plants of the earth. In time they turn into dry stubble which the winds blow freely about. It is God alone who has power over all things. (45)
Reichtum und Kinder sind der Schmuck des diesseitigen Lebens; doch die bleibenden guten Werke sind bei deinem Herrn weit mehr an Lohn wert und bieten eine weit bessere Hoffnung. (46)
Wealth and children are the adornment of the life of this world: but the things that endure, good deeds, are of far greater merit in your Lord’s sight, and a far better source of hope. (46)
Übersicht
Overview
Dieser zweite Abschnitt der Sure legt ein richtiges Wertesystem aus der Perspektive des Glaubens fest. Reichtum, Stellung, Einfluss und Macht sowie Genüsse und Annehmlichkeiten werden keinerlei echter Wert beigemessen. All dies ist vergänglich. Der Islam verbietet nicht den Genuss von Luxus oder Annehmlichkeiten, die auf rechtmäßige und legitime Weise erlangt wurden. Doch dies sind nicht die Ziele des menschlichen Lebens. Wer diese genießen möchte, darf dies tun, sollte sich aber daran erinnern, dass es Gott ist, der sie gewährt. Der Mensch muss daher seine Dankbarkeit gegenüber Gott durch gute Werke zum Ausdruck bringen, denn dies ist es, was am Ende bleibt.
This second passage of the sūrah establishes a proper value system from a faith perspective. No real value is attached to wealth, position, influence or power, nor to indulgences and comforts. All these are transitory. Islam does not prohibit enjoyment of luxuries or comforts that are obtained in a lawful and legitimate way. But these are not the goals of human life. Whoever wants to enjoy these may do so, but he should remember that it is God who provides them. A human being must, therefore, express his gratitude to God through good work, because this is what remains in the end.
Der Abschnitt beginnt mit der Anweisung an den Propheten ﷺ, standhaft zu bleiben bei denen, die sich an Gott wenden, um Rechtleitung und Gnade zu erlangen. Er solle sich von denen abwenden, die ihres Herrn vergessen haben. Es wird ein Beispiel für die beiden Parteien gegeben. Dies geschieht in einer Geschichte mit zwei Männern: Der eine rühmt sich seines Reichtums und seiner Stellung, während der andere einen reinen Glauben an Gott bewahrt und hofft, von Ihm das zu empfangen, was besser ist als alle irdischen Reichtümer.
The passage starts with a directive to the Prophet to remain steadfast with those who turn to God for guidance and grace. He should abandon those who are oblivious of their Lord. An example is given of the two parties. This is given in a story involving two men, one boasts about his wealth and position, while the other maintains pure faith in God, hoping to receive from Him what is better than all material riches.
Dies wird von einem Gleichnis begleitet, das das gesamte Leben auf Erden veranschaulicht. Es erscheint uns kurz, vergänglich und ohne wahren Gehalt. Es gleicht Asche, die von den Winden in alle Richtungen verweht wird. Die letztendliche Wahrheit lautet: „Reichtum und Kinder sind der Schmuck des diesseitigen Lebens; die Dinge jedoch, die bleiben, die guten Taten, sind in den Augen deines Herrn von weit größerem Wert und eine weit bessere Quelle der Hoffnung.“ (Vers 46)
This is followed with an analogy showing the whole of life on earth. It appears to us short, fleeting, and having no real substance. It is just like ashes blown by the winds in all directions. The ultimate truth is that “Wealth and children are the adornment of the life of this world: but the things that endure, good deeds, are of far greater merit in your Lord’s sight, and a far better source of hope.” (Verse 46)
Die Wahrheit von deinem Herrn
The Truth From Your Lord
Und halte dich geduldig an jene, die ihren Herrn am Morgen und am Abend anrufen und dabei Sein Angesicht suchen. Und lass deine Augen nicht über sie hinausschweifen auf der Suche nach den Reizen des diesseitigen Lebens. Gehorche nicht dem, dessen Herz Wir von Unserem Gedenken haben unachtsam werden lassen, der seinen eigenen Begierden gefolgt ist und dessen Angelegenheit jedes Maß überschritten hat. Und sprich: „Die Wahrheit ist von eurem Herrn gekommen. Wer also will, glaube daran, und wer will, verleugne sie.“ (Verse 28-29)
And contain yourself in patience with those who call on their Lord morning and evening, seeking His countenance. Let not your eyes pass beyond them in quest of the beauties of the life of this world. Pay no heed to any whose heart We have left to be negligent of all remembrance of Us because he had always followed his own desires, and whose case has gone beyond all bounds. Say: ‘The truth [has now come] from your Lord. Let him who wills, believe in it, and let him who wills, reject it.’ (Verses 28-29)
Einige Berichte legen nahe, dass diese Verse offenbart wurden, als einige der Edlen der Quraisch verlangten, dass der Prophet seine armen Gefährten fortschicken solle, wenn er hoffe, dass die Häuptlinge des Stammes Quraisch jemals an seine Botschaft glauben würden. So müssten Menschen wie Bilāl, `Ammār, Şuhayb, Khabbāb und `Abdullāh ibn Mas`ūd aus seiner Gesellschaft ausgeschlossen werden. Oder zumindest solle der Prophet ℺ besondere Vorkehrungen treffen, sodass er die Herren der Quraisch allein treffen könne, an einem Ort, zu dem keine Armen und Benachteiligten Zutritt hätten. Die Reichen, so argumentierten sie, würden verärgert sein, wenn sie gezwungen wären, mit ihnen am selben Ort zu sitzen, weil ihre Kleidung nach Schweiß rieche.
Some reports suggest that these verses were revealed when some of the noblemen of the Quraysh demanded that the Prophet should expel his poor Companions if he were to hope that the chiefs of the Quraysh tribe would ever come to believe in his message. Thus people like Bilāl, `Ammār, Şuhayb, Khabbāb and `Abdullāh ibn Mas`ūd would have to be expelled from his companionship. Or at least the Prophet should make special arrangements, whereby he could meet the masters of the Quraysh on their own, in a place where none of the poor and the deprived were admitted. The rich, they argued, would be irritated if they had to sit in the same place with them, because their clothing smelled of perspiration.
Es wird auch überliefert, dass der Prophet ﷺ sich sehnlichst wünschte, diese Ältesten der Quraisch würden den Islam annehmen. Er zog sogar in Betracht, die Vereinbarungen zu treffen, die sie vorgeschlagen hatten. Doch bevor er in diese Richtung irgendeinen Schritt unternahm, offenbarte Gott ihm den Vers, der mit Seinem Gebot beginnt: „Halte dich geduldig an die Seite derer, die ihren Herrn morgens und abends anrufen und Sein Angesicht suchen.“ (Vers 28) So legt Er die wahren Werte klar und dauerhaft fest. Diese bilden einen Maßstab, der niemals versagt.
Keine Rettung verfügbar
No Rescue Available
Die Sure beschreibt daraufhin eine Szene des Jenseits und schildert einerseits, was für die Ungläubigen bereitet ist, andererseits, was für die Gläubigen bereitet ist. Die Ungläubigen werden ein Feuer haben, das bereitet wurde, um sie aufzunehmen: „Für die Frevler haben Wir ein Feuer bereitet.“ (Vers 29) Alles ist fertiggestellt, aufgestellt und bereitgebracht. Es bedarf keiner neuen Anstrengung, um sie aufzunehmen. Niemand ist nötig, um dieses Feuer zu entzünden, und es braucht keine Zeit, um aufzulodern oder heftig zu brennen. Gott benötigt nichts, um zu erschaffen, was Er will, außer dass Er es tatsächlich will, und es existiert. Der Ausdruck verwendet hier den Begriff „bereiten“, um die Schnelligkeit des Handelns anzuzeigen. Alles ist so eingerichtet, dass die Frevler und die Ungläubigen direkt in das Feuer gebracht werden, das bereits bereitet ist, um sie aufzunehmen.
The sūrah then portrays a scene of the hereafter, describing what is prepared for the unbelievers on the one hand and for the believers on the other. The unbelievers will have a fire that has been made ready to receive them: “For the wrongdoers We have prepared a fire.” (Verse 29) It is all made, set and brought forward. It does not require any new effort to receive them. No one is needed to kindle that fire, and it does not take any time to light or burn fiercely. God does not need anything to create whatever He wishes other than to actually will it, and it exists. The expression here uses the term, ‘prepare’, to indicate speed of action. Everything is put in place to take the wrongdoers and the unbelievers straight to the fire that is already prepared to receive them.
Es ist ein Feuer, dessen Rauchsäulen gewaltige Schwaden bilden, die hochwogen, um seine Bewohner zu umfassen. Sie sind dort fest eingeschlossen, ohne Hoffnung auf Flucht oder Rettung. Auch besteht keinerlei Aussicht auf einen Hauch kühlender Luft oder auf eine Linderung ihrer Qual. Wenn sie um Hilfe rufen oder darum bitten, vor dem brennenden Feuer verschont zu werden, wird ihnen Hilfe in Form von schmutzigem Wasser gewährt, das mit Worten beschrieben wird, die nach Ansicht einiger Kommentatoren „geschmolzenes Blei“ bedeuten, während andere sie als „siedendes Öl“ auslegen. Käme das Gesicht eines Menschen in seine Nähe, würde es ihn sicherlich verbrühen. Was wird es dann erst mit Kehlen und Mägen anrichten, wenn die Frevler versuchen, es zu trinken? „Und wenn sie um Wasser flehen, wird ihnen Wasser gegeben werden wie geschmolzenes Blei, das ihre Gesichter versengt.“ (Vers 29) Es ist eine schreckliche Lage, in der sie sich befinden, wenn sie so dringend etwas zu trinken brauchen, doch sie haben nur das, was der Qur’an wahrheitsgemäß beschreibt: „Schrecklich ist das Getränk.“ (Vers 29) Außerdem ist das Feuer mit seinen wogenden Schwaden kein Ort, an dem man Ruhe suchen könnte: „Schlimm ist der Ort der Ruhe.“ (Vers 29) In dieser Beschreibung liegt eine bittere Ironie. Sie befinden sich nicht im Feuer, um zu ruhen, sondern um für ihr Unrecht bestraft und verbrannt zu werden. Diese Beschreibung dient aber auch als Gegensatz zum Schicksal der Gläubigen im Paradies. Die beiden Enden sind gegensätzliche Extreme.
Ein unüberbrückbarer Abgrund
A Gulf Too Wide
Dieser Abschnitt wird von einer Geschichte über zwei Männer und zwei Gärten gefolgt, die als Beispiel dafür dient, was dauerhaften Wert hat und was nur vergänglich ist. Sie zeichnet zwei Beispiele von Menschen: Der erste sucht Stolz in den Annehmlichkeiten dieser Welt, während der andere mit seiner Beziehung zu Gott vollkommen zufrieden ist. Beide werden im praktischen Leben betrachtet. Der erste, der im Beispiel des Qur'ān zwei Gärten besitzt, stellt einen Mann dar, der vom Reichtum geblendet ist. Er fühlt sich mächtig durch das, was ihm gegeben wurde, und so vergisst er die höchste Macht, die alles im Leben der Menschen lenkt, und glaubt, sein Reichtum sei von Dauer. Dies gibt ihm das Gefühl, seine Macht sei ewig.
This passage is followed by a story of two men and two gardens, given as an example of what is permanently valuable and what is no more than transitory. It paints two examples of human beings: the first seeks pride in the luxuries of this world, while the other is fully content with his relationship with God. Each is seen in practical life. The first who, in the Qur’ānic example, has two gardens delineates a man dazzled with riches. He feels himself powerful with what he has been given, so he forgets the Supreme Power who controls everything in people’s lives, and thinks that his wealth is permanent. This gives him a feeling that his power is everlasting.
Der andere ist ein Gläubiger, der seine Stellung und seinen Rang durch den Glauben erlangt. Er gedenkt stets seines Herrn und erkennt, dass die Segnungen, deren er sich erfreut, an sich schon Zeugnis für Den sind, der all solche Segnungen gewährt. Daher weiß er, dass er seinen Herrn stets preisen und Ihm für das, was ihm gewährt wurde, seinen Dank aussprechen sollte:
The other is a believer who derives his position and status through faith. He always remembers his Lord, realizing that the blessings he enjoys are in themselves evidence of the One who grants all such blessings. Hence, he knows that he should always praise his Lord and express his gratitude to Him for what he has been granted:
Stelle ihnen das Gleichnis von zwei Männern dar: Dem einen von ihnen gaben Wir zwei Weinberge und umgaben sie mit Dattelpalmen und legten zwischen beide ein Saatfeld. Jeder der beiden Gärten brachte seinen Ertrag und blieb in keiner Weise dahinter zurück. Inmitten von ihnen ließen Wir einen Fluss fließen. Und so hatte [der Mann] reichlich Früchte.
Set forth to them the case of two men, to one of whom We gave two vineyards and surrounded them with date palms, and placed a field of grain in between. Each of the two gardens yielded its produce and never failed to do so in any way. In the midst of them We caused a stream to flow. And so [the man] had fruit in abundance. (Verses 32-34)
Vergängliche Freuden
Transient Pleasures
Nun zeichnet die Sure ein weiteres Bild, das das irdische Leben in seiner Gesamtheit zeigt, und wir erkennen, dass es jenen zerstörten Gärten ähnelt. Es ist vergänglich, währt nur eine sehr kurze Zeit und entbehrt jeder festen Substanz: „Und veranschauliche ihnen das Gleichnis vom diesseitigen Leben: Es gleicht Wasser, das Wir vom Himmel herabsenden, und die Pflanzen der Erde vermischen sich damit; dann werden sie zu dürrem Heu, das die Winde verwehen. Und Gott hat Macht über alle Dinge.“ (Vers 45)
Now the sūrah draws another scene showing life on earth in its totality, and we realize that it is similar to those destroyed gardens. It is of a fleeting nature, lasting only a very short while and lacking solid substance: “Set forth to them a simile about the life of this world: [it is] like the water which We send down from the skies, and which is absorbed by the plants of the earth. In time they turn into dry stubble which the winds blow freely about. It is God alone who has power over all things.” (Verse 45)
Diese Szene mit all ihrer Bewegung wird rasch geschildert, um in uns das Gefühl eines vergänglichen Lebens zu verstärken, eines Lebens, das kurz ist und im Tod endet. Hier sehen wir Wasser vom Himmel herabströmen, doch es fließt nicht dahin und bildet keine Wasserläufe. Es wird sogleich von den Pflanzen aufgesogen, doch diese Pflanzen wachsen nicht, und sie bringen auch keine reifen Früchte hervor. Alles wird vernichtet und wird nichts als trockenes Stroh, das von den Winden davongeweht wird. Die ganze Dauer des Lebens ist damit innerhalb von drei kurzen Sätzen beendet. Der arabische Originaltext verwendet alle Formen, die einen raschen Übergang von einer Stufe zur nächsten anzeigen: das Herabfallen des Wassers, dann seine Aufnahme durch die Pflanzen und danach ihr Davonwehen durch den Wind. Wie kurz ist das Leben und wie wertlos! Nachdem die Sure dieses Bild des gegenwärtigen, vergänglichen Lebens in voller Wirkung gezeigt hat, stellt sie einen Gegensatz her zwischen den Werten, denen die Menschen in diesem Leben große Bedeutung beimessen, und jenen, die zu allen Zeiten den oberen Rang einnehmen. All dies wird aus dem Blickwinkel des göttlichen Glaubens dargelegt: „Reichtum und Kinder sind der Schmuck des diesseitigen Lebens; die Dinge jedoch, die bleiben, die guten Taten, sind bei deinem Herrn von weit größerem Wert und eine weit bessere Quelle der Hoffnung.“ (Vers 46)
This scene, with all its movement, is depicted rapidly so as to enhance within us the feelings of a transitory life, one which is short and ends in death. Here we see water pouring down from the skies, but it does not run or form watercourses. It is immediately absorbed by plants, but these plants do not grow, nor do they yield ripe fruit. It is all destroyed, becoming nothing more than dry stubble, blown away by the winds. The whole duration of life is thus ended within three short sentences. The original Arabic text uses all forms that indicate rapid transition from one stage to the next: the fall of water, then its absorption by plants, and then its blowing away by the wind. How short is life, and how worthless! Having shown this scene of the present, transitory life to full effect, the sūrah makes a contrast between the values to which people attach great importance in this life and those which have the upper position at all times. All this is stated from the point of view of the divine faith: “Wealth and children are the adornment of the life of this world: but the things that endure, good deeds, are of far greater merit in your Lord’s sight, and a far better source of hope.” (Verse 46)