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Al-A'rāf (Die Höhen) | Rückfall in einen Zustand der Unwissenheit 138-171
Al-a`rāf (the Heights) | Relapse Into A State Of Ignorance 138-171
by Sayyid Qutb40 min readViewed 178 times
Wir ließen die Kinder Israels das Meer durchqueren; und dann kamen sie zu Leuten, die sich dem Dienst an einigen ihrer Götzenbilder hingaben.
We led the Children of Israel across the sea; and thereupon they came upon people who were dedicated to the worship of some idols of theirs.
Sie sagten: „Mose, mach uns einen Gott, so wie sie Götter haben.“ Er antwortete:
Said [the Children of Israel]: “Moses, set up a god for us like the gods they have.” He replied:
„Ihr seid fürwahr ein unwissendes Volk. (138)
“You are indeed an ignorant people. (138)
„Was diese Menschen betrifft: Ihr Vorgehen wird unweigerlich zum Verderben führen, und wertlos ist alles, was sie getan haben.“ (139)
As for these people: their method will inevitably lead to destruction, and worthless is all that they have been doing.” (139)
Und er sagte: „Soll ich für euch eine andere Gottheit suchen als Gott, obwohl Er euch vor allen anderen Menschen bevorzugt hat?“ (140)
[And] he said: “Am I to seek for you a deity other than God, although He has favoured you above all other people?” (140)
Wir haben euch tatsächlich vor dem Volk des Pharao gerettet, das euch grausam unterdrückte: Es tötete eure Söhne und ließ eure Frauen am Leben. Darin lag gewiss eine gewaltige Prüfung von eurem Herrn. (141)
We have indeed saved you from Pharaoh’s people, who oppressed you cruelly: they slew your sons and spared your women. Surely that was an awesome trial from your Lord. (141)
„Wir hatten Moses dreißig Nächte bestimmt und fügten ihnen zehn weitere hinzu, sodass die von seinem Herrn festgesetzte Frist von vierzig Nächten vollendet war. Moses sprach zu seinem Bruder Aaron: ‚Vertritt mich bei meinem Volk, handle recht und folge nicht dem Weg derer, die Unheil stiften.‘ (142)"
We appointed for Moses thirty nights, to which We added ten, whereby the term of forty nights set by His Lord was complete. Moses said to his brother Aaron: “Take my place among my people and act righteously. Do not follow the path of those who spread corruption.” (142)
Als Mose zu Unserem Termin kam und sein Herr zu ihm sprach, sagte er: „Mein Herr, zeige Dich mir, damit ich Dich anschauen kann.“ Sprach [Gott]: „Du wirst Mich nicht sehen. Doch schau auf den Berg; wenn er an seinem Platz fest bleibt, dann, und nur dann, wirst du Mich sehen.“ Als sein Herr Seine Herrlichkeit dem Berg offenbarte, ließ Er ihn krachend zusammenstürzen. Mose fiel ohnmächtig nieder. Als er wieder zu sich kam, sprach er: „Grenzenlos bist Du in Deiner Herrlichkeit. Zu Dir kehre ich reuevoll um. Ich bin der Erste, der wahrhaft an Dich glaubt.“ (143)
When Moses came for Our appointment and his Lord spoke to him, he said: “My Lord, show Yourself to me, so that I may look at You.” Said [God] : “You shall not see Me. But look upon the mountain; if it remains firm in its place, then, only then, you shall see Me.” When his Lord revealed His glory to the mountain, He sent it crashing down. Moses fell down senseless. When he came to himself, he said: “Limitless You are in Your glory. To You I turn in repentance. I am the first to truly believe in You.” (143)
Er sprach: „O Mose, Ich habe dich vor allen Menschen auserwählt und dich ausgezeichnet, indem Ich dir Meine Botschaften anvertraut und mit dir gesprochen habe.
He said: “Moses, I have chosen you of all mankind and favoured you by entrusting My messages to you and by My speaking to you.
„Nehmt dann, was Ich euch gegeben habe, und seid dankbar.“ (144)
Take then what I have given you and be thankful.” (144)
Wir schrieben ihm auf die Tafeln Ermahnung in allen Dingen und Erklärung von allem, und (sagten zu ihm): „Halte sie mit Kraft und Entschlossenheit fest, und befiehl deinem Volk, das Beste darin zu befolgen. Ich werde euch die Wohnstätte der Frevler zeigen.“ (145)
We wrote for him on the tablets all manner of admonition, clearly spelling out everything, and (said to him): “Implement them with strength and determination, and bid your people to observe what is best in them. I shall show you the abode of the transgressors. (145)
„Ich werde jene von Meinen Offenbarungen abwenden, die ohne jedes Recht auf der Erde hochmütig sind; denn selbst wenn sie jedes Zeichen sehen, glauben sie nicht daran. Sehen sie den Weg der Rechtschaft, so wollen sie ihm nicht folgen; sehen sie aber den Weg des Irrtums, so wählen sie ihn zu ihrem Weg, weil sie Unsere Offenbarungen für unglaubwürdig halten und achtlos an ihnen vorübergehen.“ (146)
“I will turn away from My revelations those who, without any right, behave arrogantly on earth: for, though they may see every sign, they do not believe in it. If they see the path of righteousness, they do not choose to follow it, but if they see the path of error, they choose it for their path; because they disbelieve in Our revelations and pay no heed to them. (146)
„Diejenigen, die Unsere Offenbarungen und die Gewissheit der Begegnung im Jenseits leugnen, deren Werke werden alle hinfällig. Werden sie für etwas anderes belohnt als für das, was sie getan haben?“ (147)
“Those who deny Our revelations and the certainty of the meeting in the hereafter will see all their works collapse. Are they to be rewarded for anything other than what they have done?’ (147)
In seiner Abwesenheit nahm das Volk des Moses die Anbetung eines Kalbsbildes auf, das aus ihrem Schmuck gefertigt war und ein Brüllen von sich gab. Sahen sie denn nicht, dass es weder zu ihnen sprechen noch ihnen den Weg weisen konnte? Dennoch nahmen sie es zum Gegenstand ihrer Anbetung, denn sie waren Frevler. (148)
In his absence, the people of Moses took to the worship of the effigy of a calf made of their ornaments, which gave a lowing sound. Did they not see that it could neither speak to them nor give them any guidance? Yet they took to worshipping it, for they were evildoers. (148)
Als sie später von Reue ergriffen wurden und erkannten, dass sie in die Irre gegangen waren, sprachen sie: „Wenn unser Herr sich nicht unser erbarmt und uns nicht vergibt, werden wir gewiss zu den Verlierern gehören.“ (149)
When they were later afflicted with remorse, having realized that they had gone astray, they said: “If our Lord does not have mercy on us and forgive us, we shall certainly be losers.” (149)
Als Mose zu seinem Volk zurückkehrte, voller Zorn und Trauer, sprach er: „Welch übles Werk habt ihr in meiner Abwesenheit getan! Habt ihr etwa die Anordnung eures Herrn übereilen wollen?“ Er warf die Tafeln nieder und packte seinen Bruder am Kopf und zog ihn zu sich heran. Da rief Aaron: „Sohn meiner Mutter, das Volk hielt mich für schwach, und sie hätten mich beinahe getötet. Lass unsere Feinde nicht über mein Leid frohlocken und zähle mich nicht zu den Frevlern.“ (150)
When Moses returned to his people, full of wrath and sorrow, he said: “What an evil thing you have done in my absence! Have you tried to hurry up your Lord’s command?” He put down the tablets and, seizing his brother by the head, he pulled him to himself. Cried Aaron, “Son of my mother, the people felt I was weak and they almost killed me. Do not let our enemies rejoice over my affliction, and do not count me among the evil-doing folk.” (150)
Er sprach: „Mein Herr, vergib mir und meinem Bruder, und lass uns in Deine Barmherzigkeit eingehen; denn Du bist der Barmherzigste der Barmherzigen.“ (151)
Said [Moses]: “My Lord, forgive me and my brother, and admit us to Your grace: for You are indeed the most merciful of those who are merciful.” (151)
Gewiss wird Zorn von ihrem Herrn und Schmach im diesseitigen Leben jene treffen, die sich das Kalb zur Anbetung nahmen. So vergelten Wir denen, die Lügen erdichten.
Those who took to worshipping the calf have surely incurred their Lord’s wrath, and disgrace [will be their lot] in this life. Thus do We reward those who invent falsehood. (152)
Aber diejenigen, die Böses tun und danach bereuen und wahrhaftig glauben, für die wird dein Herr nach dieser Reue gewiss Allvergebend, Barmherzig sein.
But those who do evil deeds and, later repent and truly believe will surely, after such repentance, find your Lord to be much-forgiving, most merciful.
(153)
(153)
Als sich sein Zorn gelegt hatte, nahm Musa die Tafeln auf, auf denen eine Schrift der Rechtleitung und Barmherzigkeit für jene stand, die ihren Herrn fürchten. (154)
Then when his wrath had subsided, Moses took up the tablets, upon which was inscribed a text of guidance and grace to those who stood in awe of their Lord. (154)
Mose wählte aus seinem Volk siebzig Männer aus, damit sie zu einer von Uns festgesetzten Zeit kämen. Als sie dann von heftigem Beben ergriffen wurden, sprach er: „Mein Herr, hättest Du es gewollt, Du hättest sie und auch mich schon früher vernichten können. Willst Du uns vernichten um dessen willen, was die Törichten unter uns getan haben? Dies ist nur eine Prüfung, die Du verhängt hast, durch die Du in die Irre gehen lässt, wen Du willst, und recht leitest, wen Du willst. Du allein bist unser Beschützer. So gewähre uns Vergebung und erbarme Dich unser. Du bist der Beste aller Vergebenden.“ (155)
Moses chose out of his people seventy men to come at a time set by Us. Then, when they were seized by violent trembling, he said: “My Lord, had it been Your will, You could have destroyed them, and myself too, long ago. Would You destroy us because of what the weak-minded among us have done? This is only a trial You have ordained, whereby You allow to go astray whom You will, and You guide aright whom You will. You alone are our guardian: grant us, then, forgiveness and bestow mercy on us. You are the best of all those who do forgive. (155)
„Bestimme für uns das Gute, sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits. Zu Dir allein kehren wir zurück.“ [Gott] antwortete: „Ich bestrafe, wen Ich will, mit Meiner Strafe, doch Meine Barmherzigkeit umfasst alle Dinge; so werde Ich sie denen gewähren, die sich vom Bösen fernhalten, Almosen geben und an Unsere Zeichen glauben—“ (156)
Ordain for us what is good, both in this world and in the life to come. To You alone we turn.” [God] answered: “I afflict anyone I wish with My torment while My grace encompasses all things; so I will confer it on those who steer away from evil, and spend in charity, and who believe in Our signs— (156)
„… jene, die dem Gesandten folgen, dem unlesenden Propheten, den sie in der Tora und im Evangelium, die bei ihnen sind, beschrieben finden. Er gebietet ihnen das Rechte und verbietet ihnen das Unrechte, und er erlaubt ihnen die guten Dinge des Lebens und verbietet ihnen alles, was schlecht ist. Er nimmt ihnen ihre Lasten und die Fesseln ab, die auf ihnen liegen. Diejenigen nun, die an ihn glauben, ihn ehren und unterstützen und dem Licht folgen, das durch ihn von oben herab gesandt wurde, die werden gewiss erfolgreich sein.“ (157)
those who follow the Messenger, the unlettered Prophet whom they shall find described in the Torah and the Gospel that are with them. He commands them to do what is right and forbids them to do what is wrong, and makes lawful to them the good things of life and forbids them all that is foul. He lifts from them their burdens and the shackles that weigh upon them. Those, therefore, who believe in him, honour and support him, and follow the light that has been bestowed from on high through him shall indeed be successful.” (157)
Sprich: Ihr Menschen, ich bin wahrlich der Gesandte Gottes an euch alle. Ihm gehört die Herrschaft über die Himmel und die Erde. Es gibt keine Gottheit außer Ihm. Er allein gibt Leben und bringt den Tod. So glaubt an Gott und an Seinen Gesandten, den unlesenden Propheten ﷺ, der an Gott und Seine Worte glaubt. Und folgt ihm, damit ihr rechtgeleitet werdet. (158)
Say: Mankind, I am indeed God’s Messenger to you all. It is to Him that sovereignty over the heavens and the earth belongs. There is no deity other than Him. He alone grants life and causes death. Believe, then, in God and His Messenger, the unlettered Prophet, who believes in God and His words. And follow him, so that you may be rightly guided. (158)
Unter dem Volk Mose gibt es jedoch manche, die mit der Wahrheit recht leiten und gemäß ihr gerecht handeln. (159)
Yet among the folk of Moses there are some who guide (others) by means of the truth and act justly in its light. (159)
Wir teilten sie in zwölf Stämme, jeden als eine Gemeinschaft. Und als sein Volk Mose um Wasser zum Trinken bat, offenbarten Wir ihm: „Schlag mit deinem Stab auf den Felsen.“ Da brachen daraus zwölf Quellen hervor, und jeder Stamm kannte seine Tränkstelle.
We divided them into twelve tribes, each a community. And when his people asked Moses for water to drink, We inspired him: “Strike the rock with your staff.” Twelve springs gushed forth from it, and each tribe knew its drinking- place.
Wir ließen Wolken über sie Schatten werfen und sandten ihnen Manna und Wachteln herab, [indem Wir sprachen]: „Esset von den guten Dingen, die Wir euch als Versorgung gegeben haben.“ Doch sie haben Uns kein Unrecht getan, sondern sie haben sich selbst Unrecht getan.
We caused the clouds to draw their shadow over them and sent down for them manna and quails, [saying]: “Eat of the good things We have given you as sustenance.” Yet they could do Us no wrong, but they certainly wronged themselves.
(160)
(160)
Zu ihnen wurde gesagt: „Wohnt in dieser Stadt und esst von ihrer Nahrung, soviel ihr wollt, und sprecht: ‚Herr, nimm uns unsere Last ab‘, und tretet demütig durch das Tor ein. Wir werden euch eure Sünden vergeben, und wir werden denen, die Gutes tun, reichlich belohnen.“ (161)
It was said to them: “Dwell in this city and eat of its food whatever you may wish, and say: “Lord, relieve us of our burden,” and enter the gate in humility. We will forgive you your sins, and We will richly reward those who do good.” (161)
Doch die Frevler unter ihnen ersetzten die Worte, die ihnen gesagt worden waren, durch andere.
But the wrongdoers among them substituted other words for those which they had been given.
Darum ließen Wir gegen sie eine Plage vom Himmel los zur Vergeltung für ihr Unrecht.
Therefore We let loose against them a scourge from heaven in requital for their wrongdoing.
(162)
(162)
Frag sie nach der Stadt, die am Meer lag:
Ask them about the town which stood by the sea:
wie ihr Volk den Sabbat entweiht hat. An jedem Sabbat erschienen ihre Fische vor ihnen, indem sie die Wasseroberfläche durchbrachen, doch an anderen Tagen als dem Sabbat kamen sie ihnen nicht nahe. So prüften Wir sie wegen ihres Ungehorsams. (163)
how its people profaned the Sabbath. Each Sabbath their fish appeared before them breaking the water’s surface, but they would not come near them on other than Sabbath days. Thus did We try them because of their disobedience. (163)
Als einige unter ihnen fragten: „Warum predigst du Leuten, die Gott gewiss vernichten oder zumindest streng bestrafen wird?“, antworteten [die anderen]:
When some among them asked: “Why do you preach to people whom God is certain to destroy, or at least to punish severely?” [others] replied:
„Damit wir vor deinem Herrn von Vorwurf frei sind und damit sie gottesfürchtig werden.“ (164)
“So that we may be free from blame in the sight of your Lord, and that they may become Godfearing.” (164)
Als sie all die Ermahnungen vergessen hatten, die ihnen zuteilgeworden waren, retteten Wir jene, die das Böse zu verhindern versucht hatten, und überwältigten die Frevler mit einer furchtbaren Strafe für ihre sündhaften Taten.
When they had forgotten all the warnings they had been given, We saved those who had tried to prevent evil, and overwhelmed the transgressors with dreadful suffering for their iniquitous deeds.
(165)
(165)
Und als sie hochmütig darauf beharrten, das zu tun, was ihnen verboten worden war, sagten Wir zu ihnen:
And when they insolently persisted in doing what they had been forbidden to do, We said to them:
„Werdet zu verachtenswerten Affen.“ (166)
“Turn into despicable apes.” (166)
Dann verkündete dein Herr, dass Er gewiss Menschen gegen sie erheben werde, die sie grausam unterdrücken würden bis zum Tag der Auferstehung.
Then your Lord declared that He would most certainly raise against them people who would cruelly oppress them till the Day of Resurrection.
Dein Herr ist gewiss schnell im Strafen, doch Er ist auch gewiss allvergebend und barmherzig. (167)
Your Lord is swift indeed in His retribution, yet He is certainly much forgiving, merciful. (167)
Wir haben sie über die Erde verstreut als eigenständige Gemeinschaften; einige von ihnen waren rechtschaffen, und andere waren weit davon entfernt. Und Wir prüften sie mit Segnungen und Widrigkeiten, damit sie umkehren mögen. (168)
We dispersed them all over the earth as separate communities; some of them were righteous, and some far from that, and We tried them with blessings and misfortunes, so that they might mend their ways. (168)
Nach ihnen kamen Generationen, die das Buch erbten. Doch diese sind begierig nach den vergänglichen Genüssen dieser niederen Welt und sagen: „Wir werden vergeben werden.“ Sollten ihnen ähnliche Genüsse zuteilwerden, würden sie gewiss danach trachten, sich ihnen hinzugeben. Haben sie sich nicht durch die Schrift feierlich verpflichtet, über Gott nichts als die Wahrheit zu sagen? Und haben sie nicht gründlich studiert, was in [der Schrift] steht? Gewiss ist das Leben im Jenseits besser für alle, die gottesfürchtig sind. Wollt ihr denn nicht eure Vernunft gebrauchen? (169)
They were succeeded by generations who inherited the Book. Yet these are keen to enjoy the fleeting pleasures of this lower world and say, “We shall be forgiven.” Should some similar pleasures come their way, they would certainly be keen to indulge them. Have they not solemnly pledged through their Scriptures to say nothing but the truth about God? And have they not studied well what is in [the Scriptures]? Surely the life in the hereafter is better for all who are God-fearing. Will you not use your reason? (169)
Denjenigen aber, die sich an die Schrift festhalten und das Gebet verrichten, werden Wir gewiss den Lohn der Rechtschaffenen nicht vorenthalten. (170)
As for those who hold fast to the Scriptures and attend regularly to their prayers, We shall not fail to reward those who enjoin the doing of what is right. (170)
Wir ließen den Berg über ihnen schweben, als wäre er ein Schatten, und sie glaubten, er werde auf sie herabstürzen. {Wir sprachen: Haltet fest an dem, was Wir euch gegeben haben, mit aller Kraft, und gedenkt dessen, was darin enthalten ist, damit ihr gottesfürchtig werdet.} (171)
We suspended the mountain over them as if it were a shadow, and they thought that it would fall down on them [We said]: Hold fast with all your strength to what We have given you and bear in mind all that it contains, so that you may remain God- fearing. (171)
Vorschau
Preview
Dieser Abschnitt behandelt einen neuen Abschnitt in der Geschichte von Mose und den Kindern Israels, nachdem Gott sie vor ihrem Feind gerettet hat. Im vorherigen Abschnitt sehen wir, wie Pharao und sein Volk im Meer ertranken und alles, was sie getan und gebaut hatten, zerstört wurde. In dieser Episode stellt sich Mose nicht der Tyrannei des Pharaos und seines Volkes entgegen, denn dieser Kampf ist vorbei. Er führt einen anderen Kampf, der länger und erbitterter sein mag. Er kämpft gegen das menschliche Selbst. Spuren von Unwissenheit und Erniedrigung wirkten noch immer auf die Natur der Kinder Israels ein und ließen in ihrer Haltung Charakterzüge von Arglist, Grausamkeit, Feigheit und Schwäche zutage treten. Diese Eigenschaften müssen die menschliche Natur notwendigerweise schädigen, denn nichts verdirbt die menschliche Natur mehr, als lange Zeit unter Tyrannei zu leben und in einer Atmosphäre von Schrecken und Furcht, die die Menschen zwingt, zu listigen Ränken zu greifen, um Schwierigkeiten zu vermeiden.
This passage discusses a new episode in the history of Moses and the Children of Israel, after God has saved them from their enemy. In the previous passage we see how Pharaoh and his people were drowned in the sea and all that they had done and built was destroyed. In this episode, Moses does not confront the tyranny of Pharaoh and his people, for that battle is over. He fights a different sort of battle, which may be longer and more ferocious. He is fighting against the human self. Traces of ignorance and humiliation still had their effects on the nature of the Children of Israel, allowing traits of deviousness, cruelty, cowardice and weakness to reveal themselves in their attitude. These traits are bound to take their toll on human nature, because nothing corrupts human nature more than living for a long while under tyranny and in an atmosphere of terror and fear that compels people to resort to devious scheming in order to avoid trouble.
Die Kinder Israels lebten über lange Zeit unter dieser Art von Leid. Sie ertrugen eine Schreckensherrschaft, verbunden mit dem götzendienerischen Glauben des Pharaos. Anfangs tötete der Pharao ihre Söhne, verschonte aber ihre Frauen. Als diese Art brutaler Tyrannei nachließ, wich sie lediglich einem Leben voller Erniedrigung und Unterwerfung. Ein langes Leben unter diesen Bedingungen musste zwangsläufig ihr Wesen verderben, sie zu falschen Vorstellungen führen und mit Feigheit und grausamer Verbitterung erfüllen. Ausgestattet mit der feinen Einsicht, die Gott seinen besten Dienern gewährt, erkannte `Umar ibn al-Khaţţāb die Wechselwirkungen der menschlichen Natur, als er jenen, die er als Statthalter verschiedener Provinzen einsetzte, seine Anweisungen gab, sie ermahnte, gut für ihre Untertanen zu sorgen, und sagte: „Schlagt sie nicht, denn das würde sie erniedrigen.“ Er erkannte, dass eine körperliche Züchtigung Menschen leicht erniedrigt. Sein islamischer Glaube verlangte von ihm, sicherzustellen, dass Menschen, die unter einer islamischen Regierung leben, ihre Würde bewahren können.
Gottes Gunstbezeigungen mit Füßen treten
Trampling Over God’s Favours
Wir ließen die Kinder Israels das Meer überqueren; und sie kamen zu einem Volk, das sich dem Dienst einiger seiner Götzenbilder verschrieben hatte. Da sagten sie:
We led the Children of Israel across the sea; and thereupon they came upon people who were dedicated to the worship of some idols of theirs. Said [the Children of Israel]:
„Mose, mach uns einen Gott, wie sie Götter haben.“ Er antwortete: „Ihr seid wahrlich ein unwissendes Volk. Was diese Leute betrifft: Ihr Vorhaben wird unweigerlich zum Verderben führen, und wertlos ist alles, was sie getan haben.“ {Und er sprach: „Soll ich euch einen anderen Gott suchen als Gott, obwohl Er euch vor allen anderen Völkern begünstigt hat?“} {Wir haben euch wahrlich vor dem Volk Pharaos gerettet, das euch grausam unterdrückte: Sie erschlugen eure Söhne und ließen eure Frauen leben. Gewiss, das war eine gewaltige Prüfung von eurem Herrn.}
“Moses, set up a god for us like the gods they have.” He replied: “You are indeed an ignorant people. As for these people: their method will inevitably lead to destruction, and worthless is all that they have been doing. “[And] he said: `Am I to seek for you a deity other than God, although He has favoured you above all other people?” We have indeed saved you from Pharaoh’s people, who oppressed you cruelly: they slew your sons and spared your women. Surely that was an awesome trial from your Lord.
(Verse 138-141)
(Verses 138-141)
Dieses Bild der Kinder Israels nach der Überquerung des Meeres ist die siebte Szene in dieser Geschichte. Wir sehen hier deutlich die abweichende, unverbesserliche Natur jener Menschen, die von ihrer langen Geschichte belastet waren. Es ist noch nicht lange her, dass sie unter dem heidnischen Joch des Pharaos und seines Volkes grausamer Unterdrückung ausgesetzt waren. Kurz zuvor wurden sie durch ihren Propheten und Anführer Moses im Namen Gottes, des einzigen Herrn des Universums, aus dieser Unterdrückung befreit; Er vernichtete ihren Feind und ließ das Meer für sie sich teilen, sodass sie hindurchziehen konnten. Doch kaum hatten sie das Meer überquert, da stießen sie auf heidnische Menschen, die dem Dienst an Götzenbildern ergeben waren. In diesem Augenblick baten sie Moses, den vom Herrn des Universums gesandten Propheten, der zur Hingabe an den einen Gott aufrief, ihnen eine Gottheit zu schaffen, die sie anbeten könnten. „Wir führten die Kinder Israels über das Meer; und sogleich kamen sie zu einem Volk, das sich dem Dienst an einigen seiner Götzenbilder verschrieben hatte. Sie sprachen: ‚Moses, mache uns einen Gott, so wie sie Götter haben.‘“ (Vers 138)
This picture of the Children of Israel after having crossed the sea is the seventh scene in this story. We clearly see here the deviant, incorrigible nature of those people encumbered by their long history. It has not been long since they were subjected to cruel oppression under the paganism of Pharaoh and his people. A short while earlier, they were saved from that oppression at the hands of their Prophet and leader, Moses, in the name of God, the only Lord in the universe, who destroyed their enemy and parted the sea for them to cross. Yet hardly had they crossed the sea than they came upon pagan people, dedicated to the worship of idols. At that moment, they asked Moses, the Prophet sent by the Lord of the universe preaching self-surrender to the One God, to set up for them a deity to worship. “We led the Children of Israel across the sea; and thereupon they came upon people who were dedicated to the worship of some idols of theirs. Said [the Children of Israel]: ‘Moses, set up a god for us like the gods they have.’” (Verse 138)
Ein Termin beim Höchsten Herrn
An Appointment with the Supreme Lord
Nun wollen wir Zeuge der achten Szene der Geschichte werden, in der sich Moses auf eine Begegnung mit seinem großen Herrn in diesem Leben vorbereitet. Bevor er zu dieser Begegnung aufbricht, gibt er seinem Bruder, dem Propheten Aaron, konkrete Anweisungen: „Wir bestimmten für Moses dreißig Nächte, und Wir vervollständigten sie mit zehn weiteren, so dass die von seinem Herrn festgesetzte Frist von vierzig Nächten vollendet war. Moses sagte zu seinem Bruder Aaron: ‚Vertritt mich unter meinem Volk, handle rechtschaffen und folge nicht dem Weg derer, die Unheil stiften.‘“ (Vers 142)
Now we move on to witness the eighth scene in the story when Moses is preparing himself for a meeting with his great Lord in this life. He gives specific instructions to his brother, the Prophet Aaron, before he leaves for that meeting: “We appointed for Moses thirty nights, to which We added ten, whereby the term of forty nights set by His Lord was complete. Moses said to his brother Aaron: `Take my place among my people and act righteously. Do not follow the path of those who spread corruption.’” (Verse 142)
Die erste Etappe des Auftrags, der Moses übertragen worden war, war abgeschlossen. Er hatte die Kinder Israels aus einem Leben voller Leid, Erniedrigung und Unterdrückung durch den Pharao und sein Volk befreit. Er zog mit ihnen aus dem Land der Tyrannei und Erniedrigung hinaus in die offene Wüste, auf dem Weg zum Heiligen Land. Sie waren jedoch noch nicht bereit, die große Aufgabe zu übernehmen, die auf sie wartete, nämlich die Umsetzung des Gesetzes Gottes auf Erden. Wir haben gesehen, wie sie wieder zum Heidentum zurückkehren wollten, als sie eine Gruppe von Menschen sahen, die sich der Verehrung ihrer Götzen widmete.
The first stage of the mission assigned to Moses had been completed. He had saved the Children of Israel from a life of affliction, humiliation and subjugation by Pharaoh and his people. He crossed over with them from the land of tyranny and humiliation into the open desert, on the way to the Holy Land. They, however, were not yet prepared to undertake the great task awaiting them, which was the implementation of God’s law on earth. We have seen how they wanted to revert to paganism once they saw a group of people dedicated to the worship of their idols.
Der Glaube, den Moses predigte und der auf der absoluten Einheit Gottes gründete, geriet in ihren Herzen schon nach kurzer Zeit ins Wanken. Diese Menschen brauchten eine ausführliche Botschaft, um sie auf die bevorstehenden Verantwortungen vorzubereiten. Gerade um Moses diese ausführliche Botschaft zu geben, bestimmte Gott jene Nächte für ihn. Die Verabredung sollte auch Moses selbst auf die große Begegnung vorbereiten, die vor ihm lag.
The faith preached by Moses, based on God’s absolute oneness, was shaken in their hearts after only a short while. It was necessary for those people to have a detailed message to prepare them to shoulder their forthcoming responsibilities. It was to give Moses that detailed message that God appointed those nights for him. The appointment would prepare Moses himself for the great meeting ahead.
Eine Bitte, den Herrn zu sehen
A Request to See the Lord
Dann kommen wir zur neunten Szene, die einzigartig ist. In dieser Szene sehen wir, dass Gott Seinen Propheten Mose [Friede sei mit ihm] auserwählt hat, um direkt und ohne jede Vermittlung mit ihm zu sprechen. Es ist eine Szene, in der ein unbedeutender Sterblicher ohne jeden Katalysator oder Vermittler mit der ewigen Existenz in Kontakt tritt. Ein Mensch kann also unmittelbar Anweisungen von Gott, dem Ewigen, empfangen, solange dieser Mensch noch auf der Erde weilt. Wie dies geschah, wissen wir nicht. Wir wissen nicht, wie Gott zu Seinem Diener Mose sprach, und wir wissen auch nicht, mit welchem Sinn oder Organ Mose die Gebote Gottes empfing. Dies für gewiss zu beschreiben ist für uns Menschen unmöglich, weil wir durch unsere eigene Erfahrung begrenzt sind und in unserer eigenen praktischen Welt gefangen bleiben. Was wir tun können, ist, jene Seite unserer Beschaffenheit zu nutzen, die daraus folgt, dass Gott von Seinem Geist in den Menschen gehaucht hat, um zu diesem großen Horizont emporzublicken. Wenn wir dies tun, dürfen wir diese Erfahrung nicht zerstören, indem wir fragen, wie das alles geschah, und versuchen, sie auf unsere eigene Erfahrung zu beschränken.
Then we come to the ninth scene which is unique. In this scene we find that God has chosen His Prophet Moses [peace be upon him] to talk to him directly, without any intermediary. It is a scene where an insignificant mortal makes contact with the everlasting existence, without any catalyst or intermediary. A human being is thus able to receive instructions directly from God, the eternal, when that human being is still on earth. As for us, we do not know how this took place. We do not know how God spoke to His servant Moses, nor do we know with what sense or organ Moses received God’s commandments. To try to describe this for certain is impossible for us, human beings, because we are limited by our own experience and confined within our own practical world.§ What we can do is to utilize that aspect of our constitution which results from the fact that God has breathed of His soul into man in order to look up to that great horizon. When we do this, we must not ruin that experience by asking how it all took place, trying to limit it to our own experience.
Als Mūsā zu Unserem Termin kam und sein Herr zu ihm sprach, sagte er: „Mein Herr, zeige Dich mir, damit ich Dich anschauen kann.“ Sprach [Gott]: „Du wirst Mich nicht sehen.
When Moses came for Our appointment and his Lord spoke to him, he said: “My Lord, show Yourself to me, so that I may look at You.” Said [God]: “You shall not see Me.
Doch blicke auf den Berg; wenn er an seinem Ort fest bleibt, dann wirst du Mich sehen.“ Als sein Herr dem Berg Seine Herrlichkeit offenbarte, ließ Er ihn zu Staub zerfallen. Mose fiel ohnmächtig nieder. Als er wieder zu sich kam, sprach er: „Preis sei Dir, Du bist erhaben über alles! Zu Dir kehre ich reuig zurück. Ich bin der Erste unter den Gläubigen.“ Er sprach: „Mose, Ich habe dich vor allen Menschen auserwählt, indem Ich dich mit Meinen Botschaften und Meinem Wort ausgezeichnet habe. Nimm nun, was Ich dir gegeben habe, und sei dankbar.“ Wir schrieben für ihn auf die Tafeln Ermahnungen über alles, und erklärten alles deutlich: „Halte sie mit Kraft und Entschlossenheit ein und befiehl deinem Volk, das Beste daran zu befolgen. Ich werde euch die Wohnstätte der Frevler zeigen. Ich werde diejenigen, die auf der Erde ohne jedes Recht hochmütig sind, von Meinen Zeichen abwenden; denn sie glauben nicht an sie, auch wenn sie jedes Zeichen sehen. Sehen sie den Weg der Rechtschaffenheit, so wählen sie ihn nicht als Weg; sehen sie aber den Weg des Irrtums, so nehmen sie ihn als ihren Weg; denn sie verleugnen Unsere Zeichen und achten nicht auf sie. Diejenigen, die Unsere Zeichen und die Gewissheit der Begegnung im Jenseits leugnen, deren Werke werden alle hinfällig. Werden sie für etwas anderes belohnt als für das, was sie getan haben?“ (Verse 143–147)
Ein ernsthafter Umgang mit dem göttlichen Gesetz
A Serious Approach to Divine Law
Die Sure erzählt anschließend, wie Moses die Botschaft und ihren Inhalt übermittelt wurde: „Wir schrieben ihm auf die Tafeln alles Mögliche an Ermahnung und legten alles klar dar.“ (Vers 145)
Berichte und Kommentatoren geben unterschiedliche Darstellungen dieser Tafeln. Einige von ihnen bieten sehr ausführliche Beschreibungen, von denen wir annehmen, dass sie aus jüdischen Quellen stammen. Solche Schilderungen haben Eingang in Korankommentare gefunden. Keines dieser Details ist authentisch überliefert als etwas, das Gottes Gesandter (Friede sei mit ihm) mitgeteilt hat. Daher beschränken wir uns auf die wahre Aussage des Korans und gehen nicht einen Fingerbreit darüber hinaus. Jene Beschreibungen fügen dem Wesen dieser Tafeln weder etwas hinzu, noch nehmen sie etwas davon weg. Was diese Tafeln waren und wie sie beschrieben wurden, sind Fragen, die uns nicht weiter beschäftigen, da uns keine authentische Überlieferung Einzelheiten dazu liefert. Wichtig ist der Inhalt jener Tafeln. Sie umfassten alle Aspekte, die zum Wesen der göttlichen Botschaft gehörten, ihr Ziel, eine wahre Vorstellung von Gott zu vermitteln, die Einzelheiten Seines Gesetzes sowie die Anweisungen, die zur Reform der israelitischen Gemeinschaft nötig waren, deren Wesen durch das lange Erdulden von Tyrannei und Erniedrigung verdorben war.
The sūrah then tells us how Moses was given the message and its contents: “We wrote for him on the tablets all manner of admonition, clearly spelling out everything.” (Verse 145) Reports and commentators give different accounts of these tablets. Some of them give very detailed descriptions which we imagine to have been taken from Jewish sources. Such accounts have found their way into commentaries on the Qur’ān. None of these details is authentically reported to have been given by God’s Messenger (peace be upon him). Therefore, we confine ourselves to the true Qur’ānic statement, not going an inch beyond it. Those descriptions neither add to, nor detract anything from the nature of those tablets. What were these tablets and how they were written are matters that do not concern us, since no authentic report has provided us with any details. What is important is the contents of those tablets. They included all aspects that were of the essence of the divine message, its aim of providing a true concept of God and details of His law, and the instructions needed to reform the Israelite community whose nature had been corrupted by enduring tyranny and humiliation for a long time.
„Setze sie mit Kraft und Entschlossenheit um und befiehl deinem Volk, das Beste darin zu befolgen.“ (Vers 145) Dies ist ein göttlicher Befehl an Moses, jene Tafeln zu nehmen und ihre Inhalte mit Kraft und Entschlossenheit umzusetzen.
“Implement them with strength and determination, and bid your people to observe what is best in them.” (Verse 145) This is a divine order to Moses (peace be upon him) to take those tablets and implement their contents with strength and determination.
Eine absichtlich falsche Wahl
A Deliberately Wrong Choice
Am Ende dieser Szene steht eine klare Aussage darüber, was letztlich mit denjenigen geschehen wird, die jedes Recht missachten und sich hochmütig verhalten, indem sie sich bewusst von jedem Zeichen abwenden, das Gott gegeben hat, und von jeder Weisung, die Er erlassen hat. Die Aussage beschreibt das Wesen dieser Art von Menschen klar und zutreffend und bedient sich dabei aller künstlerischen Feinheiten des Qur’ān-Stils.
At the end of this scene we have a clear statement of what will eventually happen to those who defy every right and behave arrogantly, turning away deliberately from every sign God has given and every directive He has issued. The statement plainly and accurately describes the nature of this type of people, using all the artistic touches of the Qur’ānic style.
{Ich werde von Meinen Zeichen all jene abwenden, die sich ohne jedes Recht auf der Erde hochmütig benehmen: Denn auch wenn sie jedes Zeichen sehen, glauben sie nicht daran. Sehen sie den Weg der Rechtschaffenheit, so wollen sie ihm nicht folgen; sehen sie aber den Weg des Irrtums, so wählen sie ihn zu ihrem Weg, weil sie Unsere Offenbarungen für unwahr halten und ihnen keine Beachtung schenken. Diejenigen, die Unsere Offenbarungen und das gewisse Zusammentreffen im Jenseits leugnen, deren Werke werden alle zunichtewerden. Werden sie für etwas anderes belohnt werden als für das, was sie getan haben?} (Verse 146-147)
I will turn away from My revelations those who, without any right, behave arrogantly on earth: for, though they may see every sign, they do not believe in it. If they see the path of righteousness, they do not choose to follow it, but if they see the path of error, they choose it for their path; because they disbelieve in Our revelations and pay no heed to them. Those who deny Our revelations and the certainty of the meeting in the Hereafter will see all their works collapse. Are they to be rewarded for anything other than what they have done? (Verses 146-147)
Gott erklärt, dass es Sein Wille ist, solche Menschen von Seinen Offenbarungen abzuwenden, sodass sie nicht darauf antworten können. So werden sie weder von Seinen Zeichen im offenen Buch des Universums noch von den Offenbarungen Nutzen haben, die Er zu Seinen Gesandten herabgesandt hat.
God declares that it is His will to turn such people away from His revelations so that they cannot respond to them. Thus, they will not benefit by His signs in the open book of the universe, or by His revelations that He has sent down to His messengers.
Dies ist das Ergebnis ihres eigenen Handelns, denn sie sind es, die an Gottes Offenbarungen nicht geglaubt und sich nicht um sie gekümmert haben.
This is the result of their own action, because it is they who have disbelieved in God’s revelations and paid no heed to them.
Trauriger Rückfall in alte Gewohnheiten
Miserable Return to Old Ways
Als Mose auf dieser einzigartigen Reise war und mit all seinen Kräften seiner Begegnung mit seinem Herrn zugewandt war, geschah zur gleichen Zeit etwas anderes mit seinem Volk. Er war ganz in eine Sendung versunken, die unser Verstand nur betrachten, aber nicht veranschaulichen kann; eine Sendung, die unsere Gedanken nicht zu erfassen vermögen, die aber unser Innerstes erwärmt. Doch zu eben jener Zeit fiel sein Volk in den Heidentum zurück und nahm sich ein lebloses Kalb, das ein muhendes Geräusch von sich gibt, und machte es zu einer Gottheit, die anstelle Gottes verehrt wurde. Zwischen der neunten und der zehnten Szene der Geschichte klafft also eine weite Kluft. Die erste führte uns in einen erhabenen Horizont, in dem wir zur strahlenden Herrlichkeit Gottes emporblicken, während die letzte uns in eine tiefe Niederung von Abirrung, Aberglauben und Unglauben hinabführt:
When Moses was on this unique trip, attending with all his faculties to his meeting with his Lord, something else was happening with his people. He was fully engaged with a mission that our minds can only contemplate but we cannot visualize; a mission our thoughts cannot conceive, but to which our spirits warm. But at that very same time, his people were relapsing into paganism, and taking to themselves a lifeless calf that issues a lowing sound, making of it a deity for worship in place of God. There is, then, a wide gulf between the ninth and tenth scenes of the story. The former took us into a sublime horizon in which we look up to the resplendent glory of God, while the latter brings us to a low depth of deviation, superstition and disbelief:
In seiner Abwesenheit nahmen die Leute des Moses die Anbetung eines Kalbsbildnisses auf, das sie aus ihrem Schmuck gefertigt hatten und das ein muhendes Geräusch von sich gab. Sahen sie denn nicht, dass es weder zu ihnen sprechen noch ihnen irgendeine Führung geben konnte? Dennoch nahmen sie es an und verehrten es, denn sie waren Frevler. Als sie später von Reue ergriffen wurden und erkannten, dass sie irregegangen waren, sagten sie: „Wenn unser Herr sich unser nicht erbarmt und uns nicht vergibt, werden wir gewiss zu den Verlierern gehören.“ (Verse 148-149)
In his absence, the people of Moses took to the worship of the effigy of a calf made of their ornaments, which gave a lowing sound. Did they not see that it could neither speak to them nor give them any guidance? Yet they took to worshipping it, for they were evildoers. When they were later afflicted with remorse, having realized that they had gone astray, they said: ‘if our Lord does not have mercy on us and forgive us, we shall certainly be losers.” (Verses 148-149)
Das war typisch für die Wesensart der Israeliten, die kaum einen Schritt auf dem geraden Weg gehen konnten, ohne abzuweichen. Sie waren kaum in der Lage, sich in ihrem Glauben und in ihren Vorstellungen über das Körperliche und Greifbare zu erheben. Schon eine kurze Pause in Ermahnung und Erinnerung genügte, und sie fielen wieder in den Unglauben zurück.
Eine traurige Rückkehr für Moses
A Sad Return for Moses
All dies geschah, als Mose bei seinem Herrn war und sein Bittgebet an Ihn richtete.
All this took place when Moses was with his Lord, addressing his appeal to Him.
Er war sich dessen nicht bewusst, was sein Volk in seiner Abwesenheit getan hatte. An dieser Stelle wird Szene elf vor unseren Augen aufgerufen: „Als Moses zu seinem Volk zurückkehrte, voll Zorn und Trauer, sagte er: ‚Welch eine üble Tat habt ihr in meiner Abwesenheit begangen! Habt ihr euch beeilt, den Befehl eures Herrn vorwegzunehmen?‘ Er legte die Tafeln nieder und packte seinen Bruder am Kopf, zog ihn zu sich heran. Da rief Aaron: ‚Sohn meiner Mutter, das Volk hielt mich für schwach, und sie hätten mich beinahe getötet. Lass unsere Feinde nicht über mein Leid frohlocken und zähle mich nicht zu dem frevelhaften Volk.‘ [Moses] sprach: ‚Mein Herr, vergib mir und meinem Bruder und nimm uns in Deine Barmherzigkeit auf, denn Du bist der Barmherzigste der Barmherzigen.‘“ (Verse 150-151)
He was unaware of what his people had done in his absence. At this point, scene eleven is raised before our eyes: “When Moses returned to his people, full of wrath and sorrow, he said: ‘What an evil thing you have done in my absence! Have you tried to hurry up your Lord’s command?’ He put down the tablets and, seizing his brother by the head, he pulled him to himself. Cried Aaron, ‘Son of my mother, the people felt I was weak and they almost killed me. Do not let our enemies rejoice over my affliction, and do not count me among the evil-doing folk.’ Said [Moses]: ‘My Lord, forgive me and my brother, and admit us to Your grace: for You are indeed the most merciful of those who are merciful.‘“ (Verses (Verses 150-151)
Wir sehen, wie furchtbar zornig Moses war. Der Zorn ist sowohl in dem zu spüren, was er sagte, als auch in dem, was er tat, insbesondere als er seinen Bruder am Kopf packte und zu sich heranzog: „Was für eine böse Tat habt ihr in meiner Abwesenheit begangen! Wolltet ihr dem Befehl eures Herrn vorauseilen?“ „Und er packte seinen Bruder am Kopf und zog ihn zu sich heran“ (Vers 150).
We see how terribly angry Moses was. Anger can be felt in both what he said and did, particularly seizing his brother by the head and dragging him: “’What an evil thing you have done in my absence! Have you tried to hurry up your Lord’s command?’ Seizing his brother by the head, he pulled him to himself” (Verse 150)
Doch war es nur recht, dass Moses sehr zornig wurde. Er hatte einen schrecklichen Schock und eine schmerzliche Überraschung erlitten. Daher rief er aus: „Welch böses Werk habt ihr in meiner Abwesenheit getan!“ (Vers 150) Ich hatte euch auf der rechten Leitung zurückgelassen, und ihr seid in den Irrtum zurückgefallen. Bevor ich fortging, habt ihr allein Gott angebetet, und während ich fort war, habt ihr euch der Anbetung eines bloßen, leblosen Kalbes zugewandt, das einen muhenden Laut von sich gab. „Habt ihr vorschnell die Anordnung eures Herrn ertrotzen wollen?“ (Vers 150) Dies könnte bedeuten, dass sie versuchten, Gottes Urteile und Strafe zu beschleunigen, oder es könnte bedeuten, dass sie versuchten, seinen festgesetzten Termin vorzuverlegen.
Ein angemessenes Urteil
A Fitting Judgement
An dieser Stelle fällt das endgültige Urteil Der, die die Autorität besitzt, ein solches Urteil zu fällen. Die Worte Gottes folgen unmittelbar auf das, was der Qur'an in der vertrauten Weise des Qur'an über ihre Worte berichtet: „Jene, die das Kalb verehrt haben, werden gewiss den Zorn ihres Herrn auf sich ziehen und Schmach in diesem Leben erfahren. So belohnen Wir jene, die Lügen erfinden. Doch jene, die Böses tun und danach bereuen und wahrhaft glauben, werden gewiss, nach solcher Reue, deinen Herrn als den Allvergebenden, den Barmherzigsten finden.“ (Verse 152-153)
At this point, the final judgement is passed by the One who has the authority to give such a judgement. God’s words follow directly on what the Qur’ān relates of the words in the familiar Qur’ānic fashion: “Those who took to worshipping the calf have surely incurred their Lord’s wrath, and disgrace [will be their lot] in this life. Thus do We reward those who invent falsehood. But those who do evil deeds and later repent and truly believe will surely, after such repentance, find your Lord to be much-forgiving, most merciful.” (Verses 152-153)
Dies ist ein Urteil und ein Versprechen. Die Menschen, die das Kalb anbeteten, würden mit Sicherheit den Zorn Gottes auf sich ziehen und mit Sicherheit im diesseitigen Leben Schande erfahren. Zugleich bleibt Gottes Gesetz gültig: Wer bereut, nachdem er Unrecht getan hat, wird mit Sicherheit Gottes Vergebung und Seine Barmherzigkeit erlangen. Das bedeutet, dass Gott vollkommen weiß, dass diejenigen, die das Kalb anbeteten, niemals in aufrichtiger Reue zu Gott zurückkehren würden. Sie würden mit Sicherheit genug tun, damit dieses dauerhafte Gesetz auf sie keine Anwendung finden würde. Die Geschichte zeigt, dass dies der Fall war. Die Kinder Israels begingen immer wieder eine sündhafte Tat nach der anderen, und Gott vergab ihnen immer wieder, bis sie schließlich Gottes dauerhafte Verstoßung auf sich zogen: „So belohnen Wir diejenigen, die Lügen erfinden.“ (Vers 152) Dies gilt für alle Erfinder von Lügen. Wann immer das Verbrechen wiederholt wird, immer und immer wieder, sei es durch die Kinder Israels oder irgendein anderes Volk, dann wird seine Strafe mit Sicherheit eintreten.
This is a judgement and a promise. The people who worshipped the calf were certain to incur God’s anger and were certain to be at the receiving end of disgrace in this life. At the same time, God’s rule remains valid: those who repent after having misbehaved are certain to receive God’s forgiveness and His mercy. This means that God is fully aware that those who worshipped the calf would never turn back to God in sincere repentance. They were sure to do enough to make that permanent rule inapplicable to them. History shows that this was the case. The Children of Israel continued to do one sinful act after another, and God continued to forgive them time after time, until eventually they incurred God’s permanent rejection: “Thus do We reward those who invent falsehood.” (Verse 152) This applies to all the inventors of falsehood. Whenever the crime is repeated, time after time, whether by the Children of Israel or any other people, then its punishment is certain to apply.
Die siebzig auserwählten Israeliten
The Seventy Chosen Israelites
Die Sure wechselt dann zu einer neuen Szene, in der wir sehen, wie Moses aus seinem Volk siebzig Männer auswählt: „Und Moses wählte aus seinem Volk siebzig Männer aus, damit sie zu der von Uns festgesetzten Zeit kämen. Als sie dann von heftigem Zittern ergriffen wurden, sagte er: ‚Mein Herr, hättest Du es gewollt, so hättest Du sie und auch mich schon längst vernichten können. Willst Du uns vernichten um dessen willen, was die Unverständigen unter uns getan haben? Dies ist nur eine Prüfung von Dir, durch die Du irregehen lässt, wen Du willst, und recht leitest, wen Du willst. Du allein bist unser Beschützer; so vergib uns denn und erbarme Dich unser. Du bist der Beste aller Vergebenden. Bestimme uns Gutes, sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits. Zu Dir allein kehren wir zurück.‘ [Gott] antwortete: ‚Ich bestrafe mit Meiner Strafe, wen Ich will, doch Meine Barmherzigkeit umfasst alle Dinge. Ich werde sie denen bestimmen, die sich vor dem Bösen hüten, die Almosen geben und an Unsere Zeichen glauben – denen, die dem Gesandten folgen, dem unlesenden Propheten, den sie in der Thora und im Evangelium, die bei ihnen sind, beschrieben finden. Er gebietet ihnen das Rechte und verbietet ihnen das Unrechte, erlaubt ihnen die guten Dinge und verbietet ihnen alles Schlechte. Er nimmt ihnen ihre Last und die Fesseln ab, die auf ihnen liegen. Diejenigen nun, die an ihn glauben, ihn ehren und unterstützen und dem Licht folgen, das durch ihn von oben herabgesandt wurde, die werden gewiss erfolgreich sein.‘“ (Verse 155–157)
The sūrah then begins a new scene, in which we see Moses selecting seventy men from among his people: “Moses chose out of his people seventy men to come at a time set by Us. Then, when they were seized by violent trembling, he said: ‘My Lord, had it been Your will, You could have destroyed them, and myself too, long ago. Would You destroy us because of what the weak-minded among us have done? This is only a trial You have ordained, whereby You allow to go astray whom You will, and You guide aright whom You will. You alone are our guardian: grant us, then, forgiveness and bestow mercy on us. You are the best of all those who do forgive. Ordain for us what is good, both in this world and in the lift to come. To You alone we turn. [God] answered. I afflict anyone I wish with My torment while My grace encompasses all things; so I will confer it on those who steer away from evil, and spend in charity, and who believe in Our signs — those who follow the Messenger, the unlettered Prophet whom they shall find described in the Torah and the Gospel that are with them. He commands them to do what is right and forbids them to do what is wrong, and makes lawful to them the good things of life and forbids them all that is foul. He lifts from them their burdens and the shackles that weigh upon them. Those, therefore, who believe in him, honour and support him, and follow the light that has been bestowed from on high through him shall indeed be successful.’“ (Verses 155-157)
Die Empfänger der Barmherzigkeit Gottes
The Recipients of God’s Mercy
So unterrichtete Gott Seinen Propheten Moses über diese Regel. Dann teilt Er ihm etwas über die Zukunft mit, über die Gemeinschaft, die die letzte Fassung Seiner Botschaft verbreiten wird und die Seine Barmherzigkeit erlangen wird, die alles umfasst. Der Ausdruck zeigt hier, dass Gottes Gnade und Barmherzigkeit weit größer ist als das gesamte Universum, dessen Ausmaße der Mensch sich nicht vorstellen kann. Groß ist fürwahr die Barmherzigkeit, deren Maß nur Gott Selbst kennt.
Having thus informed His Prophet, Moses, of this rule, God then tells him something about the future and the community which will advocate the final version of His message and who will earn His mercy that encompasses everything. The expression here shows that God’s grace and mercy is far greater than the whole universe whose dimensions are impossible for human beings to visualize. Great indeed is the mercy whose measure is only known to God Himself.
Meine Barmherzigkeit umfasst alle Dinge; so werde ich sie denen zukommen lassen, die sich vom Bösen fernhalten, Almosen geben und an Unsere Zeichen glauben – jenen, die dem Gesandten folgen, dem unlesbaren Propheten, den sie in der Tora und im Evangelium, die bei ihnen sind, beschrieben finden. Er gebietet ihnen, das Rechte zu tun, und verbietet ihnen, das Unrechte zu tun, erklärt ihnen die guten Dinge des Lebens für erlaubt und verbietet ihnen alles Schlechte. Er nimmt ihnen ihre Lasten und die Fesseln ab, die auf ihnen lasten. Diejenigen nun, die an ihn glauben, ihn ehren und unterstützen und dem Licht folgen, das durch ihn von oben herabgesandt wurde, die werden gewiss erfolgreich sein.
My grace encompasses all things; so I will confer it on those who steer away from evil, and spend in charity, and who believe in Our signs — those who follow the Messenger, the unlettered Prophet whom they shall find described in the Torah and the Gospel that are with them. He commands them to do what is right and forbids them to do what is wrong, and makes lawful to them the good things of life and forbids them all that is foul. He lifts from them their burdens and the shackles that weigh upon them. Those, therefore, who believe in him, honour and support him, and follow the light that has been bestowed from on high through him shall indeed be successful.
(Verse 156-157)
(Verses 156-157)
Dies ist eine überaus wichtige Nachricht, die bestätigt, dass den Kindern Israels mit größter Nachdrücklichkeit gesicherte Kunde vom Kommen des des Lesens und Schreibens unkundigen Propheten ﷺ gegeben worden war. Diese Kunde wurde ihnen vor langer Zeit durch ihre Propheten Moses und Jesus (Friede sei mit ihnen beiden) überbracht. Beide informierten sie über seine Sendung, seine Beschreibung, die Methode, der seine Botschaft folgen würde, und die besonderen Merkmale seines Glaubens. Er ist „der des Lesens und Schreibens unkundige Prophet“ ﷺ, der die Menschen zum Guten anhält und ihnen das Böse verbietet. Er wird auch von den Schultern derer unter den Kindern Israels, die an ihn glauben, die Lasten und Fesseln nehmen, die Gott, wie Er wusste, ihnen wegen ihres Ungehorsams auferlegen würde. Diese werden auf ihnen lasten, bis der des Lesens und Schreibens unkundige Prophet ﷺ sie von denen hebt, die an ihn glauben. Seine Anhänger fürchten ihren Herrn, meiden das Böse, entrichten die Zakāt und glauben an die Zeichen Gottes. Den Kindern Israels ist außerdem die gewisseste Kunde zuteilgeworden, dass diejenigen, die an diesen des Lesens und Schreibens unkundigen Propheten ﷺ glauben, ihn ehren und unterstützen und dem Licht folgen, das mit ihm herabgesandt wurde, „gewiss erfolgreich sein werden“. Diese frühe Kunde, die ihnen ihr Prophet Moses (Friede sei mit ihm) gab, macht deutlich, welche künftige Gestalt die Botschaft Gottes annehmen wird, wer ihr Banner tragen wird, wer diesem Bannerträger folgen wird und welcher Weg dazu führt, Seine Barmherzigkeit zu erlangen. Daher gibt es für die Anhänger früherer Religionen keine Entschuldigung, der Botschaft des Islam nicht zu folgen, nachdem ihnen eine so frühe Warnung davor zuteilgeworden ist.
Gottes Gesandter an die gesamte Menschheit
God’s Messenger to All Mankind
Die Sure hält an dieser Stelle in der Erzählung von Mose und den Kindern Israels inne, um sich an den des Schreibens unkundigen Propheten selbst zu wenden. Sie gibt ihm den Befehl Gottes, zu verkünden, dass seine Botschaft für die gesamte Menschheit gilt, in Erfüllung der Verheißung Gottes: „Sprich:
The sūrah pauses at this point in its relating of Moses and the Children of Israel’s story to address the unlettered Prophet himself, giving him God’s order to declare that his message applies to all mankind, in fulfilment of God’s promise: “Say:
„O Menschen, ich bin wahrlich der Gesandte Gottes an euch alle. Ihm gehört die Herrschaft über die Himmel und die Erde. Es gibt keine Gottheit außer Ihm. Er allein gibt Leben und bringt den Tod. Glaubt also an Gott und an Seinen Gesandten, den unlesenden Propheten ﷺ, der an Gott und an Seine Worte glaubt. Und folgt ihm, damit ihr rechtgeleitet werdet.“ (Vers 158)
‘Mankind, I am indeed God’s Messenger to you all. It is to Him that sovereignty over the heavens and the earth belongs. There is no deity other than Him. He alone grants life and causes death. Believe, then, in God and His Messenger, the unlettered Prophet, who believes in God and His words. And follow him, so that you may be rightly guided.’” (Verse 158)
Dies ist also die letzte, universelle Botschaft, die nicht auf eine bestimmte Gemeinschaft, Region oder Generation beschränkt ist. Die früheren Botschaften waren auf eine bestimmte Gemeinschaft oder einen bestimmten Zeitraum begrenzt, der bis zum Erscheinen eines neuen Gesandten andauerte. Die Menschheit machte im Licht jener Botschaften gewisse begrenzte Fortschritte, als Vorbereitung auf diese letzte Botschaft. Jede neue Botschaft enthielt bestimmte Änderungen des göttlichen Gesetzes, die dem menschlichen Fortschritt Rechnung trugen. Die letzte Botschaft ist ihrem Wesen nach vollständig und vollkommen und lässt Raum für Flexibilität bei der Umsetzung ihrer Einzelheiten. Sie ist für die gesamte Menschheit bestimmt, und es wird keine weiteren örtlichen Botschaften für eine bestimmte Gemeinschaft oder Generation geben. Sie entspricht der grundlegenden menschlichen Natur, was bedeutet, dass sie für die gesamte Menschheit geeignet ist. Deshalb wurde sie durch den unlesenden Propheten ﷺ überbracht, dessen Wesen rein blieb und nur durch die Fürsorge verfeinert wurde, die er von Gott erhielt. Daher überbrachte die reine Natur des Propheten ﷺ die von Natur aus reine Botschaft, die sich an eben jene Natur richtet, die allen Menschen gemeinsam ist:
This is, then, the final, universal message that is not confined to a particular community, area or generation. Earlier messages were limited to a certain community or a certain period of time which extended until the appearance of a new messenger. Mankind made certain limited progress in the light of those messages, in preparation for this last message. Every new message incorporated certain modifications of the divine law that took into account human progress. The final message is complete and perfect in essence leaving room for flexibility in the implementation of its details. It is meant for all mankind, and there will be no subsequent local messages for any particular community or generation. It responds to basic human nature, which means that it is suitable for all mankind. Hence, it was conveyed by the unlettered Prophet whose nature remained pure, refined only by the care he received from God. Hence, the Prophet’s pure nature conveyed the naturally pure message, addressing the very nature that is common to all mankind:
Vom Abweichen von den Geboten Gottes
Straying Away from God’s Commandments
Die Sure greift die Erzählung über bestimmte Aspekte der Geschichte der Israeliten wieder auf und knüpft an die Stelle an, an der das heftige Beben jene siebzig Männer erfasste, die Moses für den von Gott festgesetzten Termin auserwählt hatte. Moses war in ein inniges Flehen zu seinem Herrn versunken, dass Er sie retten möge. Aus den Berichten anderer Suren wissen wir, dass diese siebzig Menschen auferweckt wurden und voller Glauben zu ihrem Volk zurückkehrten. Die Sure nimmt den Faden dieser Geschichte wieder auf, beginnt aber zunächst damit festzustellen, dass nicht alle unter den Israeliten im Irrtum waren: „Unter dem Volk des Moses gibt es jedoch welche, die (andere) mit der Wahrheit leiten und im Licht derselben gerecht handeln.“ (Vers 159)
The sūrah resumes its account of the certain aspects of the history of the Israelites, picking it up after the violent trembling that seized the seventy people Moses had chosen for the appointment set by God. Moses was absorbed in a heartfelt supplication to his Lord to save them. We know from the accounts given in other sūrahs that these seventy people were resurrected and returned to their folk, full of faith. The sūrah picks up the thread of this story, but begins first by stating that not everyone among the Israelites was in error: “Yet among the folk of Moses there are some who guide (others) by means of the truth and act justly in its light.” (Verse 159)
Dies beschreibt ihre Lage zur Zeit Moses und nach ihm, was bedeutete, dass es unter ihnen eine Gruppe gab, die eifrig darauf bedacht war, der Wahrheit zu folgen, ihre Rechtleitung aufzuzeigen und Gerechtigkeit zu wahren. Gerade solche Menschen nahmen die Botschaft des Propheten Muhammad ﷺ mit offenen Armen an, denn in der Tora war ihnen sein bevorstehendes Erscheinen angekündigt worden. Der bedeutendste unter ihnen war `Abdullāh ibn Sallām (möge Gott mit ihm zufrieden sein), ein Gefährte des Propheten ﷺ, der sich in Medina den Juden entgegenstellte und ihnen darlegte, was die Tora über den des Lesens und Schreibens unkundigen Propheten sagt, sowie die Tatsache, dass das islamische Recht eine Reihe jüdischer Gesetze bestätigt.
This describes their situation at the time of Moses, and after him, which meant that there was among them a group who were keen to follow the truth and show its guidance and maintain justice. It was such people who received the Prophet Muhammad’s message with ready acceptance, since they were informed in the Torah of his forthcoming appearance. The most notable of these was `Abdullāh ibn Sallām (may God be pleased with him), a companion of the Prophet who stood up to the Jews in Madinah pointing out to them what the Torah says about the unlettered Prophet as well as the fact that Islamic law endorsed a number of Jewish laws.
Die Sure setzt dann ihren Bericht über die historischen Ereignisse fort: „Wir teilten sie in zwölf Stämme, jeweils eine Gemeinschaft. Und als sein Volk Mose um Wasser zu trinken bat, offenbarten Wir ihm: ‚Schlag mit deinem Stab auf den Felsen.‘ Daraus sprudelten zwölf Quellen hervor, und jeder Stamm kannte seine Trinkstelle. Wir ließen die Wolken ihnen Schatten spenden und sandten ihnen Manna und Wachteln herab, [und sprachen]: ‚Esst von den guten Dingen, die Wir euch als Versorgung gegeben haben.‘ Doch sie fügten Uns keinen Schaden zu, sondern sie schadeten nur sich selbst.“ (Vers 160)
Antwort auf Gottes Fürsorge
Response to God’s Care
Wie reagierten die Kinder Israels auf die Fürsorge Gottes? Welche Schritte unternahmen sie auf dem langen Weg, der ihnen gewiesen wurde? „Und es wurde zu ihnen gesagt: Wohnt in dieser Stadt und esst von ihrer Nahrung, wovon immer ihr wollt, und sprecht: ‚Herr, erleichtere uns unsere Last‘, und tretet demütig durch das Tor ein. Wir werden euch eure Sünden vergeben, und Wir werden jenen, die Gutes tun, reichlich belohnen.‘ Aber die Frevler unter ihnen vertauschten die Worte, die ihnen gesagt worden waren, gegen andere.“
How did the Children of Israel respond to God’s care? What steps did they take on the long road pointed out to them? “It was said to them: Dwell in this city and eat of its food whatever you may wish, and say: “Lord, relieve us of our burden,” and enter the gate in humility. We will forgive you your sins, and We will richly reward those who do good.’ But the wrongdoers among them substituted other words for those which they had been given.
Daher ließen Wir auf sie eine Strafe vom Himmel herabkommen als Vergeltung für ihr Unrecht. (Verse 161-162)
Therefore We let loose against them a scourge from heaven in requital for their wrongdoing.” (Verses 161-162)
Gott vergab ihnen ihre Sünde, das Kalb angebetet zu haben, und Er vergab ihnen auch, nachdem sie das Beben ergriffen hatte, als sie auf dem Berg waren. Er hat ihnen all Seine Segnungen geschenkt; doch wiederum führt ihre Natur sie vom geraden Weg fort. Erneut ungehorsam, verändern sie Gottes Worte. Ihnen wird befohlen, in eine bestimmte Stadt einzutreten, deren Name im Qur'ān nicht genannt wird, weil das Wissen um ihren Namen der Geschichte nichts an Bedeutung hinzufügt. Gott macht ihnen alle ihre Früchte und Versorgungsgüter erlaubt, unter der Bedingung, dass sie beim Eintreten ein bestimmtes Bittgebet sprechen und sich niederwerfen. Diese letzte Geste war als Bekundung ihrer Unterwerfung unter Gott zur Zeit des Sieges gefordert, als sie sich sehr mächtig fühlten, so wie der Prophet Muhammad ﷺ viele Jahrhunderte später, auf dem Rücken seines Kamels, sich niederwarf, als Makkah sich dem Islam ergab. Als Lohn für ihren Gehorsam versprach Gott, ihnen ihre Sünden zu vergeben und den Lohn derer unter ihnen zu mehren, die Gutes taten. Doch warum sollten sie ungehorsam sein? Es gibt keine andere Erklärung als die Tatsache, dass die Abweichung in ihrer Natur lag: „Doch die Frevler unter ihnen tauschten andere Worte gegen jene aus, die ihnen gesagt worden waren.“ (Vers 162)
God forgave them their sin of worshipping the calf, and He also forgave them after they were seized by the trembling when they were on the mountain. He has given them all His blessings; yet again their nature takes them away from the straight path. Again they disobey and change God’s words. They are told to enter a particular city, the name of which is not given in the Qur’ān because knowing its name does not add to the significance of the story, and God makes lawful for them all its fruits and provisions, provided that as they enter they say a particular supplication and prostrate themselves on entry. That last gesture was required as a declaration of their submission to God at the time of victory when they felt very powerful, just as the Prophet Muhammad (peace be upon him) prostrated himself many centuries later, on the back of his camel, when Makkah fell to Islam. In return for their obedience, God promised to forgive them their sins and to increase the reward of those among them who did well. But why would they disobey? There is no explanation other than the fact that deviation was in their nature: “But the wrongdoers among them substituted other words for those which they had been given.” (Verse 162)
Versuchung überwindet die Willenskraft
Temptation Overcomes Willpower
Wieder einmal machen sich die Kinder Israels sündhaften Ungehorsams schuldig. In diesem besonderen Fall verstoßen sie nicht offen gegen das Gesetz Gottes, sondern suchen nach Schlupflöchern, um sich dem zu entziehen, was das Gesetz verlangt. Sie können nicht standhaft bleiben angesichts der Prüfung, der sie ausgesetzt sind, denn Standhaftigkeit erfordert eine Veranlagung, die Begierden und Ehrgeiz zu beherrschen vermag: „Frage sie nach der Stadt, die am Meer lag: wie ihre Bewohner den Sabbat entweihten. An jedem Sabbat erschienen ihnen ihre Fische, wie sie über der Wasseroberfläche auftauchten, doch an den übrigen Tagen kamen sie ihnen nicht nahe. So prüften Wir sie wegen ihres Ungehorsams. Als einige unter ihnen fragten: ‚Warum predigt ihr Menschen, die Gott gewiss vernichten oder zumindest streng bestrafen wird?‘, [andere] antworteten: ‚Damit wir vor eurem Herrn von Schuld frei sind und damit sie gottesfürchtig werden.‘ Als sie all die Ermahnungen vergessen hatten, die ihnen gegeben worden waren, retteten Wir jene, die das Böse zu verhindern suchten, und überwältigten die Übertreter mit schrecklicher Pein für ihre frevelhaften Taten. Und als sie hochmütig darauf beharrten, zu tun, was ihnen verboten worden war, sprachen Wir zu ihnen: ‚Werdet zu verächtlichen Affen!‘ Dann verkündete dein Herr, dass Er gewiss Menschen gegen sie erheben werde, die sie grausam unterdrücken würden bis zum Tag der Auferstehung. Dein Herr ist fürwahr schnell in Seiner Vergeltung, doch Er ist gewiss sehr vergebend und barmherzig.“ (Verse 163–167)
Once more the Children of Israel are guilty of sinful disobedience. In this particular case, they do not openly contravene God’s law, but they try to find loopholes to evade what the law requires. They cannot remain steadfast in the face of the trial to which they are exposed, because steadfastness requires a nature that can control desires and ambitions: “Ask them about the town which stood by the sea: how its people profaned the Sabbath. Each Sabbath their fish appeared before them breaking the water’s surface, but they would not come near them on other than Sabbath days. Thus did We try them because of their disobedience. When some among them asked: ‘Why do you preach to people whom God is certain to destroy, or at least to punish severely?’ [others] replied: So that we may be free from blame in the sight of your Lord, and that they may become God-fearing.’ When they had forgotten all the warnings they had been given, We saved those who had tried to prevent evil, and overwhelmed the transgressors with dreadful suffering for their iniquitous deeds. And when they insolently persisted in doing what they had been forbidden to do, We said to them: ‘Turn into despicable apes.’ Then your Lord declared that He would most certainly raise against them people who would cruelly oppress them till the Day of Resurrection. Your Lord is swift indeed in His retribution, yet He is certainly much forgiving, merciful.” (Verses 163-167)
Reichliche Gnade, rasche Strafe
Abundant Grace, Swift Punishment
Folglich sind alle Situationen zum Scheitern verurteilt, die nicht auf der inneren Beweggründen gottesfürchtiger Herzen beruhen. Ebenso zum Scheitern verurteilt sind alle menschengemachten Theorien und Regime, die sich nicht auf die Autorität Gottes stützen. Daher bleiben alle menschlichen Systeme zur Durchsetzung des Gesetzes wirkungslos, denn keine Polizei kann alle Menschen jederzeit überwachen.
Hence, all situations which do not rely on the inner motivation of God-fearing hearts are bound to fail. Also doomed to failure are all man-made theories and regimes which do not rely on God’s authority. Hence, all human systems to ensure the enforcement of the law remain ineffective, because no police force can watch over all people, all the time.
In diesem konkreten Fall, der in der Sure erwähnt wird, begannen die Bewohner jener Stadt, nach Wegen und Mitteln zu suchen, um das Fangverbot am Sabbat zu umgehen. Überliefert ist, dass sie am Sabbat bestimmte Hindernisse errichteten, damit die Fische nicht ins Meer zurückkehren konnten, und am Sonntag eilten sie dann, ihren Fang einzuholen. Sie behaupteten, sie hätten am Sabbat nicht gefischt, denn die Fische seien hinter den Hindernissen im Wasser geblieben. Eine zweite Gruppe erkannte die List in all dem und warnte diejenigen, die sie begingen, vor der Strafe Gottes, und distanzierte sich von ihren Machenschaften.
In this particular case mentioned in the sūrah, the inhabitants of that city began to seek ways and means to get around the prohibition of fishing on the Sabbath day. It has been reported that they put up certain barriers on the Sabbath day so that the fish could not return to the sea, and on the Sunday they would be quick to take their catch. They claimed that they did not do the fishing on the Sabbath, because the fish remained in the water, behind the barriers. A second group recognized the deviousness in all this, and warned those people who perpetrated it against God’s punishment, dissociating themselves from their schemes.
Eine dritte Gruppe sagte zu denen, die ihre Gemeinschaft aufforderten, den Befehlen Gottes Folge zu leisten: Welchen Sinn hat eure Ermahnung an jene irrenden Menschen, wenn sie auf ihren irrigen Wegen beharren? Gott wird sie gewiss vernichten oder ihnen eine schwere Strafe auferlegen: „Als einige unter ihnen sagten: ‚Warum predigt ihr Leuten, die Gott gewiss vernichten oder doch schwer bestrafen wird?‘“ (Vers 164). Warnungen und Ermahnungen sind nicht mehr von Nutzen, nachdem sie sich durch die Verletzung des Gesetzes Gottes selbst der Vernichtung oder einer schweren Strafe ausgeliefert haben. Die zweite Gruppe antwortete: „Damit wir vor eurem Herrn von Schuld frei sind und damit sie gottesfürchtig werden.“ Es ist unsere Pflicht, das Rechte zu gebieten und vor dem Bösen sowie vor der Verletzung des Gesetzes Gottes zu warnen. Wenn wir unsere Pflicht erfüllt haben, hoffen wir, von Schuld frei zu sein. Außerdem mag es sein, dass unsere Ermahnung ein empfängliches Herz berührt und wenigstens einige ungehorsame Menschen zur Reue bewegt.
Ein starker Ansporn für die Gläubigen
A Strong Motivation for Believers
Der koranische Bericht folgt den geschichtlichen Ereignissen nach Mose. Er bezieht sich auf die nachfolgenden Generationen bis hin zur jüdischen Generation, die in Medina lebte, als der Prophet Muhammad ﷺ dort die erste muslimische Gemeinschaft gründete.
The Qur’ānic account follows the historical events after Moses. It refers to succeeding generations up to the Jewish generation that lived in Madinah at the time when the Prophet Muhammad (peace be upon him) established the first Muslim community there.
Wir haben sie als getrennte Gemeinschaften über die ganze Erde verstreut; einige von ihnen waren rechtschaffen, andere weit davon entfernt. Wir prüften sie mit Segnungen und Widrigkeiten, damit sie umkehren mögen. Ihnen folgten Generationen nach, die das Buch erbten. Doch diese sind begierig, die vergänglichen Freuden dieser niederen Welt zu genießen, und sagen: „Uns wird vergeben werden.“ Käme ihnen ähnlicher Genuss zu, so würden sie ihn gewiss ebenso begierig in Anspruch nehmen. Ist nicht von ihnen in der Schrift feierlich das Versprechen eingefordert worden, über Gott nichts als die Wahrheit zu sagen? Und haben sie nicht gründlich studiert, was in ihr steht? Gewiss, das Leben im Jenseits ist besser für alle, die gottesfürchtig sind. Wollt ihr denn nicht Vernunft walten lassen? Jene aber, die an der Schrift festhalten und ihre Gebete regelmäßig verrichten – Wir werden den Lohn derer, die das Rechte gebieten, gewiss nicht verloren gehen lassen. Wir hoben den Berg über ihnen empor, als wäre er ein Schatten, und sie glaubten, er werde auf sie herabstürzen. [Wir sprachen]: Haltet mit aller Kraft fest an dem, was Wir euch gegeben haben, und gedenkt alles dessen, was darin enthalten ist, damit ihr gottesfürchtig bleibt. (Verse 168–171)
We dispersed them all over the earth as separate communities; some of them were righteous, and some far from that, and We tried them with blessings and misfortunes, so that they might mend their ways. They were succeeded by generations who inherited the Book. Yet these are keen to enjoy the fleeting pleasures of this lower world and say, “We shall be forgiven.” Should some similar pleasures come their way, they would certainly be keen to indulge them. Have they not solemnly pledged through their Scriptures to say nothing but the truth about God? And have they not studied well what is in [the Scriptures]? Surely the life in the hereafter is better for all who are God-fearing. Will you not use your reason? As for those who hold fast to the Scriptures and attend regularly to their prayers, We shall not fail to reward those who enjoin the doing of what is right. We suspended the mountain over them as if it were a shadow, and they thought that it would fall down on them. [We said]: Hold fast with all your strength to what We have given you and bear in mind all that it contains, so that you may remain God-fearing. (Verses 168-171)
Unversiegbarer Lohn
Unfailing Reward
Da die Fragen des Jenseits und die Gottesfurcht zentral für Glauben und Leben sind, fordert der Koran diejenigen, die begierig nach den flüchtigen Freuden dieser Welt sind, dazu auf, ihren Verstand zu gebrauchen: „Gewiss, das Jenseits ist besser für all jene, die gottesfürchtig sind. Wollt ihr denn nicht Verstand gebrauchen?“ (Vers 169) Hätte die Vernunft das letzte Wort gehabt, und wäre das endgültige Urteil das wahre Wissen gewesen und nicht die Unwissenheit, die sich als Wissen ausgibt, dann wäre das Jenseits als weit überlegen gegenüber den flüchtigen Freuden dieser niederen Welt angesehen worden. Die Gottesfurcht wäre als Stärkung des Glaubens und als Erreichen des Erfolgs in diesem Leben betrachtet worden: „Denjenigen aber, die an der Schrift festhalten und ihre Gebete regelmäßig verrichten, werden Wir den Lohn derer, die das Rechte gebieten, gewiss nicht vorenthalten.“ (Vers 170)
Because the questions of the hereafter and fearing God are central to faith and life, the Qur’ān tells those who are keen to indulge in the fleeting pleasures of this world to use their minds: “Surely the lift in the hereafter is better for all who are God-fearing. Will you not use your reason?” (Verse 169) Had reason had the final say, and had the final verdict been that of true knowledge, rather than ignorance given the guise of knowledge, the hereafter would have been seen as far superior to the fleeting pleasures of this lower world. Fearing God would have been seen as strengthening faith and achieving success in this life: “As for those who hold fast to the Scriptures and attend regularly to their prayers, We shall not fail to reward those who enjoin the doing of what is right.” (Verse 170)
Eine klare Kritik an denjenigen, denen die Schriften zuteilwurden und die sie gründlich studiert haben, ist darin enthalten. Denn sie halten nicht an den Schriften fest, die sie studiert haben, setzen deren Lehren nicht um und ziehen sie nicht heran, wenn sie ihre Vorstellungen formulieren und ihr Verhalten bestimmen. Dennoch bleibt dieser Vers in seiner Aussage allgemein gehalten und richtet sich an alle Generationen und alle Lebenslagen.
Clear criticism of those who have given their pledges through the Scriptures and who have studied them thoroughly is implied. That is because they do not hold fast to the Scriptures they studied, and do not implement their teachings, or refer to them in formulating their concepts and deciding their behaviour. However, this verse remains general in its import, addressing all generations and all situations.
Der Ausdruck „sich an die Schrift klammern“ vermittelt ein lebendiges Bild, das wir beinahe sehen und fühlen können. Es ist das Bild, das Buch mit Kraft und Ernsthaftigkeit festzuhalten.
The very expression, “hold fast to the Scriptures”, gives a vivid image that we can almost see and feel. It is the image of holding the book with strength and seriousness.
The Children of Israel lived under this type of suffering for a long while. They endured a reign of terror, coupled with Pharaoh’s idolatrous faith. At first, Pharaoh killed their sons but spared their women. When this type of brutal tyranny abated, it only gave way to a life of humiliation and subjugation. A long life in these conditions was certain to corrupt their nature, leading them to wrong concepts and filling them with cowardice and a cruel bitterness. Equipped with the fine insight granted by God to His best servants, `Umar ibn al-Khaţţāb, recognized the interactions of human nature when he gave his instructions to those whom he appointed as governors of various provinces, urging them to take good care of their subjects, and saying: “Do not thrash them, because that would humiliate them.” He realized that a physical beating is likely to humiliate people. His Islamic faith wanted him to make sure that people living under an Islamic government should have their integrity preserved.
Sie dürfen niemals von Herrschern geschlagen werden, denn sie sind keine Sklaven, die von ihren Herrschern unterworfen werden dürfen. Sie sind allein Diener Gottes, und ihre Integrität zeigt sich deutlich, wenn sie mit anderen umgehen.
They must never be beaten by rulers, because they are not slaves to be subjugated by their rulers. They are servants of God only and their integrity is clearly evident when they deal with anyone else.
Die Kinder Israels wurden unter der Herrschaft des Pharao geschlagen und ausgepeitscht, bis sie übermäßig demütig und unterwürfig wurden. Tatsächlich war körperliche Züchtigung noch die mildeste Form der Erniedrigung, die sie in Zeiten des Friedens erlitten. Auch die Ägypter wurden geschlagen und ausgepeitscht, bis auch sie unterwürfig wurden und der Pharao sie zum Narren halten konnte.
The Children of Israel were beaten and thrashed under Pharaoh’s rule until they became too humble and submissive. Indeed, physical beating was the mildest type of humiliation they suffered in peaceful times. The Egyptians were also beaten and thrashed until they also became submissive and Pharaoh could make fools of them.
Sie wurden unter der Tyrannei des Pharaos geschlagen, ebenso unter der Tyrannei der Römer. Unter dem Islam wurden sie von all dieser Erniedrigung befreit, denn der Islam gewährte ihnen ihre Freiheit und machte sie allein dem Herrn aller Menschen dienstbar. Während der Herrschaft von ‘Amr ibn al-‘Ās, der Ägypten befreite und unter die Herrschaft des Islam brachte, verprügelte dessen eigener Sohn einen jungen ägyptischen Kopten, der wahrscheinlich noch die Spuren der Auspeitschung durch die Handlanger der byzantinischen Obrigkeit trug. Der Vater des Kopten war empört, weil sein Sohn einen Hieb von der Peitsche des Sohnes des Statthalters erlitten hatte. Er reiste einen Monat lang auf dem Rücken eines Kamels, um seine Beschwerde bei ‘Umar ibn al-Khaţţāb vorzubringen, dem Kalifen, der die Oberherrschaft über den muslimischen Staat innehatte. Doch nur wenige Jahre zuvor hatte der Vater unter den Byzantinern endlose Auspeitschungen erduldet.
They were beaten under Pharaoh’s tyranny as also under Roman tyranny. It was under Islam that they were saved from all this humiliation, because Islam granted them their freedom and made them serve only the Lord of all mankind. During `Amr ibn al- `Ās’s reign, who liberated Egypt and brought it under the rule of Islam, his own son thrashed a young Coptic Egyptian who probably still bore the marks of flogging by the agents of the Byzantine authority. The Copt’s father was furious because his son had suffered one lash from the whip of the governor’s son. He travelled for a month on camel’s back to put his complaint to `Umar ibn al-Khaţţāb, the Caliph, who was the overall ruler of the Muslim state. Yet only a few years earlier the father endured endless flogging under the Byzantines.
Diese Wandlung war ein Wunder, das der Islam bewirkte, als er das Gefühl der Würde in den Herzen der ägyptischen Kopten und all jener wiedererweckte, die überall unter islamische Herrschaft gerieten. Selbst diejenigen, die den Islam nicht annahmen, gewannen ihre Würde zurück. Dies war in der Tat ein Wunder: Diese Herzen und Seelen wurden zurückgewonnen, nachdem sie Jahrhunderte der Demütigung und Unterwürfigkeit erlitten hatten. Ihre wiedergefundene Würde hätte ihnen nur der Islam zurückgeben können.
This transformation was a miracle achieved by Islam when it reawakened the feeling of integrity in the hearts of the Egyptian Copts and all those who came under Islamic rule wherever they were. Even those who did not come to accept Islam regained their integrity. This was indeed a miracle, reclaiming those hearts and souls after they had endured centuries of humiliation and submissiveness. Their rediscovered integrity could only have been given back to them by Islam.
Es ist innerhalb dieses Prozesses der Rückgewinnung der Herzen und Sinne der Kinder Israels, dass wir in dem kommenden Abschnitt der Sure Sünde erleben werden. Er stellt Moses' Aufgabe in dieser neuen Episode dar, nachdem er mit den Kindern Israels das Meer überquert hat und Ägypten hinter sich gelassen hat. In der Darstellung des Qur'ān werden wir sehen, wie die Israeliten mit den Verantwortungen der Freiheit und der göttlichen Botschaft umgehen mussten, nachdem sie sehr lange Unterwürfigkeit und Unwissenheit ertragen hatten. Wir werden sehen, wie sie mit Moses umgehen, mit all der Hinterlist, Unwissenheit und Übertretung, die ihre Spuren in ihrer Natur hinterlassen hatten. Wir werden auch sehen, wie Moses (Friede sei mit ihm)
It is within this reclamation process of the hearts and minds of the Children of Israel that we will witness sin in this forthcoming passage of the sūrah. It represents Moses’s task in this new episode, after he has crossed the sea with the Children of Israel, leaving Egypt behind them. In the Qur’ānic account we will see how the Israelites had to cope with the responsibilities of freedom and the divine message after having endured submissiveness and ignorance for a very long time. We will see them dealing with Moses with all the deviousness, ignorance and transgression that had left their marks on their nature. We will also see how Moses (peace be upon him)
er stellte sich dieser gewaltigen Aufgabe und den Mühen, die er ertragen musste, als er versuchte, ihre Charaktere zu reformieren.
faced up to this mammoth task, and the troubles he had to endure as he tried to reform their natures.
Diese Schwierigkeiten begegnen jedem Verfechter der göttlichen Botschaft, wenn er Menschen zu reformieren versucht, die lange unter Tyrannei gelebt und eine unterwürfige Wesensart angenommen haben. Die Lage ist noch schlimmer, wenn diese Menschen den göttlichen Glauben zwar gekannt, ihn aber nach Jahren der Vernachlässigung vergessen haben. In einer solchen Situation erscheint die Botschaft des göttlichen Glaubens diesen Menschen leblos. Daher muss der Verfechter des göttlichen Glaubens seine Anstrengungen und seine Geduld verdoppeln. Er braucht einen unerschöpflichen Vorrat an Geduld, um mit der Arglist, der Widerspenstigkeit, dem starren Wesen und den kleinlichen Anliegen dieser Menschen zurechtzukommen. Ebenso muss er in der Lage sein, mit plötzlichen Rückschlägen umzugehen, die ihn auf jeder Etappe erschüttern, wenn er sieht, wie diese Menschen immer wieder versuchen, in die Unwissenheit zurückzufallen.
These troubles are encountered by every advocate of the divine message when he tries to reform people that have for long lived under tyranny and acquired a submissive nature. The situation is even worse if those people have known the divine faith but have forgotten it following years of abandonment. In such a situation, the message of the divine faith appears lifeless to such people. Hence, the advocate of divine faith needs to double his efforts and his patience. He needs an inexhaustible wealth of patience in order to cope with such people’s deviousness, transgression, rigid nature and petty concerns. He also needs to be able to cope with sudden setbacks that will jolt him at every stage as he finds those people trying time and again to relapse into ignorance.
Dies ist vielleicht einer der Gründe, weshalb der Qur'ān der muslimischen Gemeinschaft die Geschichte der Kinder Israels so häufig und so ausführlich schildert. Ihre Geschichte und ihre Erfahrungen sind für die Verkünder des göttlichen Glaubens in jeder Generation von Nutzen.
This is perhaps one reason why the Qur’ān frequently relates to the Muslim community the history of the Children of Israel in such detail. Their history and experience are of benefit to the advocates of the divine faith in every generation.
Krankheiten der Seele sind ebenso ansteckend wie Krankheiten des Körpers, doch kann die Ansteckung nur auf Seelen übergehen, die bereit sind, sie aufzunehmen. Wie im Qur’ān genau und treffend dargestellt wird, ist das Wesen der Kinder Israels schwach und völlig ohne Entschlossenheit. Kaum beginnt es, der rechten Führung zu folgen, fällt es schon wieder in Irrtum zurück. Kaum beginnt es, sich emporzuheben, stürzt es erneut. Hat es nur ein kurzes Stück auf dem geraden Weg zurückgelegt, erleidet es einen plötzlichen Rückschlag. All dies geht einher mit einer starren und verhärteten Haltung, die sich den Geboten der Wahrheit nicht beugen will. Hier sehen wir ihr Wesen in aller Deutlichkeit hervortreten. Kaum waren sie Menschen begegnet, die Götzen anbeteten, da vergaßen sie schon, was sie über einen Zeitraum von mehr als zwanzig Jahren gelehrt worden waren, seit Moses sie erstmals aufgerufen hatte, an die Einheit Gottes zu glauben. Einige Berichte erwähnen, dass Moses dreiundzwanzig Jahre in Ägypten verbrachte, vom Tag, an dem er seine Botschaft erstmals dem Pharao und seinem Volk vortrug, bis zu dem Tag, an dem er mit den Kindern Israels das Meer überquerte. Sie vergaßen sogar das Wunder, das sie kurz zuvor vor dem Pharao gerettet hatte und durch das dieser mit seinem Heer ertrunken war. Diejenigen, die beim Pharao standen, unterwarfen und unterdrückten die Kinder Israels unter dem Vorwand des Götzendienstes. Die Berater des Pharaos versuchten, ihn aufzustacheln, damit er Moses und seine Anhänger bestrafe. Sie sagten zu ihm:
Diseases of the soul are contagious just like diseases of the body, yet the infection cannot be passed on except to souls that are ready to receive it. As accurately and faithfully portrayed in the Qur’ān, the nature of the Children of Israel is weak, totally lacking in resolve. It hardly begins to follow proper guidance when it relapses into deviation. Scarcely does it begin to elevate itself before it tumbles again. When it has gone only a short distance along the straight path, it suffers a sudden setback. All this is accompanied by a rigid and hardened attitude that will not abide by the dictates of the truth. Here we see their nature brought out in full relief. Hardly had they come across people engaged in worshipping deities than they began to overlook what they had been taught over a period extending more than twenty years since Moses first called on them to believe in God’s oneness. Some reports mention that Moses spent twenty-three years in Egypt from the day when he first put his message to Pharaoh and his people to the day when he crossed the sea with the Children of Israel. They even forgot the miracle that had only a short while ago saved them from Pharaoh and drowned him and his army. Those who were with Pharaoh subjugated and oppressed the Children of Israel in the name of idolatry. Pharaoh’s aides tried to provoke him so that he would punish Moses and his followers. They said to him:
„Wirst du zulassen, dass Mose und sein Volk auf der Erde Unheil stiften und dich und deine Götter verlassen?“ (Vers 127) Doch jene Kinder Israels vergaßen all dies und stellten Mose, den Gesandten des Herrn der Welten, ihre einzige Bitte: Er solle ihnen einen Gott schaffen! Hätten sie selbst solche Götter gemacht, erschiene die Sache weniger seltsam, als Mose darum zu bitten, ihnen einen zu verschaffen. Doch so ist die Natur der Israeliten.
“Will you allow Moses and his people to spread corruption in the land and to forsake you and your gods?” (Verse 127) Yet those very Children of Israel forgot all this and made their singular request of Moses, the messenger sent by the Lord of the universe, to set up a god for them! Had they themselves made such gods, the matter would appear less strange than asking Moses to provide them with one. But such is the nature of the Israelites.
Von seinem Glauben an Gott, den Herrn der Welten, angetrieben, war Moses sehr zornig. Er konnte nicht begreifen, wie sein Volk in den Heidentum zurückfallen konnte. Er sagte zu ihnen:
Motivated by his faith in God, the Lord of the universe, Moses was very angry. He could not understand how his people could relapse into paganism. He said to them:
„Ihr seid wahrlich ein unwissendes Volk.“ (Vers 138) Er gab nicht an, worin sie unwissend waren, denn er wollte, dass diese Beschreibung in ihrem umfassendsten Sinn gilt. Im arabischen Original wird der Begriff „unwissend“ in zwei Bedeutungen verwendet, die im Gegensatz zu Wissen und Weisheit stehen. Eine solche Forderung verrät einen völligen Mangel an beidem. Das zeigt uns, dass ein Abfall vom Glauben an die Einheit Gottes hin zum Heidentum nur bei solchen Menschen geschehen kann, die zugleich unwissend und töricht sind. Wissen und Weisheit werden unweigerlich zum Glauben an die Einheit Gottes führen. Kein wahres Wissen und keine wahre Weisheit können anderswohin führen. Wenn Wissenschaft und Vernunft dieses Universum und die Gesetze betrachten, die in ihm wirken, erkennen sie, dass alle diese Gesetze auf den einen Schöpfer hinweisen, der alles in Gang gesetzt hat. Diese Gesetze spiegeln nicht nur die sorgfältige Planung Gottes wider, sondern auch die Einheit, die Ergänzung und die Kohärenz zwischen diesen Gesetzen und den Wirkungen ihres Wirkens. All dies würde jedem ohne Weiteres einleuchten, der über das Universum und das, was in ihm geschieht, richtig nachdenkt. Niemand wird all dies übersehen außer unwissenden und törichten Menschen, auch wenn sie, wie so oft, behaupten, Wissen zu besitzen.
“You are indeed an ignorant people.” (Verse 138) He did not specify what they were ignorant of, because he wanted this description to apply in its fullest sense. In the Arabic original, the term “ignorant” is used in two senses, contrasting with knowledge and wisdom. Such a request betrays a total lack of both. This tells us that deviation from the faith based on God’s oneness into paganism can only happen to those who are both ignorant and stupid. Knowledge and wisdom will inevitably lead to believing in God’s oneness. No true knowledge or true wisdom can lead anywhere else. When science and reason look at this universe and the laws that operate in it they understand that all these laws point to the single Creator who has set everything in motion. These laws do not reflect only God’s careful planning, but also the unity, the complementarity and coherence between these laws and the effects of their operation. All this would readily appear to anyone who reflects properly on the universe and what takes place in it. No one will turn a blind eye to all that except ignorant and stupid people, although they may claim to have knowledge, as they often do.
Moses erklärt seinem Volk, welche Folgen aus ihrer Bitte entstehen könnten, und verweist dabei auf das schreckliche Ende, das jene erwartet, die sie nachahmen wollten, indem sie Götter ähnlich den ihren schaffen wollten: „Gewiss, diese Menschen – ihr Vorgehen wird unweigerlich zum Verderben führen, und wertlos ist alles, was sie getan haben.“ (Vers 139)
Moses explains to his people what may result out of their request, pointing to the terrible end that awaits those whom they wanted to imitate, making gods similar to theirs: “As for these people: their method will inevitably lead to destruction, and worthless is all that they have been doing.” (Verse 139)
Ihr Götzendienst und die Lebensweise, die sie auf der Grundlage solcher Überzeugungen führen, sind nichtig.
Their idolatry, and the type of life they lead on the basis of such beliefs are in vain.
Das große Heer von Funktionären und Geistlichen sowie die Herrscher, die ihre Autorität aus einem solchen Chaos ableiten, und all die irrigen Vorstellungen und das verdorbene Leben, die aus der Abkehr vom Glauben an den einen Gott hervorgehen, nützen nichts. Sie alle werden in den Untergang gehen.
The large army of functionaries and clerics, and the rulers who derive their authority from such a chaotic mess and all the erroneous concepts and corrupted life that result from deviating away from belief in one God are of no avail. They will all end in ruin.
Doch Moses' Zorn über die Haltung seines Volkes nimmt einen noch stärkeren Ausdruck an und in einer höheren Tonlage an, die sich zugleich darüber wundert, wie sie die Gnade Gottes so schnell vergessen konnten, obwohl ihre Zeichen noch vorhanden sind: „Soll ich für euch einen anderen Gott suchen als Gott, obwohl Er euch vor allen anderen Völkern bevorzugt hat?“ (Vers 140)
But Moses’s anger at his people’s attitude takes an even stronger expression and in a higher pitch that also wonders at how they could so quickly forget God’s grace when its manifestations are still there: “Am I to seek for you a deity other than God, although He has favoured you above all other people?” (Verse 140)
Dass sie zu ihrer Zeit vor allen Menschen ausgezeichnet wurden, zeigte sich darin, dass sie auserwählt wurden, die göttliche Botschaft von der Einheit Gottes zu tragen.
That they were favoured above all mankind in their own time was reflected in the fact that they were chosen to be the bearers of the divine message of God’s oneness.
Dies ist die größte aller Gunsterweisungen. Sie wurden außerdem auserwählt, Erben des gesegneten Landes zu werden, das damals in heidnischer Hand war. Wie hätten sie, nach alldem, ihren Propheten bitten können, ihnen eine andere Gottheit als Gott zu suchen, obwohl sie gerade in diesem Augenblick Gottes Gnade genossen? Wie es für den Koran typisch ist, lässt die Sure auf das Argument, das Moses vorgebracht hat, eine Ansprache Gottes selbst folgen: „Wir haben euch ja vor dem Volk des Pharao gerettet, das euch grausam unterdrückte: Sie erschlugen eure Söhne und ließen eure Frauen leben. Gewiss, das war eine gewaltige Prüfung von eurem Herrn.“ (Vers 141) Eine solche unmittelbare Verbindung zwischen den beiden Reden ist eine Geste erhabener Ehrung jener Propheten und Verkünder der göttlichen Botschaft.
This is the greatest favour of all. They were also chosen to be the heirs to inherit the blessed land, which was at that time in pagan hands. How could they, after all this, request their Prophet to seek for them a deity other than God, when they were at that very moment enjoying God’s grace? As typical of the Qur’ān, the sūrah follows the argument made by Moses with an address by God Himself: “We have indeed saved you from Pharaoh’s people, who oppressed you cruelly: they slew your sons and spared your women. Surely that was an awesome trial from your Lord.” (Verse 141) Such a direct link between the two speeches is a gesture of sublime honour to those prophets and advocates of the divine message.
Diese Gunst, die den Kindern Israels erwiesen wurde, war zu jener Zeit noch in ihrem Gedächtnis gegenwärtig. Sie hätte ausreichen müssen, um sie an ihre Pflicht zu erinnern, Gott für Seine Segnungen dankbar zu sein. Gott lenkt ihre Aufmerksamkeit auf die Lektionen, die sie aus ihrem Leiden und ihren Prüfungen, gefolgt von ihrer Rettung, hätten lernen sollen. Es war eine Prüfung durch Bedrängnis, gefolgt von einer Prüfung durch Frieden und Sicherheit: „Das war wahrlich eine gewaltige Prüfung von eurem Herrn.“ (Vers 141) Nichts davon geschah ziellos. Das Ganze war eine Lehre, die sie auf eine große Prüfung vorbereiten sollte. Wenn die Prüfung ihre Gedanken und Herzen nicht auf den rechten Weg ausrichtet und sie infolge dieses Versagens Gottes Strafe auf sich ziehen, dann wissen sie, dass die Strafe wohlverdient ist.
This favour given to the Children of Israel was still present in their minds at that time. It should have been enough to remind them of their duty to be grateful to God for His blessings. God draws their attention to the lessons that they should have learnt from their suffering and trials, followed by their salvation. It was a trial of affliction followed by a trial of peace and security: “Surely that was an awesome trial from your Lord.” (Verse 141) None of this happened aimlessly. It was all a lesson which should equip them for a great test. If the test fails to set their minds and hearts on the right course and they incur, as a result of that failure, God’s punishment, then they know that the punishment is well deserved.
Die Zeit der Vorbereitung betrug dreißig Nächte, zu denen noch zehn hinzugefügt wurden, sodass vierzig Nächte vollständig wurden, in denen Moses von allen Beschäftigungen dieser Welt völlig frei war, um sich ganz darauf zu konzentrieren, sich allein Gott zu widmen. Auf diese Weise sollte seine Seele Reinigung und Läuterung erlangen, und sein Entschluss sollte gestärkt werden, um das große Vertrauen zu erfüllen, das ihm bald übertragen werden sollte.
The period of preparation was thirty nights, to which ten more were added in order to complete forty nights during which Moses would be completely free from all preoccupations of this world in order to concentrate on dedicating himself to God alone. Thus, his soul would achieve purification and refinement, and his resolve would be strengthened to fulfil the great trust which was about to be given to him.
Kurz bevor er zu seiner Zeit der Abgeschiedenheit und Hingabe aufbrach, gab Moses seinem Stellvertreter seine Anweisungen: „Moses sagte zu seinem Bruder Aaron:
Just before leaving for his period of seclusion and dedication, Moses gave his instructions to the man who was to deputize for him: “Moses said to his brother Aaron:
„Vertritt mich unter meinem Volk, handle recht und folge nicht dem Pfad derer, die Unheil stiften.“ (Vers 142) Moses wusste, dass sein Bruder Aaron ebenfalls ein Prophet war, den sein Herr zusammen mit ihm gesandt hatte. Doch ein Gläubiger erteilt anderen Gläubigen stets guten Rat. Dies ist das Recht und die Pflicht der Muslime. Moses war sich der schweren Last bewusst, die Aaron nun auf sich nehmen würde, und des Wesens der Kinder Israels.
‘Take my place among my people and act righteously. Do not follow the path of those who spread corruption.’” (Verse 142) Moses was aware that his brother, Aaron, was also a Prophet sent alongside him by his Lord. But a believer always gives good counsel to other believers. This is the right and duty of Muslims. Moses was aware of the heavy burden Aaron was about to shoulder, and of the nature of the Children of Israel.
Aaron nahm den guten Rat, den ihm sein Bruder gab, gerne an. Einen Rat empfinden nur böse Menschen als Last, die sich losreißen wollen, oder hochmütige Menschen, die meinen, es sei unter ihrer Würde, einen Rat anzunehmen. Ein kleiner Mensch ist es, der eine helfende Hand ausschlägt, um zu zeigen, dass er allein zurechtkommt.
Aaron welcomed the good advice given him by his brother. Advice is felt to be a burden only by wicked people who want to break loose, or by arrogant people who feel that to take advice is beneath them. It is a small man who refuses to take a supporting hand in order to show that he can cope on his own.
Was die dreißig Nächte und die Hinzufügung von zehn weiteren betrifft, sagt Ibn Kathīr in seinem Korankommentar: „Gott erwähnt in Seinem Buch, dass Er für Mūsā dreißig Nächte bestimmt hat. Die Kommentatoren sagen, dass Mūsā (Friede sei mit ihm) in diesen Tagen fastete und praktisch nichts aß. Als die Frist abgelaufen war, nahm Mūsā die Rinde eines Baumes und rieb damit seine Zähne. Da befahl ihm Gott, noch zehn weitere Tage fortzufahren.“
As regards the thirty nights and the addition of ten more, Ibn Kathīr states in his commentary on the Qur’ān: “God mentions in His book that He appointed thirty nights for Moses. Commentators say that Moses (peace be upon him) fasted during these days and ate practically nothing. When the term was over, Moses took the skin of a tree and rubbed his teeth with it. God commanded him then to continue for ten more days.”
But look upon the mountain; if it remains firm in its place, then, only then, you shall see Me.” When his Lord revealed His glory to the mountain, He sent it crashing down. Moses fell down senseless. When he came to himself he said: “Limitless You are in Your glory. To You I turn in repentance. I am the first to truly believe in You.” He said: “Moses, I have chosen you of all mankind and favoured you by entrusting My messages to you and by My speaking to you. Take then what I have given you and be thankful.” We wrote for him on the tablets all manner of admonition, clearly spelling out everything, and (said to him): “Implement them with strength and determination, and bid your people to observe what is best in them. I shall show you the abode of the transgressors. I will turn away from My revelations those who, without any right, behave arrogantly on earth: for, though they may see every sign, they do not believe in it. If they see the path of righteousness, they do not choose to follow it, but if they see the path of error, they choose it for their path; because they disbelieve in Our revelations and pay no heed to them. Those who deny Our revelations and the certainty of the meeting in the Hereafter will see all their works collapse. Are they to be rewarded for anything other than what they have done?’” (Verses 143-147)
Wir müssen all unsere geistige Kraft darauf richten, diese große und einzigartige Szene vor Augen zu führen, um auch nur ansatzweise zu begreifen, was Moses empfunden haben muss: „Als Moses zu Unserem Termin kam und sein Herr zu ihm sprach, sagte er: ‚Mein Herr, zeige Dich mir, damit ich Dich anschauen kann.‘“ (Vers 143)
In jener ehrfurchtgebietenden Szene, als Moses die Gebote seines Herrn empfing, richtete sich seine Seele auf etwas Höheres, begierig danach, nach dem zu greifen, was am begehrenswertesten ist. Er vergisst sich selbst und seine Natur und verlangt nach etwas, das niemand auf Erden besitzen oder ertragen kann. Er bittet darum, den Herrn selbst zu sehen, getrieben von seiner Hoffnung, aufrichtiger Liebe und dem brennenden Verlangen, den größten aller Preise zu erlangen. Doch er wird durch ein entscheidendes Wort in die Wirklichkeit zurückgeholt:
We need to concentrate all our mental ability into visualizing this great and unique scene in order to begin to understand what Moses must have felt: “When Moses came for Our appointment and his Lord spoke to him, he said: ‘My Lord, show Yourself to me, so that I may look at You.’” (Verse 143) In that awesome scene when Moses was receiving his Lord’s commandments, his soul was looking up to something greater, eager to reach out to what is most desirable. He forgets himself and his nature, and requests what no one can have or can tolerate while on earth. He requests to see the Lord Himself, prompted by his hope, genuine love and keenness to have the greatest prize of all. But he is brought back to reality by a decisive word:
„Er sprach: ‚Du wirst Mich nicht sehen.‘“ (Vers 143)
“Said [God]: ‘You shall not see Me.’” (Verse 143)
Doch dann erweist der große Herr ihm Güte, indem Er ihm erklärt, warum er Ihn nicht sehen kann. Seine Verfassung könnte es nicht ertragen: „Schau aber auf den Berg; wenn er an seinem Platz feststeht, dann, nur dann, wirst du Mich sehen.“ (Vers 143) Ein Berg ist gewiss weit fester und weniger von äußeren Mächten beeinflussbar als ein Mensch. Doch was geschah?
But then the great Lord is kind to him, so He explains to him why he cannot see Him. His constitution cannot tolerate it: “But look upon the mountain; if it remains firm in its place, then, only then, you shall see Me.” (Verse 143) A mountain is certainly much firmer and less affected by outside powers than a human being. But what happened?
„Als sein Herr Seine Herrlichkeit dem Berg offenbarte, ließ Er ihn krachend zerfallen.“ (Vers 143)
“When his Lord revealed His glory to the mountain, He sent it crashing down.” (Verse 143)
Wie offenbarte Gott Seine Herrlichkeit dem Berg? Wir können dies schlicht nicht beschreiben oder verstehen. Wir können nur ein Gefühl davon haben, wenn wir jenen geheimen Aspekt unserer Verfassung gebrauchen, der ein Band zwischen uns und Gott hält, wenn unsere Seelen gereinigt sind, mit allem Schmutz abgewaschen, und wir all unser Denken und Verstehen auf Gott und Seine Macht richten. Einfache Worte können es überhaupt nicht ausdrücken.
How did God reveal His glory to the mountain? We simply cannot describe or understand this. We can only have a feeling of it when we use that secret aspect of our constitution which holds a bond between us and God, when our souls are purified, with all filth purged away, and we concentrate all our thinking and understanding on God and His power. Simple words cannot express it at all.
Daher werden wir nicht versuchen, mit Worten zu beschreiben, wie Gott Seine Herrlichkeit dem Berg offenbarte. Wir ziehen es vor, alle Berichte zu verwerfen, die dies zu erklären versuchen, denn keiner von ihnen wird dem Propheten selbst authentisch zugeschrieben, während der Qur’ān dazu nichts gesagt hat.
Therefore, we will not try to describe with words how God revealed His glory to the mountain. We prefer to discount all the reports that try to explain it, because none of them is authentically attributed to the Prophet himself, while the Qur’ān has said nothing on it.
„Als der Herr Seine Herrlichkeit dem Berg offenbarte, ließ Er ihn krachend zusammenstürzen.“ (Vers 143) Der ganze Berg wurde somit eingeebnet, sodass an der Erdoberfläche keinerlei Erhebungen zurückblieben. Moses war überwältigt, und „Moses fiel ohnmächtig zu Boden.“ (Vers 143) Er war völlig bewusstlos.
“When the Lord revealed His glory to the mountain, He sent it crashing down.” (Verse 143) The whole mountain was thus levelled down with no obtrusions on the surface of the earth. Moses was overawed and “Moses fell down senseless.” (Verse 143) He was completely unconscious.
„Als er zu sich kam“, als er die Grenzen seiner Fähigkeit erkannte und einsah, dass er seine Grenzen überschritten hatte, als er seine Bitte äußerte, „sprach er: ‚Gepriesen seist Du, Dir gebührt Preis in Deiner Herrlichkeit.‘“ Damit erkannte er, dass Gott zu herrlich ist, als dass er mit dem bloßen menschlichen Auge gesehen werden könnte.
“When he came to himself” realizing the limits of his ability, and recognizing that he overstepped his limits when he made his request, “he said: ‘Limitless You are in Your glory.’” He thus realized that God is too glorious to be seen by the naked human eye.
„Zu Dir kehre ich reuevoll zurück“, weil ich meine Grenze überschritten habe, als ich eine solche Bitte stellte. „Ich bin der Erste, der wahrhaftig an Dich glaubt.“ (Vers 143) Die Gesandten Gottes sind stets die Ersten, die an die Größe ihres Herrn und an Seine Offenbarungen glauben. Gott befiehlt ihnen, zu erklären, dass sie die Ersten sind, die glauben. Der Qur’ān berichtet an mehreren Stellen, dass sie dem nachkommen und diese Erklärung abgeben.
“To You I turn in repentance,” for having overstepped my limit in making such a request. “I am the first to truly believe in You.” (Verse 143) God’s messengers are always the first to believe in the greatness of their Lord and in His revelations. God commands them to declare that they are the first to believe. The Qur’ān reports in several instances that they comply and make that declaration.
Once again, Gottes Gnade wurde Mose in reichem Maße zuteil. Bald darauf erhielt er die freudige Nachricht, dass er auserwählt worden war, Gottes Botschaft zu seinem Volk zu tragen, nachdem es gerettet worden war. Seine Botschaft an den Pharao und sein Volk konzentrierte sich auf jene Befreiung:
Once more God’s grace was bestowed on Moses in abundance. He soon received the happy news of his being chosen to carry God’s message to his people after they had been saved. His message to Pharaoh and his people focused on that deliverance:
„Er sprach: O Mūsā, Ich habe dich vor den Menschen erwählt, mit Meinen Botschaften und mit Meinem Reden. So nimm, was Ich dir gegeben habe, und sei dankbar.“ (Vers 144)
“He said: Moses, I have chosen you of all mankind and favoured you by entrusting My messages to you and by My speaking to you. Take then what I have given you and be thankful.” (Verse 144)
Wir entnehmen dieser Aussage, dass Moses vor all seinen Zeitgenossen bevorzugt wurde. Vor Moses wurden Gesandte gesandt, und nach seiner Zeit wurden weitere Gesandte gesandt. Es handelt sich also um eine Gunst gegenüber einer ganzen Generation der Menschheit. Was Moses allein auszeichnete, war die Tatsache, dass Gott direkt zu ihm sprach. Moses wurde von Gott außerdem geboten, das anzunehmen, was ihm gegeben wurde, und dankbar dafür zu sein, bevorzugt worden zu sein und die Botschaft Gottes erhalten zu haben. So wurde ihm unterwiesen, wie er auf Gottes Gunst reagieren sollte. Alle Gesandten [Friede sei mit ihnen] leiten die Menschen an und geben ihnen ein gutes Beispiel. Daher sollen alle Menschen annehmen, was Gott ihnen gegeben hat, und dafür ihre Dankbarkeit zeigen, damit sie weitere Segnungen empfangen, sich vor Hochmut und Eitelkeit hüten und ein gutes Verhältnis zu Gott bewahren.
We understand from this statement that Moses was favoured over all his contemporaries. Messengers were sent before Moses and other messengers were sent after his time. It is, then, a favour over a whole generation of mankind. What was unique to Moses alone was the fact that God spoke to him directly. Moses was also commanded by God to take what he was given and to be grateful for being favoured and for having been given God’s message. Thus he was instructed how to react to God’s favour. All messengers [peace by upon them] provide guidance to people and present them with a good example. Hence, all people should accept whatever is given to them by God and show their gratitude for it so that they can receive more blessings and guard against arrogance and conceit, and maintain a good relationship with God.
Außerdem sollte er sein Volk auffordern, seine schweren Verpflichtungen zu erfüllen, denn diese seien das Beste für sie und am sichersten geeignet, eine große Wende in ihrer Lage herbeizuführen. Die Art, wie dieser Auftrag erteilt wird, legt nahe, dass dies der richtige Weg war, die Wesensart der Israeliten zu reformieren. Sie mussten Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit zeigen, die ihnen in der Botschaft Gottes dargelegten Verpflichtungen zu erfüllen. Doch der Moses erteilte Auftrag deutet zugleich darauf hin, dass dies der Weg ist, den jede Gemeinschaft gegenüber dem göttlichen Glauben einschlagen sollte.
Moreover, he was to bid his people to fulfil their tough obligations because these were the best for them and the most certain to bring about a great transformation in their situation. The way this order is given suggests that this was the proper approach to reform the nature of the Israelites. They needed to show seriousness and determination to fulfil their obligations outlined to them in God’s message. But the order given to Moses also suggests that this is the approach to be followed by every community towards divine faith.
Der Glaube ist von großer Bedeutung in den Augen Gottes, sowohl was dieses Universum betrifft als auch die Art und Weise, wie Gott seine Angelegenheiten nach Seinem Willen lenkt. Er ist auch von großer Bedeutung für die Geschichte der Menschheit, für das Leben des Menschen auf Erden und im Jenseits. Die Lebensordnung, die der göttliche Glaube darlegt, gründet sich auf den grundlegenden Gedanken der Einheit Gottes, des einzigen Herrn des Universums, dem alle Menschen als Diener angehören. Sie verwandelt somit das menschliche Leben insgesamt und gibt ihm eine Richtung, die sich völlig von allen Wegen unterscheidet, die die Unwissenheit vorgezeichnet hat, welche die Herrschaft im Universum anderen Wesen als Gott zuschreibt.
Faith is a matter of great importance in God’s view, and in as far as this universe is concerned and how God conducts its affairs by His will. It is also a matter of great importance in human history, man’s life on earth, and in the hereafter as well. The code of living detailed by the divine faith is based on the basic concept of God’s oneness, the only Lord in the universe, to whom all mankind are servants. It thus transforms human life in general, giving it a direction that is totally different from all courses chartered by ignorance that assign lordship in the universe to beings other than God.
Was von Gott so ernst genommen wird und im Universum, im menschlichen Leben und in der Geschichte eine solche Bedeutung hat, muss ernst genommen werden und kann nicht anders als stark auf die Menschen wirken. Es kann schlichtweg nicht vernachlässigt oder leichtgenommen werden. Es ist für sich genommen eine ernste Angelegenheit, und sie verlangt ernsthaftes Handeln. Doch eine solche Ernsthaftigkeit kann von Menschen nicht ertragen werden, die von ihrer Natur her alles sehr leicht nehmen. Das bedeutet keine Starrheit, Kompliziertheit oder Extremismus. Nichts davon hat etwas mit dem göttlichen Glauben zu tun. Es bedeutet einfach, dass die Herangehensweise ernst sein muss und die Umsetzung mit Kraft und Entschlossenheit erfolgen muss.
What is viewed so seriously by God and enjoys such importance in the universe, human life and history must be taken seriously and cannot but have a strong effect on people. It simply cannot be trifled with or taken lightly. It is a serious matter in itself, and it demands serious action. But such seriousness cannot be tolerated by people who, by their nature, take everything very lightly. This does not mean any rigidity, complexity or extremism. None of these have anything to do with divine faith. It simply means that the approach must be serious and the implementation must be carried out with strength and determination.
Die besondere Beschaffenheit der Kinder Israels machte eine so ernsthafte Unterweisung erforderlich, nachdem sie durch eine lange Zeit der Erniedrigung in Ägypten verdorben worden waren. Es wird angemerkt, dass alle Gebote, die den Kindern Israels gegeben wurden, mit besonderem Nachdruck verbunden waren, um sie zu Ernsthaftigkeit, Aufrichtigkeit und Entschlossenheit zu erziehen. Dies gilt für jede Gemeinschaft, die eine lange Zeit der Unterwerfung, Erniedrigung und Tyrannei erlitten haben mag. Nach einer solchen Zeit ist es nur natürlich, dass Menschen in ihrer Herangehensweise an alle Angelegenheiten hinterhältig werden, denn ihr vorrangiges Ziel war es, Ärger zu vermeiden und nur das zu tun, was leicht ist. Wir können dies sehr deutlich an vielen heutigen Gemeinschaften erkennen, die versuchen, dem Glauben auszuweichen, um ihren Pflichten nicht nachzukommen. Sie schließen sich einfach der Masse an, denn zu einer Menge zu gehören kostet nicht viel.
The nature of the Children of Israel in particular required such a serious instruction after it had been corrupted by a long period of humiliation in Egypt. It is noted that all commandments given to the Children of Israel were coupled with added emphasis in order to train them to be serious, straightforward and determined. This applies to any community that may have suffered a long period of subjugation, humiliation and tyranny. After such a period, it is only natural that people should become devious in the way they approach all matters, because their priority has been to avoid trouble and do only that which is easy. We can see this very clearly in many contemporary communities which try to evade faith in order not to fulfil its obligations. They simply join the crowd, because being one of a crowd does not cost much.
Als Gegenleistung dafür, dass sie Gottes Befehle ausführen, verspricht Gott Moses und seinem Volk, sie im Land zu festigen und sie das Land erben zu lassen, das damals in den Händen eines frevelhaften Volkes war: „Ich werde euch die Wohnstätte der Frevler zeigen.“ (Vers 145)
In return for carrying out God’s orders, God promises Moses and his people to establish them in the land and to cause them to inherit the land which was then in the hands of a transgressor community: “I shall show you the abode of the transgressors.” (Verse 145)
Wahrscheinlich ist damit das Heilige Land gemeint, das zu jener Zeit in den Händen einer heidnischen Gemeinschaft war. Somit war dies eine frohe Botschaft für die Israeliten, dass sie gewiss das Heilige Land einnehmen würden. Es ist wahr, dass die Kinder Israels das Heilige Land zu Lebzeiten Moses nicht betraten, doch das lag daran, dass ihre Läuterung noch nicht vollendet und ihr Wesen noch nicht gerade gerichtet war. Wir sollten uns daran erinnern, dass sie an seiner Grenze standen und zu ihrem Gesandten sagten: „Mächtige Leute wohnen in jenem Land, und wir werden es gewiss nicht betreten, solange sie es nicht verlassen. Wenn sie es verlassen, dann werden wir hineingehen.“ (5: 22) Als zwei Gläubige, die Gott wahrhaft fürchteten, sie drängten, sich den Weg in das Heilige Land zu erzwingen, sprachen sie mit Moses in all der Respektlosigkeit, zu der nur Feiglinge fähig sind, so wie ein Maultier, das seinen Treiber ausschlägt, und sagten: „Wir werden niemals hineingehen, solange sie darin sind. Geh du also mit deinem Herrn hinaus und kämpft, ihr beide. Wir werden hier bleiben.“ (5: 24) Dies beschreibt ihr feiges Wesen, das keiner ernsthaften Verpflichtung standhalten kann. Der Glaube und das Gesetz, die dem Propheten Moses (Friede sei mit ihm) gegeben wurden,
Most probably this is a reference to the Holy Land which was at the time in the hands of a pagan community. Thus, this was happy news given to the Israelites that they were certain to take over the Holy Land. It is true that the Children of Israel did not enter the Holy Land in Moses’s lifetime, but that was because their reformation was as yet incomplete, and their nature not yet straightened. We should remember that they stood at its borders, saying to their Messenger: “Mighty people dwell in that land, and we will surely not enter it unless they depart from it. If they do depart, then we will enter.” (5: 22) When two believers who truly feared God urged them to force their way into the Holy Land, they spoke to Moses with all the rudeness only cowards can command, just like a mule that kicks its driver, saying: “We will never go in so long as they are in it. Go forth, then, you and your Lord, and fight, both of you. We shall stay here.” (5: 24) This describes their cowardly nature which cannot stand up to any serious obligation. The faith and the law given to the Prophet Moses (peace be upon him)
und das göttliche Gebot, dass er es ernst nehmen und mit Kraft und Entschlossenheit umsetzen solle, mit dem Ziel, jene Wesensart zu verwandeln. Daher wurde ihm auch befohlen, sein Volk aufzufordern, den Mühen standzuhalten, die mit der Umsetzung des Gesetzes Gottes verbunden sind.
and the divine commandment that he should take it seriously and implement it with strength and determination aimed at transforming that nature. Hence, he was also ordered to bid his people to stand up to the difficulties involved in implementing God’s law.
Solche Menschen werden lebendig vor unsere eigenen Augen gestellt, sodass wir durch die Worte des Qur’ān sehen können, wie sie sich bewegen und wie sie lächeln, denn sie „verhalten sich ohne jedes Recht überheblich auf der Erde“. (Vers 146)
Es versteht sich von selbst, dass niemand mit Recht überheblich und stolz sein kann. Tatsächlich ist der Hochmut eine Eigenschaft, die allein Gott gehört, und Er teilt sie mit keinem anderen Partner. Wenn ein Mensch den Hochmut zum Kennzeichen seines Verhaltens macht, tut er dies ohne jedes Recht. Die schlimmste Art des Hochmuts ist es, Herrschaft über andere Menschen zu beanspruchen, Gesetze zu erlassen, die dem Gesetz Gottes widersprechen, und Menschen zu zwingen, sich solchen falschen Gesetzen zu unterwerfen. Aus diesem grundlegenden Aspekt des Hochmuts entspringt alles überhebliche Verhalten. Alle anderen Aspekte sind diesem nachgeordnet: „Wenn sie den Weg der Rechtleitung sehen, wählen sie ihn nicht als ihren Weg, wenn sie aber den Weg des Irrtums sehen, wählen sie ihn als ihren Weg.“ (Vers 146)
Such people are brought vividly before our own eyes so that we can see through the Qur’ānic words how they move about and how they smile, for they “without any right, behave arrogantly on earth.” (Verse 146) Needless to say, no one can be rightfully arrogant and proud. Indeed, pride is an attribute that belongs to God alone, and He shares it with no other partner. Whenever a human being makes pride the mark of his behaviour, he does so without any right. The worst type of pride is to claim lordship over other people, enacting legislation that is at variance with God’s law, and forcing people to submit to such false legislation. It is from this basic aspect of pride that all arrogant behaviour emanates. All other aspects are secondary to it: “If they see the path of righteousness, they do not choose to follow it, but if they see the path of error, they choose it for their path.” (Verse 146)
Dies ist also eine fehlerhafte Natur, die sich vom Pfad der Rechtschaffenheit entfernt, sobald sie ihn erblickt, und bei jeder Gelegenheit den Pfad des Irrtums bevorzugt. Sie scheint einen Mechanismus zu besitzen, der sie auf diese Weise antreibt. Dies ist das Hauptmerkmal solcher hochmütigen Menschen, die Gott dafür strafen will, dass sie Seine Zeichen verworfen haben. So wendet Er sie für immer von diesen Zeichen ab. Wir begegnen solchen Menschen und erkennen sie an ihren Zügen und Eigenschaften. Es ist, als wendeten sie sich ohne Mühe oder Nachdenken von der Rechtschaffenheit ab und wählten den Irrtum. Sie sind blind für die richtigen Anzeichen und stets empfänglich für das, was zum Irrtum führt. Zugleich sind sie von Gottes Zeichen und Offenbarungen abgewandt, so dass sie niemals darauf antworten werden.
This is then an erring nature that moves away from the path of righteousness whenever it sees it, and prefers the path of error at every opportunity. It seems to have a mechanism that prompts it in such a fashion. This is the main characteristic of such arrogant people whom God has willed to punish for rejecting His signs. Thus, He turns them away from these signs forever. We meet such people and recognize them by their features and characteristics. It is as if they turn away from righteousness and choose error without effort or contemplation. They are blind to the right indicators, always receptive of what leads to error. At the same time, they are turned away from God’s signs and revelations, so that they will never respond to them.
Grenzenlos ist Gott in Seiner Herrlichkeit. Durch flüchtige Berührungen und einfache Ausdrücke des Qur'ān treten diese Menschen so lebendig vor uns, dass wir beinahe ausrufen: Ja, wir kennen sie. Mit anderen Worten: Die Beschreibung passt genau auf jemanden, den wir beim Namen kennen.
Limitless is God in His Glory. Through quick touches and simple Qur’ānic expressions, these people appear in front of us so vividly that we almost declare: yes we know them. In other words, the description perfectly fits someone we know by name.
Die Strafe, die sowohl im diesseitigen Leben als auch im Jenseits Verderben bringt, ist in der Tat die gerechte und angemessene Strafe für diese Art von Mensch. Es ist der Typus, der die Offenbarungen Gottes zurückweist und sich von ihnen abwendet, der sich auf der Erde überheblich verhält und sich vom Pfad der Rechtschaffenheit entfernt, sobald er ihn erblickt, und der stets eilig dem Pfad des Irrtums folgt. Es ist ihr eigenes Handeln, das eine solche Strafe verdient und sie ins Verderben führt: „Weil sie Unsere Zeichen für Lüge erklärten und achtlos an ihnen vorübergingen." (Vers 146)
The punishment that ensures ruin in this life as well as in the life to come is indeed the just and fitting punishment for this type of person. It is the type who rejects God’s revelations and turns away from them, behaving arrogantly on earth and moving away from the path of righteousness whenever they see it, rushing always to follow the path of error. It is their own action that merits such punishment and leads them to ruin: “Because they disbelieve in Our revelations and pay no heed to them.” (Verse 146)
„Diejenigen, die Unsere Offenbarungen und die Gewissheit der Begegnung im Jenseits leugnen, deren Werke werden zunichtegehen. Werden sie für etwas anderes belohnt als für das, was sie getan haben?“ (Vers 147) Der Koranische Ausdruck verwendet für den „Zusammenbruch“ der Werke jener Menschen einen besonderen Begriff. Er leitet sich von dem ab, was mit einer Kamelstute geschieht, die giftige Pflanzen frisst, woraufhin ihr Bauch anschwillt, bevor sie stirbt. Dies ist eine treffende Beschreibung, die zu der Falschheit passt, die von denjenigen wiederholt wird, die Gottes Offenbarungen und die Gewissheit der Begegnung im Jenseits leugnen. Sie spielen sich auf und versuchen, die Menschen mit ihrer vermeintlichen Größe zu beeindrucken. Ihre Falschheit führt sie ins Verderben, genau wie die Kamelstute, die giftige Pflanzen frisst. Doch wie werden die Werke und Taten jener Leugner zusammenbrechen?
“Those who deny Our revelations and the certainty of the meeting in the hereafter will see all their works collapse. Are they to be rewarded for anything other than what they have done?” (Verse 147) The Qur’ānic statement uses a special term for the “collapse” of those people’s works. It is derived from what happens to a she-camel which eats poisonous plants causing her belly to swell before she dies. This is an apt description which fits the falsehood reiterated by those who deny God’s revelations and the certainty of the meeting in the hereafter. They give themselves airs, trying to impress people of their assumed greatness. Their falsehood leads them to ruin just like the she-camel which eats poisonous plants. But how will the works and actions of those rejecters collapse?
Vom Standpunkt des Glaubens aus glauben wir, dass die Warnungen Gottes gewiss eintreffen werden, ungeachtet aller gegenteiligen Anschein. Wer Gottes Offenbarungen und die Gewissheit leugnet, dass alle Menschen im Jenseits zu Ihm versammelt werden, dessen Werke werden insgesamt vernichtet. In der Praxis stellen wir fest, dass dies im menschlichen Leben tatsächlich so ist. Diejenigen, die die Zeichen leugnen, die Gott überall im Universum angebracht hat, oder die Offenbarungen leugnen, die Er Seinem Gesandten zuteilwerden ließ, und folglich die Gewissheit leugnen, Gott am Tag des Gerichts zu begegnen, sind vom rechten Weg abgekommen. Sie entfernen sich ständig von der Natur des Universums, denn das Universum unterwirft sich dem Gesetz Gottes. Sie haben keine Verbindung zum Universum und keine Motivation, sich mit dem Handeln zu verbinden, das den Zweck der universellen Existenz erfüllt. Daher wird jede Handlung, die solche Menschen begehen, gewiss zusammenbrechen, auch wenn sie zu gedeihen scheint. Denn eine solche Handlung ist nicht mit den Beweggründen verbunden, die tief in der Grundlage des Universums oder seinem Ziel verwurzelt sind. Es ist wie ein kleiner Bach, der von der Hauptquelle abgeschnitten wird: Er wird schließlich austrocknen.
From the point of view of faith, we believe that God’s warnings will certainly come true, regardless of any contrary appearances. Whoever denies God’s revelations and the certainty that all people will be gathered to Him in the hereafter will have all his works ruined. In practice, we find that this is truly the case in human life. Those who deny the signs God has placed all over the universe or deny the revelations He has vouchsafed to His Messenger, and consequently deny the certainty of meeting God on the Day of Judgement, have gone astray. They continuously move away from the nature of the universe, because the universe submits to God’s law. They have no link with the universe and have no motivation to link themselves with the action that fulfils the purpose of universal existence. Hence, every action that such people perpetrate will certainly collapse, even though it may appear to be flourishing. This is because such action is not linked to the motives that are deeply rooted in the very basis of the universe or its goal. It is just like a little stream that gets cut off from the main spring. It will eventually dry out.
Jene, die keinen engen Zusammenhang zwischen den Werten des Glaubens und dem Verlauf der Menschheitsgeschichte sehen, und jene, die Gottes Willen übersehen, der das Schicksal eines jeden bestimmt, der solche Werte leugnet, sind tatsächlich diejenigen, die weiterhin Gottes Zeichen und Offenbarungen keine Beachtung schenken. Auf sie trifft Gottes Aussage zu. Es sind diejenigen, von denen Gott Sich abwenden wird, von Seinen Offenbarungen, und sie ihrem unausweichlichen Schicksal überlassen wird.
Those who see no close relationship between the values of faith and the movement of human history, and those who overlook God’s will which defines the destiny of everyone that denies such values are indeed the ones who continue to pay no heed to God’s signs and revelations. It is to those that God’s declaration applies. They are the ones whom God will turn away from His revelations and leave them to their inevitable destiny.
Diejenigen, die den scheinbaren Erfolg bewundern, den manche Ungläubige erzielen, und dabei nicht bedenken, dass es sich nur um einen kurzfristigen Erfolg handelt, gleichen jenen, die den geschwollenen Bauch einer Kamelstute bewundern, die giftige Pflanzen gefressen hat, und darin ein Zeichen guter Gesundheit sehen, ohne zu wissen, dass ihr Tod so nahe ist. Frühere Völker bieten sehr deutliche Beispiele. Diejenigen, die ihnen nachgefolgt sind, sollten die Lehren aus ihrer Erfahrung ziehen und beobachten, wie das Gesetz Gottes niemals versagt. Der Wille Gottes wird sicherlich erfüllt werden.
Those who admire the apparent success achieved by some unbelievers, unaware that it is only a short term success, are like those who admire the swollen belly of a she-camel that has eaten poisonous plants, thinking it to be indicative of good health, unaware that its death is so close. Past nations provide very clear examples. Those who have succeeded them should learn the lessons to be derived from their experience and watch how God’s law never fails. God’s will is certain to be done.
That was typical of the nature of the Israelites who could hardly move one step along the straight path before they deviated. They were hardly able to elevate themselves, in their beliefs and concepts, above what is physical and tangible. Even a short lull in exhortation and reminders could see them relapsing into disbelief.
Wir haben zuvor gesehen, wie sie versuchten, ihren Propheten dazu zu bewegen, ihnen eine Gottheit einzurichten, die sie verehren könnten. Sie taten dies nur, weil sie heidnische Menschen sahen, die Götzen anbeteten.
We saw earlier how they tried to persuade their Prophet to set up a deity for them to worship. They did so only because they saw pagan people worshipping idols.
Ihr Prophet tadelte sie streng dafür, dass sie solche Gedanken hegten. Doch als sie sich selbst überlassen waren und einen bloßen Körper eines goldenen Kalbes sahen, das der Sāmirī so gefertigt hatte, dass das Kalb ein Muhen von sich geben konnte, gerieten sie in Begeisterung und richteten ihre Anbetung darauf. Der Sāmirī sagte zu ihnen: „Das ist euer Gott und der Gott Moses’, zu dem Moses gegangen ist, um ihn zu treffen, aber er hat seine Verabredung vergessen.“ Vielleicht wurde dies gesagt wegen der zehn zusätzlichen Nächte, die zu der für Moses festgelegten Frist hinzugefügt wurden, wovon sein Volk nichts wusste. Als Moses nach den ursprünglichen dreißig Nächten nicht zurückkehrte, sagte der Sāmirī zu seinem Volk: „Moses hat seine Verabredung mit seinem Gott vergessen, und nun ist sein Gott hier. Das ist er.“ Seltsam ist, dass diese Leute all die Lehren ihres Propheten vergaßen, der ihnen immer wieder gesagt hatte, dass sie allein ihren Herrn anbeten müssen, den Herrn der Welten, der mit dem bloßen menschlichen Auge nicht gesehen werden kann. Sie dachten nicht einmal über die Beschaffenheit jenes Kalbes nach, das von einem Mann unter ihnen geformt und gestaltet worden war. Sie gehörten zu einer schändlichen Art von Menschen. Der Qur’ān staunt über solche Menschen, wie sie den Ungläubigen in Makkah vorgestellt werden, die Götzen und Statuen anbeteten.
Their Prophet rebuked them severely for entertaining such thoughts. But when they were left to themselves and saw a mere body of a calf of gold made by the Sämirī in a way that allowed the calf to make a lowing sound, they were so excited and addressed their worship to it. The Sarnia said to them: “This is your and Moses’s God, whom Moses has gone to meet, but has forgotten his appointment.” Perhaps this was said because of the ten extra nights that were added to the period appointed for Moses, of which his people were not aware. When Moses did not return after the thirty original nights, the Sarnia said to his people: “Moses has forgotten his appointment with his God, so now his God is here. This is it.” The strange thing is that those people forgot all the teachings of their Prophet who had repeatedly told them that they must only worship their Lord, the Lord of the universe, who cannot be seen by the naked human eye. They did not even reflect on the nature of that calf which was shaped and fashioned by a man among them. They belonged to a disgraceful type of people. The Qur’ān wonders at such people as they are presented to the unbelievers in Makkah who worshipped idols and statues.
„Sahen sie denn nicht, dass es weder zu ihnen sprechen noch ihnen Führung geben konnte? Doch sie nahmen es sich zur Anbetung, denn sie waren Frevler.“ (Vers 148) Wer ist ein größerer Frevler als derjenige, der etwas anbetet, das von Menschenhand gemacht wurde, wo doch Gott es ist, der den Menschen und alles, was sie tun, erschaffen hat?
“Did they not see that it could neither speak to them nor give them any guidance? Yet they took to worshipping it, for they were evildoers.” (Verse 148) Who is a worse evildoer than one who worships something made by a human hand, when it is God who has created human beings and all that they do?
Aaron, der Prophet (Friede sei auf ihm), war noch unter ihnen, doch er konnte sie nicht davon abhalten, in diese törichte Dummheit zu versinken. Es gab auch einige weise Menschen, doch diese konnten die Massen nicht zurückhalten, die sich drängten, das goldene Kalb zu berühren, besonders weil es aus Gold war, das wahre Götzenbild der Israeliten.
Aaron, the Prophet (peace be upon him) was still among them, but he was unable to stop them from sinking into this stupid idiocy. There were also a few wise people, but these could not restrain the masses who scrambled to touch the golden calf, particularly because it was made of gold, the true idol of the Israelites.
Schließlich legte sich der Spuk, die Wahrheit wurde allen klar, und jedem war offensichtlich, wie tief sie sich in törichten Irrtum verstrickt hatten. Auf den Irrtum folgte die Reue: { Und als sie später von Reue ergriffen wurden, nachdem sie erkannt hatten, dass sie irregegangen waren, sagten sie: „Wenn unser Herr sich unser nicht erbarmt und uns nicht vergibt, werden wir gewiss zu den Verlierern gehören.“ } (Vers 149)
Eventually, the farce died down, the truth was clear to all, and it was plain to everyone how far into stupid error they had sunk. Error gave way to remorse: “When they were later afflicted with remorse, having realized that they had gone astray, they said: ‘If our Lord does not have mercy on us and forgive us, we shall certainly be losers.’” (Verse 149)
Die ursprüngliche arabische Aussage vermittelt den Eindruck, dass sie völlig ratlos waren und nicht wussten, wie sie aus dem Schlamassel herauskommen sollten, in den sie sich selbst gebracht hatten. Sie erkannten, dass dieser Rückfall nicht rückgängig zu machen war, da er tatsächlich geschehen war. Daher ihr Eingeständnis: „Wenn unser Herr sich nicht unser erbarmt und uns nicht vergibt, werden wir gewiss zu den Verlierern gehören.“ (Vers 149) Diese Aussage deutet darauf hin, dass sie noch einen gewissen Willen besaßen, der rechten Leitung zu folgen. Ihre Herzen waren noch nicht so verhärtet, dass sie härter als Steine wären, wie Gott sie im Qur’ān beschreibt (2:74). Als sie ihren Irrtum erkannten, wurden sie von Reue ergriffen und begriffen, dass sie nur durch die Barmherzigkeit Gottes gerettet werden konnten.
The original Arabic statement gives an impression that they were at a total loss, unable to determine how to get out of the trouble in which they had landed themselves. They realized that this relapse could not be corrected, because it had actually taken place. Hence, their admission: “If our Lord does not have mercy on us and forgive us, we shall certainly be losers.” (Verse 149) This statement suggests that they had still retained some willingness to follow the right guidance. Their hearts had not yet hardened to the extent of their being harder than stones, as God describes them in the Qur’ān (2: 74). When they recognized their error, they were afflicted with remorse and realized that they could only be saved by God’s mercy.
Yet it was only right that Moses should feel very angry. He had received a terrible shock and a painful surprise. Hence he exclaimed: “What an evil thing you have done in my absence!” (Verse 150) I left you following right guidance, and you relapsed into error. Before I left, you were worshipping God alone, and while I was away you took to the worship of a mere lifeless calf that gave a lowing sound. “Have you tried to hurry up your Lord’s command?” (Verse 150) This could mean that they were trying to hurry God’s judgements and punishment, or it could mean that they tried to hasten his appointment.
„Er legte die Tafeln nieder und packte seinen Bruder am Kopf und zog ihn zu sich heran“ (Vers 150). Dies ist eine sehr heftige Reaktion. Jene Tafeln enthielten das Gesetz, das Gott ihm gegeben hatte. Moses hätte die Tafeln nur in einem Zustand äußerster Wut niedergelegt, der ihn die Beherrschung über sich verlieren ließ. Dass er seinen Bruder am Kopf zerrte, zeigt wiederum dieselbe Reaktion, denn Aaron war ein edler Prophet, voller Glauben und Frömmigkeit.
“He put down the tablets and, seizing his brother by the head, he pulled him to himself” (Verse 150) This is a very strong reaction. Those tablets contained the law God had given him. Moses would not put those tablets down except in a state of extreme anger which caused him to lose control of himself. Again, dragging his brother by the head is indicative of the same reaction, because Aaron was a noble Prophet, full of faith and piety.
Aaron beruft sich auf das Band der Bruderschaft, das er mit Moses verband, um dessen Zorn zu besänftigen. Er legte seine Haltung dar und erklärte, dass er keine Mühe gescheut hatte, seinem Volk guten Rat zu geben: „Er sprach: ‚Sohn meiner Mutter, das Volk hielt mich für schwach, und sie hätten mich beinahe getötet.‘“ (Vers 150)
Aaron appeals to the bond of brotherhood that he had with Moses, in order to cool his temper. He explained his attitude and that he spared no effort in trying to give good counsel to his people: “Cried Aaron, ‘Son of my mother, the people felt I was weak and they almost killed me.’“ (Verse 150)
Diese Aussage vermittelt uns einen Eindruck davon, wie eifrig die Kinder Israels das goldene Kalb anbeteten. Sie hätten Aaron beinahe getötet, als er versuchte, sie zurückzuhalten. „Sohn meiner Mutter!“ Diese Anrede ist ein Appell an ein Band des Mitgefühls. „Das Volk hielt mich für schwach, und sie hätten mich beinahe getötet.“ (Vers 150) Das ist eine lebhafte Beschreibung seiner eigenen Haltung.
This statement gives us an impression of how the Israelites scrambled to worship the golden calf. They almost killed Aaron when he tried to restrain them. “Son of my mother!” That address is an appeal to a bond of compassion. “The people felt I was weak and they almost killed me.” (Verse 150) That is a vivid description of his own attitude.
„Lass nicht unsere Feinde über mein Leid frohlocken.“ (Vers 150) Auch hier beruft sich Aaron auf ein Band, das gegenseitige Unterstützung zwischen den beiden Brüdern sichern sollte, denn ihre Feinde würden sich an seinem Leid erfreuen.
“Do not let our enemies rejoice over my affliction.” (Verse 150) Again, Aaron is appealing to a bond that should ensure mutual support between the two brothers, because their enemies would gloat over his affliction.
„Und zähle mich nicht zu den Frevlern.“ (Vers 150) Ich hatte keinen Anteil an ihrem Irrtum oder ihren bösen Taten. Ich habe mich von ihrem Handeln distanziert.
“And do not count me among the evil-doing folk.” (Verse 150) I did not share in their error or evil deeds. I dissociated myself from their action.
An dieser Stelle beginnt Moses sich zu beruhigen, denn sein Bruder hat seinen Zorn nicht mit Zorn beantwortet. Er hat sich schlicht erklärt und seine Haltung dargelegt. Daher wendet sich Moses an seinen Herrn und bittet den Barmherzigsten um Vergebung für sich und seinen Bruder.
At this point, Moses begins to cool down, because his brother did not meet anger with anger. He simply explained himself and his attitude. Therefore, Moses turns to his Lord and seeks forgiveness for himself and his brother from the most merciful.
„Er sprach: ‚Mein Herr, vergib mir und meinem Bruder und lass uns in Deine Barmherzigkeit eingehen; denn Du bist der Barmherzigste der Barmherzigen …‘“ (Vers 151)
“Said [Moses]: ‘My Lord, forgive me and my brother, and admit us to Your grace: for You are indeed the most merciful of those who are merciful...’” (Verse 151)
Gottes Versprechen wird sich gewiss erfüllen. Er hat jene, die sich dem Anbeten des Kalbes zuwandten, dazu verurteilt, Seinem Zorn zu unterliegen und entehrt zu werden. Der letzte Teil ihrer Verurteilung bestand darin, dass Er immer wieder Menschen zu ihnen senden würde, bis zum Tag des Gerichts, die ihnen großes Leid zufügen würden. Es mag geschehen, dass sie zu einer bestimmten Zeit der Geschichte so viel Macht und Einfluss zu besitzen scheinen, dass sie sich gegenüber den Nichtjuden arrogant verhalten können. Sie mögen den Anschein enormen Reichtums erwecken, der ihnen so viel Macht verleiht. Sie mögen in der Lage sein, die Medien der Welt zu kontrollieren, und sie mögen sogar ein entscheidendes Mitspracherecht bei der Einsetzung von Regierungen in verschiedenen Ländern haben, die ihren Willen ausführen. Wir mögen all dies und noch vieles mehr sehen, doch widerspricht dies nicht Gottes Warnung an sie oder Seiner Verurteilung. All diese Handlungen werden sich gegen sie richten, da die Menschen ihren Hass nähren werden, der sie schließlich vernichten wird.
God’s promise will certainly come true. He has condemned those who took to worshipping the calf to be subject to His anger and to be disgraced. The last part of His condemnation was that He would be sending them, time after time, until the Day of Judgement, people who would inflict on them great suffering. It may happen that in a certain period of history they appear to exercise so much power and influence which enables them to behave arrogantly towards the Gentiles. They may appear to have enormous wealth which gives them so much power. They may be able to control the world’s media; and they may even have a decisive say in bringing in governments, in different countries, that do their bidding. We may see all this and a great deal more, but this does not contradict God’s warning to them or His condemnation. All these actions will work against them, as people will nurture their hatred which will eventually destroy them.
Sie können zum Beispiel die Menschen in Palästina überwinden, weil diese Menschen ihren Glauben aufgegeben haben und nicht mehr Muslime sind. Sie scharen sich nicht unter dem Banner des islamischen Glaubens, sondern hissen stattdessen ein nationalistisches oder rassistisches Banner. Ihre Bemühungen enden in einem Fehlschlag, und Israel vermag sie zu überwinden. Doch dieser Zustand wird nicht ewig andauern. Diese arabischen Menschen haben sich in einem Zustand völliger Unkenntnis über die einzige Methode, Waffe und das einzige Banner befunden, die ihnen tausend Jahre lang den Sieg brachten und die ihnen gewiss wieder zum Sieg verhelfen werden. Wenn sie diese aufgeben, werden sie mit Sicherheit geschlagen. Solch mangelndes Bewusstsein ist die Folge des Giftes, das zionistische und christlich-imperialistische Kräfte in die muslimische Gemeinschaft eingeträufelt haben. Diese versuchen, einen solchen Zustand durch die Regime, die sie in der muslimischen Welt errichten, zu verewigen. Doch all dies wird nicht andauern. Es wird ein Wiedererwachen der muslimischen Gemeinschaft geben. Künftige muslimische Generationen werden sich mit denselben Waffen ausrüsten wie ihre Vorfahren. Wer weiß, vielleicht wird die Menschheit eines Tages erwachen und die Tyrannei der zionistischen Juden erkennen. Dann werden sie handeln, um die Warnungen Gottes wahr werden zu lassen und die zionistischen Juden in den Zustand der Erniedrigung und Schande zurückzuführen, zu dem Gott sie verdammt hat. Wenn die Menschheit nicht erwacht, dann werden es gewiss die künftigen muslimischen Generationen tun. Dessen sind wir absolut gewiss.
They can overcome the people in Palestine, for example, because those people have abandoned their faith and are no longer Muslims. They do not rally under the banner of the Islamic faith, but instead they hoist a nationalist or racist banner. Their efforts end in failure and Israel is able to overcome them. But this state of affairs will not last forever. These Arab people have been in a state of total unawareness of the only method, weapon and banner which saw them victorious for a thousand years, and which is certain to make them victorious again. When they abandon them, they are sure to be defeated. Such lack of awareness comes as a result of the poison injected in the Muslim community by Zionist and Christian imperialist forces, which try to perpetuate such a state of affairs through the regimes they establish in the Muslim world. But all this will not last. There will be a re-awakening of the Muslim community. Future Muslim generations will equip themselves with the same weapons as their forefathers. Who knows, but humanity will one day wake up to recognize the tyranny of the Zionist Jews. They will then act to make God’s warnings come true and return the Zionist Jews to the state of humiliation and disgrace to which God has condemned them. If humanity will not wake up, then certainly future Muslim generations will. We are absolutely certain of this.
Diese beiden Verse dienen als Unterbrechung, um das endgültige Schicksal derer zu kommentieren, die das Kalb verehrten und gegen Gott Lügen erfanden. Sie stehen mitten in dieser Szene, doch dann nimmt die Sure sie wieder auf: „Als aber sein Zorn sich gelegt hatte, nahm Moses die Tafeln auf, auf denen eine Schrift der Rechtleitung und Barmherzigkeit für jene stand, die ihrem Herrn in Ehrfurcht ergeben sind.“ (Vers 154)
Those two verses serve as a pause in order to comment on the ultimate destiny of those who worshipped the calf inventing falsehood against God. They come in the middle of this scene, but then the sūrah picks it up again: “Then when his wrath had subsided, Moses took up the tablets, upon which was inscribed a text of guidance and grace to those who stood in awe of their Lord.” (Verse 154)
Die Koranische Ausdrucksweise personifiziert den Zorn, als wäre er ein lebendiges Wesen, das Macht über Moses ausübt und seine Handlungen bestimmt. Doch wenn er sich legt und seine Antriebe verebben, gewinnt Moses seine Selbstbeherrschung zurück. Er hebt die Tafeln auf, die, wie uns abermals mitgeteilt wird, Rechtleitung und Barmherzigkeit für jene enthalten, die Gott fürchten und ihre Herzen öffnen, um Seine Rechtleitung und Barmherzigkeit zu empfangen. Tatsächlich ist schon die Bereitstellung der Rechtleitung ein Akt der Gnade. Niemand ist elender als ein irregeleiteter Mensch, der das Licht nicht sehen kann, oder eine Seele, die ohne Glauben und ohne Rechtleitung verloren ist. Es ist die Furcht vor Gott, die Herzen öffnet, um Rechtleitung zu empfangen, und sie darauf vorbereitet, richtig zu antworten. Es ist Gott, der Schöpfer der Herzen, der diese Tatsache feststellt. Wer kennt diese Herzen besser als der Herr, der sie erschaffen hat?
The Qur’ānic style personifies anger as if it is a living thing that exercises control over Moses, dictating his actions. But when it subsides and its promptings die down, Moses regains his self-control. He picks up the tablets, which, as we are told again, contain the guidance and mercy for those who fear God and open their hearts to receive His guidance and mercy. Indeed, the very provision of guidance is an act of grace. No one is more miserable than a deviant person who cannot see the light, or a soul that is lost without faith and without guidance. It is the fear of God that opens hearts to receive guidance and prepares them to respond properly. It is God, the Creator of hearts, who states this fact. Who knows these hearts better than the Lord who created them?
Die Berichte gehen auseinander, was den Grund für diese Bestimmung betrifft. Möglicherweise wurde sie festgelegt, damit sie ihre Reue bekennen und zu Gott beten würden, dass er den Kindern Israels vergebe, nachdem diese in Irrtum und Unglauben zurückgefallen waren. In der zweiten Sure, Die Kuh, erfahren wir, dass die Buße, die den Israeliten auferlegt wurde, darin bestand, dass sie sich selbst töten sollten, was bedeutet, dass die Guten unter ihnen diejenigen töten sollten, die ungehorsam gewesen waren. Sie taten genau das, bis Gott ihnen befahl aufzuhören und ihre Buße annahm. Diese siebzig Männer waren die Besten unter ihnen. Die Art, wie die Auswahl im Arabischen ausgedrückt wird, hebt sie von der gesamten Gemeinschaft der Israeliten ab.
Reports differ as to the reason for this appointment. It may have been set so that they would declare their repentance and pray to God to forgive the Children of Israel after they had sunk back into error and disbelief. In the second sūrah, The Cow, we learn that the penance imposed on the Israelites was that they should kill themselves, which means that the good ones among them should kill those who were disobedient. They did just that until God told them to stop and accepted their penance. Those seventy men were the best among them. The way the choice is expressed in Arabic makes them stand out from the whole community of Israelites.
Doch was geschah mit dieser auserwählten Gruppe? Sie wurden von einem heftigen Zittern ergriffen und fielen bewusstlos nieder. Der Grund dafür war, wie in einer anderen Sure erwähnt, dass sie Moses baten, ihnen Gott zu zeigen, damit sie ihm glauben und das Gesetz annehmen würden, das Er ihnen auf den Tafeln gegeben hatte. Das entspricht dem Wesen der Kinder Israels. Es trifft auf alle von ihnen zu, ob gut oder schlecht, wenn auch in unterschiedlichem Maße. Am befremdlichsten ist, dass sie eine solche Forderung stellten, obwohl sie ihre Reue bekunden und die Vergebung Gottes erbitten sollten.
Nevertheless, what happened to this choice group? They were seized by a violent trembling and dropped unconscious. The reason for this, as mentioned in another sūrah, was that they asked Moses to show them God so that they would believe him and accept the law He has given them in the tablets. This is typical of the nature of the Children of Israel. It applies to all of them, whether good or bad, in different measures. The most singular thing is that they should make such a request when they were supposed to declare their repentance and seek God’s forgiveness.
Moses hingegen wandte sich an seinen Herrn, flehte Ihn an, ihm Seine Vergebung und Barmherzigkeit zu schenken, und erklärte seine vollständige Hingabe an Ihn: „Als sie von heftigem Zittern erfasst wurden, sprach er: ‚Mein Herr, hättest Du es gewollt, Du hättest sie und auch mich schon längst vernichten können.‘“ (Vers 155)
Das ist das Kennzeichen vollständiger Unterwerfung unter die Macht Gottes. Moses achtet darauf, seine eigene Unterwerfung zu bekunden, während er Gott bittet, seinem Volk zu vergeben, seine Prüfung zu beenden und es vor dem Untergang zu bewahren, der wegen der Tat einiger Narren unter ihnen droht: „Willst Du uns vernichten um dessen willen, was die Schwachsinnigen unter uns getan haben?“ (Vers 155)
Moses formuliert sein Anliegen als Frage, um seine Bitte zu betonen, dass Gott sie nicht vernichte. Es ist, als wollte er sagen: Mein Herr, Deine Gnade macht es völlig unwahrscheinlich, dass Du uns um dessen willen vernichtest, was einige Narren unter uns getan haben. „Dies ist nur eine Prüfung, die Du bestimmt hast, durch die Du in die Irre gehen lässt, wen Du willst, und recht leitest, wen Du willst.“ (Vers 155)
Moses, on the other hand, turned to his Lord imploring Him to bestow His forgiveness and mercy, declaring his total submission to Him: “When they were seized by violent trembling, he said: ‘My Lord, had it been Your will, You could have destroyed them, and myself too, long ago.’“ (Verse 155) That is the mark of total submission to God’s power. Moses makes sure to declare his own submission as he addresses his supplication to God to forgive his people, end their test and to spare them from destruction because of the deed perpetrated by some fools among them: “Would You destroy us because of what the weak- minded among us have done?” (Verse 155) Moses puts his appeal in a questioning form to emphasize his request that God does not destroy them. It is as if he is saying: my Lord, Your grace makes it absolutely unlikely that You should destroy us on account of what some fools among us have done. “This is only a trial You have ordained, whereby You allow to go astray whom You will, and You guide aright whom You will.” (Verse 155)
So erkennt Moses, was sich da ereignete, nämlich dass alles eine Prüfung war. Bei jeder Prüfung leitet Gott diejenigen, die ihr Wesen verstehen und sie als Prüfung erkennen. Diejenigen, die sie ignorieren, lässt Er dagegen tiefer in den Irrtum geraten. Moses wiederholt sein Erkennen als Hinführung zu einem Bittgebet an Gott um Seine Hilfe, damit er und sein Volk die Prüfung erfolgreich bestehen: „Du bist unser Beschützer.“ (Vers 155) Gib uns Deine Hilfe, damit wir die Prüfung bestehen und Deine Vergebung und Deine Gnade erlangen: „So vergib uns denn und erbarme Dich unser. Du bist der Beste derer, die vergeben.“ (Vers 155)
Thus Moses declares his understanding of what was taking place, that it was all a trial. In every trial, God guides those who understand its nature and recognize it as a test. He also lets those who ignore it to go deeper into error. Moses reiterates his recognition as a prelude to an appeal to God for His help to enable him and his people to pass the trial successfully: “You alone are our guardian.” (Verse 155) Give us your help so that we pass the test, and earn Your forgiveness and Your grace: “Grant us, then, forgiveness and bestow mercy on us. You are the best of all those who do forgive.” (Verse 155)
„Bestimme für uns das Gute, sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits. Zu Dir allein kehren wir zurück.“ (Vers 156) Wir kehren reumütig zu Dir zurück. Wir suchen Deinen Schutz und Deinen Beistand.
“Ordain for us what is good, both in this world and in the life to come. To You alone we turn.” (Verse 156) We are returning to You in repentance. We seek Your protection and support.
Hier sehen wir, wie der Bitte um Vergebung und Barmherzigkeit durch Moses ein Bekenntnis vollkommener Hingabe an Gott und die Anerkennung des Zwecks seiner Prüfung vorausging. Sie endet mit einer Erklärung der Rückkehr zu Gott, um Seinen Schutz zu erbitten. So dient sie als Beispiel für das Bittgebet, dem jeder gute Diener Gottes, des Erhabenen, des Gütigen, folgen soll.
We see here how the appeal for forgiveness and mercy by Moses was preceded by a declaration of full submission to God and recognition of the purpose of his trial. It is concluded with a declaration of a return to God to seek His protection. Thus, it serves as an example for supplication to be followed by every good servant of God, the glorious, the beneficent.
Darauf folgt Gottes Antwort: „Gott antwortete: ‚Ich bestrafe, wen Ich will, mit Meiner Qual, während Meine Gnade alle Dinge umfasst.‘“ (Vers 156)
Dies ist eine Aussage über Gottes freien Willen, der eine Regel wählt und sie aus freier Wahl umsetzt. Es ist wahr, dass die Regel stets in Übereinstimmung mit Wahrheit und Gerechtigkeit durchgesetzt wird, doch auch dies ist eine Sache der Wahl. Gerechtigkeit ist eine Eigenschaft Gottes, die in jedem Aspekt des Wirkens Seines Willens sichtbar wird, denn dies ist Seine Wahl. Seine Strafe trifft nur jene, die sie verdienen, als eine Angelegenheit des Willens. Seine Barmherzigkeit umfasst alle, wird jedoch nur denen zuteil, die sie verdienen; auch dies ist wiederum eine Sache der Wahl. Er will niemanden auf willkürliche Weise bestrafen oder ihm Barmherzigkeit erweisen. Fern sei es von Gott, so zu handeln.
This is followed by God’s reply: “God answered: ‘I afflict anyone I wish with My torment while My grace encompasses all things.’“ (Verse 156) This is a statement of God’s free will which chooses a rule and implements it as a matter of free choice. It is true that the rule is always enforced in accordance with the truth and justice, but this is also a matter of choice. Justice is an attribute of God which is seen in every aspect of the working of His will, because this is His choice. His punishment is visited only on those who deserve it, as a matter of will. His mercy encompasses all, but it is given only to those who deserve it; again as a matter of choice. He does not will to punish or show mercy to anyone in a haphazard manner. Far be it from God to do so.
This is an extremely important piece of news confirming that the Children of Israel had been given, most emphatically, confirmed information of the advent of the unlettered Prophet. This was given them by their Prophets Moses and Jesus (peace be upon them both) a long time ago. Both informed them of his mission, description, the method his message would follow and the distinctive features of his faith. He is `the unlettered Prophet’ who enjoins people to do what is good and forbids them what is evil. He will also lift off the shoulders of those among the Children of Israel who will believe in him the burdens and shackles God knew would be imposed on them because of their disobedience. They will continue to apply to them until the unlettered Prophet lifts them from those who believe in him. His followers fear their Lord, steer away from evil, pay zakāt and believe in God’s signs. The Children of Israel have also received the most certain news that those who believe in this unlettered Prophet, honour and support him and follow the light that has been sent down with him “shall indeed be successful.” This early information given to the Children of Israel by their Prophet Moses (peace be upon him) makes it clear what future form God’s message will take, who will bear its banner, who will follow that standard bearer and what course of action will ensure receiving His mercy. Thus, there is no excuse for the followers of earlier religions not to follow the message of Islam, having received such an early warning of it.
Diese absolut wahre Begebenheit, die der Herr des Universums Moses (Friede sei mit ihm) mitteilte, als er und die siebzig auserwählten Menschen zu ihrem Stelldichein mit ihrem Herrn waren, offenbart das Ausmaß des Verbrechens, das die Juden begangen haben, und ihre Haltung gegenüber dem unlesenden Propheten ﷺ und der ihm offenbarten Religion. Sie nahmen ihm und seiner Botschaft gegenüber eine kompromisslos feindselige Haltung ein, trotz dessen, was sie an Erleichterung ihrer Last und an der gewissen Verheißung des Erfolges für seine Anhänger enthielt. Sie haben dieses Verbrechen begangen, obwohl sie sich der Tatsachen vollauf bewusst waren. Keine Mühe haben sie gescheut, um ihre Feindseligkeit zu verfolgen. Die Geschichte verzeichnet, dass die Kinder Israels die hartnäckigsten Gegner dieses Propheten ﷺ und seiner Religion gewesen sind.
This absolutely true piece of information, given by the Lord of the universe to Moses (peace be upon him) when he and the seventy chosen people were at their appointment with their Lord, reveals the extent of the crime perpetrated by the Jews and their attitude to the unlettered Prophet and the religion revealed to him. They adopted an uncompromisingly hostile attitude to him and his message in spite of what it contained of reducing their burden and giving his followers the certain promise of success. They have perpetrated this crime despite their being fully aware of the facts. They have spared no effort in pursuing their hostility. History records that the Children of Israel have been the most hardened opponents of this Prophet and his religion.
Die Juden stehen an erster Stelle, dicht gefolgt von den extremistischen Christen. Der Krieg, den sie gegen diesen Propheten ﷺ, seinen Glauben und seine Anhänger führen, ist ein hässlicher, boshafter, entschlossener und grausamer Krieg.
The Jews come first, followed closely by extremist Christians. The war they have launched against this Prophet, his faith and followers is an ugly, wicked, determined and cruel war.
Wir brauchen nur darauf zu verweisen, was der Qur'ān über die Art erwähnt, in der diejenigen, denen frühere Schriften gegeben wurden, gegen den Islam und die Muslime kämpfen. Ausführliche Berichte darüber finden sich in den Sūrahs 2, 3, 4 und 5. Solche Hinweise geben uns einen Einblick in die breite Front, über die sie ihren boshaften Krieg gegen diese Religion geführt haben. Der Verweis auf die historischen Ereignisse, seit dem ersten Tag, an dem der Islam in Madīnah seinen Staat gegründet hat, bis zum gegenwärtigen Augenblick genügt, um ihren unnachgiebigen und hartnäckigen Entschluss offenzulegen, diese Religion zu bekämpfen und sie vollständig auszurotten.
We need only refer to what the Qur’ān mentions about the way the people who received earlier Scriptures fight Islam and Muslims. There are detailed accounts of this in Sūrahs 2, 3, 4 and 5. Such references give us a glimpse of the broad front over which they have conducted their wicked war with this religion. Reference to historical events, ever since the first day Islam established its state in Madinah, to the present moment is sufficient to reveal their unhesitating and obstinate resolve to fight this religion and to try to exterminate it altogether.
Der Zionismus und der christliche Imperialismus haben in der heutigen Zeit verschiedene Methoden des Kampfes, der Ränke und der Verschwörung gegen diese Religion angewandt, die weit überlegen sind gegenüber dem, was sie in vergangenen Jahrhunderten benutzten. In unserer modernen Zeit versuchen sie, den islamischen Glauben gänzlich zu beenden, in dem Glauben, sie würden ihre letzte entscheidende Schlacht schlagen. Deshalb wenden sie die Methoden und Pläne wieder an, die sie in der Vergangenheit verwendeten, zusätzlich zu dem, was die heutigen Fortschritte ihnen ermöglichen. Zugleich rufen einige naive Menschen, die behaupten, dem Islam anzugehören, auf die simpelste und naivste Weise zur Zusammenarbeit zwischen Muslimen und Anhängern anderer Religionen gegen die Flut des Atheismus und Materialismus auf. Sie übersehen dabei die Tatsache, dass die Anhänger jener anderen Religionen überall Muslime abschlachten und gegen sie einen Krieg führen, der all die Häßlichkeit der Kreuzzüge und der spanischen Inquisition vereint, sei es mit ihren eigenen Streitkräften in ihren Kolonien in Asien und Afrika oder durch die Regime, die sie in sogenannten unabhängigen Staaten unterstützen. Sie bemühen sich sehr, den Islam durch säkulare Glaubenslehren zu ersetzen, die behaupten, „wissenschaftlich“ zu sein, um alles zu leugnen, was jenseits der Reichweite gewöhnlicher Wahrnehmung liegt. Diese Lehren fordern außerdem die „Modernisierung“ der moralischen Werte, um die tierische „Freiheit“ und einen Maßstab der „Moral“ zu übernehmen, der nur zu Tieren passt. Sie wollen auch das islamische Recht „modernisieren“ und zu diesem Zweck Seminare und Konferenzen von Orientalisten einberufen, mit dem Ziel, Wege zu finden, Zinswucher, Promiskuität und andere Praktiken zu legalisieren, die der Islam verbietet.
Zionism and Christian Imperialism have employed in these modern times various methods of combat, scheming and plotting against this religion which are far superior to what they used over past centuries. In our modern time, they are trying to put an end to the Islamic faith altogether, thinking that they are fighting their final decisive battle. Therefore, they re-employ the methods and schemes they used in the past, in addition to what the present advancements enable them to use. At the same time, some naïve people, who claim to belong to Islam, call in a most simplistic and naïve way for cooperation between Muslims and the followers of other religions against the tide of atheism and materialism. They overlook the fact that those followers of other religions are slaughtering Muslims everywhere and waging against them a war that combines all the ugliness of the Crusades and the Spanish Inquisition, either using their own forces in their colonies in Asia and Africa, or through the regimes they support in so-called independent states. They try hard to replace Islam with secular creeds which claim to be `scientific’, in order to deny everything that lies beyond the reach of common perception. These creeds also call for the `modernization’ of moral values in order to adopt animal `freedom’ and a standard of `morality’ that only fits animals. They want also to `modernize’ Islamic law, convening Orientalists’ seminars and conferences for this purpose, with the aim of finding ways to legalize usury, promiscuity and other practices that Islam forbids.
All dies sind Aspekte des erbitterten Krieges, der gegen diese Religion geführt wird von jenen, die vorgeben, früheren Schriften zu folgen, obwohl gerade sie es sind, denen die Kunde von dieser letzten Religion und dem Propheten ﷺ, der zu ihr aufruft, überbracht wurde.
All these are aspects of the ferocious war fought against this religion by those who claim to follow earlier Scriptures, although they are the ones who were given the news of this final religion and the Prophet who calls for it.
Diese Nachricht wurde ihnen schon vor sehr langer Zeit überbracht, doch sie haben sich dennoch entschieden, dieser Religion mit Bosheit und verhärteter Entschlossenheit entgegenzutreten.
That news was given to them a very long time ago, but they nevertheless have chosen to oppose this religion with evil and hardened determination.
„Sag: ‚O ihr Menschen, ich bin wahrlich der Gesandte Gottes an euch alle.‘“ (Vers 158)
“Say: ‘Mankind, I am indeed Gods Messenger to you all.’” (Verse 158)
Dieser Koranvers, der den Gesandten Gottes (Friede sei mit ihm) anweist, seine Botschaft an die gesamte Menschheit zu richten, wurde in Makkah offenbart. Er liefert somit die treffende Antwort auf die Falschbehauptung, die einige Anhänger früherer göttlicher Religionen aufstellen und verbreiten. Sie behaupten, Muhammad habe in Makkah nicht daran gedacht, seine Botschaft an irgendjemanden außerhalb dieser Stadt zu richten. Weiter behaupten sie, er habe erst begonnen, über den Stamm der Quraisch hinauszugehen, dann in ein größeres Gebiet zu ziehen, um seine Botschaft an die Anhänger früherer Religionen zu richten, und schließlich nach den Erfolgen, die ihm zuteilwurden, über die Arabische Halbinsel hinauszugehen. Dies ist nichts als eine Lüge, die ihnen in ihrem jahrhundertealten Krieg gegen seine Religion und deren Anhänger dient und die bis heute ungebrochen andauert.
This Qur’ānic verse which commands God’s Messenger (peace be upon him) to address his message to all mankind was revealed in Makkah. It thus provides the perfect answer to the falsehood alleged and promoted by some followers of earlier divine religions who claim that Muhammad could not have contemplated, when he was in Makkah, to address his message to anyone outside it. They further claim that he only started to go beyond the tribe of Quraysh, and then to move to a larger area in order to address his message to the followers of earlier religions, and then to go beyond the Arabian Peninsula after the successes he was fortunate to achieve. This is merely a lie that serves them in their age-long war against his religion and its followers, and which continues unabating even today.
Es ist nicht verwunderlich, dass die Anhänger früherer Religionen ihre Kräfte gegen den Islam mobilisieren und dass die Orientalisten, die solche Lügen verbreiten, an vorderster Front des unablässigen Angriffs auf die Anhänger des Islam stehen. Überraschend und höchst bedauerlich ist jedoch, dass viele einfältige und naive Menschen unter denjenigen, die behaupten, Muslime zu sein, sich gern von jenen belehren lassen, die Unwahrheiten über den Propheten des Islam erfinden und weiterhin gegen die Muslime und den islamischen Glauben selbst kämpfen. Sie nehmen deren Vorstellungen vom Islam bereitwillig an und zitieren sie zur Geschichte dieses Glaubens. Diese naiven Menschen haben die Dreistigkeit, sich selbst als „Intellektuelle“ zu bezeichnen.
It is not surprising that the followers of earlier religions should mobilize their forces against Islam, or that the Orientalists who write such lies take the lead in the unabating onslaught against the followers of Islam. What is surprising and most unfortunate is that many simpleminded and naive people among those who claim to be Muslims are happy to be students to those who invent falsehood against the Prophet of Islam and who continue to fight Muslims and the Islamic faith itself. They are happy to accept their ideas about Islam and to quote them on the history of this faith. Those naïve people have the audacity to describe themselves as `intellectuals’.
Nachdem der Prophet angewiesen wurde zu verkünden, dass seine Botschaft die gesamte Menschheit betrifft, macht der Koranvers weiter deutlich, dass die Aufgabe des Propheten darin besteht, die Menschen vollständig darüber aufzuklären, wer ihr wahrer Herr ist: „Ihm gehört die Herrschaft über die Himmel und die Erde. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Er allein gibt Leben und bringt den Tod.“ (Vers 158)
Having commanded the Prophet to declare that his message applies to all mankind, the Qur’ānic verse continues to make it clear that the Prophet’s role is to make people fully aware of who is their true Lord: “It is to Him that sovereignty over the heavens and the earth belongs. There is no deity other than Him. He alone grants life and causes death.” (Verse 158)
Der Prophet ist also ein Gesandter an die gesamte Menschheit von ihrem Herrn, dem Herrscher des gesamten Universums, zu dem sie selbst gehören. Er ist der einzige Gott, dem sich alles im Universum unterwirft. Die deutlichste Offenbarung Seiner Gottheit und Seiner Macht zeigt sich darin, dass Er allein Leben gibt und den Tod bewirkt.
The Prophet, then, is a Messenger to all mankind from their Lord who is the Sovereign of the whole universe to which they themselves belong. He is the only God to whom everything in the universe submits. The clearest manifestation of His Godhead and His power is seen in the fact that He alone grants life and causes death.
Seine Religion, die Sein Gesandter den Menschen überbringt, ist diejenige, die von der gesamten Menschheit angenommen zu werden verdient, denn sie ist die Religion, die die Menschen vollkommen über das wahre Wesen ihres Herrn aufklärt. Somit ist ihre Unterwerfung unter Ihn eine aufgeklärte, die den vollständigen Gehorsam gegenüber dem Gesandten Gottes ﷺ einschließt: „So glaubt an Gott und Seinen Gesandten, den unlesenden Propheten ﷺ, der an Gott und Seine Worte glaubt. Und folgt ihm, damit ihr rechtgeleitet werdet.“ (Vers 158)
His religion, which His Messenger conveys to mankind, is the one that deserves to be accepted by all humanity because it is the religion that makes people fully aware of the true nature of their Lord. Thus, their submission to Him is an enlightened one, entailing complete obedience to God’s Messenger: “Believe, then, in God and His Messenger, the unlettered Prophet, who believes in God and His words. And follow him, so that you may be rightly guided.” (Verse 158)
Diese abschließende Ansprache macht einige wichtige, wenn auch subtile Punkte, die dargelegt werden sollten. Zunächst einmal beinhaltet diese Ansprache einen Befehl, an Gott und Seinen Gesandten zu glauben. Dies entspricht dem Sinngehalt der Bekundung, dass es keine Gottheit außer Gott gibt und dass Muhammad ﷺ der Gesandte Gottes ist. Dies ist gewiss das Wesen des Glaubens. Diesem Befehl geht eine Darlegung der wesentlichen Eigenschaften Gottes voraus: „Ihm gehört die Herrschaft über die Himmel und die Erde. Es gibt keine Gottheit außer Ihm. Er allein gibt Leben und bringt den Tod.“ (Vers 158) Daher ist es ein Befehl, an Gott zu glauben, nachdem man Seine wahren und wesentlichen Eigenschaften kennengelernt hat, und nachdem man erfahren hat, dass diese Botschaft für die gesamte Menschheit gilt.
This final address makes some important, though subtle, points which should be outlined. To start with, this address implies an order to believe in God and His Messenger. This is the same implication as the declaration that there is no deity other than God and that Muhammad is God’s Messenger. This is certainly the essence of faith. This order is preceded by an outline of God’s essential attributes: “It is to Him that sovereignty over the heavens and the earth belongs. There is no deity other than Him. He alone grants life and causes death.” (Verse 158) Hence, it is an order to believe in God, having learnt His true and essential attributes, and learnt that this message applies to all mankind.
Es impliziert auch, dass der des Lesens und Schreibens unkundige Prophet (Friede sei mit ihm) an Gott und an Sein Wort glaubt. Obwohl sich dies von selbst versteht, ist es hier von großer Bedeutung, darauf hinzuweisen. Bevor ein Mensch für eine bestimmte Sache eintritt, muss er selbst an sie glauben und ihre Grundlagen klar vor Augen haben, damit er das wahre Wesen dessen kennt, wofür er eintritt. Deshalb wird der Prophet, der als Gesandter Gottes zu allen Menschen geschickt wurde, als jemand beschrieben, „der an Gott und an Seine Worte glaubt“ (Vers 158). Genau dazu ruft er die Menschen auf, zu glauben.
It also implies that the unlettered Prophet (peace be upon him) believes in God and His word. While this goes without saying, drawing attention to it here is quite important. Before a person advocates a certain cause, he himself must believe in it and must have its essentials clear in his mind so that he knows the true nature of what he advocates. Hence, the Prophet sent as God’s Messenger to all mankind is described as one “who believes in God and His words.” (Verse 158) This is exactly what he calls on people to believe.
Die Ansprache bezieht sich auch auf die praktischen Pflichten des Glaubens, zu deren Annahme der Prophet ﷺ die Menschen aufruft. Haben sie den Glauben angenommen, sind sie verpflichtet, sich an dessen Gesetz zu halten und seinen Lehren zu folgen. Dies wird in den eigenen Worten Gottes klar ausgesprochen: „Und folgt ihm, auf dass ihr rechtgeleitet werdet.“ (Vers 158) Es gibt schlechterdings keine Möglichkeit, dass Menschen von der Rechtleitung profitieren, die ihnen durch den Gesandten Gottes ﷺ zuteilwird, solange sie nicht in der Praxis befolgen, was dieser Gesandte ﷺ sagt. Es genügt nicht, daran zu glauben, sofern dieser Glaube nicht durch die Praxis bestätigt wird. Darin liegt das Wesen des Islam.
The address also refers to the practical requirements of the faith which the Prophet calls on people to accept. When they have accepted faith, they are required to abide by its law and to follow its teachings. This is stated clearly in God’s own words: “And follow him, so that you may be rightly guided.” (Verse 158) There is simply no way that people can benefit by the guidance given to them through God’s Messenger unless they follow in practice what that Messenger says. It is not sufficient that they should believe in it, unless that belief is endorsed by practice. This is the essence of Islam.
Dieser Glaube des Islam macht seine eigene Natur bei jeder Gelegenheit deutlich. Er ist nicht einfach eine Sammlung von Überzeugungen, die ihren Weg in den Verstand und das Herz der Menschen finden. Er ist auch nicht bloß eine Sammlung von Riten, die befolgt werden müssen. Er bedeutet die vollständige praktische Befolgung all dessen, was der Gesandte Gottes ﷺ uns als Teil seiner Botschaft überbracht hat. Der Prophet ﷺ hat sich nicht darauf beschränkt, den Menschen zu sagen, sie sollten an Gott und an Seinen Gesandten glauben, oder lediglich die verschiedenen Aspekte des Gottesdienstes zu verrichten. Vielmehr hat er ihnen auch in Wort und Tat das Gesetz Gottes überbracht, das im menschlichen Leben umgesetzt werden muss.
This faith of Islam makes its own nature clear at every occasion. It is not simply a set of beliefs that find their way into people’s minds and hearts. Nor is it merely a set of rituals that have to be observed. It means the complete adherence in practice to everything that God’s Messenger has conveyed to us as part of his message. The Prophet has not confined himself to telling people to believe in God and His Messenger, or merely to do the various aspects of worship, but he has also conveyed to them, in word and deed, God’s law which must be implemented in human life.
Es gibt keine Möglichkeit, dass Menschen vollkommene Rechtleitung erlangen, es sei denn, sie folgen dem Propheten in all diesen Bereichen, die zusammen die Religion bilden, die Gott ihnen gegeben hat. Diese Religion des Islam hat keine andere Form als die, die durch den Befehl angezeigt wird, an Gott und Seinen Gesandten zu glauben, verbunden mit dieser Anordnung: „Und folgt ihm, auf dass ihr rechtgeleitet werdet." (Vers 158)
Wäre der islamische Glaube lediglich eine Sache von Glaubensinhalten allein, so hätte es genügt zu sagen: „Glaubt also an Gott und Seinen Gesandten." (Vers 158) Doch Gott hat dem den Befehl hinzugefügt, dem Propheten ﷺ in allem zu folgen, was Er uns gegeben hat.
There is no way that people can have full guidance unless they follow the Prophet in all these aspects, which, together, form the religion God has given them. This religion of Islam has no version other than that indicated by the command to believe in God and His Messenger, coupled with this order: “And follow him, so that you may be rightly guided.” (Verse 158) Had the Islamic faith been merely a matter of beliefs only, it would have been sufficient to say: “Believe, then, in God and His Messenger.” (Verse 158) But God has followed this by the order to follow the Prophet in everything that he has given us.
The sūrah then resumes its account of the historical events: “We divided them into twelve tribes, each a community. And when his people asked Moses for water to drink, We inspired him: ‘Strike the rock with your staff’ Twelve springs gushed forth from it, and each tribe knew its drinking-place. We caused the clouds to draw their shadow over them and sent down for them manna and quails, [saying]: ‘Eat of the good things We have given you as sustenance.’ Yet they could do Us no wrong, but they certainly wronged themselves.” (Verse 160)
Dies sind Aspekte der Fürsorge Gottes, die Moses und seinem Volk weiterhin zuteilwurde, selbst nachdem sie abgeirrt waren und das Kalb anbeteten, dann für ihren Fehltritt Sühne leisteten, wie Gott es ihnen geboten hatte, und Er ihre Reue annahm. Dies folgt auch darauf, dass sie verlangten, Gott selbst zu sehen, und vom Beben überwältigt wurden, bevor Gott sie auf die Bitten Moses’ hin wieder zum Leben erweckte. Die Fürsorge Gottes zeigt sich hier darin, dass Er sie gemäß ihrer Abstammung in zwölf Gemeinschaften ordnete. Jede Gemeinschaft führte ihre Abstammung auf einen der Söhne des Propheten Jakob zurück, der auch Israel genannt wurde. Sie bekräftigten ihre Zugehörigkeit entlang der Stammeslinien: „Wir teilten sie in zwölf Stämme, jeder eine Gemeinschaft.“ (Vers 160)
These are aspects of God’s care which continued to be extended to Moses and his people, even after they strayed away and worshipped the calf, then atoned for their error as God told them and He accepted their repentance. This also comes after they demanded to see God Himself and were stunned by the trembling, before God brought them back to life in answer to Moses’s prayers. God’s care is demonstrated here in organizing them into twelve communities, according to their ancestry. Each community traced their ancestry to one of the children of the Prophet Jacob, who was also known as Israel. They confirmed their allegiance on tribal lines: “We divided them into twelve tribes, each a community.” (Verse 160)
Auch Gottes Fürsorge zeigt sich darin, dass Er jeder Gemeinschaft eine eigene Quelle zuwies, damit keine von ihnen versuchte, das zu nehmen, was anderen gehörte: „Als sein Volk Mose um Wasser zum Trinken bat, offenbarten Wir ihm: ‚Schlage mit deinem Stab auf den Felsen.‘ Da sprudelten daraus zwölf Quellen hervor, und jeder Stamm kannte seine Trinkstelle.“ (Vers 160)
God’s care is also manifest in assigning a spring to each community so that none of them would try to take what belonged to others: “When his people asked Moses for water to drink, We inspired him: ‘Strike the rock with your staff’. Twelve springs gushed forth from it, and each tribe knew its drinking place.” (Verse 160)
Ein weiterer Aspekt von Gottes Fürsorge war, dass Er Wolken sandte, die ihnen Schatten vor der brennenden Wüstensonne spendeten, und dass Er ihnen von oben Manna herabkommen ließ, eine Art wilden Honigs, sowie Wachteln, um sie mit Nahrung zu versorgen, nachdem ihr Trinkwasser gesichert war:
Another aspect of God’s care was to send clouds to give them shade from the burning desert sun, and to bestow on them from on high manna, a kind of wild honey, and quails to provide them with food after their drink had been guaranteed:
„Wir ließen die Wolken über ihnen Schatten spenden und sandten ihnen Manna und Wachteln herab.“ (Vers 160) Ein weiterer Aspekt der Fürsorge Gottes war, dass all diese guten Dinge ihnen erlaubt wurden, da ihnen zur Strafe für ihren Ungehorsam noch nichts verboten worden war: „Esst von den guten Dingen, die Wir euch als Versorgung gegeben haben.“ (Vers 160)
“We caused the clouds to draw their shadow over them and sent down for them manna and quails.” (Verse 160) A further aspect of God’s care was the fact that all these good things were made lawful to them, as nothing had been forbidden them yet in punishment for their disobedience: “Eat of the good things We have given you as sustenance.” (Verse 160)
Gottes Fürsorge zeigt sich in all dem, doch die Wesensart der Israeliten blieb widerspenstig; sie waren nicht bereit, auf dem Pfad der Rechtleitung zu bleiben. Dies wird deutlich aus dem abschließenden Kommentar dieses Verses, der all diese Segnungen erwähnt, die ihnen Wasser aus dem Felsen, Schatten in der glühenden Wüstensonne und gesunde, köstliche Nahrung gaben: „Doch sie konnten Uns kein Unrecht zufügen, sondern sie fügten nur sich selbst Unrecht zu.“ (Vers 160) Der Ungehorsam gegenüber Gott und das Abirren von Seinem Pfad waren die Erscheinungsformen ihres Sich-selbst-Unrecht-Tuns. Ein solcher Ungehorsam konnte Gott keinen Schaden zufügen, denn Gott bedarf der Israeliten ebenso wenig wie irgendeines anderen Wesens. Tatsächlich wird Sein Reich in keiner Weise berührt, selbst wenn sie und alle Geschöpfe sich zu vollständigem Ungehorsam gegen Ihn vereinten. Und Sein Reich wird auch in keiner Weise größer, wenn alle Geschöpfe Ihm ohne Ausnahme weiterhin gehorchten.
God’s care is manifest in all that, but the Israelite nature continued to be rebellious, unwilling to keep to the path of guidance, as clearly appears from the final comment of this verse which mentions all these blessings that gave them water out of the rock, shade in the burning desert sun and wholesome, delicious food: “Yet they could do Us no wrong, but they certainly wronged themselves.” (Verse 160) Disobedience to God and straying away from His path were the manifestations of their wronging themselves. Such disobedience could cause God no harm, because God has no need of the Israelites or anyone else. Indeed, His kingdom is not affected at all even if they and all creatures were to unite in total disobedience to Him. Nor is His kingdom increased in any way, if all creatures were to continue to obey Him without fail.
Menschen fügen sich selbst nur Schaden zu, indem sie Gott ungehorsam sind und vom Weg Gottes abweichen.
People simply wrong themselves by disobedience to God and straying away from His path.
Zu diesem Zeitpunkt ließ Gott eine Geißel vom Himmel über sie hereinbrechen. Es war derselbe Himmel, aus dem Er Manna und Wachteln herabsandte und der die Wolken trug, die ihnen Schatten und Trost spendeten: „Darum ließen Wir über sie eine Geißel vom Himmel hereinbrechen als Vergeltung für ihr Unrecht.“ (Vers 162) So bedeutete die Tatsache, dass eine Gruppe von ihnen ungläubig war, das, was im Qur’an als „sich selbst Unrecht tun“ bezeichnet wird, und machte sie der Strafe Gottes verfallen. Der Qur’an sagt uns nicht genau, worin das Leid bestand, das sie erdulden mussten, denn der Zweck dieser Darstellung wird erreicht, ohne es zu benennen. Hier ist nur zu erklären, dass Ungehorsam die Verwirklichung der Drohungen nach sich zieht und den Schuldigen ihre gerechte Strafe zuteilwird.
At this point, God let loose against them a scourge from heaven. It was the same heaven from which He sent down manna and quails, and which carried the clouds that gave them shade and comfort: “Therefore We let loose against them a scourge from heaven in requital for their wrongdoing.” (Verse 162) Thus, the fact that a group of them disbelieved constituted what is termed in the Qur’ān as ‘wronging themselves’ and made them liable to God’s punishment. The Qur’ān does not tell us exactly the nature of the suffering to which they were subjected, because the purpose of this account is achieved without specifying it. All that is needed here is to explain that disobedience entails the enforcement of the threats, giving the guilty their fair punishment.
Es gibt hier einen Wechsel im Stil, da die Methode, historische Ereignisse zu berichten, zugunsten einer Auseinandersetzung mit den Nachkommen der Israeliten aufgegeben wird, die dem Propheten Muhammad ﷺ in Madinah entgegentraten. Der Abschnitt, der mit diesem Vers beginnt und bis Vers 171 reicht, wurde in Madinah offenbart, um der jüdischen Bevölkerung dort Antworten zu geben. Er ist jedoch in diese mekkanische Sure eingefügt, um die Geschichte der Israeliten mit ihrem Propheten Moses zu vervollständigen.
There is a change of style here as the method of reporting historical events is dropped in preference for confronting the descendants of the Israelites who opposed the Prophet Muhammad (peace be upon him) in Madinah. The passage beginning with this verse up to verse 171 was revealed in Madinah to give answers to its Jewish population. However, it is incorporated in this Makkan sūrah to complete the history of the Israelites with their Prophet Moses.
Hier befiehlt Gott Seinem Gesandten (Friede sei auf ihm) , die Juden nach diesem allbekannten Ereignis aus ihrer früheren Geschichte zu befragen. Sie werden hier danach gefragt, weil sie darauf bedacht waren, ihre Abstammung zu betonen und dass sie zu einem Volk mit einer über viele Generationen reichenden Geschichte gehörten. Es erinnert sie an ihren alten Ungehorsam und an die Tatsache, dass ihr Ungehorsam eine Gruppe von ihnen zu einer vollständigen Veränderung ihrer Gestalt in diesem Leben verdammte und sie alle zu einer langen Geschichte der Erniedrigung verurteilte. Die einzigen Ausnahmen bilden jene, die bereit sind, dem letzten Propheten zu folgen, der sie gewiss von den Lasten und den Fesseln befreien würde, die sie gefangen hielten.
Here God orders His Messenger (peace be upon him) to ask the Jews about this well-known event in their former history. They are questioned about it here because they were keen to assert their ancestry and that they belonged to a nation with a history extending over many generations. It reminds them of their old disobedience and the fact that their disobedience doomed a group of them to a complete change of form in this life, and condemned them all to a long history of humiliation. The only exceptions are those ready to follow the last Prophet who would certainly relieve them of the burdens and the shackles that tied them down.
Der Name der Stadt am Meer wird nicht erwähnt, da er den Angesprochenen wohlbekannt war. Das Ereignis selbst wurde von einer Gruppe von Juden verübt, die in einer Küstenstadt lebten. Die Kinder Israels hatten darum gebeten, ihnen einen Tag zur Ruhe und zur völligen Hingabe zu bestimmen, sodass keiner von ihnen an diesem Tag arbeiten müsse. Daher wurde ihnen der Sabbat festgesetzt. Sie wurden dann einer Prüfung unterzogen, damit sie lernten, wie sie ihren Willen unter Beweis stellen und der Versuchung widerstehen könnten. Sie mussten gewiss lernen, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, besonders im Fall eines Konflikts zwischen Pflicht und Verlangen. Das war für die Kinder Israels unbedingt notwendig, deren Charaktere infolge der Demütigung, die sie lange erlitten hatten, stark geschwächt waren. Ihr Wille musste nach einer so langen Geschichte der Unterdrückung befreit werden, damit sie sich daran gewöhnten, Herausforderungen zu begegnen und Versuchungen zu widerstehen.
The name of the city by the sea is not mentioned, because it was well known to the addressees. The event itself was perpetrated by a group of Jews who were living in a coastal city. The Children of Israel had requested that a day should be assigned to them for rest and total devotion, so that none of them would need to work on that day. Hence the appointment of the Sabbath for them. They were then subjected to a test so that they would learn how to demonstrate their willpower and resist temptation. They certainly needed to learn how to fulfil their commitments, particularly in the case of a conflict between duty and desire. That was absolutely necessary for the Children of Israel whose characters were badly weakened as a result of the humiliation they had long suffered. Their will needed to be liberated after such a long history of subjugation, so that they could get used to facing challenges and resisting temptations.
Außerdem ist dies für jeden notwendig, der danach strebt, ein Verfechter der Botschaft Gottes zu sein und das Vertrauen zu erfüllen, das Gott den Menschen auf Erden übertragen hat. Tatsächlich war die Prüfung der Willenskraft die erste, der Adam und Eva unterzogen wurden. Sie konnten ihr nicht standhalten und wurden von Satan verleitet, von der Frucht des Baumes zu essen, den er ihnen als den Baum des ewigen Lebens und unvergänglichen Reichtums beschrieb. Jede Gemeinschaft von Verfechtern der Sache Gottes muss diese Prüfung erfolgreich bestehen, bevor ihr die Aufgabe anvertraut werden kann, die der Menschheit zugewiesen wurde, da sie mit der Verwaltung der Erde betraut wird. Die Natur der Prüfung bleibt dieselbe, doch ihre Methoden können variieren.
Besides, this is needed by everyone who aspires to be an advocate of God’s message, and to fulfil the trust God has given to human beings on earth. Indeed, the test of willpower was the first to which Adam and Eve were subjected. They could not stand up to it, and were tempted by Satan to eat of the fruit of the tree, which he described to them as the tree of everlasting life and imperishable wealth. Every community of advocates of God’s cause must go successfully through this test before they can be trusted with the task assigned to mankind as they are placed in charge of the earth. The nature of the test remains the same, but its methods may vary.
Eine Gruppe der Kinder Israels war dieses Mal nicht imstande, der Herausforderung zu begegnen und die Prüfung zu bestehen. Dies war die Folge ihres wiederholten Ungehorsams. Fische verschiedener Art pflegten an Sabbattagen sehr nah an das Ufer zu kommen und schienen so leicht zu fangen zu sein. Doch sie konnten nichts unternehmen, um sie zu fangen, wegen der Heiligkeit des Sabbats, die sie einzuhalten hatten. Wenn der Sabbattag zu Ende war, waren die Fische nicht mehr da. Sie waren tief ins Meer gezogen. Dies ist das Ereignis, an das der Prophet Muhammad ﷺ erinnern sollte, zusätzlich dazu, ihnen eine Erinnerung an das zu geben, was sie taten und was infolgedessen mit ihnen geschah: „Frage sie nach der Stadt, die am Meer lag: wie ihre Bewohner den Sabbat entweihten. An jedem Sabbat erschienen ihnen ihre Fische, die die Wasseroberfläche durchbrachen, doch an anderen Tagen als dem Sabbat kamen sie ihnen nicht nahe. So prüften Wir sie wegen ihres Ungehorsams.“ (Vers 163)
A group of the Children of Israel were unable to face the challenge and pass the test this time. This was the result of their repeated disobedience. Fish of different types used to come very close to the shore on Sabbath days, appearing to be so easy to catch. Yet they could do nothing to catch them because of the sanctity of the Sabbath, which they needed to observe. When the Sabbath day ended the fish were no longer there. They had gone deep into the sea. This is the event which the Prophet Muhammad was ordered to remind them of, in addition to giving them a reminder of what they did and what happened to them as a result: “Ask them about the town which stood by the sea: how its people profaned the Sabbath. Each Sabbath their fish appeared before them breaking the water’s surface, but they would not come near them on other than Sabbath days. Thus did We try them because of their disobedience.” (Verse 163)
Wie ist das alles geschehen? Was hat die Fische dazu gebracht, sich so zu verhalten? Wie konnten sie denen entkommen? Dies ist ein Wunder, das durch den Willen Gottes zu der Zeit geschieht, die Er wählt. Diejenigen, denen es an Wissen fehlt, sind eifrig darum bemüht, zu leugnen, dass der Wille Gottes anders wirken kann als das, was sie als „Naturgesetze“ beschreiben. Das islamische Konzept, das durch die Fakten des Lebens bestätigt wird, hat jedoch eine andere Sicht. Gott (erhaben ist Er in Seiner Herrlichkeit) hat dieses Universum erschaffen und seine Gesetze in Kraft gesetzt, gemäß Seinem absoluten, freien Willen. Das bedeutet, dass das Gesetz Gottes nicht durch diese Naturgesetze eingeschränkt ist und auch nicht innerhalb von ihnen wirken muss. Der Wille Gottes bleibt frei und absolut, nachdem diese Gesetze in Kraft getreten sind, so wie er auch vor ihnen frei und absolut war.
How did all this happen? What made the fish behave in this way? How could the fish out-manoeuvre them? This is a miracle that takes place by God’s will at the time He chooses. Those who are devoid of knowledge are keen to deny that God’s will can operate in any way other than what they describe as ‘the laws of nature’. But the Islamic concept, endorsed by the facts of life, has a different view. It is God (limitless is He in His glory) who has created this universe and set its laws in operation, in accordance with His absolute, free will. This means that God’s law is not restrained by those laws of nature, or that it must operate within them. God’s will remains free and absolute after these laws have come into operation, just as it was before them.
Dies ist die Tatsache, die von denen ignoriert wird, denen es an Wissen fehlt. Es ist gewiss ein Ausdruck der Gnade Gottes, die Er Seinen Dienern zuteilwerden lässt, dass diese Naturgesetze beständig bleiben; das bedeutet jedoch nicht, dass Sein Wille ihnen unterworfen wird oder durch sie eingeschränkt ist. Immer wenn Er in Seiner Weisheit will, dass etwas auf eine Weise geschieht, die diese Naturgesetze durchbricht, wird Sein Wille gewiss vollzogen. Darüber hinaus geschieht jedes Mal, wenn diese beständigen Gesetze wirken, ihr Wirken durch einen neuen Akt des Willens Gottes, der auf diesen einzelnen Fall bezogen ist. Diese Gesetze wirken nicht automatisch, aus eigenem Antrieb oder ohne den Willen Gottes. Dies ist tatsächlich der Fall, obwohl die Naturgesetze beständig bleiben, es sei denn, Gott bestimmt etwas anderes. Ob die beständigen Naturgesetze wirken oder andere Gesetze an ihrer Stelle wirken, alles, was tatsächlich im Universum geschieht, unterliegt einem besonderen Akt des Willens Gottes. Daher sind das Wirken der Naturgesetze und das Zustandekommen von etwas Übernatürlichem gleichwertig und auf derselben Ebene. Im System des Universums gibt es nichts, das automatisch geschieht, nicht einmal einmalig, wie diejenigen, denen es an Wissen fehlt, eifrig behaupten. Tatsächlich haben sie in jüngster Zeit damit begonnen, dies anzuerkennen.
This is the fact ignored by those who are devoid of knowledge. It is certainly an aspect of God’s grace which He bestows on His servants that these laws of nature remain constant, but that does not mean that His will becomes subject to them or restrained by them. Whenever He, in His wisdom, wants something to take place in a fashion that breaks these laws of nature, His will is certainly done. Moreover, every time these constant laws operate, their operation takes place by a new act of God’s will, which is specific to that particular instance. These laws do not operate automatically, of their own accord, or without God’s will. This is indeed the case, despite the fact that the laws of nature remain constant, unless God determines otherwise. Whether the constant laws of nature operate or some other laws operate in their place, whatever actually happens in the universe is subject to a special act of God’s will. Hence, the operation of the laws of nature and the accomplishment of something supernatural are equal and at the same level. There is nothing in the system of the universe that happens automatically, not even once, as those who are devoid of knowledge are keen to assert. In fact, they have recently started to recognize this.
Dem sei, wie es wolle: Die Versuchung war für jene Menschen der Stadt am Meer zu stark. Eine Gruppe von ihnen fand die Versuchung unwiderstehlich, und ihre ganze Willenskraft brach zusammen. Sie vergaßen ihren Bund mit ihrem Herrn und begannen, wie es für die Juden typisch ist, nach subtilen Wegen zu suchen, am Sabbat zu fischen. Wenn der Glaube in den Herzen der Menschen schwach ist, lassen sich viele abweichende Wege finden, denn die Menschen beginnen, mit dem Gesetz umzugehen, als wäre es eine bloße Einschränkung, die sie umgehen müssen. Kein Gesetz kann allein durch seine bloßen Aussagen oder durch eine Polizeimacht wirksam durchgesetzt werden. Ein Gesetz wird durch gottesfürchtige Herzen geschützt, die bestrebt sind, Gott zu gefallen und Seine Strafe zu meiden. Die Menschen werden immer weiter versuchen, das Gesetz zu umgehen, solange sie ein Interesse daran haben, seine Bestimmungen zu umgehen.
Be that as it may, the temptation was too strong for those people of the city facing the sea. A group of them found the temptation irresistible, and all their willpower collapsed. They forgot their covenant with their Lord and began, as is typical of the Jews, to try to find subtle ways of fishing on the Sabbath. When faith is weak in people’s hearts, many a deviant way can be found, since people start to deal with the law as a mere restriction which they need to evade. No law can be properly enforced by its mere statements, or by a police force. A law is safeguarded by God-fearing hearts who are keen to please God and to avoid His punishment. People will continue to try to evade the law when they have an interest in evading its provisions.
Daher kann ein Gesetz nicht durch materielle Macht oder eine Polizeitruppe geschützt werden. Keine harte Gangart kann einer Regierung genug Macht verleihen, um für jeden einzelnen Bürger einen Polizisten abzustellen, der die Einhaltung des Gesetzes überwacht. Das kann nur durch den Glauben erreicht werden, wenn die Menschen gottesfürchtig sind und bestrebt, Gottes Gesetz in der Öffentlichkeit wie im Privaten zu befolgen.
Therefore, a law cannot be safeguarded by material power or a police force. No strong-handed tactics can give a government enough power to appoint a policeman to watch every individual to ensure observance of the law. That can only be achieved through faith, when people are God-fearing, keen to abide by God’s law in public and private.
A third group said to the ones urging their community to comply with God’s orders: what use is your admonition to those erring people, when they persist in their erring ways? God is certain to destroy them or to inflict severe punishment on them: “When some among them asked: ‘Why do you preach to people whom God is certain to destroy, or at least to punish severely?’” (Verse 164) Warnings and admonition are no longer of use, after they have condemned themselves to destruction or severe punishment by violating God’s law. The second group replied: “So that we may be free from blame in the sight of your Lord, and that they may become God-fearing.” It is a duty on us to enjoin what is right and warn against what is evil and against violating God’s law. When we have done our duty, we hope to be free from blame. Besides, it may be that our admonition will touch a sensitive heart and cause at least some disobedient people to repent.
So teilten sich die Bewohner jener Stadt in drei Gruppen oder drei Gemeinschaften. In der islamischen Terminologie ist eine Nation oder Gemeinschaft (ummah) eine Gruppe von Menschen, die an einen einzigen Glauben glauben, dieselbe Vorstellung teilen und sich zu einer einzigen Führung bekennen. Sie unterscheidet sich damit von den Definitionen, die ihr in nichtmuslimischen Gesellschaften, sowohl in alten als auch in modernen, gegeben werden, wonach eine Nation jede Gruppe von Menschen ist, die in einem bestimmten Gebiet lebt und von einem bestimmten Regime regiert wird. Dieses Konzept ist dem Islam fremd.
Thus, the inhabitants of that city were divided into three groups, or three communities. In Islamic terminology, a nation or a community is a group of people who believe in one faith, have the same concept, and admit allegiance to a single leadership. It is thus different from the definitions given to it in non-Muslim societies, ancient and modern, which make a nation any group of people living in a particular area and governed by a particular regime. This concept is alien to Islam.
Daher sagen wir, dass die Einwohner jener Stadt in drei Gruppen geteilt waren: eine eindeutig ungehorsame, eine, die sich den listigen Machenschaften des Ungehorsams gegen Gott widersetzte, indem sie aktiv handelte oder den Ungehorsam verurteilte und ermahnte, und eine dritte Gruppe, die eine ablehnende Haltung einnahm: Sie missbilligte jene ungehorsamen Machenschaften, unternahm aber nichts Positives, um sie abzuwehren. Jede Gruppe hatte ihre eigene Auffassung und ihre eigene Handlungsweise, wodurch jede von ihnen zu einer eigenständigen Gemeinschaft wurde.
Hence, we say that the inhabitants of that city were divided into three groups: a clearly disobedient one, and one opposed to the sly schemes of disobedience to God, taking a positive action or denouncing disobedience and giving admonition. A third group adopted a negative attitude, disapproving of those disobedient schemes but taking no positive action to repel them. Each group had its own concept and line of action, which made each of them a separate nation.
Als Warnungen und Ermahnungen offenbar nutzlos blieben und die ungehorsame Gruppe bei ihren irregeleiteten Wegen verharrte, mussten Gottes Warnungen in Erfüllung gehen. Diejenigen, die sie ermahnt hatten, wurden gerettet, während die ungehorsame Gemeinschaft eine sehr schwere Strafe erlitt, wie gleich noch erläutert wird. Die Sure erwähnt nicht, was mit der dritten Gruppe bzw. Gemeinschaft geschah, vielleicht um anzudeuten, dass sie ohne Bedeutung war, weil sie davon absah, positiv zu handeln, und sich damit begnügte, Gottes Ungehorsam nur auf negative Weise zu missbilligen. Deshalb verdiente sie es, übergangen zu werden, obwohl sie keine Strafe erlitt: „Als sie all die Warnungen vergessen hatten, die ihnen gegeben worden waren, retteten Wir jene, die das Böse zu verhindern versucht hatten, und überwältigten die Übertreter mit furchtbarer Qual für ihre frevelhaften Taten. Und als sie trotzig darauf beharrten, das zu tun, was ihnen verboten worden war, sprachen Wir zu ihnen:
When warnings and admonition were apparently useless, and the disobedient group persisted with their erring ways, God’s warnings had to be fulfilled. Those who admonished them were saved, while the disobedient community suffered a very severe punishment, as will be explained presently. The sūrah does not mention what happened to the third group or community, perhaps in order to indicate that they were of no consequence, because they refrained from taking positive action and were satisfied to disapprove of God’s disobedience only in a negative way. Hence, they deserved to be ignored although they did not incur punishment: “When they had forgotten all the warnings they had been given, We saved those who had tried to prevent evil, and overwhelmed the transgressors with dreadful suffering for their iniquitous deeds. And when they insolently persisted in doing what they had been forbidden to do, We said to them:
„Werdet zu verachtenswerten Affen!“ (Verse 165–166)
`Turn into despicable apes.’” (Verses 165-166)
Hier stellen wir fest, dass der Koran Ungehorsam mit der Leugnung des Glaubens gleichsetzt und dies als „Unrecht“ bzw. „Übertretung“ bezeichnet. Dies kommt im Koran sehr häufig vor, wodurch diesen Begriffen ein anderes Verständnis zukommt als in den Werken der Gelehrten späterer Generationen.
We note here how the Qur’ān equates disobedience with denying the faith, and refers to this as `wrongdoing’, or `transgression’. This occurs very frequently in the Qur’ān, which gives these terms a different concept to what is used in the works of scholars of later generations.
Das furchtbare Leid, das jenen listigen Menschen zugefügt wurde, die Gott ungehorsam waren, bestand darin, sie in verachtenswerte Affen zu verwandeln. Sie verloren ihre Menschlichkeit, als sie ihren Willen aufgaben, der ihre Begierden hätte beherrschen können. Sie versanken schlicht in der Welt der Tiere.
The dreadful suffering inflicted on those scheming people who disobeyed God was to transform them into despicable apes. They forfeited their humanity when they abandoned their will, which could control their desires. They simply sank into the world of animals.
Daher war es eine angemessene Strafe, dass sie das Aussehen von Affen erhielten.
Hence, it was a befitting punishment that they should be given the appearance of apes.
Wie wurden sie zu Affen, und was geschah danach mit ihnen? Sind sie umgekommen, wie es jedem Geschöpf geschieht, das in eine andere Gestalt verwandelt wird? Oder haben sie sich in der Gestalt von Affen fortgepflanzt?
How did they become apes, and what happened to them thereafter? Did they perish, as would every creature that is transformed into another shape? Or did they procreate in the form of apes?
Es gibt so viele verschiedene Berichte in den Büchern der Koranexegese. Doch auf keine dieser Fragen gibt der Koran eine Antwort, und wir haben auch keine authentische Aussage des Propheten ﷺ, die diese Fragen beantwortet.
There are so many different reports in books of Qur’ānic commentary. However, none of these questions is given an answer in the Qur’ān, and we do not have any authentic statement by the Prophet to give answers to them.
Daher werden wir uns mit diesen Bereichen nicht weiter befassen.
Hence, we will not delve into these areas.
Derselbe Befehl, der die Schöpfung hervorbringt und den Geschöpfen ihre Gestalten und Formen verleiht, wurde auch gegeben, um eine Veränderung der Gestalt oder eine Verwandlung herbeizuführen. Das Wort, das in all diesen Fällen verwendet wird, ist „Sei!“, und was Gott wünscht, geschieht sofort.
The same order which initiates creation and gives creatures their forms and shapes was given in order to bring about a change of form or a transformation. The word used in all these cases is, “Be”, and whatever God desires immediately takes place.
„Wir sagten zu ihnen: ‚Werdet zu verachtenswerten Affen!‘“, wobei der arabische Text die Formel „Seid verachtenswerte Affen“ verwendet. (Vers 166) Das genügte, damit sie zu verachtenswerten Affen wurden und in Erniedrigung lebten. Das war der Befehl, den keine Macht abwehren konnte, erlassen von Dem, der stets Sein Vorhaben vollführt.
“We said to them: ‘Turn into despicable apes,’” with the Arabic text using the formula, “Be despicable apes”. (Verse 166) That was sufficient for them to be apes that are despicable, and to live in humiliation. That was the order that no power could repel, issued by the One who always accomplishes His purpose.
Darauf folgte ein ewiger Fluch, der nur diejenigen verschonte, die an den unlesenden Propheten ﷺ glauben und ihm folgen würden. Dieser Fluch war zudem die Folge ihres langen Beharrens darauf, Gott ungehorsam zu sein. Daher erließ Gott das Urteil, das mit Gewissheit vollstreckt werden sollte: „Und dein Herr kündigte an, dass Er gewiss Leute gegen sie entsenden werde, die sie bis zum Tag der Auferstehung grausam unterdrücken würden. Dein Herr ist gewiss schnell im Strafen, doch Er ist ja auch überaus vergebend und barmherzig.“ (Vers 167)
This was followed by an everlasting curse, which spared only those who would believe in the unlettered Prophet and follow him. This curse was also earned because of their long persistence in disobeying God. Hence, God issued the verdict that was certain to be implemented: “Then your Lord declared that He would most certainly raise against them people who would cruelly oppress them till the Day of Resurrection. Your Lord is swift indeed in His retribution, yet He is certainly much forgiving, merciful.” (Verse 167)
Diese Erklärung wird für immer gültig bleiben, obwohl ihre Erfüllung an dem Tag begann, an dem sie erlassen wurde. In verschiedenen Epochen der Geschichte gab es Menschen, die mit den Juden sehr hart umgingen und bereit waren, sie zu unterdrücken. Die Erklärung wird weiterhin wirksam bleiben, und von Zeit zu Zeit wird es Menschen geben, die grausam mit ihnen umgehen werden. Immer wenn die Juden an Macht gelangen und in Auflehnung gegen Gott tyrannisieren, werden sie gewiss durch die Hand von Menschen leiden, die Gott gegen sie erwecken wird. Dies liegt daran, dass sie von einem Akt der Auflehnung gegen Gott zum nächsten übergehen werden und ihren Weg nicht korrigieren werden, bevor sie mit neuen irrigen Wegen beginnen.
That declaration will last for ever, although its fulfilment started the day it was issued. In different periods of history, there were those who dealt very severely with the Jews and were ready to oppress them. The declaration will continue to operate, and there will from time to time be those who will deal cruelly with them. Whenever the Jews gain power and tyrannize in disobedience of God, they will certainly come to suffer at the hands of people whom God will raise against them. This is because they will continue to move from one act of disobedience of God to another, and will not mend their ways before they start with new erring ways.
Manchmal mag man meinen, der Fluch sei nicht mehr wirksam und die Juden hätten so viel Macht und Einfluss angehäuft. Tatsächlich wird dies nur für eine begrenzte Zeitspanne der Geschichte gelten. Allein Gott weiß, wen Er in der nächsten Runde und in der darauffolgenden Runde gegen die Juden erheben wird, bis zum Tag der Auferstehung.
At times we may think that the curse is no longer operative, and that the Jews have gathered so much power and influence. The fact is that this will only be for a limited period of history. It is God alone who knows whom He will raise against the Jews in the next round, and the round to follow that, until the Day of Resurrection.
Gott hat diese Erklärung abgegeben und seinen Gesandten in Seinem eigenen Buch, dem Qur'ān, davon in Kenntnis gesetzt, und diese Erklärung mit einer Aussage abgeschlossen, die die beiden Eigenschaften Gottes umreißt: dass Er zugleich rasch in der Vergeltung, sehr vergebend und barmherzig ist: „Dein Herr ist wahrlich rasch in der Vergeltung, doch Er ist gewiss sehr vergebend, barmherzig." (Vers 167)
Mit Seiner raschen Strafe überwältigt Er jene, die diese Strafe verdient haben, wie es mit den Bewohnern jener Stadt am Meer geschah. Mit Seiner Vergebung und Barmherzigkeit nimmt Er die Reue jener Israeliten an, die bereit sind, dem ungelehrten Propheten zu folgen, der in der Tora und im Evangelium deutlich beschrieben ist ﷺ. Seine Strafe ist nicht das Ergebnis eines Grolls, sondern die angemessene Vergeltung für jene, die sich des Ungehorsams schuldig gemacht haben. Gottes Barmherzigkeit und Vergebung stehen stets jenen offen, die sie sich verdienen.
God has made this declaration, and informed His Messenger of it in His own book, the Qur’ān, and concluded this declaration with a statement outlining the two attributes of God that He is at the same time swift in retribution, much forgiving and merciful: “Your Lord is swift indeed in His retribution, yet He is certainly much forgiving, merciful.” (Verse 167) With His swift punishment, He overwhelms those who earn that punishment, as happened to those dwellers of that city by the seaside. With His forgiveness and mercy He accepts the repentance of those of the Israelites who are ready to follow the unlettered Prophet who is clearly described in the Torah and the Gospel. His punishment is not the result of any grudge, but it is the fitting retribution for those guilty of disobedience. God’s mercy and forgiveness are always there to be extended to those who earn them.
Diese Verse, in Medina offenbart und diesem mekkanischen Sura hinzugefügt, dienen als Ergänzung zur Geschichte der Kinder Israels nach dem Tod des Propheten Mose. Die Juden waren über die Erde zerstreut und in Gruppen mit unterschiedlichen Vorstellungen sowie verschiedenen Schulen, Strömungen und Neigungen gespalten. Einige von ihnen waren tatsächlich rechtschaffen, andere nicht. In Seiner Weisheit setzte Gott sie immer wieder einer Prüfung nach der anderen aus und prüfte sie mal mit Leichtigkeit und Wohlergehen, mal mit Not und Unglück. Alle diese Prüfungen sollten ihnen helfen, die Dinge in der richtigen Perspektive zu sehen und den Weg der Rechtschaffenheit zu wählen: „Wir haben sie mit Gutem und mit Bösem geprüft, auf dass sie umkehren mögen.“ (Vers 168)
Es ist ein Akt göttlicher Barmherzigkeit, dass Gott Seine Diener einer Prüfung nach der anderen unterzieht, denn diese Prüfungen dienen ihnen als Mahnung, damit Vergesslichkeit sie nicht dazu verleitet, zu viel von sich selbst zu halten. Solche Gedanken können Menschen leicht zur Selbstverurteilung führen.
These verses, revealed in Madinah and added to this Makkan sūrah, serve as a complement to the history of the Children of Israel after the Prophet Moses had passed away. The Jews were dispersed across the earth, divided into groups of varying concepts and different schools, trends and leanings. Some of them were righteous indeed, while others were not. In His wisdom, God continued to set them one test after another, trying them at times with ease and comfort, and at others with affliction and misfortune. All these tests were meant to help them see things in the right perspective and choose the path of righteousness: “We tried them with blessings and misfortunes, so that they might mend their ways.” (Verse 168) It is an act of divine mercy that God puts His servants to one test after another, because these tests serve as reminders to them so that forgetfulness will not let them think too highly of themselves. Such thoughts can easily lead people to self-condemnation.
„Auf sie folgten Generationen, die das Buch erbten. Doch sie trachten nach den flüchtigen Genüssen dieser niederen Welt und sagen: ‚Uns wird vergeben werden.‘ Sollten ihnen ähnliche Genüsse angeboten werden, würden sie sich gewiss danach drängen, sie auszukosten.“ (Vers 169)
Diese neue Generation der Israeliten weist bestimmte Eigenschaften auf, die im Qur’ān beschrieben werden. Sie haben die Schriften geerbt und gut gelernt. Sie haben die Schriften jedoch nicht zu Herzen genommen, sodass sie ihr Verhalten und ihre Praxis nicht an deren Vorgaben ausgerichtet hätten. Mit anderen Worten: Ihr Zugang zum Glauben war ein akademischer. Sie betrachteten ihren Glauben als bloßes Wissen, das man erlernt, ohne dass es einen praktischen Zweck hätte. Immer wenn sich ihnen ein weltlicher Genuss bot, griffen sie zu und gaben sich ihm hin. Dann behaupteten sie, Gott werde ihnen vergeben.
“They were succeeded by generations who inherited the Book. Yet these are keen to enjoy the fleeting pleasures of this lower world and say, `We shall be forgiven.’ Should some similar pleasures come their way, they would certainly be keen to indulge them.” (Verse 169) This new generation of Israelites have certain characteristics that are described in the Qur’ān. They have inherited the Scriptures and learned them well. However, they did not take the Scriptures to heart, so that they would bring their behaviour and practices in line with their dictates. In other words, their approach to faith was an academic one, taking their faith as mere knowledge to be learned, but having no practical purpose. Whenever a worldly pleasure offered itself to them, they took it up and indulged in it. They then claimed that they would be forgiven by God.
Dieser Zustand wiederholte sich immer wieder. Daher stellt der Qur'ān diese rhetorische Frage: „Haben sie nicht in ihren Schriften feierlich versprochen, über Gott nichts als die Wahrheit zu sagen? Und haben sie nicht gründlich studiert, was in [den Schriften] steht?“ (Vers 169) In ihren eigenen Schriften haben sie gelobt, niemals zu versuchen, die Bestimmungen des göttlichen Gesetzes zu manipulieren oder falsch auszulegen. Sie gelobten auch, über Gott nichts anderes zu sagen als die reine Wahrheit. Wie ist es dann möglich, dass sie behaupten, ihnen werde vergeben, wenn sie doch begierig sind, sich an jedem weltlichen Vergnügen zu erfreuen, das sich ihnen bietet? Wie können sie eine solche Ausschweifung rechtfertigen, indem sie eine falsche Aussage über Gott machen und sich seiner Vergebung versichern, obwohl sie wohl wissen, dass Gott nur denen vergibt, die ihre Verfehlungen aufrichtig bereuen und fest entschlossen sind, sie nicht zu wiederholen? Dies trifft auf sie nicht zu, denn obwohl sie die Schriften gründlich studiert und alles, was in ihnen enthalten ist, kennen, bleiben sie bereit, sich an jedem flüchtigen Vergnügen dieser niedrigen Welt zu erfreuen.
This state of affairs was repeated time after time. Hence, the Qur’ān poses this rhetoric question: “Have they not solemnly pledged through their Scriptures to say nothing but the truth about God? And have they not studied well what is in [the Scriptures]?” (Verse 169) In their very Scriptures they pledged never to try to manipulate the provisions of divine law, or give them a false interpretation. They also vowed not to say anything about God but the plain truth. How is it possible, then, for them to claim that they will be forgiven when they are keen to indulge in every worldly pleasure that presents itself to them? How can they justify such indulgence by making a false statement about God, assuring themselves of His forgiveness, when they are well aware that God forgives only those who truly repent of their mistakes and resolve not to repeat them? This does not apply to them, because having studied the Scriptures well and known everything they contain, they remain ready to indulge in every fleeting pleasure of this low world.
Ein bloßes akademisches Studium der Religion nützt wenig, solange der Glaube nicht im Herzen des Studierenden Wurzeln schlägt. Viele, die Religion studieren, lassen ihr Herz von ihr abdriften. Sie studieren sie lediglich, um ihre Taten zu rechtfertigen, indem sie die Bedeutung religiöser Aussagen verdrehen. So versuchen sie, Schlupflöcher zu finden, um ihr Frönen weltlicher Vergnügen zu rechtfertigen. Tatsächlich sind die wahren Feinde der Religion jene, die sich ihr akademisch nähern, ohne wirklich an sie zu glauben und ohne Gott zu fürchten.
A mere academic study of religion is of little benefit, as long as faith does not establish itself in the heart of the person studying it. Many of those who study religion let their hearts drift away from it. They simply study it in order to find justification for their deeds by twisting the meaning of religious statements. Thus they try to find loopholes to justify their indulgence in worldly pleasures. Indeed, the true enemies of religion are those who have an academic approach to it, without truly believing in it and without fearing God.
„Gewiss, das Leben im Jenseits ist besser für alle, die gottesfürchtig sind. Wollt ihr denn nicht nachdenken?“ (Vers 169) Wahrlich, die Wohnstätte des Jenseits ist das, wonach man streben sollte. Ihr Wert, so wie ihn die Gottesfürchtigen erkennen, muss unweigerlich die Waagschale zu ihren Gunsten neigen. Das Streben danach gibt die Entschlossenheit, den flüchtigen Vergnügen zu widerstehen, die sich jetzt im Leben dieser Welt darbieten. Es ist der Antrieb, Einlass in jene Wohnstätte des Jenseits zu erlangen, der die Herzen heilt und das Leben auf den richtigen Grund stellt. Ohne die Anforderungen eines solchen künftigen Lebens zu beachten, wird dieses gegenwärtige Leben aus den Fugen geraten. Wie sollte ein Mensch sonst dem großen Druck widerstehen, den unmittelbaren Vergnügungen dieses Lebens nachzugeben? Was hält einen Menschen davon ab, seiner Habgier nachzugeben oder das wegzunehmen, was anderen gehört? Was kann die Triebe, Begierden und starken Bestrebungen der Menschen zähmen?
“Surely the life in the hereafter is better for all who are God-fearing. Will you not use your reason?” (Verse 169) Indeed, the abode of the hereafter is the one to seek. Its value, as it is recognized by those who are God-fearing, is bound to tilt the scales. Seeking it provides the determination to resist the fleeting pleasures that present themselves now, in the life of this world. It is the motivation to gain admission into that abode of the hereafter that mends hearts and sets life on the proper footing. Without observing the requirements for such future life, this present life will go awry. How else can a human being resist the great pressure of indulging the immediate pleasures of this life? What stops a human being from indulging his greed or taking away what belongs to others? What can tame people’s urges, cravings and powerful aspirations?
Was kann den Menschen die Gewissheit geben, dass das, was in diesem Lebenskampf verloren geht, im Augenblick des Todes nicht gänzlich verloren sein wird? Vielmehr steht noch etwas bevor, in einem künftigen, ewigen Leben. Was gibt den Gläubigen Halt im Kampf zwischen Gut und Böse, Wahrheit und Unwahrheit, wenn sie sehen, wie ihnen die Freuden dieses Lebens aus den Händen gleiten und das Böse immer mehr Macht gewinnt und eine tyrannische Herrschaft auferlegt?
What can give people the reassurance that what is lost in this life struggle will not have been totally lost at the point of death? Rather, there is still more to come in a future, everlasting life. What gives the believers support in the battle between good and evil, truth and falsehood, when they see life’s pleasures slipping away from their hands, and find evil gaining increased power and imposing tyrannical authority?
Nichts kann den Gläubigen eine solche Kraft und Hilfe geben, um inmitten von Schicksalsschlägen und wechselnden Umständen im unablässigen Kampf gegen die Falschheit standhaft zu bleiben, außer dem festen Glauben an das Jenseits und daran, dass es weit besser und vorzüglicher ist für jene, die gottesfürchtig sind. Diese Wohnstätte gehört denjenigen, die vergeben, sich über die flüchtigen Freuden dieser Welt erheben, entschlossen sind, der Wahrheit zu folgen und das Gute zu tun, und unerschütterlich bleiben auf ihrem Weg, in dem Vertrauen darauf, dass das, was Gott für sie bereithält, unendlich viel besser ist als das, was sie in dieser Welt haben mögen.
Nothing can give such strength and help to believers to remain steadfast in the face of misfortunes and changing circumstances during an unabating battle with falsehood except the firm belief in the life to come and that it is far better and superior for those who are God- fearing. That abode belongs to those who forgive, rise above the fleeting pleasures of this world, show determination to follow the truth and to do what is good, remain unshakeable, as they go along the way, reassured that what God has for them is infinitely better than what they may have in this world.
Diese Welt des Jenseits liegt jenseits der Reichweite unserer menschlichen Wahrnehmung. Die Verfechter des „wissenschaftlichen Sozialismus“ wollen den Glauben daran aus unseren Herzen, unserem Glauben und unserem Leben tilgen, um ihn durch ein unwissendes, atheistisches Konzept zu ersetzen, das sie als „wissenschaftlich“ bezeichnen. Doch ihr Vorhaben betrifft die Verderbnis der Herzen und Seelen und die Verderbnis des Lebens selbst. So brechen zahlreiche gesellschaftliche Übel hervor, wie Bestechung, Habgier, Unterdrückung, Nachlässigkeit, Gleichgültigkeit und Verrat, doch nichts kann sie aufhalten außer dem Glauben. Das „Wissenschaftliche“ dem „Unwahrnehmbaren“ gegenüberzustellen, ist nichts weiter als ein unwissendes Phänomen, das im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert um sich griff, doch die menschliche Erkenntnis hat es vollständig aufgegeben. Im zwanzigsten Jahrhundert wurde es nur noch von einer kleinen Minderheit vertreten. Dieses ganze Phänomen steht im Widerspruch zur menschlichen Natur. Daher verdirbt es das Leben in dem Maße, dass es die gesamte Menschheit der Gefahr der Vernichtung aussetzt. Es ist Teil des zionistischen Plans, der versucht, der Menschheit die wichtigsten Faktoren zu rauben, die ihr Gesundheit und Stärke verleihen. Auf diese Weise hoffen sie, letztlich die ganze Welt dem Königreich Zion unterwerfen zu können. Solch hohle Ideen werden von einigen menschlichen Papageien hier und dort nachgeplappert, während die Regime, die der Zionismus in den meisten Teilen der Welt an die Macht gebracht hat, den boshaften zionistischen Plan weiter umsetzen. Schlimmer noch: Sie setzen ihn um, obwohl sie sein Ziel und seinen Zweck kennen.
This abode of the hereafter is something that lies beyond the reach of our human perception. The advocates of `scientific socialism’ want to obliterate the belief in it from our hearts, faith and life in order to replace it with an ignorant, atheistic concept, which they describe as ‘scientific’. But their attempt relates to the corruption of hearts and souls, and the corruption of life itself. So many social ills, such as bribery, greed, oppression, negligence, apathy and treachery break loose, but nothing can check them except faith. To place what is ‘scientific’ in opposition to what is ‘imperceptible’ is no more than an ignorant phenomenon that spread in the eighteenth and nineteenth centuries, but human knowledge has abandoned it altogether. In the twentieth century, it has only been upheld by a small minority. This whole phenomenon is in conflict with human nature. Hence, it corrupts lives to the extent that it exposes all mankind to the risk of destruction. It is part of the Zionist plan, which tries to rob humanity of the most important factors that give it health and strength. In this way, they hope to eventually make the whole world submissive to the kingdom of Zion. Such flimsy ideas are repeated by some human parrots, scattered here and there, while the regimes that Zionism has put in power in most parts of the world continue to implement the wicked Zionist plan. What is worse is that they implement it knowing its aim and purpose.
So möchte Gott, dass man sich Sein Buch nähert: ohne Starrheit und ohne Engstirnigkeit.
This is how God likes His book to be approached, without rigidity or narrowmindedness.
Stärke und Ernsthaftigkeit sind etwas völlig anderes als Starrheit und Engstirnigkeit.
Strength and seriousness are totally different from rigidity and narrowmindedness.
Sie lehnen Erleichterung, weitreichenden Blick und Vereinbarkeit mit dem Alltag nicht ab, wohl aber Zügellosigkeit, Nachlässigkeit und den Vorrang menschlicher Praktiken vor dem Gesetz Gottes. Tatsächlich muss das, was Menschen tun, stets dem Gesetz Gottes untergeordnet sein.
They are not opposed to ease, broad vision and compatibility with dayto- day life, but they are opposed to looseness, carelessness, and giving human practices precedence over God’s law. Indeed, what people do must always be subject to God’s law.
Das feste Festhalten an dem, was Gott offenbart hat, mit Kraft und Ernsthaftigkeit, und das regelmäßige Verrichten der Gebete, womit hier alle Aspekte der Anbetung gemeint sind, sind die beiden wesentlichen Faktoren der göttlichen Methode, die darauf abzielt, das menschliche Leben auf den rechten Grund zu stellen. Die Art, wie dieser Koranvers das Festhalten an der Schrift klar mit dem Verrichten des Gottesdienstes verbindet, ist bedeutsam. Sie zeigt, dass die Umsetzung der göttlichen Offenbarungen im menschlichen Leben ihm die richtige Grundlage gibt und dass rechte Anbetung die menschlichen Verhältnisse reformiert. So wirken die beiden im Alltag ebenso wie in den Herzen der Menschen und richten beide aus. Dies wird durch den Hinweis auf das Tun des Rechten am Ende des Koranverses noch betont: „Diejenigen aber, die an der Schrift festhalten und das Gebet verrichten – Wir lassen den Lohn derer, die das Rechte gebieten, gewiss nicht verloren gehen.“ (Vers 170)
Holding fast with strength and seriousness to what God has revealed and attending regularly to prayers, which is here a reference to all aspects of worship, are the twin essential factors of the divine method that aims at setting human life on the right footing. The way this Qur’ānic verse clearly links holding fast to the Scriptures with attending to worship is significant. It shows that implementing divine revelations in human life gives it the right basis, and that proper worship reforms human rights. Thus, the two operate in everyday life as well as in human hearts and set them both aright. This is further emphasized by the reference to doing right at the conclusion of the Qur’ānic verse: “As for those who hold fast to the Scriptures and attend regularly to their prayers, We shall not fail to reward those who enjoin the doing of what is right.” (Verse 170)
Die schlichte Tatsache ist, dass das gesamte menschliche Leben darunter leidet, dass diese beiden wesentlichen Grundpfeiler der göttlichen Methode aufgegeben werden. Wird die offenbarte Botschaft leichtgenommen, hat sie keinerlei Wirkung auf das alltägliche Leben, und wenn die Anbetung aufgegeben wird, werden die Herzen der Menschen anfällig für Verderbnis. Dies führt dazu, dass man das Gesetz umgeht, so wie es die Praxis der Menschen früherer Schriften war. Dasselbe gilt für die Anhänger jeder Schrift, wenn ihre Herzen die Anbetung leichtnehmen und infolgedessen ihre Gottesfurcht schwindet.
The plain fact is that all human life suffers as a result of abandoning these two essential factors of the divine method. When the revealed message is taken lightly, it has no effect on everyday life, and when worship is abandoned, people’s hearts become prone to corruption. This leads to evading the law, as was the practice of the people of earlier Scriptures. The same applies to the followers of any Scripture when their hearts take worship lightly, and in consequence, their fear of God weakens.
Das göttliche System ist ein vollständiges Ganzes, das das Leben auf der Grundlage einer göttlichen Schrift errichtet und die Herzen durch den Gottesdienst reinigt. Auf diese Weise sind die Herzen gesund, und auch das menschliche Leben ist heilsam. Das ist der göttliche Weg, den nur diejenigen zugunsten eines anderen aufgeben, die dazu bestimmt sind, in dieser Welt Elend und in dem Leben im Jenseits Strafe zu erleiden.
The divine system is a complete whole, which establishes life on the basis of a divine writ, and reforms hearts through worship. Thus, hearts are healthy and human life is also wholesome. That is the divine method, which is abandoned in preference for another only by those who are bound to suffer misery in this world and punishment in the life to come.
Am Ende der Geschichte, wie sie in dieser Sure berichtet wird, folgt eine Schilderung, wie Gott die Verpflichtungen der Kinder Israels annahm: „Wir hoben den Berg über ihnen empor, als wäre er ein Schatten, und sie glaubten, er würde auf sie herabfallen. [Wir sprachen]: Haltet mit aller Kraft an dem fest, was Wir euch gegeben haben, und behaltet alles im Gedächtnis, was darin enthalten ist, damit ihr gottesfürchtig bleibt.“ (Vers 171)
Dieser Bund kann nicht vergessen werden, denn er wurde unter unvergesslichen Umständen geschlossen. Er wurde zu einer Zeit geschlossen, als Gott den Berg über den Häuptern der Kinder Israels schweben ließ, gleichsam wie einen Schatten. Praktisch gesehen glaubten sie, er werde auf sie herabstürzen. Kurz zuvor hatten sie gezögert, irgendwelche Verpflichtungen einzugehen, doch als sie jenes übernatürliche Ereignis erlebten, beeilten sie sich, ihre Zusagen zu geben. Allein das hätte jeden Rückfall ihrerseits verhindern müssen. Angesichts eines solchen Wunders, das sich vor ihren Augen ereignete, wurde ihnen befohlen, ihre Verpflichtungen ernst zu nehmen und sie gewissenhaft zu erfüllen. Man warnte sie vor jeder Nachlässigkeit und Selbstzufriedenheit. Sie sollten sich stets an ihre Verpflichtungen erinnern und sich um deren Erfüllung bemühen, damit ihre Herzen weich werden und sich ihres Bewusstseins für Gott bewusst bleiben.
Doch die Wesensart der Israeliten blieb dieselbe. Bald brachen sie ihre Verpflichtungen und versanken im Ungehorsam. So zogen sie Gottes Zorn auf sich. Sie bewiesen, dass sie für Gottes Gunst und die Gnade, die Er ihnen erwiesen hatte, nicht dankbar sein konnten. Daher zog sich ihre Strafe Gottes zu, weil sie ihre Verpflichtungen Ihm gegenüber gebrochen hatten. Gott handelt niemals ungerecht gegenüber irgendjemandem.
At the end of the story, as related in this sūrah, an account is given of how God accepted the pledges of the Children of Israel: “We suspended the mountain over them as if it were a shadow, and they thought that it would fall down on them. [We said]: Hold fast with all your strength to what We have given you and bear in mind all that it contains, so that you may remain God-fearing.” (Verse 171) That covenant cannot be forgotten, because it was taken in unforgettable circumstances. It was taken at a time when God suspended the mountain over the Children of Israel’s heads, just as though it was a shadow. For all intents and purposes, they thought it was going to fall on them. Just prior to that, they were reluctant to give any pledges, but when they experienced that supernatural event, they hastened to make their pledges. That in itself should have prevented any relapse on their part. With such a miracle taking place before their eyes, they were ordered to take their pledges seriously, and to fulfil them conscientiously. They were warned against any slackness or complacency. They must always remember their pledges and work for their fulfilment, so that their hearts soften and remain conscious of God. But the nature of the Israelites remains the same. They soon broke their pledges and sank into disobedience. Thus, they incurred God’s wrath. They proved that they could not be grateful for God’s favours and the grace He had bestowed on them. Hence, they incurred God’s punishment on account of breaking their pledges to Him. God never deals unjustly with anyone.