Al-Nisa (Die Wahrheit über Jesus) 171 - 176
Al-Nisa ( The Truth About Jesus ) 171 - 176
O Leute der früheren Offenbarungen! Überschreitet nicht die Grenzen in eurer Religion und sagt über Gott nichts als die Wahrheit. Christus Jesus, der Sohn der Maria, war nichts weiter als ein Gesandter Gottes und Sein Wort, das Er der Maria gab, und ein Geist von Ihm. Glaubt also an Gott und Seine Gesandten und sagt nicht: „Drei sind Gott!“ Lasst davon ab, das wird besser für euch sein. Gott ist nur ein einziger Gott. Erhaben ist Er in Seiner Herrlichkeit! [Es ist undenkbar], dass Er einen Sohn haben könnte. Ihm gehört alles, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Gott genügt als Beschützer. (171)
People of earlier revelations! Do not overstep the bounds [of truth] in your religious beliefs, and do not say about God anything but the truth. The Christ Jesus, son of Mary, was no more than a messenger from God and His Word which He gave to Mary and a soul from Him. So believe in God and His messengers and do not say, “[God is] a trinity!” Desist, for that will be better for you. God is only One God. Infinite He is in His Glory! [To imagine] that He may have a son! To Him belongs all that is in the heavens and all that is on earth. Sufficient is God as a guardian. (171)
Niemals war der Christus zu stolz, Gottes Diener zu sein, noch sind es die Engel, die Ihm nahe stehen. Jene aber, die sich zu stolz fühlen, Ihn anzubeten, und in ihrer Hochmut prahlen, die wird Er alle zu Sich versammeln; (172)
Never did the Christ feel too proud to be God’s servant, nor do the angels who are near to Him. Those who feel too proud to worship Him and glory in their arrogance will He gather all together before Himself; (172)
Denen aber, die glauben und gute Werke tun, wird Er ihren Lohn in voller Höhe geben und ihnen von Seiner Huld noch mehr hinzufügen; diejenigen aber, die sich zu gut dünken und in ihrem Hochmut prahlen, wird Er mit einer schmerzhaften Strafe belegen. Sie werden außer Gott weder einen Beschützer noch einen Helfer finden. (173)
then, to those who believe and do good deeds, He will grant their reward in full, and will give them yet more out of His bounty; while those who feel too proud and glory in their arrogance He will cause to suffer a grievous punishment. They shall find none to protect them from God and none to bring them any help. (173)
O Menschen, ein klarer Beweis ist nun von eurem Herrn zu euch gekommen, und Wir haben euch ein leuchtendes Licht herabgesandt. (174)
Mankind, a clear proof has now come to you from your Lord, and We have sent down to you a glorious light. (174)
Diejenigen, die an Gott glauben und sich fest an Ihn halten, wird Er gewiss in Seine Barmherzigkeit und Gnade aufnehmen und sie auf einem geraden Weg zu Sich leiten. (175)
Those who believe in God and hold fast to Him, will He surely admit to His mercy and grace, and will guide them to Himself along a straight path. (175)
Sie werden dich nach einem Urteil fragen. Sprich: Gott Selbst gibt dir Seine Entscheidung hinsichtlich [der Erbschaft von] einer Person, die keine Erben in direkter Linie hinterlässt. Stirbt ein Mann kinderlos und hat eine Schwester, so erbt sie die Hälfte dessen, was er hinterlassen hat, und er erbt ihren gesamten [Besitz], wenn sie kinderlos stirbt. Sind es aber zwei Schwestern, so steht ihnen beiden zusammen zwei Drittel dessen zu, was er hinterlassen hat; und sind es Brüder und Schwestern, so erhält der Mann den Anteil von zwei Frauen. Gott macht dir all dies deutlich, damit ihr nicht irregeht; und Gott weiß alles. {176}
They will ask you for a verdict. Say, God Himself gives you His ruling concerning [inheritance from] a person who leaves no heir in the direct line. If a man dies childless and has a sister, she shall inherit one-half of what he has left, just as he shall inherit all her [property] if she dies childless. But if there are two sisters, they shall both together have two-thirds of whatever he has left; and if there are brothers and sisters, then the male shall have the equal of two females’ share. God makes all this clear to you, lest you go astray; and God knows everything. (176)
Überblick
Overview
Diese letzte Passage dieser zweitlängsten Sure des Korans ist, ähnlich wie die vorangegangene eine Auseinandersetzung mit den Juden war, eine Auseinandersetzung mit den Christen. Beide hatten durch ihre Propheten in früheren Zeiten Offenbarungen von Gott empfangen. Sie werden daher im Koran als „Leute der Schrift“ oder „Leute früherer Offenbarungen“ angesprochen, wie wir die einschlägigen arabischen Begriffe bevorzugt wiedergeben. In der vorangegangenen Passage tat die Sure Jesus, dem Sohn der Maria, und seiner reinen Mutter Gerechtigkeit gegenüber den Erfindungen der Juden. Sie legte auch die Sicht des wahren Glaubens hinsichtlich der angeblichen Kreuzigung dar und tat der Wahrheit selbst Gerechtigkeit gegenüber den Juden, ihren Ränken und ihrem hartnäckigen Widerstand. In dieser Passage legt die Sure ebenfalls die Sicht des wahren Glaubens dar und tut Jesus, dem Sohn der Maria, Gerechtigkeit gegenüber den Übertreibungen der Christen selbst. Sie zeigt außerdem die Haltlosigkeit heidnischer Legenden auf, die sich aus allen Nationen und Glaubensrichtungen, mit denen das Christentum in engen Kontakt gekommen ist, in es eingeschlichen haben. Dazu gehören griechische und römische Legenden ebenso wie ägyptische und indische Mythologie.
This last passage of this second longest sūrah in the Qur’ān is a confrontation with the Christians just as the preceding one was a confrontation with the Jews. Both had received revelations from God through their prophets in earlier times. They are, therefore, addressed in the Qur’ān as “people of the Book”, or “people of earlier revelations” in our preferred rendering of the relevant Arabic terms. In the preceding passage, the sūrah did justice to Jesus, son of Mary, and his pure mother against the fabrications of the Jews. It also stated the view of the true faith concerning the alleged crucifixion and also did justice to the truth itself against the Jews, their schemes and stubborn opposition. In this passage, the sūrah also states the view of the true faith and does justice to Jesus, son of Mary, against the excesses of the Christians themselves. It also shows the fallacy of pagan legends that have crept into Christianity from all nations and creeds with whom Christianity has come into close contact. These include Greek and Roman legends as well as Egyptian and Indian mythology.
Nachdem der Koran den Glauben der Menschen früherer Offenbarungen voller Verfälschungen und durchsetzt mit fremder Mythologie vorgefunden hat, hat er es auf sich genommen, diesen Glauben wieder in seine ursprüngliche, wahre Form zu bringen. Er legt außerdem die Wahrheit über den Glauben der heidnischen Araber dar, der einige verbliebene Spuren des ursprünglichen Glaubens Abrahams (Friede sei mit ihm) mit sich vermischte, die unter einem großen Haufen von Legenden und unwissenden Absurditäten begraben lagen.
Having found the faith of the people of earlier revelations full of distortions and rife with alien mythology, the Qur’ān has taken it upon itself to put this faith back into its original, true form. It also states the truth concerning the faith of the pagan Arabs which combined some remaining traces of the original faith of Abraham, (peace be upon him) covered by a great heap of legends and ignorant absurdities.
Wahrheit und Falschheit in den Überzeugungen der Menschen
Truth And Falsehood In People’s Beliefs
O Volk früherer Offenbarungen! Überschreitet nicht die Grenzen [der Wahrheit] in eurem Glauben und sagt über Gott nichts als die Wahrheit. Der Christus Jesus, der Sohn der Maria, war nicht mehr als ein Gesandter Gottes und Sein Wort, das Er der Maria gab, und eine Seele von Ihm. So glaubt an Gott und Seine Gesandten und sagt nicht: „[Gott ist] eine Dreieinheit!“ Lasst davon ab, denn das wird besser für euch sein. Gott ist nur ein einziger Gott. Erhaben ist Er in Seiner Herrlichkeit! [Es wäre undenkbar,] dass Er einen Sohn haben könnte. Ihm gehört alles, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Gott genügt als Beschützer. (Vers 171)
People of earlier revelations! Do not overstep the bounds [of truth] in your religious beliefs, and do not say about God anything but the truth. The Christ Jesus, son of Mary, was no more than a messenger from God and His Word which He gave to Mary and a soul from Him. So believe in God and His messengers and do not say, “[God is] a trinity!” Desist, for that will be better for you. God is only One God. Infinite He is in His Glory! [To imagine] that He may have a son! To Him belongs all that is in the heavens and all that is on earth. Sufficient is God as a guardian. (Verse 171)
Dieser Vers beschreibt die Behauptung, Gott habe einen Sohn, als ein Überschreiten der Grenzen der Wahrheit. Sie ist nichts anderes als die Art von Übertreibung, durch die die Menschen, denen frühere Offenbarungen zuteilwurden, falsche Behauptungen über Gott aufstellten und vorgaben, Er habe einen Sohn. Weit entfernt ist eine solche Vorstellung von Ihm. Sie behaupten außerdem, Gott sei eine Dreifaltigkeit.
This verse describes the claim that God has a son as overstepping the bounds of truth. It is nothing short of the type of excess which enabled the people who had received earlier revelations to make false claims about God and allege that He had a son. Far removed is such an idea from Him. They also allege that God is a trinity.
Die Vorstellungen von Vaterschaft und Dreieinigkeit haben bei den Christen je nach intellektuellem Stand der jeweiligen Generationen unterschiedliche Stufen durchlaufen, mehr oder weniger fortgeschritten oder rückständig. Der Gedanke, dass Gott einen Sohn habe, erscheint der menschlichen Natur zuwider. Je höher die Bildung eines Menschen ist, desto absurder erscheint ihm diese Vorstellung. Die Christen sahen sich daher gezwungen, ihre Behauptungen plausibler zu machen, indem sie sagten, der Sohn sei nicht so geboren worden, wie Menschen geboren werden. Es handle sich lediglich um eine Beziehung der Liebe zwischen Vater und Sohn. Auch haben sie versucht, das Konzept der Dreieinigkeit wegzuerklären, indem sie sagten, die drei Elemente seien "Eigenschaften" des göttlichen Wesens, das drei verschiedene Zustände haben könne. So sehr sie sich auch bemühen, sie bleiben unfähig, eine vernünftige Erklärung dieser paradoxen Konzepte zu geben. Deshalb geben sie ihnen einen geheimnisvollen Anstrich und behaupten, ihre Wirklichkeit werde sich erst vollständig offenbaren, wenn die Geheimnisse der Himmel und der Erde enthüllt würden.
Der Atem des Geistes Gottes
The Breathing Of God’s Spirit
Früher hauchte Gott von Seinem Geist in den Lehm, aus dem Adam geschaffen wurde, und so wurde Adam zum Menschen. Gott sagt im Qur'ān: „Als dein Herr zu den Engeln sprach: Ich erschaffe einen Menschen aus Lehm. Wenn Ich ihn gestaltet und von Meinem Geist in ihn gehaucht habe, so fallt vor ihm nieder in Anbetung.“ (38: 71-2) Im Zusammenhang mit der Erschaffung Jesu und unter Bezugnahme auf Jesu Mutter sagt Er ebenfalls: „Und jene, die ihre Keuschheit bewahrte, Wir hauchten in sie von Unserem Geist.“ (21: 91) Die Sache hat also durchaus ihre Vorläufer. Der Geist, auf den in all diesen Aussagen Bezug genommen wird, ist ein und derselbe. Keiner der Menschen, die vor dem Islam Offenbarungen empfangen haben und die an die Erschaffung Adams glaubten und daran, dass Gott von Seinem Geist in ihn hauchte, behauptet, Adam sei ein Gott gewesen oder eines der Elemente, aus denen das göttliche Wesen besteht, wie manche es hinsichtlich Jesu behaupten. Die beiden Fälle sind ähnlich: In beide wurde Geist gehaucht, und beide wurden auf dieselbe Weise erschaffen. Adam wurde in der Tat weder von einem Vater noch von einer Mutter erschaffen, während Jesus eine Mutter hatte. Gott erklärt auch: „Das Beispiel Jesu vor Gott ist wie das Beispiel Adams. Er erschuf ihn aus Staub, dann sprach Er zu ihm: ‚Sei!‘, und er war.“ (3: 59)
Formerly, God breathed of His spirit into the clay from which Adam was made, and thus Adam became a man. God says in the Qur’ān: “When your Lord said to the angels: I am creating a human being from clay. When I have fashioned him and breathed into him of My spirit, fall down before him in prostration.” (38: 71-2) In the context of the creation of Jesus and referring to Jesus’s mother, He also says: “As for the one who guarded her chastity, We breathed into her of Our spirit.” (21: 91) The matter is, then, not without precedent. The spirit to which reference is made in all these statements is the same. None of the people who received revelations before Islam and who believed in Adam’s creation and that God breathed into him of His spirit claim that Adam was a god, or one of the elements which constitute the Divine Being, as some people allege regarding Jesus. The two cases are similar: both have spirit breathed into them and both were created in the same fashion. Indeed, Adam was created without either a father or a mother, while Jesus was created having a mother. God also states: “The case of Jesus in the sight of God is the same as the case of Adam. He created him of dust, and then said to him: ‘Be’, and he was, (3: 59)
Wir sehen, wie klar und einfach die ganze Frage ist. Wir fragen uns daher, wie persönliche Vorurteile und hartnäckige Reste des Polytheismus dieser einfachen Frage der Erschaffung Jesu in den Köpfen einer Generation nach der anderen all diese Komplexität hinzugefügt haben. Der Schöpfer, der Adam, der keine Eltern hatte, ein menschliches Leben gab, das sich von dem aller anderen Geschöpfe unterscheidet, indem Er ihm von Seinem eigenen Geist einhauchte, ist derselbe, der Jesus, der keinen Vater hatte, dasselbe menschliche Leben gegeben hat. Diese schlichte, geradlinige Erklärung ist weit logischer und leichter zu verstehen als jene endlosen Legenden, die von der göttlichen Natur Jesu sprechen, allein weil er ohne Vater geboren wurde. Diese Legenden bleiben jedoch nicht dabei. Sie sprechen auch von der Göttlichkeit der drei Elemente der Dreieinigkeit. Weit erhaben ist Gott über all das.
War Jesus zu stolz?
Was Jesus Too Proud?
Die Sure führt weiter aus, was den wichtigsten Punkt des wahren Glaubens betrifft. Sie nennt eine unmittelbare Folge des Gedankens von der Einheit Gottes, nämlich dass alle Geschöpfe Seine Diener sind. Das bedeutet im Grunde, dass es eine einzige Gottheit gibt, der alles im Universum, jedes lebende Wesen, als Diener untersteht. An dieser Stelle zeigt der Koran die Irrtümlichkeit der christlichen Vorstellungen sowie jeder Vorstellung, die Engel für Kinder Gottes oder Seine Teilhaber hält.
The sūrah goes on to establish the most important issue of the true faith. It states one direct result of the concept of God’s oneness, namely, that all creatures are His servants. This means in effect that there is one Godhead to whom everything in the universe, every living creature is a servant. At this juncture, the Qur’ān shows the fallacy of Christian concepts as well as every concept which considers angels to be the children of God or His partners.
Niemals hat sich der Christus zu stolz gefühlt, Gottes Diener zu sein, noch die Engel, die Ihm nahe sind. Diejenigen, die sich zu stolz fühlen, Ihn anzubeten, und sich in ihrer Hoffart brüsten, wird Er alle zusammen vor Sich versammeln. Denen aber, die glauben und gute Werke tun, wird Er ihren Lohn in voller Gänze gewähren und ihnen noch mehr aus Seiner Huld geben; diejenigen aber, die sich zu stolz fühlen und sich in ihrer Hoffart brüsten, wird Er einer schmerzhaften Strafe unterwerfen. Sie werden außer Gott niemanden finden, der sie beschützt, und niemanden, der ihnen Hilfe bringt. (Verse 172-173)
Never did the Christ feel too proud to be God’s servant, nor do the angels who are near to Him. Those who feel too proud to worship Him and glory in their arrogance will He gather all together before Himself, then, to those who believe and do good deeds, He will grant their reward in full, and will give them yet more out of His bounty; while those who feel too proud and glory in their arrogance He will cause to suffer a grievous punishment. They shall find none to protect them from God and none to bring them any help. (Verses 172-173)
Der Islam hat große Sorgfalt darauf verwandt, die Einheit Gottes in klarsten Worten darzulegen, damit nicht die geringste Spur einer Beigesellung zu Gott oder einer Ähnlichkeit mit Ihm in irgendeiner Gestalt oder Form aufkommen kann. Ebenso hat er sorgfältig erklärt, dass absolut nichts existiert, das Ihm auch nur im Entferntesten gleicht – erhaben ist Er in Seiner Herrlichkeit. Nichts besitzt ein Element, ein Attribut oder eine Eigenschaft, die es mit Gott gemeinsam hätte. Der Islam legt außerdem dar, dass das wahre Verhältnis zwischen Gott und allen Dingen, einschließlich aller Lebewesen, dasjenige zwischen dem Schöpfer, dem Herrn des Universums, und Seinen Dienern ist – eine Beschreibung, die auf alles im Universum zutrifft. Wer den Qur'ān aufmerksam studiert, wird nicht übersehen, wie viel Sorgfalt er darauf verwendet, diese Wahrheiten darzulegen, ja diese eine Wahrheit in all ihren Aspekten, sodass keine Spur von Zweideutigkeit oder Argwohn zurückbleibt.
Die ultimative Wahrheit über Jesus
The Ultimate Truth About Jesus
Nun trifft die Sure eine abschließende und entscheidende Aussage zu den Behauptungen über die göttliche Natur Jesu Christi, seine angebliche Sohnschaft und die dem Heiligen Geist zugeschriebene Göttlichkeit. Sie spricht ein endgültiges und entscheidendes Wort über jede Legende, die behauptet, Gott habe irgendeinen Sohn, oder dass irgendjemand außer Gott in irgendeiner Form am Göttlichen Anteil habe. Dies tut der Qur'an, indem er erklärt, dass Jesus, der Sohn der Maria, nur ein Diener Gottes ist, der es nicht verschmähen wird, seine Stellung als solcher anzuerkennen. Ebenso sind die Engel, die dadurch ausgezeichnet sind, Gott nahe zu sein, ebenfalls Seine Diener, und sie werden es nicht verschmähen, so genannt zu werden. Er erklärt auch, dass alle Geschöpfe vor Gott versammelt werden und dass diejenigen, die es verschmähen, als Seine Diener bezeichnet zu werden, schwere Qual erwarten wird. Denjenigen aber, die ihre Dienerschaft gegenüber Gott anerkennen, wird großer Lohn zuteil.
Now the sūrah makes a final and decisive statement concerning the claims about the Divine nature of Jesus Christ, his alleged sonship and the divinity claimed for the Holy Spirit. It provides a final and decisive word about every legend claiming that God has any son whatsoever, or that anyone other than God has any element of divinity in any shape or form. This the Qur’ān does by stating that Jesus, son of Mary, is only God’s servant who will not disdain to acknowledge his position as such. Similarly, the angels who are favoured with being near to God are also His servants and they will not disdain to be so named. It also states that all creatures shall be gathered together before God and that those who disdain to be described as His servants will have grievous suffering awaiting them. As for those who acknowledge their servitude to God, these shall have great reward.
Niemals hat sich der Christus zu stolz gefühlt, Gottes Diener zu sein, noch die Engel, die Ihm nahe sind. Diejenigen, die sich zu stolz fühlen, Ihn anzubeten, und sich in ihrer Hoffart brüsten, wird Er alle zusammen vor Sich versammeln. Denen aber, die glauben und gute Werke tun, wird Er ihren Lohn in voller Gänze gewähren und ihnen noch mehr aus Seiner Huld geben; diejenigen aber, die sich zu stolz fühlen und sich in ihrer Hoffart brüsten, wird Er einer schmerzhaften Strafe unterwerfen. Sie werden außer Gott niemanden finden, der sie beschützt, und niemanden, der ihnen Hilfe bringt. (Verse 172-173)
Never did the Christ feel too proud to be God’s servant, nor do the angels who are near to Him. Those who feel too proud to worship Him and glory in their arrogance will He gather all together before Himself, then, to those who believe and do good deeds, He will grant their reward in full, and will give them yet more out of His bounty; while those who feel too proud and glory in their arrogance He will cause to suffer a grievous punishment. They shall find none to protect them from God and none to bring them any help. (Verses 172-173)
Ein glorreiches Licht, das jeden Zweifel vertreibt
A Glorious Light To Remove All Doubt
Zum Abschluss der Sure ergeht ein allgemeiner Aufruf an alle Menschen, ähnlich dem, der auf die Auseinandersetzung mit den Juden weiter oben in der Sure folgte. Er sagt den Menschen, dass diese letzte Botschaft ihren eigenen Beweis von Gott mitbringt und dass sie ein strahlendes Licht ist, das jeden Zweifel beseitigt. Wer ihrer Führung folgt, wird Gottes Barmherzigkeit und Seine Gnade empfangen. Sie werden durch dieses Licht auf einem geraden Weg geleitet werden.
As the sūrah moves to its conclusion, it makes a general call to all mankind, similar to the one that followed the confrontation with the Jews earlier in the sūrah. It tells people that this final message brings its own proof from God and that it is a glorious light which removes all doubt. Those who accept its guidance will receive God’s mercy and His grace. They will find themselves guided by this light along a straight path.
Menschen, ein klarer Beweis ist nun von eurem Herrn zu euch gekommen, und Wir haben euch ein leuchtendes Licht herabgesandt. Diejenigen, die an Gott glauben und sich an Ihn festhalten, wird Er gewiss in Seine Barmherzigkeit und Gnade aufnehmen und sie auf einem geraden Weg zu Sich leiten.
Mankind, a clear proof has now come to you from your Lord, and We have sent down to you a glorious light. Those who believe in God and hold fast to Him, will He surely admit to His mercy and grace, and will guide them to Himself along a straight path.
(Verse 174-175) Erneut bringt der Qur'ān den Menschen seinen eigenen Beweis von ihrem Herrn: „O ihr Menschen, ein klarer Beweis ist nun von eurem Herrn zu euch gekommen." (Vers 174) Das göttliche Siegel ist im Qur'ān offensichtlich, das ihn sowohl in Aufbau als auch in Botschaft von dem unterscheidet, was Menschen sagen oder schreiben. Dies ist so deutlich, dass es bemerkenswerterweise manchmal sogar von Menschen anerkannt wird, die überhaupt kein Arabisch verstehen.
(Verses 174-175) Again, the Qur’ān brings its own proof to mankind from their Lord: “Mankind, a clear proof has now come to you from your Lord.” (Verse 174) The Divine mark is apparent in the Qur’ān which distinguishes it from what human beings say or write in both construction and message. This is so clear that it is sometimes acknowledged, quite remarkably, by people who do not understand Arabic at all.
Wir waren einmal mit dem Schiff über den Atlantik unterwegs in Richtung unseres Ziels New York. Wir, sechs Passagiere aus verschiedenen arabischen Ländern und der größte Teil der Besatzung, die aus Nubien im abgelegenen Süden Ägyptens stammte, organisierten das Freitagsgebet. Mir wurde die Aufgabe übertragen, die Freitagspredigt zu halten, in der ich mehrere Verse aus dem Qur’ān einfügte. Alle Passagiere an Bord versammelten sich um uns, um zuzusehen.
Sie werden dich nach einem Urteil fragen. Sprich: Gott selbst gibt dir Sein Urteil über [die Erbschaft von] einem Menschen, der keine Erben in gerader Linie hinterlässt. {Wenn ein Mann kinderlos stirbt und eine Schwester hat, so soll sie die Hälfte dessen erben, was er hinterlassen hat, so wie er ihren ganzen [Besitz] erbt, wenn sie kinderlos stirbt. Sind es aber zwei Schwestern, so sollen ihnen beiden zusammen zwei Drittel dessen zustehen, was er hinterlassen hat; und sind es Brüder und Schwestern, so soll der Männliche den Anteil zweier Weiblicher erhalten.} Gott macht dies alles für euch klar, damit ihr nicht irregeht; und Gott weiß alles.
They will ask you for a verdict. Say, God Himself gives you His ruling concerning [inheritance from] a person who leaves no heir in the direct line. If a man dies childless and has a sister, she shall inherit one-half of what he has left, just as he shall inherit all her [property] if she dies childless. But if there are two sisters, they shall both together have two-thirds of whatever he has left; and if there are brothers and sisters, then the male shall have the equal of two females’ share. God makes all this clear to you, lest you go astray; and God knows everything. (Verse 176)
So endet diese Sure mit einem Vers, der sich auf das Familiensystem und auf die soziale Absicherung bezieht, die innerhalb der Familie gewährleistet wird. Damit korrespondiert der Abschluss der Sure mit ihrem Anfang, als viele der Regeln dieses Sozialsystems erstmals erläutert wurden. Hier am Ende finden sich nun die Bestimmungen über das Erbe einer Person, die als kalālah bezeichnet wird. Dieser Begriff, den Abū Bakr und alle Gelehrten definiert haben, beschreibt jemanden, der weder Eltern noch Kinder hat. Anders gesagt hinterlässt er keinen Erben in direkter Erbfolge.
Thus, this sūrah is concluded with a verse that relates to the family system and to social security which is provided within the family. This brings the sūrah’s conclusion in line with its beginning, when many of the rules of this social system were first explained. Here in conclusion, we have rules governing the inheritance of a person who is described as kalālah. This term, defined by Abū Bakr and all scholars, describes someone who has no parents and no children. In other words, he leaves no heir in the direct line of inheritance.
Einige der Regeln, die den Nachlass einer solchen Person betreffen, wurden sehr früh in der Sure gegeben und legen fest, wie sein Nachlass verteilt wird, wenn er keine Erben in der väterlichen Linie hat, aber von Erben der mütterlichen Linie beerbt wird. In diesem Vers werden die übrigen Regeln dieser Form der Erbfolge dargelegt. Wenn der Verstorbene, der keinen Erben in direkter Linie hat, eine Schwester hat, sei es von beiden Eltern oder nur vom Vater, so erbt sie die Hälfte dessen, was ihr Bruder hinterlässt. Stirbt sie und hinterlässt weder Kinder noch Eltern, so nimmt ihr Bruder ihr gesamtes Vermögen, nachdem die übrigen Erben mit festen Anteilen ihre Anteile genommen haben. Sollte es vorkommen, dass der Verstorbene zwei Schwestern von beiden Eltern oder nur vom Vater hat, so teilen sie sich gemeinsam zwei Drittel seines Vermögens. Hat er mehr Brüder und Schwestern, so findet bei der Verteilung seines Nachlasses die allgemeine Regel Anwendung, nach der ein Mann den doppelten Anteil einer Frau erhält. Geschwister von beiden Eltern schließen Geschwister von der Seite des Vaters allein aus, wenn beide Arten zur Zeit des Todes des Verstorbenen noch leben.
Schlussworte zum Erbrecht
Final Words On Inheritance