Noch einmal stellt der Koran den Menschen in vollkommener Leichtigkeit und Schlichtheit etwas vor Augen, das ihnen wohlbekannt ist und das sie immer wieder sehen. Er zeigt, wie Gottes Hand dafür wirkt, und offenbart ihnen das Wunder, das sie übersehen, obwohl es sich ständig direkt vor ihren eigenen Augen ereignet:
Once more the Qur’an, in perfect ease and simplicity, puts before people something which is well known to them and which they repeatedly see. It shows how God’s hand works to bring it about, showing them the miracle they overlook when it is always happening in front of their very own eyes:
Betrachtet die Saat, die ihr in die Erde legt: Lasst ihr sie wachsen, oder sind Wir es, die sie wachsen lassen? Wollten Wir, könnten Wir sie zu Spreu machen, sodass ihr klagen würdet: „Wir sind mit Schulden belastet; wir sind um unseren Ertrag gebracht worden!“
Consider the seeds you sow in the ground: is it you who makes them grow, or We? Were it Our will, We could turn it into chaff'and leave you to wail, ‘We are burdened with debt; we have been deprived?
(Verse 63-67)
(Verses 63-67)
Welche Rolle spielen Menschen beim Pflanzenwachstum, das schließlich in der Fruchtreife gipfelt?
What role do humans play in plant growth that culminates in fruition?
Sie bestellen gewiss das Land und säen die von Gott geschaffenen Samen aus, doch damit ist ihre Aufgabe auch schon erledigt. Die Angelegenheit liegt dann ganz in Gottes Hand. Er ist es, der dieses wundersame Werk vollendet.
They certainly till the earth and plant the seeds made by God, but that is about it. Their role is then finished, leaving the matter entirely to God’s hand. It is He who completes this miraculous work.
Das Samenkorn oder das Getreidekorn beginnt seine Reise, um seinesgleichen hervorzubringen, und schreitet voran wie einer, der den Weg kennt, Stufe um Stufe, einer, der niemals einen Fehler begehen wird, wie ihn ein Mensch begeht, der niemals die Richtung ändern oder vom Pfad abweichen wird. Es ist die Hand Gottes, die es während dieser bemerkenswerten Reise leitet. Niemand hätte je an dieses Wunder glauben können, und kein Verstand hätte es sich vorstellen können; und doch geschieht es ständig, und jeder von uns sieht es in der einen oder anderen Form. Wie hätte sonst jemand glauben können, dass ein Weizenkorn einen Halm und Blätter enthält, ebenso wie eine Ähre, die eine große Zahl von Körnern zusammenhält? Wer hätte sich vorstellen können, dass ein Dattelkern einen so großen Palmbaum hervorbringen kann, mit allem, was er in sich trägt?
The seed or the grain begins its journey to reproduce its kind, moving on like one who knows the way, stage after stage, one who will never commit the like of a human error, who will never change course or deviate from the path. It is the hand of God that guides it throughout this remarkable journey. No one could have ever believed this miracle, and no mind could have imagined it; yet it happens all the time and everyone of us sees it in one form or another. How else could anyone have believed that a wheat grain incorporates a stalk and leaves, as well as an ear holding together a large number of grains? Who could have imagined that a date stone can produce such a large palm tree, with all that it contains?
Welcher Geist hätte es je so weit bringen können, sich dieses erstaunliche Wunder auszumalen, wenn es nicht vor unseren Augen geschähe? Kann irgendein Mensch eine andere Rolle bei der Hervorbringung dieses Wunders beanspruchen, als die Samen und Körner zu säen, die Gottes eigene Schöpfung sind?
What mind could have gone so far as to imagine this amazing wonder, had it not been for the fact that it happens before our very eyes? Can any person claim any role in producing this miracle other than planting the seeds and grains which are of Gods own making?
Dennoch sagen die Menschen: „Wir haben gepflanzt“, obwohl sie nicht mehr getan haben, als die Samen zu legen. Das Wunder aber, dass der Trieb hervorschießt und wächst, ist ganz Gottes Werk. Hätte Er es gewollt, so wäre er nicht auf seinen Weg gelangt oder hätte ihn nicht vollendet. Hätte Er es gewollt, so hätte Er ihn sogar, bevor er seine Frucht hervorbrachte, zu Spreu werden lassen. Es ist nach dem Willen Gottes, dass der Same und das Korn auf dem Weg zum Ende ihrer jeweiligen Wege voranschreiten.
Yet people say: “We have planted” when they have not gone beyond laying the seeds. As for the miracle that shoots out and grows, it is all of Gods making. Had He willed, it would not have started its journey, or would not have completed it. Had He willed, He would have turned it into chaff even before it yielded its crop. It is by Gods will that the seed and grain progress along the way to the end of their respective journeys.
Wäre dies alles nicht geschehen, würden die Leute sagen: „Wir sind mit Schulden belastet; wir sind um unseren Ertrag gebracht worden.“ (Verse 66-67) Es ist Gott, der in Seiner Gnade ihnen die Früchte ihrer Pflanzen gewährt und es der Pflanze ermöglicht, ihren Lebenszyklus zu vollenden, ähnlich dem, was ein menschlicher Samen von dem Moment an durchläuft, in dem er ausgestoßen wird. Beides sind Bilder des Lebens, wie Gott es erschafft.
Had any of this not taken place, people would say: “ We are burdened with debt; we have been deprived.” (Verses 66-67) It is God who, in His grace, grants them the fruits of their plants, allowing the plant to complete its cycle of life, which is similar to that which a human seed goes through from the moment it is discharged. Both are pictures of life as God makes it.
So wie das erste Mal das Leben entstanden ist, warum sollte es dann seltsam erscheinen, dass es ein zweites Mal geschieht?
Such is the first time life comes into being. Why should a second time be thought strange?
Betrachtet das Wasser, das ihr trinkt: Seid ihr es, die es aus den Wolken herabkommen lassen, oder sind Wir es? Wenn Wir wollten, könnten Wir es salzig und bitter machen.
Consider the water you drink: is it you who brings it down from the clouds, or We? Were it Our will, We could make it salty and bitter.
Warum danken sie dann nicht? (Verse 68-70)
Why, then, do you not give thanks? (Verses 68-70)
Wasser ist die Quelle des Lebens, sein wichtigster Bestandteil. Gott hat es so bestimmt, dass ohne Wasser kein Leben möglich ist. Welche Rolle spielt der Mensch im Umgang mit dem Wasser? Beschränkt sie sich darauf, dass er es trinkt? Derjenige, der das Wasser aus den Elementen erschaffen hat, die es hervorbringen, und der es aus den Wolken fallen ließ, die es tragen, ist kein anderer als Gott – erhaben ist Er in Seiner Herrlichkeit. Er ist es, der das Wasser süß gemacht hat. Hätte Er es anders gewollt, so hätte Er es salzig und bitter machen können, ungenießbar und unfähig, Leben hervorzubringen. Ist es dann nicht recht, dass sie Gott für Seinen Willen danken?
Water is the source of life, its most essential component. God has so willed that without water no life is possible. What role does man play with water? Is it anything beyond the fact that he drinks it? The One who made water out of the elements that produce it, and who caused it to fall from the clouds bearing it, is none other than God - limitless is He in His glory. It is He who has made water sweet. Had He willed otherwise, He could have made it ‘salty and bitter, undrinkable, and unable to produce life. Is it not right then that they should express their gratitude to God for having willed it so?
Diejenigen, die als Erste vom Qur'an angesprochen wurden, erkannten, dass gerade das Wasser, das aus den Wolken fällt, für ihr Leben unentbehrlich war.
Those who were the first to be addressed by the Qur’an realized that the very water that falls from the clouds was essential for their lives.
Sie freuten sich stets, wenn er fiel. Tatsächlich bereitete es ihnen Vergnügen, darüber zu sprechen; sie priesen es sogar in ihrer Dichtung. Der menschliche Fortschritt und die Zivilisation haben die Bedeutung des Wassers keineswegs verringert; im Gegenteil, sie hat sich nahezu verdoppelt. Wissenschaftler, die zu verstehen versuchen, wie das Wasser überhaupt entstanden ist, erkennen seine Bedeutung in noch höherem Maße. So sehen wir, dass das Wasser sowohl für einen Beduinen in der Wüste als auch für einen Wissenschaftler in seinem Labor im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht.
They were always delighted to see it falling. Indeed, talking about it gave them pleasure; they even sang its praises in their poetry. Human progress and civilization has in no way reduced the importance of water; on the contrary, it has almost doubled. Scientists who try to understand how water first came about realize its importance to a higher degree. Thus we see that water is the focus of attention for a bedouin in the desert as well as for a scientist in his laboratory.
Betrachtet das Feuer, das ihr entzündet: Seid ihr es, die seinen Baum hervorbringen, oder sind Wir es?
Consider the fire you kindle: is it you who grows its tree, or We?
Wir haben es zu einer Mahnung für den Menschen gemacht und zu einem Trost für die Wüstenreisenden (Verse 71-73).
We made it a reminder for man, and a comfort for desert travellers (Verses 71-73)
Die Entdeckung des Feuers war ein äußerst bedeutsames Ereignis im Leben der Menschheit.
The discovery of fire was a greatly important event in mankind’s life.
Es war vielleicht sein wichtigstes Ereignis, denn es markierte den Beginn der Zivilisation. Das Feuer ist jedoch so vertraut geworden, dass es kein Interesse mehr weckt. Der Mensch entzündet zwar das Feuer, doch wer lässt den Baum wachsen, der zu seinem Brennstoff wird? Die Sure hat bereits Pflanzen erwähnt, und Bäume sind eine Art von Pflanzen. Ein weiterer Punkt wird durch den Hinweis auf „seinen Baum“ genannt. Die Araber pflegten Feuer zu entzünden, indem sie einen Ast des einen Baumes gegen einen Ast eines anderen Baumes rieben, so wie es noch in manchen primitiven gesellschaftlichen Umfeldern üblich ist. Damit ist diese Beschreibung eine enge Parallele zu ihrer eigenen Erfahrung. Was das Wunder des Feuers und sein Geheimnis betrifft, das die Wissenschaftler untersuchen, so sind dies Bereiche, die mehr Aufmerksamkeit verdienen. Die Erwähnung des Feuers dient hier auch als Erinnerung an das Feuer der Hölle: „Wir haben es zu einer Mahnung für den Menschen gemacht“, die den Menschen an das künftige Leben erinnert. Gott hat das Feuer außerdem zu „einer Annehmlichkeit für Wüstenreisende“ gemacht (Vers 73). Dieser letzte Punkt war für die Araber, an die sich der Qur’an richtete, besonders bedeutsam, da er auf ihre eigene Lebenserfahrung Bezug nahm.
It was perhaps its most important event as it signalled the beginning of civilization. Fire, however, has become so familiar that it stirs no interest. Man certainly kindles fire, but who grows the tree that becomes its fuel? The surah has already mentioned plants, and trees are a type of plant. Yet another point is mentioned by the reference to 'its tree The Arabs used to ignite fire by rubbing a branch of one tree against another from a different tree, in the way still used in some primitive social environments. This, thus makes this description a close parallel of their own experience. As for the miracle of fire and its secret which scientists study, these are areas that deserve more attention. The mention of fire here is also used as a reminder of the fire of hell: “We made it a reminder for man? reminding man of the life to come. God has also made fire “a comfort for desert travellers? (Verse 73) This last point was particularly relevant to the Arabs addressed by the Qur’an, as it referred to their own life experience.
Die Sure weist auf die letzte Wahrheit hin, zu der alle diese Tatsachen führen: Gottes Herrschaft über das Universum und Seine letztendliche Macht, die sich nun in all ihrer Herrlichkeit der menschlichen Natur offenbart. Sie weist den Propheten ﷺ an, diese Wahrheit zu erkennen, ihr das ihr Gebührende zukommen zu lassen und sie in den Vordergrund zu rücken, damit sie ihren tiefgreifenden Einfluss auf die Herzen der Menschen entfaltet: „So preise denn den Namen deines Herrn, des Erhabensten." (Vers 74)
The surah now points to the ultimate truth that all these facts lead to: God’s Lordship of the universe and His ultimate power that now manifests itself, in all its glory, to human nature. It instructs the Prophet to recognize this truth, give it its due, and bring it to the forefront so that it exercises its profound influence on peoples hearts: “Extol, then, the glory of the name of your Lord, the Supreme? (Verse 74)