Fatir Der Urheber (Der lauernde Feind) 4-8
Fatir The Originator ( The Lurking Enemy ) 4-8
Wenn sie dich der Lüge bezichtigen, so wurden schon Gesandte vor dir ebenso der Lüge bezichtigt. Zu Gott kehrt alles zurück. (4)
If they accuse you of lying, other messengers, who had gone before you, were similarly accused. It is to God that all things return. (4)
Leute! Gottes Versprechen ist wahrlich wahr. Darum lasst euch nicht vom Leben dieser diesseitigen Welt täuschen, und lasst euch nicht durch trügerische Gedanken über Gott täuschen.
People! God’s promise is true indeed. So do not let the life of the present world delude you, and do not let deceptive thoughts about God delude you.
(5)
(5)
Satan ist dein Feind, also behandle ihn als Feind.
Satan is your enemy, so treat him as an enemy.
Er ruft seine Anhänger nur dazu auf, damit sie zu denen gehören, die dem lodernden Feuer bestimmt sind. (6)
He only calls on his followers so that they will be among those destined for the blazing fire. (6)
Für die Ungläubigen gibt es eine schwere Strafe; für diejenigen aber, die glauben und gute Werke tun, gibt es Vergebung der Sünden und einen großen Lohn. (7)
For the unbelievers there is severe suffering in store; while for those who believe and do righteous deeds there is forgiveness of sins and a great reward. (7)
Wie steht es mit demjenigen, dessen böse Taten ihm so verlockend erscheinen, dass er sie für gut hält? Gott lässt in die Irre gehen, wen Er will, so wie Er leitet, wen Er will. Darum soll dein Herz nicht über sie in Trauer vergehen. Gott weiß wohl um alles, was sie tun. (8)
How about the one whose evil deeds seem alluring to him so as to regard them as good? God lets go astray him that wills [to go astray], just as He guides him that wills [to be guided]. Therefore, do not waste yourself sorrowing for them. God has full knowledge of all that they do. (8)
Überblick
Overview
Im ersten Abschnitt wurden drei grundlegende Wahrheiten des islamischen Glaubens hervorgehoben: die Einheit Gottes, des Schöpfers aller Dinge; die Gnade, die Er allein gewährt; und dass Er der Einzige ist, der allen Seinen Geschöpfen den Lebensunterhalt gibt. In diesem zweiten Abschnitt wendet sich die Sure an den Propheten ﷺ und tröstet ihn, denn die Ablehnung seiner Botschaft durch sein Volk und ihre falschen Anschuldigungen, er sei ein Lügner, haben ihm großen Schmerz bereitet. Sie betont, dass alle Angelegenheiten in Gottes Hand liegen. Zugleich wendet sie sich an uns alle, bestätigt, dass Gottes Versprechen ein wahres Versprechen ist, und warnt uns vor den Machenschaften Satans, die darauf abzielen, uns davon abzubringen, die bereits dargelegten grundlegenden Wahrheiten zu erkennen. Was Satan, unser erklärter Feind, will, ist, uns zur Hölle und zu ihrer Qual zu führen. Sie zeigt uns die Arten der Vergeltung, die den Gläubigen und den Ungläubigen im Jenseits erwarten. Schließlich gebietet sie dem Propheten ﷺ, sich nicht darum zu sorgen, was ihnen widerfahren mag. Sowohl der Glaube als auch die Ablehnung liegen in Gottes Hand, und Er weiß um alles, was die Menschen tun.
The first section highlighted three major truths of the Islamic faith: the oneness of God, the Creator of all; the grace that He alone bestows; and that He is the only One who provides sustenance for all His creation. In this second section, the sūrah addresses the Prophet, comforting him because his people’s rejection of his message and their false accusations of his lying caused him much pain. It stresses that all matters are in God’s hand. It also addresses us all, confirming that God’s promise is a true promise and warning us against Satan’s schemes which aim to divert us from recognizing the major truths already outlined. What Satan, our avowed enemy, wants is to lead us to hell and its torment. It shows us the types of requital that await the believers and unbelievers in the life to come. Finally it enjoins the Prophet not to worry about what might happen to them. Both belief and rejection are in God’s hand, and He knows all that people do.
Das wahre Versprechen
The True Promise
Die erste Anrede richtet sich an den Propheten: „Wenn sie dich der Lüge bezichtigen, so wurden auch Gesandte vor dir der Lüge bezichtigt. Zu Gott kehrt alle Angelegenheit zurück.“ (Vers 4) Da all diese Wahrheiten leicht und klar erkennbar sind, brauchst du dir keine Sorgen zu machen, dass sie dich der Lüge bezichtigen. Dasselbe geschah schon mit den früheren Gesandten.
The first address is aimed at the Prophet: “If they accuse you of lying, other messengers, who had gone before you, were similarly accused. It is to God that all things return.” (Verse 4) With all these truths easily and clearly recognizable, you need not worry that they accuse you of lying. The same thing happened to earlier messengers.
Alle Angelegenheiten kehren letztlich zu Gott zurück, der jedes Ende so bestimmt, wie Er es will.
All matters eventually return to God who determines every end the way He pleases.
Dann wird die Anrede allgemein gehalten, an alle Menschen gerichtet:
Then the address is made general, to all people:
Leute! Gottes Versprechen ist wahrlich wahr. Laßt euch also nicht vom diesseitigen Leben täuschen, und laßt euch nicht von trügerischen Gedanken über Gott täuschen. Satan ist euer Feind, so behandelt ihn als Feind. Er ruft nur seine Anhänger, damit sie zu denen gehören, die dem lodernden Feuer bestimmt sind. (Verse 5-6)
People! God’s promise is true indeed. So do not let the life of the present world delude you, and do not let deceptive thoughts about God delude you. Satan is your enemy, so treat him as an enemy. He only calls on his followers so that they will be among those destined for the blazing fire. (Verses 5-6)
Gottes Versprechen ist wahr: Es besteht kein Zweifel, dass es eintreten wird; es ist eine Wirklichkeit, die nicht ausbleiben wird; es ist die Wahrheit. Nichts kann bewirken, dass es verschwindet, sein Ziel verfehlt oder sich verändert.
God’s promise is true: there is no doubt that it will come; it is a reality that will not fail; it is the truth. Nothing can cause it to disappear, lose its way or change.
Dennoch kann dieses diesseitige Leben die Menschen täuschen, ebenso wie Satan. Lasst euch daher von nichts übermannen: „Lasst euch vom Leben dieser Welt nicht täuschen, und seid euch voll bewusst, was sie tun." (8)
Nevertheless this present life can delude people, as can Satan. Therefore, do not let anything get the better of you: “do not let the life of the present world delude you, and do full knowledge of all that they do. (8)
Der Schlüssel zum Bösen
The Key To Evil
Darauf folgt eine Erklärung dessen, was Menschen in die Irre führt, über das Wesen des Werkes Satans und die Tür, durch die alles Böse hereinströmt. Sie zeigt den Weg, der Menschen irreleitet, und warum ein Mensch, wenn er ihn weit gegangen ist, nicht mehr umkehren kann:
This is followed by an explanation of what makes people go astray, the nature of Satan’s work, the door through which all evil flows. It shows the route that takes people astray and why, when a person goes far along it, he cannot turn back:
Ist es denn so, dass derjenige, dessen böse Taten ihm verlockend erscheinen, sodass er sie für gut hält? Gott lässt in die Irre gehen, wen Er will, und leitet recht, wen Er will. Darum vergeude dich nicht in Kummer um sie. Gott weiß wohl, was sie tun.
How about the one whose evil deeds seem alluring to him so as to regard them as good? God lets go astray him that wills [to go astray], just as He guides him that wills [to be guided]. Therefore, do not waste yourself sorrowing for them. God has full knowledge of all that they do. (Verse 8)
„Wie steht es mit dem, dessen böse Taten ihm so verlockend erscheinen, dass er sie für gut hält?“ Dies ist der Schlüssel zu allem Bösen: Satan lässt die bösen Taten den Menschen schön erscheinen, und sie bewundern sich dann selbst für das, was sie tun. Ein solcher Mensch prüft sein Tun nicht, um zu erkennen, was richtig ist oder wo er sich geirrt hat, denn er meint, er könne nicht irren. Er ist so sehr mit der Selbstbewunderung beschäftigt, dass er nicht an Selbstkritik denkt. Es versteht sich von selbst, dass er die Rechenschaft gegenüber anderen noch weniger schätzt. Er erlaubt niemandem, ihn über irgendetwas zu befragen, was er tut, denn er empfindet es als gut und daher als über jede Kritik erhaben. Dies ist der schlimmste Fluch, den Satan über den Menschen ausspricht, und er gleicht einem Joch, das er ihm um den Hals legt und ihn weit in den Irrtum und seine unausweichlichen Folgen führt.
“How about the one whose evil deeds seem alluring to him so as to regard them as good?” This is the key to all evil: Satan makes evil deeds seem fair to people, and they will then admire themselves for what they do. Such a person will not review his work to identify what is right or where he has gone wrong, because he feels he cannot go wrong. He is so preoccupied with self-admiration that he does not give a thought to self-criticism. Needless to say, he likes accountability to others much less. He does not permit anyone to question him about anything he does, because he feels it is good and, therefore, above criticism. This is the worst curse Satan invokes on man, and can be likened to a yoke he puts around his neck taking him far into error and its inevitable results.