Ibrāhīm (Abraham)
Ibrāhīm (Abraham)
Prolog
Prologue
Diese Sure ist eine mekkanische Offenbarung. Ihr Thema, nämlich Glaube, Offenbarung und die göttliche Botschaft, die Einzigkeit Gottes, die Auferstehung, die Abrechnung und die Belohnung, durchzieht die mekkanischen Suren. So wie jede Sure des Qur'ān ihren eigenen Charakter hat, verfolgt diese Sure bei der Darstellung ihres Stoffes einen eigenen Ansatz, mit Akzenten und Schattierungen, die die Grundsätze und Fragen, die sie behandelt, hervorheben. Diese mögen sich von den Grundsätzen und Fragen, die andere Suren veranschaulichen, nicht unterscheiden, werden hier jedoch aus einem anderen Blickwinkel behandelt, um eine besondere Wirkung und Betonung zu erzeugen.
This sūrah is a Makkan revelation. Its subject matter, namely faith, revelation and the divine message, God’s Oneness, resurrection, reckoning and reward permeate Makkan sūrahs. Just as every sūrah in the Qur’ān has its distinctive character, this sūrah adopts a unique approach in presenting its material, with highlights and shading that accentuate the principles and issues it tackles. These may not be different from the principles and issues other sūrahs illustrate, but they are tackled here from a different angle so as to generate special effect and emphasis.
Außerdem werden bestimmte Aspekte hinzugefügt und andere weggelassen, sodass Leser und Zuhörer den Gesamteindruck gewinnen, es gehe um neue Fragen und Grundsätze.
Furthermore, certain aspects are added and others omitted, giving the reader and the listener the overall impression that they deal with new issues and principles.
Die allgemeine Atmosphäre der Sure ergibt sich aus ihrem Titel, nämlich Abraham, dem Vater aller Propheten, die nach ihm kamen. Er war ein gesegneter Mann, überaus dankbar gegenüber Gott, überaus nachsichtig, mitfühlend und gottesfürchtig. Alle Bedeutungsgehalte dieser Eigenschaften spürt man in dieser Sure durchgehend: in ihren Hauptthemen, ihrer allgemeinen Herangehensweise, ihrer Ausdrucksweise ebenso wie in ihrem Rhythmus.
The general ambience of the sūrah derives from its title, namely Abraham, the father of all prophets who came after him. He was a blessed man, most grateful to God, most clement, tender-hearted, and devout. All the connotations of these attributes are felt throughout this sūrah, in its main issues, general approach, mode of expression as also in its rhythm.
Die Sure behandelt eine Reihe von Glaubensfragen, doch zwei davon durchziehen die ganze Sure. Es sind die beiden Themen, die Abraham selbst am stärksten betreffen. Das erste ist die Einheit der göttlichen Botschaft und der Gesandten Gottes sowie ihr gemeinsamer Standpunkt, trotz unterschiedlicher Zeiten und Orte, als eine Gemeinschaft gegen den Zustand der Unwissenheit, die Dschahiliyya. Das andere sind die Gaben Gottes an die Menschheit, die Mehrung, die Er denen gewährt, die dankbar sind, und die Tatsache, dass die meisten Menschen undankbar bleiben. Die Sure enthält zweifellos noch andere Themen, doch diese beiden verleihen der Sure ihre besondere Atmosphäre.
The sūrah addresses a number of issues relating to faith, but two of these permeate the whole sūrah. These are the two issues most relevant to Abraham himself. The first is the unity of the divine message and God’s messengers, and their united stand, despite their different times and places, as one community against the state of ignorance, or jāhiliyyah. The other is God’s favours bestowed on mankind, the increase He grants to those who are grateful and the fact that most people remain ungrateful. The sūrah definitely includes other issues, but these two give the sūrah its special ambience.
Die Sure beginnt mit einem Überblick über die Sendung des Gesandten Gottes und das ihm offenbarte Buch: „Dies ist ein Buch, das Wir auf dich herabgesandt haben, damit du die Menschen mit der Erlaubnis ihres Herrn aus der Finsternis ans Licht führst, auf den Weg des Allmächtigen, des Lobenswerten.“ (Vers 1) Sie endet mit demselben Punkt und hebt die Wahrheit der Einheit Gottes hervor, die im Zentrum der göttlichen Botschaft steht: „Dies ist eine Botschaft an alle Menschen. Mögen sie dadurch gewarnt werden und wissen, dass Er der Einzige und einzige Gott ist. Mögen jene, die mit Verstand begabt sind, es bedenken.“ (Vers 52)
The sūrah begins with an outline of the mission of God’s Messenger and the book revealed to him: “This is a book which We have bestowed on you from on high so that you might bring forth all mankind, by their Lord’s leave, from darkness into the light, to the path of the Almighty, the One to whom all praise is due.” (Verse 1) It concludes with the same point, highlighting the truth of God’s oneness which is at the heart of the divine message: “This is a message to all mankind. Let them be warned thereby, and let them know that He is the One and only God. Let those who are endowed with insight take heed.” (Verse 52)
Inzwischen erwähnt die Sure, dass Moses mit derselben Aufgabe gesandt wurde wie Muhammad ﷺ, und zwar mit nahezu demselben Wortlaut: „Wir haben Moses mit Unseren Zeichen gesandt, mit dem Auftrag: Führe dein Volk aus der Finsternis ins Licht.“ (Vers 5) Sie erklärt außerdem, dass der allgemeine Zweck der Sendung Gottes Gesandter darin besteht, Klarheit zu schaffen: „Wir haben keinen Gesandten geschickt, außer in der Sprache seines Volkes, damit er ihnen [die Wahrheit] klar darlegt.“ (Vers 4) Darüber hinaus legt sie dar, dass der Gesandte Gottes, da er ein Mensch ist, zwangsläufig die Grenzen seiner Sendung bestimmt: Er soll unterrichten, erklären, warnen und gute Ratschläge erteilen. Ein Wunder kann er jedoch nur mit Gottes Erlaubnis und zu einer Zeit vollbringen, die Gott bestimmt. Weder er noch sein Volk haben dabei ein Mitspracherecht. Ebenso kann er seine Gemeinschaft nicht dazu zwingen, der Rechtleitung zu folgen oder in den Irrtum zu verfallen, denn diese Dinge unterliegen einer bestimmten Ordnung, die Gott nach Seinem freien Willen eingerichtet hat.
In between, the sūrah mentions that Moses was sent to do the same task as Muĥammad, using practically the same wording: “We have sent forth Moses with Our revelations, saying, lead your people out of darkness into the light.’“ (Verse 5) It also explains that the general purpose behind sending God’s messengers was to make things clear: “Never have We sent a messenger otherwise than speaking the language of his own people, so that he might make [the truth] clear to them.” (Verse 4) In addition, it explains that because God’s Messenger is human, this inevitably provides the parameters for his mission: he is to inform, explain and give warning and good counsel. He cannot, however, perform a miracle except by God’s permission, and at a time God determines. Neither he nor his people have any say in this. Nor can he oblige his community to follow guidance or sink into error, for these things follow a certain rule God has set in operation according to His own free choice.
Dass die Gesandten Gottes alle Menschen waren, war ein Punkt, gegen den alle früheren unwissenden Gemeinschaften Einwände erhoben. Die Sure fasst all diese Einwände und die Antwort, die Gottes Gesandte darauf gaben, zusammen, als ob die Einwände und die Antwort alle zur gleichen Zeit vorgebracht worden wären:
That God’s messengers were all human was a matter objected to by all past ignorant communities. The sūrah sums up all these objections and the reply given by God’s messengers, as if the objections and the reply were made all at the same time:
„Sie erwiderten: ‚Ihr seid nichts weiter als Menschen wie wir selbst. Ihr wollt uns von dem abbringen, was unsere Vorfahren zu verehren pflegten. So bringt uns denn einen klaren Beweis.‘ Ihre Gesandten antworteten: ‚Wir sind tatsächlich nichts weiter als Menschen wie ihr. Doch Gott gewährt Seine Gnade, wem Er will von Seinen Dienern. Es steht nicht in unserer Macht, euch einen Beweis zu bringen, außer mit der Erlaubnis Gottes. Und auf Gott sollen alle Gläubigen ihr Vertrauen setzen.‘“
“They replied: ‘You are but mortals like ourselves. You want to turn us away from what our forefathers used to worship. Bring us, then, a clear proof’ Their messengers replied: ‘We are indeed but mortals like yourselves. But God bestows His grace on whomever He wills of His servants. It is not within our power to bring you any proof except by God’s leave. It is in God that all believers must place their trust.’“ (Verses 10-11)
Die Sure erklärt außerdem, dass die Führung der Menschheit aus der Finsternis ins Licht nur „mit der Erlaubnis ihres Herrn“ gelingen kann. Jeder Gesandte macht seinem Volk die Dinge klar, und dann gilt: „Gott lässt irregehen, wen Er will, und leitet recht, wen Er will. Er ist der Allmächtige, der Weise.“ (Vers 4)
The sūrah also explains that taking mankind from darkness into light can only be accomplished ‘by their Lord’s leave’. Every messenger makes the issues clear to his people, then: “God lets go astray whomever He wills, and guides whomever He wills. He is Almighty, truly Wise.” (Verse 4)
Dies sind die grundlegenden Aussagen, die das Wesen eines von Gott gesandten Gesandten und den ihm übertragenen Auftrag bestimmen. Nichts am Wesen der Gesandten Gottes oder an ihren Eigenschaften darf mit dem Wesen und den Eigenschaften Gottes verwechselt werden. So zeigt sich die Einzigkeit Gottes in ihrem vollen Licht, ohne den geringsten Anklang an eine Ähnlichkeit mit irgendjemandem oder irgendetwas.
These are the main lines defining the nature of a messenger sent by God, and the mission assigned to him. Nothing of the nature of God’s messengers or their qualities can be confused with God’s nature and attributes. Thus God’s oneness is shown in its full light, with no hint of similarity to anyone or anything.
Die Sure spricht auch von der Erfüllung der Verheißung Gottes an Seine Gesandten und an jene, die wahrhaftig an sie glauben. Diese Verheißung erfüllt sich in diesem gegenwärtigen Leben, wenn ihnen Sieg und Macht gewährt werden, und im Jenseits mit großzügiger Belohnung für die Gläubigen und strenger Strafe für die Ungläubigen. Dies wird am Ende der Szene gezeigt, die den Kampf zwischen den Gesandten Gottes, die zusammenstehen, und ihren verschiedenen Gemeinschaften, die ebenfalls zusammenstehen, in dieser Welt darstellt: „Die Ungläubigen sprachen zu ihren Gesandten: ‚Wir werden euch gewiss aus unserem Land vertreiben, es sei denn, ihr kehrt zu unserem Weg zurück.‘ Ihr Herr offenbarte Seinen Gesandten: {Gewiss werden Wir die Frevler vernichten, und gewiss werden Wir euch nach ihnen im Land wohnen lassen. Dies gilt für alle, die vor Meiner Gegenwart Ehrfurcht haben und Meine Warnungen fürchten.} Und sie baten Gott um Hilfe und Sieg [für die Wahrheit].“
The sūrah also speaks about the fulfilment of God’s promise to His messengers and to those who truly believe in them. This promise is fulfilled in this present life when they are given victory and power, and in the life to come with generous reward given to the believers and severe punishment to the unbelievers. This is shown at the end of the scene showing the battle between God’s messengers standing together and their different communities also standing together in this world: “The unbelievers said to their messengers: ‘We shall most certainly expel you from our land, unless you return to our ways.’ Their Lord revealed this to His messengers: Most certainly shall We destroy the wrongdoers, and most certainly shall We cause you to dwell in the land long after they are gone. This [I promise] to all who stand in awe of My presence, and stand in awe of My warnings.’ And they prayed for God’s help and victory [for the truth].
Und jeder mächtige, hartnäckige Feind der Wahrheit wird zugrunde gehen" (Verse 13-15). Dies zeigt sich auch in den Bildern vom Tag des Gerichts: „Denen, die glauben und gute Werke tun, werden Gärten zuteil werden, unter denen Bäche fließen; darin werden sie verweilen, mit der Erlaubnis ihres Herrn. Ihr Gruß darin wird lauten: Frieden." (Vers 23) „An jenem Tag wirst du die Schuldigen in Fesseln aneinandergekettet sehen, in Gewänder aus schwarzem Teer gekleidet, und ihre Gesichter von Flammen bedeckt." (Verse 49-50)
And every powerful, obstinate enemy of the truth shall come to grief” (Verses 13-15) It is also shown in the images drawn from the Day of Judgement: “Those who believe and do righteous deeds will be admitted to gardens through which running waters flow, wherein they will abide, by their Lord’s leave. Their greeting shall be: Peace:” (Verse 23) “On that day you will see the guilty chained together in fetters, wearing garments of black pitch, and their faces covered with flames.” (Verses 49-50)
Dieselbe Tatsache wird auch in den Gleichnissen betont, die für beide Gruppen gegeben werden: „Siehst du nicht, wie Gott ein gutes Wort mit einem guten Baum vergleicht? Seine Wurzeln sind fest und seine Zweige reichen bis in den Himmel. Er bringt zu jeder Zeit seine Früchte hervor mit der Erlaubnis seines Herrn. So stellt Gott den Menschen Gleichnisse auf, damit sie nachdenken mögen. Und ein böses Wort ist wie ein verdorbener Baum, der auf der Erde entwurzelt wurde. Er kann keinen festen Stand haben. Gott wird die Gläubigen durch das wahre, unerschütterliche Wort festigen, im diesseitigen Leben und im Jenseits; die Frevler aber lässt Gott irregehen. Gott tut, was Er will.“ (Verse 24-27) „Die Werke derer, die ihren Herrn verleugnen, gleichen Asche, die der Wind an einem stürmischen Tag heftig verweht. Sie können aus dem, was sie erworben haben, keinerlei Nutzen ziehen. Dies [Unglaube] ist tatsächlich ein sehr weiter Irrweg.“ (Vers 18)
The same fact is also emphasized in the analogies given for both groups: “Do you not see how God compares a good word to a good tree? Its roots are firm and its branches reach to the sky. It yields its fruits at all times by its Lord’s leave. Thus does God set parables for people so that they may reflect. And an evil word is like a corrupt tree, torn up onto the face of the earth. It cannot have a stable position. God will strengthen the believers through the true, unshakeable word in both this life and the life to come; but the wrongdoers God lets go astray. God does whatever He wills.” (Verses 24-27) “The works of those who disbelieve in their Lord are like ashes which the wind blows about fiercely on a stormy day. They cannot achieve any benefit from all that they might have earned. This [disbelief] is indeed going very far astray.” (Verse 18)
Die Botschaft aller Propheten
The Message Of All Prophets
Das erste der beiden großen Themen, die sich durch die ganze Sure ziehen, ist die Einheit der göttlichen Botschaft, die von allen Gottesgesandten verkündet wurde. Dies wird hier auf einzigartige Weise dargestellt. Andere Suren verdeutlichten dies dadurch, dass jeder Gesandte seinem Volk dieselbe Ansprache hielt. Jeder von ihnen verkündete dieselbe Wahrheit, vollendete sein Werk und verstarb, woraufhin andere Gesandte folgten, von denen jeder dieselbe Wahrheit mit denselben Worten darlegte und dieselbe Antwort erhielt. Die Ungläubigen, die die Wahrheit leugnen, erleiden in diesem Leben, was auch immer sie erleiden mögen, obwohl einigen von ihnen Aufschub gewährt wird, damit sie ihrem Schicksal am Tag des Gerichts gegenübertreten. In jenen Suren wurde jeder Gesandte in einer eigenen Szene gezeigt, so wie wir in einem Film verschiedene Ereignisse nacheinander ablaufen sehen. Die besten Beispiele für diese Methode finden sich in Sure 7.
The first of the two major issues that run through the whole sūrah is the unity of the divine message preached by all God’s messengers. This is presented here in a unique way. Other sūrahs demonstrated this through the fact that every messenger made the same address to his people. Every one of them would state the same truth, complete his work and pass away, to be followed by other messengers, each of whom stated the same truth in the same words, receiving the same reply. The unbelievers who deny the truth suffer whatever they may suffer in this life, although some of them are given respite, so as to face their fate on the Day of Judgement. In those sūrahs every messenger was shown in a separate scene, like we see a film playing back different events. The best examples of this method are seen in Sūrahs 7
und 11, Al-A'raf und Hūd, jeweils.
and 11, The Heights and Hūd, respectively.
In dieser Sure sind alle Propheten auf der einen Seite zusammengefasst und ihre irregeleiteten Gemeinschaften auf der anderen Seite. Der Kampf zwischen ihnen dauert in diesem Leben an, endet hier aber nicht. Vielmehr verfolgen wir seinen Verlauf bis zum Tag des Gerichts. Trotz des großen Unterschieds in Zeit und Ort sehen wir vor uns die Gemeinschaft der Gesandten Gottes und ihrer Anhänger, die als eine einzige Gruppe beieinanderstehen. Zeit und Ort sind in der Tat zwei vergängliche Faktoren, während die große Wahrheit von Glauben und Unglauben weit größer ist als beide.
In this sūrah, all the prophets are grouped together on one side and their erring communities on the other. The battle goes on between them in this life, but does not come to an end here. On the contrary, we follow its progress until the Day of Judgement. Despite the great difference in time and place, we see in front of us the community of God’s messengers and their followers standing together as a single group. Indeed time and place are two transitory factors, while the great truth of faith and unbelief is far greater than both time and place:
Dankbarkeit für unendliche Gunst
Gratitude For Unending Favours
Die ganze Sure ist von Dankbarkeit gegenüber Gott für das durchzogen, was Er uns schenkt. Gott zählt Seine Gaben auf, die Er allen Menschen gewährt, Gläubigen und Ungläubigen, Rechtschaffenen und Ungerechten, Gottesfürchtigen und Frevlern. Gewiss ist Gott barmherzig und gnädig, wenn Er solche Gaben auch Ungläubigen, Ungehorsamen und Ungerechten in gleicher Weise gewährt wie den Gläubigen, die sich für Seine Sache einsetzen. Es ist ihre Pflicht, dankbar zu sein. Hier zeigt sich Gottes Gnade in ihrer weitesten Ausdehnung, in einem Rahmen universeller Bilder: „Gott ist es, der die Himmel und die Erde erschaffen hat und Wasser vom Himmel herabsendet, mit dem Er Früchte hervorbringt zu eurer Versorgung. Er hat Schiffe in deinen Dienst gestellt, die mit Seinem Geheiß über das Meer segeln, und Er hat dir die Flüsse dienstbar gemacht [Seinem Gesetz unterworfen] zu deinem Nutzen. Und zu eurem Nutzen hat Er Sonne und Mond, die beständig ihre Bahnen ziehen, dienstbar gemacht [Seinem Gesetz unterworfen]; und Er hat Nacht und Tag dienstbar gemacht [Seinem Gesetz unterworfen]. Und Er gibt euch von allem, worum ihr Ihn bittet. Wolltet ihr Gottes Gaben zählen, ihr könntet sie nie berechnen. Doch der Mensch verharrt im Unrecht, hartnäckig undankbar.“ (Verse 32–34)
Gratitude to God for what He bestows on us animates the whole sūrah. God enumerates His favours, which He grants to all mankind, believers and unbelievers, righteous or unrighteous, God-fearing and wrongdoers. God is most certainly compassionate and merciful when He grants such favours to unbelievers, disobedients and wrongdoers in the same way as He grants them to the faithful who strive for His cause. It is their place that they should be grateful. Here God’s grace is shown extending across the widest horizon, within a framework of universal imagery: “It is God who has created the heavens and the earth, and who sends down water from the sky with which He brings forth fruits for your sustenance. He has placed under your service ships which by His leave sail through the sea, and He has made the rivers subservient to [His law] for your benefit. And for your benefit He has made the sun and the moon, both diligently pursuing their courses, subservient to [His law]; and has made the night and the day subservient to [His law]. And He gives you of everything you ask of Him. Should you try to count God’s blessings, you will never be able to compute them. Yet man is persistent in wrongdoing, stubbornly ungrateful.” (Verses 32-34)
Tatsächlich ist die Entsendung von Gesandten zu den Menschen eine ebenso große, wenn nicht gar größere Gunst: „Dies ist ein Buch, das Wir dir von oben herab offenbart haben, damit du die Menschen mit der Erlaubnis ihres Herrn aus der Finsternis ins Licht führst.“ (Vers 1) Das Licht ist vielleicht die majestätischste Gunst Gottes im Universum, doch das Licht, von dem in diesem Vers die Rede ist, ist das größte Licht, das durch unser ganzes Wesen scheint und die Welt um uns herum zum Leuchten bringt. Dieselbe Aufgabe wurde Moses mit seinem Volk übertragen, und tatsächlich allen Gesandten, wie die Sure deutlich erklärt. Wir bemerken auch eine Gunst in den Worten der Gesandten Gottes: „Er ruft euch, damit Er euch eure Sünden vergibt.“ (Vers 10)