Al-Shu'ara – Die Dichter (Wie die Mächtigen fallen) 123-140
Al-Shuara The Poets ( How the Mighty Fall) 123-140
Die ʿĀd haben ebenfalls die Gesandten Gottes für lügnerisch erklärt.
The `Ād, too, denied God’s messengers.
(123)
(123)
Ihr Bruder Hūd sprach zu ihnen: Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein? (124)
Their brother Hūd said to them: Will you have no fear of God? (124)
Ich bin ein Gesandter [von Ihm] zu euch, dem man vertrauen kann. (125)
I am a Messenger [sent by Him] to you, worthy of all trust. (125)
So fürchtet Gott und gehorcht mir. (126)
So, fear God and pay heed to me. (126)
Ich verlange keinen Lohn dafür von euch; mein Lohn liegt allein beim Herrn der Welten. (127)
No reward whatever do I ask of you for it: my reward is only from the Lord of all the worlds. (127)
„Errichtet ihr auf jeder Anhöhe ein Denkmal, zu eitlem Zeitvertreib,“ (128)
‘Do you build a landmark on every high place, in a vain endeavour, (128)
und baut euch feste Bauwerke, in der Hoffnung, ewig zu leben? (129)
and make for yourselves strong structures, hoping to be immortal? (129)
Wenn ihr eure Macht ausübt, tut ihr dies wie grausame Tyrannen. (130)
When you exercise your power, you do so like cruel tyrants. (130)
So fürchtet Gott und gehorcht mir. (131)
So, fear God and pay heed to me. (131)
Fürchtet Den, Der euch mit all dem versorgt hat, was ihr wisst. (132)
Fear Him who has provided you with all that you know. (132)
Er hat euch mit Vieh und Kindern versehen, (133)
He has provided you with cattle and children, (133)
und Gärten und Quellen. (134)
and gardens and springs. (134)
„Wahrlich, ich fürchte für euch die Strafe eines gewaltigen Tages.“ (135)
Indeed, I fear lest suffering befall you on an awesome day.’ (135)
Sie antworteten: „Es ist uns gleich, ob du uns ermahnst oder ob du keine Ermahnung gibst. (136)
They answered: ‘It is all one to us whether you admonish us or you never give admonition. (136)
Dies ist nichts anderes als die Praxis der Vorfahren. (137)
This is none but the practice of the ancients. (137)
„Niemals werden wir bestraft werden.“ (138)
Never are we going to be punished.’ (138)
Also haben sie ihn für lügnerisch erklärt. Da haben Wir sie vernichtet. Wahrlich, darin liegt ein sicheres Zeichen; doch die meisten von ihnen glauben nicht. (139)
Thus they denied him. So We destroyed them. Indeed, there is in this a sure sign; yet most of them will not believe. (139)
Und wahrlich, dein Herr ist der Allmächtige, der Barmherzige. (140)
And indeed it is your Lord who is the Mighty One, the Merciful. (140)
Macht und das Gefühl der Unsterblichkeit
Power And A Sense Of Immortality
Das Volk des Propheten Hūd lebte in al-Aĥqāf, einem Gebiet mit ausgedehnten Sanddünen, nicht weit von Ĥadramowt und in Richtung Jemen. Sie lebten einige Zeit nach Noah und gehörten zu den Gemeinschaften, die einige Zeit nach der Flut, die das Volk Noahs bestrafte, vom rechten Weg abwichen.
The Prophet Hūd’s people lived in al-Aĥqāf, an area of extensive sand dunes not far from Ĥadramowt and in the direction of Yemen. They lived sometime after Noah, and were one of the communities that deviated from the right way sometime after the flood that punished Noah’s people.
Die Geschichte von Hūd wird ausführlicher in Sure 7, Al-A'râf, und Sure 11, Hūd, erzählt. Sie wird auch in Sure 23, Al-Mu'minûn, erwähnt, ohne dass die Namen von Hūd oder seinem Volk genannt werden. Die Geschichte wird hier zusammengefasst, zwischen Hūds Ansprache an sein Volk, in der er es ermutigte, an die Einheit Gottes zu glauben, und dem Ende, das es erlitt, als Gottes Strafe über es hereinbrach.
Hūd’s story was told in more detail in Sūrah 7, The Heights, and Sūrah 11, Hūd. It is also mentioned in .Sūrah 23, The Believers, without mentioning the names of Had or his community. The story here is summed up between Hūd’s address to his community that encouraged them to believe in God’s oneness and the end they faced as God’s punishment befell them.
Die Geschichte von Hud und seinem Volk hat denselben Anfang wie die Geschichte Noahs:
The story of Had and his people has the same beginning as Noah’s story:
Auch die ʿĀd haben die Gesandten Gottes für Lügner erklärt. Als ihr Bruder Hūd zu ihnen sprach: Wollt ihr denn Gott nicht fürchten? Ich bin ein Gesandter für euch, dem man vertrauen kann. So fürchtet Gott und gehorcht mir. Ich verlange dafür keinen Lohn von euch; mein Lohn liegt allein beim Herrn der Welten.
The `Ād, too, denied God’s messengers. Their brother Hid said to them: Will you have no fear of God? I am a Messenger [sent by Him] to you, worthy of all trust. So, fear God and pay heed to me. No reward whatever do I ask of you for it: my reward is only from the Lord of all the worlds. (Verses 123-127)
Es ist dieselbe Botschaft, die jeder Gesandte Gottes überbracht hat: ein Aufruf, allein an Gott zu glauben, Ihn zu fürchten und Seinem Gesandten zu gehorchen. Damit verbunden ist eine Erklärung, in der er jedes Interesse an den weltlichen Annehmlichkeiten oder an der Stellung zurückweist, die die Menschen ihm anbieten mögen. Das rückt die Dinge ins rechte Licht. Der Gesandte erwartet von ihnen nichts, sondern er erwartet seinen Lohn von Gott.
It is the same message given by every messenger of God: it is a call to believe in God alone and to fear Him and obey His messenger. This is coupled with a declaration disclaiming any interest in worldly luxuries or position the people may have to offer. This puts things in the right perspective. The messenger seeks nothing from them, but instead he looks to God for his reward.