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Prolog
Prologue
Offenbart in Makka behandelt diese Sure drei Themen: die Einheit Gottes, die Offenbarung und die Abrechnung am Tag des Gerichts. Diese drei Themen werden in ihrem ersten Teil behandelt, der aus 16 Versen besteht. Hier wird das Erstaunen der Ältesten von Makka darüber beschrieben, dass der Prophet ﷺ sie aufrief, an die Einheit Gottes zu glauben, und dass er von Gott als Sein Gesandter auserwählt worden sei. „Sie finden es seltsam, dass einer aus ihrer Mitte gekommen ist, um sie zu warnen. Die Ungläubigen sagen: ‚Dies ist ein Zauberer, der Lügen erzählt. Macht er alle Götter zu einem einzigen Gott? Das ist wahrlich höchst seltsam!‘ Ihre Anführer ziehen umher und sagen: ‚Geht weg und haltet standhaft an euren Gottheiten fest: Das ist das Einzige, was zu tun ist. Niemals haben wir von einer solchen Behauptung in irgendeinem Glauben der letzten Zeiten gehört! Das ist alles eine Erfindung. Wurde die Botschaft ihm allein von uns allen gegeben?‘“ (Verse 4–8) In diesen Versen erfahren wir auch, wie sie Gottes Warnungen vor Strafe im Jenseits begegneten: „Sie sagen: Unser Herr! Beschleunige uns unseren Anteil an der Strafe schon vor dem Tag der Abrechnung.“ (Vers 16)
Revealed in Makkah, this sūrah addresses three issues: God’s oneness, revelation, and the reckoning on the Day of Judgement. These three issues are discussed in its first part comprising 16 verses. Here the Makkan elders’ amazement at the Prophet’s call on them to believe in God’s oneness and that he was chosen by God to be His Messenger is described. “They deem it strange that one from among them has come to warn them. The unbelievers say: ‘This is a sorcerer telling lies. Does he make all the gods into one God? This is indeed most strange!’ Their leaders go about saying: ‘Walk away, and hold steadfastly to your deities: this is the only thing to do. Never did we hear of a claim like this in any faith of latter days! It is all an invention. Was the message given to him alone out of all of us?’” (Verses 4-8) In these verses we are also told how they met God’s warnings of punishment in the life to come: “They say: Our Lord! Hasten to us our share of punishment even before the Day of Reckoning.” (Verse 16)
Sie hielten es für unmöglich zu glauben, dass Gott einen aus ihrer Mitte erwählen würde, um Seine Botschaft zu überbringen, und dass dieser Mensch zudem Muhammad ibn Abdullah sein sollte, der unter ihnen keine Position der Autorität innegehabt hatte ﷺ.
Basically, they found it impossible to believe that God would choose one of their own number to deliver His message and moreover that this person should be Muĥammad ibn Abdullah who had not held a position of authority among them.
Deshalb stellt Gott, als Antwort auf ihre Frage nach Seiner Wahl, auch Ihnen eine Gegenfrage: „Oder besitzen sie die Schätze der Gnade deines Herrn, des Allmächtigen, des Großzügigen? Oder haben sie die Herrschaft über die Himmel und die Erde und alles, was zwischen ihnen ist? Mögen sie denn versuchen, mit allen denkbaren Mitteln emporzusteigen.“ (Verse 9-10) Damit wird ihnen gesagt, dass dann, wenn Gott die Tore Seiner Barmherzigkeit für jemanden öffnen will, nichts sie zurückhalten kann. Ferner wird ihnen gesagt, dass die Menschen in den Himmeln und auf der Erde nichts besitzen; es ist eine Angelegenheit von Gottes Versorgung und Barmherzigkeit, die Er gewährt, wem Er will. Er ist es, der diejenigen auswählt, von denen Er weiß, dass sie Seiner Huld würdig sind, und ihnen gewährt, was Er will, ohne Grenze oder Einschränkung.
Therefore, in reply to their question about His choice, God too questions them: “Or do they own the treasures of your Lord’s grace, the Almighty, the Munificent? Or do they have control over the heavens and the earth and all that is between them? Let them, then, try to ascend by all conceivable means.” (Verses 9-10) This tells them that when God wishes to open the gates of His mercy to anyone, nothing can withhold it. They are further told that human beings own nothing in the heavens and earth; it is a matter of God’s sustenance and mercy, which He bestows on whomever He wishes. It is He who chooses those He knows to deserve His bounty and bestows on them whatever He will, without limit or restriction.
In diesem Zusammenhang berichtet die Sure über David und Salomo und die Gunst, mit der Gott sie beschenkte, darunter die Prophetenschaft, das Königtum und die Tatsache, dass die Berge, die Vögel, die Dschinn und der Wind ihnen unterworfen wurden. Dennoch waren sie gewöhnliche Menschen, die von derselben Art menschlicher Schwäche heimgesucht wurden wie jeder andere. Auch sie brauchten daher die Barmherzigkeit und Fürsorge Gottes, um solche Schwächen zu überwinden. In dieser Hinsicht wird ihre Reue angenommen, und sie werden auf den Weg zum Wohlgefallen Gottes geführt.
Within this context the sūrah gives an account of David and Solomon and the favours God blessed them with, including prophethood, kingdom, and the fact that the mountains, birds, jinn and wind were subjected to them. Yet they were ordinary human beings afflicted by the same type of human weakness as anyone else. They too then needed God’s mercy and care to overcome such weaknesses. In this respect, their repentance is accepted and they are set on the way to God’s pleasure.
Durch beide Geschichten wird der Prophet angewiesen, standhaft zu bleiben angesichts all des Widerstands, den die Ungläubigen ihm entgegensetzen ﷺ. Er soll auf die Gnade und Fürsorge Gottes blicken, wie sie an David und Salomo erwiesen wurde: „Ertrage geduldig, was sie sagen, und gedenke Unseres Dieners David, der mit Kraft begabt war. Er wandte sich stets Uns zu.“ (Vers 17)
By means of both stories the Prophet is instructed to persevere in the face of all the opposition the unbelievers put up against him. He should look to God’s grace and care as demonstrated to David and Solomon: “Bear with patience whatever they say, and remember Our servant David who was endowed with strength. He always turned to Us.” (Verse 17)
Die Sure bietet außerdem einen kurzen Bericht über den Propheten Hiob und beschreibt, wie Gott Seine wahren Diener mit Not und Prüfung heimsuchen kann. Die Geduld, die Hiob im Unglück bewies, ist ein großartiges Beispiel dafür, wie man standhaft bleibt. Der Bericht schildert auch das gute Ende, das Hiob erfuhr, als Gott ihm Seine Barmherzigkeit zuteilwerden ließ und all seinen Schmerz vertrieb. Den Muslimen in Mekka wird damit gezeigt, wie sie inmitten der ständigen Bedrängnis, die die Ungläubigen ihnen zuzufügen versuchen, Trost finden können. Sie werden daran erinnert, dass solche Bedrängnis stets den Weg zu Gottes Barmherzigkeit öffnet, die unerschöpflich ist.
The sūrah also gives a brief account of the Prophet Job, describing how God may test His true servants with hardship and affliction. The patience Job showed in adversity provides a splendid example of how to remain steadfast. The account also describes the good end Job experienced as God bestowed His mercy on him, dispelling all his pain. The Muslims in Makkah are thus shown how to find solace amidst the constant hardship the unbelievers try to inflict on them. They are reminded that such hardship invariably opens the way to God’s mercy, which is inexhaustible.
Diese Erzählungen bilden den zweiten und Hauptteil der Sure. Er enthält außerdem eine Antwort auf die Eile der Ungläubigen, Gottes Strafe herbeizuwünschen, schildert eine Szene aus dem Tag des Gerichts, beschreibt das Glück, das die Gottesfürchtigen erwartet, und das lodernde Feuer, das jene erwartet, die die Wahrheit zurückweisen. Die Werte der Wahrheit sind im kommenden Leben fest verankert und bilden den Maßstab für das Gericht. Die hochmütigen Anführer von Mekka werden dies erkennen, wenn sie ihr Schicksal sehen und es mit dem jener schwachen Menschen vergleichen, über die sie gespottet haben, indem sie behaupteten, Gottes Barmherzigkeit werde solchen Schwachen niemals zuteilwerden. Die so beschriebene Szene stellt gegensätzliche Bilder gegenüber: „Den Gottesfürchtigen wird gewiss ein guter Ort zur Rückkehr zuteil: Gärten immwährender Wonne, deren Tore ihnen weit geöffnet sind. Dort werden sie bequem gelagert sein, und sie werden nach reichlich Früchten und Getränk verlangen, und bei ihnen werden Gefährtinnen mit keuschem Blick sein, die einander ebenbürtig sind." (Verse 49–52) Dagegen gilt: „Jenen, die die Grenzen des Rechten überschreiten, wird der schlimmste Ort zur Rückkehr bestimmt sein: In die Hölle werden sie gelangen, und welch schlimme Ruhestätte! So sollen sie denn dies kosten: eine siedend heiße Flüssigkeit und eine finstere, widerliche Speise, und dazu weitere Qualen ähnlicher Art." (Verse 55–58) In der Hölle werden sie streiten, sich gegenseitig anklagen und verfluchen, und sie werden sich daran erinnern, wie sie die Gläubigen verspottet haben: „Sie werden sagen: Wie kommt es, dass wir hier keine Männer sehen, die wir für böse hielten und zur Zielscheibe unseres Spottes machten? Oder haben sich unsere Augen von ihnen abgewandt?" (Verse 62–63) Solche Menschen können sie in der Hölle nicht finden, denn sie selbst gehören zur Hölle, während jene zum Paradies gehören. Dies ist somit die Antwort sowohl auf ihre Eile, Gottes Strafe herbeizurufen, als auch auf ihren Spott über die Gläubigen. Diese Szene bildet den dritten Teil der Sure.
These stories form the second and major part of the sūrah. It also includes a reply to the unbelievers’ hastening of God’s punishment, presenting a scene from the Day of Judgement, describing the happiness that awaits the God-fearing and the blazing fire that awaits those who reject the truth. The values of truth are well established in the life to come, providing the criterion for judgement. The arrogant Makkan chiefs will realize this when they see their fate and compare it with that of the weak elements on whom they poured their derision, claiming that God’s mercy would never he shown to those so weak. The scene so described provides contrasting images: “The God-fearing will certainly have a good place to return to: gardens of perpetual bliss, with gates wide open to them. They will he comfortably seated there, and they will call for abundant fruit and drink, having beside them well-matched mates of modest gaze.” (Verses 49-52) On the other hand, “those who transgress the bounds of what is right will have the most evil place to return to: hell will they have to endure; and how evil a resting place. Let them, then, taste this: a scalding fluid and a dark, disgusting food, and coupled with it, further [suffering! of a similar nature.” (Verses 55-58) They will argue, quarrel and curse one another in hell, and they will remember how they used to ridicule the believers: “They will say: How is it that we do not see here men whom we considered to be wicked, and whom we made the target of our derision? Or is it that our eyes have missed them?” (Verses 62-63) They cannot find such people in hell, because they are the ones who belong to heaven. This then is the answer to both their hastening of God’s punishment and their ridicule of the believers. This scene forms the third part of the sūrah.
Als Antwort auf ihre ungläubige Reaktion auf das, was der Prophet ihnen von den Offenbarungen berichtete, die er von oben empfing, erzählt er ihnen von Adam und dem, was droben geschah. Der Prophet war nicht anwesend, als dies stattfand; er wurde nur von Gott darüber unterrichtet. Tatsächlich war kein Mensch außer Adam dabei. Aus diesem Bericht erfahren wir von Iblīs' Verurteilung und dass es sein Neid auf Gottes Bevorzugung Adams war, der zu seiner Vertreibung aus dem Himmel führte. Da die Ungläubigen es für eine zu große Gunst hielten, dass Gott Muhammad ﷺ unter ihnen erwählte, ähnelt ihre Haltung der des Iblīs nicht. Dieser letzte Teil der Sure schließt mit einer klaren Aussage des Propheten ﷺ: „Sprich: Ich verlange dafür keinen Lohn von euch, und ich bin keiner, der etwas beansprucht, was ich nicht bin. Dies ist nichts als eine Ermahnung für alle Welten, und mit der Zeit werdet ihr gewiss ihre Wahrheit erkennen." (Verse 86–88)
In reply to their disbelieving reaction to what the Prophet had told them of the revelations he received from on high, he tells them about Adam and what happened on high. The Prophet was not present when this took place; he was only told about it by God. Indeed no human being, other than Adam, was present. From this account we learn about Iblīs’ condemnation and that it was his envy at God’s preference for Adam that brought about his expulsion from heaven. Since the unbelievers thought it was too big a favour for God to choose Muĥammad from among them, their attitude is not dissimilar to that of Iblīs. This last part of the sūrah concludes with a clear statement from the Prophet: “Say: No reward do I ask of you for this, and I am not one to claim what I am not. This is no less than a reminder to all the worlds, and in time you will certainly come to know its truth.” (Verses 86-88)
Die Sure zeigt in allen vier Teilen den Untergang früherer Gemeinschaften, als sie sich in Hochmut verstiegen, die Gesandten Gottes der Lüge bezichtigten und die Gläubigen verachteten. Kurz gesagt: Sie besiegelten ihre eigene Niederlage und Demütigung selbst. „Welche Heerscharen auch immer, welcher Zugehörigkeit sie auch sein mögen, aufgeboten werden, sie werden geschlagen werden. Vor ihrer Zeit verwarf das Volk Noahs die Wahrheit, ebenso die ʿĀd, der Pharao mit den Zeltpflöcken, die Thamūd, das Volk Lots und die Bewohner der bewaldeten Täler; das waren verschiedene Verbände. Doch jeder von ihnen bezichtigte die Gesandten Gottes der Lüge. Da traf sie Meine Strafe zu Recht.“ (Verse 11–14) Dem stellt die Sure die Gunst Gottes gegenüber, die Er Seinen auserwählten Dienern zuteilwerden lässt, indem Er ihnen Macht verleiht und sich in besonderer Weise um sie kümmert. Dies wird in den Erzählungen über David, Salomo und Hiob überaus deutlich.
The sūrah, in all its four parts, depicts the destruction of earlier communities when they resorted to arrogance, accusing God’s messengers of lying and holding the believers in contempt. In short, they themselves sealed their own defeat and humiliation: “Whatever hosts, of any affiliation, may be raised will suffer defeat. Before their time, the truth was rejected by Noah’s people, the Ad, Pharaoh of the tent-pegs, the Thamūd, Lot’s people and the dwellers of the wooded dales: these were different groupings; yet each one of them accused God’s messengers of lying. Therefore, My retribution fell due.” (Verses 11- 14) The sūrah contrasts this with the favours God bestows on His chosen servants, giving them power and taking good care of them. This is made abundantly clear in the stories about David, Solomon and Job.
Die Sure führt uns außerdem auf einen Rundgang, auf dem wir sehen, was jenseits des Tages des Gerichts bereitliegt, und uns Bilder von Glückseligkeit und Wonne einerseits sowie von Qual andererseits vor Augen stellt. Die letzte Runde der Sure erzählt die Geschichte des ersten Menschen und die Feindseligkeit seines ersten Feindes, desjenigen, der die Menschen absichtlich in die Irre führt und dem sie folgen, ohne seine Absichten zu erkennen.
The sūrah also takes us on a round in which we see what lies in store beyond the Day of Judgement, giving us images of happiness and bliss on the one hand, and torment on the other. The last round in the sūrah gives the story of the first human being and the hostility shown by his first enemy, the one who deliberately leads people astray, and who they follow unaware of his designs.
Die Sure enthält außerdem einen besonderen Hinweis, der die Herzen auf die Wahrheit lenken soll, die sich in der Erschaffung der Himmel und der Erde widerspiegelt. Es ist die Wahrheit, die Gott durch die Gesandten, die Er entsendet, auf der Erde verwirklichen will. Beide hängen miteinander zusammen: „Wir haben Himmel und Erde und alles, was zwischen ihnen ist, nicht grundlos erschaffen.“ (Vers 27)
The sūrah also includes a special touch that is meant to alert hearts to the truth reflected in the creation of the heavens and earth. This is the truth that God wants to establish on earth through the messengers He sends. The two are interrelated: “We have not created heaven and earth and all that is between them without a purpose.” (Verse 27)