Die Sure bezieht sich nun auf das göttliche Gesetz hinsichtlich der Botschaften, die den Propheten übermittelt wurden, und auf die Gesandten, die sie überbrachten. Sie verweist außerdem auf einige der Zeichen, die im Schicksal mancher vergangener Generationen sichtbar wurden. Als Gesandter Gottes hat Muhammad ﷺ viele Vorgänger, und seine Botschaft ist nicht ohne Präzedenz. Daher sollten die Menschen darüber nachdenken, was jenen früheren Gemeinschaften widerfuhr, die ihren Gesandten nicht glaubten und den Glauben zurückwiesen.
The sūrah now refers to the divine law concerning the messages given to prophets who delivered them. It also refers to some of the signs shown in the fate met by some past generations. As a Messenger of God, Muĥammad has many predecessors, and his message is not without precedent. Hence people should consider what happened to earlier communities which did not believe their messengers and rejected the faith.
Ihr Schicksal liefert einige Zeichen, die für jeden Betrachter deutlich sichtbar sind.
Their fate provides some signs that are clearly visible to all beholders.
„Auch vor dir haben Wir nur Männer gesandt, denen Wir Offenbarungen eingaben, und zwar aus den Bewohnern der Städte. Sind sie denn nicht im Land umhergezogen und haben gesehen, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Gewiss, die Wohnstätte des Jenseits ist besser für jene, die gottesfürchtig sind. Wollt ihr denn nicht begreifen?“ (Vers 109)
“Even before your time, We only sent [as messengers] men to whom We gave Our revelations, choosing them from among their people. Have they not travelled the land and seen what was the end of those [unbelievers] who lived before them? Better indeed is the life to come for those who remain God-fearing. Will you not, then, use your reason?” (Verse 109)
Die Betrachtung des Schicksals früherer Gemeinschaften muss selbst die verhärtetsten Herzen erschüttern. Wir können uns ihre Bewegungen, Handlungen und Gefühle vorstellen und uns ausmalen, wie sie an diesen Orten ihren Geschäften nachgehen, von einem Ort zum anderen ziehen, voller Hoffnung, Furcht und Strebens, und zur Zukunft emporblicken. Dann, plötzlich, sind sie regungslos, all ihre Fähigkeiten und Sinne vollständig erloschen. Ihre Wohnstätten sind leblos, und sie sind fort. Alles ist zunichtegeworden. Es bleibt nichts als eine vollkommene Leere. Die Betrachtung dieser Tatsachen muss selbst das verhärteteste und grausamste Herz erschüttern. Deshalb nimmt uns der Qur’ān immer wieder bei der Hand, um uns das Schicksal früherer Gemeinschaften zu zeigen.
Reflection on the fate of former communities is bound to shake even hardened hearts. We can imagine their movements, actions and feelings, and we can paint a picture of them going about their business in these places, going from one location to another, full of hope, fear and aspiration, and looking up to the future, then suddenly they are motionless, with all their faculties and senses completely dead. Their quarters are lifeless, and they have gone. All has come to nothing. A complete void is all that is left. Reflection on these facts is bound to shake even the most hardened and cruel of hearts. Therefore, the Qur’ān takes us by the hand to show us the fate of earlier communities, time after time.
„Auch vor dir haben Wir nur Männer [als Gesandte] geschickt, denen Wir Offenbarungen eingaben und die Wir aus ihrem Volk auswählten.“ (Vers 109) Diese Gesandten waren weder Engel noch irgendeine andere Art von Geschöpf. Sie waren Menschen, genauso wie die Menschen in den Städten. Wie du waren sie nicht einmal Wüstenbewohner, damit sie sanftmütiger und mitfühlender wären und mehr Ausdauer bei der schwierigen Aufgabe zeigten, zum Glauben aufzurufen. Die Botschaft des Propheten ﷺ folgt also demselben Muster der Offenbarung, das auch anderen Gesandten gegeben wurde.
“Even before your time, We only sent [as messengers] men to whom We gave Our revelations, choosing them from among their people.” (Verse 109) These messengers were neither angels nor any other species of creature. They were human beings, just like the people of the towns. Like you, they were not even desert people, so that they would be gentler and more compassionate, showing more perseverance in the difficult task of advocating the faith. The Prophet’s message, then, follows the same pattern of revelation given to other messengers.
„Sind sie denn nicht im Land umhergereist und haben gesehen, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten [und ungläubig waren]?“ (Vers 109) Hätten sie es getan, so hätten sie erkannt, dass ihr eigenes Schicksal unweigerlich dasselbe sein wird wie das jener früheren Gemeinschaften, die ihre Gesandten verleugneten, als diese ihnen die Botschaft Gottes überbrachten. Sie hätten erkannt, dass das Muster, nach dem Gott mit früheren Gemeinschaften verfuhr, auch auf sie zutreffen wird und dass auch sie selbst bald denselben Weg gehen werden.
“Have they not travelled the land and seen what was the end of those [unbelievers] who lived before them?” (Verse 109) Had they done so, they would have realized that their own fate is bound to be the same as that of those earlier communities who denied their messengers when they conveyed to them God’s message. They would have realized that the pattern of God’s dealings with earlier communities will apply to them, and that they themselves will soon depart along the same way.
„Das Jenseits ist gewiss besser für jene, die gottesfürchtig sind." (Vers 109) Es ist unendlich besser als dieses diesseitige Leben, das seinem Wesen nach von kurzer Dauer ist. „Wollt ihr denn nicht Verstand gebrauchen?" (Vers 109) Ihr solltet euren Verstand dazu nutzen, über das nachzudenken, was den Gemeinschaften vor euch widerfahren ist, und euch davor hüten, ein ähnliches Schicksal zu erleiden. Der Verstand wird euch raten, das ewige Leben dem flüchtigen Genuss dieses Lebens vorzuziehen.
“Better indeed is the life to come for those who remain God-fearing.” (Verse 109) It is indeed infinitely better than this present life which is, by nature, a life of short duration. “Will you not, then, use your reason?” (Verse 109) You should use your reason to contemplate what happened to communities before you and guard against a similar fate. Reason will tell you to opt for the eternal life in preference to the fleeting comforts of this life.
Die Sure beschreibt dann die sehr schwere Zeit im Leben der Gesandten Gottes, die dem entscheidenden Augenblick vorausgeht, in dem sich Gottes Verheißung erfüllt und Sein Gesetz unweigerlich in Kraft tritt: „Als die Gesandten schließlich alle Hoffnung verloren und dachten, sie seien der Lüge geziehen worden, kam ihnen Unsere Hilfe, und diejenigen, die Wir retten wollten, wurden gerettet. Unsere [gewaltige] Strafe kann niemals von den Sündigen abgewendet werden.“ (Vers 110) Dies ist eine erschütternde Szene, die die großen Schwierigkeiten beschreibt, denen sich die Gesandten gegenübersehen: die Ablehnung, die anhaltenden Beleidigungen und die hochmütige Weigerung, die Wahrheit anzunehmen. Tage und Jahre vergehen, während sie weiterhin die Botschaft Gottes überbringen, aber nur auf sehr begrenzte Resonanz stoßen.
The sūrah then describes the very hard period in the life of God’s messengers, which precedes the decisive moment when God’s promise is fulfilled and His law inevitably takes effect: “When at length [Our] messengers lost all hope and thought that they were denied, Our help came to them, saving those whom We willed [to be saved]. Never can Our [mighty] punishment be averted from people who are guilty.” (Verse 110) This is a frightful scene, describing the great difficulties messengers face: the denials, persistent abuse and arrogant refusal to accept the truth. Days and years pass while they continue to convey God’s message but meet with only very limited response.
Jahre folgen auf Jahre, während Falschheit und Übel weiterhin Macht und große Anhängerschaft genießen, während die Gläubigen, die an Zahl gering sind, wenig oder gar keine Macht aufbringen.
Years follow years while falsehood and evil continue to enjoy power and large followings, while the believers who are few in number, muster little or no power.
In diesen schweren Zeiten, da das Böse seine Macht ausweitet, Tyrannei verbreitet und mit den Verfechtern der Wahrheit hart und hinterhältig umgeht, warten die Gesandten Gottes auf Sein Versprechen, doch es erfüllt sich nicht in dieser Welt. In solchen Augenblicken kommen ihnen beunruhigende Gedanken: Sind sie etwa als Lügner bezichtigt worden? Hat ihre eigene Seele sie getäuscht, als sie auf den Sieg in diesem Leben hofften? Kein Gesandter Gottes befände sich in dieser Lage, wenn er nicht einem Maß an Not, Härte, Leid und Druck ausgesetzt gewesen wäre, das kein anderer Mensch zu ertragen vermag. Ich habe nie diesen Vers gelesen, noch den anderen in Sure 2, ohne einen starken Schauder zu verspüren, wenn ich mir das Entsetzen vorzustellen versuche, das einen Gesandten Gottes solche Gedanken hegen ließe. Der Vers in Sure 2
These are difficult times when evil swells its power, spreads tyranny and deals harshly and treacherously with advocates of the truth. God’s messengers await His promise, but it is not fulfilled in this world. At these moments, disturbing thoughts occur to them: have they been belied? Have their souls deceived them when they hoped for victory in this life? No messenger of God would be in this position unless he had been exposed to a measure of distress, hardship, suffering and stress beyond the ability of any other human being to tolerate. I have never read this verse, or the other one in Sūrah 2, without feeling a strong shudder as I try to imagine the horror that would cause a messenger of God to entertain such feelings. The verse in Sūrah 2
Ihr habt den Text vergessen, den ich übersetzen soll. Bitte schickt mir den englischen Text, dann übersetze ich ihn ins Deutsche.
runs as follows:
„Glaubt ihr, ihr werdet ins Paradies eingehen, ohne dass euch dasselbe widerfahren ist wie jenen, die vor euch dahingegangen sind? Not und Drangsal traf sie, und sie wurden so heftig erschüttert, dass der Gesandte und die Gläubigen mit ihm ausriefen: ‚Wann wird die Hilfe Gottes kommen?‘ Gewiss, die Hilfe Gottes ist nahe.“ (2:214) Jedes Mal, wenn ich eine dieser beiden Verse lese, kann ich mir vorstellen, wie dieses große Grauen solche Gefühle der Verzweiflung, des Leidens und der Bedrängnis hervorrief, die einen Gesandten Gottes heftig erschütterten, seine Moral so tief sank und der Schmerz in seinem Herzen unerträglich wurde.
“Do you reckon that you will enter paradise while you have not suffered like those [believers] who passed away before you? Affliction and adversity befell them, and so terribly shaken were they that the Messenger and the believers with him would exclaim, ‘When will God’s help come?’ Surely, God’s help is close at hand.” (2: 214) Every time I read either of these two verses I could imagine this great horror giving rise to such feelings of despair, affliction and distress violently shaking a messenger of God, with his morale getting so low, and the pain in his heart so intolerable.
Es ist genau an diesem Punkt, wenn die Bedrängnis ihren Höhepunkt erreicht und selbst der Gesandte machtlos ist, dass die Unterstützung in vollem Maße gewährt wird und der Sieg entschieden ist: „Unsere Hilfe kam zu ihnen, und so wurden diejenigen gerettet, die Wir retten wollten. Unsere Strafe aber kann niemals von einem sündigen Volk abgewendet werden.“ (Vers 110)
It is at this point when distress reaches its climax, leaving even the messenger powerless, that support is given in full measure, and victory is decisive: “Our help came to them, saving those whom We willed [to be saved]. Never can Our [mighty] punishment be averted from people who are guilty.” (Verse 110)