Die Sure beginnt nun eine Reihe rhetorischer Fragen in einem raschen Rhythmus, die klare Tatsachen darlegen und alle verbleibenden Zweifel der menschlichen Seele ansprechen. Diese Runde ist voller starker Herausforderungen, denen kein menschliches Herz standhalten kann:
The surah now begins a series of rhetorical questions fashioned to a fast beat, presenting clear facts and addressing any remaining doubts the human soul might have. This round is full of strong challenges which no human heart can withstand:
So, [Prophet,] remind people. Durch die Gnade deines Herrn bist du weder ein Wahrsager noch ein Verrückter. Oder sagen sie: „Er ist nur ein Dichter; lasst uns abwarten, welches Unglück die Zeit über ihn bringen wird.“ Sprich: „Wartet nur, ich warte mit euch.“ Ist es ihr Verstand, der sie zu dieser Haltung bewegt? Oder sind sie einfach überhebliche Menschen? Oder sagen sie: „Er hat es selbst erdichtet“? Sie glauben ganz gewiss nicht. Sollen sie doch eine Rede wie diese hervorbringen, wenn das, was sie sagen, wahr ist. Sind sie aus dem Nichts erschaffen worden? Oder sind sie selbst die Schöpfer? Haben sie die Himmel und die Erde erschaffen? Nein. Sie haben keinen Glauben. Besitzen sie die Schätze deines Herrn? Oder haben sie die letzte Verfügungsgewalt? Oder haben sie eine Leiter, auf der sie emporsteigen, um [die Geheimnisse des Himmels] zu belauschen? Dann soll ihr Lauscher einen klaren Beweis vorbringen. Hat Er etwa nur Töchter und ihr Söhne? Verlangst du, [Prophet], von ihnen einen Lohn, der sie mit Schulden belastet? Haben sie Kenntnis vom Verborgenen, sodass sie es niederschreiben können? Oder wollen sie dich in eine Falle locken? Die Ungläubigen sind es, die wahrhaftig in die Falle geraten. Haben sie denn einen anderen Gott als Gott?
So, [Prophet,] remind people. By the grace of your Lord, you are neither a soothsayer nor a madman. Or do they say, He is but a poet; let us await whatever misfortune time will bring him. ’ Say: 'Wait if you will. I too am waiting.’Is it their reason that prompts them to take this attitude? Or are they simply arrogant people? Or do they say, He has fabricated it himself?' They certainly do not believe. Let them, then, produce a discourse like it, if what they say is true. Were they created out of nothing? Were they the creators? Did they create the heavens and the earth? No. They have no faith. Do they possess your Lord's treasures? Or are they in ultimate control? Or have they a ladder to climb, in order to eavesdrop [on heavens secrets]? Let their eavesdropper produce a clear proof Is He to have only daughters and you sons? Do you [Prophet] demand a payment from them that would be burdened with debt? Do they have knowledge of the hidden reality so that they can write it down? Or do they want to entrap you? It is the unbelievers who are truly entrapped. Have they, then, any deity other than God?
Erhaben ist Gott weit über alles, was sie Ihm beigesellen. Selbst wenn sie ein Stück des Himmels herabfallen sähen, würden sie sagen: „Es ist nur eine Masse von Wolken!" (Verse 29-44)
Exalted is God far above anything they associate with Him. Even if they see a part of the sky falling down, they would say, It is but a mass of clouds!' [Verses 29-44)
„Also erinnere die Menschen.“ (Vers 29) Die Anrede gilt dem Propheten ﷺ. Er soll fortfahren, die Menschen zu ermahnen, ungeachtet ihres groben und unhöflichen Verhaltens oder ihrer falschen Beschuldigungen. Man sagte von ihm, er sei ein Wahrsager oder ein Verrückter. Diese beiden Bezeichnungen sind durch die gemeinsame Vorstellung verbunden, dass Wahrsager ihre Informationen von den Dschinn erhielten und dass die Dschinn diejenigen besäßen, die verrückt seien. So war der Teufel das gemeinsame Element beider Beschreibungen. Was sie dazu brachte, eine der beiden Bezeichnungen – Dichter oder Zauberer – für den Propheten ﷺ zu gebrauchen, war die Tatsache, dass sie vom Qur’an überwältigt waren. Seine Ausdrucksweise war ihnen so fremd, obwohl sie von Natur aus sehr beredt waren. Da sie nicht einmal daran denken konnten, zuzugeben, dass es das Wort Gottes war, glaubten sie, eine plausible Erklärung für seine Überlegenheit gegenüber allem, was sie oder andere sagen könnten, liefern zu müssen. Daher behaupteten sie, er sei den Dschinn eingegeben worden, oder die Dschinn hätten bei seiner Abfassung geholfen. Sie behaupteten, der Mann, der ihn rezitierte, also Muhammad ﷺ, sei entweder ein Wahrsager, der Informationen von den Dschinn empfange, oder ein Zauberer, der auf die Hilfe der Dschinn zähle, oder ein Dichter, der einen dschinnischen Freund habe, oder ein Verrückter, der von einem Dschinn besessen sei, welcher ihm eine so wunderbare Rede eingebe.
The address here is to the Prophet:“So, remind people. ” (Verse 29) He should continue to remind people, undeterred by their rude and impolite behaviour or their false accusations. They used to say of him that he was a soothsayer, or a madman. These two descriptions are linked by the common notion that soothsayers received their information from the jinn, and that the jinn possessed those who were mad. Thus, the devil was the common element in both descriptions. What made them use either adjective - poet or sorcerer - to describe the Prophet was the fact that they were overwhelmed by the Qur’an. Its address was so unfamiliar to them even though, by nature, they were highly eloquent. Since they could not even think of admitting that it was God’s word, they felt that they needed to provide some plausible explanation for its superiority over anything they or others could say. Hence they claimed that it was imparted by the jinn, or that the jinn helped in its composition. They alleged that the man reciting it, i.e. Muhammad, was either a soothsayer receiving information from the jinn, or a sorcerer relying on the jinn's help, or a poet who had z jinnee friend, or a madman possessed by a jinnee who gave him such wonderful speech.
Dies ist eine ungeheuerliche Anschuldigung. Daher tröstet Gott Seinen Gesandten, indem Er ihm zeigt, dass sie bedeutungslos ist, und ihn versichert, dass er weiterhin Seine Gunst genießt, die es nicht zulässt, dass Wahrsagerei oder Wahnsinn ihn berühren: „Durch die Gnade deines Herrn bist du weder ein Wahrsager noch ein Verrückter.“ (Vers 29) Darauf folgt eine Verurteilung ihrer Behauptung, er sei ein Dichter: „Oder sagen sie: ‚Er ist nur ein Dichter; lasst uns abwarten, welches Unglück die Zeit über ihn bringen wird.‘“ (Vers 30) Sie sagten tatsächlich genau dies. Einige von ihnen rieten anderen, „ihn zu ertragen, an unserer Weise festzuhalten, und bald wird er sterben und wir werden ihn los sein.“ Daher wird der Prophet ﷺ angewiesen, ihnen in seiner Antwort eine unausgesprochene Drohung zu geben.
This is a wicked accusation. Therefore, God consoles His Messenger showing it to be of no importance and reassuring him that he continues to enjoy His favours which allow no element of soothsaying or madness to affect him: “By the grace of your Lord, you are neither a soothsayer nor a madman." (Verse 29) This is followed by a denunciation of their assertion that he was a poet: “ Or do they say, 'He is but a poet; let us await whatever misfortune time will bring him.™ (Verse 30) They indeed said that. Some of them counselled others to “bear with him, stick to our ways and soon enough he will die and we will be rid of him.” Hence the Prophet is instructed to give them an implicit threat in his reply:
„Sprich: ‚Wartet nur, auch ich warte mit euch.'“ (Vers 31) Bald genug werdet ihr erfahren, wer in der besseren Lage sein wird.
“Say: 'Wait if you will. I too am waiting.™ (Verse 31) Soon enough, you will know who will end up in a better position.
Einige Älteste der Quraisch genossen aufgrund ihrer vermeintlichen Weisheit in der Führung von Angelegenheiten eine Position der Achtung. Sie werden hier mit einem deutlichen Unterton von Sarkasmus bezeichnet, denn ihre Haltung gegenüber dem Islam ist das genaue Gegenteil von Weisheit und Logik. Die Sure fragt sarkastisch, ob die Beschreibungen, die sie Muhammad ﷺ beilegen, das sind, wozu ihre weisen Ältesten gelangt sind. Oder ist es so, dass sie arrogante, ungerechte Menschen sind, die nicht auf den Rat ihrer weisen Ältesten hören? „Bringt ihr Verstand sie dazu, so eine Haltung einzunehmen? Oder sind sie einfach überhebliche Menschen?“ (Vers 32) Die erste Frage ist von scharfem Sarkasmus durchdrungen, die zweite enthält einen Vorwurf, der sie beschämen sollte. Das eine oder das andere trifft tatsächlich zu, wenn sie eine derart absurde Haltung einnehmen.
Some of the Quraysh elders were accorded a position of respect on account of their perceived wisdom in conducting affairs. These are referred to here with a clear note of sarcasm, as their attitude to Islam is the antithesis of wisdom and logic. The surah sarcastically wonders whether the descriptions they attach to Muhammad (peace be upon him) are what their wise elders have arrived at? Or is it that they are arrogant, unjust people who do not listen to what the wise elders counsel: “Is it their reason that prompts them to take this attitude? Or are they simply arrogant people?" (Verse 32) The first question is loaded with sharp sarcasm; the second carries an accusation that should put them to shame. One or the other is indeed true when they adopt such an absurd attitude.
Sie waren stets unverschämt in dem, was sie über den Propheten ﷺ sagten. Sie warfen ihm sogar vor, das, was er ihnen sagte, selbst erdichtet zu haben. Die Sure fragt missbilligend, ob sie tatsächlich eine solche Behauptung der Erdichtung gegen den Propheten ﷺ erhoben haben, und deutet damit an, dass eine solche Anschuldigung niemals hätte erhoben werden können: „Oder sagen sie: ‚Er hat es selbst erdichtet‘?“ (Vers 33) Sogleich erklärt sie, was hinter einer derart eigentümlichen Anschuldigung steckt: „Sie glauben gewiss nicht.“ (Vers 33) Dass sie in ihren Herzen nicht wirklich glaubten, ist der Grund, weshalb sie eine solche Aussage machten. Sie vermögen die wahre Natur des Qur'an schlicht nicht zu würdigen. Hätten sie ihn gewürdigt, so hätten sie gewusst, dass kein Mensch ihn hätte verfassen können und dass er nur durch einen Mann der Wahrheit ﷺ überbracht werden konnte.
They were always rude in what they said about the Prophet. They even accused him of fabricating what he said to them. The surah disapprovingly wonders whether they have made such a claim of fabrication against the Prophet, implying that such an allegation could never have been made: “Or do they say, 'He has fabricated it himself™ (Verse 33) It immediately explains what lies behind such a singular allegation: “They certainly do not believe." (Verse 33) The fact that in their hearts they did not really believe is the reason why they made such a statement. They simply cannot appreciate the true nature of the Qur’an. Had they appreciated it they would have known that no human being could have authored it, and that it could only have been delivered by a man of truth.
Da ihre Herzen die Wahrheit dieser Offenbarung nicht zu würdigen vermögen, fordert die Sure sie heraus, unwiderlegbare Beweise zu erbringen: „Sollen sie doch eine Rede wie diese hervorbringen, wenn sie wahrhaftig sind!“ (Vers 34). Diese Herausforderung findet sich mehrfach im Qur’an, doch diejenigen, die die Wahrhaftigkeit des Qur’an leugnen, konnten sie nicht annehmen. Darüber hinaus bleibt diese Herausforderung für alle Zeiten gültig, und niemand wird jemals etwas dem Qur’an Gleichwertiges hervorbringen können.
Since their hearts cannot appreciate the truth of this revelation, the surah challenges them to provide irrefutable proof: “Let them, then, produce a discourse like it, if what they say is true? (Verse 34) This challenge occurs several times in the Qur’an, yet those who deny the truth of the Qur’an could not take up the challenge. Furthermore, this challenge remains valid for the rest of time, and no one will ever be able to produce anything like the Qur’an.
Der Koran birgt ein besonderes Geheimnis, das jeder spürt, der beginnt, seinen Text zu betrachten, noch bevor er versucht, seine vielen wunderbaren Aspekte zu erkennen. Er empfindet, dass die Worte selbst mit besonderer Autorität sprechen. Er spürt, dass da etwas Zusätzliches ist, das über die Bedeutungen hinausgeht, welche die Worte uns vermitteln; etwas, das das Herz ergreift, sobald man dem Koran zuhört. Manche Menschen empfinden dies sehr deutlich, andere spüren es, ohne es benennen zu können. Dennoch ist es da. Es lässt sich auf nichts Bestimmtes zurückführen: nicht auf die Phraseologie, nicht auf die Bedeutung, nicht auf die Bilder und Konnotationen, nicht auf die besondere Musik, die sich so sehr vom Rhythmus jeder anderen Rede unterscheidet. Oder wird es durch eine Verbindung all dieser Elemente hervorgebracht, oder durch diese und etwas darüber hinaus, das wir nicht bestimmen können? Dies ist etwas, das in jedem Text des Korans gegenwärtig ist und das anfänglich jeder empfindet, der eine Sure des Korans in die Hand nimmt. Darüber hinaus gibt es Phänomene, die wir erkennen und verstehen können, wenn wir den Koran studieren und über seine Bedeutungen und seinen Aufbau nachdenken.
The Qur’an has a special secret which is felt by everyone who begins to look at its text, before even attempting to identify its many miraculous aspects. He feels that the very words themselves speak with special authority. He senses that there is something extra, beyond the meanings the words impart to us; something that is felt by the heart as soon as one listens to the Qur’an. Some people feel this very clearly, while others sense it even though they cannot identify it. Nonetheless it is there. It cannot be traced back to anything in particular: the phraseology, the meaning, the images and connotations, the special music that is so different from the rhythm of any other speech. Or is it produced by a combination of all these elements, or by these and something else beyond them that we cannot identify? This is something that is present in every Qur’anic text, and it is felt initially by everyone who handles a Qur’anic surah. Beyond this, there are phenomena that we can recognize and understand when we study the Qur’an and contemplate its meanings and construction.
Diese Phänomene erkennt man an dem klaren, umfassenden und wahren Gesamtbild, das der Koran unseren Herzen und Verständnissen von der Wahrheit der menschlichen Existenz, der Existenz als Ganzes und der wesentlichen Wahrheit Gottes, des Erhabenen, vermittelt. Sie zeigen sich in der koranischen Methode, die dieses Gesamtbild im Geist des Menschen verankern will, indem sie sich seiner Natur auf eine Weise zuwendet, die der menschlichen Ansprache völlig fremd ist. Der Koran wendet sich dem menschlichen Verstand in all seinen vielen Facetten zu und spiegelt eine tiefe Kenntnis des Menschen aus jedem Blickwinkel wider. Die Überlegenheit des Korans sehen wir in der Umfassendheit, Ausgewogenheit und Kohärenz seiner Weisungen, die alle auf derselben Ebene stehen. Dieses Phänomen ist den Werken von Menschen unbekannt, die weder dieselbe Lage noch denselben Maßstab aufrechterhalten und nicht alle Aspekte zugleich ansprechen können. Nichts, was der Mensch hervorbringt, kann absolute Ausgewogenheit widerspiegeln, die weder Zunahme noch Abnahme zulässt und weder Mangel noch Übermaß erleidet. Kein menschliches Werk erreicht absolute Kohärenz, die weder im Wesen noch im Detail Zwietracht oder Widerspruch zulässt.
These phenomena are recognized in the clear, comprehensive and true concept the Qur’an presents to our hearts and minds of the truth of human existence, of existence as a whole, and the essential truth of God Almighty. They are seen in the Qur’anic method that seeks to implant this concept in man’s mind as it addresses his nature in a way that is totally unfamiliar in human address. The Qur’an appeals to the human mind with all its many facets, reflecting profound knowledge of man’s every angle. We see the superiority of the Qur’an in the comprehensiveness, balance and coherence of its directives that are all placed on the same level. This phenomenon is unknown in the works of human beings that cannot maintain the same situation or the same standard, and cannot address all aspects at the same time. Nothing that man produces can reflect absolute balance that admits neither increase nor decrease, and suffers neither shortage nor extravagance. No human work achieves absolute coherence that admits no discord or conflict either in essence or detail.
Diese und ähnliche Phänomene sowie das Feine und das unleugbar Verborgene verleihen dem Qur'an seine Eigenschaft eines absoluten Wunders, das zu allen Zeiten gültig bleibt. Kein Mensch mit Selbstachtung kann darüber streiten. Er wird gern die Wahrheit anerkennen, die ihm deutlich ins Auge springt, sobald er den Qur'an mit offenem Geist betrachtet: „Sollen sie doch eine Rede wie diese hervorbringen, wenn sie wahrhaftig sind“ (Vers 34).
These and similar phenomena, as well as the subtle and the undeniably secret, combine to give the Qur’an its quality of an absolute miracle that remains valid for all time. No self respecting person can argue about this. He will readily admit the truth that stares him clearly in the face whenever he looks at the Qur’an with an open mind: “Let them, then, produce a discourse like it, if what they say is true” (Verse 34)
Die nächste Frage verwundert sich über ihre eigene Existenz, eine Wahrheit, die ihnen ins Auge springt und die sie nicht anders erklären können als so, wie es der Qur'an darlegt: Gott, der Schöpfer alles Existierenden, hat sie ins Dasein gebracht: „Wurden sie aus nichts erschaffen? Oder sind sie selbst die Schöpfer?“ (Vers 35) Der Gedanke, dass sie einfach aus dem Nichts heraus entstanden seien, widerspricht der Logik der Natur. Er verdient keine Diskussion. Andererseits können weder sie noch irgendein anderes Geschöpf behaupten, sich selbst erschaffen zu haben. Da keiner dieser beiden Fälle logisch vertretbar ist, bleibt nur der wahre Fall, den der Qur'an darlegt und der bestätigt, dass sie alle Geschöpfe Gottes sind, des einzigen Schöpfers und Urhebers. Da niemand einen Anteil an Seinen Eigenschaften der Schöpfung und des Ursprungs beanspruchen kann, gehören Herrschaft und Gottheit allein Ihm. Dies ist klare und wahre Logik.
The next question wonders at their own existence, a truth staring them in the face which they cannot explain in any way other than what the Qur’an states: God, the Creator of all that exists has brought them into existence: “ Were they created out of nothing? Were they the creators?" (Verse 35) The thought that they just existed out of nothing is against the logic of nature. It merits no argument. On the other hand, neither they nor any other creature can claim that they created themselves. As neither case can be logically entertained, there only remains the true case stated in the Qur’an, confirming that they are all creatures of God, the only Creator and Originator. Since no one can claim any share of His attributes of creation and origination, then Lordship and Godhead belong solely to Him. This is clear and true logic.
Die Sure lenkt dann ihre Aufmerksamkeit auf die Himmel und die Erde:
The surah then directs their attention to the heavens and the earth:
Sind sie es etwa, die diese erschaffen haben? Es versteht sich von selbst, dass die Himmel und die Erde sich nicht selbst erschaffen haben, ebenso wenig wie die Menschen sich selbst erschaffen: „Haben sie die Himmel und die Erde erschaffen? Nein, sie haben keinen Glauben.“ (Vers 36) Weder sie noch irgendjemand, der auf die Logik der Natur hört, behauptet, dass die Himmel und die Erde sich selbst erschaffen hätten oder ohne Erschaffung entstanden seien. Auch behaupten jene Menschen nicht, sie hätten sie erschaffen. Dennoch stehen sie vor den Menschen wie eine Frage, die einer Antwort bedarf. Als man genau diese Ungläubigen fragte, wer die Himmel und die Erde erschaffen habe, sagten sie, Gott habe sie erschaffen. Doch diese Wahrheit gewann nicht eine solche Klarheit, dass sie in ihren Herzen und Gedanken ihre normale Wirkung entfaltete und sie zu einer wahren und eindeutigen Überzeugung geführt hätte:
are they the ones who created these? Needless to say, the heavens and the earth did not create themselves, in the same way as humans do not do so: “Did they create the heavens and the earth? No. They have no faith" (Verse 36) Neither they, nor anyone listening to the logic of nature, claim that the heavens and the earth created themselves or came into existence without being created. Nor do those people claim that they created them. Yet they stand in front of people like a question requiring an answer. When those very unbelievers were asked who created the heavens and the earth, they said that God created them. Yet this truth did not acquire such clarity as to produce its normal effects in their hearts and minds, leading them to formulate true and clear conviction:
„Sie glauben nicht" (Vers 36)
“They have no faith" (Verse 36)
Die Sure führt sie dann noch einen Schritt tiefer als die Erschaffung ihrer selbst oder der Welt um sie herum. Sie fragt sie, ob sie die Schätze Gottes besitzen oder über sie verfügen, sodass sie Nutzen und Schaden bewirken könnten: „Besitzen sie die Schatzkammern deines Herrn? Oder sind sie die Verwalter?“ (Vers 37) Wenn sie einen solchen Anspruch nicht erheben, wer besitzt dann diese Schätze und lenkt alle Dinge? Der Koran sagt, dass Gott derjenige ist, der in Fülle oder in geringem Maß gibt und der alle Angelegenheiten im Universum bestimmt. Dies ist die einzige Erklärung dessen, was im Universum geschieht.
The surah then takes them a step lower than that of the creation of either themselves or the world around them. It asks them whether they own God’s treasures or have control of these so as to be able to cause benefit and harm: “Do they possess your Lord's treasures? Or are they in ultimate control?" (Verse 37) If they make no such claim, then who owns these treasures and controls all things? The Qur’an says that God is the One who gives in plenty or in small measure, and who determines all affairs in the universe. This is the only explanation of what happens in the universe.
Ein weiterer Schritt nach unten folgt dann, und die Sure fragt, ob sie irgendein Mittel haben, die Quelle der Offenbarung zu belauschen: „Oder haben sie eine Leiter, auf der sie hinaufsteigen, um [die Geheimnisse des Himmels] zu belauschen? Soll ihr Lauscher einen klaren Beweis vorlegen?“ (Vers 38). Muhammad ﷺ sagt ihnen, dass er ein Gesandter Gottes ist und dass er Offenbarungen von oben empfängt. Sie lehnen dies ab und behaupten, es sei falsch. Die Sure fragt, ob sie die Mittel haben, hinaufzusteigen und zuzuhören, was Er sagt, um Informationen zu gewinnen, die ihre Behauptung stützen, dass er keine solchen Offenbarungen empfängt, und sie behauptet, die Wahrheit sei das Gegenteil dessen, was er sagt.
A further step down is then taken, and the surah asks whether they have any means to listen to the source of revelation: “Or have they a ladder to climb, in order to eavesdrop [on heavens secrets]? Let their eavesdropper produce a clear proof? (Verse 38) Muhammad (peace be upon him) tells them that he is a Messenger of God and that he receives revelations from on high. They reject this, claiming it as false. The surah asks whether they have the means to climb up and listen to what He says, gaining information that supports their claims that he receives no such revelations, and asserts that the truth is contrary to what he says.
Dies erfordert, dass sie überzeugende Beweise für ihre Behauptungen vorlegen. Dies ist ein Hinweis auf die große Autorität, mit der der Qur'an spricht, und dennoch lehnen sie seine klare und kraftvolle Botschaft ab.
This requires that they provide compelling evidence in support of their claims. This is an allusion to the great authority the Qur’an speaks with, yet they reject its clear and powerful message.
Die Sure lenkt dann den Blick auf eine ihrer absurden Behauptungen, nämlich dass die Engel Töchter Gottes seien. Sie wendet sich direkt an sie und fügt eine weitere Rüge hinzu: „Hat Er denn Töchter für Sich genommen und euch Söhne gegeben?“ (Vers 39) Sie betrachteten Mädchen als minderwertiger als Jungen, und jeder von ihnen war voller Trübsal und Verdruss, wenn ihm mitgeteilt wurde, dass er ein Mädchen gezeugt hatte. Dennoch schreiben sie Gott, dem Allmächtigen, ohne Scham weibliche Nachkommen zu. So benutzt die Sure ihre eigenen Traditionen und Wertvorstellungen, um sie zu beschämen.
The surah then brings into focus one of their absurd claims, alleging that the angels are God’s daughters. It addresses them directly, adding an element of further reproach: “A He to have only daughters and you sons?” (Verse 39) They considered girls to be inferior to boys, and anyone of them would be full of gloom and frustration when they were told that they had begot girls. Yet they unashamedly attribute female offspring to God Almighty. Thus the surah uses their own traditions and values to shame them.
Sie mochten es nicht, die Ansprache des Propheten ﷺ zu empfangen. Sie empfanden seine Botschaft der Rechtleitung als eine Last, obwohl sie ihnen klar und rein dargeboten wurde. Er verlangte keinen Lohn und keine Bezahlung für seine Mühe. Das Mindeste, was eine so uneigennützige Darbietung verdient, ist eine dankbare Antwort und eine sanfte Ablehnung, falls sie nicht annehmen wollten, was er ihnen anbot. Daher prangert die Sure ihre ungerechtfertigte Haltung an: „Verlangst du [Prophet ﷺ] etwa von ihnen eine Bezahlung, so dass sie durch Schulden belastet wären?“ (Vers 40) Da man von ihnen nichts dafür verlangt, erscheint ihre Haltung als völlig unhaltbar und unbegründet. Sie sollten sich selbst schämen.
They disliked receiving the Prophet’s address. They disliked his message of guidance, feeling that it was a burden, even though it was given to them clear and pure. He asked no wages or payment for his trouble. The least that such a free presentation deserves is an appreciative response and a gentle refusal if they did not want to accept what he offered. Hence, the surah denounces their unjustified attitude: “ Do you [Prophet] demand a payment from them that would be burdened with debt?” (Verse 40) Since they are not asked to pay anything for it, their attitude appears to be totally indefensible and unwarranted. They should be ashamed of themselves.
Wiederum stellt die Sure ihnen ihre wahre Stellung in diesem Universum vor Augen.
Again, the surah puts before them their true position in this universe.
Sie sind Geschöpfe mit gewissen Grenzen. Ihnen ist Zugang zu einem bestimmten Teil dieser Welt gewährt, über den hinaus sie nicht vordringen können. Alles gehört dem Schöpfer. Was außerhalb ihrer Reichweite liegt, ist die eigene Domäne Gottes, und sie haben kein Wissen davon: „Haben sie etwa Kenntnis vom Verborgenen, sodass sie es niederschreiben könnten?“ (Vers 41). Sie sind sich durchaus bewusst, dass sie kein Wissen über das haben, was jenseits ihrer Wahrnehmung liegt, obwohl es eine Wirklichkeit ist. Sie haben keine Möglichkeit, darauf zuzugreifen. Gott ist es, der in dessen Aufzeichnung niederschreibt, was Er für Seine Geschöpfe bestimmt, während sie darin nicht das Geringste niederschreiben können.
They are creatures with certain limitations. They are given access to a certain portion of this world, beyond which they cannot penetrate. It all belongs to the Creator. What lies beyond their reach is God’s own preserve and they have no knowledge of it: “Do they have knowledge of the hidden reality so that they can write it down?”(Verse 41) They are well aware that they have no knowledge of what lies beyond their perception even though it is a reality. They have no means of accessing it. It is God who writes in its record whatever He determines for His creatures, while they cannot write a thing in it.
Derjenige, der die Kontrolle über jene verborgene Wirklichkeit innehat und über alles, was in diesem verborgenen Bereich geschieht, ist fürwahr Derjenige, der festlegen und planen kann.
The One who is in control of that hidden reality and whatever occurs in that hidden realm is indeed the One who can determine and scheme.
Wie kommt es dann, dass sie, obwohl sie nichts aufzeichnen können, gegen dich Ränke schmieden und dich in eine Falle locken wollen? Warum bilden sie sich ein, sie könnten irgendein künftiges Ereignis bestimmen, und sagen vom Propheten ﷺ, er sei ein Dichter, der bald sterben werde? „Oder wollen sie dich in eine Falle locken? Doch die Ungläubigen sind es, die in die Falle geraten.“ (Vers 42) Sie sind es, die dem unterworfen sind, was der Schöpfer und Lenker der verborgenen Wirklichkeit bestimmt. Seine Ränke werden gewiss auf sie zurückfallen und ihre Wirkung entfalten. Er ist der beste aller Ränkeschmiede.
How come, then, that in their position of inability to record anything they try to scheme against you, aiming to entrap you? Why do they imagine that they can determine any future event, saying of the Prophet that he is a poet who would soon die? “ Or do they want to entrap you? It is the unbelievers who are truly entrapped.” (Verse 42) It is they who are subject to whatever is determined by the Creator and Controller of the hidden reality. His schemes will certainly apply to them and take their effect. He is the best of all schemers.
„Haben sie denn eine andere Gottheit außer Gott?“ (Vers 43) Könnte eine solche Gottheit, falls sie eine hätten, sie vor dem schützen, was Gott für sie bestimmt? „Erhaben ist Gott weit über alles, was sie Ihm beigesellen.“ (Vers 43) Wie absurd ist ihre falsche Vorstellung von Gott! Mit dieser Erhebung Gottes und ihrer klaren Feststellung Seiner Einheit endet diese Reihe rhetorischer Fragen, die durch einen kraftvollen Rhythmus gekennzeichnet ist. Alle ihre Argumente wurden widerlegt und alle Zweifel beseitigt. Ihnen wird die klare Wahrheit vor Augen gestellt, und sie bleiben ohne jede Entschuldigung, mit der sie ihre Feindseligkeit gegenüber ihr rechtfertigen könnten. An diesem Punkt wird ihnen deutlich vor Augen geführt, wie starrsinnig sie die klare Wahrheit ablehnen: „Auch wenn sie sehen, wie ein Teil des Himmels herabfällt, würden sie sagen: Es ist nur eine Wolkenmasse!“ (Vers 44) Das bedeutet: Selbst wenn Gott beschließt, sie zu bestrafen, indem Er einen Teil des Himmels auf sie herabfallen lässt und ihre Welt zerstört, und sie sehen, wie er auf ihre Häupter fällt, würden sie dennoch behaupten, es sei nur eine Wolkenmasse, die Regen und Wohlstand bringt. Es ist wie bei jemandem, der die Wahrheit dessen leugnet, was er sieht, selbst wenn ihm gleichsam ein Schwert in den Hals gestoßen wird. Dies mag ein Hinweis auf das sein, was das Volk der ʿĀd sagte, als sie die Wolken sahen, die ihre eigene Vernichtung ankündigten. Sie behaupteten: „Diese Wolke wird uns Regen bringen“ (46:24). Ihnen wurde dann die Wahrheit gesagt: „Nein, keineswegs. Es ist genau das, was ihr beschleunigen wolltet: ein Sturmwind, der schmerzhafte Qual mit sich trägt und auf Befehl seines Herrn alles vernichten wird.“ (46:24–25)
“Have they, then, any deity other than God?” (Verse 43) Does such a deity, if they have one, protect them against what God determines for them? “Exalted is God far above anything they associate with Him” (Verse 43) How absurd is their false concept of God! With this exaltation of God and its clear statement of His oneness this series of rhetorical questions, characterized by a powerful beat, is concluded. All their arguments have been refuted, and all doubts removed. They are presented with the clear truth and left without any excuse to justify their hostility to it. At this point their stubbornness in rejecting the clear truth is put clearly before their eyes: “Even if they see a part of the sky falling down, they would say, It is but a mass of clouds!”' (Verse 44) This means that even if God decides to punish them by making a part of the sky fall down upon them, destroying their world, and they see it falling on their heads, they would still claim that it is but a mass of clouds, bringing rain and prosperity. It is just like the one who denies the truth of what he sees, even with a sword piercing his neck, as it were. This may be a reference to what the people of (Ad said when they saw the clouds heralding their own destruction. They claimed: “This cloud will bring us rain” (46: 24) The truth was then told to them: “No, indeed. It is the very thing you wanted to hasten: a storm wind bearing painful suffering which will destroy everything by the command of its Lord.” (46: 24-25)