Al-Saffat – Die in Reihen Aufgestellten (Denen der Sieg verheißen ist) 149-182
Al-Saffat Ranged in Ranks ( To Whom Victory Is Guaranteed ) 149-182
Frag die Ungläubigen: Ist es wahr, dass dein Herr Töchter hat, während sie selbst Söhne haben?
Now ask the unbelievers if it be true that your Lord has daughters, while they would have sons?
(149)
(149)
Oder haben Wir die Engel weiblich erschaffen, während sie zugegen waren?
Or is it that We have created the angels female in their presence? (150)
Aus ihrer Falschheit heraus sagen sie: (151)
Out of their falsehood they say: (151)
„Gott hat Kinder gezeugt." Sie lügen fürwahr.
God has begotten children.’ They are lying indeed.
(152)
(152)
Würde Er dann Töchter den Söhnen vorziehen? (153)
Would He then choose daughters in preference to sons? (153)
Ich verstehe die Frage nicht ganz, da hier kein englischer Text zum Übersetzen vorliegt. Bitte senden Sie mir den Text, den Sie ins Deutsche übersetzt haben möchten.
What is the matter with you? How do you make your judgement? (154)
Denkt ihr denn nicht nach? (155)
Do you not reflect? (155)
Oder haben Sie vielleicht eine klare Autorität? (156)
Or do you perhaps, have a clear authority? (156)
Bringt eure Schrift herbei, wenn ihr wahrhaftig seid! (157)
Bring your scriptures, if you are speaking the truth! (157)
Sie behaupten, Er habe eine Verwandtschaft mit den Dschinn; doch die Dschinn selbst wissen, dass sie [vor Gott] zum Gericht gebracht werden. (158)
They claim that He has kinship with the jinn; yet the jinn themselves know that they will be brought [before God] for judgement. (158)
Grenzenlos ist Gott in Seiner Herrlichkeit, erhaben über alles, was die Menschen Ihm zuschreiben. (159)
Limitless is God in His glory, above all what people attribute to Him. (159)
Nicht so Seine wahren Diener. (160)
Not so God’s true servants. (160)
Weder ihr noch das, was ihr anbetet (161)
Neither you nor what you worship (161)
kann von Gott abbringen jeden (162)
can lure away from God any (162)
außer dem, der zur Hölle bestimmt ist. (163)
except one who is destined for hell. (163)
Jeder Einzelne von uns hat seinen bestimmten Platz:
Every single one of us has his appointed place:
(164)
(164)
Wir stehen in Reihen, (165)
we are ranged in ranks, (165)
und auch wir preisen Seine grenzenlose Herrlichkeit. (166)
and we too extol His limitless glory. (166)
Sie sagen seit langem:
They have long been saying: (167)
„Wenn wir doch nur eine Überlieferung von den Früheren vor uns hätten,“
‘If only we had before us a tradition from those of old, (168)
„Wir würden gewiss wahrhaftige Diener Gottes sein.“ (169)
we would certainly be true servants of God.’ (169)
Doch sie verwerfen es. Mit der Zeit werden sie es erkennen.
Yet they reject it. In time, they will come to know.
(170)
(170)
Unser Wort ist bereits Unseren Dienern, den Gesandten, gegeben worden: (171)
Our word has already been given to Our servants the messengers: (171)
„Sie sind es, die Hilfe erhalten werden, (172)"
it is they who will be helped, (172)
Und es sind gewiss Unsere Heere, die siegreich sein werden.
and it is Our forces who will surely be victorious.
(173)
(173)
Wende dich also eine Weile von ihnen ab, (174)
So, turn away from them for a while, (174)
und beobachte sie; mit der Zeit werden auch sie es erkennen.
and watch them; in time, they too will come to see.
(175)
(175)
Wollen sie denn wirklich Unsere Strafe beschleunigen?
Do they really wish to hasten Our punishment?
(176)
(176)
Wenn es in ihrer Mitte einschlägt, dann wird schrecklich sein der Morgen derer, die bereits gewarnt worden waren. (177)
When it strikes in their midst, terrible will be the morning of those who were already warned. (177)
Und wende dich wiederum eine Weile von ihnen ab (178)
And again, turn away from them for a while, (178)
und beobachte sie; mit der Zeit werden auch sie es erkennen.
and watch them; in time, they too will come to see.
(179)
(179)
Erhaben über alles, was sie Ihm zuschreiben, ist dein Herr, der Herr der Macht, (180)
Limitless in His glory is your Lord, the Lord of almightiness, above all what people attribute to Him. (180)
Und Friede sei auf allen Seinen Gesandten. (181)
And peace be upon all His messengers. (181)
Alles Lob gebührt Gott, dem Herrn der Welten. (182)
All praise is due to God, the Lord of all the worlds. (182)
Überblick
Overview
Dieser letzte Teil der Sure baut auf den Hauptthemen auf, die bereits behandelt wurden, insbesondere auf den historischen Berichten im zweiten Teil, die das wahre Wesen der Beziehung zwischen Gott und Seinen Dienern erklären, um die Aberglauben zu widerlegen, die unter den Arabern verbreitet waren. Bei einem dieser Aberglauben behaupteten die Araber, die Engel seien Gottes Töchter, und bei einem anderen behaupteten sie, zwischen Gott und den Dschinn bestehe ein Eheverhältnis. Die Sure hält ihnen nun vor, was sie selbst gesagt haben, bevor die Botschaft Gottes zu ihnen gelangte. Damals hegten sie die sehnlichen Hoffnungen, dass Gott ihnen einen Gesandten schicken würde, und sie betonten, dass sie der Rechtleitung folgen würden, die ein solcher Gesandter brächte. Als Gott ihnen jedoch den Gesandten schickte, um den sie gebeten hatten, verfielen sie dem Unglauben. Die Sure schließt mit der Zusage Gottes an Seine Gesandten, dass sie siegreich sein werden, mit der Lossagung Gottes von allen Behauptungen der Ungläubigen und mit dem Lobpreis Gottes, des Herrn der Welten.
This last part of the sūrah builds on the main themes already discussed, particularly the historical accounts given in the second part which explain the true nature of the relation between God and His servants to refute the superstitions circulated among the Arabs. In one such superstition the Arabs claimed that the angels were God’s daughters, and in another they alleged that a marriage relation existed between God and the jinn. The sūrah now puts before them what they said before God’s message was delivered to them. This was when they expressed dear hopes that God would send them a messenger and when they emphasized that they would follow the guidance such a messenger provided. Yet when God sent them the Messenger they asked for they resorted to disbelief. The sūrah concludes by stating God’s promise to His messengers that they will end victorious, disassociating God from all the unbelievers’ claims, and praising God, the Lord of all the worlds.
Abergläubische Vorstellungen
Superstitious Beliefs
Frage sie nun: Hat dein Herr denn Töchter, während sie Söhne hätten? Oder haben Wir die Engel weiblich erschaffen, während sie zugegen waren? Aus ihrer Lüge sagen sie: „Gott hat Kinder gezeugt.“ Sie lügen wahrlich. Hätte Er sich dann Töchter statt Söhnen erwählt? Was ist mit euch los? Wie fällt ihr euer Urteil? Wollt ihr denn nicht nachdenken? Oder habt ihr etwa eine klare Vollmacht? Bringt eure Schriften, wenn ihr die Wahrheit sagt!
Now ask the unbelievers if it be true that your Lord has daughters, while they would have sons? Or is it that We have created the angels female in their presence? Out of their falsehood they say: ‘God has begotten children.’ They are lying indeed. Would He then choose daughters in preference to sons? What is the matter with you? How do you make your judgement? Do you not reflect? Or do you, perhaps, have a clear authority? Bring your scriptures, if you are speaking the truth! (Verses 149-157)
Die Sure bedient sich aller Mittel, um die Behauptungen der Ungläubigen zu widerlegen. Sie zeigt ihren falschen Aberglauben als solchen auf und führt ihre Argumentation auf der Grundlage ihrer eigenen Logik und so, wie diese in ihrer eigenen Umgebung funktioniert. Sie bevorzugten Jungen gegenüber Mädchen und betrachteten die Geburt eines Mädchens als eine Art Tragödie. Dennoch behaupteten sie zugleich, die Engel seien weiblich und seien Gottes Töchter. Daher greift die Sure das Argument auf und benutzt ihre eigenen Maßstäbe, um zu zeigen, wie töricht ihre Behauptungen waren: „Frage sie nun: Hat dein Herr Töchter, während sie Söhne haben?“ Wenn Frauen einen niedrigeren Rang haben, wie könnten sie dann ihrem Herrn Töchter zuschreiben und sich selbst Söhne vorbehalten? Oder war es so, dass Er sich Töchter erwählt und ihnen Söhne gegeben hat? Keine dieser beiden Möglichkeiten ist vernünftig. Der Prophet ﷺ wird angewiesen, sie über diese wertlose Behauptung zu befragen. Er soll sie auch nach dem Ursprung dieses Aberglaubens und danach fragen, wie er entstanden ist. Mit anderen Worten: Woher hatten sie die Vorstellung, die Engel seien weiblich? Haben sie bei ihrer Erschaffung zugesehen, um ihr Geschlecht zu kennen? „Oder haben Wir die Engel weiblich erschaffen, während sie zugegen waren?“ (Vers 150)
The sūrah uses every means to refute the unbelievers’ claims; it shows their false superstition for what it is, draws its argument on the basis of their own logic and how it works in their own environment. They used to prefer boys to girls, considering the birth of a girl something of a tragedy. Yet they allege at the same time that the angels were female and that they were God’s daughters. Therefore, the sūrah takes up the argument, using their own standards to show how stupid their claims were: “Now ask the unbelievers if it be true that your Lord has daughters, while they would have sons?” If females are of a lesser rank, how could they assign daughters to their Lord and keep sons for themselves? Or was it that He chose for Himself daughters and gave them sons? Neither possibility stands to reason. The Prophet is instructed to question them about this worthless claim. He is also to ask them about the source of the superstition and how it came about. In other words, where did they get the idea that the angels were females? Did they witness their creation in order to know their sex? “Or is it that We have created the angels female in their presence?” (Verse 150)
Ein unfehlbares Versprechen
An Unfailing Promise
Die Sure spricht dann über die Götzendiener, die solchen Aberglauben verbreiten, und erwähnt die Versprechen, die sie gaben, als sie die Menschen früherer Offenbarungen darum beneideten, dass sie solche Botschaften empfangen hatten. Sie pflegten zu sagen, dass sie, hätten sie überlieferte Glaubensvorstellungen von Abraham oder späteren Propheten geerbt, ein Maß an Glauben besäßen, das ihre Stellung bei Gott erhöhen würde: „Sie haben lange gesagt: Hätten wir doch eine Überlieferung von den Alten vor uns, wir wären gewiss wahrhaftige Diener Gottes.“ (Verse 167-169) Doch als sie die besten Offenbarungen empfingen, die je von oben herabgesandt wurden, wandten sie sich ab und vergaßen ihre Versprechen: „Dennoch verwerfen sie ihn. Bald werden sie es erfahren.“ (Vers 170) Der Vers enthält eine implizite Drohung, die für jene passend ist, die im Unglauben verharren und ausgesprochene Wünsche und Versprechen brechen: „Sie werden es erfahren.“ An dieser Stelle nennt die Sure Gottes Verheißung an Seine Gesandten, dass Er ihnen gewiss Beistand gewähren wird.
The sūrah then speaks about the idolaters who circulate such superstitions, mentioning the promises they made when they envied the people of earlier revelations for receiving such messages. They used to say that had they had some sort of traditional beliefs inherited from Abraham or later prophets, they would have had a degree of faith that would have enhanced their position with God: “They have long been saying: If only we had before us a tradition from those of old, we would certainly he true servants of God.” (Verses 167-169) Yet when they received the best revelations ever bestowed from on high, they turned away and forgot their promises: “Yet they reject it. In time, they will come to know.” (Verse 170) The verse carries an implicit threat, which is suitable for those who persist in disbelief, going back on expressed wishes and promises: “They will come to know.” At this point the sūrah states God’s promise to His messengers of His assured help.
So wird ihnen der Sieg gewiss sein: {„Unser Wort ist bereits Unseren Dienern, den Gesandten, gegeben worden: Sie sind es, denen geholfen wird, und Unsere Heere sind es, die gewiss siegen werden.“} (Verse 171-173)
In this way victory is assured them: “Our word has already been given to Our servants the messengers: it is they who will be helped, and it is Our forces who will surely be victorious.” (Verses 171-173)
Das Versprechen ist ein wahres Versprechen, und Gottes Wort erfüllt sich. Die Wurzeln des wahren Glaubens sind fest auf der Erde gegründet, und sein Gebäude erhebt sich trotz der Ablehnung durch die Ungläubigen, der Verfolgung, der die Gläubigen ausgesetzt sind, sowie vieler anderer Hindernisse und Schranken. Die Überzeugungen der Götzendiener und Ungläubigen sind verschwunden, ihre Macht ist geschwunden, während der Glaube, den die Gesandten Gottes verkünden, die Verstände und Herzen der Menschen anspricht. Tatsächlich bleibt seine Anziehungskraft trotz all der entgegenstehenden Faktoren stark. Alle Versuche, den göttlichen Glauben zugunsten irgendeiner anderen Philosophie oder Ideologie zu unterdrücken, sind gescheitert, sogar in jenen Gebieten, in denen sie ihren Anfang nahmen. Gottes Versprechen an Seine Gesandten ist in Erfüllung gegangen. Dies ist ein allumfassendes Phänomen, das sich über die ganze Welt und in allen Generationen als wahr erwiesen hat.