Yusuf (Sich der Prüfung stellen) 21-34
Yusuf (Facing Up To Trial) 21-34
Der Mann aus Ägypten, der ihn gekauft hatte, sagte zu seiner Frau: „Behandle ihn gut. Vielleicht wird er uns nützlich sein, oder wir nehmen ihn als Sohn an.“ So verhalfen Wir Joseph im Land zu einer Stellung, und Wir lehrten ihn die Deutung der Berichte.
The man from Egypt who bought him said to his wife: Be kind to him. He may well be of use to us, or we may adopt him as our son.’ Thus We established Joseph in the land, and We imparted to him some under- standing of the real meaning of statements.
Gott setzt sich stets durch, was auch immer Sein Vorhaben ist, auch wenn die meisten Menschen es nicht wissen. (21)
God always prevails in whatever be His purpose; though most people may not know it. (21)
Und als er seine volle Mannesreife erreichte, verliehen Wir ihm Weisheit und Wissen. So belohnen Wir jene, die Gutes tun. (22)
And when he attained his full manhood, We bestowed on him wisdom and knowledge. Thus do We reward those who do good. (22)
Diejenige, in deren Haus er lebte, versuchte, ihn zu verführen. Sie verschloss die Türen und sagte: „Komm her.“ Er sagte: „Gott bewahre mich! Gut hat mein Herr mir meinen Aufenthalt hier gemacht. Die Unrecht tun, haben keinen Erfolg.“ (23)
She in whose house he was living tried to seduce him. She bolted the doors and said, ‘Come.’ He said: ‘God protect me. Goodly has my master made my stay here. Those who do wrong come to no good.’ (23)
Sie begehrte ihn wirklich, und auch er begehrte sie.
She truly desired him, and he desired her.
[Er hätte nachgegeben,] wäre er nicht ein klares Zeichen seines Herrn gesehen gehabt. So wendeten Wir das Böse und die Schamlosigkeit von ihm ab. Er war wahrlich einer Unserer aufrichtigen Diener. (24)
[He would have succumbed] had he not seen a clear sign from his Lord. Thus We averted from him evil and indecency. He was truly one of Our faithful servants. (24)
Beide eilten zur Tür. Sie zerriss ihm das Hemd von hinten. Und an der Tür trafen sie auf ihren Ehemann. Sie sagte: „Was soll die Strafe für jemanden sein, der böse Absichten gegenüber deiner Frau hegte, außer dass er ins Gefängnis geworfen oder mit einer schweren Strafe belegt wird?“ (25)
And they both rushed to the door. She tore his shirt from behind. And at the door they met her husband. She said: ‘What ought to be the punishment of someone who had evil designs on your wife other than that he should be thrown in prison or some grievous punishment.’ (25)
[Joseph] sagte: „Sie war es, die mich verführen wollte.“ Da bezeugte einer aus ihrer eigenen Familie: „Wenn sein Hemd von vorn zerrissen ist, dann sagt sie die Wahrheit und er lügt. (26)
[Joseph] said: ‘It was she who sought to seduce me.’ One of her own household testified: ‘If his shirt has been torn from the front, then she is speaking the truth and he is lying. (26)
„Wenn sie aber von hinten zerrissen wurde, dann lügt sie, und er spricht die Wahrheit.“ (27)
But if it has been torn from behind, then she is lying, and he is speaking the truth.’ (27)
Als [ihr Ehemann] sah, dass Josefs Hemd von hinten zerrissen war, sagte er zu ihr:
When [her husband] saw that Joseph’s shirt was torn from behind, he said to her:
„Das ist wahrlich [ein Beispiel] für die List von euch Frauen. Eure List ist wahrlich gewaltig!“ (28)
‘This is indeed [an instance] of the guile of you, women. Your guile is awesome indeed!’ (28)
„Joseph, lass dies auf sich beruhen! Und du, Frau, bitte um Vergebung für deine Sünde. Du hast schwer gefehlt.“ (29)
‘Joseph, let this pass! And you, woman, ask forgiveness for your sin. You have been seriously at fault.’ (29)
In der Stadt sagten die Frauen: „Die Frau des Ministerpräsidenten versucht, ihren Sklaventjungen zu verführen, denn sie ist leidenschaftlich in ihn verliebt.
In the city, women were saying: ‘The Chief Minister’s wife is trying to seduce her slave lad, as she is passionately in love with him.
„Wir sehen, dass sie offensichtlich in die Irre geht.“ (30)
We see that she is clearly going astray.’ (30)
Als sie von ihrem boshaften Gerede hörte, ließ sie die Frauen zu sich rufen, bereitete ihnen ein üppiges Mahl und reichte jeder von ihnen ein Messer und sagte [zu Joseph]: „Komm heraus und zeige dich ihnen.“ Als sie ihn sahen, waren sie von ihm hingerissen, und sie schnitten sich in die Hände und riefen: „Gott bewahre! Das ist kein sterblicher Mensch! Das ist niemand anderes als ein edler Engel.“ (31)
When she heard of their malicious talk, she sent for them, and prepared for them a sumptuous repast, and handed each one of them a knife and said [to Joseph]: ‘Come out and present yourself to them.’ When they saw him, they were amazed at him, and they cut their hands, exclaiming: ‘God preserve us! This is no mortal man! This is none other than a noble angel.’ (31)
Sie sagte: „Das ist er, um dessentwillen ihr mich getadelt habt! Ich habe tatsächlich versucht, ihn zu verführen, doch er hat seine Keuschheit bewahrt. Wenn er jedoch nicht tut, was ich ihm befehle, wird er gewiss ins Gefängnis geworfen werden und tatsächlich zu den Erniedrigten gehören.“ (32)
Said she: ‘This is he on whose account you have been me! Indeed I have tried to seduce him, but he guarded his chastity. Now, however, if he does not do what I bid him, he shall certainly be thrown in prison, and shall indeed be humiliated.’ (32)
„Er sagte: ‚Mein Herr, mir ist das Gefängnis lieber als das, wozu sie mich auffordern. Und wenn Du nicht ihre List von mir abwendest, werde ich mich ihnen womöglich zuneigen und zu den Unwissenden gehören.‘“ (33)
[Joseph] said: ‘My Lord, I would sooner be put in prison than comply with what they are inviting me to do. Unless You turn away their guile from me, I may yield to them and lapse into folly.’ (33)
Sein Herr erhörte sein Gebet und wehrte ihre List von ihm ab. Er allein ist der Allhörende, der Allwissende. (34)
His Lord answered his prayer and warded off their guile from him. It is He alone who hears all and knows all. (34)
Überblick
Overview
Dieser Abschnitt schildert den zweiten Abschnitt der Geschichte Josefs, nachdem er in Ägypten angekommen war, wo er als Sklave verkauft wurde. Der Mann, der ihn kaufte, empfand jedoch, dass der Junge ein guter Mensch war. Solche Empfindungen kann man am Aussehen eines Menschen erkennen, besonders wenn sie mit guten Umgangsformen einhergehen. Daher empfiehlt der Mann seiner Frau, gut für den Jungen zu sorgen. Hier beginnt der erste Faden, wie sein Traum in Erfüllung geht.
This passage relates the second episode of Joseph’s story, after he had reached Egypt where he was sold as a slave. However, the man who bought him felt that the boy was a good person. Such feelings may be sensed from a person’s looks, particularly if they are coupled with good manners. Hence the man recommends his wife to take good care of the boy. Here begins the first thread in how his dream comes true.
Doch wartete auf Josef, als er seine Reife erreichte, noch eine andere Prüfung ganz anderer Art. Zuvor wäre ihm Weisheit und Wissen gegeben worden, das ihm helfen würde, der bevorstehenden Prüfung zu begegnen, einer Prüfung, der nur standhalten und widerstehen kann, wem Gott Seine Gnade geschenkt hat. Es war eine Prüfung der Verführung in Palästen, in denen das aristokratische Umfeld oft von lockerer Moral geprägt ist. Josef ging daraus unversehrt hervor, was seine sittlichen und religiösen Werte betrifft.
But another trial of a totally different type was awaiting Joseph when he reached his prime. Prior to this, he would have been given wisdom and knowledge which would help him confront the forthcoming trial, one which only those on whom God bestows His grace can stand up to and resist. It was a trial of seduction in palaces where the aristocratic environment is often characterized by loose morality. Joseph emerged unscathed from it in his moral and religious values.
Sich in Ägypten niederlassen
Settling In Egypt
Der Mann aus Ägypten, der ihn gekauft hatte, sagte zu seiner Frau: „Behandle ihn gut. Vielleicht wird er uns von Nutzen sein, oder wir nehmen ihn als unseren Sohn an." So verschafften Wir Joseph eine feste Stellung im Land, und Wir lehrten ihn die Deutung von Träumen. Gott setzt Seinen Willen stets durch, doch die meisten Menschen wissen es nicht.
The man from Egypt who bought him said to his wife: Be kind to him. He may well be of use to us, or we may adopt him as our son. Thus We established Joseph in the land, and We imparted to him some understanding of the real meaning of statements. God always prevails in whatever be His purpose; though most people may not know it.
(Vers 21)
(Verse 21)
Die Sure verrät zunächst nicht, wer der Mann ist, der ihn gekauft hat. Nach langer Zeit erfahren wir, dass er eine Person in sehr hoher Stellung ist, vielleicht der Oberminister Ägyptens. Vorerst wissen wir aber nur, dass Joseph an einen sicheren Ort gelangt ist, dass seine erste Prüfung vorüber ist und dass ihm glänzende Aussichten bevorstehen.
The sūrah does not as yet reveal the identity of the person who bought him. After a long time we learn that he is a person in a very high position, perhaps Egypt’s chief minister. But for now we only know that Joseph has reached a safe place, and that his first trial is over, and that bright prospects await him.
„Sei freundlich zu ihm.“ (Vers 21) So übersetzen die meisten Übersetzer des Qur’ān die erste Aussage des Mannes, der Joseph gekauft hat. Wörtlich sagt der Mann: „Gewähre ihm einen großzügigen Aufenthaltsort.“ Obwohl dies als Anweisung gemeint ist, ihn freundlich zu behandeln, bezeichnet der Ausdruck eine größere Freundlichkeit, die im Gegensatz steht zu seinem Aufenthalt im Brunnen und all den Ängsten, die mit jener Erfahrung verbunden waren.
“Be kind to him.” (Verse 21) This is how most translators of the Qur’ān render the first statement said by the man who bought Joseph. Literally the man says: “Be generous in his place of abode.” Although this is meant to be an instruction to treat him kindly, the expression signifies greater kindness to be contrasted with his stay in the well and all the fears that were associated with that experience.
Doch der Mann geht weiter und erzählt seiner Frau von dem, was er sich für die Zukunft des Jungen erhofft:
But the man goes further and tells his wife of what he hopes for the boy’s future:
„Er könnte uns vielleicht nützlich sein, oder wir nehmen ihn als unseren Sohn an.“ (Vers 21) Vielleicht hatten sie keine Kinder, wie einige Berichte nahelegen. Daher begann der Mann zu denken, dass er den Knaben, falls dieser sich in Bezug auf Verstand, Charakter und gutes Aussehen als den Erwartungen seines Herrn gewachsen erweisen sollte, als seinen eigenen Sohn annehmen könnte.
Eine Prüfung der Versuchung
A Trial Of Temptation
An dieser Stelle erlebt Joseph die zweite Prüfung seines Lebens. Sie ist weit schwerer und tiefgreifender als die erste. Sie kommt, nachdem ihm Weisheit und Wissen als Zeichen der Gnade Gottes gewährt wurden. Deshalb stellt er sich ihr entschlossen, und er wird davor bewahrt als Lohn dafür, dass er Gutes tut. Diese Prüfung nimmt die Form einer Versuchung an, und die Sure zeichnet ein sehr aufgeladenes Bild der ganzen Begegnung, in der Joseph großen Gefahren ausgesetzt war.
At this point Joseph experiences the second trial in his life. It is much more severe and profound than the first one. It comes when he has been given wisdom and knowledge as a gesture of God’s grace. Hence, he faces it squarely, and he is saved from it as a reward for doing good. This trial takes the form of temptation, and the sūrah paints a very charged picture of the whole encounter, when Joseph was vulnerable to great risks.
Sie, in deren Haus er wohnte, versuchte, ihn zu verführen. Sie verriegelte die Türen und sagte: „Komm!“ Er sprach: „Gott bewahre mich! Gut hat mein Herr mir meinen Aufenthalt hier gemacht. Denen, die Unrecht tun, geht es nicht gut.“ Sie begehrte ihn wahrlich, und er begehrte sie. [Er wäre erlegen], hätte er nicht ein deutliches Zeichen von seinem Herrn gesehen. So wandten Wir Böses und Schamlosigkeit von ihm ab. Er war wahrlich einer von Unseren aufrichtigen Dienern. Und sie eilten beide zur Tür. Sie zerriss ihm das Hemd von hinten. Und an der Tür trafen sie auf ihren Ehemann. Sie sagte: „Was soll die Strafe dessen sein, der Böses gegen deine Frau im Sinn hatte, außer dass er ins Gefängnis geworfen oder mit einer schmerzhaften Strafe bestraft wird?“ [Josef] sprach: „Sie war es, die mich zu verführen suchte.“ Ein Zeuge aus ihrer eigenen Familie bezeugte: „Wenn sein Hemd von vorn zerrissen ist, dann sagt sie die Wahrheit, und er lügt. Ist aber sein Hemd von hinten zerrissen, dann lügt sie, und er spricht die Wahrheit.“ Als [ihr Ehemann] sah, dass Josefs Hemd von hinten zerrissen war, sprach er zu ihr: „Das ist wahrlich [ein Beispiel] für die List von euch Frauen. Eure List ist wahrlich gewaltig!“ Josef, lass dies auf sich beruhen! Und du, Frau, bitte um Vergebung für deine Sünde.
She in whose house he was living tried to seduce him. She bolted the doors and said, ‘Come.’ He said: ‘God protect me. Goodly has my master made my stay here. Those who do wrong come to no good.’ She truly desired him, and he desired her. [He would have succumbed] had he not seen a clear sign from his Lord. Thus We averted from him evil and indecency. He was truly one of Our faithful servants. And they both rushed to the door. She tore his shirt from behind. And at the door they met her husband. She said: ‘What ought to be the punishment of someone who had evil designs on your wife other than that he should be thrown in prison or some grievous punishment.’ [Joseph] said: It was she who sought to seduce me.’ One of her own household testified: ‘If his shirt has been torn from the front, then she is speaking the truth and he is lying. But if it has been torn from behind, then she is lying, and he is speaking the truth.’ When [her husband] saw that Joseph’s shirt was torn from behind, he said to her: ‘This is indeed [an instance] of the guile of you, women. Your guile is awesome indeed!’ Joseph, let this pass! And you, woman, ask forgiveness for your sin.
Falsche Anschuldigung und unwiderlegbares Zeugnis
False Accusation And Irrefutable Testimony
„Sie begehrte ihn wirklich, und auch er begehrte sie. [Er wäre erlegen], hätte er nicht einen klaren Beweis von seinem Herrn gesehen.“ (Vers 24) Alle Koranexegeten, frühere wie heutige, haben ihre Aufmerksamkeit auf diesen letzten Vorfall gerichtet. Diejenigen, die ihre Informationen aus jüdischen Quellen bezogen haben, erwähnen zahlreiche legendenhafte Berichte, die Joseph als einen von unstillbarem Verlangen Getriebenen beschreiben, und Gott, der ihn trotz all Seiner Zeichen nicht zurückhalten konnte. Es heißt, er habe das Bild seines Vaters an der Decke gesehen, wie er seinen Finger in den Mund nahm. Ein anderer solcher Bericht besagt, er habe mehrere Tafeln mit Kalligraphie gesehen, mit Versen des Korans [Ja, des Korans!], die eine solche Handlung verurteilten, doch er fuhr fort, als hätte er nichts gesehen. Dann sandte Gott den Engel Gabriel und trug ihm auf, Joseph zu retten.
“She truly desired him, and he desired her. [He would have succumbed] had he not seen a clear sign from his Lord.” (Verse 24) All commentators on the Qur’ān, past and present alike, have focused their attention on this last incident. Those who have taken their information from Jewish sources mention numerous legendary reports describing Joseph as one driven by insatiable desire, and God unable to restrain him despite all His evidence. He is said to have seen his father’s image on the ceiling, biting his finger. Another such report suggests that he saw several plates of calligraphy, with verses of the Qur’ān, [Yes, the Qur’ān!] denouncing such action, but he continues as though he saw nothing. Then God sent the angel Gabriel, telling him to save Joseph.
Der Engel schlug ihn auf die Brust. Es gibt viele solche Berichte, doch sie sind alle eindeutig haltlos und offensichtlich erfunden.
The angel hit him in the chest. There are many such reports, but they are all clearly groundless and manifestly fabricated.
Die meisten Korankommentatoren sagen, dass ihr Verlangen körperlich war, während seines geistig war. Dann sah er den Beweis seines Herrn, und so war er in der Lage, der Versuchung zu widerstehen.
Most commentators on the Qur’ān say that her desire was physical, whilst his was mental. Then he saw the evidence from his Lord, and he was able to resist temptation.
Der verstorbene Gelehrte Rashīd Riđā’ lehnt diese Ansicht vollständig ab. Er sagt, sie habe ihn schlagen wollen wegen seines würdevollen Widerstands, als sie die zu gehorchende Herrin war. Er seinerseits habe sie abwehren wollen, zog es jedoch vor, zu versuchen zu entkommen.
The late scholar, Rashīd Riđā’, rejects this view altogether. He says that she desired to hit him because of his dignified resistance when she was the mistress to be obeyed. On the other hand, he desired to repel her, but he preferred to try to escape.
Ein Skandal muss vertuscht werden
A Scandal Must Be Hushed
Der Ehemann unternahm nichts, um seine Frau und seine Sklavin voneinander zu trennen. Er ließ die Dinge einfach so weitergehen wie zuvor, denn so pflegt man in den Palästen mit solchen Angelegenheiten umzugehen.
The husband did not take any action to separate his wife and his slave. He simply let matters go on as previously, because this is how palaces deal with such affairs.
Aber Paläste haben Wände mit Ohren, und Klatsch blüht dort stets. Denn solche Skandale liefern immer interessante Gesprächsstoffe: „In der Stadt sagten die Frauen: ‚Die Frau des Ministerpräsidenten versucht, ihren Sklavenjungen zu verführen, denn sie ist leidenschaftlich in ihn verliebt. Wir sehen, dass sie offensichtlich vom rechten Weg abkommt.‘“ (Vers 30)
But palaces are walls with ears, and gossip is always rife. For such scandals always provide interesting conversations: “In the city, women were saying: ‘The Chief Minister’s wife is trying to seduce her slave lad, as she is passionately in love with him. We see that she is clearly going astray.’“ (Verse 30)
Das ist die Art von Dingen, die Frauen in allen jāhiliyyah-Gesellschaften in solchen Angelegenheiten sagen.
This is the sort of thing women say about such matters in all jāhiliyyah societies.
Zum ersten Mal erfahren wir, wer die Frau ist, und dass der Mann, der Joseph gekauft hatte, der Oberste Minister Ägyptens war. Dies wird bekanntgegeben, als der Skandal öffentlich wird, wobei ihre Stellung anschaulich beschrieben wird: „Die Frau des Obersten Ministers versucht, ihren Sklavenjungen zu verführen, denn sie ist leidenschaftlich in ihn verliebt.“ (Vers 30) Ihre Liebe ist verzehrend und ergreift sie vollständig. Daher der Kommentar: „Wir sehen, dass sie sich offensichtlich verirrt.“ (Vers 30) Von ihr wird erwartet, dass sie das Vorbild ist, denn sie ist mit einer führenden Persönlichkeit der Regierung verheiratet. Doch sie ist verrückt nach dem jungen Mann, den ihr Ehemann gekauft hatte. Oder vielleicht kommentierten sie lediglich die Tatsache, dass sie zum Mittelpunkt eines Skandals geworden war. Nicht die Tat selbst ist tadelnswert, sondern dass man bei ihr ertappt wurde. Bleibt sie verborgen, so trifft sie kein Vorwurf.
For the first time we learn who the woman is, and we learn that the man who bought Joseph was Egypt’s Chief Minister. This is announced as the scandal becomes public, with her position graphically described: “The Chief Minister’s wife is trying to seduce her slave lad, as she is passionately in love with him.” (Verse 30) Hers is a consuming love that takes complete hold. Hence the comment: “We see that she is clearly going astray.” (Verse 30) She is supposed to be the role model as she is married to a leading personality in government. Yet she is infatuated with the young man her husband had bought. Or perhaps they were merely commenting on the fact that she had become the centre of a scandal. It is not the offence itself that is reproachable, but of being found out doing it. If it remains concealed, no blame is attached.