Al-Nisa (Eine Religion für die gesamte Menschheit) 148 - 170
Al-Nisa ( One Religion For All Mankind ) 148 - 170
Gott liebt es nicht, dass Übles offen ausgesprochen wird, es sei denn von jemandem, dem wahrhaftig Unrecht getan wurde. Gott hört alles und weiß alles.
God does not love evil to be spoken openly unless it be by someone who has been truly wronged. God hears all and knows all.
(148)
(148)
Ob ihr Gutes offen tut oder im Verborgenen, oder Unrecht (das euch angetan wurde) vergebt, so vergibt Gott wahrlich die Sünde, und Er ist Allmächtig. (149)
Whether you do good openly or in private, or pardon others for evil (done against you), God indeed absolves sin and He is Powerful. (149)
Diejenigen, die Gott und Seine Gesandten verleugnen und zwischen Gott und Seinen Gesandten unterscheiden wollen, und sagen: „Wir glauben an einige, aber andere verleugnen wir“, und einen Mittelweg einschlagen wollen (150)
Those who deny God and His messengers, and want to make a distinction between [belief in] God and [belief in] His messengers, and say: “We believe in some but we deny others”, and want to pursue a path in- between (150)
Diese sind in Wahrheit Ungläubige. Und für die Ungläubigen haben Wir eine demütigende Strafe bereitet. (151)
those, in truth, are unbelievers. We have prepared for unbelievers humiliating suffering. (151)
Diejenigen aber, die an Gott und Seine Gesandten glauben und keinen Unterschied zwischen ihnen machen, denen wird Er ihren Lohn geben. Gott ist wahrhaftig Allverzeihend, Barmherzig. (152)
As for those who believe in God and His messengers and make no distinction between any of them — to them He will give their reward. God is indeed Much- Forgiving, Merciful. (152)
Die Leute der früheren Offenbarungen verlangen von dir, dass ihnen ein Buch vom Himmel herabgesandt wird. Sie verlangten von Moses sogar noch Größeres als das, als sie sagten:
The people of earlier revelations ask you to have a book sent down to them from heaven. They asked Moses for something even greater than that, when they said:
„Lass uns Gott mit unseren eigenen Augen sehen“.
“Make us see God with our own eyes”.
Der Donnerschlag traf sie wegen ihres Unrechts. Danach nahmen sie das Kalb zur Anbetung an, obwohl ihnen klare Beweise der Wahrheit gekommen waren. Doch Wir vergaben ihnen dies, und Wir gaben Moses klare Vollmacht. (153)
The thunderbolt smote them for this their wrongdoing. After that, they took to worshipping the calf, even after clear evidence of the truth had come to them. Yet We pardoned them that, and We gave Moses clear authority. (153)
Wir erhoben den Berg Sinai über ihnen als Zeugen ihres feierlichen Bundes. Und Wir sagten zu ihnen: „Tretet durch das Tor ein, indem ihr euch niederwerft“; und Wir sagten ihnen auch: „Übertretet nicht das Gesetz des Sabbats“; und Wir nahmen von ihnen einen überaus feierlichen Bund entgegen.
We raised Mount Sinai high above them in witness of their solemn pledge. And We said to them: “Enter the gate, prostrating yourselves”; and We also told them: “Do not break the Sabbath-law”; and We received from them a most solemn pledge.
(154)
(154)
Und so [strafen Wir sie] für den Bruch ihres Bundes, ihren Unglauben an die Offenbarungen Gottes, ihr Töten der Propheten ohne jedes Recht und für ihre Prahlerei: „Unsere Herzen sind verschlossen.“ Tatsächlich hat Gott ihre Herzen versiegelt wegen ihres Unglaubens. Daher glauben sie nicht, außer wenige von ihnen. (155)
And so, [We punished them] for the breaking of their pledge, their disbelief in God’s revelations, their killing of prophets against all right, and for their boast, “Our hearts are closed.” Indeed God sealed their hearts on account of their disbelief. As a result they have no faith except for a few of them. (155)
Und wegen ihres Unglaubens und der ungeheuerlichen Verleumdung, die sie gegen Maria aussprachen, (156)
And for their disbelief and the monstrous calumny they utter against Mary, (156)
und ihre Prahlerei: „Wir haben den Christus Jesus, den Sohn der Maria, den Gesandten Gottes, getötet.“ Sie haben ihn nicht getötet, und sie haben ihn auch nicht gekreuzigt, sondern es schien ihnen nur so. Diejenigen, die über ihn widersprüchliche Ansichten vertreten, sind wahrlich im Zweifel; sie haben kein wirkliches Wissen darüber und folgen nur Mutmaßungen.
and their boast: “We have killed the Christ Jesus, son of Mary, God’s Messenger.” They did not kill him, and neither did they crucify him, but it only seemed to them [as if it had been] so. Those who hold conflicting views about him are indeed confused, having no real knowledge about it, and following mere conjecture.
Denn gewiss, sie haben ihn nicht getötet (157)
For, of a certainty, they did not kill him (157)
Nein! Gott hat ihn zu Sich erhoben. Gott ist wahrlich Allmächtig, Allweise. (158)
No! God raised him up to Himself. God is indeed Almighty, Wise. (158)
Es gibt keinen unter den Leuten der Schrift, der nicht vor seinem Tod an ihn glauben wird, und am Tag der Auferstehung wird er gegen sie Zeugnis ablegen. (159)
There is not one of the people of earlier revelations but will, at the moment of his death, believe in him, and on the Day of Resurrection he will bear witness to the truth against them. (159)
So, dann haben Wir – wegen des Unrechts der Juden – ihnen manche der guten Dinge verboten, die zuvor für sie erlaubt waren, und wegen ihrer häufigen Abkehr vom Weg Gottes, (160)
So, then, for the wrongdoing of the Jews did We forbid them some of the good things of life which had been formerly allowed to them; and, indeed for their turning away often from God’s path, (160)
und wegen ihrer Einnahme von Wucher, obwohl ihnen dieser untersagt worden war, und wegen ihres unrechtmäßigen Verzehrens fremden Besitzes. Und Wir haben den Ungläubigen unter ihnen eine schmerzliche Strafe bereitet. (161)
and for their taking usury although it had been forbidden to them, and their wrongful devouring of other people’s property. We have prepared for the unbelievers among them grievous suffering. (161)
Doch diejenigen unter ihnen, die im Wissen gefestigt sind, und die Gläubigen glauben an das, was auf dich herabgesandt wurde, und an das, was vor dir herabgesandt wurde. Sie sind es, die ihr Gebet verrichten und Almosen geben und die an Gott und den Jüngsten Tag glauben. Ihnen werden Wir einen großen Lohn geben. (162)
Yet those of them who are versed in knowledge, and the believers, do believe in what is bestowed upon you from on high and that which was bestowed from on high before you. These are the ones who attend to their prayers and spend in charity, and who believe in God and the Last Day. To these We shall give a great reward. (162)
Wir haben dir gewiss Offenbarung eingegeben, so wie Wir Noah und den Propheten nach ihm Offenbarung eingegeben haben; wie Wir Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen, Jesus, Hiob, Jona, Aaron und Salomo Offenbarung eingegeben haben und wie Wir David einen Psalter gaben. (163)
We have sent revelations to you just as We did send revelations to Noah and the prophets after him; as We sent revelations to Abraham, Ishmael, Isaac, Jacob and their descendants, Jesus, Job, Jonah, Aaron and Solomon, and as We vouchsafed to David a Book of Divine wisdom, (163)
Und so haben Wir (Offenbarung eingegeben) auch [anderen] Gesandten, von denen Wir dir bereits berichtet haben, und anderen Gesandten, von denen Wir dir nicht berichtet haben. Und Gott hat mit Moses unmittelbar gesprochen. (164)
and as [We inspired other] messengers whom We have mentioned to you previously, as well as other messengers whom We have not mentioned to you. And God has spoken His word directly to Moses. (164)
{Gesandte, die verkündeten und warnten, damit die Menschen nach dem Kommen dieser Gesandten keinen Beweis gegen Gott mehr haben. Gott ist Allmächtig, Allweise.} (165)
[These] were messengers sent to bring good news and to give warning, so that people may have no argument against God once these messengers (had come). God is Almighty, Wise. (165)
Dennoch legt Gott selbst Zeugnis dafür ab, dass das wahr ist, was Er dir herabgesandt hat: Mit Seinem Wissen hat Er es herabgesandt, und auch die Engel legen Zeugnis dafür ab; doch Gott genügt als Zeuge.
However it be, God [Himself] bears witness to the truth of what He has bestowed from on high to you: with His knowledge He bestowed it from on high; and the angels also bear witness to that; although God is sufficient as a witness.
(166)
(166)
Diejenigen, die ungläubig sind und andere vom Weg Gottes abhalten, sind tatsächlich weit vom rechten Weg abgeirrt.
Those who disbelieve and debar others from the way of God have indeed gone far astray.
(167)
(167)
Diejenigen, die ungläubig sind und Unrecht tun, wird Gott niemals vergeben, noch wird Er sie auf einen Weg leiten, (168)
Those who disbelieve and persist in wrongdoing will find that God will never forgive them, nor will He guide them onto any road, (168)
außer dem Weg zur Hölle, in der sie unzählbare Zeitalter verweilen werden. Das ist für Gott wahrlich ein Leichtes. (169)
except the road to hell, wherein they will abide beyond the count of time. That is indeed easy for God. (169)
Menschheit, der Gesandte ist nun mit der Wahrheit von eurem Herrn zu euch gekommen. Glaubt also, denn das ist besser für euch. Wenn ihr jedoch ungläubig seid, so wisst, dass Gott gehört, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Gott ist wahrlich der Allwissende, der Weise.
Mankind, the messenger has now come to you with the truth from your Lord. Believe, then, for it is better for you. But if you disbelieve, know that to God belongs all that is in the heavens and all that is on earth. God is indeed All-Knowing, Wise.
(170)
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Überblick
Overview
Als der Qur'an offenbart wurde, begann er den Prozess, aus vielen zersplitterten Gruppen, die jede in ihrem kleinen Winkel der Unwissenheit verhaftet waren, eine neue Nation zu formen. Nachdem der Islam ihren Charakter umgeformt hatte, wurden die Muslime an der Hand auf ein weit höheres menschliches Niveau geführt. Ihnen wurde dann ihre große Rolle als Anführer der Menschheit übertragen. Auf diese Weise setzte der Islam für seine Anhänger einen völlig neuen moralischen Maßstab, der auf einem klaren Gewissen und einer reinen gesellschaftlichen Ordnung beruhte.
As the Qur’ān was being revealed, it undertook the process of establishing a new nation out of a great many scattered groups each steeped in their little corners of ignorance. After Islam remoulded their characters, the Muslims were led by the hand to a much higher human standard. They were then assigned their great role as the leaders of mankind. In this way, Islam set a completely new moral standard for its followers, one based on a clear conscience and a pure social set-up.
Sobald die neue muslimische Gemeinschaft diesen Stand erreicht hatte, war ihre Überlegenheit gegenüber der übrigen Menschheit in der persönlichen und gesellschaftlichen Moral ebenso groß wie ihre Überlegenheit in den weltanschaulichen Grundvorstellungen. Die muslimische Gemeinschaft war dann in der Lage, mit Gottes Willen das zu verwirklichen, was Er ihr bestimmt hatte, und ihre Rolle als Hüterin des göttlichen Systems zu übernehmen. So wurde sie zu einer Führerin für die Menschheit, die sie aus der Finsternis ins Licht führte und ihnen eine aufrichtige und fürsorgliche Führung bot.
Once the new Muslim community had attained this standard, its superiority over the rest of mankind in personal and social morality was equal to its superiority in ideological concepts. The Muslim community was then able to accomplish, by God’s will, what He had determined for it, and to assume its role as custodian of the Divine system. It, thus, became a guide for mankind bringing them out of darkness into light, and providing them with an honest and caring leadership.
Die Überlegenheit der sittlichen Maßstäbe macht eine Nation von Natur aus geeignet für die Rolle der Führung. Sie bildet das richtige Fundament, das es dieser Nation ermöglicht, ein höheres Niveau an Zivilisation und wissenschaftlichem Fortschritt zu erreichen und ein besseres wirtschaftliches und politisches System zu entwerfen. Überlegenheit in diesen Angelegenheiten ergibt sich als natürliche Folge überlegener Überzeugungen und sittlicher Werte. Dies ist Teil des natürlichen Gesetzes Gottes, das für Einzelpersonen und Gemeinschaften gleichermaßen gilt.
Superiority of moral standards makes a nation naturally fit for the role of leadership. It provides the right foundation enabling that nation to achieve a higher standard of civilisation and scientific advancement and to formulate a better economic and political system. Superiority in these matters comes as a natural result of superior beliefs and moral values. This is part of God’s natural law which applies to individuals and communities alike.
Keine Kraftausdrücke
No Foul Language
Ein Teil dieses Prozesses der Läuterung des Gewissens, auf individueller und gesellschaftlicher Ebene, wird durch die beiden einleitenden Verse des vorliegenden Abschnitts repräsentiert: „Gott liebt es nicht, dass Böses öffentlich ausgesprochen wird, außer von jemandem, dem wirklich Unrecht getan wurde. Gott hört alles und weiß alles. Ob ihr Gutes offen oder im Verborgenen tut oder anderen das Böse vergebt (das gegen euch begangen wurde), so vergibt Gott wahrlich die Sünde, und Er ist mächtig." (Verse 148-149)
Part of this conscience purification process on individual and social levels is represented by the two opening verses in the present passage: “God does not love evil to be spoken openly unless it be by someone who has been truly wronged. God hears all and knows all. Whether you do good openly or in private, or pardon others for evil (done against you), God indeed absolves sin and He is Powerful.” (Verses 148-149)
Aufgrund seiner Empfindlichkeit muss die Gesellschaft einen angemessenen Maßstab für soziale Moral etablieren. Ein unbedacht gesprochenes Wort und ein Gerücht, das sich nur gegen eine einzige Person richtet, können erheblich schädliche Auswirkungen auf die Gesellschaft als Ganzes, auf ihre Traditionen und Werte haben.
By virtue of its sensitivity, society needs to establish a proper standard of social morality. A word said unwittingly and a rumour intended against only one person may have highly detrimental effects on society as a whole, its traditions, and values.
Sofern es nicht durch das Gewissen und durch die Eigenschaft, die allen Gläubigen gemeinsam ist, nämlich die Furcht vor Gott, gezügelt wird, ist es sehr leicht, böse Worte zu gebrauchen, was zwangsläufig tiefgreifend schädliche Auswirkungen auf die Gesellschaft hat. Es zerstört oft das gegenseitige Vertrauen unter den Menschen und erweckt den allgemeinen Eindruck, dass das Böse zur Gewohnheit geworden ist. Es ermutigt auch diejenigen mit bösen Neigungen, diese offen zur Schau zu stellen. Da sie nicht die Ersten sind, die das Böse beginnen, weil es bereits weit verbreitet ist, brauchen sie sich um keine Reaktion zu sorgen.
Unless checked by conscience and by the quality common to believers, namely, fear of God, it is very easy to use evil language, which inevitably leaves profoundly harmful effects on society. It often destroys mutual confidence among people, giving a general impression that evil has become commonplace. It also encourages those with evil tendencies to bring them out into the open. Since they are not the first to start evil, it already being widespread, they need not worry about any reaction.
Außerdem nimmt die Gewöhnung dem Bösen seine anfängliche Schockwirkung. Die Menschen neigen dazu, ihren Abscheu nicht zu äußern, wenn sie böse Worte hören oder böse Taten sehen, sobald diese weit verbreitet sind. Niemand wird versuchen, ein Übel zu ändern, wenn es alltäglich geworden ist.
Einen Teil verleugnen, alles verleugnen
Deny One Part, Deny All
Die Sure wendet sich dann jenen Menschen zu, die vor dem Aufkommen des Islam Offenbarungen von Gott empfangen haben. Sie spricht danach besonders über die Juden und zu einem späteren Zeitpunkt über die Christen. Es ist allgemein bekannt, dass die Juden offen in bösartigen Worten über Maria und Jesus sprechen. Für das, was sie gegen beide sagen, haben sie nicht die geringste Grundlage. Es ist alles ihre eigene Erfindung. Ihre bösartigen Anschuldigungen werden in diesem Abschnitt erwähnt, der damit an die zwei vorangehenden Verse anknüpft, in denen Gott die Gläubigen anweist, nicht offen Böses zu reden. Der ganze Abschnitt ist Teil des Feldzugs, den der Qur’ān gegen die Feinde der muslimischen Gemeinschaft in Madinah führt. Ähnliche Teile dieses Feldzugs finden sich in dieser Sure und in den beiden ihr vorangehenden. Wir werden nun diesen Feldzug besprechen, so wie er sich in dieser Sure entfaltet.
The sūrah then moves on to speak about those people who received revelations from God prior to the advent of Islam. It then speaks about the Jews in particular and, at a later stage, about the Christians. It is well known that the Jews speak openly in evil terms about Mary and Jesus. They have no basis whatsoever for what they say against them. It is all their own fabrication. Their evil accusations are mentioned in this passage which links it to the two preceding verses in which God orders believers not to speak evil openly. The whole passage is part of the campaign conducted by the Qur’ān against the enemies of the Muslim community in Madinah. Similar parts of this campaign were given in this sūrah and the two preceding it. We will now discuss this campaign as it unfolds in this sūrah.
Diejenigen, die Gott und Seine Gesandten leugnen und zwischen [dem Glauben an] Gott und [dem Glauben an] Seine Gesandten unterscheiden wollen und sagen: „Wir glauben an einige, aber wir leugnen andere", und einen Weg dazwischen beschreiten wollen, das sind in Wahrheit Ungläubige.
Those who deny God and His messengers, and want to make a distinction between [belief in] God and [belief in] His messengers, and say: “We believe in some but we deny others”, and want to pursue a path in-between those, in truth, are unbelievers.
{Wir haben für die Ungläubigen eine demütigende Strafe bereitet. Diejenigen aber, die an Gott und Seine Gesandten glauben und keinen Unterschied zwischen ihnen machen – ihnen wird Er ihren Lohn geben. Und Gott ist Allverzeihend, Barmherzig.} (Verse 150-152)
We have prepared for unbelievers humiliating suffering. As for those who believe in God and His messengers and make no distinction between any of them — to them He will give their reward. God is indeed Much-Forgiving, Merciful. (Verses 150-152)
Die harte Natur der Israeliten
The Hard-hearted Nature Of The Israelites
Nachdem dieser grundlegende Grundsatz des islamischen Glaubens hinsichtlich der Wahrheit des Glaubens und des Unglaubens, der Gesandten Gottes und ihrer Botschaften festgelegt wurde, verweist die Sure nun auf die Haltung, die die Juden bei verschiedenen Gelegenheiten eingenommen haben, und darauf, wie sie offen Böses redeten. Sie verurteilt ihre Einstellung gegenüber dem Propheten ﷺ und seiner Botschaft, insbesondere ihre verstockten Forderungen, ihm Zeichen und Beweise zu verschaffen, die seine Botschaft belegen. Diese Haltung wird mit jener verglichen, die sie gegenüber ihrem eigenen Gesandten, Moses (Friede sei mit ihm), eingenommen hatten, sowie mit ihrer Haltung gegenüber Jesus (Friede sei mit ihm) und seiner Mutter Maria. Ihre Haltung zeigt, dass die Juden über viele Generationen hinweg stets dieselbe Wesensart besessen haben. Der Qur'an spricht von der jüdischen Generation, die sich dem Propheten ﷺ widersetzte, von jener, die sich Jesus widersetzte, und von jener, die sich in der Vergangenheit Moses widersetzte, als einer einzigen Gruppe, und betont auf diese Weise, dass sie alle dieselbe Wesensart teilten.
Having established this basic principle of Islamic faith with regard to the truth of faith and unfaith, God’s messengers and their messages, the sūrah now refers to the attitudes adopted by the Jews on a number of occasions and how they openly spoke evil. It denounces their attitude towards the Prophet and his message, particularly their pigheaded demands asking him to provide them with signs and evidence proving his message. It compares this attitude to the one they adopted towards their own messenger, Moses (peace be upon him), and to their attitude towards Jesus (peace be upon him) and his mother, Mary. Their stance reveals that the Jews have always had the same nature over many generations. The Qur’ān speaks of the Jewish generation which opposed the Prophet and that which opposed Jesus and the one which opposed Moses in the past as one group, in this way emphasising the fact that they all shared the same nature.
Die Leute der früheren Offenbarungen verlangen von dir, dass ihnen ein Buch vom Himmel herabgesandt wird. Sie verlangten von Moses sogar noch Größeres als das, als sie sagten:
The people of earlier revelations ask you to have a book sent down to them from heaven. They asked Moses for something even greater than that, when they said:
„Lass uns Gott mit eigenen Augen sehen!“ Da traf sie der Donnerschlag für dieses ihr Unrecht. Danach nahmen sie das Kalb zur Anbetung an, obwohl ihnen die klaren Beweise der Wahrheit bereits gekommen waren. Doch Wir vergaben ihnen dies, und Wir gaben Moses deutliche Vollmacht. Wir erhoben den Berg Sinai über ihnen als Zeugen für ihren feierlichen Bund.
`Make us see God with our own eyes.” The thunderbolt smote them for this their wrongdoing. After that, they took to worshipping the calf even after clear evidence of the truth had come to them. Yet We pardoned them that, and We gave Moses clear authority. We raised Mount Sinai high above them in witness of their solemn pledge.
Die Wahrheit über die Kreuzigung
The Truth About The Crucifixion
Nachdem die Sure diese prahlerische Behauptung beantwortet hat, fährt sie fort, die Ursachen darzulegen, weshalb ihnen bestimmte Dinge verboten wurden, die ihnen zuvor erlaubt waren, sowie die Vorbereitung einer noch demütigenderen Strafe für sie im Jenseits: „Und wegen ihres Unglaubens und der ungeheuerlichen Verleumdung, die sie gegen Maria aussprechen, und wegen ihres Prahlens: ‚Wir haben den Christus Jesus, den Sohn der Maria, den Gesandten Gottes, getötet.‘“ (Verse 156–157)
Having answered this boastful claim, the sūrah resumes outlining the causes behind their being forbidden certain things which they were previously permitted and the preparation of an even more humiliating punishment for them in the hereafter: “And for their disbelief and the monstrous calumny they utter against Mary, and their boast: ‘We have killed the Christ Jesus, son of Mary, God’s Messenger.’” (Verses 156- 57)
Die Tatsache, dass sie Ungläubige sind, wird jedes Mal erwähnt, wenn eine ihrer bösen Taten genannt wird. Dies wurde bereits im Zusammenhang mit ihrer Tötung von Propheten gegen alles Recht festgestellt. Es versteht sich von selbst, dass kein Prophet jemals zu Recht getötet werden könnte. Es ist lediglich eine Feststellung von Tatsachen, dass die Tötung von Propheten als absolut unrechtmäßig und ungerecht beschrieben wird. Ferner werden sie als Ungläubige bezeichnet im Zusammenhang mit der ungeheuerlichen Lüge, die sie über Maria verbreiteten. Im Wesentlichen beschuldigten sie Maria, die Reine, des Ehebruchs mit Josef dem Zimmermann. Verflucht seien sie. Dann rühmten sie sich, dass sie den Messias getötet und gekreuzigt hätten. Dies verbanden sie mit Spott über seine Aussage, dass er der Gesandte Gottes sei.
The fact of their being unbelievers is referred to every time one of their evil actions is mentioned. This has already been stated in conjunction with their killing of prophets against all right. Needless to say, no prophet could ever be killed rightly. It is merely a statement of fact that the killing of prophets is described as absolutely wrongful and unjust. Again, they are described as unbelievers in conjunction with the monstrous falsehood that they circulated against Mary. Essentially, they accused Mary, the pure, of adultery with Joseph the Carpenter. Accursed are they. They then boasted that they killed the Messiah and crucified him. They coupled this with derision at his statement that he was God’s Messenger.
An dieser Stelle wird der Bericht erneut unterbrochen, um diese Behauptung der Juden zu beantworten und die Wahrheit über Jesus festzustellen: „Sie haben ihn nicht getötet, und sie haben ihn auch nicht gekreuzigt, sondern es schien ihnen nur so. Diejenigen, die über ihn widersprüchliche Ansichten vertreten, sind tatsächlich verwirrt, haben kein wirkliches Wissen darüber und folgen bloßen Vermutungen. Denn gewiss, sie haben ihn nicht getötet. Nein! Gott hat ihn zu Sich erhoben. Gott ist wahrlich Allmächtig, Weise.“ (Verse 157-158)
Handlungen, die eine Strafe nach sich ziehen
Actions Meriting Punishment
Der Qur'ān sagt darüber hinaus noch mehr über Christus, über die Stellung der Menschen früherer Offenbarungen ihm gegenüber und darüber, was sie von ihm glaubten: „Es gibt keinen unter den Leuten der früheren Offenbarungen, der nicht im Augenblick seines Todes an ihn glauben wird, und am Tag der Auferstehung wird er gegen sie Zeugnis für die Wahrheit ablegen.“ (Vers 159)
The Qur’ānic text has still more to say about Christ, the position of the people of earlier revelations towards him and what they believed about him: “There is not one of the people of earlier revelations but will, at the moment of his death, believe in him, and on the Day of Resurrection he will bear witness to the truth against them.” (Verse 159)
Frühe muslimische Gelehrte deuten diesen Vers unterschiedlich, je nachdem, worauf sich in ihrer Auffassung das Pronomen im Ausdruck „sein Tod“ bezieht. Manche vertreten die Ansicht, dass jeder einzelne Angehörige der Völker früherer Offenbarungen unweigerlich an Jesus glauben wird, bevor dieser, also Jesu, stirbt, da er vor dem Tag der Auferstehung auf die Erde zurückkehren werde. Andere Gelehrte vertreten die Auffassung, dass jeder einzelne Angehörige der Völker früherer Offenbarungen vor seinem eigenen Tod an Jesus glauben wird. Das bedeutet, dass ein solcher Mensch, wenn er in den Todeswehen liegt, die Wahrheit erkennen wird, wenn ihm sein eigenes Wissen nicht mehr nützen kann. Wir neigen eher zu dieser zweiten Sichtweise. Sie besagt, dass die Juden, die Jesus verleugnet haben und weiterhin seinen Status leugnen, indem sie behaupten, ihn getötet und gekreuzigt zu haben, dieses Erlebnis haben werden, das ihnen zeigt, dass Jesus wahrhaftig ein Gesandter Gottes war und dass seine Botschaft die Wahrheit war. Sie werden dann an Jesus glauben, aber ihr Glaube wird zu spät kommen, um ihnen noch von Nutzen zu sein. Am Tag der Auferstehung wird Jesus ein Zeuge gegen sie sein.
Early Muslim scholars interpret this verse in different ways, according to the referent, in their view, of the pronoun in the phrase “his death”. Some maintain that every single person of the people of earlier revelations will inevitably believe in Jesus before his, i.e. Jesus’s death, considering that he will be back on earth before the Day of Resurrection. Other scholars maintain that every single one of the people of earlier revelations will, before his own death, believe in Jesus. This means that when this person is in the throes of death, he will be made to see the truth, when his own knowledge will no longer avail him. We are more inclined to take this second view. It means that the Jews who have denied Jesus and continued to deny his status, claiming to have killed and crucified him, will have this experience which tells them that Jesus was truly a messenger from God and that his message was the truth. They will then believe in Jesus but it will be too late for their belief to be of any benefit to them. On the Day of Resurrection, Jesus will be a witness against them.
Der Zweck der Entsendung der Gesandten
The Purpose Of Sending Messengers
Die Sure setzt ihre Auseinandersetzung mit den Menschen früherer Offenbarungen fort, insbesondere in diesem Fall mit den Juden. Sie verurteilt ihre Haltung, besonders ihre Ablehnung der Botschaft des Propheten Muhammad ﷺ und ihre falsche Behauptung, Gott habe ihn nicht als Gesandten gesandt. Sie spricht die Unterscheidung an, die sie zwischen den Gesandten zu ziehen versuchten, und ihre hochmütigen Forderungen nach einem Beweis für diese Botschaft in Form eines Buches, das ihm, Muhammad ﷺ, vom Himmel herab gesandt werde. Diese Sure stellt klar fest, dass die Offenbarung an einen Gesandten nichts Neues oder Befremdliches ist. Vielmehr ist es die übliche Praxis bei allen Gesandten von der Zeit Noahs bis zu der Muhammads ﷺ. Alle wurden als Gesandte gesandt, die frohe Botschaft brachten und eindringliche Warnungen überbrachten. Dies ist ein Ausdruck der göttlichen Barmherzigkeit, die Gott seinen Dienern zuteilwerden lässt, damit sie keinen Vorwand haben, ihren Unglauben zu rechtfertigen. Sie sind vor dem Tag des Gerichts ausreichend gewarnt worden. Alle diese Gesandten wurden zum selben Zweck gesandt und um dieselbe Botschaft zu überbringen. Daher ist der Versuch, zwischen ihnen zu unterscheiden, eine Haltung, die nach Überheblichkeit und Eitelkeit riecht. Wenn Menschen diese Tatsache leugnen, legt Gott gemeinsam mit den Engeln Zeugnis dafür ab. Gott genügt als Zeuge.
The sūrah continues its confrontation with the people of earlier revelations, particularly the Jews in this instance, condemning their attitude, particularly their rejection of the Prophet Muĥammad’s message and their false claim that God did not send him as a Messenger. It refers to the distinction they tried to draw between messengers and their arrogant demands for proof of this message in the form of a book sent to him, Muĥammad, from heaven. This sūrah states clearly that revelation to a messenger is not something new or strange. Indeed, it is the normal practice with all messengers since the time of Noah to that of Muĥammad. All of them have been sent as messengers bringing happy news and delivering strong warnings. This is an aspect of Divine mercy bestowed by God on His servants that they may have no argument to justify their disbelief. They have been amply warned before the Day of Judgement. All these messengers were sent for the same aim, and to convey the same message. Hence, to try to distinguish between them is an attitude smacking of arrogance and conceit. If people deny this fact, God bears witness to it, together with the angels. God is sufficient for a witness.
Wir haben dir Offenbarungen eingegeben, so wie Wir Noah und den Propheten nach ihm Offenbarungen eingegeben haben; wie Wir Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Nachkommen (Jakobs) Offenbarungen eingegeben haben, Jesus, Hiob, Jonas, Aaron und Salomo, und wie Wir David das Buch der Psalmen gegeben haben; und (Wir haben Offenbarungen eingegeben) an Gesandte, von denen Wir dir zuvor berichtet haben, und an Gesandte, von denen Wir dir nicht berichtet haben. Und Gott hat mit Moses unmittelbar gesprochen. Dies waren Gesandte, die frohe Botschaft brachten und warnten, damit die Menschen nach dem Kommen dieser Gesandten gegen Gott keinen Beweisgrund haben. Gott ist allmächtig und weise.
§ Für eine weitere Diskussion über das Attribut des Kalām verweisen wir auf Abschnitt 1.5 von „A Critique of ‘In the Shade of the Qur’ān.’“
§ For further discussion on the Kalām attribute, please refer to section 1.5 of A Critique of ‘In the Shade of the Qur’ān.’
Der menschliche Geist und die göttlichen Botschaften
The Human Mind And Divine Messages
Es muss uns klar sein, dass es nicht Sache des menschlichen Verstandes ist, über die von der Religion aufgestellten Grundsätze zu urteilen. Ebenso können wir mit dem gewöhnlichen menschlichen Denken weder über die Gültigkeit oder Ungültigkeit religiöser Gebote und Verbote urteilen noch entscheiden, ob wir sie annehmen oder ablehnen, nachdem wir ihre Bedeutung ermittelt und festgestellt haben, dass sie von Gott verkündet wurden. Hätte es dem menschlichen Verstand überlassen sein sollen, göttliche Gesetzgebung zurückzuweisen, weil er sie missbilligt oder nicht auf sie eingehen möchte, so hätte niemand dafür bestraft werden dürfen, den göttlichen Glauben abzulehnen, nachdem er erklärt worden war. Der Mensch ist vielmehr verpflichtet, religiöse Lehren anzunehmen, sobald er sie aus einer zuverlässigen Quelle kennengelernt und ihren Gehalt richtig verstanden hat.
It should be clear in our minds that it is not for the human intellect to pass judgement on the principles laid down by religion. Nor can we judge through normal human reasoning the validity or otherwise of religious orders and prohibitions, or indeed decide whether to accept or reject them, after having ascertained their meaning and that they have been proclaimed by God. Had it been up to the human intellect to reject Divine legislation, because it disapproves of them or does not wish to respond to them, no punishment would have been incurred for rejecting the Divine faith after it was explained. Man is, indeed, required to accept religious teachings once he gets to know them through a proper source and has correctly understood their import.
Wenn wir sagen, dass diese Botschaft des Islam den menschlichen Verstand anspricht, meinen wir, dass sie unseren Verstand weckt und uns anleitet, eine angemessene Methode der Beurteilung anzuwenden. Damit ist keinesfalls gemeint, dass es an unserem Verstand liegt, zu entscheiden, ob die Botschaft des Islam richtig oder falsch, annehmbar oder inakzeptabel ist. Liegt uns eine authentische Aussage vor, so gibt sie das Urteil vor, dem zu folgen und das durchzusetzen ist, ganz gleich, ob sie auf den ersten Blick annehmbar oder völlig befremdlich klingt. Wir gebrauchen unseren Verstand, um die Bedeutung einer bestimmten Aussage im Einklang mit den Regeln der Sprache und dem idiomatischen Sprachgebrauch zu erfassen. Ist die Bedeutung einer bestimmten Aussage einmal ermittelt, bleibt sie gültig und verbindlich, weil sie von Gott gegeben ist. Wir können den menschlichen Intellekt nicht als eine Gottheit betrachten, die über das urteilt und entscheidet, was uns von Gott gegeben wurde.
When we say that this message of Islam addresses the human mind, we mean that it awakens our minds and directs us to use a proper method of evaluation. It certainly does not mean that it is up to our minds to judge whether the message of Islam is right or wrong, acceptable or unacceptable. Once we have an authentic statement, it provides the judgement to be obeyed and enforced, whether it sounds immediately acceptable or totally strange. We use our minds to understand the import of a particular statement, in accordance with linguistic rules and idiomatic usage. Once the import of a particular statement is ascertained, it remains valid and enforceable because it is a statement given by God. We cannot consider the human intellect a deity to evaluate and judge what has been given to us by God.
Gottes Argument stark machen
Making God’s Argument
„Wir müssen die Aussage „damit die Menschen nach dem Kommen dieser Gesandten keinen Einwand gegen Gott haben“ (Vers 165) aus einem anderen Blickwinkel betrachten.“
We need to consider from another angle the statement, “so that people may have no argument against God once these messengers had come”. (Verse 165)
Es ist in der Tat eine große Verantwortung, die den Gesandten Gottes übertragen wurde (Friede sei auf ihnen allen) und jenen, die an ihre Botschaften an die Menschheit glauben.
It is indeed a great responsibility which has been assigned to God’s messengers, (peace be upon them all) and those who believe in their messages towards humanity.
Das Schicksal der Menschheit, sowohl in diesem Leben als auch im Jenseits, hängt in erster Linie von den Gesandten und ihren Anhängern ab. Wenn sie diese Botschaft den Menschen überbringen, wie es ihnen auferlegt ist, können die Menschen Lohn und Glück sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits erlangen. Andernfalls leben sie im Elend und verdienen Strafe.
For the destiny of mankind, in both this life and the life to come, depends primarily on the messengers and their followers. If they convey this message to people, as they are required to do, people may achieve reward and happiness in both this world and the next. Otherwise, they live in misery and deserve punishment.
Wenn wir dies als große Verantwortung beschreiben, so treffen wir lediglich eine Feststellung von Tatsachen. Tatsächlich haben Gottes Gesandte gezeigt, dass sie sich der großen Bedeutung ihrer Aufgabeeindringlich bewusst sind. Gott hat ihnen die wahre Natur ihrer Verantwortung vor Augen geführt. Er machte seinem letzten Gesandten deutlich, dass die ihm übertragene Botschaft von gewichtiger Art ist, auf die er sich vorbereiten musste: „O du Eingehüllter, steh [im Gebet] in der Nacht auf, außer einem kleinen Teil, der Hälfte davon, oder verringere es ein wenig davon oder füge etwas hinzu; und rezitiere den Qur'ān ruhig und deutlich, mit einem Geist, der auf seine Bedeutung eingestimmt ist. Wir werden dir eine gewichtige Botschaft übertragen.“ (73: 1-5) „Wir sind es, die diesen Qur'ān Stück für Stück auf dich von oben herabgesandt haben, wahrlich eine Offenbarung von oben herab.
When we describe this as a great responsibility, we are only making a statement of fact. Indeed God’s messengers have shown themselves to be keenly aware of the great importance of their task. God has pointed out to them the true nature of their responsibility. He made it clear to His last Messenger that the message he has been assigned is a weighty one, which he needed to prepare himself for: “O you enwrapped one, keep awake [in prayer] at night, all but a small part of one half of it, or make it a little less than that, or add to it; and recite the Qur’ān calmly and distinctly, with your mind attuned to its meaning. We shall bestow on you a weighty message.” (73: 1-5) “It is We who have bestowed from on high this Qur’ān on you, step by step, truly a bestowal from on high.
Gnade des höchsten Ranges
Grace Of The Highest Type
Bevor wir unsere Ausführungen zu diesem Vers abschließen, wollen wir einen Augenblick innehalten, das Haupt in Anerkennung der Größe Gottes gesenkt: Seines Wissens um den Menschen, Seiner Gerechtigkeit ihm gegenüber sowie der Fürsorge, Barmherzigkeit und Gnade, die Er ihm zuteilwerden lässt, trotz seiner übermäßigen Undankbarkeit.
Before we conclude our comments on this verse, we need to reflect a little with our heads bowed in acknowledgement of God’s greatness, His knowledge of man, His fairness to him, as well as the care, mercy and grace He extends to him, despite his excessive ingratitude.
Lassen Sie uns zunächst einen Moment über Gottes umfassendes und vollkommenes Wissen um den Menschen nachdenken, über seine Fähigkeiten und Möglichkeiten sowie über seine angeborene Anfälligkeit, der Rechtleitung zu folgen oder irrezugehen. Auf der Grundlage Seines Wissens um den Menschen hat Gott ihn nicht seinem Verstand überlassen, der das große Geschenk ist, das Er ihm gegeben hat, und der ihm vorschreiben mag, was er tun soll, obwohl dieser zahlreiche und deutliche Hinweise liefert, die den Weg zum Glauben weisen. Gott weiß, dass dieses große Werkzeug, das Er dem Menschen zur Verfügung gestellt hat, von den Begierden des Menschen beeinflusst werden kann, und dass die Hinweise, die Er überall am Horizont und in dem Menschen selbst angebracht hat, dem Menschen verborgen bleiben können, absichtlich oder aus Unwissenheit. Daher macht Er den Verstand des Menschen nicht dafür verantwortlich, der rechten Leitung zu folgen oder sich von ihr abzuwenden, bis Er sie ihm durch Seine Gesandten deutlich gemacht hat. Ferner wird dem Menschen selbst nach einer solch klaren Botschaft nicht die Aufgabe übertragen, eine Lebensweise zu erdenken. Ihm obliegt vielmehr die Umsetzung der Lebensweise, die Gott festgelegt hat. Darüber hinaus hat Gott dem Menschen eine weite Herrschaft gegeben, damit er damit tun kann, was immer er möchte, sie verändern, wie es ihm gefällt, und sie so analysieren, wie er es wünscht.
Let us first reflect for a moment on God’s thorough and perfect knowledge of man, his capabilities and potentials, as well as his inherent susceptibility to follow guidance or to go astray. It is on the basis of His knowledge of man that God has not left him to what his mind, the great gift He has given him, may dictate, even though it makes numerous and clear indicators which point out the way to faith. God knows that this great tool He has placed at man’s disposal may be influenced by man’s desires and that the indicators He has placed all over the horizon and within man himself may be screened from man, deliberately or through ignorance. Therefore, He does not hold man’s intellect responsible for following right guidance or for turning away from it until He has made it clear to him through His messengers. Moreover, even after such a clear message has been given, the task of devising a way of life is not assigned to man. What he is assigned is the implementation of the way of life laid down by God. Beyond that, God has given man a vast dominion to do with it whatever he likes, changing it as he pleases, and analysing it the way he wishes.
Der Allerhöchste Zeuge
The Supreme Witness
Was wir bisher gesagt haben, genügt, um die klaren Empfindungen zu erklären, die die Aussage des Qur'ān hervorruft: „[Diese] waren Gesandte, die gesandt wurden, um frohe Botschaft zu bringen und zu warnen, damit die Menschen nach dem Kommen dieser Gesandten kein Argument gegen Gott haben. Gott ist Allmächtig, Weise." (Vers 165) Wir werden nun mit unserem Kommentar zum übrigen Teil dieses Abschnitts fortfahren.
What we have said so far is sufficient to explain the clear feelings generated by the Qur’ānic statement: “[These] were messengers sent to bring good news and to give warning, so that people may have no argument against God once these messengers (had come). God is Almighty, Wise.” (Verse 165) We will now proceed with our commentary on the rest of this passage.
Doch Menschen können jene Botschaft aus verschiedenen Gründen ablehnen. Menschen, die früher Offenbarungen von Gott durch frühere Propheten empfangen haben, mögen die letzte Botschaft ablehnen, die Muhammad ﷺ gegeben wurde, obwohl sie demselben Muster folgt: der Entsendung von Gesandten, die frohe Kunde an Gottes Diener bringen und sie vor Unglauben warnen. Diejenigen, die frühere Offenbarungen empfangen haben, glauben an die Gesandten, die vor Muhammad ﷺ gesandt wurden: Die Juden erkannten alle Gesandten an, die vor Jesus kamen, Friede sei mit ihm, und die Christen erkannten all diese ebenso an sowie Jesus, dem sie eine göttliche Natur zuschreiben, wie später erläutert wird. Gott tröstet den Propheten ﷺ, indem Er ihn anspricht, dass er einer solchen Ablehnung begegnet: „Wie dem auch sei, Gott selbst bezeugt die Wahrheit dessen, was Er dir von oben herab offenbart hat: Mit Seinem Wissen hat Er es von oben herab offenbart; und auch die Engel bezeugen dies; doch Gott genügt als Zeuge.“ (Vers 166)
People however may deny that message for different reasons. People who have received earlier revelations from God through earlier prophets may deny the final message given to Muĥammad (peace be upon him), although it follows the same pattern of sending messengers to bring happy news to God’s servants and to warn them against disbelief. Those who received earlier revelations believe in the messengers who were sent before Muĥammad: the Jews acknowledged all messengers who came before Jesus (peace be upon him) and the Christians acknowledged all these as well as Jesus, to whom they attribute a Divine nature, as will be explained later. Addressing the Prophet, God consoles him for facing such rejection: “However it be, God [Himself] bears witness to the truth of what He has bestowed from on high to you: with His knowledge He bestowed it from on high; and the angels also bear witness to that; although God is sufficient as a witness.” (Verse 166)
Dieses Zeugnis von Gott und den Engeln, von denen einige damit betraut waren, die Botschaft an Muhammad ﷺ zu überbringen, macht all das zunichte, was jene vorbringen mögen, die behaupten, früheren Offenbarungen zu folgen. Welche Bedeutung haben sie noch, wenn Gott Selbst Sein Zeugnis gibt und die Engel dasselbe tun? Gewiss genügt Gottes Zeugnis allein. Dieses Zeugnis, das zu diesem Zeitpunkt kam, war für den Propheten ﷺ ein Trost angesichts des hartnäckigen Widerstands der Juden gegen seine Botschaft und ihrer Ränkespiele gegen sie. Es gab auch den frühen Muslimen in Madinah Zuversicht, die sich den entschlossenen Angriffen der Juden gegenübersahen, deren Ausmaß durch die Kampagne belegt wird, die im Qur'ān gestartet wurde, um sie abzuwehren.