AL-ZUKHRUF Gold (Blindness Out of Choice) 26-56
AL-ZUKHRUF Gold (Blindness Out of Choice) 26-56
Abraham sprach zu seinem Vater und seinem Volk: „Ich distanziere mich von dem, was ihr verehrt,
Abraham said to his father and his people: ‘I renounce what you worship, (26)
„Ich diene nicht dem, den ihr verehrt, außer Dem, der mich erschaffen hat. Denn Er ist es, der mich leiten wird.“ (27)
I worship none other than Him who brought me into being. It is He who will guide me.’ (27)
Er machte dies zu einer bleibenden Lehre unter seinen Nachkommen, damit sie stets zu Ihm zurückkehren. (28)
He made this an abiding precept among his descendants so that they might always return [to God]. (28)
Ich habe diesen Menschen und ihren Vorvätern erlaubt, ihr Leben frei zu genießen, bis die Wahrheit zu ihnen gekommen ist durch einen Gesandten, der die Dinge klar macht. (29)
I have allowed these people and their forefathers to enjoy their lives freely until the truth has come to them through a messenger who makes things clear. (29)
Doch als die Wahrheit zu ihnen kam, sagten sie: „Das ist offenkundige Zauberei, und wir weisen sie entschieden zurück.“ (30)
Now that the truth has come to them, they say, ‘This is all sorcery, and we reject it outright.’ (30)
Sie sagen auch: „Warum wurde dieser Qur'an nicht einem bedeutenden Mann aus den beiden Städten offenbart?“ (31)
They also say, ‘Why was not this Qur’an revealed to some great man of the two cities?’ (31)
Sind sie es, die die Barmherzigkeit deines Herrn verteilen? Wir sind es, die ihnen ihren Lebensunterhalt im diesseitigen Leben zuteilen, und Wir erheben einige von ihnen im Rang über andere, damit einige von ihnen andere in ihren Dienst nehmen können. Die Barmherzigkeit deines Herrn ist besser als alles, was sie anhäufen.
Is it they who apportion your Lord’s grace? It is We who deal out to them their livelihood in the life of this world, and raise some in rank above others, so that some of them may take others into their service. Your Lord’s grace is better than all that they can amass. (32)
Hätte nicht die Gefahr bestanden, dass alle Menschen eine einzige Gemeinschaft [von Ungläubigen] werden, so hätten Wir denjenigen, die an den Barmherzigen nicht glauben, Dächer aus Silber für ihre Häuser gegeben und Treppen, auf denen sie hinaufsteigen könnten, (33)
Were it not that all people would become one community [of unbelievers], We would have provided those who now disbelieve in the Lord of Grace with roofs of silver for houses, stairways on which to ascend, (33)
Tore, Liegepolster, auf denen man sich anlehnt, (34)
gates, couches on which to recline, (34)
Und Goldschmuck. Doch all dies wäre nichts als der flüchtige Genuss des irdischen Lebens gewesen. Das Jenseits aber ist es, das dein Herr für die Gottesfürchtigen bereithält. (35)
and gold ornaments. Yet all this would have been nothing but the fleeting enjoyment of life in this world. It is the life to come that your Lord reserves for the God fearing. (35)
Wir werden demjenigen, der sich dafür entscheidet, die Ermahnung des Barmherzigen zu übersehen, einen Satan als Gefährten bestimmen.
We shall assign to whoever chooses to remain blind to the remembrance of the Lord of Grace an evil one as a comrade.
(36)
(36)
Diese [bösen Wesen] halten sie vom rechten Weg ab und lassen sie glauben, sie seien rechtgeleitet. (37)
These [evil ones] turn them away from the right path, making them think that they are rightly guided. (37)
Wenn ein solcher Mensch zu Uns kommt, wird er zu seinem Gefährten sagen:
When such a person comes to Us, he will say [to his comrade]:
„Wenn doch zwischen mir und dir eine Entfernung wäre wie zwischen Osten und Westen! Wie übel ist der Gefährte!“ (38)
‘Would that I was as far away from you as the East is from the West.’ Evil indeed are you for a comrade! (38)
Aufgrund eurer Ungerechtigkeit wird es euch heute nichts nützen, dass ihr euch das Leid miteinander teilt. (39)
Because of your wrongdoing, it will not be of any benefit to you that you are now to share your suffering. (39)
Kannst du [den Propheten] die Tauben hören lassen? Oder die Blinden leiten oder jene, die sich in offenkundigem Irrtum befinden?
Can you [Prophet] make the deaf hear? Or guide the blind or those who are in manifest error?
(40)
(40)
Und wenn Wir dich hinwegnehmen, werden Wir sie gewiss dafür bestrafen; (41)
If We take you away, We shall inflict retribution on them; (41)
Und wenn Wir dir einen Teil dessen zeigen, was Wir ihnen versprochen haben, oder dich abberufen, so obliegt dir nur die Verkündigung, und Uns obliegt die Abrechnung. (42)
and if We show you the fulfilment of what We have promised them... We have full power over them. (42)
Halte daher an dem fest, was dir offenbart wurde; du bist gewiss auf einem geraden Weg. (43)
Therefore, hold fast to what has been revealed to you: you certainly are on a straight path; (43)
Und es ist eine Ehre für dich und dein Volk. Mit der Zeit werdet ihr alle zur Rechenschaft gezogen werden. (44)
and it is an honour for you and your people. In time, you will all be called to account. (44)
Frag doch unsere Gesandten, die Wir vor dir gesandt haben: „Haben Wir etwa andere Gottheiten bestimmt, die außer dem Erbarmer angebetet werden sollen?“ (45)
Ask any of the messengers We sent before you: ‘Did We ever appoint deities to be worshipped other than the Lord of Grace?’ (45)
Wir sandten Moses mit Unseren Zeichen zu Pharao und seinen Vornehmen; und er sprach: „Ich bin ein Gesandter des Herrn der Welten.“ (46)
We sent Moses with Our message to Pharaoh and his nobles; and he said: ‘I am a messenger of the Lord of all the worlds,’ (46)
Doch als er ihnen Unsere Zeichen brachte, lachten sie darüber.
but when he presented Our signs to them, they laughed at them, (47)
Und doch war jedes Zeichen, das Wir ihnen zeigten, größer als das vorhergehende. Wir ließen sie Leid erfahren, damit sie umkehren [zum rechten Weg]. (48)
yet each sign We showed them was greater than the preceding one. We put them through suffering so that they might return [to the right path]. (48)
Sie sagten: „O Zauberer, bete für uns zu deinem Herrn aufgrund des Bundes, den Er mit dir geschlossen hat.
They said: ‘Sorcerer, pray to your Lord for us on the strength of the covenant He has made with you.
„Nun werden wir dem rechten Weg folgen.“ (49)
We shall now follow the right way.’ (49)
Doch als Wir ihre Qual von ihnen wegnahmen, brachen sie dennoch ihr Wort. (50)
Yet when We removed their suffering they still broke their word. (50)
Der Pharao rief sein Volk zusammen und sprach: „Mein Volk, gehört mir nicht das Königreich Ägypten, mit all diesen Flüssen, die zu meinen Füßen dahinfließen? Seht ihr es nicht? (51)
Pharaoh proclaimed to his people, saying: ‘My people, is the kingdom of Egypt not mine, with all these rivers flowing at my feet? Do you not see? (51)
Bin ich nicht besser als dieser verachtenswerte Elende, der seine Bedeutung kaum klar auszudrücken vermag?
Am I not better than this contemptible wretch who can hardly make his meaning clear?
(52)
(52)
„Warum wurden ihm keine Armreifen aus Gold gegeben? Warum sind keine Engel gekommen, um ihn zu begleiten?“ (53)
Why have no bracelets of gold been given to him? Why have no angels come to accompany him?’ (53)
So machte er sein Volk zum Narren, und sie gehorchten ihm.
Thus did he make fools of his people, and they obeyed him.
Sie waren Menschen, die im Bösen verloren waren.
They were people lost in evil.
(54)
(54)
Als sie Unseren Zorn erregten, rächten Wir Uns an ihnen und ertränkten sie alle; (55)
When they incurred Our anger, We inflicted Our retribution on them and drowned them all; (55)
Und So machten Wir sie zu einer Sache der Vergangenheit und zu einem Beispiel für die späteren Generationen. (56)
and so We made them a thing of the past and an example for later generations. (56)
Überblick
Overview
Die Quraisch, der bedeutendste arabische Stamm, der zur Zeit der Offenbarung des Qur'an in Makkah lebte, pflegten zu sagen, sie seien Nachkommen Ibrahims, und das war wahr. Sie behaupteten außerdem, dem Glauben Ibrahims zu folgen, was unwahr war. Ibrahim hielt am reinen, unverfälschten Monotheismus fest. Um des Glaubens an den einen Gott willen verließ er seinen Vater und sein Volk, nachdem er zum Tod durch Verbrennen verurteilt worden war. Seine Religion gründet auf diesem grundlegenden Glauben. Er ermahnte seine Kinder und Nachkommen, ihm treu zu bleiben. So findet sich in seinem Glauben niemals eine Spur von Vielgötterei.
The Quraysh, the major Arabian tribe living in Makkah at the time of the revelation of the Qur’an, used to say that they were Abrahams descendants, which was true. They also claimed that they followed Abraham’s faith, which was untrue. Abraham espoused monotheism, clear and undistorted. It was for his belief in the One God that he abandoned his father and his people, after he was subjected to execution by burning. His religion is based on this basic belief. He urged his children and descendants to remain true to it. Thus, no trace of polytheism is ever found in his faith.
In diesem Abschnitt der Sure werden die Araber angehalten, diese geschichtliche Tatsache zu erkennen, damit sie ihre Behauptungen daran prüfen können. Die Sure berichtet auch von ihren Einwänden gegen die Botschaft des Propheten Muhammad ﷺ: „Und sie sagen: ‚Warum wurde nicht dieser Koran einem bedeutenden Mann aus den beiden Städten offenbart?‘“ (Vers 31) Sie zeigt den grundlegenden Fehler dieses Arguments auf: Es missachtet nicht nur die wahren Werte, auf denen Gott das menschliche Leben gegründet wissen will, sondern vertritt auch falsche Werte, die sie von der wahren Rechtleitung abwenden. Nachdem die Wahrheit dargelegt ist, berichtet die Sure vom Schicksal derer, die lieber blind bleiben gegenüber Gottes Gedenken. Sie erklärt auch, warum diese Wahl getroffen wurde, was letztlich nichts anderes bedeutet, als dem zu folgen, was Satan einflüstert. Am Ende dieses Abschnitts tröstet die Sure den Gesandten Gottes ﷺ, der über ihre Wahl betrübt ist.
In this section of the surah the Arabs are made to see this historical fact so that they might check their claims against it. The surah also reports their objections to the Prophet Muhammad’s message: “ They also say, 'Why was not this Quran revealed to some great man of the two cities?”' (verse 31) It shows the basic flaw in this argument: not only does it disregard the true values on which God wants human life to be based but it also espouses false values which turn them away from true guidance. Once the truth is outlined, the surah tells them of the fate of those who prefer to remain blind to God’s remembrance. It also explains why such a choice was made which boils down to nothing less than following what Satan whispers. At the end of this section, the surah consoles God’s messenger, who is grieved by their choice.
Das Prinzip, zu dem Abraham aufrief
The Principle Abraham Urged
Abraham sprach zu seinem Vater und zu seinem Volk: „Ich sage mich los von dem, was ihr verehrt. Ich verehre niemanden außer Ihm, der mich erschaffen hat. Er ist es, der mich leiten wird.“ „Er machte dies zu einem bleibenden Gebot unter seinen Nachkommen, damit sie stets zu [Gott] zurückkehrten.“
Abraham said to his father and his people: *1 renounce what you worship, I worship none other than Him who brought me into being. It is He who will guide me. 'He made this an abiding precept among his descendants so that they might always return [to God].
(Verse 26-28)
(Verses 26-28)
Das Gebot des Monotheismus, das die Quraisch ablehnten, war nichts anderes als der Glaube, den Abraham verkündete, von dem sie abstammten.
The precept of monotheism rejected by the Quraysh was nothing but the belief advocated by Abraham, from whom they descended.
Es war dieses große Prinzip, das Abraham seinem eigenen Vater und seinem Volk verkündete, und so wies er ihren falschen Glauben zurück und lehnte ihre überlieferte Verehrung ab. Er übernahm die Falschheit nicht einfach deshalb, weil sein Vater und sein Volk sie praktizierten. Tatsächlich zeigte er ihnen gegenüber keinerlei Höflichkeit, als er seine Ablehnung in einer klaren und nachdrücklichen Erklärung kundtat, die im Qur'an zitiert wird: „Ich sage mich los von dem, was ihr verehrt, ich verehre niemand anderen als Den, der mich erschaffen hat. Er ist es, der mich leiten wird.“ (Verse 26–27)
It was this great principle that Abraham declared to his own father and people, thus rejecting their false creed, disowning their traditional worship. He did not adopt falsehood simply because his father and people practised it. In fact, he did not pay them any courtesy when he declared his rejection of it in a clear and emphatic statement quoted in the Qur’an: ‘7 renounce what you worship, I worship none other than Him who brought me into being. It is He who will guide me.n (Verses 26-27)
Aus der Aussage Abrahams geht hervor, dass sein Volk zwar Gottes Existenz nicht leugnete, dennoch aber Gott Teilhaber zuordnete und neben Ihm andere anbetete. Deshalb sagte sich Abraham von allen los, die sie außer Gott verehrten. Er beschrieb Gott mit dem Attribut, das Ihn zum allein Anbetungswürdigen macht, nämlich dass Er der Anfangende und Urheber ist. Er allein verdient es, angebetet zu werden, denn Er ist derjenige, der erschafft. Ferner bekundete er seine feste Überzeugung, dass Gott ihn rechtleiten werde. Er hat ihn erschaffen, und Er weiß, wie Er ihm Rechtleitung gewähren kann.
It appears from Abraham’s statement that although his people did not deny God’s existence, they nonetheless assigned partners to Him and worshipped others beside Him. Therefore, Abraham disowned all those they worshipped other than God. He described God by His attribute that makes Him the One to be worshipped, which is the fact that He initiates and originates. It is He who deserves to be worshipped because He is the One who creates. He also stated his firm belief that God would give him guidance. He created him and He knew how to grant him guidance.
Wem die Botschaft Gottes anvertraut werden soll
Whom to Entrust with God’s Message
Der Koran beschreibt ihre verwirrten Wertvorstellungen und Maßstäbe, als sie Einwände gegen die Wahl Muhammads ﷺ erhoben, der ihnen das Licht und die Botschaft der Wahrheit bringen sollte: „Und sie sagen: Warum wurde dieser Koran nicht einem bedeutenden Mann aus den beiden Städten offenbart?“ (Vers 31) Mit den beiden Städten, auf die sie sich bezogen, waren Mekka und Ta’if gemeint. Der Prophet ﷺ gehörte der angesehensten Familie im Clan der Haschim vom Stamm der Quraisch an, die unter den Arabern die Elite bildeten. Man kannte ihn auch als einen Mann von hohen Grundsätzen und feinen Umgangsformen, noch bevor er als Gottes Gesandter auserwählt wurde. Er war jedoch kein Stammesfürst, während seine Umwelt solchen Erwägungen großen Wert beimaß. Daher ihr Einwand: „Warum wurde dieser Koran nicht einem bedeutenden Mann aus den beiden Städten offenbart?“ (Vers 31)
The Qur’an describes their confused values and standards as they objected to the choice of Muhammad (peace be upon him) as the one to bring them light and the message of the truth: “ They also say: Why was not this Qur'an revealed to some great man of the two cities? (Verse 31) The two cities they referred to were Makkah and Ta’if. The Prophet belonged to the most distinguished family in the clan of Hashim of the Quraysh tribe, which were the elite among Arabs. He was also known to be a man of high principles and fine manners, even before he was chosen as God’s messenger. However, he was not a tribal chief, while his environment placed much store on such considerations. Hence their objection: “Why was not this Quran revealed to some great man of the two cities? (Verse 31)
Gott weiß gewiss am besten, wem Er Seine Botschaft anvertrauen soll. Er wählte den Mann, von dem Er wusste, dass er für diese Aufgabe am besten geeignet war. Grenzenlos ist Gott in Seiner Herrlichkeit! Er erwählte einen Mann, dessen herausragendste Eigenschaften seine Moral und sein Engagement waren, beides Teil des Wesens und Kerns der islamischen Botschaft. Zur Überbringung Seiner Botschaft wählte Er weder einen Stammesführer noch einen Mann von Reichtum oder gesellschaftlichem Einfluss.
God certainly knows best whom to entrust with His message. He chose the man whom He knew to be best suited to the task. Limitless is God in His glory! He chose a man whose paramount qualities were his morality and dedication, both of which are part of the nature and essence of the Islamic message. For the delivery of His message, He chose neither a tribal chief nor a man of wealth or social influence.
Dies deshalb, weil Er nicht wollte, dass irgendein irdischer Wert einen Schatten auf die von oben gewährte Botschaft wirft. Sie sollte weder mit einem irdischen Juwel geschmückt noch von irgendeiner fremden Einwirkung beeinflusst werden. So würde niemand sie annehmen, um Ehrgeiz zu befriedigen, und niemand würde sie suchen, um sich einen unrechtmäßigen Gewinn zu verschaffen.
Größer als des Lebens Reichtümer
Greater Than Life’s Riches
So viel zum Lebensunterhalt der Menschen in diesem gegenwärtigen Leben. Jenseits davon jedoch liegt etwas weit Größeres: „{Die Gnade deines Herrn ist besser als all das, was sie anhäufen.}“ (Vers 32) Gott schenkt Seine Gnade denjenigen, die Er auswählt, da Er weiß, dass sie es verdienen. Zwischen der Gnade Gottes und dem, was die Menschen in diesem gegenwärtigen Leben besitzen, besteht jedoch überhaupt kein Zusammenhang. Ebenso wenig besteht ein Zusammenhang zwischen ihr und den Werten dieser Welt. Solche Anteile sind nach Gottes Maßstab wertlos.
So much for peoples livelihood in this present life. Beyond it, however, is something far greater: “ Your Lord's grace is better than all that they can amass? (Verse 32) God bestows His grace on those whom He selects, knowing that they deserve it. There is, however, no connection whatsoever between God s grace and what people have in this present life. Nor is there any connection between it and the values of this world. Such lots are worthless according to Gods measure.
Daher werden sie sowohl guten als auch schlechten Menschen gegeben, während Gottes Gnade denjenigen vorbehalten bleibt, die Er erwählt.
Hence, they are given to good and bad people, while Gods grace is preserved for those whom He chooses.
Irdische Werte sind so gering und unbedeutend, dass Gott sie, hätte Er es gewollt, den Ungläubigen in Fülle gegeben hätte.
Earthly values are so petty and insignificant that had God so willed, He would have given them in plenty to those who disbelieve in Him.
Der einzige Grund, weshalb dies nicht geschieht, ist, dass ein solcher Überfluss dann zu einer Quelle der Täuschung würde, die viele Menschen daran hindern würde, den göttlichen Glauben anzunehmen:
The only reason behind not doing so is that such plenty would then become a source of delusion, preventing many people from accepting the Divine faith:
Hätte nicht die Gefahr bestanden, dass alle Menschen zu einer einzigen Gemeinschaft [von Ungläubigen] würden, so hätten Wir denjenigen, die nun an den Herrn der Barmherzigkeit nicht glauben, Dächer aus Silber für ihre Häuser gegeben, dazu Treppen, auf denen sie emporsteigen, Tore, Ruhebetten, auf denen sie sich lehnen, und goldene Verzierungen.
Were it not that all people would become one community [of unbelievers], We would have provided those who now disbelieve in the Lord of Grace with roof of silver for houses, stairways on which to ascend, gates, couches on which to recline, and gold ornaments.
Doch all dies wäre nichts als der flüchtige Genuss des irdischen Lebens. Das Leben im Jenseits aber ist es, das dein Herr den Gottesfürchtigen vorbehält. (Verse 33-35)
Welcher Typ von Gefährte
Which Type of Comrade
Die Sure geht dazu über, das Schicksal derer zu erläutern, denen reichlich die Annehmlichkeiten dieser Welt zuteilwerden, die aber ihrer Pflicht zum Gehorsam gegenüber Gott und zu Seiner Verherrlichung nicht gedenken, sodass sie den großen Lohn nicht verdienen, den Er am Tag des Gerichts jenen gewährt, die Ihn fürchten:
The surah moves on to explain the fate of those who are given plenty of the luxuries of this world but who remain unmindful of their duty of obedience to God and glorifying Him so as to deserve the great prize He grants on the Day of Judgement to those who fear Him:
Wir werden demjenigen einen Satan als Gefährten zuteilen, der sich dafür entscheidet, blind gegenüber der Ermahnung des Barmherzigen zu bleiben. Diese [Satane] halten sie vom rechten Weg ab, während diese meinen, sie seien rechtgeleitet. Wenn einer von ihnen zu Uns kommt, wird er [zu seinem Gefährten] sagen: „Wäre doch zwischen mir und dir die Entfernung wie die zwischen Osten und Westen!“ Schlimm ist der Gefährte, den du hast! Doch heute wird es euch, weil ihr Unrecht getan habt, nicht nützen, dass ihr gemeinsam an der Strafe teilhabt.
We shall assign to whoever chooses to remain blind to the remembrance of the Lord of Grace an evil one as a comrade. These [evil ones] turn them away from the right path, making them think that they are rightly guided. When such a person comes to Us, he will say [to his comrade]: 'Would that I was as far away from you as the East is from the West. ’ Evil indeed are you for a comrade! Because of your wrongdoing, it will not be of any benefit to you that you are now to share your suffering. (Verses 36-39)
Der arabische Text verwendet den Begriff „Asha“ als Bezeichnung für die Wahl der Ungläubigen.
The Arabic text uses the term asha as the choice of unbelievers.
Dieser Begriff bezeichnet eine Ermüdung der Augen, die verhindert, dass sie Dinge sehen. Sie tritt meist auf, wenn man in ein grelles Licht blickt, in das das menschliche Auge nicht schauen kann, oder am Abend, wenn die Dunkelheit einsetzt und ein schwaches Auge die Dinge nicht mehr klar erkennen kann. Sie kann auch die Folge einer Krankheit sein. Ihre Verwendung hier bezeichnet Blindheit und ein absichtliches Sich-Abwenden von Gott, dem Herrn der Gnade.
This term signifies a tiredness of the eyes that prevents them from seeing things. It mostly occurs when facing a glaring light which the human eye cannot look into, or in the evening as darkness begins to descend when a weak eye cannot see things clearly. It may also be the result of illness. Its usage here, signifies blindness and a wilful turning away from God, the Lord of Grace.
Den Tauben das Hören bringen
Making The Deaf Hear
Die Sure wendet sich nun dem Propheten ﷺ mit einem Wort des Trostes zu, damit er sich nicht über diejenigen grämt, die sich von ihm abgewandt und seine Botschaft verleugnet haben. Sie ermutigt ihn, an der Wahrheit festzuhalten, die ihm von oben offenbart wurde, denn es ist dasselbe Wort der Wahrheit, das jedem Gesandten Gottes gegeben wurde:
The surah now addresses the Prophet with a word of consolation so that he does not grieve about those who turned away from him, disbelieving in his message. It encourages him to hold on to the truth revealed to him from on high, as it is the same word of truth given to every messenger of God:
Kannst du etwa die Tauben hörend machen oder die Blinden und jene, die in offenkundigem Irrtum sind, rechtleiten? Und wenn Wir dich abberufen, werden Wir gewiss an ihnen Vergeltung üben; oder wenn Wir dir das zeigen, was Wir ihnen verheißen haben, so haben Wir gewiss die Macht über sie. Darum halte fest an dem, was dir offenbart wurde; gewiss, du bist auf dem geraden Weg. Und es ist eine Ehre für dich und dein Volk; bald werdet ihr zur Rechenschaft gezogen. Frag jene Gesandten, die Wir vor dir gesandt haben: „Haben Wir etwa außer dem Allerbarmer Gottheiten bestimmt, die angebetet werden sollen?“ (Verse 40–45)
Can you [Prophet] make the deaf hear! Or guide the blind or those who are in manifest error! If We take you away, We shall inflict retribution on them; and if We show you the fulfilment of what We have promised them... We have full power over them. Therefore, hold fast to what has been revealed to you: you certainly are on a straight path; and it is an honour for you and your people. In time, you will all be called to account. Ask any of the messengers We sent before you: "Did We ever appoint deities to be worshipped other than the Lord of Grace?" (Verses 40-45)
Diese Aussage wird im Koran mehrfach wiederholt, um den Propheten zu trösten und das Wesen von Rechtleitung und Irrtum zu erklären, wobei beides dem Willen Gottes zugeschrieben wird. Sie gehören zu der Aufgabe, die den Gesandten Gottes übertragen wurde, (Friede sei mit ihnen allen). Hier zieht die Sure klare Grenzen zwischen der begrenzten Macht des Menschen, selbst in ihrer stärksten Form, wie sie den Propheten gegeben wurde, und der freien und uneingeschränkten Macht Gottes. Sie betont die Einheit Gottes in einem der eindrucksvollsten Bilder des Korans.
This point is repeated several times in the Qur’an to comfort the Prophet and to explain the nature of guidance and error, attributing them both to God’s will. They are part of the task assigned to God’s messengers, (peace be upon them all). Here the surah puts clear lines between man’s limited power, even at its strongest level given to prophets, and God’s free and unrestricted power. It emphasizes God’s oneness in one of the most inspiring images in the Qur’an.
Das alte Argument
The Same Old Argument
Die Sure tröstet den Propheten weiterhin angesichts der Einwände, die die Häuptlinge seines Volkes gegen Gottes Wahl ihn als Gesandten erhoben haben – Menschen, die die falschen Werte dieser gegenwärtigen Welt hochhielten. In diesem Zusammenhang erzählt die Sure eine Episode aus der Geschichte Moses', die zeigt, wie Pharao und sein Volk ebenfalls dieselben Werte hochhielten.
The surah continues to console the Prophet in the face of the objections raised about Gods choice of him as the messenger by the chiefs of his people, people who upheld the false values of the present world. In this context, the surah relates an episode from Moses’ history depicting how Pharaoh and his people also upheld the same values.
Die Ältesten der Quraisch sagten: „Warum wurde dieser Koran nicht einem großen Mann aus den beiden Städten offenbart?“* (Vers 31) Einst war Pharao stolz auf seine Macht und sein Königreich und fragte hochmütig: „Gehört mir nicht das Königreich Ägypten, mit all diesen Flüssen, die zu meinen Füßen fließen? Seht ihr es nicht?“* (Vers 51) Stolz und überheblich wies er auf Moses, den Propheten und Gesandten Gottes, der weder großen irdischen Reichtum noch eine hohe Stellung besaß, und sprach:
The Quraysh elders said: “Why was not this Qur'an revealed to some great man of the two cities?* (Verse 31) In former times, Pharaoh took pride in his power and kingdom, arrogantly asking: “Is the kingdom of Egypt not mine, with all these rivers flowing at my feet? Do you not see?* (Verse 51) Proud and arrogant, he pointed to Moses, Gods prophet and messenger, who had no great worldly wealth or position, and said:
„Bin ich nicht besser als dieser verachtenswerte Wicht, der sich kaum verständlich ausdrücken kann?“* (Vers 52) Auch Pharao machte einen ähnlichen Vorschlag wie die ungläubigen Quraisch: „Warum wurden ihm keine goldenen Armreifen gegeben? Warum sind keine Engel gekommen, um ihn zu begleiten?“* (Vers 53) Es klingt wie eine Musikaufnahme, die immer wieder abgespielt wird.
“Am I not better than this contemptible wretch who can hardly make his meaning clear?* (Verse 52) Pharaoh also made a suggestion similar to the unbelieving Quraysh: “ Why have no bracelets of gold been given to him? Why have no angels come to accompany him?* (Verse 53) It sounds like a musical recording, played over and over again.
Die Sure zeigt, wie die verblendeten Massen reagierten, trotz der Wunder, die Mose gezeigt wurden, und der Prüfungen, denen sie unterworfen wurden.
The surah shows how the deluded masses responded, despite the miracles shown by Moses and the tests to which they were subjected.