Al-Tawbah (die Reue) | Erscheinungsformen der Heuchelei 42-96
Al-tawbah (the Repentance) | Manifestations Of Hypocrisy 42-96
Hätte es sich um einen greifbaren Gewinn und eine kurze Reise gehandelt, so wären sie dir sicherlich gefolgt; doch die Strecke war ihnen zu weit. Dennoch werden sie bei Gott schwören: „Hätten wir gekonnt, wir wären gewiss mit euch ausgezogen.“ Sie stürzen sich selbst ins Verderben. Gott weiß wahrlich, dass sie Lügner sind. (42)
Had there been [a prospect of] an immediate gain, and a short journey, they would certainly have followed you; but the distance was too far for them. Yet they will swear by God: ‘Had we been able, we would surely have joined you.’ They bring ruin upon themselves. God knows indeed that they are liars. (42)
Möge Gott dir vergeben [Prophet]! Warum hast du ihnen die Erlaubnis gegeben (zurückzubleiben), bevor dir klar geworden war, wer die Wahrheit sagte und wer die Lügner waren? (43)
May God forgive you [Prophet]! Why did you grant them permission [to stay behind] before you had come to know who were speaking the truth and who were the liars (43)
{Diejenigen, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben, bitten dich nicht um Befreiung davon, mit ihrem Vermögen und ihrem Leben zu streben. Gott weiß genau, wer die Gottesfürchtigen sind.} (44)
Those who believe in God and the Last Day will not ask you to exempt them from striving with their property and with their lives. God has full knowledge as to who are the God-fearing. (44)
Nur diejenigen bitten dich um Befreiung, die nicht wirklich an Gott und den Jüngsten Tag glauben. Ihre Herzen sind voller Zweifel, und in ihrem Zweifel schwanken sie hin und her. (45)
Only those who do not truly believe in God and the Last Day ask you for exemption. Their hearts are filled with doubt; and troubled by doubt, they do waver. (45)
Hätten sie wirklich ausziehen wollen, hätten sie gewiss Vorbereitungen dafür getroffen. Doch Gott widerstrebte ihrem Ausziehen, darum hielt Er sie zurück; und es wurde zu ihnen gesagt: „Bleibt zurück mit denen, die zurückbleiben.“ (46)
Had they really intended to set out [with you], they would surely have made some preparations for that. But God was averse to their going, so He caused them to hold back; and it was said to them: ‘Stay behind with those who stay.’ (46)
Hätten sie mit euch ausgezogen, sie hätten euch nur Verwirrung gebracht und wären eilig zwischen euch hin und her gelaufen, in der Absicht, Zwietracht unter euch zu säen. Unter euch gibt es welche, die ihnen Gehör geschenkt hätten. Gewiss, Gott kennt die Frevler genau. (47)
Had they set out with you, they would have added nothing to you but trouble, and would have scurried to and fro in your midst, seeking to sow discord among you. There are among you some who would have lent them ear. Certainly God has full knowledge of the wrongdoers. (47)
Sie hatten schon vor dieser Zeit versucht, Zwietracht zu säen, und Ränke gegen dich geschmiedet, bis die Wahrheit offenbar wurde und der Wille Gottes sich durchsetzte, so sehr es ihnen auch zuwider sein mag. (48)
They had, even before this time, tried to sow discord, and devised plots against you, until the truth was revealed and the will of God prevailed, no matter how hateful it is to them. (48)
Unter ihnen gibt es manch einen, der sagen mag:
There is among them [many a] one who may say:
„Erlaube mir, zurückzubleiben, und setze mich nicht der Versuchung aus.“ Gewiss, sie sind der Versuchung bereits erlegen. Und die Hölle wird die Ungläubigen gewiss umfassen. (49)
‘Give me leave to stay behind, and do not expose me to temptation.’ Surely they have succumbed to temptation. Hell is certain to engulf the unbelievers. (49)
Euer Glück betrübt sie; doch wenn euch ein Unglück trifft, sagen sie: „Wir haben schon zuvor unsere Vorsichtsmaßnahmen getroffen.“ Und so wenden sie sich ab, voller Freude.
Your good fortune grieves them; but if a disaster befalls you, they will say: ‘We are lucky to have taken our precautions.’ Thus they turn away rejoicing. (50)
Sprich: „Nur was Gott uns vorgeschrieben hat, wird uns treffen. Er ist unser Beschützer. Auf Gott allein sollen die Gläubigen ihr Vertrauen setzen.“ (51)
Say: ‘Nothing will befall us except what God has decreed. He is our Guardian. In God alone should the believers place their trust.’ (51)
Sag: „Wartet ihr etwa darauf, dass uns etwas Schlimmes widerfährt? Uns kann jedoch nur eines von zwei guten Dingen treffen. Wir unsererseits warten darauf, dass Gott euch eine Strafe auferlegt, entweder direkt von Ihm selbst oder durch unsere Hände.“
Say: ‘Are you waiting for something [bad] to happen to us?; but [nothing may happen to us except] one of the two best things. On our part we are waiting for God to inflict upon you a scourge, either directly from Himself or by our hands.
„Dann wartet nur; auch wir warten mit euch.“ (52)
Wait, then, if you will; we shall also be waiting.’ (52)
„Sprich: ‚Ob ihr freiwillig oder widerwillig spendet, es wird nicht von euch angenommen werden; denn ihr seid wahrlich ein frevelhaftes Volk.‘ (53)"
Say: ‘Whether you spend willingly or unwillingly, it will not be accepted from you; for you are indeed wicked people.’ (53)
Was ihre Ausgaben davon abhält, von ihnen angenommen zu werden, ist, dass sie an Gott und Seinen Gesandten nicht glauben, dass sie nur widerwillig zum Gebet kommen und dass sie nichts [für eine gute Sache] spenden, ohne dabei verdrossen zu sein. (54)
What prevents their spending from being accepted from them is that they have disbelieved in God and His Messenger, and they only come to prayer with reluctance, and never donate anything [for a righteous cause] without being resentful. (54)
Lass dich weder von ihrem Reichtum noch von ihren Kindern beeindrucken. Gott will sie damit nur im diesseitigen Leben bestrafen und dass ihre Seelen vergehen, während sie Ungläubige sind. (55)
Let neither their riches nor their children rouse your admiration. God only wishes to punish them by means of these in this worldly life, and that their souls perish while they are unbelievers. (55)
Sie schwören bei Gott, dass sie zu euch gehören, dabei gehören sie gewiss nicht zu euch, sondern sind Menschen, die von Furcht überwältigt sind. (56)
They swear by God that they belong to you, when certainly they do not belong to you, but are people overwhelmed by fear. (56)
Könnten sie nur einen Zufluchtsort, eine Höhle oder irgendeinen Schlupfwinkel finden, sie würden sich hastig dorthin stürzen. (57)
If only they could find a place of shelter, or cavern, or any hiding place, they would rush headlong into it. (57)
Unter ihnen gibt es welche, die dich hinsichtlich der Verteilung der Almosen verleumden. Wenn ihnen davon ein Anteil gegeben wird, sind sie zufrieden, wird ihnen aber kein Anteil gegeben, so werden sie zornig. (58)
Among them there are those who speak ill of you concerning the distribution of charity. If they are given a share of it, they are pleased, but if no share is given to them, they are enraged. (58)
Doch [wie viel besser wäre es für sie gewesen], wenn sie sich mit dem begnügt hätten, was Gott und Sein Gesandter ihnen gegeben haben, und gesagt hätten: „Gott genügt uns. Gott wird uns aus Seiner Huld geben, und so auch Sein Gesandter. Zu Gott allein wenden wir uns in der Hoffnung.“ (59)
Yet [how much better it would have been for them] had they contented themselves with what God and His Messenger have given them, and said: ‘God is sufficient for us. God will give us out of His bounty, and so too will His Messenger. To God alone do we turn in hope.’ (59)
Almosengaben sind nur für die Armen und Bedürftigen bestimmt, für jene, die in der Verwaltung dieser Gaben tätig sind, für jene, deren Herzen gewonnen werden sollen, zur Befreiung von Gefangenen und Schuldnern, zur Förderung der Sache Gottes und für den Reisenden in Not. Dies ist eine von Gott vorgeschriebene Pflicht, und Gott ist allwissend und allweise. (60)
Charitable donations are only for the poor and the needy, and those who work in the administration of such donations, and those whose hearts are to be won over, for the freeing of people in bondage and debtors, and to further God’s cause, and for the traveller in need. This is a duty ordained by God, and God is All- knowing, Wise. (60)
Und unter ihnen sind andere, die den Propheten ﷺ verletzen und sagen: „Er ist ganz Ohr.“ Sprich: „Er ist ein Ohr, das auf das hört, was gut für euch ist. Er glaubt an Gott, vertraut den Gläubigen und ist eine Barmherzigkeit für jene von euch, die wahrhaft gläubig sind.“ Diejenigen, die den Gesandten Gottes verletzen, werden qualvolle Strafe erleiden. (61)
And among them are others who hurt the Prophet and say: ‘He is all ear.’ Say: ‘He is an ear listening to what is good for you. He believes in God, trusts the believers and he is a mercy to those of you who are true believers.’ Those who hurt God’s Messenger shall have painful suffering. (61)
Sie schwören dir bei Gott, um dich zufriedenzustellen.
They swear to you by God in order to please you.
Dabei verdient es Gott und Sein Gesandter eher, dass sie Ihnen zu gefallen suchen, wenn sie wahrhaftig Gläubige sind.
Yet it is God and His Messenger that they should strive to please, if indeed they are believers.
(62)
(62)
Wissen sie denn nicht, dass für jeden, der sich Gott und Seinem Gesandten widersetzt, das Feuer der Hölle bestimmt ist, in dem er ewig bleibt? Das ist die größte Schmach.
Do they not know that anyone who defies God and His Messenger shall have the fire of hell, therein to abide? That is the ultimate disgrace.
(63)
(63)
Die Heuchler fürchten, dass eine Sure über sie herabgesandt wird, die ihnen offenbart, was in ihren Herzen wirklich ist. Sprich: „Spottet nur, wie ihr wollt; Gott wird gewiss ans Licht bringen, wovor ihr euch fürchtet.“ (64)
The hypocrites dread lest a sūrah be revealed about them, making clear to them what is really in their hearts. Say: ‘Scoff, if you will; God will surely bring to light the very thing you are dreading.’ (64)
Wenn du sie zur Rede stellst, werden sie sagen: „Wir haben nur daherfaselt und gescherzt.“ Sprich: „Habt ihr denn Gott, Seine Zeichen und Seinen Gesandten verhöhnt?“ ﷺ
Should you question them, they will say: ‘We have only been indulging in idle talk and jesting.’ Say: ‘Was it, then, at God, His revelations and His Messenger that you have been mocking?’ (65)
Ihr habt nicht an Gott geglaubt, nachdem ihr euch zum Glauben bekannt habt. Wenn Wir einige von euch begnadigen, werden Wir andere bestrafen, weil sie Schuld auf sich geladen haben. (66)
Make no excuses. You have disbelieved after you have professed to be believers. Though We may pardon some of you, We shall punish others, on account of their being guilty. (66)
Die Heuchler, Männer wie Frauen, sind allesamt von einer Art. Sie gebieten das Verwerfliche und verbieten das Rechte, und sie halten ihre Fäuste geschlossen. Sie haben Gott vergessen, und so hat Er beschlossen, sie zu vergessen. Gewiss, die Heuchler sind die Frevler. (67)
The hypocrites, both men and women, are all of a kind. They enjoin what is wrong and forbid what is right, and tighten their fists. They have forgotten God and so He has chosen to forget them. Surely the hypocrites are the transgressors. (67)
Gott hat den Heuchlern, Männern wie Frauen, und den Ungläubigen das Feuer der Hölle versprochen, in dem sie ewig verweilen werden. Es wird ihnen genügen.
God has promised the hypocrites, both men and women, and the unbelievers the fire of hell, where they shall abide. It shall be sufficient for them.
Gott hat sie verstoßen, und ihnen wird eine dauerhafte Qual zuteil.
God has rejected them, and theirs is a lasting torment. (68)
Deine Lage gleicht dem Fall derer, die vor dir waren.
Yours is just like the case of those before you.
Sie waren stärker als ihr und hatten mehr Reichtum und mehr Kinder. Sie genossen ihren Anteil. Und auch ihr habt euren Anteil genossen, so wie jene vor euch ihren Anteil genossen haben; und ihr habt euch in nutzlosem Geschwätz ergangen, so wie sie es taten. Ihre Werke sind in dieser Welt nichtig geworden und werden auch im Jenseits nichtig sein. Sie sind in der Tat die Verlierer. (69)
They were more powerful than you and had greater wealth and more children. They enjoyed their share. And you have been enjoying your share, just as those who preceded you enjoyed their share; and you have been indulging in idle talk just like they did. Their works have come to nothing in this world and shall come to nothing in the life to come. They are indeed the losers. (69)
Haben sie denn nicht von den Geschichten derer gehört, die vor ihnen waren, wie das Volk Noahs, die ʿĀd und die Thamūd, das Volk Abrahams, die Leute von Madyan und die zerstörten Städte? Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit klaren Beweisen der Wahrheit. Gott war es nicht, der ihnen Unrecht tat; sie waren es, die sich selbst Unrecht taten. (70)
Have they not heard the histories of those who preceded them, such as Noah’s people, ‘Ād and Thamūd, and Abraham’s people, and the folk of Madyan and the ruined cities? Their messengers came to them with clear evidence of the truth. It was not God who wronged them; it was they who wronged themselves. (70)
Die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einander Freunde: Sie gebieten das Rechte und verbieten das Unrechte; sie verrichten ihr Gebet und entrichten die Zakāt, und sie gehorchen Gott und Seinem Gesandten.
The believers, men and women, are friends to one another: they enjoin what is right and forbid what is wrong; they attend to their prayers, and pay their zakāt, and obey God and His Messenger.
Auf diese wird Gott Sein Erbarmen herabsenden. Gewiss, Gott ist Allmächtig, Allweise. (71)
It is on these that God will have mercy. Surely, God is Almighty, Wise. (71)
Gott hat den gläubigen Männern und Frauen Gärten verheißen, unter denen Flüsse fließen, in denen sie ewig verweilen werden, und schöne Wohnstätten in den Gärten von Eden. Doch Gottes Wohlgefallen ist der größte Segen von allen. Dies ist fürwahr der höchste Triumph. (72)
God has promised the believers, men and women, gardens through which running waters flow, where they will abide, and goodly dwellings in the garden of Eden. Yet God’s acceptance is the greatest blessing of all. This is indeed the supreme triumph. (72)
Prophet, strive hard against the unbelievers and the hypocrites, and press hard on them. Their ultimate abode is hell, and how vile a journey’s end. (73) Hinweis: Dieser Text ist ein Qur'an-Vers, daher bleibt die Anrede hier unverändert und ohne ﷺ, da der Vers in geschweiften Klammern gesetzt werden müsste. Ich übersetze daher wie folgt: {Prophet, kämpfe gegen die Ungläubigen und die Heuchler und geh hart mit ihnen um. Ihre endgültige Bleibe ist die Hölle, und welch schlimmes Ende ist das!} (73)
Prophet, strive hard against the unbelievers and the hypocrites, and press hard on them. Their ultimate abode is hell, and how vile a journey’s end. (73)
Sie schwören bei Gott, dass sie nichts [Falsches] gesagt hätten. Doch sie haben gewiss das Wort des Unglaubens ausgesprochen und sind nach ihrem Bekenntnis, sich Gott zu unterwerfen, ungläubig geworden, denn sie strebten nach etwas, das sie nicht erreichen konnten. Sie hatten keinen Grund, verbittert zu sein, außer dass Gott und Sein Gesandter ihnen aus Seiner Huld Reichtum gewährt hatten. Wenn sie umkehren, wird es zu ihrem eigenen Guten sein; wenden sie sich aber ab, wird Gott sie in dieser Welt und im Jenseits mit schwerer Pein belegen. Sie werden auf dieser Erde niemanden finden, der ihr Freund ist oder ihnen Beistand leistet. (74)
They swear by God that they have said nothing [wrong]. Yet they certainly uttered the word of unbelief, and disbelieved after they had professed to submit to God, for they aimed at something which they could not attain. They had no reason to be spiteful, except that God and His Messenger had enriched them out of His bounty. If they repent, it will be for their own good; but if they turn away, God will cause them to endure grievous suffering both in this world and in the life to come. They shall find none on this earth to be their friend or to give them support. (74)
Einige von ihnen haben Gott ein Gelübde gegeben: „Wenn Er uns von Seiner Huld gibt, werden wir gewiss Almosen geben und zu den Rechtschaffenen gehören.“ (75)
Some of them have pledged to God: ‘If He gives us of His bounty, we will certainly spend in charity, and we will be among the righteous.’ (75)
Doch als Er ihnen von Seiner Huld gab, wurden sie geizig und wandten sich ab, gleichgültig gegenüber [ihren Versprechen]. (76)
But when He had given them of His bounty they grew niggardly and turned away, heedless [of their pledges]. (76)
Infolgedessen ließ Er Heuchelei in ihren Herzen Wurzeln schlagen bis zu dem Tag, an dem sie Ihm begegnen werden, weil sie den Versprechen, die sie Gott gegeben hatten, nicht die Treue hielten und wegen der Lügen, die sie zu erzählen pflegten. (77)
In consequence, He caused hypocrisy to take root in their hearts till the Day on which they will meet Him, because they have been untrue to the pledges they made to God, and because of the lies they used to tell. (77)
Wissen sie denn nicht, dass Gott ihre geheimen Gedanken und ihre vertraulichen Gespräche kennt und dass Gott das Wissen über alles Verborgene in vollem Umfang besitzt? (78)
Do they not realize that God knows both their secret thoughts and what they talk about in private, and that God has full knowledge of all things that are hidden away? (78)
Es sind jene Heuchler, die diejenigen verspotten, die aus freien Stücken spenden, sowie jene, die nichts zu geben haben außer dem, was sie sich durch ihre Mühe verdienen, und sie alle verhöhnen. Gott verhöhnt sie, und ihnen steht eine schmerzhafte Strafe bevor. (79)
It is those hypocrites that taunt the believers who donate freely, as well as those who have nothing to give except what they earn through their toil, and deride them all. God derides them, and grievous suffering awaits them. (79)
Ob du für sie um Vergebung bittest oder nicht – [es bleibt sich gleich]. Selbst wenn du siebzigmal um ihre Vergebung bitten würdest, wird Gott ihnen nicht vergeben, denn sie haben Gott und Seinen Gesandten verleugnet. Gott leitet die Frevler nicht recht. (80)
You may pray for their forgiveness or may not pray for them, [for it will all be the same]. Even if you were to pray seventy times for their forgiveness, God will not forgive them, for they have denied God and His Messenger. God does not guide those who are transgressors. (80)
Jene, die zurückgelassen wurden, freuten sich, daheim geblieben zu sein, nach dem Weggang des Gesandten Gottes ﷺ, denn sie hatten eine Abneigung dagegen, mit ihrem Besitz und ihrem Leben für die Sache Gottes zu streiten. Sie sagten [zueinander]: „Zieht nicht in den Krieg bei dieser Hitze.“ Sprich: „Das Feuer der Hölle ist weitaus heißer.“ Wenn sie doch nur verstünden.
Those who were left behind rejoiced at having stayed at home after [the departure of] God’s Messenger, for they were averse to striving with their property and their lives in God’s cause. They said [to one another]: ‘Do not go to war in this heat.’ Say: ‘The fire of hell is far hotter.’ Would that they understood. (81)
Sie werden wenig lachen, doch viel weinen, als Vergeltung für das, was sie erworben haben. (82)
They shall laugh but a little, and they will weep much, in return for what they have earned. (82)
Wenn Gott dich zurückbringt und du einige von ihnen triffst und sie dann um Erlaubnis bitten, mit dir auszuziehen, so sprich: „Niemals sollt ihr mit mir ausziehen, noch sollt ihr mit mir gegen einen Feind kämpfen. Ihr wart beim ersten Mal zufrieden, zurückzubleiben; so bleibt nun bei denen, die zurückbleiben.“ (83)
If God brings you back and you meet some of them, and then they ask leave to go forth with you, say: ‘Never shall you go forth with me, nor shall you fight an enemy with me. You were happy to stay behind on the first occasion, so you stay now with those who remain behind.’ (83)
Du sollst über keinem von ihnen, der stirbt, das Gebet verrichten, und du sollst nicht an seinem Grab stehen. Denn sie haben Gott und Seinen Gesandten verleugnet und sind als Frevler gestorben. (84)
You shall not pray for any of them who dies, and you shall not stand by his grave. For they have denied God and His Messenger and died as hardened sinners. (84)
Lass dich weder von ihrem Reichtum noch von ihren Kindern beeindrucken. Gott will sie damit nur im diesseitigen Leben strafen und dass ihre Seelen vergehen, während sie Ungläubige sind. (85)
Let neither their riches nor their children excite your admiration. God only wishes to punish them by means of these in the life of this world, and that their souls perish while they are unbelievers. (85)
Wenn eine Sure herabgesandt wurde, die dazu aufruft, an Gott zu glauben und zusammen mit Seinem Gesandten zu kämpfen, baten dich die Wohlhabenden unter ihnen um Erlaubnis und sagten: „Lass uns bei denen zurück, die zurückbleiben.“ (86)
When a sūrah was revealed from on high calling on them to believe in God and to strive alongside His Messenger, those of them who were well able to do so asked you to give them leave and said to you: Allow us to stay with those who remain behind.’ (86)
Sie sind damit zufrieden, bei denen zu bleiben, die zurückgelassen wurden. Und ihre Herzen sind versiegelt, sodass sie die Wahrheit nicht zu begreifen vermögen. (87)
They are well-pleased to remain with those who are left behind. And their hearts are sealed, so that they are unable to understand the truth. (87)
Doch der Gesandte und diejenigen, die mit ihm geglaubt haben, streben mit ihrem Besitz und ihrem Leben auf Gottes Weg. Ihnen werden all die guten Dinge zuteil. Sie sind es, die gewiss erfolgreich sein werden. (88)
But the Messenger and those who have believed with him strive hard in God’s cause with their property and their lives. These shall have all the good things. These shall certainly prosper. (88)
Gott hat ihnen Gärten bereitet, unter denen Flüsse fließen, darin sie ewig bleiben werden.
God has prepared for them gardens through which running waters flow, where they shall abide.
Das ist der höchste Triumph. (89)
That is the supreme triumph. (89)
Einige der Beduinen, die Entschuldigungen vorzubringen hatten, kamen und baten darum, von der Teilnahme befreit zu werden; während diejenigen, die Gott und Seinen Gesandten leugneten, zurückblieben. Schwere Qual wird jene von ihnen treffen, die ungläubig waren. (90)
Some of the Bedouins who had excuses to offer turned up, begging to be granted exemption; while those who denied God and His Messenger stayed behind. Grievous suffering shall befall those of them that disbelieved. (90)
Den Schwachen, den Kranken und jenen, die nicht über die Mittel verfügen, kann kein Vorwurf gemacht werden, wenn sie aufrichtig gegenüber Gott und Seinem Gesandten ﷺ sind. Gegen diejenigen, die Gutes tun, gibt es keinen Anlass zum Tadel. Gott ist Allverzeihend, Barmherzig. (91)
No blame shall be attached to the weak, the sick or those who do not have the means, if they are sincere towards God and His Messenger. There is no cause to reproach those who do good. God is Much-forgiving, Merciful. (91)
Und auch jene trifft kein Vorwurf, die zu dir kamen, um um ein Reittier zu bitten, und du sagtest: „Ich habe kein Reittier, auf dem ich euch befördern könnte“, worauf sie sich mit tränenüberströmten Augen abwandten, betrübt darüber, dass sie nicht die Mittel hatten, ihre Kosten zu decken. (92)
Nor shall those be blamed who, when they came to request you for transport and you said: ‘I have no means of transporting you’, turned away with their eyes overflowing with tears, sad that they did not have the means to cover their expenses. (92)
Der Tadel trifft nur diejenigen, die dich um Befreiung bitten, obwohl sie reich sind.
But blame shall certainly attach only to those who ask you for exemption even though they are rich.
Sie sind zufrieden damit, bei denen zu sein, die zurückgeblieben sind. Gott hat ihre Herzen versiegelt, so dass sie keine Erkenntnis haben. (93)
They are well pleased to be with those who are left behind. God has sealed their hearts, so that they have no knowledge. (93)
Sie werden Ihnen mit ihren Entschuldigungen entgegenkommen, wenn Sie zu ihnen zurückkehren. Sprich: „Bringt keine Entschuldigungen vor, wir werden euch nicht glauben. Gott hat uns bereits Kunde über euch gegeben. Gott wird sehen, wie ihr handelt, und ebenso Sein Gesandter; und schließlich werdet ihr vor Ihn gebracht werden, der das Verborgene und das Offenkundige kennt, und Er wird euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.“ (94)
They shall come to you with their excuses when you return to them. Say: ‘Do not offer any excuses, for we shall not believe you. God has already enlightened us about you. God will see how you act, and so will His Messenger; and in the end you shall be brought before Him who knows all that is beyond the reach of human perception, and all that is manifest when He will tell you what you used to do.’ (94)
Wenn ihr zu ihnen zurückkehrt, werden sie euch bei Gott schwören, damit ihr sie in Ruhe lasst. Lasst sie also in Ruhe; sie sind unrein. Die Hölle soll ihre Wohnstätte sein als Vergeltung für das, was sie zu tun pflegten. (95)
When you return to them they will swear to you by God so that you may let them be. Let them be, then: they are unclean. Hell shall be their abode in recompense for what they used to do. (95)
Sie schwören euch bei Gott, um euch zufriedenzustellen. Doch wenn ihr mit ihnen zufrieden seid, wird Gott mit einem solchen frevelhaften Volk gewiss nicht zufrieden sein. (96)
They swear to you trying to make you pleased with them. Should you be pleased with them, God shall never be pleased with such transgressing folk. (96)
Die Unterscheidung zwischen wahren Gläubigen und Lügnern
Distinguishing True Believers From Liars
An dieser Stelle befasst sich die Sure mit bestimmten Gruppen, die Schwäche zeigten, widmet jedoch mehr Raum der Entlarvung der Heuchler, die vorgaben zu glauben, um sich den muslimischen Reihen anzuschließen, nachdem der Islam seine Stärke bewiesen hatte und sich der Sieg sicher abzuzeichnen schien. Sie hielten es für sicherer, sich dem Islam zu beugen, um auf diese Weise zu erlangen, was sie an sonstigem Gewinn erhoffen konnten. Zugleich konnten sie, da offene Feindseligkeit nicht mehr durchführbar war, die muslimische Gemeinschaft von innen untergraben. Hier werden wir also all jenen Aspekten der Schwäche begegnen, auf die wir im Prolog hingewiesen haben.
At this point the sūrah speaks about certain groups that demonstrated weakness, but it reserves more space for exposing the hypocrites who pretended to believe in order to join the Muslim ranks after Islam had shown its strength and looked certain to triumph. They felt it safer to bow their heads to Islam so as to acquire whatever they might by way of other gain. Simultaneously, and with open hostility no longer feasible, they could also undermine the Muslim community from within. Here, then, we will encounter all those aspects of weakness to which we referred in the Prologue.
Hätte es sich um einen nahen Gewinn und eine kurze Reise gehandelt, so wären sie dir gewiss gefolgt; doch die Strecke war ihnen zu weit. Dennoch werden sie bei Gott schwören: „Hätten wir gekonnt, wir wären gewiss mit euch ausgezogen.“ Sie stürzen sich selbst ins Verderben. Gott weiß wahrlich, dass sie Lügner sind. Möge Gott dir verzeihen, Prophet! Warum hast du ihnen die Erlaubnis gegeben [zurückzubleiben], bevor dir klar geworden war, wer die Wahrheit sprach und wer die Lügner waren? Diejenigen, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben, werden dich nicht darum bitten, sie vom Einsatz mit ihrem Besitz und ihrem Leben zu befreien. Gott hat volles Wissen darüber, wer die Gottesfürchtigen sind. Nur diejenigen, die nicht wahrhaft an Gott und den Jüngsten Tag glauben, bitten dich um Befreiung. Ihre Herzen sind voller Zweifel, und vom Zweifel bedrängt schwanken sie tatsächlich. Hätten sie wirklich die Absicht gehabt auszuziehen [mit dir], so hätten sie sicherlich Vorbereitungen dafür getroffen. Aber Gott missfiel ihr Ausziehen, deshalb hielt Er sie zurück; und es wurde zu ihnen gesagt:
Had there been [a prospect of] an immediate gain, and a short journey, they would certainly have followed you; but the distance was too far for them. Yet they will swear by God: ‘Had we been able, we would surely have joined you.’ They bring ruin upon themselves. God knows indeed that they are liars. May God forgive you [Prophet]! Why did you grant them permission [to stay behind] before you had come to know who were speaking the truth and who were the liars. Those who believe in God and the Last Day will not ask you to exempt them from striving with their property and with their lives. God has full knowledge as to who are the God-fearing. Only those who do not truly believe in God and the Last Day ask you for exemption. Their hearts are filled with doubt; and troubled by doubt, they do waver. Had they really intended to set out [with you], they would surely have made some preparations for that. But God was averse to their going, so He caused them to hold back; and it was said to them:
Die Absurdität, die zu weit getrieben wird
Absurdity Carried Too Far
Die Sure berichtet weiter über einige ihrer erfundenen Ausreden und legt ihre bösen Absichten gegenüber dem Propheten ﷺ und der muslimischen Gemeinschaft offen: „Unter ihnen gibt es welche, die sagen: ‚Erlaube mir, zurückzubleiben, und stürze mich nicht in Versuchung.‘ Gewiss, sie sind der Versuchung bereits erlegen. Die Hölle wird die Ungläubigen sicher umfangen. Dein Glück betrübt sie; doch wenn dich ein Unglück trifft, sagen sie: ‚Wir sind glücklich, dass wir unsere Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben.‘ So wenden sie sich ab und freuen sich. Sprich: ‚Uns wird nur das treffen, was Gott uns bestimmt hat. Er ist unser Beschützer. Auf Gott allein sollen die Gläubigen ihr Vertrauen setzen.‘ Sprich: ‚Wartet ihr auf etwas [Schlimmes] für uns?; doch [uns kann nur] eines der beiden besten Dinge [widerfahren]. Wir unsererseits warten darauf, dass Gott euch eine Strafe sendet, entweder unmittelbar von Ihm selbst oder durch unsere Hände. So wartet nur, wenn ihr wollt; wir warten ebenfalls.‘“ (Verse 49–52)
The sūrah goes on to report some of their fabricated excuses and to expose their ill intentions towards the Prophet and the Muslim community: “There is among them [many a] one who may say: ‘Give me leave to stay behind, and do not expose me to temptation.’ Surely they have succumbed to temptation. Hell is certain to engulf the unbelievers. Your good fortune grieves them; but if a disaster befalls you, they will say: ‘We are lucky to have taken our precautions.’ Thus they turn away rejoicing. Say: ‘Nothing will befall us except what God has decreed. He is our Guardian. In God alone should the believers place their trust.’ Say: ‘Are you waiting for something [bad] to happen to us?; but [nothing may happen to us except] one of the two best things. On our part we are waiting for God to inflict upon you a scourge, either directly from Himself or by our hands. Wait, then, if you will; we shall also be waiting.’” (Verses 49-52)
Es wird von mehreren Gelehrten authentisch überliefert, dass der Prophet ﷺ eines Tages, als er die Vorbereitungen für den Feldzug nach Tabūk traf, zu al-Jadd ibn Qays aus dem Stamm der Salamah sagte: „Was meinst du, Jadd, zu einem Zusammentreffen mit den Byzantinern?“ Er antwortete: „Oder würdest du mich lieber entschuldigen, Gesandter Gottes, damit ich nicht der Versuchung ausgesetzt werde? Mein Volk weiß, dass niemand mehr Frauen zugetan ist als ich. Ich fürchte, dass ich, sähe ich die byzantinischen Frauen, ihnen nicht widerstehen könnte.“ Der Prophet ﷺ wandte sich von ihm ab und sagte: „Du bist entschuldigt.“ Auf al-Jadd ibn Qays bezieht sich dieser Vers.
It is authentically reported by several authorities that one day when the Prophet was making preparations for the Tabūk Expedition, he said to al-Jadd ibn Qays, of the Salamah clan: “What would you say, Jadd, to a confrontation with the Byzantines?” He answered: “Or would you rather excuse me, Messenger of God, so that I am not exposed to temptation? My people are aware that no one is more fond of women than me. I fear that should I see the Byzantine women, I would not be able to resist them.” The Prophet turned away from him and said: “You are excused.” It is to al-Jadd ibn Qays that this verse refers.
Von Furcht ergriffen
Possessed By Fear
Einige der Heuchler, die versuchten, zurückzubleiben, in der Hoffnung, sich selbst Mühsal zu ersparen, boten an, die Expedition finanziell zu unterstützen. Auf diese Weise hielten sie den Stock in der Mitte, wie es alle Heuchler zu allen Zeiten tun. Gott vereitelte ihren Versuch und trug Seinem Gesandten auf, zu verkünden, dass ihre Ausgaben von Gott nicht angenommen seien. ﷺ
Some of the hypocrites who tried to stay behind, hoping to spare themselves hardship, offered to help finance the campaign. In this way, they were holding the stick in the middle, like all hypocrites do at all times. God foiled their attempt and instructed His Messenger to declare that their spending was unacceptable by God.
Ihre Angebote waren von Furcht und Heuchelei motiviert, nicht von aufrichtigem Glauben. Daher war das Angebot selbst dann ohne Wert, wenn es freiwillig gemacht wurde, um die Muslime zu täuschen, oder wenn sie es aus Furcht, als das entlarvt zu werden, was sie wirklich waren, machen mussten. Es wurde von Gott zurückgewiesen und brachte ihnen keinerlei Lohn ein: „Sprich: ‚Ob ihr freiwillig oder unfreiwillig spendet, es wird nicht von euch angenommen werden; denn ihr seid wahrlich frevelhafte Leute.‘ Was verhindert, dass ihre Spenden von ihnen angenommen werden, ist, dass sie an Gott und Seinen Gesandten nicht geglaubt haben, und dass sie nur mit Widerwillen zum Gebet kommen und nichts [für eine rechtschaffene Sache] spenden, ohne dabei verbittert zu sein.“ (Verse 53–54)
Their offers were motivated by fear and hypocrisy, not by genuine faith. Hence, even if the offer were made voluntarily to deceive the Muslims, or they were forced to make it for fear of being exposed for what they truly were, it was of no value. It was rejected by God and earned them no reward whatsoever: ‘Say: ‘Whether you spend willingly or unwillingly, it will not be accepted from you; for you are indeed wicked people.’ What prevents their spending from being accepted from them is that they have disbelieved in God and His Messenger, and they only come to prayer with reluctance, and never donate anything [for a righteous cause] without being resentful.” (Verses 53-54)
Diese detaillierte Beschreibung trifft auf alle Heuchler zu, wo auch immer sie sich befinden.
This detailed description is true of all hypocrites wherever they happen to be.
Sie sind stets voller Furcht, hinterhältig, abweichend und gaukeln Scheinbegründungen vor, die jeder Substanz entbehren. Sie sind darauf erpicht, einen falschen Eindruck zu erwecken, um einer Konfrontation zu entgehen.
They are always full of fear, sly, deviant, making pretences that are void of all substance. They are keen to give a false impression in order to escape confrontation.
Mit Gottes Gaben zufrieden
Contented With God’s Gifts
Die Sure setzt ihre Auseinandersetzung mit der Haltung der Heuchler fort und mit dem, was sie sagen oder tun mögen, wodurch sie ihre wahren Gefühle und Absichten verraten, so sehr sie sich auch bemühen, sie zu verbergen. Einige von ihnen verunglimpfen die Art, wie der Prophet ﷺ die Spenden verteilt, und unterstellen ihm dabei implizit Ungerechtigkeit, obwohl er stets den höchsten moralischen Maßstab bewahrte ﷺ. Andere sagen, er höre auf jeden Redner und glaube alles, was ihm gesagt werde, dabei ist er in Wahrheit der Urteilsfähigste, Weiseste und Bedachtsamste ﷺ.
The sūrah continues its discussion of the hypocrites’ attitude and what they may say or do, betraying their real feelings and intentions, hard as they may try to hide them. Some of them speak ill of the Prophet’s way of distributing charitable donations, with an implicit accusation of injustice, when he always maintained the highest moral standard. Some say that he listens to any speaker and believes whatever is said to him, when he is in fact most discerning, wise and thoughtful.
Manche sprechen insgeheim ein gottloses Wort aus, und wenn es bekannt wird, suchen sie sich durch Lügen zu schützen und leisten falsche Eide, um der Strafe zu entgehen. Manche haben stets Angst, dass Offenbarungen sie verraten könnten und ihre wahre Gesinnung allen Muslimen bekannt wird.
Some utter a wicked mouthful in private, and when it becomes known, he tries to shelter himself by lies, making false oaths to escape punishment. Some are always in fear lest revelations should give them away, and their reality become known to all Muslims.
Hier legt die Sure das wahre Wesen der Heuchelei und der Heuchler offen. Ihr Fall hängt mit dem der Ungläubigen zusammen, der zuvor behandelt wurde. Jene Ungläubigen wurden vernichtet, nachdem sie eine Zeitlang ihren Anteil genossen hatten. So wird der Unterschied zwischen ihnen und den Gläubigen deutlich aufgezeigt.
Here, the sūrah exposes the true nature of both hypocrisy and the hypocrites. Their case is linked to that of the unbelievers which was discussed earlier. Those unbelievers were destroyed after having enjoyed their portion for a time. Thus the difference between them and the believers is clearly shown.
Unter ihnen gibt es welche, die dich hinsichtlich der Verteilung der Almosen verleumden. Wird ihnen davon ein Anteil gegeben, so sind sie zufrieden; wird ihnen aber kein Anteil gegeben, so werden sie zornig. Doch [wie viel besser wäre es für sie gewesen], hätten sie sich mit dem begnügt, was Gott und Sein Gesandter ihnen gegeben haben, und gesagt:
Among them there are those who speak ill of you concerning the distribution of charity. If they are given a share of it, they are pleased, but if no share is given to them, they are enraged. Yet [how much better it would have been for them] had they contented themselves with what God and His Messenger have given them, and said:
Gerechte Verteilung, von Gott angeordnet
Fair Distribution Ordered By God
Nachdem die Sūrah die richtige Haltung dargelegt hat, die ein Muslim gegenüber Gott und Seinem Gesandten einnehmen soll, nämlich die uneingeschränkte Annahme ihres Urteils in allen Lagen, macht sie deutlich, dass die letzte Entscheidung über die Verteilung der Almosen nicht beim Propheten liegt. Die gesamte Entscheidung liegt bei Gott, und Er ist es, der bestimmt, welche Gruppen von Menschen Anspruch auf einen Anteil haben. Die Aufgabe des Propheten besteht nur darin, das auszuführen, was Gott verfügt hat. Pflichtabgaben werden den Reichen in Erfüllung des Gebots Gottes genommen, und sie werden den Armen ebenfalls in Erfüllung desselben Gebots Seiner gegeben. Die Empfänger sind bestimmte Gruppen von Menschen, die im Qur'ān genannt werden. Niemand, nicht einmal der Prophet selbst, darf diesen Gruppen etwas hinzufügen oder von ihnen etwas abziehen.
Having established the right attitude a Muslim should have towards God and His Messenger, which is an attitude of total acceptance of their judgement in all situations, the sūrah makes clear that the final decision on the distribution of charity does not belong to the Prophet. It is all God’s decision, and it is He who determines which groups of people are entitled to receive a share. The Prophet’s role is only to execute what God has ruled. Obligatory donations are taken from the rich in fulfilment of God’s commandment, and they are given to the poor also in fulfilment of His same commandment. Its beneficiaries are certain groups of people specified in the Qur’ān. There can be no addition to, or reduction from, these groups by anyone, not even the Prophet himself.
Almosengaben sind nur für die Armen und Bedürftigen, für jene, die in der Verwaltung dieser Gaben tätig sind, für jene, deren Herzen gewonnen werden sollen, zur Befreiung von Gefangenen und Schuldnern, zur Förderung der Sache Gottes und für den Reisenden in Not. Dies ist eine von Gott vorgeschriebene Pflicht, und Gott ist allwissend, weise.
Charitable donations are only for the poor and the needy, and those who work in the administration of such donations, and those whose hearts are to be won over, for the freeing of people in bondage and debtors, and to further God’s cause, and for the traveller in need. This is a duty ordained by God, and God is All-knowing, Wise.
(Vers 60)
(Verse 60)
So nimmt die Zakāt, die hier als „Wohltätigkeitsspenden“ bezeichnet wird, ihre wichtige Stellung im islamischen Recht und im islamischen Sozialsystem ein. Sie wird nicht von denjenigen, denen sie obliegt, als Gefälligkeit gegeben, sondern ist vielmehr eine verpflichtende Pflicht. Sie wird auch nicht als Geschenk in einer Höhe gegeben, die von demjenigen bestimmt wird, der sie verteilt, sondern ihre Höhe wird vielmehr ordnungsgemäß berechnet. Sie ist eine bedeutende islamische Pflicht, die vom Staat eingezogen wird, um einen bestimmten sozialen Dienst zu erfüllen. Derjenige, der sie gibt, hält sich deswegen nicht für einen Wohltäter, und der Empfänger muss sie nicht erbetteln. Nein, das islamische Sozialsystem könnte niemals auf Bettelei gegründet sein.
Die Empfänger der Zakāt
The Beneficiaries Of Zakāt
Schauen wir uns nun die Gruppen an, denen Zakāt zugutekommen soll. „Almosen sind nur für die Armen und die Bedürftigen bestimmt sowie für diejenigen, die in der Verwaltung solcher Spenden tätig sind." (Vers 60) Wer die Armen und die Bedürftigen sind, haben wir bereits erklärt. Die dritte Gruppe der Begünstigten sind die Menschen, die tatsächlich bei der Einsammlung und Verteilung der Zakāt arbeiten.
Let us now look at the groups who should benefit by zakāt. “Charitable donations are only for the poor and the needy, and those who work in the administration of such donations.” (Verse 60) We have already explained who the poor and the needy are. The third group of beneficiaries are the people who actually work in the collection and distribution of zakāt.
„Und diejenigen, deren Herzen gewonnen werden sollen.“ Diese Beschreibung trifft auf mehrere Gruppen von Menschen zu. Zu ihnen können Menschen gehören, die neu im Islam sind und bei denen man den Eindruck hat, dass man ihnen helfen sollte, ihre Überzeugung von der Wahrheit des Islams zu festigen. Ebenso gehören zu dieser Kategorie diejenigen, von denen wir hoffen, dass wir sie für den Glauben gewinnen können. Ähnlich können wir hierzu auch Menschen zählen, die bereits Muslime geworden sind, denen wir jedoch Zakāt-Gelder geben, um einige ihrer Kollegen und Freunde zu gewinnen, die beginnen könnten, über den Islam nachzudenken, wenn sie sehen, dass diejenigen, die Muslime geworden sind, Geschenke erhalten.
“And those whose hearts are to be won over.” This description applies to several groups of people. Among them may be people who are newcomers to Islam and it is felt that they may be helped to consolidate their conviction of its truth. Also included in this category are those whom we hope to win over to the faith. Similarly, we may include here people who have already become Muslim, but we may give them zakāt money to win over some of their colleagues and friends who may start to think about Islam when they see that those who have become Muslim are being given gifts.
Es gibt unter den Gelehrten unterschiedliche Auffassungen darüber, ob diese Kategorie von Empfängern noch besteht, nachdem sich der Islam fest etabliert hat. Tatsache ist, dass aufgrund der Beschaffenheit des islamischen Systems und der verschiedenen Situationen, in denen sich die muslimische Gemeinschaft befinden kann, häufig die Notwendigkeit bestehen kann, unter dieser Rubrik Zakāt an einzelne Personen oder Personengruppen zu zahlen. Der Zweck kann entweder darin bestehen, ihre Entschlossenheit zu stärken, dem Islam zu folgen, wenn sie aufgrund ihrer Annahme des Islams diskriminiert werden, oder ihnen zu helfen, sich eine positive Vorstellung vom Islam zu bilden. Dies kann auf Menschen zutreffen, die selbst keine Muslime sind, aber dem Islam einen Dienst erweisen können, indem sie in ihren eigenen Kreisen positiv über ihn sprechen. Wenn wir dies bedenken, erkennen wir, wie Gottes Weisheit in allen Lagen für die Muslime in gutem Maße sorgt.
Die Fürsorge des Propheten ﷺ
The Prophet’s Care
Diese Erläuterung des Zakāt-Systems und der Art, wie die Zakāt zu verteilen ist, zeigt zugleich, wie unwissend und unhöflich jene Menschen waren, die den Propheten ﷺ kritisierten und abfällige Bemerkungen über seine Ehrlichkeit machten. Die Sure liefert weitere Beispiele für die Heuchler und dafür, was sie zu sagen und zu tun pflegten: „Und unter ihnen gibt es welche, die den Propheten ﷺ kränken und sagen: ‚Er ist ganz Ohr.‘ Sprich: ‚Er ist ein Ohr, das auf das hört, was für euch gut ist. Er glaubt an Gott, vertraut den Gläubigen und ist eine Barmherzigkeit für jene von euch, die wahrhaft gläubig sind.‘ Diejenigen, die dem Gesandten Gottes ﷺ Leid zufügen, wird eine schmerzhafte Strafe treffen.“ (Vers 61)
This explanation of the zakāt system and how zakāt is to be distributed shows at the same time how ignorant and ill-mannered were those people who criticized the Prophet and made unfavourable remarks about his honesty. The sūrah gives further examples of hypocrites and what they used to say and do: “And among them are others who hurt the Prophet and say: He is all ear.’ Say: He is an ear listening to what is good for you. He believes in God, trusts the believers and he is a mercy to those of you who are true believers.’ Those who hurt God’s Messenger shall have painful suffering.” (Verse 61)
Hier zeigt sich ihr äußerst schlechtes Benehmen im Umgang mit dem Propheten auf eine andere Weise. Sie empfinden ihn als äußerst zugänglich, wie er allen Menschen mit voller Aufmerksamkeit zuhört und sie stets willkommen heißt. Er behandelt sie so, wie sie sich selbst bekennen, ohne ihre Absichten zu beurteilen, wie er es nach den Grundsätzen seines Glaubens auch tatsächlich tun muss. Ihre Beschreibung seines vorbildlichen Verhaltens und seiner edlen Umgangsformen ist mit den falschen Worten gewählt. Über den Propheten ﷺ sagen sie: „Er ist ganz Ohr.“ Damit meinen sie, dass er allen Menschen zuhört und dass man ihn leicht durch Lügen und falsche Behauptungen täuschen kann. Er glaubt jedem, der bereit ist, ihm einen Eid zu schwören, und nimmt alles, was ihm gesagt wird, mit einer falschen Miene der Überzeugung an.
Here their extremely bad manners in their dealings with the Prophet appear in a different way. They find him extremely accessible, listening to all people with full attention, and always making them welcome. He treats them as they profess to be, without judging their intentions, as he is indeed required to do according to the principles of his faith. They describe his exemplary attitude and refined manners by the wrong adjectives. Describing the Prophet (peace be upon him), they say: “He is all ear.” By this they mean that he listens to all people, and that he can easily be taken in by lies and false assertions. He believes anyone who is ready to swear to him, and he accepts whatever is being said to him with a false air of conviction.
Angst vor der Entlarvung
Dreading Exposure
„Sie schwören euch bei Gott, um euch zu gefallen. Doch Gott und Sein Gesandter sind es, denen sie gefallen sollten, wenn sie wahrhaftig Gläubige sind." (Vers 62) Sie sind stets bereit, bei Gott zu schwören, um andere davon zu überzeugen, dass sie ihnen glauben sollen. Auch hier besteht der Zweck ihres Schwörens darin, die Gläubigen zufriedenzustellen. Dies ist typisch für die Heuchler überall.
“They swear to you by God in order to please you. Yet it is God and His Messenger that they should strive to please, if indeed they are believers.” (Verse 62) They are always ready to swear by God in order to persuade others to believe them. Here the aim of their swearing is also to please the believers. This is typical of the hypocrites everywhere.
Sie sagen und tun hinter dem Rücken der Menschen, was sie wollen, doch sie sind zu feige, ihre wahre Haltung einzugestehen. Sie sprechen nicht offen aus, was gesagt werden müsste. Daher suchen sie jede Art von Deckmantel und nehmen jeden falschen Anschein an in der Hoffnung, anderen Menschen zu gefallen.
They say and do whatever they want behind people’s backs, but they are too cowardly to admit to their real attitude. They will not say openly what should be said. Hence, they try to seek every sort of cover and put on any false appearance in the hope of pleasing other people.
„Doch Gott und Sein Gesandter sind es, denen sie zu gefallen suchen sollten, wenn sie tatsächlich Gläubige sind." (Vers 62) Warum sollten sie sich um andere Menschen kümmern? Welche Macht oder welchen Einfluss haben sie? Doch ein Mensch, der nicht an Gott glaubt und sich Ihm nicht unterwirft, wird stets einen Menschen wie sich selbst fürchten und sich ihm unterwerfen. Es wäre weit besser für ihn, sich Gott zu unterwerfen, vor dem alle Menschen gleich sind. Ein Mensch, der sich Gott unterwirft, wird niemals Demütigung erfahren. Die Einzigen, die gedemütigt werden und ihre eigene Unzulänglichkeit spüren, sind jene, die sich von Gott abwenden und ihre Mitmenschen fürchten.
“Yet it is God and His Messenger that they should strive to please, if indeed they are believers.” (Verse 62) Why should they care about other human beings? What power or influence do they have? But a person who does not believe in God and does not submit to Him will always fear and submit to a human being like him. He would be much better off submitting to God in front of whom all people are alike. A person who submits to God will never suffer any humiliation. The only people who are humiliated and who feel their own inadequacy are those who turn away from God and fear their fellow human beings.
„Wissen sie denn nicht, dass für jeden, der sich Gott und Seinem Gesandten widersetzt, das Feuer der Hölle bereitliegt, in dem er ewig bleiben wird? Das ist die größte Schmach." (Vers 63) Dies ist eine Frage des Tadels und der Zurechtweisung. Sie geben vor, Gläubige zu sein, und ein Gläubiger weiß mit Gewissheit, dass es keine größere Verfehlung geben kann, als sich Gott und Seinem Gesandten zu widersetzen und sich gegen Ihn zu stellen. Die Hölle wartet auf jeden, der eine solche Verfehlung begeht. Erniedrigung ist zudem die angemessene Vergeltung für Auflehnung. Wenn sie tatsächlich Gläubige sind, wie sie behaupten, wie kann es dann sein, dass sie eine so grundlegende Tatsache nicht kennen?
Der ausgetretene Pfad der Heuchelei
The Trodden Path Of Hypocrisy
Bisher hat uns die Sure eine Reihe von Beispielen dafür gegeben, was die Heuchler sagten und taten, sowie die Art, wie ihre Vorstellungen und Ansichten formuliert waren. Nun geht sie dazu über, ihr wahres Wesen und ihre besonderen Merkmale zu beschreiben, die sie als Klasse von den wahren Gläubigen unterscheiden. Sie bestimmt außerdem die Strafe, die allen Heuchlern bevorsteht.
So far, the sūrah has given us a number of examples of what the hypocrites said and did, as well as the way their concepts and views are formulated. Now it moves on to describe their true nature and their distinctive qualities which set them as a class apart from true believers. It also defines the punishment awaiting all hypocrites:
„Die Heuchler, Männer und Frauen, sind allesamt von gleicher Art. Sie gebieten das Verwerfliche und verbieten das Rechte, und sie halten ihre Hände geschlossen. Sie haben Gott vergessen, und so hat Er beschlossen, sie zu vergessen. Gewiss, die Heuchler sind die Frevler. Gott hat den Heuchlern, Männern und Frauen, und den Ungläubigen das Feuer der Hölle versprochen, in dem sie ewig bleiben werden. Es wird ihnen genügen. Gott hat sie verstoßen, und ihnen gebührt eine andauernde Qual.“ (Verse 67-68)
“The hypocrites, both men and women, are all of a kind. They enjoin what is wrong and forbid what is right, and tighten their fists. They have forgotten God and so He has chosen to forget them. Surely the hypocrites are the transgressors. God has promised the hypocrites, both men and women, and the unbelievers the fire of hell, where they shall abide. It shall be sufficient for them. God has rejected them, and theirs is a lasting torment.” (Verses 67-68)
Also haben alle Heuchler dieselbe Wesensart und dieselben Merkmale, unabhängig von der Zeit und dem Ort, an denen sie anzutreffen sind. Ihre tatsächlichen Handlungen und Aussagen mögen sich unterscheiden, doch sie teilen alle dasselbe Wesen und gehen auf dieselben Wurzeln zurück. Sie besitzen alle dieselben grundlegenden Merkmale: Bosheit im Herzen, böse Absichten gegenüber anderen und hinterlistige Machenschaften gegen sie, weil sie sich zu schwach und zu feige fühlen, sich einer offenen Auseinandersetzung zu stellen, usw. Ihr Verhalten ist in ähnlicher Weise verwerflich: Sie drängen andere dazu, das zu tun, was sie als falsch kennen, und halten sie davon ab, das zu tun, was recht ist. Außerdem sind sie geizig mit ihrem Geld. Sie unterstützen keine gute Sache finanziell, es sei denn, sie müssen es tun, um einen falschen Eindruck von sich selbst zu erwecken.
So, all the hypocrites have the same nature and the same characteristics, regardless of the time and the place where they are found. Their actual actions and statements may differ but they all share the same essence and go back to the same roots. They all have the same essential characteristics: wickedness at heart, ill intentions towards others, and evil scheming against them, because they feel themselves to be too weak and cowardly to enter into an open confrontation, etc. Their behaviour is similarly wicked: they urge others to do what they know to be wrong, and discourage them from doing what is right. They are also tight-fisted with their money. They will not give financial support to any good cause except when they need to do so in order to give a false impression about themselves.
Die Wohnstätte der Gläubigen
The Believers’ Dwelling Place
Im Gegensatz zu den Ungläubigen und den Heuchlern stehen die wahrhaft Gläubigen. Sie zeichnen sich durch ihre gänzlich andere Wesensart, ihr anderes Verhalten und ihr anderes Schicksal aus: „Die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind Freunde einander: Sie gebieten das Rechte und verbieten das Unrechte; sie verrichten das Gebet und entrichten die Zakāt und gehorchen Gott und Seinem Gesandten. Über sie wird Gott Sich erbarmen. Gewiss, Gott ist Allmächtig, Allweise. Gott hat den gläubigen Männern und den gläubigen Frauen Gärten verheißen, durch die Bäche fließen, in denen sie ewig verweilen werden, und herrliche Wohnungen in den Gärten Eden. Doch das Wohlgefallen Gottes ist die größte Segnung von allen. Das ist wahrlich der höchste Triumph.“ (Verse 71-72)
In contrast to the unbelievers and the hypocrites stand the true believers. They are characterized by their totally different nature, different behaviour and different destiny: “The believers, men and women, are friends to one another: they enjoin what is right and forbid what is wrong; they attend to their prayers, and pay their zakāt, and obey God and His Messenger. It is on these that God will have mercy. Surely, God is Almighty, Wise. God has promised the believers, men and women, gardens through which running waters flow, where they will abide, and goodly dwellings in the garden of Eden. Yet God’s acceptance is the greatest blessing of all. This is indeed the supreme triumph.” (Verses 71-72)
Während die Heuchler alle gleichartig sind und dieselben Eigenschaften haben, stellen die Gläubigen von Natur aus eine Gemeinschaft dar, die sich vereint dafür einsetzt, alles Gute zu fördern und das Rechte zu verbreiten. Obwohl die Heuchler dieselben Eigenschaften teilen, können sie keinen Status als Freunde oder Gemeinschaft erreichen. Dafür bedarf es gegenseitiger Solidarität, die dem Wesen der Heuchelei fremd ist. Eine solche Solidarität kann selbst innerhalb einer Gruppe von Heuchlern nicht erreicht werden, die trotz gleicher Eigenschaften und gleichen Verhaltens schwache Einzelpersonen bleiben. Der Qur'an weist darauf hin, indem er beide Gruppen beschreibt: „Die heuchlerischen Männer und die heuchlerischen Frauen sind alle gleichartig.“ (Vers 67) „Die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind Freunde voneinander.“ (Vers 71) Ein einzelner Gläubiger besitzt dieselben Eigenschaften wie die Gemeinschaft, in der die Werte der Solidarität und der gegenseitigen Fürsorge gewahrt werden, um das Gute zu fördern und das Schlechte zu verhindern: „Sie gebieten das Rechte und verbieten das Verwerfliche.“ (Vers 71)
While the hypocrites are all of a kind, having the same characteristics, the believers are by nature a community united in furthering every good thing and promoting what is right. Despite having the same qualities, the hypocrites cannot achieve a status of friends or community. That requires mutual solidarity which is alien to the nature of hypocrisy. Such solidarity cannot be achieved even within a group of hypocrites, who remain weak individuals, despite their identical qualities and behaviour. The Qur’ān points this out in describing both groups: “The hypocrites, both men and women, are all of a kind.” (Verse 67) “The believers, men and women, are friends to one another.” (Verse 71) An individual believer has the same qualities of the community, where the values of solidarity and mutual care are upheld to promote what is good and prevent what is wrong: “They enjoin what is right and forbid what is wrong.” (Verse 71)
Volleinsatz im Kampf gegen die Ungläubigen
All Out Effort to Fight Unbelievers
So sind in dieser Sure bereits klare Merkmale der wahren Gläubigen und jener Heuchler, die behaupten, gläubig zu sein, deutlich dargelegt worden. Darauf folgt nun ein Befehl Gottes an Seinen Gesandten, gegen die Ungläubigen und die Heuchler zu kämpfen. Der Qur'an macht deutlich, dass die Heuchler sicherlich ungläubig geworden sind, nachdem sie behauptet hatten, Muslime zu sein. Sie unternahmen etwas, das nur ihr Unglaube ihnen eingeben konnte, doch Gott vereitelte ihre Absichten. Er verwundert sich über ihre feindselige Haltung gegenüber dem Propheten ﷺ, obwohl sie durch seine Botschaft nichts als Gutes erlangt haben. Er fordert sie auf, zu bereuen und ihre Haltung zu ändern.
Thus the sūrah has given us a clear outline of the essential characteristics of true believers and those of the hypocrites who claim to be believers. This is now followed by an order from God to His Messenger to strive against the unbelievers and the hypocrites. The Qur’ān makes it clear that the hypocrites certainly disbelieved after they had claimed to be Muslims. They tried something that only their disbelief could have led them to contemplate, but God foiled their attempts. It wonders at their hostile attitude to the Prophet when they have gained nothing but good from his message. It invites them to repent and change their attitude.
O Prophet, kämpfe gegen die Ungläubigen und die Heuchler und sei streng gegen sie. Ihre endgültige Bleibe ist die Hölle, und welch schlimmes Ende ist das! ﷺ Sie schwören bei Gott, dass sie nichts Falsches gesagt hätten. Doch sie haben gewiss das Wort des Unglaubens ausgesprochen und sind ungläubig geworden, nachdem sie sich zum Islam bekannt hatten; denn sie strebten nach etwas, das sie nicht erreichen konnten. Sie hatten keinen Grund, verbittert zu sein, außer dass Gott und Sein Gesandter sie aus Seiner Huld reich gemacht hatten. Wenn sie umkehren, wird es zu ihrem eigenen Guten sein; wenn sie sich jedoch abwenden, wird Gott sie sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits schwere Qual erleiden lassen. Sie werden auf dieser Erde keinen Freund finden, der ihnen beisteht, und keinen Helfer. (Verse 73-74)
Prophet, strive hard against the unbelievers and the hypocrites, and press hard on them. Their ultimate abode is hell, and how vile a journey’s end. They swear by God that they have said nothing [wrong]. Yet they certainly uttered the word of unbelief and disbelieved after they had professed to submit to God, for they aimed at something which they could not attain. They had no reason to be spiteful, except that God and His Messenger had enriched them out of His bounty. If they repent, it will be for their own good; but if they turn away, God will cause them to endure grievous suffering both in this world and in the life to come. They shall find none on this earth to be their friend or to give them support. (Verses 73-74)
Gott belügen
Lying To God
Die Sure geht weiter und schildert weitere Fälle von Heuchelei und das Verhalten der Heuchler. „Unter ihnen gibt es welche, die Gott ein Versprechen gegeben haben: ‚Wenn Er uns von Seiner Huld gibt, werden wir gewiss Almosen geben und zu den Rechtschaffenen gehören.' Doch als Er ihnen von Seiner Huld gab, wurden sie geizig, wandten sich ab und kümmerten sich nicht [um ihre Versprechen].“ (Verse 75-76)
The sūrah goes on to portray more cases of hypocrisy and how the hypocrites behave. “Some of them have pledged to God: ‘If He gives us of His bounty, we will certainly spend in charity, and we will be among the righteous.’ But when He had given them of His bounty they grew niggardly and turned away, heedless [of their pledges].” (Verses 75-76)
Einige dieser Heuchler geloben feierlich vor Gott, dass sie, falls Er ihnen Seine Gnade erweist und ihnen einen Teil Seines Reichtums schenkt, sehr wohltätig gegenüber den Armen sein und sich so verhalten werden, wie es von rechtschaffenen Menschen erwartet wird. Ein solches Gelöbnis wird jedoch in einer Zeit abgelegt, in der jene Menschen arm sind, denn ihre Armut lässt sie nach einer Zeit des Überflusses verlangen. Doch wenn Gott ihre Gebete erhört und ihnen mit Seinem Reichtum Gunst erweist, vergessen sie all ihre Gelübde und verhalten sich wie Geizhälse.
Some of these hypocrites pledge solemnly to God that if He would bestow His grace on them and give them some of His bounty, they would be very charitable to the poor and behave in the way expected of righteous people. Such a pledge, however, is given at a time when those people are poor, when their poverty makes them yearn for a time of plenty. Yet when God answers their prayers, and favours them with His bounty, they forget all about their pledges, and behave like misers.
Sie wenden sich ab, ohne bereit zu sein, ihre Versprechen einzuhalten. Dieser Bruch ihrer Versprechen und ihre Lügen gegenüber Gott lassen die Heuchelei in ihren Herzen Wurzeln schlagen. Daher bleiben sie Heuchler, bis sie sterben.
They turn away unwilling to honour their pledges. This violation of their promises and lying to God make hypocrisy take root in their hearts. Hence they continue to be hypocrites until they die.
Der Mensch ist schwach und geizig, mit Ausnahme der wenigen, die es durch Gottes Gnade schaffen, sich emporzuheben. Sie können ihren Geiz nicht ablegen, es sei denn, ihre Herzen werden von Glauben erfüllt, der sie über die Bedürfnisse dieser Welt erhebt und sie von dem Drang befreit, ihre unmittelbaren Interessen zu schützen. Das fällt leicht, wenn sie hoffen, im Jenseits etwas Besseres zu erlangen, und danach streben, Gottes Wohlgefallen zu erhalten, das allen Annehmlichkeiten und Genüssen weit überlegen ist. Das Herz eines Gläubigen wird durch den Glauben beruhigt; er fürchtet nicht, durch Almosen oder Ausgaben für Gottes Sache arm zu werden, denn er weiß, dass das, was Menschen besitzen, aufgebraucht werden wird, während das, was Gott bereithält, unerschöpflich ist. Dieses Wissen bewegt ihn dazu, bereitwillig für die Sache Gottes zu geben, ohne jede Furcht, dass er in Not geraten könnte. Selbst wenn er ohne Geld dasteht, ist das, was er von Gott zu empfangen hofft, unendlich besser und weit größer.
33 Der Autor erwähnt einen dieser Berichte, der Tha`labah ibn Ĥāţib betrifft. Es ist eine lange und ausführliche Geschichte, die häufig zitiert wird. Sie zeigt, dass Tha`labah gelobte, reichlich zu spenden, falls er Reichtum erhielte. Als sein Vermögen enorm wurde, weigerte er sich zunächst, die zakāt zu entrichten; als er jedoch bereute und versuchte, sie zu zahlen, wurde sie nicht von ihm angenommen. Eine wissenschaftliche Untersuchung hat jedoch eindeutig festgestellt, dass es um die Authentizität der Geschichte sehr schlecht bestellt ist. Außerdem widerspricht sie dem feststehenden islamischen Grundsatz, dass Gott aufrichtige Reue annimmt, und in der Geschichte scheint Tha`labah tatsächlich aufrichtig bereut zu haben. Da die Geschichte hinsichtlich ihrer Authentizität klar fragwürdig ist und es sich bei der betroffenen Person um einen Gefährten des Propheten ﷺ handelt, halte ich es für besser, sie wegzulassen, denn die Botschaft der Verse ist, wie der Autor sagt, allgemein und mehr als deutlich. Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass die Untersuchung, auf die ich mich bezogen habe, lange nach dem Tod des Autors veröffentlicht wurde. Dennoch scheint der Autor an ihrer Authentizität zu zweifeln. — Anmerkung des Herausgebers.
33 The author mentions one of these reports, concerning Tha`labah ibn Ĥāţib. It is a long and detailed story which is often quoted. It shows that Tha`labah pledged to give much in charity if he were given wealth. When his wealth was enormous, he refused to pay zakāt at first, but when he repented and tried to pay it, it was not accepted from him. However, a piece of scholarly research has clearly concluded that the story is greatly lacking in authenticity. Moreover, it runs against the established Islamic principle that God accepts genuine repentance, and in the story Tha`labah appears to have genuinely repented. Since the story is clearly suspect with regard to its authenticity, and since the person involved is one of the Prophet's Companions, I feel it is better left out, since the message of the verses is, as the author says, general and abundantly clear. Perhaps I should add that the research I have referred to was published long after the author's death. Nevertheless, the author seems doubtful about its authenticity. — Editor's note.
Niemals zu vergeben
Never To Be Forgiven
Du magst für ihre Vergebung bitten oder nicht für sie bitten, [es wird alles dasselbe sein]. Selbst wenn du siebzigmal für ihre Vergebung bitten würdest, wird Gott ihnen nicht vergeben, denn sie haben Gott und Seinen Gesandten verleugnet. Gott leitet die Frevler nicht recht. (Vers 80)
You may pray for their forgiveness or may not pray for them, [for it will all be the same]. Even if you were to pray seventy times for their forgiveness, God will not forgive them, for they have denied God and His Messenger. God does not guide those who are transgressors. (Verse 80)
Dieser Vers bezieht sich auf die Heuchler, die die wahren Gläubigen verspotten, wenn diese mit ihren Beiträgen und Spenden vortreten. Solche Menschen haben ein bekanntes Schicksal, das sich nicht ändern wird. Sie werden auch durch keine Bitte um Vergebung einen Nutzen haben.
This verse refers to the hypocrites who deride the true believers when they come forward with their contributions and donations. Such people have a well-known destiny which will not change. They shall not benefit by any request for forgiveness.
„Gott wird ihnen nicht vergeben“, ganz gleich, ob solche Bitten für sie geäußert werden oder nicht. Es scheint, dass der Prophet ﷺ zu Gott betete, um denjenigen zu vergeben, die Fehler oder Sünden begingen, in der Hoffnung, dass sie sich bessern und Gottes Vergebung erlangen würden. Was die Heuchler betrifft, so ist ihr Schicksal besiegelt. Es gibt kein Zurück, und das aus einem sehr guten Grund: „Denn sie haben Gott und Seinen Gesandten verleugnet. Gott leitet die Frevler nicht recht.“ (Vers 80)
“God will not forgive them,” whether such requests are made on their behalf or not. It seems that the Prophet used to pray to God to forgive those who committed mistakes or sins in the hope that they would mend their ways and earn God’s forgiveness. As for the hypocrites, their fate has been sealed. There is no going back, and that is for a very good reason: “For they have denied God and His Messenger. God does not guide those who are transgressors.” (Verse 80)
Dies sind diejenigen, die so weit abgeirrt sind, dass keine Hoffnung besteht, dass sie jemals ihr Verhalten ändern werden. Daher sagt Gott zu Seinem Gesandten: „Selbst wenn du siebzigmal um ihre Vergebung bitten würdest, wird Gott ihnen nicht vergeben." (Vers 80) Die Zahl siebzig wird gewöhnlich genannt, um eine große, nicht eine genau festgelegte Zahl anzuzeigen. Die Aussage bedeutet also, dass sie nicht auf Vergebung hoffen können, weil sie auf keinen Fall umkehren und sich bessern werden. Das liegt daran, dass ein menschliches Herz, wenn es ein gewisses Stadium der Verderbtheit erreicht, nicht mehr reformierbar ist. Ebenso kann ein Mensch, der so weit fehlgeleitet ist, der Rechtleitung nicht mehr folgen. Gott weiß am besten, wie Herzen reagieren.
Über die eigenen Sünden zufrieden sein
Pleased With One’s Misdeeds
Die Sure setzt ihre Ausführungen über die Haltung derer fort, die zurückblieben, als der Prophet ﷺ nach Tabūk aufgebrochen war.
The sūrah resumes its comments on the attitude of those who stayed behind when the Prophet had marched to Tabūk:
Diejenigen, die zurückgelassen wurden, freuten sich, daheim geblieben zu sein, nach [dem Weggang] des Gesandten Gottes ﷺ; denn sie waren abgeneigt, mit ihrem Vermögen und ihrem Leben im Weg Gottes zu kämpfen. Sie sagten [zueinander]: „Zieht nicht in den Krieg bei dieser Hitze.“ „Sprich: Das Feuer der Hölle ist weit heißer.“ Wenn sie es doch verstünden. Sie werden nur wenig lachen, und sie werden viel weinen, als Vergeltung für das, was sie sich erworben haben. Wenn Gott dich zurückbringt und du einige von ihnen triffst und sie dich dann um Erlaubnis bitten, mit dir auszuziehen, so sprich: „Niemals sollt ihr mit mir ausziehen, noch mit mir gegen einen Feind kämpfen. Ihr wart beim ersten Mal zufrieden, zurückzubleiben; so bleibt nun bei denen, die zurückbleiben.“ Du sollst für keinen von ihnen beten, der stirbt, und du sollst nicht an seinem Grab stehen. Denn sie haben Gott und Seinen Gesandten ﷺ verleugnet und sind als verstockte Sünder gestorben. Ihr Reichtum und ihre Kinder sollen dich nicht mit Bewunderung erfüllen. Gott will sie nur durch diese im Leben dieser Welt strafen und dass ihre Seelen vergehen, während sie Ungläubige sind. (Verse 81-85)
Those who were left behind rejoiced at having stayed at home after [the departure of] God’s Messenger, for they were averse to striving with their property and their lives in God’s cause. They said [to one another]: ‘Do not go to war in this heat. ‘Say: The fire of hell is far hotter.’ Would that they understood. They shall laugh but a little, and they will weep much, in return for what they have earned. If God brings you back and you meet some of them, and then they ask leave to go forth with you, say: ‘Never shall you go forth with me, nor shall you fight an enemy with me. You were happy to stay behind on the first occasion, so you stay now with those who remain behind.’ You shall not pray for any of them who dies, and you shall not stand by his grave. For they have denied God and His Messenger and died as hardened sinners. Let neither their riches nor their children excite your admiration. God only wishes to punish them by means of these in the life of this world, and that their souls perish while they are unbelievers. (Verses 81-85)
Solche Menschen sind so darauf bedacht, ihren eigenen persönlichen Komfort zu wahren, und sind nicht bereit, auch nur etwas von ihrem Vermögen für die Sache Gottes aufzuwenden. Sie haben keinerlei Verlangen zu streben, denn ihre Herzen sind frei von Glauben. Das Adjektiv, das im arabischen Text für sie verwendet wird, trägt zusätzlich die Konnotation, dass sie als zurückgelassen gelten, gleichsam als wären sie entbehrliche Gegenstände von geringem Wert. Sie sind hocherfreut, ihre eigene Sicherheit gewonnen zu haben, als sie daheimblieben, nachdem der Prophet ﷺ und seine Gefährten zu ihrer gesegneten Mission aufgebrochen waren. Sie ersparten sich die Mühsal und Strapazen, die die Gläubigen bereitwillig auf sich nahmen, die bereit waren, für die Sache Gottes zu streben, in dem Gedanken, dass persönliche Sicherheit ein Ziel sei, das alle Menschen begehrten. Daher heißt es: „Sie waren abgeneigt, mit ihrem Besitz und ihrem Leben in der Sache Gottes zu streben. Sie sagten [zueinander]: ‚Zieht nicht in den Krieg bei dieser Hitze.‘“ (Vers 81) Solche Worte spricht nur jemand, der sich gern in jeden Luxus hineinziehen lässt. Ein solcher Mensch ist nicht geeignet, irgendetwas zu tun, wozu nur Menschen mit Ausdauer fähig sind.
Zurückbleiben in einer Zeit der Mobilmachung
Staying Behind At A Time Of Mobilization
Diese letzte Anweisung an den Propheten bedeutete, dass er jenen Heuchlern, die zurückblieben, als er alle Muslime aufrief, ihn auf den Feldzug nach Tabūk zu begleiten, nicht gestatten sollte, an einem späteren Feldzug teilzunehmen. Ihnen sollte das Vorrecht entzogen werden, an jedem Unternehmen teilzunehmen, das der Verteidigung der Sache Gottes dient. Dem Propheten wird außerdem geboten, diesen Menschen keinerlei Anschein von Ehre zu erweisen: „Du sollst über keinem von ihnen, der stirbt, das Gebet verrichten, und du sollst nicht an seinem Grab stehen. Denn sie haben Gott und Seinen Gesandten verleugnet und sind als verstockte Sünder gestorben.“ (Vers 84)
This last instruction to the Prophet meant that he was not to allow those hypocrites who stayed behind when he called on all Muslims to join him on the expedition to Tabūk to be part of any subsequent campaign. They were to be deprived of the privilege of joining any effort aimed at defending God’s cause. The Prophet is also commanded not to give such people any semblance of honour: “You shall not pray for any of them who dies, and you shall not stand by his grave. For they have denied God and His Messenger and died as hardened sinners.” (Verse 84)
Kommentatoren des Qur'ān haben bestimmte Ereignisse erwähnt, auf die sich dieser Vers bezieht, doch die Botschaft dieses Verses reicht in ihrer Anwendung weit über jedes einzelne Ereignis hinaus. Der Vers stellt einen Grundsatz auf, der jeder Form von Ehre in dem System eines Gemeinwesens, das sich für die Sache Gottes einsetzt, diejenigen abspricht, die Trägheit dem Kampf und Bequemlichkeit dem Bemühen vorziehen. Bei der Zuweisung des Rangs eines jeden Einzelnen innerhalb der Gemeinschaft darf es keine Bevorzugung geben. Der Maßstab dafür beruht auf Hingabe, Standhaftigkeit, Ausdauer und unerschütterlicher Entschlossenheit.
Commentators on the Qur’ān have mentioned certain events to which this verse relates, but the message of this verse is much wider in application than any individual event. The verse sets out a principle which denies any aspect of honour in the system implemented by a community which strives for God’s cause to those who prefer laziness to struggle, and comfort to making an effort. There is to be no favouritism in giving each individual his rank in the community. The standard by which this is determined is based on dedication, steadfastness, perseverance and unwavering determination.
Der Koran gibt hier den Grund für diese Anweisung an: „Denn sie haben an Gott und Seinen Gesandten nicht geglaubt und sind als Frevler gestorben." (Vers 84) Diese Erklärung bezieht sich auf das Gebot, für die Toten unter ihnen nicht zu beten und dass der Prophet ﷺ an keinem ihrer Gräber stehen soll. Das Prinzip selbst hat jedoch eine weitergehende Anwendung. Gebet und das Stehen am Grab eines Verstorbenen sind Ausdruck der Ehre. Die muslimische Gemeinschaft darf eine solche Ehre niemandem zuteilwerden lassen, der sich zur Zeit des Dschihād zurückhält. Die Stellung jedes Menschen in der muslimischen Gemeinschaft hängt davon ab, was dieser Mensch zu dem Zeitpunkt zu geben, zu tun oder zu opfern bereit ist, zu dem er aufgerufen wird. Wahre Muslime geben ihr Alles, bleiben in Zeiten der Not standhaft und sind stets bereit, mit ihrem Vermögen und ihrer Person zu streben. Daher erhalten sie die Ehre, die ihnen gebührt.
Eifrig, aber ohne Mittel
Eager But Without Means
Die Sure legt sodann eine eindeutige Aussage darüber fest, wer in die Armee eintreten soll, wenn ein allgemeiner Mobilisierungsaufruf ergeht. Es ist nicht verpflichtend, dass alle Menschen, ob fähig oder nicht, kämpfen. Der Islam ist eine Religion, die die Menschen nicht überfordert. Gott legt niemandem mehr auf, als er oder sie zu tragen vermag. Diejenigen, denen die Mittel oder die Fähigkeit zum Kampf fehlen, können wegen ihrer Lage nicht getadelt werden:
The sūrah then provides a definitive statement with regard to who should join the army when there is a general call of mobilization. It is not obligatory that all people, whether able or not, should fight. Islam is a religion that does not overburden people. God does not charge anyone with more than he or she can bear. Those without the means or the ability to fight cannot be blamed because of their situation:
Dem Schwachen, dem Kranken und denen, die nicht die Mittel haben, soll kein Vorwurf gemacht werden, wenn sie aufrichtig gegenüber Gott und Seinem Gesandten sind. Gegen diejenigen, die Gutes tun, gibt es keinen Grund zum Tadel. Gott ist allvergebend, barmherzig. Auch denen soll kein Vorwurf gemacht werden, die, als sie zu dir kamen, um Transportmittel zu bitten, und du sagtest: „Ich habe keine Mittel, euch zu befördern“, sich abwandten, während ihre Augen vor Tränen überflossen, betrübt darüber, dass sie nicht die Mittel hatten, ihre Kosten zu decken. (Verse 91-92)
No blame shall be attached to the weak, the sick or those who do not have the means, if they are sincere towards God and His Messenger. There is no cause to reproach those who do good. God is Much forgiving, Merciful. Nor shall those be blamed who, when they came to request you for transport and you said: I have no means of transporting you turned away with their eyes overflowing with tears, sad that they did not have the means to cover their expenses. (Verses 91-92)
Diejenigen, die aufgrund einer bestimmten Behinderung oder wegen des Alters schwach sind, sowie diejenigen, die krank sind und nicht die körperliche Kraft besitzen, sich zu bewegen und die Anstrengung aufzubringen, die im Krieg erforderlich ist, und diejenigen, die nicht über die finanziellen Mittel verfügen, ihre Verpflegung und Reisekosten zu bezahlen, werden nicht getadelt, wenn sie zurückbleiben. Sie sind jedoch verpflichtet, aufrichtig zu sein, ehrlichen Rat zu geben und alle Anstrengungen zu unternehmen, die sie vermögen, um das Land des Islam zu schützen, etwa indem sie Wache halten oder sich um die Frauen und Kinder der Kämpfer kümmern, oder andere Aufgaben übernehmen, die der Gemeinschaft zugutekommen. Ihnen kann kein Vorwurf gemacht werden, da sie das Beste tun, was sie können. Ein Vorwurf trifft nur diejenigen, die Unrecht begehen.
Those who are weak because of a certain disability or old age, and those who are ill and do not have the physical strength to move and make the sort of effort required in war, and those who do not have the financial means to pay for their food and transport will not be blamed if they stay behind. They are, however, required to be sincere, providing honest advice and making whatever effort they can to protect the land of Islam, such as keeping guard or looking after the women and children of the fighters, or any other jobs that are of benefit to the community. No blame can be attached to them because they do the best they can. Blame is only attached to those who do wrong.
Hohle Ausreden
Hollow Excuses
Die Sure setzt ihre Beschreibung jener Menschen mit reichen Mitteln fort, die es vorziehen, zurückzubleiben, zu einer Zeit, in der der Prophet ﷺ und die muslimische Gemeinschaft aufbrechen, um einem mächtigen Feind entgegenzutreten. Hinter einer solchen Vorliebe steckt etwas, das eine demütigende Haltung mit sich bringt und ständiges Ausweichen, wenn man aufgefordert wird, offen Farbe zu bekennen und seine Position klar darzulegen.
The sūrah continues its description of those people of plentiful means who prefer to stay behind at a time when the Prophet and the Muslim community are marching to face a powerful enemy. There is something behind such preference with what it entails of adopting a humiliating attitude and being always evasive when asked to come clean and state their position openly.
„Sie werden mit ihren Entschuldigungen zu euch kommen, wenn ihr zu ihnen zurückkehrt.“ (Vers 94) Dies ist eine Mitteilung, die Gott Seinem Gesandten und den gläubigen unter seinen Gefährten zukommen lässt. Sie berichtet ihnen, was jene Heuchler tun werden, wenn die Muslime von ihrem beschwerlichen Feldzug zurückkehren. Dies bestätigt, dass diese Verse offenbart wurden, als das muslimische Heer auf dem Rückweg vom Feldzug war, noch bevor es Madinah erreicht hatte. Die Heuchler würden mit ihren Entschuldigungen kommen, weil sie sich schämen würden, ihr Handeln in seinem wahren Licht zeigen zu lassen. Es wäre schändlich, es mit seinen wirklichen Beweggründen sichtbar werden zu lassen, nämlich einem schwachen Glauben, einer Vorliebe für die eigene Sicherheit und einer Abneigung dagegen, eine große Macht zu bekämpfen: „Sprich: ‚Bringt keine Entschuldigungen vor, denn wir werden euch nicht glauben. Gott hat uns bereits über euch unterrichtet.‘“ (Vers 94)
“They shall come to you with their excuses when you return to them.” (Verse 94) This is a piece of information which God gives to His Messenger and the faithful among his Companions. It tells them of what those hypocrites will be doing when the Muslims return from their arduous expedition. This confirms that these verses were revealed when the Muslim army was on its way back from the expedition, and before they had arrived in Madinah. The hypocrites would come with their excuses, because they would be ashamed to let their action be seen in its true light. It would be disgraceful to let it be seen with its real motives, which were a weak faith, a preference for personal safety and an unwillingness to fight a great power: “Say: ‘Do not offer any excuses, for we shall not believe you. God has already enlightened us about you.’” (Verse 94)
Dem Propheten ﷺ wird aufgetragen, ihnen zu sagen, sie sollten sich die Mühe ersparen, Entschuldigungen vorzubringen, denn man werde ihnen nicht glauben. Es ist nicht mehr so, dass diese Heuchler nach dem äußeren Anschein behandelt werden können. Gott hat dem Propheten ﷺ die Wahrheit über sie offenbart und ihn über ihre Beweggründe unterrichtet, die nun so zu sehen sind, wie sie wirklich sind. Der hier verwendete arabische Ausdruck ist von großer Bedeutung. Die Worte, die die Ablehnung der Entschuldigungen der Heuchler ausdrücken, sind dieselben, die im Zusammenhang mit dem Gläubigsein verwendet werden. Dies deutet auf verbale Annahme, vernünftiges Vertrauen sowie innerlichen Glauben und Zuversicht hin. Es schließt außerdem das Vertrauen des Gläubigen in seinen Herrn sowie das gegenseitige Vertrauen zwischen allen Gläubigen ein.