Al-Kāfirūn (Die Ungläubigen)
Al-Kāfirūn (The Unbelievers)
Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Erbarmers.
In the Name of God, the Lord of Grace, the Ever Merciful.
„Sprich: ‚O ihr Ungläubigen!"
Say: ‘Unbelievers! (1)
Ich verehre nicht, was ihr verehrt, (2)
I do not worship what you worship, (2)
noch betet ihr an, was ich anbete. (3)
nor do you worship what I worship. (3)
Ich werde niemals anbeten, was ihr anbetet, (4)
I shall never worship what you worship, (4)
nor werdet ihr jemals anbeten, was ich anbete. (5)
nor will you ever worship what I worship. (5)
„Ihr habt eure Religion, und ich habe meine.“ (6)
You have your own religion and I have mine.’ (6)
Kein Zusammentreffen der Wege
No Meeting Of The Ways
Obwohl die Araber vor dem Islam Gott nicht gänzlich leugneten, kannten sie Ihn nicht in Seiner wahren Wesenheit als den Einen und den Ewigen. Sie zeigten weder ein wahres Verständnis von Gott, noch verehrten sie Ihn in rechter Weise. Im Gegenteil, sie stellten Ihm als Teilhaber Götzen zur Seite, die ihre großen und frommen Vorfahren darstellen sollten, oder in manchen Fällen die Engel, von denen sie behaupteten, sie seien Gottes Töchter.
Although the Arabs before Islam did not deny God altogether, they did not know Him by His true identity as the One and the Eternal. They neither showed any true understanding of God, nor worshipped Him properly. On the contrary, they ascribed to Him, as partners, idols that were supposed to represent their great and pious ancestors or, in some cases, the angels whom they claimed to be God’s daughters.
Darüber hinaus behaupteten sie eine Verwandtschaft zwischen Ihm und den Dschinn. Sie missachteten jedoch häufig all diese Bedingungen und beteten diese Götzen dennoch selbst an. Doch in allen Fällen behaupteten sie, wie der Qur'an sie zitiert, dass sie „sie [d. h. ihre verschiedenen Gottheiten] nur deshalb anbeten, damit sie uns Gott näherbringen.“ (39:3)
Moreover, they alleged a kinship between Him and the jinn. They often ignored all these qualifications, however, and worshipped those idols themselves. But in all cases they claimed, as the Qur’ān quotes them, that they “only worship them [i.e. their various deities] so that they may bring us near to God.” (39: 3)
Der Qur’ān sagt außerdem: „Wenn du sie fragst, wer die Himmel und die Erde erschaffen und Sonne und Mond (unter festgelegte Gesetze) gezwungen hat, werden sie sagen: Gott.“ (29:61) Und ferner: „Wenn du sie fragst, wer vom Himmel Wasser herabsendet und damit die Erde nach ihrem Absterben wieder belebt, werden sie sagen: Gott.“ (29:63) Außerdem hat Gott bei ihren Schwüren und Bittgebeten ihre Gottheiten ersetzt.
The Qur’ān also states: “If you ask them who it is that has created the heavens and the earth, and subjected the sun and the moon (to fixed laws) they will say: God.” (29: 61) And again: “If you ask them who it is that sends down water from the sky, and thereby revives the earth after it has died, they will say: God.” (29: 63) Moreover, God superseded their deities in their oaths and supplications.
Doch trotz ihres Glaubens an Gott hatte der Polytheismus, dem sie anhingen, ihre Vorstellungen, Überlieferungen und Riten so verunreinigt, dass sie ihren vermeintlichen Gottheiten einen Teil ihres Verdienstes und ihres Besitzes und sogar ihrer Nachkommen zuwiesen. Tatsächlich sahen sie sich zuweilen gezwungen, ihre Kinder zu opfern. Hierzu sagt der Qur'ān Folgendes: