Im Kommentar zu der vorangehenden Passage heißt es, dass die Sure feststellt, der Streit zwischen dem Propheten ﷺ und seinen Gegnern werde Gott zur Entscheidung überlassen, und dieses Urteil werde erfolgen, nachdem sie alle gestorben sind. Er wird die Lügner so vergelten, wie sie es verdienen, und den Menschen der Wahrheit eine reichliche Belohnung geben.
Commenting on the preceding passage, the sūrah stares that the dispute between the Prophet and his opponents is left to God for judgement, which will occur after they have all died. He will requite the liars as they deserve and give generous reward to the people of the truth.
Gewiss, du wirst sterben, und auch sie werden sterben; und dann, am Tag der Auferstehung, werdet ihr vor eurem Herrn miteinander streiten.
Indeed you are bound to die, and they too are bound to die; and then on the Day of Resurrection you all will dispute with one another in the presence of your Lord.
(Verse 30-31)
(Verses 30-31)
Der Tod ist das Ende jedes Lebewesens. Nur Gott bleibt bestehen. Im Tod teilen alle Menschen dasselbe Ende, auch Muĥammad ﷺ, der letzte Gesandte Gottes. Die Erwähnung dieser Tatsache steht hier im Rahmen der großen Wahrheit, die die Sūrah betont, nämlich der absoluten Einheit Gottes. Darauf folgt die Aussage darüber, was nach dem Tod kommt, denn der Tod ist nicht das endgültige Ende: Er ist ein Glied in der Kette des Lebens, die so angeordnet ist, dass kein Teil davon umsonst vergeht. Am Tag des Gerichts werden die Menschen vor Gott stehen und miteinander über das streiten, was sie früher behauptet haben, und darüber, wie sie auf die Rechtleitung reagiert haben, die Gott ihnen gesandt hat.
Death is the end of every living thing. Only God remains. In death all people share the same end, including Muĥammad, God’s last Messenger. Mention of this fact here comes within the framework of the great truth the sūrah emphasizes, namely, God’s absolute oneness. This is followed by stating what comes after death, because death is not the final end: it is a link in the chain of life that has been so ordained that no part of it passes in vain. On the Day of Judgement people will stand in front of God disputing with one another over what they used to claim, and how they reacted to the guidance God sent them.
Wer ist ungerechter als jemand, der eine Lüge über Gott erdichtet und die Wahrheit verwirft, wenn sie zu ihm gelangt? Gibt es in der Hölle nicht eine angemessene Bleibe für die Ungläubigen? (Vers 32)
Who could be more wrong than one who invents a lie about God and rejects the truth when it comes to him? Is not there in hell a proper abode for the unbelievers? (Verse 32)
Dies sind Tatsachen, die in Form von Fragen dargelegt werden. Nichts ist falscher als der Mensch, der falsche Behauptungen über Gott aufstellt, indem er behauptet, Er habe Töchter und Gefährten, und der dann die Wahrheit ablehnt, die der Gesandte Gottes verkündet hat, und sich weigert, an die Einheit Gottes zu glauben. Dies ist Unglaube, und in der Hölle gibt es eine angemessene Wohnstätte für alle Ungläubigen. Die Fragenform, in der diese beiden Aussagen gegeben sind, macht sie deutlicher und nachdrücklicher.
These are facts stated in the form of questions. None is more wrong than the person who makes false claims about God, alleging that He has daughters and partners, and who then rejects the truth preached by God’s Messenger, refusing to believe in God’s oneness. This is unbelief, and in hell there is a proper abode for all unbelievers. The interrogative form given to these two statements makes them clearer and more emphatic.
Dies ist eine Partei des Streits. Die andere Partei ist diejenige, die die von Gott ihr gegebene Botschaft der Wahrheit überbringt, an sie glaubt und sie vollständig überzeugt von ihrer Wahrheit weitergibt.
This is one party to the dispute. The other party is the one who brings the message of truth given him by God, believes in it and delivers it fully convinced of its truth.
Das ist der Gesandte Gottes. An dieser Beschreibung haben auch alle früheren Gesandten Gottes Anteil, ebenso wie jeder, der diese Botschaft vertritt und vollkommen davon überzeugt ist, dass sie wahr ist. Sie sind in der Tat gottesfürchtig.
That is God’s Messenger. Sharing with him in this description are all earlier messengers of God, as well as everyone who advocates this message, fully convinced that it is true. These are indeed God-fearing.
Die Sure spricht weiter über diese Menschen und die Belohnung, die Gott für sie bereithält: „Sie werden bei ihrem Herrn alles haben, was sie sich wünschen. Das ist die Belohnung derer, die Gutes tun.“ (Vers 34)
Dies ist eine umfassende Aussage, die alle Wünsche einschließt, die eine gläubige Seele hegen mag. Der Vers besagt, dass dies ihnen gehört und bei ihrem Herrn für sie bereitliegt. Das bedeutet, dass sie einen rechtmäßigen Anspruch darauf haben, der nicht verloren gehen oder verweigert werden wird: „Das ist die Belohnung derer, die Gutes tun.“ (Vers 34)
The sūrah speaks further about these people and the reward God has in store for them: “They will have all that they wish for with their Lord: such is the reward of those who do good.” (Verse 34) This is an all-embracing statement that includes all the desires that a believing soul may entertain. The verse states that this is theirs, ready for them with their Lord. This means that they have a rightful claim to it which will not be lost or denied: “Such is the reward of those who do good.” (Verse 34)
So gewährt Gott ihnen alles, was Er ihnen an Ehre und Segen zukommen lassen möchte, was über ihren gerechten Lohn hinausgeht. So schenkt Er ihnen die Fülle Seiner Gnade: „Gott wird das Schlechteste ihrer Taten tilgen und ihnen ihren Lohn gemäß dem Besten geben, was sie getan haben.“ (Vers 35) Die Gerechtigkeit verlangt, dass gute Taten gegen schlechte aufgewogen werden und der Lohn auf dieser Grundlage bestimmt wird. Gottes Gnade aber ist das, was Gott Seinen Dienern gewährt, die Ihn fürchten: Er streicht das Schlechteste ihrer Taten, so dass sie bei der Abrechnung ihrer Taten nicht berücksichtigt werden, und dann belohnt Er sie auf der Grundlage des Besten, was sie je getan haben. Auf diese Weise werden ihre guten Taten vermehrt und überwiegen.
Thus God gives them all that He wishes to give them of honour and blessing, which is in excess of their fair reward. Thus, He bestows on them an abundance of His grace: “God will expunge the worst of their deeds and will give them their reward in accordance with the best that they did.” (Verse 35) Fairness requires that good deeds are set against bad ones and reward is determined on that basis. God’s grace, however, is that which God grants to His servants who feared Him: He writes off the worst of their deeds, so that they are not taken into account when their deeds are reckoned, and then He rewards them on the basis of the best they ever did. Thus their good deeds are made to grow and become preponderant.
So ist Gottes Gnade, die Er gewährt, wem Er will. Er hat sich selbst dazu verpflichtet und dies in einem Versprechen bekräftigt. Es ist daher eine Tatsache, deren die Gottesfürchtigen gewiss sind.
Such is God’s grace which He bestows on whomever He wills. He has committed Himself to do this, giving a promise to this effect. Thus, it is a fact of which the God- fearing are certain.