Al-A'râf (Die Höhen) | Das edelste Gewand des Menschen 26 - 34
Al-a`rāf (the Heights) | Man’s Finest Garment 26 - 34
Kinder Adams, Wir haben euch Kleidung hinabgesandt, um eure Blöße zu bedecken, und Gewänder, die das Auge erfreuen; doch das Gewand der Gottesfurcht ist das beste von allen. Darin liegt ein Zeichen Gottes, damit sie nachdenken mögen. (26)
Children of Adam, We have sent down to you clothing to cover your nakedness, and garments pleasing to the eye; but the robe of God consciousness is the finest of all. In this there is a sign from God, so that they may reflect. (26)
„O Kinder Adams, lasst nicht zu, dass der Satan euch verführt, so wie er eure [Ureltern] aus dem Garten vertrieb. Er zog ihnen ihr Gewand aus, um sie ihre Blöße sehen zu lassen. Gewiss, er und seine Sippschaft sehen euch von dort, wo ihr sie nicht wahrnehmen könnt. Wir haben die Teufel zu Beschützern derer gemacht, die nicht glauben." (27)
Children of Adam, do not allow Satan to seduce you in the same way as he caused your [first] parents to be turned out of the Garden. He stripped them of their garment in order to make them aware of their nakedness. Surely, he and his tribe watch you from where you cannot perceive them. We have made the devils as patrons for those who do not believe. (27)
Wenn sie eine schändliche Tat begehen, sagen sie: „Wir haben unsere Väter dabei vorgefunden“, und: „Gott hat es uns geboten.“ Sprich: „Gott gebietet niemals Schändliches. Wollt ihr Gott etwas zuschreiben, wovon ihr kein Wissen habt?“ (28)
When they commit a shameful deed, they say, “We found our fathers doing it,” and, “God has enjoined it upon us.” Say: “Never does God enjoin what is indecent. Would you attribute to God something of which you have no knowledge?” (28)
„Sprich: „Mein Herr hat Gerechtigkeit geboten, und dass ihr euer ganzes Selbst zu Ihm hinwendet zu jeder Zeit und an jedem Ort des Gebets, und Ihn anruft, aufrichtig in eurem Glauben allein an Ihn. So wie Er euch im Anfang erschaffen hat, so werdet ihr auch zu Ihm zurückkehren.“ (29)
Say: “My Lord has enjoined justice, and that you set your whole selves [to Him] at every time and place of prayer, and call on Him, sincere in your faith in Him alone. As it was He who brought you into being in the first instance, so also [to Him] you will return: (29)
Einige [von euch] hat Er mit Seiner Rechtleitung begnadet, während für andere das Abirren vom rechten Weg unausweichlich geworden sein wird. Denn sie werden Satane statt Gott zu ihren Beschützern genommen haben und dabei die ganze Zeit meinen, den rechten Weg gefunden zu haben. (30)
some [of you] He will have graced with His guidance, whereas for some a straying from the right path will have become unavoidable. For, they will have taken satans for their protectors in preference to God, thinking all the while that they have found the right path. (30)
Kinder Adams, kleidet euch schön, wann immer ihr einen Ort der Anbetung aufsucht. Esst und trinkt, doch seid nicht verschwenderisch. Wahrlich, Er liebt die Verschwender nicht.(31)
Children of Adam, dress well when you attend any place of worship. Eat and drink but do not be wasteful. Surely He does not love the wasteful.(31)
Sprich: „Wer hat denn den Schmuck verboten, den Gott für Seine Diener hervorgebracht hat, und die guten Dinge der Versorgung?“ Sprich: „Sie sind im diesseitigen Leben für all jene erlaubt, die glauben, und am Tag der Auferstehung ausschließlich ihnen vorbehalten.“
Say, “Who is there to forbid the beauty which God has produced for His servants, and the wholesome means of sustenance? Say, They are [lawful] in the life of this world, to all who believe — to be theirs alone on the Day of Resurrection.
So machen Wir Unsere Zeichen klar für Leute, die Wissen besitzen. (32)
Thus do We make Our revelations clear to people of knowledge. (32)
Sprich: „Mein Herr hat nur schändliche Taten verboten, seien sie offen oder heimlich, und jede Art von Sünde und ungerechtfertigte Unterdrückung, und dass ihr Gott etwas beigesellt, wofür Er keine Vollmacht herabgesandt hat, und dass ihr über Gott etwas aussagt, wovon ihr kein Wissen habt." (33)
Say, My Lord has only forbidden shameful deeds, be they open or secret, and all types of sin, and wrongful oppression, and that you should associate with God anything for which He has given no authority, and that you attribute to God any- thing of which you have no knowledge. (33)
Für jede Gemeinschaft gibt es eine festgesetzte Frist. Wenn ihre Frist kommt, können sie diese weder um einen einzigen Augenblick hinausschieben noch vorverlegen.(34)
For every community a term has been set. When [the end of] their term approaches, they can neither delay nor hasten it by a single moment.(34)
Überblick
Overview
Diese Passage bietet eine Pause zur Betrachtung, wie sie in dieser Sure an einigen Stellen vorkommt. Es ist eine längere Pause nach der ersten Szene in der großen Geschichte der Menschheit. Eine ähnliche Pause wird am Ende jeder Etappe eingelegt, als würde uns gesagt: Halten wir hier inne, um über die Lehren der vorangegangenen Epoche nachzudenken, bevor wir auf unserer einzigartigen Reise weitergehen.
This passage provides a pause for comment, which is one of a few instances in this sūrah. It is a long pause after the first scene in the great story of mankind. A similar pause is made at the end of every stage, as if we are told: let us stop here to reflect on the lessons of the previous epoch before we go further on our unique journey.
Diese Pause kommt zu Beginn des Kampfes, der zwischen Satan und dem Menschen entbrennen wird. Sie soll vor den Machenschaften Satans warnen und die zahlreichen Wege und Formen seiner Ränkespiele offenlegen. Doch der Qur'ān erteilt keine Anweisung, außer wenn sie zur Bewältigung einer praktischen Lage nötig ist, und er erzählt keine Geschichte, außer wenn sie für das tägliche Leben der islamischen Bewegung von Belang ist. Er erzählt keine Geschichte um des literarischen Genusses willen und stellt keine Tatsache nur fest, um sie in einen theoretischen Zusammenhang zu stellen. Der Islam ist ernst und praktisch, und seine Aussagen und Anweisungen dienen allein dazu, sich mit den Wirklichkeiten zu befassen, denen die islamische Bewegung begegnen mag.
This pause comes at the beginning of the battle which is about to rage between Satan and man. It is meant as a warning against Satan’s schemes and exposes the numerous ways and fashions his scheming may take. But the Qur’ān does not issue any directive unless it is needed to face a practical situation, and does not relate a story unless it is relevant to the day-to-day life of the Islamic movement. It does not relate a story for the sake of literary enjoyment, and does not state a fact only to place it in a theoretical context. Islam is serious and practical, and its statements and directives are meant only to deal with realities which the Islamic movement may have to face.
Dieser Kommentar zur Geschichte vom Fall des Menschen aus dem Himmel wird hier angeführt, um sich mit der arabischen Ğāhilīya auseinanderzusetzen, als die Quraisch, der bedeutendste Stamm Arabiens, vor dem Aufkommen des Islam für sich gewisse Rechte gegenüber den Ungläubigen des übrigen Arabiens beanspruchten, die zur Pilgerfahrt nach Mekka kamen und den Götzen huldigten, die in der Ka'ba aufgestellt waren. Die Quraisch stützten ihre Ansprüche auf Vorstellungen, von denen sie behaupteten, sie seien Teil des göttlichen Glaubens. Sie formulierten diese in Gesetze und beanspruchten, sie seien Teil des göttlichen Gesetzes. Wie hätte die Quraisch sonst erreichen können, dass ihr Anspruch vom übrigen Arabien akzeptiert wurde? Sie musste auf dieselben Taktiken zurückgreifen, wie sie Priester, Häuptlinge und Anführer in jeder unwissenden Gemeinschaft verfolgten. Die Quraisch gab sich einen besonderen Namen, al-Ḥums, und beanspruchte für sich besondere Vorrechte, von denen einige das Ritual des Ṭawāf betreffen, das in der Form besteht, die Ka'ba zu umschreiten, das erste Haus überhaupt, das der Anbetung Gottes geweiht wurde. Sie behaupteten, al-Ḥums bzw. die Qurayschiten seien die einzigen, die das Privileg hätten, den Ṭawāf in gewöhnlicher Kleidung zu vollziehen. Die übrigen Araber durften den Ṭawāf nicht in Kleidung vollziehen, die zuvor schon getragen worden war. Stattdessen mussten sie Kleidung von den Leuten von al-Ḥums leihen oder ganz neue Kleidung tragen. Andernfalls mussten sie den Ṭawāf nackt vollziehen, selbst wenn sie ihre Frauen bei sich hatten.
Eine Warnung, die stets beachtet werden sollte
A Warning to Be Always Heeded
Im Gegensatz zur Nacktheit, die auf Adams Sünde folgte, haben wir hier eine passende Antwort auf die willkürlichen Vorschriften zur Nacktheit, wie sie die Ungläubigen in der Zeit der Unwissenheit in Arabien übten. In Seiner Ansprache erinnert Gott die Menschen an Seine Gnade, wie Er sie lehrte und ihnen die Dinge erleichterte, und Er machte es für sie zum Gesetz, dass sie Kleidung tragen sollen, um ihre Blöße zu bedecken, sodass sie die hässliche Nacktheit durch die Schönheit des Sich-Kleidens ersetzen. Im arabischen Text wird der Begriff, der hier für das Bekleiden mit Kleidern verwendet wird, „Wir haben euch Kleidung herabgesandt“, häufig im Sinne von „Offenbarung“ gebraucht. Dies verleiht der Koranaussage zusätzliche Bedeutungsebenen, sodass sie etwa heißt: „Wir haben in den Offenbarungen, die Wir zu dir herabgesandt haben, usw. Gesetze erlassen.“ Der im arabischen Text für „Kleidung“ verwendete Begriff kann Unterwäsche bezeichnen, die die Geschlechtsteile bedeckt, und kann auch allgemeine Kleidung meinen. Der Begriff für „Gewänder“ vermittelt den Sinn von Oberbekleidung, die gewöhnlich wegen ihres schönen Aussehens ausgewählt wird. Er kann außerdem Reichtum und ein komfortables Leben andeuten. Diese Bedeutungen gehen häufig Hand in Hand:
In contrast to the nakedness that followed Adam’s sin we have here a fitting reply to the arbitrary impositions of nakedness practised by the unbelievers in the days of ignorance in Arabia. In His address, God reminds people of His grace as He taught them and made things easy for them, and made it a law for them that they should wear garments to cover their nakedness so that they replace naked ugliness with the beauty of dressing up. In the Arabic text, the term used here for dressing with clothes, “We have sent down to you clothing”, is often used to denote `revelation’. This gives the Qur’ānic statement added connotations so as to mean, “We have legislated in the revelations We have sent down to you, etc.” The term used in the Arabic text for `clothing’ may denote underwear which covers the private parts, and may also denote general clothing, and the term denoting `garments’ gives the sense of top outfits normally selected for their beautiful appearance. It may also connote wealth and comfortable living. These meanings often go hand in hand:
„Kinder Adams, Wir haben euch Kleidung herabgesandt, um eure Blöße zu bedecken, und Gewänder, die das Auge erfreuen.“ (Vers 26) Darauf folgt die Erwähnung des Gewandes der Gottesfurcht, das hier als „das beste“ beschrieben wird: „Das Gewand der Gottesfurcht aber ist das beste von allen. Darin liegt ein Zeichen Gottes, damit sie nachdenken mögen.“ (Vers 26)
“Children of Adam, We have sent down to you clothing to cover your nakedness, and garments pleasing to the eye.” (Verse 26) This is followed by a mention of the robe of piety, described here as ‘fine’: “But the robe of God-consciousness is the finest of all. In this there is a sign from God, so that they may reflect.” (Verse 26)
Wenn der Feind zum Beschützer wird
When the Enemy is the Protector
Um die Dringlichkeit Seiner Warnung zu betonen, sagt ihr Herr den Menschen, dass Satan und sein Stamm sie sehen können, sie selbst aber weder Satane sehen noch wahrnehmen können. Satan hat daher eine größere Fähigkeit, sie zu verführen, indem er seine subtilen Mittel einsetzt. Sie müssen die ganze Zeit auf der Hut sein, damit sie nicht unvorbereitet überrascht werden: „Gewiss, er und sein Stamm sehen euch von dort aus, wo ihr sie nicht wahrnehmen könnt.“ (Vers 27) Darauf folgt eine weitere Steigerung der Wirkung, indem gesagt wird, dass Gott zugelassen hat, dass sich ein Verhältnis der Schutzherrschaft zwischen den Satanen und den Ungläubigen entwickelt. Wahrlich verloren ist der, dessen Schutzherr sein Feind ist. Denn dies ermöglicht es seinem Feind, ihn nach Belieben zu lenken, obwohl er keine wirkliche Hilfe oder Unterstützung hat und nicht bei Gottes Schutz Zuflucht suchen kann, da er ein Ungläubiger ist: „Wir haben die Teufel zu Schutzherren für jene gemacht, die nicht glauben.“ (Vers 27)
In order to emphasize the urgency of His warning, their Lord tells mankind that Satan and his tribe can see them whereas they cannot see or perceive satans. Satan, then, has a greater ability to seduce them, utilizing his subtle means. They need to be on their guard all the time so that they are not taken unawares: “Surely, he and his tribe watch you from where you cannot perceive them.” (Verse 27) Then follows an increased heightening of the effect by saying that God has allowed a relationship of patronage to develop between satans and unbelievers. Doomed indeed is the one whose patron is his enemy. For this enables his enemy to direct him the way he wishes, when he has no real help or support and cannot resort to God’s patronage since he is an unbeliever: “We have made the devils as patrons for those who do not believe.” (Verse 27)
Es ist eine wahre Tatsache, dass der Satan der beschützende Freund der Ungläubigen ist, während Gott der Beschützer der Gläubigen ist.
It is a true fact that Satan is the patronizing friend of the nonbelievers, while God is the protector of believers.
Die Wirkung dieses Zustands reicht weit, doch wird er hier in absoluten Worten erwähnt, bevor den Heiden ein Beispiel für seine Wirkung in ihrer realen Welt gegeben wird. So werden wir dazu gebracht zu empfinden, wie die Schutzherrschaft Satans die Vorstellungen der Menschen verzerren und ihr Leben ruinieren kann: „Wenn sie eine schändliche Tat begehen, sagen sie: ‚Wir fanden unsere Väter so handeln‘, und: ‚Gott hat es uns geboten.‘“ (Vers 28)
The effect of this state of affairs is far-reaching, but it is mentioned here in absolute terms before the pagans are given an example of its operation in their real world. We are thus made to feel how Satan’s patronage can distort people’s concepts and ruin their lives: “When they commit a shameful deed, they say, ‘We found our fathers doing it,’ and, ‘God has enjoined it upon us.’” (Verse 28)
Das Verbieten des Erlaubten
Forbidding What Is Lawful
Eine neue Ansprache richtet sich nun an die Menschheit und dient als Einschub, um die zuvor berichteten Ereignisse zu kommentieren, bevor das Hauptthema der Sure wieder aufgenommen wird: „Kinder Adams, kleidet euch schön, wann immer ihr an einen Ort der Anbetung geht. Esst und trinkt, doch seid nicht verschwenderisch. Gewiss, Er liebt die Verschwender nicht.“ Sprich: „Wer hat das Recht, die Schönheit zu verbieten, die Gott für Seine Diener hervorgebracht hat, und die guten Mittel zum Lebensunterhalt?“ Sprich: „Sie sind [erlaubt] im Leben dieser Welt für alle, die glauben – und sie gehören ihnen allein am Tag der Auferstehung.“ So machen Wir Unsere Offenbarungen klar für Menschen mit Wissen. Sprich: „Mein Herr hat nur schändliche Taten verboten, ob offen oder heimlich, und alle Arten von Sünde, und ungerechte Unterdrückung, und dass ihr Gott irgendetwas beigesellt, wofür Er keine Autorität gegeben hat, und dass ihr Gott etwas zuschreibt, wovon ihr kein Wissen habt.“ (Verse 31-33)
A new address is now made to mankind, serving as a pause to comment on the events related earlier before resuming the main theme in the sūrah: “Children of Adam, dress well when you attend any place of worship. Eat and drink but do not be wasteful. Surely He does not love the wasteful. Say, ‘Who is there to forbid the beauty which God has produced for His servants, and the wholesome means of sustenance?’ Say, ‘They are [lawful] in the life of this world, to all who believe — to be theirs alone on the Day of Resurrection.’ Thus do We make Our revelations clear to people of knowledge. Say, ‘My Lord has only forbidden shameful deeds, be they open or secret, and all types of sin, and wrongful oppression, and that you should associate with God anything for which He has given no authority, and that you attribute to God anything of which you have no knowledge.’” (Verses 31-33)
In dieser Ansprache erkennen wir die Betonung des grundlegenden Glaubensprinzips, um die Falschheit der Praktiken der heidnischen Araber aufzuzeigen. Eines der deutlichsten Beispiele ist, dass sie deren willkürliches Verbot guter, reiner Dinge, die Gott Seinen Dienern bereitgestellt hat, mit der Beigesellung von Partnern zu Gott in Verbindung bringen. Dies ist tatsächlich die treffende Beschreibung für jeden, der fälschlicherweise die Befugnis beansprucht, ein solches Verbot auszusprechen, und dabei Gott Dinge zuschreibt, von denen er keine Kenntnis hat.
In this address, we note the emphasis on the basic principle of faith in order to stress the falsehood of the practices of the pagan Arabs. One of the clearest examples is to link their arbitrary prohibition of good wholesome things God has provided for His servants with ascribing partners to God. This is indeed the proper description of anyone who falsely claims the authority to make such a prohibition, attributing to God things of which he has no knowledge.
Verzerrung von Begriffen und Werten
Distortion of Concepts and Values
Die Frage, die sich hier stellt, betrifft den Zusammenhang zwischen einer solchen Nacktheit, verdrehter Logik, übersteigertem Hochmut, dem Beigesellen von Partnern zu Gott und dem Annehmen von Gesetzen von anderen Gottheiten als Gott.
The question that arises here concerns the link between such nakedness, twisted logic, overweening arrogance by associating partners with God and accepting laws from deities other than God.
Jene heidnischen Araber empfingen ihre Vorstellungen über ihre Blöße von falschen Herren, die sie täuschen und ihre Unwissenheit so manipulieren konnten, dass ihre Vorherrschaft in Arabien unangefochten blieb. Andere altertümliche Gesellschaften der Dschahiliyya folgten demselben Muster und empfingen ihre Vorstellungen von ihren Priestern und Häuptlingen.
Those pagan Arabs received their notions concerning their nakedness from false lords who were able to fool them and manipulate their ignorance to ensure their supremacy in Arabia remained unchallenged. Other ancient jāhiliyyah societies followed the same pattern and received their notions from their priests and chiefs.
Dasselbe gilt für die Ungläubigen von heute, die nicht in der Lage sind, die Konzepte infrage zu stellen, die falsche Herren eifrig zu etablieren suchen.
The same applies to the unbelievers of today who cannot challenge the concepts that false lords are keen to establish.
Modehäuser und Designer sowie Kosmetikhersteller und -verkäufer sind die Herren, die die Torheit propagieren, der die Männer und Frauen in den jāhilīyya-Gesellschaften von heute blindlings folgen. Diese Herren brauchen lediglich ihre Maßstäbe festzulegen, und ihnen wird von der Masse der Toren in der ganzen Welt sklavisch gehorcht. Ob die Mode dieses Jahres oder die gerade angesagten Kosmetika für eine bestimmte Frau geeignet sind oder nicht, sie muss dennoch gehorchen oder dem Spott anderer Toren ausgesetzt sein, die keine Mitsprache in ihren eigenen Angelegenheiten haben.
Fashion houses and designers, and cosmetic manufacturers and sellers are the lords who advocate the stupidity which is blindly followed by men and women in the jāhiliyyah societies of today. Those lords have only to set their standards, and they are slavishly obeyed by the multitude of fools throughout the world. Whether this year’s fashion or the cosmetics in vogue are suitable to a particular woman or not, she must still obey, or be subjected to the ridicule of other fools who have no say in their own affairs.
Es ist wichtig zu fragen, wer diese Modehäuser und Kosmetikunternehmen kontrolliert?
It is important to ask who controls those fashion houses and cosmetic companies?
12 Ibn Kathīr, Tafsīr al-Qur'ān al-ʿAẓīm, Beirut, Bd. 2, S. 193-194
12 Ibn Kathīr, Tafsīr al-Qur’an al-Azīm, Beirut, Vol. 2, pp. 193-194