Saba (Saba)
Saba (Sheba)
Prolog
Prologue
Diese Sure, eine Offenbarung aus Makkah, behandelt die zentralen Themen des Glaubens: den Glauben an die Einheit Gottes, die Offenbarung des Qur’ān und die Wahrheit der Auferstehung. Die Sure legt außerdem die richtige Sicht auf eine Reihe grundlegender Werte dar, die mit diesen Themen zusammenhängen. Sie macht deutlich, dass Glaube und gute Taten, nicht Reichtum und Nachkommen, die Grundlage für das endgültige Urteil Gottes bilden. Sie stellt klar, dass keine Macht jemanden vor der Strafe Gottes schützen kann und dass keine Fürsprache nützt, außer Er billigt sie.
This sūrah, a Makkan revelation, tackles the main themes of faith: belief in God’s oneness, the revelation of the Qur’ān and the truth of resurrection. The sūrah also provides the correct view of a number of essential values related to these themes. It makes clear that faith and good action, rather than wealth and offspring, form the basis of the ultimate judgement by God. It clearly states that no power can protect anyone against God’s punishment and no intercession is of any use unless He approves it.
Der Hauptschwerpunkt der Sure liegt auf der Frage der Auferstehung und der Vergeltung sowie auf Gottes grenzenlosem, umfassendem und genauem Wissen. Diese beiden eng miteinander verflochtenen Themen werden immer wieder aufgegriffen, in verschiedenen Stilen und Herangehensweisen, und ziehen sich von Anfang bis Ende durch die Sure. So finden sich zur Auferstehung:
The main emphasis in the sūrah is on the question of resurrection and reward, as well as God’s limitless, comprehensive and accurate knowledge. These two closely intertwined topics are raised time after time, in a variety of styles and approaches, and are diffused through the sūrah from start to finish. Thus on resurrection we have:
„Die Ungläubigen sagen: ‚Niemals wird die Stunde über uns kommen!‘ Sprich: ‚Doch, bei meinem Herrn, sie wird gewiss über euch kommen.‘“ (Vers 3) Und zum Thema Belohnung stellt die Sure gleich zu Beginn fest: „Damit Er jene belohnt, die glauben und rechtschaffene Taten vollbringen. Ihnen wird Vergebung und ehrenvolle Versorgung zuteil.“ (Vers 4)
“The unbelievers say: ‘Never shall the Last Hour come upon us!’ Say: ‘Yes, by my Lord, it shall most certainly come to you.’’’ (Verse 3) And on reward the sūrah makes this early statement: “He may reward those who believe and do righteous deeds. It is they who shall have forgiveness and generous provisions.” (Verse 4)
Dasselbe Thema wird ein wenig später erneut aufgegriffen: „Die Ungläubigen sagen: Sollen wir euch einen Mann zeigen, der euch verkündet, dass ihr, wenn ihr völlig zerfetzt worden seid, in einer neuen Schöpfung wieder ins Leben gerufen werdet? Hat er eine Lüge über Gott erfunden, oder ist er ein Wahnsinniger?‘ Nein! Diejenigen, die nicht an das Leben im Jenseits glauben, werden die Qual erleiden, denn sie sind weit in die Irre gegangen“ (Verse 7-8).
This same theme is raised again a little later on: “The unbelievers say: Shall we point out to you a man who will tell you that, when you have been utterly torn into pieces, you shall he restored to life in a new act of creation? Has he invented a lie about God, or is he a madman?’ No! It is those who do not believe in the life to come who shall be suffering torment as they have gone far in error” (Verses 7-8)
Die Sure stellt außerdem eine Reihe von Szenen aus dem Tag des Gerichts dar und zeigt, wie die Ungläubigen für ihre Ablehnung der Wahrheit zurechtgewiesen werden, sowie Bilder der Strafe, die sie zu leugnen pflegten oder an der sie starke Zweifel äußerten: „Wenn du nur sehen könntest, wie die Frevler vor ihren Herrn gestellt werden, wobei sie einander Vorwürfe machen! Diejenigen unter ihnen, die auf Erden schwach waren, werden zu jenen, die sich für groß hielten, sagen: ‚Wäre es nicht um euretwillen gewesen, wir wären gewiss Gläubige gewesen.‘ Diejenigen, die sich für groß hielten, werden zu den Schwachen sagen: ‚Waren wir es, die euch davon abgehalten haben, der Rechtleitung zu folgen, nachdem sie euch zuteilgeworden war? Nein, vielmehr wart ihr selbst schuldig.‘ Die Schwachen werden denen, die sich für groß hielten, erwidern: ‚Nein, es war eure List bei Nacht und bei Tag, als ihr uns befahlt, nicht an Gott zu glauben und Ihm Gleichgestellte beizugesellen.‘ Wenn sie die Strafe sehen, die auf sie wartet, werden sie alle tiefe und uneingeschränkte Reue empfinden.“
The sūrah also portrays a number of scenes from the Day of Judgement, showing how unbelievers are rebuked for their rejection of the truth as well as images of the punishment they used to deny or express strong doubts about: “If only you could see how the wrongdoers shall be made to stand before their Lord, hurling reproaches at one another. Those of them who were weak on earth will say to those who had deemed themselves mighty: ‘Had it not been for you, we would certainly have been believers.’ The ones who deemed themselves mighty will say to those who were weak: ‘Was it we who prevented you from following right guidance after it had been given you? No. It was you who were guilty’ Those who were weak will reply to those who deemed themselves mighty: No. It was your scheming, night and day, ordering us to disbelieve in God and to set up equals to Him.’ When they see the punishment awaiting them, they will all harbour utter and unmitigated remorse.
Wir werden den Ungläubigen Ketten um den Hals legen. Sollen sie für nichts anderes vergolten werden als für das, was sie getan haben?“ (Verse 31–33)
We shall put chains round the necks of the unbelievers. Are they to be requited for anything other than what they did?” (Verses 3 1-33)
Wiederum werden solche Szenen an verschiedenen Stellen der Sure dargestellt, auch in ihrem Schluss: „Wenn du doch sehen könntest, wie sie erschrecken, ohne dass sie entkommen könnten; denn sie werden von einem nahen Ort aus ergriffen werden. Sie werden sagen: ‚Wir glauben daran‘, doch wie sollten sie es aus so großer Ferne erlangen, wo sie es doch zuvor alle verleugnet hatten. Sie warfen aus der Ferne Spott auf das, was verborgen ist. Zwischen ihnen und allem, was sie begehren, wird eine Schranke errichtet, so wie es zuvor mit ihresgleichen geschah. Sie befanden sich in verwirrendem Zweifel.“ (Verse 51–54)
Again such scenes are portrayed at various places in the sūrah, including its conclusion: “If you could but see when they are seized by terror, with nowhere to escape; for they will have been seized from a place nearby. They will say: ‘We do believe in it,’ but how could they attain it from so far away, seeing that they had at first denied it all. They used to cast scorn from far away on what is imperceptible. A barrier will be set between them and all that they desire, just as was done with their kind before. They were lost in perplexing doubt.” (Verses 51-54)
Zum Thema von Gottes Wissen, seinem Umfang und seiner Vollkommenheit lesen wir gleich zu Beginn: {Er weiß, was in die Erde eingeht und was aus ihr herauskommt, und was vom Himmel herabsteigt und was zu ihm emporsteigt.} (Vers 2) Und in einem Kommentar zu denjenigen, die den Tag des Gerichts leugnen, sagt die Sure: {Sprich: "Ja, bei meinem Herrn, er wird gewiss zu euch kommen. Er ist es, der alles kennt, was dem menschlichen Erkennen verborgen ist."}
On the theme of God’s knowledge and its extent and fullness, we read at the outset: He knows all that goes into the earth and all that comes out of it; all that descends from the skies and all that ascends to them.” (Verse 2) And in a comment on those who deny the Day of Judgement, the sūrah says: “Say: ‘Yes, by my Lord, it shall most certainly come to you. It is He who knows all that lies beyond the reach of human perception.
„Nicht ein Atomgewicht im Himmel oder auf Erden entgeht Ihm; und es gibt nichts Kleineres oder Größeres, das nicht in einem deutlichen Buch verzeichnet wäre.“ (Vers 3) Dies wird gegen Ende der Sure noch bekräftigt, wo es heißt: „Sprich: Mein Herr schleudert die Wahrheit hinab. Er kennt all das, was jenseits der Wahrnehmung der Menschen liegt.“ (Vers 48)
Not an atom’s weight in the heavens or the earth escapes Him; nor is there anything smaller or larger but is recorded in a clear book.” (Verse 3) This is further confirmed towards the sūrah’s end where it states: “Say: My Lord hurls forth the truth. He has full knowledge of all that is beyond the reach of people’s perception.” (Verse 48)
Zum Thema der Einheit Gottes beginnt die Sure mit dem Lobpreis Gottes, „Ihm gehört alles, was in den Himmeln und auf der Erde ist; und Ihm gebührt das Lob auch im Jenseits. Er ist der Weise, der Allkundige“ (Vers 1). Die Sure fordert sie erneut heraus, was die Gottheiten betrifft, die sie als Teilhaber Gottes ausgeben: „Sprich: Ruft doch diejenigen an, die ihr neben Gott als Teilhaber wähnt. Sie besitzen nicht einmal das Gewicht eines Stäubchens, weder in den Himmeln noch auf der Erde, und sie haben keinen Anteil an beidem, und Er hat unter ihnen keinen Helfer“ (Vers 22).
On the theme of God’s oneness, the sūrah begins with praising God “to whom belongs all that is in the heavens and the earth; and to Him will be due all praise in the life to come. He is truly wise, All-Aware.” (Verse 1) The sūrah again challenges them with regard to the deities they allege to be God’s partners: “Say: Call upon those whom you imagine to be partners with God. They do not have even an atom’s weight of authority either in the heavens or the earth, nor have they any share in either, nor does He have any helper from among them.” (Verse 22)
In einer der Szenen, die der Sure vom Jüngsten Tag zeigt, wird auf ihre Verehrung von Engeln und Dschinn Bezug genommen: „An dem Tag, an dem Er sie alle versammeln wird, wird Er zu den Engeln sprechen: ‚Waren es etwa diese, die diese Menschen verehrt haben?‘ Sie werden antworten: ‚Unermesslich bist Du in Deiner Herrlichkeit! Du allein bist unser Beschützer, nicht sie. Vielmehr haben sie die Dschinn verehrt, und die meisten von ihnen glaubten an sie.‘“ (Verse 40-41) Sie widerlegt deren Vorstellungen von der Fürsprache der Engel zu ihren Gunsten: „Vor Ihm nützt keine Fürsprache, außer von demjenigen, dem Er die Erlaubnis dazu gegeben hat. Wenn der Schrecken von ihren Herzen genommen ist, werden sie [einander] fragen: ‚Was hat euer Herr angeordnet?‘ Sie werden antworten: ‚Die Wahrheit. Er ist der Erhabene, der Größte.‘“ (Vers 23) Im Zusammenhang mit ihrer Verehrung der Dschinn wird Salomo erwähnt und wie die Dschinn in seinen Dienst gestellt wurden. Hervorgehoben wird die Tatsache, dass sie nicht erkennen konnten, dass er tot war: „Als Wir seinen Tod beschlossen, wies sie nichts auf seinen Tod hin außer einem Erdwurm, der an seinem Stab nagte. Und als er zu Boden fiel, erkannten die Dschinn deutlich, dass sie, hätten sie die Wirklichkeit verstanden, die über ihre Wahrnehmung hinausging, nicht in erniedrigender Knechtschaft geblieben wären.“ (Vers 14)
In one of the scenes it portrays of the Day of Judgement, the sūrah refers to their worship of angels and jinn: “On the day He gathers them all together, He will say to the angels: ‘Was it you that these people worshipped?’ They will answer: ‘Limitless are You in Your glory! You alone are our patron, not they. In fact they worshipped the jinn and most of them believed in them.” (Verses 40-41) It refutes their ideas about intercession by the angels on their behalf: “Before Him, intercession is of no avail, except by one to whom He may have granted permission. When the terror is lifted from their hearts, they will ask [one another]: ‘What has your Lord ordained?’ They will answer: ‘The truth. He is the Most High, the Supreme.” (Verse 23) In connection with their worship of the jinn mention is made of Solomon and how the jinn were placed in his service. It highlights the fact that they were unable to realize that he was dead: “When We decreed his death, nothing showed them that he was dead except an earthworm that gnawed away at his staff And when he fell to the ground, the jinn saw clearly that, had they understood the reality which was beyond [their] perception, they would not have remained in humiliating servitude.” (Verse 14)
Zum Thema der Offenbarung der Botschaft Gottes berichtet die Sure: „Die Ungläubigen sagen: Wir werden niemals an diesen Koran glauben, noch an die früheren Offenbarungen.“ (Vers 31) „Wenn Unsere Offenbarungen ihnen in aller Klarheit vorgetragen werden, sagen sie: ‚Das ist nur ein Mensch, der euch von dem abbringen will, was eure Vorväter verehrten.‘ Sie sagen auch: ‚Das ist nichts als eine erfundene Lüge.‘ Wenn die Wahrheit zu ihnen kommt, sagen die Ungläubigen: ‚Das ist doch nur reine Zauberei.‘“ (Vers 43) Die Sure gibt eine entschiedene Antwort: „Diejenigen, die mit Wissen ausgestattet sind, wissen wohl, dass das, was dir von deinem Herrn offenbart wurde, tatsächlich die Wahrheit ist und dass es auf den Weg führt, der zu dem Allmächtigen, dem Lobwürdigen, führt.“ (Vers 6) „Wir haben dich zu allen Menschen gesandt, damit du ihnen frohe Botschaft bringst und sie warnst; doch die meisten Menschen begreifen nicht.“ (Vers 28)
On the theme of the revelation of God’s message, the sūrah reports: “The unbelievers say: We will never believe in this Qur’ān, nor in any earlier revelations.” (Verse 31) “When Our revelations are recited to them in all their clarity, they say: ‘This is but a man who wants to turn you away from what your forefathers worshipped.’ They also say: ‘This is nothing but an invented falsehood’ Furthermore, when the truth comes to them, the unbelievers will say: ‘This is just plain sorcery.” (Verse 43) The sūrah issues a decisive reply: “Those who are endowed with knowledge are well aware that what has been revealed to you by your Lord is indeed the truth, and that it guides to the way that leads to the Almighty, the One to whom all praise is due.” (Verse 6) “We have sent you to all mankind so that you bring them good news and give them warning; but most people do not understand” (Verse 28)
Zur Frage der anzuwendenden Maßstäbe bietet die Sure folgende Verse dar:
On the question of the values to be applied, the sūrah proffers the following verses:
„Sooft Wir einen Warner zu einer Gemeinschaft gesandt haben, sagten deren Wohlhabende: ‚Wir glauben nicht an die Botschaft, mit der ihr gesandt worden seid.‘ Sie sagen auch: ‚Wir sind reicher an Besitz und haben mehr Kinder. Wir werden sicherlich nicht bestraft werden.‘ Sprich: Mein Herr gibt reichlich oder bemisst knapp, wem Er will; doch die meisten Menschen begreifen es nicht.‘ Weder euer Reichtum noch eure Kinder können euch Uns näherbringen; nur wer glaubt und Rechtschaffenes tut [kommt Uns nahe]. Diesen wird der vielfache Lohn für all das zuteilwerden, was sie getan haben. Sie werden sicher in den Wohnstätten des Paradieses wohnen; wer aber gegen Unsere Zeichen ankämpft und ihr Vorhaben zunichtezumachen sucht, der wird der Qual überantwortet werden.“ (Verse 34-38) Die Sure führt einige geschichtliche Beispiele an: Sie nennt David und seine Familie, die ihre Dankbarkeit für die Gunst Gottes bewiesen, und stellt ihnen die Leute von Saba gegenüber, die gänzlich undankbar waren. Was mit beiden Gemeinschaften geschah, war allgemein bekannt und bestätigt die Verheißungen und Warnungen Gottes.
“Whenever We sent a warner to any community, those of them who lived in luxury said: ‘We do not believe in the message with which you have been sent.’ They also say: ‘Richer than you are we in wealth, and we have more children. We certainly are not going to be made to suffer.’ Say: My Lord gives in abundance, or gives in scant measure, to whomever He wills; but most people do not understand’ It is neither your riches nor your children that can bring you nearer to Us: only he who believes and does what is right [comes near to Us]. To these multiple reward will be given for all that they have done. They will dwell in safety in the mansions of paradise; whereas all who strive against Our revelations, seeking to defeat their purpose, shall be given over to suffering.” (Verses 34-38) The sūrah gives some historical examples, citing David and his household who demonstrated their gratitude for God’s favours and contrasting this with the people of Sheba who were totally ungrateful. What happened to both communities was well known, confirming God’s promises and warnings.
Alle mekkanischen Sūren behandeln diese Themen, doch in jeder Sure werden sie vor einem besonderen kosmischen Hintergrund dargestellt. Tatsächlich wird dieses Thema von verschiedenen Einflüssen begleitet, die wir jedes Mal als neu empfinden. Der Hintergrund in der vorliegenden Sure ist der weite Raum von Himmel und Erde, das gewaltige, unergründliche Reich, das jenseits unserer Wahrnehmung liegt, die grenzenlose Ebene, auf der sich am Tag des Gerichts die Versammlung einfindet, die inneren Tiefen der menschlichen Seele sowie eine Reihe erstaunlicher historischer Szenen. Jede hat ihre klare Botschaft für unsere Herzen und sorgt dafür, dass wir wachsam bleiben. Gleich zu Beginn der Sure werden wir mit diesem weiten universalen Raum und dem grenzenlosen Wissen Gottes vertraut gemacht: „Er weiß, was in die Erde eingeht und was aus ihr hervorkommt, was vom Himmel herabkommt und was zu ihm emporsteigt … Die Ungläubigen sagen: ‚Niemals wird die Stunde über uns kommen!‘ Sprich: ‚Doch, bei meinem Herrn, sie wird gewiss über euch kommen. Er ist es, der das kennt, was jenseits der menschlichen Wahrnehmung liegt. Nicht ein Atomgewicht im Himmel oder auf der Erde entgeht Ihm; und es gibt nichts Kleineres oder Größeres, das nicht in einem deutlichen Buch verzeichnet wäre.‘“ (Verse 2–3)
All Makkan sūrahs tackle these topics, but in each sūrah they are portrayed against a special cosmic background. Indeed, this theme is accompanied by diverse influences that we feel to be new each time. The background in the present sūrah is the wide space of the heaven and earth, the awesome, unfathomable realm that lies beyond the reach of our perception, the limitless plateau where the gathering takes place on the Day of Judgement, the inner depths of the human soul, and a number of amazing historical scenes. Each has its clear message for our hearts, ensuring we remain alert. At the very beginning of the sūrah we are introduced to this broad universal expanse and God’s limitless knowledge: “He knows all that goes into the earth and all that comes out of it; all that descends from the skies and all that ascends to them... The unbelievers say: Never shall the Last Hour come upon us!’ Say: ‘Yes, by my Lord, it shall most certainly come to you. It is He who knows all that lies beyond the reach of human perception. Not an atom’s weight in the heavens or the earth escapes Him; nor is there anything smaller or larger but is recorded in a clear book.” (Verses 2-3)
Diejenigen, die die Auferstehung und das Jenseits leugnen, werden vor gewaltigen himmlischen Katastrophen gewarnt: „Betrachten sie denn nicht, wie viel vom Himmel und von der Erde offen vor ihnen liegt und wie viel ihnen verborgen bleibt? Wenn Wir wollten, könnten Wir die Erde sie verschlingen lassen oder Bruchstücke des Himmels auf sie herabfallen lassen. Darin liegt ein Zeichen für jeden dienenden Diener Gottes, der sich Ihm reuevoll zuwendet.“ (Vers 9) Demgegenüber werden jene, die Engel oder Dschinn verehren, mit einer furchterregenden Szene konfrontiert: „Vor Ihm nützt keine Fürsprache, außer von demjenigen, dem Er die Erlaubnis gegeben hat. Wenn der Schrecken von ihren Herzen gewichen ist, werden sie [einander] fragen: ‚Was hat euer Herr angeordnet?‘ Sie werden antworten: ‚Die Wahrheit. Er ist der Erhabene, der Höchste.‘“ (Vers 23) Alternativ werden sie am Tag der Auferstehung dem Engel gegenübergestellt, wenn keinerlei Einwand oder Zweideutigkeit zugelassen wird: „An dem Tag, an dem Er sie alle versammelt, wird Er zu den Engeln sprechen:
Those who deny resurrection and the hereafter are warned against great celestial catastrophes: “Do they not consider how much of the sky and the earth lies open before them and how much lies hidden from them? If We so willed, We could cause the earth to swallow them, or cause fragments of the sky to fall upon them. In all this, there is a sign for every servant of God turning to Him in repentance.” (Verse 9) On the other hand, those who worship angels or jinn are faced with an awesome scene: “Before Him, intercession is of no avail, except by one to whom He may have granted permission. When the terror is lifted from their hearts, they will ask [one another]: ‘What has your Lord ordained?’ They will answer: ‘The truth. He is the Most High, the Supreme.’“ (Verse 23) Alternatively, they are placed face to face with the angel on the Day of Resurrection when no argument or ambiguity is allowed: “On the day He gathers them all together, He will say to the angels:
„Waren Sie es, den diese Menschen verehrten?“ (Vers 40)
Was it you that these people worshipped?” (Verse 40)
Diejenigen, die den Propheten Muhammad leugneten, indem sie ihm vorwarfen, Lügen zu erdichten, oder behaupteten, er sei wahnsinnig, werden vor ihre eigene Natur gestellt, wenn sie frei von fremden Einflüssen ist: „Sprich: Ich ermahne euch zu einer einzigen Sache: Tretet vor Gott, paarweise oder einzeln, und denkt nach:
Those who denied the Prophet Muĥammad, accusing him of fabricating lies or alleging that he was mad are put before their own nature when it is free of alien influences: “Say: I counsel you one thing: stand before God, in pairs or singly, and think:
„Euer Gefährte [Muḥammad] ist nicht besessen. Er ist nur ein Warner für euch vor einer furchtbaren Strafe, die bevorsteht.“ (Vers 46)
there is no madness in your Companion [Muĥammad]. He is only a warner to you of awesome suffering to come.” (Verse 46)
So bringt die Sure unsere Herzen zu solchen Horizonten und entfaltet einige inspirierende Einflüsse. Zuletzt schließt sie mit einer eindrucksvollen Szene des Jüngsten Gerichts.
Thus the sūrah takes our hearts to such horizons and brings into play some inspiring influences. Finally, it concludes with a powerful scene of the Day of Judgement.
Das Lob Gottes bildet den Anfang der Sure, wobei einige Seiner Eigenschaften genannt werden, wie etwa, dass Ihm die Herrschaft in den Himmeln und auf der Erde gehört, dass Ihm im Jenseits Lob gebührt, dass Er weise ist und das vollkommene Wissen über alles besitzt, was im Universum geschieht. Ferner wird die Leugnung der Stunde durch die Ungläubigen erwähnt sowie Gottes nachdrückliche Antwort, dass sie gewiss kommen wird. Die Sure stellt außerdem klar, dass nicht ein Atomgewicht im gesamten Universum Gottes Wissen entgeht. Dadurch wird sichergestellt, dass Gottes Vergeltung an allen, Gläubigen wie Ungläubigen, auf genauem und vollständigem Wissen über alle Umstände und Gegebenheiten beruhen wird. In diesem einleitenden Teil stellt die Sure fest, dass jene, die mit Weisheit ausgestattet sind, bestätigen, dass das, was Gott Seinem Gesandten offenbart hat, die Wahrheit ist. Sie hält fest, dass die Ungläubigen den Gedanken der Auferstehung befremdlich finden. Sie widerlegt ihre Argumente und sagt ihnen, dass sie infolge ihres weiten Irrtums leiden. Sie warnt sie, dass sie von der Erde verschlungen werden könnten oder dass der Himmel über ihnen einstürzen könnte. Mit diesem Gedanken endet der erste Teil der Sure.
Praise of God forms the beginning of the sūrah, identifying some of His attributes, such as having dominion in the heavens and earth, receiving praise in the hereafter, wisdom and full knowledge of all that takes place in the universe. It also mentions the unbelievers’ denial of the Last Hour and God’s emphatic reply that it will certainly come. Again the sūrah states that not an atom’s weight in the whole universe escapes God’s knowledge, which will ensure that God’s requital o all, believers and unbelievers, will be based on accurate and full knowledge of all situations and circumstances. In this early part, the sūrah states that those who are endowed with wisdom confirm that what God has revealed to His Messenger is the truth. It states that the unbelievers find the idea of resurrection strange, refuting their arguments and telling them that they suffer as a result of being far in error. It warns them that they could be swallowed up by the earth or that the skies could fall apart on them. On this note, the first part of the sūrah ends.
Der zweite Teil beleuchtet einige Aspekte der Geschichte Davids und seines Hauses, die alle sehr dankbar für Gottes Gunst waren. Gott stellte zahlreiche Kräfte in den Dienst Davids und Salomos, und sie erkannten Gottes Gunst an und empfanden keinen persönlichen Stolz darauf. Eine dieser Kräfte waren die Dschinn, die von manchen Götzendienern verehrt werden. Diese Dschinn befragten sie häufig zu Fragen, die das Reich jenseits unserer Wahrnehmung betreffen, doch die Dschinn wissen nichts von diesem Reich.
The second part highlights some aspects of the history of David and his household, who were all very grateful for God’s favours. God placed at the command of David and Solomon numerous powers, and they acknowledged God’s favours, taking no personal pride in them. One of these powers was the Jinn who are worshipped by some idolaters. They often consulted such Jinn over questions relating to the realm beyond our perception, but the Jinn know nothing of this realm.
In der Geschichte Salomos, wie sie in dieser Sure überliefert ist, verrichteten die Dschinn auch nach seinem Tod weiterhin einige harte und niedere Arbeiten für ihn, ohne dass sie davon wussten.
In Solomon’s story, as related in this sūrah, the Jinn continued to do some hard and menial jobs for him even after his death, of which they continued to be unaware.
Im Gegensatz zu dieser Dankbarkeit für Gottes Gunstbezeugungen steht die völlige Undankbarkeit, wie sie an den Leuten von Saba verkörpert ist. Daher: „Wir machten sie zu einer Geschichte und zerstreuten sie in alle Länder.“ (Vers 19) Sie verdienten dieses Ende, weil sie dem Satan gehorchten, obwohl er keine Macht über sie hatte. Mit anderen Worten: Sie ließen sich willentlich von ihm in die Irre führen.
Contrasted with this gratitude for God’s favours, is that of total ingratitude as represented by the people of Sheba. Therefore, “We caused them to become a tale, and scattered them throughout the land.” (Verse 19) They deserved this end because they did Satan’s bidding, even though he had no power over them. In other words, they willingly allowed him to lead them astray.
Der dritte Teil fordert die Götzendiener heraus, ihre vermeintlichen Gottheiten anzurufen, und sagt ihnen, dass diese „nicht einmal ein Atomgewicht an Macht besitzen, weder in den Himmeln noch auf der Erde, und dass sie an keinem von beiden Anteil haben; und Er hat unter ihnen auch keinen Helfer.“ (Vers 22) Keine dieser falschen Gottheiten kann bei Gott für irgendjemanden Fürsprache einlegen, auch dann nicht, wenn es Engel wären, denn die Engel stehen in Ehrfurcht vor Gott, tun, was Er ihnen aufträgt, und sprechen nicht, bis ihnen die Erlaubnis gegeben wird. Wie ihm aufgetragen, fragt der Prophet ﷺ sie, wer sie aus den Himmeln und der Erde versorgt, wo doch Gott die Herrschaft über beide innehat? Er allein, und niemand sonst, versorgt sie und alle anderen Geschöpfe. Der Prophet ﷺ überlässt dann die Angelegenheit zwischen sich und ihnen Gott zum Urteil. Dieser Teil der Sure endet mit einer ähnlichen Herausforderung wie derjenigen, mit der er begann: „Sprich: Zeigt mir diejenigen, die ihr als Seine Teilhaber beansprucht. Keineswegs! Er allein ist Gott, der Allmächtige, der Weise.“ (Vers 27)
The third part challenges the idolaters to invoke their alleged deities, and tells them that these “do not have even an atom’s weight of authority either in the heavens or the earth, nor have they any share in either, nor does He have any helper from among them.” (Verse 22) None of these false deities can intercede with God on anyone’s behalf, not even if they were angels, for angels stand in awe of God, do His bidding and do not talk until they are reassured. As instructed, the Prophet asks them who provides their sustenance out of the heavens and the earth, when it is God who has dominion over both? He, and no one else, provides for them and for all other creatures. The Prophet then leaves the matter between himself and them to God for judgement. This part of the sūrah ends with a similar challenge to that with which it began: “Say: Show me those whom you allege to be partners with Him. Nay! He alone is God, the Almighty, the Wise.’“ (Verse 27)
Zusammen behandeln der vierte und der fünfte Teil die Frage der Offenbarung der Botschaft Gottes und die Haltung der Ungläubigen ihr gegenüber. Sie sprechen davon, wie die Wohlhabenden jeden Ruf zum Glauben betrachten und wie sie mit ihrem Reichtum und ihren Kindern prahlen. Diese beiden Teile legen dar, dass Glaube und gute Taten die grundlegenden Kriterien für die Belohnung sind. Hier werden mehrere Szenen gezeigt, die das unterschiedliche Schicksal der Gläubigen und der Ungläubigen darstellen, in denen wir sehen, wie die Anführer ihre Gefolgsleute verleugnen und die Engel sich von denjenigen lossagen, die sie verehrt haben. Zwischen diesen Szenen fordert die Sure die Ungläubigen auf, sich auf ihre eigene Natur zu besinnen und ihre Antworten dort zu suchen, frei von all dem Aufsehen, das sie um den Gesandten Gottes machen. Sie erinnert sie daran, dass sie für die Anschuldigungen, die sie gegen ihn erheben, keinerlei Beweis haben, da er keinen Lohn verlangt und ihnen nichts Falsches sagt. Jeder dieser beiden Teile schließt mit einer Szene vom Tag der Auferstehung. Schließlich endet die Sure mit einer Reihe kurzer Verse, die durch einen kraftvollen, schnellen Rhythmus gekennzeichnet sind: „Sprich: Mein Herr schleudert die Wahrheit hervor.“
Together the fourth and fifth parts tackle the question of the revelation of God’s message and the unbelievers’ attitude towards it. They speak about how the affluent view every call to faith, and how they show pride in their wealth and children. These two parts establish the fact that faith and good actions are the basic criteria for reward. Several scenes are shown here of the different fates of the believers and unbelievers, in which we see the leaders disowning their followers and the angels disassociating themselves from those who worshipped them. In between these scenes, the sūrah calls on the unbelievers to resort to their own nature, seeking its answers free from all the fuss they create about God’s Messenger. It reminds them that they have no evidence for the accusations they level at him, when he asks them for no reward and tells them no lie. Each of these two parts is concluded with a scene from the Day of Resurrection. Then, finally, the sūrah ends with a run of short verses that are characterized by a powerful, fast rhythm: “Say: My Lord hurls forth the truth.
„Er kennt alles Verborgene, das den Menschen unzugänglich ist.“ Sprich: „Die Wahrheit ist nun gekommen. Das Falsche erschafft nichts Neues und stellt nichts wieder her.“ Sprich: „Sollte ich irregehen, so gehe ich nur zu meinem eigenen Schaden irre. Folge ich aber der rechten Leitung, so geschieht dies durch das, was mir mein Herr offenbart. Er ist der Allhörende, der Nahe.“ Könntest du doch sehen, wenn sie vom Schrecken gepackt werden und kein Entrinnen finden, denn sie werden von einem nahen Ort aus ergriffen.“ (Verse 48–51)
He has full knowledge of all that is beyond the reach of people’s perception.’ Say: ‘The truth has now come. Falsehood neither creates anything new, nor restores anything.’ Say: ‘Were I to go astray, I would but go astray to the loss of myself But if I am on the right path, it is through what my Lord reveals to me. He is All-Hearing, ever-near’ If you could but see when they are seized by terror, with nowhere to escape; for they will have been seized from a place nearby.” (Verses 48-51)