Die Sure gibt dann einen Überblick über die Riten der Pilgerfahrt (Hajj) und der ʿUmrah (kleine Pilgerfahrt). Dies folgt ganz natürlich auf den vorangegangenen Bericht über Mondwechsel und Mondphasen sowie über die Zulässigkeit des Kämpfens in den heiligen Monaten des Jahres und in der Umgebung der Heiligen Moschee in Makkah.
The sūrah then gives an outline of the rituals of the pilgrimage and the `Umrah (lesser pilgrimage). This follows quite naturally from the earlier account dealing with lunar changes and phases, and the admissibility of fighting during the sacred months of the year and in the vicinity of the Sacred Mosque in Makkah.
Vollziehen Sie Hadsch und Umrah vollständig, rein um Gottes willen. Werdet ihr jedoch davon abgehalten, so bringt an Opfergaben dar, was ihr mit leichter Mühe aufbringen könnt. Scheret euer Haupt nicht, bis die Opfertiere ihren Bestimmungsort erreicht haben. Ist jedoch einer von euch krank oder leidet er an einem Kopfleiden, so soll er sich durch Fasten, Almosen oder Opfer loskaufen. Wenn ihr in Sicherheit seid, so soll derjenige, der die Umrah vor der Hadsch in Anspruch nimmt, eine Opfergabe darbringen, die er mit leichter Mühe aufbringen kann; wer aber nicht die Mittel dazu hat, soll während der Hadsch drei Tage fasten und sieben weitere Tage, wenn er heimkehrt; das sind insgesamt zehn Tage. All dies gilt für jene, deren Familien nicht in der Nähe der Heiligen Moschee wohnen. Fürchtet Gott und wisset wohl, dass Er streng im Strafen ist. Die Hadsch findet in den dafür bestimmten Monaten statt. Wer in diesen Monaten die Hadsch unternimmt, soll sich während der Pilgerfahrt von Unzucht, jeglichem frevelhaften Verhalten und Streit enthalten. Was ihr an Gutem tut, Gott kennt es wohl. Versorgt euch gut mit Proviant:
Perform to their completion both the pilgrimage and the `Umrah purely for God’s sake. If you are prevented from doing so, then make whatever offering you can easily afford. Do not shave your heads until the offerings have reached their appointed destination. If any of you is ill or suffers from an ailment of the head, he shall redeem himself by fasting, or alms, or sacrifice. When you are in safety, then he who takes advantage of performing the `Umrah before the pilgrimage shall make whatever offering he can easily afford; but he who lacks the means shall fast three days during the pilgrimage and seven more days on returning home; that is, ten days in all. All this applies to those whose families are not resident in the vicinity of the Sacred Mosque. Fear God, and know well that He is severe in retribution. The pilgrimage takes place in the months appointed for it. Whoever undertakes the pilgrimage in those months shall, while on pilgrimage, abstain from lewdness, all wicked conduct and wrangling. Whatever good you do God is well aware of it. Provide well for yourselves:
Das beste Versorgungsmittel ist die Gottesfurcht. So fürchtet Mich, ihr Verständigen. Es ist keine Sünde für euch, nach der Huld eures Herrn zu streben. Wenn ihr von ʿArafāt herabströmt, gedenkt Gottes am heiligen Maschʿar. Gedenkt Seiner, der euch geleitet hat, obwohl ihr zuvor gewiss irregegangen wart. Strömt dann von dort weiter, wo die übrigen Pilger strömen, und bittet Gott um Vergebung. Er ist barmherzig und allvergebend. Wenn ihr eure heiligen Riten vollzogen habt, gedenkt Gottes, wie ihr eurer Väter gedenkt, ja, mit noch größerem Gedenken. Manche Menschen sagen: „Unser Herr, gib uns in dieser Welt“, doch sie werden keinen Anteil am Jenseits haben. Andere aber sagen: „Unser Herr, gib uns Gutes in dieser Welt und Gutes im Jenseits und bewahre uns vor der Qual des Feuers.“ Diese werden ihren Anteil erhalten für das, was sie erworben haben; denn Gott ist schnell im Abrechnen. Gedenkt Gottes an bestimmten, gezählten Tagen. Wer sich beeilt und nach zwei Tagen fortgeht, begeht keine Sünde, und wer verweilt, begeht keine Sünde, sofern er gottesfürchtig ist. Fürchtet Gott und wisst, dass ihr alle zu Ihm versammelt werdet. (Verse 196–203)
the best provision of all is to be God-fearing. Fear Me, then, you who are endowed with insight. It is no sin for you to seek the bounty of your Lord. When you surge downward from `Arafāt, remember God at al-Mash`ar al-Ĥarām. Remember Him who has given you guidance. Before this you were certainly in error. Surge onward from the place where all other pilgrims surge and pray God to forgive you. He is much forgiving, ever merciful. When you have fulfilled your sacred duties, remember God as you remember your fathers — nay with a yet keener remembrance. Some people say, Our Lord, give us abundance in this world.’ They shall have no share in the rewards of the life to come. There are others who say, ‘Our Lord, grant us what is good in this world and what is good in the lift to come and protect us from the torment of the fire.’ These shall have their portion in return for what they have earned; for God is swift in reckoning. Give glory to God during certain appointed days. Those who hasten their departure after two days incur no sin, and those who stay longer incur no sin, provided that they are truly God-fearing. Have fear of God and know well that you shall all be gathered before Him. (Verses 196-203)
Das genaue Datum der Offenbarung dieser Verse ist nicht bekannt, abgesehen von einem Bericht, wonach Vers 196 in al-Ḥudaybīyah im sechsten Jahr nach der Hidschra, 628 n. Chr., offenbart wurde. Ebenso wenig können wir genau sagen, wann die Pilgerfahrt im Islam zur Pflicht wurde, ob wir annehmen, dies sei durch Vers 196 dieser Sure oder durch Vers 97 der Sure 3 festgelegt worden, der lautet: „Die Pilgerfahrt zu diesem Haus ist eine Pflicht gegenüber Gott für alle Menschen, die dazu in der Lage sind.“ In seinem Buch Zād al-Ma`ād sagt Imām Ibn al-Qayyim, die Pilgerfahrt sei im neunten oder zehnten Jahr nach der Auswanderung des Propheten ﷺ nach Madinah eingeführt worden. Dies stützt sich darauf, dass der Prophet ﷺ selbst im Jahr 10 n. H. die Pilgerfahrt vollzog.
The exact date of the revelation of these verses is not known, except for one report indicating that verse 196 was revealed at al-Ĥudaybīyah during the sixth year after Hijrah, 628 CE. Nor can we be precise as to when the pilgrimage was made obligatory in Islam, whether we take that to have been established by verse 196 of this sūrah or verse 97 of Sūrah 3 which says: “Pilgrimage to this House is a duty owed to God by all people who are able to undertake it.” In his book Zād al-Ma`ād, Imām Ibn al-Qayyim says that the pilgrimage was instituted during the ninth or tenth year of the Prophet’s migration to Madinah. This is based on the fact that the Prophet himself performed the pilgrimage in 10 AH.
Dies ist jedoch kein ausreichender Beweis, um diese Ansicht zu stützen. Es könnte andere Gründe gegeben haben, die den Propheten ﷺ veranlassten, die Pilgerfahrt bis zum zehnten Jahr aufzuschieben, besonders wenn wir wissen, dass er im neunten Jahr Abū Bakr damit beauftragte, die Pilgerfahrt anzuführen.
This, however, is not sufficient evidence to support that view. There could have been other reasons that made the Prophet delay going on pilgrimage until the tenth year, especially when we know that he delegated Abū Bakr to head the pilgrimage during the ninth year.
Es ist auch allgemein bekannt, dass der Prophet ﷺ nach seiner Rückkehr von der Expedition nach Tabūk beabsichtigte, zur Pilgerfahrt zu gehen. Später entschied er sich jedoch dagegen, weil die nichtmuslimischen Araber die Pilgerfahrt nach Makkah noch immer vollzogen und er sich ihnen nicht anschließen wollte, nicht zuletzt, weil einige von ihnen gemäß ihrer Sitte nackt um die Ka`bah gehen würden. Damals wurde die Sure 9 offenbart, die den Waffenstillstand mit den polytheistischen Arabern beendete, und der Prophet ﷺ entsandte `Alī ibn Abī Ţālib nach Makkah, um den Pilgern deren Bestimmungen zu verkünden. Er beauftragte ihn, in Minā, wenn alle Pilger versammelt seien, anzukündigen: „Kein Ungläubiger wird das Paradies betreten; kein Götzendiener darf von nun an die Pilgerfahrt vollziehen; niemand darf nackt um die Ka`bah gehen. Alle Verträge, die mit gottes Gesandtem geschlossen wurden, sollen bis zu ihrem Ablauf gelten.“ Dementsprechend ging der Prophet ﷺ erst dann zur Pilgerfahrt nach Makkah, als die Ka`bah von allen Symbolen und Erscheinungsformen des Götzendienstes befreit war.
It is also well established that on his return from the campaign of Tabūk, the Prophet intended to go for pilgrimage. However, he later decided not to do so, because non-Muslim Arabs were still doing the pilgrimage to Makkah and he did not wish to join them, not least because some of them would be going round the Ka`bah naked, as was their custom. At that point Sūrah 9, which brought the truce with the polytheist Arabs to an end, was revealed and the Prophet dispatched `Alī ibn Abī Ţālib to Makkah to proclaim its provisions to the pilgrims. He charged him with the task of announcing at Mina, when all the pilgrims were gathered, that: “No unbeliever shall enter paradise; no idolater may henceforth perform the pilgrimage; no one may go round the Ka`bah naked. All treaties signed with God’s Messenger shall run their course.” Accordingly, the Prophet did not go to Makkah for pilgrimage until the Ka`bah was cleared of all symbols and manifestations of idolatry.
Man könnte bestimmte Texte als Beleg dafür anführen, dass die Pilgerfahrt im Grundsatz schon viel früher eingesetzt wurde. Tatsächlich deuten einige Überlieferungen darauf hin, dass dies geschah, als der Prophet noch in Makkah war, vor der Auswanderung nach Madinah. Doch dies würde einer Prüfung nicht standhalten. Dennoch führen die Verse 26-37 der Sūrah 22 die meisten Riten der Pilgerfahrt auf, so wie sie dem Propheten Abraham mitgeteilt wurden. Dazu gehören:
One could point out certain texts as evidence indicating that the pilgrimage was instituted in principle much earlier. Indeed some reports suggest that this took place when the Prophet was still in Makkah, before the migration to Madinah. But this would not hold water. Nevertheless, verses 26-37 of Sūrah 22 list most of the pilgrimage rituals as they were communicated to the Prophet Abraham. These include:
Als Wir Abraham den Platz des [Heiligen] Hauses zuwiesen [und sprachen]: Stelle nichts neben Mich als Teilhaber. Reinige Mein Haus für jene, die es umkreisen, für jene, die davor stehen, und für jene, die sich verneigen und niederwerfen im Gebet. Verkünde unter allen Menschen die Pflicht der Pilgerfahrt. Sie werden zu dir kommen zu Fuß und auf jeder Art schneller Reittiere. Sie werden aus jeder fernen Gegend kommen, damit sie vielen Nutzen erfahren, der ihnen zuteilwird, und damit sie den Namen Gottes an den bestimmten Tagen preisen, über dem Vieh, das Er ihnen zur Verfügung gestellt hat. Esst nun davon und speist den bedürftigen Armen. Danach sollen sie ihre vorgeschriebenen Riten vollenden, ihre Gelübde erfüllen und erneut das Alte Haus umkreisen... Wer die von Gott errichteten Zeichen ehrt, zeugt von Gottesfurcht in den Herzen der Menschen. Ihr habt Nutzen von ihnen bis zu einer bestimmten Frist; und am Ende liegt ihr Opferplatz nahe beim Alten Haus... Die Kamele haben Wir euch als eines der von Gott errichteten Zeichen bestimmt, in denen viel Gutes für euch liegt. Darum preist den Namen Gottes über ihnen, wenn sie aufgereiht zur Opferung stehen; und wenn sie leblos zu Boden gefallen sind, esst von ihrem Fleisch und speist den Armen, der mit seinem Los zufrieden ist, ebenso wie den, der zum Betteln gezwungen ist. Dazu haben Wir sie euch dienstbar gemacht, damit ihr dankbar sein möget. Niemals erreicht ihr Fleisch oder ihr Blut Gott; es ist eure Gottesfurcht, die zu Ihm gelangt. Dazu hat Er sie euch dienstbar gemacht, damit ihr Gott preisen möget für die Rechtleitung, mit der Er euch beschenkt hat. Verkünde frohe Botschaft denen, die Gutes tun.
When We assigned to Abraham the site of the [Sacred] House, [We said], Do not associate anything as partner with Me. Purify My House for those who will walk around it, and those who will stand before it, and those who will bow down and prostrate themselves in prayer. Proclaim to all people the duty of pilgrimage. They will come to you on foot and on every kind of fast mount. They will come from every far- away quarter, so that they might experience much that shall be of benefit to them, and that they might extol the name of God on the days appointed [for sacrifice], over whatever heads of cattle He may have provided for them. Eat, then, of such [sacrificed cattle] and feed the unfortunate poor. Thereafter let them complete the rites prescribed for them, fulfil their vows, and again walk around the Ancient House...Anyone who honours the symbols set up by God [shows evidence of] God-consciousness in people’s hearts. You have benefit in them for a term appointed; and in the end their place of sacrifice is near the Ancient House...The sacrifice of camels We have ordained for you as one of the symbols set up by God, in which there is much good for you. Hence, extol the name of God over them when they are lined up [for sacrifice]; and after they have fallen lifeless to the ground, eat of their meat, and feed the poor who is contented with his lot, as well as the one who is forced to beg. It is to this end that We have made them subservient to your needs, so that you might have cause to be grateful. Never does their meat or their blood reach God; it is your piety that reaches Him. It is to this end that He has made them subservient to your needs, so that you might glorify God for all the guidance with which He has graced you. Give good news to those who do good.
Diese Verse beziehen sich ausdrücklich auf das Opfern von Tieren, das Umkreisen der Ka'ba (ṭawāf), die Riten des iḥrām 1 (Weihezustand) und das Anrufen des Namens Gottes, die allesamt die grundlegenden Riten der Pilgerfahrt bilden. Die Muslime wurden mit diesen Worten als Erben Abrahams angesprochen, was darauf hinweist, dass die Pilgerfahrt bereits in einer frühen Phase als Teil des Vermächtnisses Abrahams eingesetzt worden war.
These verses make specific reference to offering animals for sacrifice, walking around the Ka`bah (ţawāf), the rites of iĥrām 1 (consecration), and the invocation of God’s name, all of which constitute the basic rites of the pilgrimage. The Muslims were addressed with these words as the heirs of Abraham, indicating that the pilgrimage had been instituted at an early stage as part of the legacy of Abraham.
Die Tatsache, dass Muslime aus verschiedenen praktischen Gründen die Pilgerfahrt nicht durchführen konnten, tut hier nichts zur Sache. Wie jedoch bereits weiter oben in diesem Band erwähnt, konnten einzelne Muslime die Pilgerfahrt seit der Wiedereinsetzung der Ka'bah als Qiblah im zweiten Jahr des islamischen Kalenders durchführen.
The fact that Muslims, for various practical reasons, had not been able to perform the pilgrimage is beside the point. However, as mentioned earlier in this volume, individual Muslims had been able to perform the pilgrimage since the Ka`bah was re-instituted as the qiblah in the second year of the Islamic calendar.
Lassen Sie uns nun die Verse über die Pilgerfahrt in dieser Sure und die lehrreiche Botschaft, die sie vermitteln, genauer betrachten.
Let us now take a closer look at the verses on pilgrimage in this sūrah and the instructive message they convey.
Vollziehe die Pilgerfahrt (Hadsch) und die kleine Pilgerfahrt (Umrah) vollständig und allein um Gottes willen. Wirst du daran gehindert, so bringe ein Opfer dar, wie du es dir leicht leisten kannst. Scheret eure Köpfe nicht, bis das Opfer seinen bestimmten Ort erreicht hat. Ist jemand von euch krank oder hat er ein Leiden am Kopf, so soll er sich durch Fasten, Almosen oder Opfer auslösen. Wenn ihr in Sicherheit seid, dann soll derjenige, der die Umrah vor der Pilgerfahrt ausführt und daraus Nutzen zieht, ein Opfer bringen, wie er es sich leicht leisten kann. Wer jedoch nicht die Mittel dazu hat, soll drei Tage während der Pilgerfahrt fasten und sieben weitere Tage, wenn er heimkehrt, also zehn Tage insgesamt. Dies gilt alles für jene, deren Familien nicht in der Nähe der Heiligen Moschee wohnen. Fürchtet Gott und wisst gut, dass Gott streng im Vergelten ist. (Vers 196)
Perform to their completion both the pilgrimage and the `Umrah purely for God’s sake. If you are prevented from doing so, then make whatever offering you can easily afford. Do not shave your heads until the offerings have reached their appointed destination. If any of you is ill or suffers from an ailment of the head, he shall redeem himself by fasting, or alms, or sacrifice. When you are in safety, then he who takes advantage of performing the `Umrah before the pilgrimage shall make whatever offering he can easily afford; but he who lacks the means shall fast three days during the pilgrimage and seven more days on returning home; that is, ten days in all. All this applies to those whose families are not resident in the vicinity of the Sacred Mosque. Fear God, and know well that God is severe in retribution. (Verse 196)
Das Erste, das bei diesem Vers auffällt, ist die Präzision, mit der er den Gegenstand behandelt. Er ist in eine Reihe kurzer, klar umrissener Anweisungen gegliedert. Alle Ausnahmen oder Bestimmungen, die sich auf jede Vorschrift beziehen, werden unmittelbar vor dem Übergang zur nächsten genannt. Der Abschnitt wird mit einem nachdrücklichen Hinweis auf die Gottesfurcht abgerundet.
The first thing to notice about this verse is the precision with which it treats the subject. It is divided into a number of short, well-defined instructions. Any exceptions or provisions relating to each ruling are made immediately before moving on to the next. The passage is rounded off with a strong emphasis on God-fearing.
Der erste Artikel betont die Tatsache, dass man, sobald man sich entschieden hat, die Pilgerfahrt oder die ʿUmrah zu vollziehen, dies in vollem Umfang tun und seine Handlungen Gott widmen muss:
The first article stresses the fact that once one has decided to perform the pilgrimage or the `Umrah, one must do so in full and dedicate one’s actions to God:
„Vollziehe Hadsch und ʿUmra vollständig, rein um Gottes willen.“ Manche Gelehrte haben diese Aussage so verstanden, dass sie den Hadsch als religiöse Pflicht einsetzt, andere hingegen haben sie lediglich als Anweisung aufgefasst, dass man, sobald man mit dem Hadsch begonnen hat, dessen Riten auch zu Ende führen soll. Die letztere Auslegung scheint zutreffender, da die ʿUmra von den Gelehrten nicht allgemein als verpflichtende Pflicht betrachtet wird. Dennoch gilt das Gebot, die Riten nach ihrem Beginn zu vollenden, gleichermaßen für den Hadsch und für die ʿUmra. Letztere umfasst dieselben Riten mit Ausnahme des Aufenthalts in ʿArafāt, unterscheidet sich jedoch darin, dass sie zu jeder Zeit im Laufe des Jahres vollzogen werden kann.
“Perform to their completion both the pilgrimage and the `Umrah purely for God’s sake.” Some scholars have taken this statement as instituting the pilgrimage as a religious duty, while others have understood it to be a mere instruction that once one begins performing the pilgrimage, one should go on to complete its rites. The latter interpretation seems more accurate, since the `Umrah is not universally considered by scholars an obligatory duty. Nevertheless, the order to complete the rites, once begun, applies equally to the pilgrimage and the `Umrah. The latter involves the same rites with the exception of attending at `Arafāt, but differs in that it can be performed any time throughout the year.
Die Befreiung von der Vollendung der Pilgerfahrt (Hadsch) oder der kleinen Pilgerfahrt (Umrah) wird gewährt, wenn man daran entweder durch einen Feind oder durch Krankheit oder andere außergewöhnliche Umstände gehindert wird. Dies wird von allen Rechtsschulen einhellig anerkannt. Dasselbe gilt für den Fall, dass man daran gehindert wird, die Riten zu vollenden. „Wenn ihr aber daran gehindert werdet, dann bringt, was immer an Opfergabe ihr leicht aufbringen könnt.“ (Vers 196) Wird ein Pilger mit Gewalt daran gehindert, bringt er ein Opfer dar, im Rahmen dessen, was ihm zur Verfügung steht. Er könnte dann seinen Weihezustand, also den Ihram, an dem Punkt beenden, den er erreicht hat, auch wenn er keines der übrigen Riten außer dem Eintritt in den Weihezustand vollzogen haben sollte.
Exemption from completing the pilgrimage or the `Umrah is granted when one is prevented from doing so either by an enemy or, by illness or other exceptional circumstances. This is universally accepted by all schools of thought. The same applies to the case of being prevented from completing the rites. “If you are prevented from doing so, then make whatever offering you can easily afford.” (Verse 196) If prevented by force, a pilgrim offers a sacrifice within the means at his disposal. He would then be able to terminate his state of consecration, or iĥrām, at the point he reached, even though he might not have performed any of the rituals other than going into the state of consecration.
Eine solche Situation entstand im sechsten Jahr des islamischen Kalenders, als die heidnischen Araber den Propheten ﷺ und seine Gefährten daran hinderten, nach Makkah einzutreten und die Heilige Moschee aufzusuchen. Die Muslime hatten sich in al-Ĥudaybiyah gelagert, etwa 25
Such a situation arose in the sixth year of the Islamic calendar when the pagan Arabs prevented the Prophet and his Companions from entering Makkah and visiting the Sacred Mosque. The Muslims had camped at al-Ĥudaybiyah, about 25
Kilometer westlich von Makkah, wo schließlich der berühmte Waffenstillstandsvertrag zwischen den Quraisch und den Muslimen unterzeichnet wurde. Darin wurde festgelegt, dass der Prophet ﷺ und seine Gefährten im folgenden Jahr frei zurückkehren dürften, um die ʿUmra zu verrichten. Einige Berichte deuten darauf hin, dass dieser Vers zu jener Zeit offenbart wurde, und dementsprechend befahl der Prophet ﷺ seinen Gefährten, ihre Opfer bei al-Ḥudaybiyya darzubringen und ihren Zustand der Weihe bzw. den Ihram zu beenden. Einige von ihnen zeigten sich zögerlich und fanden es schwierig, sich vom Ihram zu lösen, bevor sie die Opfer am dafür vorgesehenen Ort dargebracht hatten. Doch als der Prophet ﷺ die Initiative ergriff und dort sein Opfer darbrachte, folgten ihm die übrigen.
kilometres west of Makkah, where eventually the famous truce agreement was signed between the Quraysh and the Muslims. It stipulated that the Prophet and his followers would be free to return for `Umrah the following year. Some reports indicate that this verse was revealed at that time, and, accordingly, the Prophet ordered his Companions to make their sacrifices at al-Ĥudaybiyah and terminate their state of consecration, or iĥrām. Some of them showed reluctance, finding it difficult to release themselves from iĥrām before making the offerings at the appropriate place. But once the Prophet took the initiative and offered his sacrifice there, the rest followed suit.
Der Vers bezieht sich auf „das Opfer, das ihr mit leichter Mühe aufbringen könnt“. Dazu gehören Tiere wie Kamele, Kühe, Schafe oder Ziegen. Ein Pilger soll das opfern, was er mit leichter Mühe aufbringen kann, und mehrere Personen können sich an einem einzigen Kamel oder einer einzigen Kuh beteiligen. Bei der ʿUmrah von al-Ḥudaybiyah nahmen bis zu sieben Personen am Opfer eines einzigen Kamels teil. Andererseits kann eine Person sich dafür entscheiden, ein Schaf oder eine Ziege zu opfern, und das genügt.
The verse refers to “whatever offering you can easily afford” This includes animals such as camels, cows, sheep, or goats. A pilgrim should sacrifice whatever he can easily afford, and several people may share in a single camel or cow. In the `Umrah of al-Ĥudaybiyah, as many as seven people shared in the sacrifice of one camel. On the other hand, one person may choose to offer a sheep or a goat, which would suffice.
Die Ausnahmeregelung dient dazu, Härten zu mildern, wie sie bei al-Ḥudaybiyah aufgetreten sind oder die infolge einer Krankheit entstehen könnten.
The exemption serves to mitigate hardship such as that encountered at al- Ĥudaybiyah, or which might arise as a result of illness.
Das wesentliche Ziel einer solchen religiösen Praxis ist es, das Bewusstsein für Gott wiederzubeleben und sich Ihm zu nähern. Wird dies durch Bedrohungen von feindlicher Seite, eine lähmende Krankheit oder Ähnliches gestört, so werden Pilger nicht um die Belohnung gebracht, die sie erhalten hätten, wenn sie die Pilgerfahrt oder die `Umrah vollendet hätten. Sie werden daher angewiesen, mit dem Darbringen der Opfergaben fortzufahren, als hätten sie die beabsichtigten Riten vollzogen. Diese mitfühlende Haltung steht ganz im Einklang mit dem Geist des Islam und seiner Auffassung vom Zweck der Anbetung.
The essential aim of such a religious practice is to revive one’s awareness of God and draw closer to Him. If this is disrupted by threats from a hostile quarter, a disabling illness or the like, pilgrims are not deprived of the rewards they would have received had they completed the pilgrimage or the `Umrah. They are, therefore, instructed to proceed with making the offerings as if they had completed the intended rituals. This compassionate attitude is well in line with the spirit of Islam and its view of the purpose of worship.
Dann folgt eine weitere Regel zur Durchführung von Hadsch und Umrah:
Then follows another rule relating to the performance of pilgrimage and `Umrah:
„Rasiert euch nicht den Kopf, bis die Opfergaben ihren bestimmten Ort erreicht haben.“ (Vers 196)
“Do not shave your heads until the offerings have reached their appointed destination.” (Verse 196)
Dies gilt selbstverständlich unter normalen, friedlichen Bedingungen. Ein Pilger darf sein Haupt nicht rasieren, was der Beendigung des Zustands der Weihe bzw. des Ihrām vorausgeht, bevor er seine Opfergaben am dafür bestimmten Ort und zur bestimmten Zeit dargebracht hat. Dies geschieht in Minā am zehnten Tag des Dhu l-Ḥiĵĵa, nach dem Aufenthalt am Vortag in der Ebene von ʿArafāt. Sobald die Opfergaben dargebracht sind, kann sich ein Pilger aus der Weihe lösen.
This, of course, applies under normal peaceful conditions. A pilgrim is not to shave his head, which precedes the termination of the state of consecration, or iĥrām, until he has made his offerings at the designated place and time. This is done at Mind on the tenth day of Dhu’l-Ĥijjah, after attendance the previous day at the plain of `Arafāt. Once the offerings are made, a pilgrim may release himself from consecration.
„Wenn einer von euch krank ist oder ein Leiden am Kopf hat, soll er sich durch Fasten, Almosen oder Opfer auslösen.“ (Vers 196) Der Islam ist eine praktische und menschenfreundliche Religion. Wenn gesundheitliche Gründe bestehen, die das Rasieren des Kopfes erforderlich machen, ist es erlaubt, dies im Zustand des Ihrām zu tun, auch bevor der Ort der Opferung erreicht ist oder die entsprechenden Riten vollzogen sind. Dieses Zugeständnis wird jedoch durch eine Ausgleichsleistung ausgeglichen, die auf ein dreitägiges Fasten von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang, die Speisung von sechs Bedürftigen oder das Schlachten eines Schafes und die Verteilung seines Fleisches an die Armen festgelegt wurde.
Here we have another exemption: “If any of you is ill or suffers from an ailment of the head, he shall redeem himself by fasting, or alms, or sacrifice.” (Verse 196) Islam is a practical and humane religion, and if there are grounds of health that would require shaving one’s head, one would be permitted to do so while in the state of iĥrām, even before the destination for offering the sacrifice is reached or the appropriate rituals are completed. The concession, however, is balanced with a compensation which has been set as a three-day fast from dawn to dusk, the feeding of six needy people, or slaughtering a sheep and giving its meat to the poor.
Dies wird durch das gestützt, was der Prophet Muḥammad ﷺ zu Ka`b ibn `Ajrah sagte, als dieser während der Pilgerfahrt zu ihm gebracht wurde, nachdem er an einer schweren Infektion litt, sodass Läuse über sein ganzes Gesicht krochen. Der Prophet ﷺ sagte: „Ich hätte nicht gedacht, dass du in einen so schlimmen Zustand geraten könntest. Kannst du dir ein Schaf leisten?“ Ka`b sagte, dass er dazu nicht in der Lage sei. Der Prophet ﷺ sagte zu ihm: „Faste drei Tage oder speise sechs Bedürftige, wobei du jedem eine halbe Ṣā`-Menge Nahrung gibst, und rasiere deinen Kopf.“ (Ein Ṣā` ist ein arabisches Maß, das dem Vierfachen der Menge entspricht, die in die beiden zusammengelegten Hände eines Mannes passt.)
This is supported by what the Prophet Muĥammad said to Ka`b ibn `Ajrah when the latter was brought to him during the pilgrimage, having suffered a severe infection so that lice were crawling all over his face. The Prophet said: “I would not have thought you could have reached such a dire state. Can you afford a sheep?” Ka`b said he could not. The Prophet said to him: “Fast for three days, or feed six needy people, giving each half a şā` of food, and shave your head.” (One şā` is an Arabian measure equivalent to four times the fill of a man’s hands cupped together.)
Die Sure gibt eine weitere Bestimmung im Zusammenhang mit der Pilgerfahrt und der ʿUmrah: „Wenn ihr in Sicherheit seid, so soll derjenige, der die ʿUmrah vor der Pilgerfahrt in Anspruch nimmt, das Opfer darbringen, das ihm leicht möglich ist." (Vers 196) Das Opfer ist denjenigen vorgeschrieben, die in der Lage sind, die Riten beider Pflichten zu vollziehen. Betrachten wir die Angelegenheit nun genauer.
The sūrah gives another ruling relating to the pilgrimage and the `Umrah: “When you are in safety, then he who takes advantage of performing the `Umrah before the pilgrimage shall make whatever offering he can easily afford.” (Verse 196) The sacrifice is required of those who are able to complete the rituals of both duties. Let us look at the matter in more detail.
Eine Form des Tamattu`, die in diesem Vers als „Nutznießung, indem man beide Pflichten, Pilgerfahrt und `Umrah, ausführt“ bezeichnet wird, besteht darin, dass die `Umrah getrennt, vor der Pilgerfahrt, verrichtet wird. Dazu begibt man sich zur `Umrah, legt am festgelegten Ort den iḥrām an, vollzieht die Riten der `Umrah, zu denen das ṭawāf um die Ka`bah und das sa`ī zwischen Ṣafā und Marwah gehören, und rasiert sich den Kopf oder kürzt das Haar, um sich aus dem Zustand der Weihe zu lösen. Dann wartet man auf die Zeit der Pilgerfahrt, um für die Pilgerfahrt erneut in den iḥrām, also in den Zustand der Weihe, einzutreten. Dies ist nur gültig, wenn die `Umrah innerhalb der festgelegten Monate der Pilgerfahrt verrichtet wird: Shawwāl, Dhu’l-Qa`dah und die ersten zehn Tage des Dhu’l-Ḥijjah.
One form of tamattu`, which is referred to in this verse as ‘taking advantage of performing both duties of pilgrimage and `Umrah, involves the performance of the `Umrah separately, prior to performing the pilgrimage. To do this, one sets off for `Umrah, goes into iĥrām at the appointed location, performs the rites of `Umrah, which include ţawāf around the Ka`bah and sa`ī between Şafā and Marwah, and shaving one’s head or trimming one’s hair to release oneself from consecration. One then waits for the time of the pilgrimage to re-enter into iĥrām, or consecration, for the pilgrimage. This is valid only if the `Umrah is offered within the appointed months of pilgrimage: Shawwāl, Dhu’l-Qa’dah and the first ten days of Dhu’l-Ĥijjah.
Eine weitere Form des Tamattu` besteht darin, dass man am vorgeschriebenen Ort mit der Absicht in den Iḥrām eintritt, sowohl die `Umrah als auch die Pilgerfahrt zu verbinden. Nach der Ankunft in Makkah wird die `Umrah verrichtet, danach bleibt der Pilger im Iḥrām, bis er zur rechten Zeit die übrigen Riten der Pilgerfahrt vollzogen hat.
Another form of tamattu` is when one goes into iĥrām, at the appointed location, with the intention of combining both `Umrah and pilgrimage. On arrival in Makkah, the `Umrah is performed, after which the pilgrim maintains his iĥrām until he has performed the rest of the rites of the pilgrimage at the proper time.
In beiden Fällen sind die Pilger verpflichtet, solche Opfergaben darzubringen, wie sie es sich leisten können und wie sie verfügbar sind. Zu diesem Zweck können Tiere wie Kamele, Rinder, Schafe und Ziegen geopfert werden.
In both cases, pilgrims are required to make such offerings as they can afford and are available. Animals such as camels, cows, sheep and goats can be offered for this purpose.
Wer die Mittel nicht besitzt, muss eine alternative Pflicht erfüllen. „Wer die Mittel nicht hat, soll drei Tage während der Pilgerfahrt fasten und sieben weitere Tage nach seiner Rückkehr nach Hause; das sind insgesamt zehn Tage." (Vers 196) Es wird empfohlen, die drei Tage vor dem Aufenthalt in ʿArafāt am neunten Tag des Dhu’l-Ḥijjah zu fasten. Die übrigen sieben Fastentage werden nach der Ankunft zu Hause absolviert, insgesamt zehn Tage, wie der Qurʾān deutlich darlegt.
Those who lack the means need to fulfil an alternative requirement. “He who lacks the means shall fast three days during the pilgrimage and seven more days on returning home; that is, ten days in all.” (Verse 196) It is recommended that fasting should be undertaken over the three days before attendance at `Arafāt on the ninth day of Dhu’l-Ĥijjah. The other seven days of fasting are undertaken following one’s arrival back home, a total of ten days in all, as the Qur’ān clearly points out.
Die Absicht dahinter scheint zu sein, die Herzen und Gedanken der Pilger in der Zeit zwischen der ʿUmra und der Pilgerfahrt an Gott gebunden zu halten. Die Pflicht zur Opfergabe oder zum Fasten dient vielleicht dazu, das Gefühl der Nähe zu Gott in der Zeit zwischen der ʿUmra und der Pilgerfahrt aufrechtzuerhalten. Daher würde das Aufheben der Beschränkungen des Ihrām nach Vollzug der ʿUmra die Menschen nicht von der hochgradig spirituellen Atmosphäre entfernen, die die Pilgerfahrt hervorruft.
The idea here apparently is to keep the pilgrims’ hearts and minds attached to God during the interval between the `Umrah and the pilgrimage. The requirement of sacrifice or fasting perhaps aims to maintain the feeling of being closer to God in the period between the `Umrah and pilgrimage. Thus, lifting the restrictions of consecration, or iĥrām, after performing the `Umrah would not lead people away from the highly spiritual atmosphere that the pilgrimage generates.
Da diejenigen, die in der Nähe der Heiligen Moschee wohnen, nur zum Hadsch verpflichtet sind und nicht zur ʿUmra, können sie auch nicht die Möglichkeit des Tamattuʿ haben. Sie haben kein Opfer darzubringen, und folglich gilt für sie auch die Vorschrift, stattdessen zehn Tage zu fasten, nicht: „Dies gilt für diejenigen, deren Familien nicht in der Umgebung der Heiligen Moschee wohnen.“ (Vers 196)
Since those who live close to the Sacred Mosque are required to perform the pilgrimage only, and not the `Umrah, they cannot have the option of tamattu`. They have no sacrifice to offer and, consequently, the ruling of fasting ten days instead does not apply to them, either: “This applies to those whose families are not resident in the vicinity of the Sacred Mosque.” (Verse 196)
An dieser Stelle lenkt die Sure die Aufmerksamkeit auf einen wichtigen und grundlegenden Aspekt des Verhältnisses des Menschen zu Gott. Sie ermahnt: „Fürchtet Gott und wisst, dass Er streng im Strafen ist.“ (Vers 196) Die Einhaltung dieser Vorschriften setzt ein ständiges Gefühl der Gottesfurcht und eine Wertschätzung der gewaltigen Macht Seiner Vergeltung voraus. Der Zustand des Ihrām verlangt seiner Natur nach ein hohes Bewusstsein für Gott und das Bestreben, Seinen Unmut nicht auf sich zu ziehen. Dieses muss mit gleicher Entschlossenheit und Aufrichtigkeit auch in der Zeit aufrechterhalten werden, in der die Pilger von den Beschränkungen des Ihrām befreit sind. Von den Pilgern wird erwartet, dass sie während der gesamten Zeit wachsam und selbstbeherrscht bleiben.
At this juncture the sūrah draws attention to a vital and fundamental aspect of man’s relationship with God. It exhorts: “Fear God, and know well that He is severe in retribution.” (Verse 196) The requirement for proper observance of these rulings would be an ever-present sense of God-fearing, and an appreciation of the awesome power of His retribution. By its very nature, iĥrām invokes a high sense of awareness” of God and an eagerness not to incur His displeasure, which must be maintained, with equal vigour and sincerity, during the interval when the pilgrims are relieved from the restrictions of iĥrām. Pilgrims are expected to remain vigilant and self-controlled throughout the whole period.
Die Sure fährt fort, weitere Einzelheiten zu den Ritualen der Pilgerfahrt zu geben. Sie legt die Zeit im Jahr fest, in der sie gültig ist, und erläutert ferner die Werte, die bei ihrer Durchführung zu beachten sind. Wie die vorangehende Passage schließt sie mit einer Ermahnung, Gott jederzeit zu fürchten.
The sūrah proceeds to give further details of the pilgrimage rituals. It defines the time of the year in which it is valid and explains further the values to be observed in its performance. Like the preceding passage, it closes with an exhortation to fear God at all times.
Die Pilgerfahrt findet in den dafür bestimmten Monaten statt. Wer in diesen Monaten die Pilgerfahrt unternimmt, soll während der Pilgerfahrt auf Unzucht, jegliches frevelhafte Verhalten und Streitereien verzichten. Was immer ihr an Gutem tut, Gott weiß es wohl. Versorgt euch gut: Die beste Wegzehrung aber ist die Gottesfurcht. Fürchtet also Mich, ihr, die ihr mit Verstand begabt seid.
“The pilgrimage takes place in the months appointed for it. Whoever undertakes the pilgrimage in those months shall, while on pilgrimage, abstain from lewdness, all wicked conduct and wrangling. Whatever good you do God is well aware of it. Provide well for yourselves: the best provision of all is to be God-fearing. Fear Me, then, you who are endowed with insight.” (Verse 197)
Der Text legt klar fest, dass die Pilgerfahrt nur innerhalb eines bestimmten Zeitraums im Jahr unternommen werden darf, der sich über die Monate Schawwāl, Dhu’l-Qa’da und die ersten zehn Tage von Dhu’l-Ĥijja erstreckt, also die letzten drei Monate im islamischen Mondjahr. Dementsprechend ist der iĥrām für die Pilgerfahrt – dies ist die Ansicht der schafiitischen Rechtsschule, die auf die angesehenen Gelehrten Ibn ʿAbbās, Jābir, ʿAṭāʾ, Ṭāwūs und Mudschāhid zurückgeführt wird – nur gültig, wenn er innerhalb dieses festgelegten Zeitraums begonnen wird, der als die „Pilgermonate“ bekannt ist. Mālik, Abū Ĥanīfa und Aĥmad ibn Ĥanbal sowie Ibrāhīm an-Nachaʿī, ath-Thaurī und al-Laith ibn Saʿd vertreten dagegen die Auffassung, dass der iĥrām für die Pilgerfahrt das ganze Jahr über gültig ist. Dennoch beschränken auch sie die eigentliche Durchführung der Pilgerriten auf den in der Sure genannten Zeitraum des Jahres.
The text is clear that pilgrimage may be undertaken only within a specified period of the year, which extends over the months of Shawwāl, Dhu’l-Qa’dah and the first ten days of Dhu’l-Ĥijjah, the last three months in the Islamic lunar year. Accordingly — and this is the view held by the Shāfi`ī school of thought and attributed to the reputable scholars Ibn `Abbās, Jābir, `Aţā’, Ţāwūs and Mujāhid— iĥrām for the purpose of pilgrimage is valid only when undertaken during this specified period, known as the “pilgrimage months”. However, Mālik, Abū Ĥanīfah and Aĥmad ibn Ĥanbal, as well as Ibrāhīm al-Nakha`ī, al-Thawrī and al-Layth ibn Sa`d, hold that iĥrām for pilgrimage is valid all the year round. Nevertheless, they restrict the actual performance of the pilgrimage rituals to the period of the year specified in the sūrah.
Die erstgenannte Ansicht scheint die Bedeutung des Qur'ān-Textes genauer wiederzugeben.
The former view appears to reflect more closely the meaning of the Qur’ānic text.
Sobald der Entschluss gefasst ist, die Pilgerfahrt zu vollziehen, indem man während der Pilgermonate in den Zustand des Iḥrām eintritt, „muss sich der künftige Pilger aller Unzucht, jeglichen frevelhaften Verhaltens und Streitens enthalten.“ Dies ist ein Aufruf zur völligen Enthaltsamkeit von allen Interessen, Beschäftigungen und Verhaltensweisen, die dem Geist der vollkommenen Hingabe und Gehorsam gegenüber Gott, der während der Pilgerfahrt herrschen soll, widersprechen oder ihn ablenken. Es bedeutet, sich über weltliche Bestrebungen zu erheben, sich ganz allein Gott zu widmen und sich um die notwendige Demut zu bemühen, wenn man sich in Seiner Heiligen Moschee verhält. Das Anlegen der ungenähten Gewänder des Iḥrām ist das Zeichen dafür, dass der Pilger alles abgelegt hat, was mit weltlicher Stellung oder mit Besitz zu tun hat, einschließlich der gewöhnlichen Kleidung.
Once a commitment is made to perform the pilgrimage, by entering into the state of iĥrām during the pilgrimage months, the would-be pilgrim “must abstain from lewdness, all wicked conduct and wrangling.” This is a call for total abstinence from all interests, preoccupations and behaviour that are in conflict with, or distract from, the spirit of total devotion and obedience to God which should prevail during pilgrimage. It entails rising above worldly pursuits, total devotion to God alone, and seeking to acquire the necessary humility when conducting oneself at His Sacred Mosque. Donning the unsewn garments of iĥrām is the signal that the pilgrim has discarded all that relates to worldly position or possession, including ordinary clothes.
Nachdem die Sure dargelegt hat, was zu meiden ist, vermittelt sie die Zusicherung: „Was immer ihr an Gutem tut, Gott weiß es wohl.“ (Vers 197) Dies wäre der größte Ansporn für den Gläubigen, mehr gute Taten zu vollbringen und Gott mehr von seiner Hingabe bezeugen zu lassen, was an sich schon eine Quelle der Zufriedenheit und des Lohnes ist.
Having pointed out what should be avoided, the sūrah conveys the reassurance that “Whatever good you do, God is well aware of it.” (Verse 197) This would be the greatest incentive for the believer to perform more good deeds, and to have God witness more of his devotion, which is in itself a source of contentment and recompense.
Gott ruft die Pilger dann dazu auf, für sich selbst zu sorgen, körperlich wie auch geistig, als Vorbereitung auf die anstrengende und fordernde Erfahrung der Pilgerfahrt.
God then calls on the pilgrims to provide for themselves, physically and spiritually, in preparation for the challenging and demanding experience of pilgrimage.
Es wird berichtet, dass sich eine Gruppe jemenitischer Pilger auf den Weg zur Pilgerfahrt machte, ohne Proviant für die Reise mitzunehmen, und behauptete, da sie beabsichtigten, das Heilige Haus Gottes zu besuchen, werde Er ihnen gewiss Versorgung gewähren. Dies steht in direktem Widerspruch zur islamischen Lehre, dass man zwar auf Gott vertrauen und sich Ihm anvertrauen, zugleich aber die notwendigen praktischen Mittel suchen und alle Maßnahmen ergreifen soll, um für sich selbst zu sorgen. Darüber hinaus zeugt eine solche Haltung von Dreistigkeit gegenüber Gott; die Vorstellung, Gott sei verpflichtet, für sie zu sorgen, ist von herablassender Anmaßung.
It has been reported that a group of Yemeni pilgrims set off for pilgrimage without carrying any provisions for the journey, claiming that, since they were intending to visit God’s Sacred House, He would surely provide for them. This conflicts directly with Islamic teaching that while one should rely on God and put one’s trust in Him, one should also seek the necessary practical means and take all measures to look after oneself. Furthermore, such an attitude smacks of impertinence towards God; the implication that God is obliged to provide is one of condescending arrogance.
Daher die eindringliche Mahnung: „Sorgt gut für euch selbst; die beste Wwegzehrung aber ist die Gottesfurcht. Fürchtet mich also, ihr, die ihr Verstand besitzt.“ (Vers 197)
Die Furcht vor Gott ist eine wahre Quelle sowohl materieller als auch geistiger Nahrung. Sie verleiht dem menschlichen Geist und Körper Kraft, Feinheit sowie körperliche und sittliche Unterstützung.
Hence the emphatic exhortation: “Provide well for yourselves: the best provision of all is to be God-fearing. Fear Me, then, you who are endowed with insight.” (Verse 197) The fear of God is a real source of both material and spiritual sustenance. It provides the human mind and body with strength, refinement and physical and moral support.
Diejenigen mit Einsicht und Verstand wären die Ersten, die diese Anweisung zu schätzen wüssten und von der göttlichen Versorgung profitieren würden.
Those with insight and understanding would be the first to appreciate this directive and benefit from divine provision.
Die Sure legt weitere Regeln der Pilgerfahrt dar. Sie erklärt, dass es den Pilgern erlaubt ist, während der Zeit der Pilgerfahrt Handel zu treiben oder einer Arbeit nachzugehen. Außerdem führt sie die Riten weiter aus.
The sūrah outlines more pilgrimage rules. It explains that it is permitted for pilgrims to engage in trade or employment during the pilgrimage period. It also adds further elaboration of rituals.
„Es ist keine Sünde für euch, nach der Gunst eures Herrn zu streben. Wenn ihr von ʿArafāt hinabströmt, gedenkt Gottes am heiligen Mash'ar al-Ḥarām [dem heiligen Wahrzeichen von Muzdalifah]."
“It is no sin for you to seek the bounty of your Lord. When you surge downward from `Arafāt, remember God at al-Mash`ar al-Ĥarām [the sacred landmark of Muzdalifah].
Gedenke Seiner, der dich rechtgeleitet hat. Zuvor warst du gewiss im Irrtum.
Remember Him who has given you guidance. Before this, you were certainly in error.
„Strömt von dort los, wo auch alle anderen Pilger strömen, und bittet Gott um Vergebung. Gott ist allvergebend, barmherzig“ (Verse 198–199)
Surge onwards from the place where all other pilgrims surge and pray God to forgive you. God is much-Forgiving, ever-Merciful” (Verses 198-199)
Al-Bukhārī überliefert, dass Ibn ʿAbbās sagte, dieser Vers sei offenbart worden, weil die Menschen es als unangenehm empfanden, während der Pilgerfahrt Handel zu treiben, wie sie es in vorislamischer Zeit auf Märkten wie ʿUkāẓ, Mijannah und Dhu'l-Majāz getan hatten. Auch Abū Dāwūd führt Ibn ʿAbbās an, der sagte, der Vers sei offenbart worden, weil die Menschen während der Pilgerzeit den Handel mieden, da sie diese Zeit für Gottesdienst und Andacht hielten.
Al-Bukhārī reports that Ibn Abbās said that this verse was revealed because people used to feel uneasy about conducting trade during the pilgrimage as they did in pre-Islamic days in such markets as `Ukāż, Mijannah and Dhu’l-Majāz. Abū Dāwūd also quotes Ibn Abbās as saying that the verse was revealed because people used to avoid trading during the pilgrimage season, as they considered it a time for worship and devotion.
Abū Umāmah al-Taymī fragte Abdullāh ibn `Umar: „Während der Pilgerfahrt bieten wir Transportdienste gegen Entgelt an. Ist unsere Pilgerfahrt gültig?“ Ibn `Umar sagte: „Umkreist ihr nicht die Ka`bah, tut ihr nicht gute Werke, werft ihr nicht die Steine und rasiert ihr nicht eure Köpfe?“ Als Abū Umāmah antwortete, dass sie all diese Dinge täten, sagte Ibn `Umar: „Als der Prophet ﷺ dieselbe Frage gestellt wurde, gab er keine Antwort, bis der Engel Gabriel ihm den Vers überbrachte, der besagt: »Es ist keine Sünde für euch, nach der Huld eures Herrn zu streben.«“
Abū Şāliĥ, ein Diener `Umars, des zweiten Kalifen, berichtet, dass er ihn gefragt habe, ob die Leute zur Zeit der Pilgerfahrt Handel treiben würden. `Umar antwortete: „Gewiss! Die Leute hatten keine andere Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen!“
Diese Zurückhaltung, während der Pilgerzeit Handel und Geschäfte zu treiben, ist nur ein Aspekt der neuen Sensibilität und Achtsamkeit, die der Islam in das Bewusstsein der Menschen gebracht hat und die ihnen eine neue Haltung gegenüber ihrer vorislamischen Lebensweise verlieh. Muslime suchten die Sichtweise des Islam zu erfahren oder auf Anweisungen zu warten, bevor sie bestimmte Handlungen vollzogen oder bestimmte Verhaltensweisen annahmen, wie zuvor im Hinblick auf das Ritual des Sa`ī zwischen den beiden Hügeln Şafā und Marwah erläutert wurde.
Abū Umāmah al-Taymī asked Abdullāh ibn `Umar: “While on pilgrimage we offer transport services for hire. Is our pilgrimage valid?” Ibn `Umar said, “Do you not make ţawāf around the Ka`bah, do good deeds, throw the stones, and shave your heads?” When Abū Umāmah replied that they did all those things, Ibn `Umar said, “When the Prophet was asked the same question, he gave no answer until the angel Gabriel conveyed to him the verse which states: “It is no sin for you to seek the bounty of your Lord.” Abū Şāliĥ, an attendant of `Umar, the second Caliph, is reported to have asked him whether people used to conduct trade during the pilgrimage season. `Umar replied, “Indeed! People had no other way of earning a living!” This reluctance to conduct trade and business during the pilgrimage season is but one aspect of the new sensitivity and awareness that Islam had brought to people’s minds, giving them a new attitude towards their pre-Islamic way of life. Muslims would seek to know the view of Islam, or await instructions, before performing certain actions or adopting certain modes of behaviour, as explained earlier with reference to the ritual of sa`ī between the two hills of Şafā and Marwah.
So ist Handel und Geschäftstätigkeit, einschließlich Vermietung und Verpachtung, während der Pilgerfahrt erlaubt. Tatsächlich beschreibt der Qur’ān solche Tätigkeiten als ein Mittel, „die Huld eures Herrn“ zu suchen. Wer also während der Pilgerfahrt durch Handel und Geschäft ein Einkommen zu erwerben sucht, sollte sich bewusst sein, dass er nur die Huld Gottes sucht und dass alles, was er empfängt, ihm von Gott gegeben wird. Nicht seine eigenen Bemühungen verschaffen ihm seinen Verdienst. Es ist Gott, der großzügige Geber, der uns alles gibt, was wir besitzen. Sobald der Pilger dies erkennt, wird er begreifen, dass er auch dann, wenn er Handel treibt, sich in einem Zustand der Hingabe an Gott befindet, der seine Einhaltung der Pflichten der Pilgerfahrt in keiner Weise verletzt oder befleckt. Sobald dieser Grundsatz in den Herzen und Köpfen der Gläubigen verankert ist, gestattet ihnen der Islam volle Freiheit, ihren Interessen nachzugehen, von denen jedes an sich als gültiger Akt der Anbetung gilt.
Thus, trading and commercial activity, including letting and leasing, are permitted during pilgrimage. In fact, the Qur’ān describes such activities as a means of seeking “the bounty of your Lord”. Thus, anyone who seeks to earn some income through trade and business in pilgrimage should feel that he only seeks God’s bounty and that whatever he receives is given to him by God. It is not his own efforts that give him his earnings. It is God, the generous giver who gives us all we have. Once this is appreciated by the pilgrim, he will realize that even as he is trading, he is in a state of devotion to God which in no way violates or defiles his observance of the pilgrimage duties. Once this principle is established in believers’ hearts and minds, Islam allows them total freedom to pursue their interests, every one of which would in itself be considered a valid act of worship.
Es ist daher kein Zufall, dass ein Vers, der die Riten der Pilgerfahrt behandelt, zugleich Anweisungen zum Erwerb durch Handel und geschäftliche Tätigkeiten enthält.
It is not by chance, therefore, that a verse dealing with the rituals of pilgrimage should also include instructions on earning through trade and commercial activities.
„Wenn ihr von ʿArafāt hinabströmt, so gedenkt Gottes beim heiligen Mash‘ar al-Ḥarām.“
“When you surge downward from `Arafāt, remember God at al-Mash`ar al-Ĥarām.
„Gedenke Dessen, Der dich rechtgeleitet hat. Zuvor warst du gewiss irregegangen.“ (Vers 198)
Der Aufenthalt in ʿArafāt ist die zentrale Pflicht der Pilgerfahrt. Es wird authentisch überliefert von ʿAbd al-Raḥmān al-Daylamī, dass der Prophet ﷺ sagte: „Die Pilgerfahrt ist der Aufenthalt in ʿArafāt. [Er wiederholte dies dreimal.] Wer vor Anbruch der Morgendämmerung [am zehnten Tag des Dhu l-Ḥiǧǧa] in ʿArafāt ankommt, hat diese Pflicht erfüllt. Die Tage von Minā sind drei; wer nach nur zwei Tagen abreist, begeht keine Sünde, ebenso wenig wie jener, der länger bleibt.“
Die vorgesehene Zeit für den Aufenthalt in ʿArafāt beginnt am Mittag des Tages von ʿArafāt, dem neunten Tag des islamischen Mondmonats Dhu l-Ḥiǧǧa, und endet am Morgen des folgenden Tages, dem Tag des Opfers. Aḥmad ibn Ḥanbal vertritt jedoch die Ansicht, dass die Zeit nicht am Mittag, sondern beim Anbruch des Tages von ʿArafāt beginnt. Dies stützt sich auf die Überlieferung von ʿUrwa al-Ṭāʾī, dass er zum Propheten ﷺ kam, als dieser sich in Muzdalifa zum Gebet begab, und ihm erklärte, dass er und sein Kamel von einem weit entfernten Ort gekommen seien und am Rande der Erschöpfung stünden, dass er sich nach Kräften bemüht habe, an jedem Hügel, den er passiert habe, zu verweilen, und wissen wollte, ob seine Pilgerfahrt dennoch gültig sei. Der Prophet ﷺ antwortete: „Wer heute mit uns am Gebet teilgenommen hat und mit uns verweilt, bis wir aufbrechen, und zuvor zu irgendeiner Zeit, bei Nacht oder bei Tag, in ʿArafāt war, hat die Pilgerfahrt vollendet und seine Pflichten erfüllt.“
Remember Him who has given you guidance. Before this you were certainly in error.” (Verse 198) Attendance at `Arafāt is the central duty of the pilgrimage. It is authentically reported on the authority of `Abd al-Raĥmān al-Daylamī that the Prophet Muĥammad said: “The pilgrimage is attendance at `Arafāt. [He repeated this three times.] He who arrives at `Arafāt before the break of dawn [on the tenth day of Dhu’l-Ĥijjah] will have fulfilled this duty. The days of Minā are three; those who depart after only two days incur no sin, nor do those who stay longer.” The scheduled time for attendance at `Arafāt begins at noon on the Day of `Arafāt, the ninth day of the Muslim lunar month of Dhu’l-Ĥijjah, and ends at the break of dawn the following morning, the Day of Sacrifice. Aĥmad ibn Ĥanbal, however, is of the opinion that the time begins at the break of day, rather than at noon, on the Day of `Arafāt. This is based on the report by `Urwah al-Ţā’ī that he had gone up to the Prophet, as he was going to prayer at Muzdalifah, and explained to him that having come from a long way away both he and his camel were on the point of exhaustion, and that he had done his best to stand at every hill he had passed, and wanted to know whether his pilgrimage would still be valid. The Prophet replied: “Anyone who has joined us in the prayer today and stands with us until we move on, having already been present in `Arafāt at any time, night or day, has completed the pilgrimage and fulfilled his obligations.”