Al-A'rāf (Die Höhen) | Die Konfrontation mit dem Pharao 103-137
Al-a`rāf (the Heights) | A Confrontation With Pharaoh 103-137
Danach sandten Wir Moses mit Unseren Zeichen zu Pharao und seinem Volk, doch sie lehnten diese in ihrem Hochmut ab. Schau nun, wie das Ende jener Unheilstifter war.
Then after those We sent Moses with Our signs to Pharaoh and his people, but they wilfully rejected them. Behold what happened in the end to those spreaders of corruption. (103)
Mose sagte: „Pharao, ich bin ein Gesandter vom Herrn der Welten.
Moses said: “Pharaoh, I am a Messenger from the Lord of all the worlds, (104)
Und er darf über Gott nichts als die Wahrheit sagen. Ich bin mit einem klaren Beweis von eurem Herrn zu euch gekommen. Darum lass die Kinder Israels mit mir ziehen.“ (105)
and may say about God nothing but the truth. I have come to you with a clear evidence from your Lord. So, let the Children of Israel go with me.” (105)
Er antwortete: „Wenn du mit einem Zeichen gekommen bist, dann bring es hervor, wenn du wahrhaftig bist.“ (106)
He answered: “If you have come with a sign, produce it then if you are so truthful.” (106)
Moses warf seinen Stab nieder, und dieser wurde sogleich zu einer deutlich sichtbaren Schlange.
Moses threw down his staff, and it immediately became a plainly visible serpent. (107)
Und er zog seine Hand hervor, und sie war [strahlend] weiß für die Betrachtenden. (108)
And he drew forth his hand, and it was [shining] white to the beholders. (108)
Die Vornehmen unter dem Volk des Pharaos sagten:
The great ones among Pharaoh’s people said:
„Dieser Mann ist in der Tat ein Zauberer von großer Geschicklichkeit“, (109)
“This man is indeed a sorcerer of great skill, (109)
„Er will euch aus eurem Land vertreiben!“ [Sprach der Pharao.] „Was also rätet ihr?“ (110)
who wants to drive you out of your land!” [Said Pharaoh] “What, then, do you advise?” (110)
Sie sagten: „Lass ihn und seinen Bruder ein wenig warten und sende Herolde in alle Städte (111)
They said: “Let him and his brother wait a while, and send heralds to all cities (111)
„Damit sie jeden Zauberer von großer Kunstfertigkeit vor dich bringen.“ (112)
to bring before you every sorcerer of great skill.” (112)
Die Zauberer kamen zu Pharao und sagten: „Gewiss, wir werden doch eine Belohnung erhalten, wenn wir es sind, die siegen.“
The sorcerers came to Pharaoh and said: “Surely there will be a handsome reward for us if it is we who prevail.” (113)
Antwortete [Pharao]: „Ja; und du wirst gewiss zu denen gehören, die mir nahe stehen.“ (114)
Answered [Pharaoh]: “Yes; and you will certainly be among those who are close to me.” (114)
Sie sagten: „O Mose! Entweder wirfst du zuerst, oder wir werden die Ersten sein, die werfen?“ (115)
They said: “Moses! Either you shall throw [first] , or we shall be the first to throw?” (115)
Er antwortete: „Werft ihr zuerst.“ Und als sie warfen, verzauberten sie die Augen der Menschen, erfüllten sie mit Furcht und brachten eine gewaltige Zauberei zur Schau. (116)
He answered: “You throw [first].” And when they threw [their staffs], they cast a spell upon people’s eyes and struck them with awe, making a display of great sorcery. (116)
Dann offenbarten Wir Moses: „Wirf deinen Stab!“
We then inspired Moses: “Throw your staff”.
Und es verschlang ihre trügerischen Machenschaften (117)
And it swallowed up their false devices (117)
So bewahrheitete sich die Wahrheit, und alles, was sie taten, erwies sich als vergeblich. (118)
Thus the truth prevailed and all their doings were proved to be in vain. (118)
Sie wurden dort und damals geschlagen und waren vollkommen gedemütigt. (119)
They were defeated there and then, and became utterly humiliated. (119)
Die Zauberer fielen nieder und warfen sich in Anbetung nieder, (120)
The sorcerers fell down prostrating themselves, (120)
und sprachen: „Wir glauben an den Herrn der Welten, (121)
and said: “We believe in the Lord of all the worlds, (121)
„des Herrn Moses und Aaron.“ (122)
the Lord of Moses and Aaron.” (122)
Pharao sprach: „Ihr glaubt an Ihn, noch bevor ich es euch erlaubt habe! Das ist wahrlich eine Verschwörung, die ihr in dieser Stadt ersonnen habt, um ihre Bewohner daraus zu vertreiben. Doch ihr werdet bald erkennen [die Folgen]. (123)
Pharaoh said: “You believe in Him even before I have given you permission! This is indeed a plot you have contrived in this city in order to drive out its people, but you shall soon come to know [the consequences]. (123)
„Ich werde euch die Hände und Füße wechselseitig abschneiden lassen, und danach werde ich euch alle kreuzigen.“ (124)
I shall have your hands and feet cut off on alternate sides, and then I shall crucify you all.” (124)
Sie antworteten: „Gewiss, zu unserem Herrn werden wir zurückkehren. (125)
They replied: “To our Lord we shall indeed return. (125)
„Ihr wollt nur deshalb Vergeltung an uns üben, weil wir an die Zeichen unseres Herrn geglaubt haben, als sie uns gezeigt wurden. Unser Herr, gewähre uns reichlich Geduld in der Bedrängnis und lass uns als Menschen sterben, die sich Dir ergeben haben.“ (126)
You want to take vengeance on us only because we have believed in the signs of our Lord when they were shown to us. Our Lord, grant us abundance of patience in adversity, and let us die as people who have surrendered themselves to You.” (126)
Die Vornehmen unter dem Volk des Pharaos sagten:
The great ones among Pharaoh’s people said:
„Wirst du zulassen, dass Musa und sein Volk Unheil im Land verbreiten und dich und deine Götter verlassen?“ Er antwortete: „Wir werden ihre Söhne töten und nur ihre Frauen am Leben lassen. Wir werden sie gewiss bezwingen.“ (127)
“Will you allow Moses and his people to spread corruption in the land and to forsake you and your gods?” He replied: “We shall put their sons to death and shall spare only their women. We shall certainly overpower them.” (127)
Mose sprach zu seinem Volk: „Wendet euch reuig zu Gott (allein).
Moses said to his people: “Turn to God (alone)
um Hilfe und seid standhaft. Die ganze Erde gehört Gott. Er lässt sie erben, wem Er will von Seinen Dienern. Die Zukunft gehört denen, die gottesfürchtig sind.“ (128)
for help and remain steadfast. The whole earth belongs to God. He allows it to be inherited by whomever He wills of His servants. The future belongs to those who are God-fearing.” (128)
Sie sagten: „Wir wurden unterdrückt, bevor du zu uns kamst, und seit du zu uns gekommen bist.“ Er erwiderte: „Es mag wohl sein, dass euer Herr euren Feind vernichtet und euch die Erde zum Erbe gibt. Dann wird Er sehen, wie ihr handelt.“ (129)
They said: “We have been oppressed before you came to us and since you have come to us.” He replied: “It may well be that your Lord will destroy your enemy and leave you to inherit the earth. He will then see how you conduct yourselves.” (129)
Wir haben das Volk des Pharaos mit Dürre und Mangel an Früchten heimgesucht, damit sie sich ermahnen lassen. (130)
We afflicted Pharaoh’s people with drought and poor harvests, so that they might take heed. (130)
Wenn ihnen etwas Gutes widerfuhr, sagten sie: „Das steht uns zu." Traf sie aber ein Übel, schrieben sie ihr Unglück Moses und denen zu, die mit ihm waren. Gewiss, ihr Schicksal liegt bei Gott, doch die meisten von ihnen wissen es nicht. (131)
Whenever something fine came their way, they would say: “This is our due”, but whenever affliction befell them, they attributed their ill omen to Moses and those who followed him. Surely, whatever befalls them has been decreed by God, though most of them do not know it. (131)
Sie sagten: „Was für ein Zeichen du auch immer vor uns bringen magst, um uns damit zu verzaubern, wir werden dir nicht glauben.“ (132)
They said [to Moses]: “Whatever sign you may produce before us in order to cast a spell on us, we shall not believe in you.” (132)
So sandten Wir ihnen die Sintflut, die Heuschrecken, die Läuse, die Frösche und das Blut als klare Zeichen; doch sie waren hochmütig und wurden zu einem sündigen Volk.
So We plagued them with floods, and locusts, and lice, and frogs, and blood: clear signs all; but they gloried in their arrogance, for they were evil-doing folk. (133)
Immer wenn eine Seuche sie heimsuchte, riefen sie:
Whenever a plague struck them, they would cry:
„Moses, bete für uns zu deinem Herrn aufgrund des Bundes, den Er mit dir geschlossen hat. Wenn du die Plage von uns abwendest, werden wir dir gewiss glauben und die Kinder Israels mit dir ziehen lassen.“ (134)
“Moses, pray to your Lord for us on the strength of the covenant He has made with you. If you lift the plague from us, we will truly believe in you, and we will let the Children of Israel go with you.” (134)
Doch als Wir die Plage von ihnen weggenommen hatten, bis zu einer Frist, die sie erreichen sollten, brachen sie ihr Versprechen.
But when We had lifted the plague from them, for a term they were sure to reach, they broke their promise. (135)
Also verhängten Wir Unsere Vergeltung über sie und ließen sie im Meer ertrinken, weil sie Unsere Zeichen für Lügen erklärten und achtlos an ihnen vorübergingen.
So We inflicted Our retribution on them, and caused them to drown in the sea, because they denied Our signs and were heedless of them.
(136)
(136)
Wir ließen die Menschen, die unterdrückt und für unbedeutend gehalten worden waren, die östlichen und westlichen Teile des Landes erben, das Wir gesegnet hatten.
We caused the people who were persecuted and deemed utterly low to inherit the eastern and western parts of the land which We had blessed.
So erfüllte sich das gnädige Versprechen deines Herrn an die Kinder Israels, weil sie in der Not standhaft gewesen waren; und Wir zerstörten alles, was Pharao und sein Volk errichtet hatten, und alles, was sie erbaut hatten. (137)
Thus your Lord’s gracious promise to the Children of Israel was fulfilled, because they were patient in adversity; and We destroyed all that Pharaoh and his people had wrought, and all that they had built. (137)
Vorschau
Preview
Diese Passage erzählt einen großen Teil der Geschichte von Moses mit Pharao und seinem Volk. Sie beginnt damit, dass Pharao und die führenden Männer unter seinem Volk mit der Tatsache konfrontiert werden, dass Gott der Herr des gesamten Universums ist, und endet mit dem Untergang Pharaos und seines Heeres im Meer. Dazwischen berichtet die Sure vom Wettstreit zwischen Moses und den Zauberern, der mit einem Sieg der Wahrheit endet, sowie von dem Bekenntnis der Zauberer, dass sie an den Herrn der Welten glauben, entsprechend dem Glauben, den Moses und sein Bruder Aaron verkündeten. Die Sure berichtet auch von Pharaos Drohungen, jene Zauberer zu bestrafen und zu töten.
This passage relates much of the history of Moses with Pharaoh and his people. It starts when Pharaoh and the leading figures among his people are confronted with the fact that God is the Lord of all the universe, and ends with the drowning of Pharaoh and his army. In between these events, the sūrah tells us of the contest between Moses and the magicians which ends up with a triumph for the truth, and the declaration by the sorcerers that they believe in the Lord of all the worlds, according to the concept preached by Moses and his brother Aaron. The sūrah tells us of Pharaoh’s threats to punish those magicians and to put them to death.
Dennoch hatte die Wahrheit ihre Herzen so sehr ergriffen, dass sie sich nicht mehr um Pharao scherten. Sie waren bereit, ihr Leben für ihren Glauben zu opfern.
Nevertheless, the truth had taken such a hold of their hearts that they no longer cared for Pharaoh. They were prepared to sacrifice their lives for their faith.
Die Sure berichtet auch von der Verfolgung, der die Kinder Israels ausgesetzt waren, und davon, wie Gott den Pharao und sein Volk mit Missernten bestrafte und ihnen außerdem Überschwemmungen sowie Heuschrecken-, Ameisen-, Frosch- und Blutplagen schickte. Jedes Mal baten sie Moses, zu seinem Herrn zu beten, dass er die Strafe von ihnen nehme. Doch sobald eine Strafe aufgehoben war, kehrten sie zu ihren irregeleiteten Wegen zurück und erklärten, dass sie nicht glauben würden, gleich welche Zeichen man ihnen zeige. Schließlich holte sie das Gesetz Gottes ein, und sie wurden ertränkt, weil sie die klaren Beweise, die ihnen gezeigt wurden, verworfen hatten, und weil sie den Zweck der Prüfungen übersahen, denen Gott jede Gemeinschaft unterziehen mag. Nach dem Gesetz Gottes prüft Er die Ungläubigen mit Not und Wohlstand, bevor Er sie vernichtet. Dann wurde dem Volk Moses' die Macht im Land übergeben als Lohn für seine Standhaftigkeit in der Prüfung der Not. Das bedeutete eine neue Prüfung mit dem Wohlstand.
The sūrah also tells us of the persecution to which the Children of Israel were subjected and how God punished Pharaoh and his people with poor harvests and also inflicted on them floods, and pests of locusts, ants, frogs and blood. Each time, they appealed to Moses to pray to his Lord to lift the punishment. However, whenever a punishment was lifted, they reverted to their erring ways, declaring that they would not believe, no matter what signs they were shown. Eventually, God’s law overtook them and they were drowned because of their rejection of the clear evidence shown to them and because they overlooked the purpose of the tests to which God may subject any community. According to God’s law, He tests unbelievers with hardship and affluence before destroying them. Then, power in the land was given to Moses’s people as a reward for their perseverance through the test of hardship. That meant a new test with affluence.
Als die Geschichte beginnt
As the Story Begins
„Danach sandten Wir Mose mit Unseren Zeichen zum Pharao und zu seinem Volk, doch sie lehnten sie aus Ungerechtigkeit ab. Schau, wie das Ende derer war, die Unheil stifteten.“ (Vers 103) Zunächst erfahren wir, dass die Sendung Moses’ nach jenen Gemeinschaften erfolgte, zu denen zuvor Propheten gesandt wurden. Die Sure hat uns von jeder dieser Gemeinschaften berichtet und davon, was mit ihren Leuten geschah, die die Botschaften jener Propheten zurückwiesen.
“Then after those We sent Moses with Our signs to Pharaoh and his people, but they wilfully rejected them. Behold what happened in the end to those spreaders of corruption.” (Verse 103) We first learn that Moses’s mission came after those communities to whom earlier prophets were sent. The sūrah has given us an account of each of those communities and what happened to their people who rejected the messages of those Prophets.
Die Sure beginnt nun mit der Geschichte von Moses, von dem Zeitpunkt an, als er Pharao und die Führungskräfte seiner Regierung mit der göttlichen Botschaft konfrontierte. Anschließend wird uns sehr kurz der Kern ihrer Antwort mitgeteilt und auf das Schicksal verwiesen, das sie erlitten. Pharaos Volk wies die Zeichen, die Gott ihm zeigte, vorsätzlich und unrechtmäßig zurück, ohne gebührende Überlegung oder Nachdenken. Wir stellen fest, dass der Koran häufig Begriffe wie „unrecht, ungerecht, Unterdrückung oder Übertretung“ anstelle von „Unglaube“ oder „Gott Teilhaber beigesellen“ verwendet. Hier verwendet der arabische Text die Wendung „sie begingen Ungerechtigkeit“ für das, was im übersetzten Text als „vorsätzliche Zurückweisung“ wiedergegeben wird. Tatsache ist, dass das Beigesellen von Teilhabern zu Gott oder das Zurückweisen des göttlichen Glaubens die schlimmste Form von Ungerechtigkeit und die abscheulichste Übertretung ist. Wer den Glauben zurückweist, nimmt eine unrechte Haltung gegenüber der grundlegenden Wahrheit der Einheit Gottes ein. Sie tun sich auch selbst Unrecht an, indem sie sich dem Untergang in diesem Leben sowie einer schweren Strafe im Jenseits aussetzen. Sie sind auch anderen Menschen gegenüber ungerecht, denn sie versuchen, diese von der Unterwerfung unter Gott, den einzigen Herrn des Universums, abzubringen, um sie zu zwingen, sich verschiedenen Gottheiten und Autoritäten zu unterwerfen. Es kann kein schlimmeres Unrecht geben als dieses. Daher heißt, nicht an Gott zu glauben, ungerecht zu sein, und wie der Koran sagt: „Wahrlich, die Ungläubigen sind die Unrechttuer.“ (2:254) Ebenso ist eine Person, die den Glauben zurückweist, eine Übertreterin, denn sie wendet sich vom geraden Weg zu Gott ab, um anderen Wegen zu folgen, die nur zur Hölle führen.
The sūrah now begins the story of Moses from when he confronted Pharaoh and the leaders of his government with the divine message. It then tells us very briefly the sum of their response, and refers to the fate they suffered. Pharaoh’s people wilfully and wrongfully rejected the signs shown to them by God, without proper consideration or reflection. We find that the Qur’ān often uses terms like, `wrongful, unjust, oppression or transgression’ in place of `disbelief’ or `associating partners with God’. Here the Arabic text uses the phrase `resorted to injustice’ for what is rendered in the translated text as `wilful rejection’. The fact is that the association of partners with God or rejecting divine faith is the worst type of injustice and the most ghastly transgression. Those who reject faith adopt a wrongful attitude towards the basic truism of God’s oneness. They also wrong themselves by exposing themselves to destruction in this life, as well as severe punishment in the life to come. They are also unjust to other human beings because they try to take them away from submission to God, the only Lord in the universe, in order to force them to submit to different deities and authorities. There can be no worse injustice than this. Hence, to disbelieve in God is to be unjust, and, as the Qur’ān states, “Truly, the unbelievers are the wrongdoers.” (2: 254) Similarly, a person who rejects faith is a transgressor, because he turns away from the straight path leading to God in order to follow other paths that lead only to hell.
Die Wahrheit, die ganze Wahrheit
The Truth, the Whole Truth
Diese Eröffnung der Geschichte verkörpert eine besondere Methode des Qur'ān, geschichtliche Berichte zu erzählen. Sie ist für diese Sure gewiss die passendste Methode, denn sie fügt sich gut in ihr zentrales Thema ein. Sie verrät gleich zu Beginn das Ergebnis. Danach geht sie zu den Einzelheiten über, damit wir die Ereignisse bis zu ihrem Abschluss verfolgen können. Was geschah also zwischen Moses und dem Pharao?
This opening of the story represents a particular Qur’ānic method of relating historical accounts. It is certainly the most appropriate method for this sūrah, because it fits in well with its central theme. It tells us the outcome right at the beginning. It then moves on to give the details, so that we may follow the events right up to their conclusion. What happened, then, between Moses and Pharaoh?
Mose sprach: „Pharao, ich bin ein Gesandter vom Herrn der Welten, und ich darf über Gott nichts als die Wahrheit sagen. Ich bin mit einem klaren Beweis von eurem Herrn zu dir gekommen. So lass die Kinder Israels mit mir ziehen.“ Er antwortete: „Wenn du mit einem Zeichen gekommen bist, dann bring es hervor, wenn du wahrhaftig bist.“ Da warf Mose seinen Stab nieder, und sogleich wurde er zu einer deutlich sichtbaren Schlange. Und er zog seine Hand hervor, und sie erschien den Betrachtern [strahlend] weiß. Die Vornehmsten unter dem Volk des Pharao sagten: „Dieser Mann ist wahrlich ein Zauberer von großer Kunstfertigkeit, der euch aus eurem Land vertreiben will!“ [Sprach Pharao:] „Was also rätst ihr?“ Sie sagten: „Lass ihn und seinen Bruder eine Weile warten und schick Herolde in alle Städte, die jeden Zauberer von großer Kunstfertigkeit vor dich bringen sollen.“ (Verse 104–112)
Moses said: ‘Pharaoh, I am a Messenger from the Lord of all the worlds, and may say about God nothing but the truth. I have come to you with a clear evidence from your Lord. So, let the Children of Israel go with me.” He answered: “If you have come with a sign, produce it then if you are so truthful.” Moses threw down his staff and it immediately became a plainly visible serpent. And he drew forth his hand, and it was [shining] white to the beholders. The great ones among Pharaoh’s people said: “This man is indeed a sorcerer of great skill, who wants to drive you out of your land!” [Said Pharaoh] “What, then, do you advise?” They said: “Let him and his brother wait a while, and send heralds to all cities to bring before you every sorcerer of great skill.” (Verses 104-112)
Hier ist die erste Begegnung zwischen Wahrheit und Falschheit, zwischen Glauben und Ablehnung. Es ist eine Szene, die den Gesandten, der die Menschen auffordert, an den Herrn der Welten zu glauben, den Tyrannen gegenüberstellt, die Herrschaft über ihr Volk beanspruchen und sie tatsächlich ausüben.
Here is the first encounter between truth and falsehood, faith and rejection. It is a scene which brings the Messenger, who calls on people to believe in the Lord of all the worlds, face to face with the tyrants who claim, and indeed practise, lordship over their people.
Konfrontation und Mobilisierung
Confrontation and Mobilization
Der Pharao war der Ansicht, dass er, wenn es ihm gelänge zu beweisen, dass Moses ein Lügner sei, alle seine Behauptungen widerlegen und jede Gefahr beseitigen könnte. Doch Moses hatte die vollständige Antwort:
Pharaoh felt that if he could prove that Moses was a liar, then all his claims could be refuted and all danger would be removed. But Moses had the complete answer:
„Moses warf seinen Stab hin, und sogleich wurde er zu einer deutlich sichtbaren Schlange. Und er zog seine Hand hervor, und sie war [strahlend] weiß für die Betrachter.“ (Verse 107-108) Dies kam für Pharao und die Ältesten seines Volkes völlig überraschend. Der Stab wurde zu einer echten Schlange, die „deutlich sichtbar“ war. In einer anderen Sure wird sie als „flinke Schlange“ beschrieben.15 (20: 20) Außerdem war Moses von dunkler Hautfarbe, doch als er seine Hand aus seiner Tasche zog, erschien sie sehr weiß, ohne jedes Anzeichen einer Krankheit. Dies war an sich schon ein Wunderzeichen, denn er musste seine Hand nur erneut in die Tasche stecken, damit sie wieder ihre ursprüngliche dunkle Hautfarbe annahm.16
“Moses threw down his staff, and it immediately became a plainly visible serpent. And he drew forth his hand, and it was [shining] white to the beholders.” (Verses 107-108) This came as a complete surprise to Pharaoh and the elders of his people. The staff became a real serpent which was “plainly visible”. It is described in another sūrah as “a scurrying snake”.15 (20: 20) Moreover, Moses was a man of dark complexion, but when he took his hand out of his pocket, it was seen as very white, without any sign of illness. This in itself was a miraculous sign, because he only had to put his hand in his pocket again for it to regain its original dark complexion.16
Also hätte Mose die Zeichen und Beweise gehabt, um seine Aussage zu bekräftigen, dass er ein Gesandter des Herrn der Welten sei. Doch würden Pharao und sein Volk eine so gefährliche Behauptung annehmen und Gott, den Herrn aller Welten, anerkennen? Welche Grundlage hätte Pharao dann für seine Herrschaft als König von Ägypten? Welche Rechtfertigung hätten seine Berater dafür, einflussreiche Stellungen einzunehmen, wo diese ihnen doch von Pharao selbst verliehen worden waren? Wie ließe sich das ganze System rechtfertigen, wenn alle Autorität im Universum dem Herrn gehörte, dem einzigen Gott? Wird diese Herrschaft anerkannt, muss das Gesetz Gottes gelten, und Gott allein wäre derjenige, dem gehorcht werden müsste. Welche Stellung hätte dann Pharao, wenn seine Herrschaft weder auf dem Gesetz Gottes beruht noch sich auf Seine Gebote stützt? Wenn Menschen die Herrschaft Gottes anerkennen, können sie keinen anderen Herrn haben, der ihnen seine Herrschaft und Gesetzgebung auferlegt. Sie unterwerfen sich dem Gesetz Pharaos, wenn Pharao ihr Herr ist. Wer einer Gemeinschaft seine Gesetzgebung aufzwingen kann, ist der Herr dieser Gemeinschaft, und sie nehmen dann einfach seine Religion an, was immer er ihnen sagt.
Sich dem Zauber und der Lüge entgegenstellen
Squaring Up to Sorcery and Falsehood
Der Koranbericht überspringt alle Maßnahmen, die der Pharao und seine Helfer ergriffen, um die Zauberer aus allen Winkeln des Reiches zu versammeln. Der Vorhang fällt nach der ersten Szene und hebt sich erneut, wobei sich der Wettstreit vor unseren Augen entfaltet, um diese Geschichte so darzustellen, als geschähe sie jetzt, direkt vor uns. Dies ist ein Merkmal des unnachahmlichen Stils des Korans.
The Qur’ānic account skips over all the measures taken by Pharaoh and his aides in gathering all the sorcerers from every corner of the kingdom. The curtain falls after the first scene to be raised again with the contest progressing in full view in order to show this history as if it is happening now, in front of us. This is a characteristic of the inimitable style of the Qur’ān.
„Die Zauberer kamen zu Pharao und sagten: ‚Gewiss, wir werden eine ansehnliche Belohnung erhalten, wenn wir es sind, die siegen.‘ Er antwortete: ‚Ja; und ihr werdet ganz gewiss zu denen gehören, die mir nahestehen.‘“ (Verse 113-114) Sie sind bloße Berufsleute. Für sie sind sowohl Zauberei als auch Priestertum Berufe. Ihr letztendliches Ziel, beide Tätigkeiten auszuüben, ist es, eine ansehnliche finanzielle Belohnung zu genießen. Im Dienst der Herrscher zu stehen und die Tyrannei niederzuringen, ist die Aufgabe, die der berufsmäßige Klerus übernimmt. Immer dann, wenn sich die allgemeine Lage in einem Land oder einer Gemeinschaft von der reinen Unterwerfung unter Gott entfernt, indem sie Ihm allein alle Herrschaft zuerkennt, und wenn eine Form falscher, willkürlicher Autorität das Gesetz Gottes ersetzt, stellen jene, die solche Autorität ausüben, fest, dass sie solchen berufsmäßigen Klerus benötigen. Die falsche Autorität ist stets bereit, diesen Klerus für seine Dienste zu entlohnen. Es ist ein Handel, der den gegenseitigen Interessen beider Parteien dient: Der Klerus erkennt jene falsche Autorität im Namen der Religion an, und die Machthaber versorgen sie mit Lohn und verleihen ihnen hohe Stellungen.
“The sorcerers came to Pharaoh and said: ‘Surely there will be a handsome reward for us if it is we who prevail.’ Answered [Pharaoh]: ‘Yes; and you will certainly be among those who are close to me.’” (Verses 113-114) They are mere professionals. To them, both sorcery and priesthood are professions. Their ultimate aim in carrying on with both vocations is to enjoy a handsome financial reward. Being in the service of rulers and overpowering tyranny is the task undertaken by professional clergy. Whenever the general situation in a country or a community moves away from pure submission to God, acknowledging all sovereignty to Him alone, and whenever a form of false, arbitrary authority replaces God’s law, those exercising such an authority find themselves in need of such professional clergy. The false authority is always ready to remunerate such clergy for their services. It is a deal which serves the mutual interests of both parties; the clergy acknowledge that false authority in the name of religion, and those exercising power provide them with wages and give them high positions.
Keine Erlaubnis, an Gott zu glauben
No Permission to Believe in God
Kein Tyrann, der absolute Macht genießt, kann je verstehen, wie das Licht in menschliche Herzen dringt oder wie Menschen die Geborgenheit des Glaubens genießen und das Glück erfahren, das er schenkt. Tyrannen üben ihre Macht über lange Zeit aus, weil die Menschen alles annehmen, was sie sagen. Mit der Zeit glauben sie, ihre Autorität reiche bis in die Gedanken, Herzen und Seelen der Menschen, obwohl sich diese in Wahrheit nur Gott unterwerfen. Daher war der Pharao völlig überrascht, als er sah, wie schnell die Zauberer den Glauben annahmen, zumal er nicht erkennen konnte, wie der Glaube in ihre Herzen eindrang, und nicht begreifen konnte, wie ihre Gedanken arbeiteten. Doch er erkannte rasch, wie ernst diese Entwicklung war und dass sie seine eigene Autorität bedrohte. Jene Zauberer, die eigentlich die Diener in den Tempeln in ganz Ägypten waren, waren versammelt worden, um die Botschaft von Moses und Aaron als falsch zu erweisen. Gerade diese Zauberer nahmen jedoch diese Botschaft an und erklärten ihre Unterwerfung unter Gott, den Herrn des Universums und von Moses und Aaron.
No tyrant enjoying absolute power can ever understand how light penetrates human hearts, or how people can enjoy the reassurance of faith and experience the happiness it imparts. Tyrants continue to exercise power for a long time, seeing that people accept whatever they say. With the passage of time they come to believe that their authority extends over people’s minds, hearts and souls, when these actually submit only to God. Hence, Pharaoh was totally surprised to see the sorcerers accept the faith so quickly, especially as he could not see the faith penetrating into their hearts and could not realize how their minds worked. But he was quick to recognize how serious this development was and that it threatened his very authority. Those sorcerers, who were actually the attendants in temples throughout Egypt, were gathered in order to prove Moses’s and Aaron’s message as false. It was those same sorcerers who accepted that message and declared their submission to God, the Lord of the universe and of Moses and Aaron.
Der Pharao spürte, wie sein Thron erbebte, und es ist allgemein bekannt, dass Thron und Krone alles verkörpern, was im Leben eines Tyrannen zählt. Tyrannen sind stets bereit, jedes Verbrechen ohne Zögern zu begehen, um ihre Macht zu bewahren: „Pharao sprach: ‚Ihr glaubt an Ihn, noch bevor ich es euch erlaubt habe! Dies ist wahrlich eine Verschwörung, die ihr in dieser Stadt ersonnen habt, um deren Bewohner hinauszutreiben. Doch ihr werdet bald erfahren [was die Folgen sind]. Ich werde euch die Hände und Füße wechselseitig abhacken lassen und euch dann alle kreuzigen.‘“ (Verse 123-124)
Pharaoh felt his throne shake, and it is well known that the throne and the crown represent all that is in the life of a tyrant. Tyrants are always ready to commit any crime, without hesitation, in order to retain power: “Pharaoh said: ‘You believe in Him even before I have given you permission! This is indeed a plot you have contrived in this city in order to drive out its people, but you shall soon come to know [the consequences]. I shall have your hands and feet cut off on alternate sides, and then I shall crucify you all.’” (Verses 123-124)
Ein entscheidender Sieg
A Decisive Victory
Es war ein entscheidender Augenblick in der Geschichte der Menschheit, denn er erlebte den Bankrott der brutalen Gewalt. Jene freien Menschen, die noch wenige Augenblicke zuvor den Pharao um ihren Lohn baten und hofften, sich seine Gunst zu erwerben, konnten sich nun über den Maßstab des Pharaos erheben. Sie hatten keine Furcht vor ihm, achteten kaum auf seine Drohungen und bereiteten sich darauf vor, der Verfolgung entgegenzutreten. Nichts in ihrem Leben oder in der materiellen Welt um sie herum hatte sich verändert. Es war nur eine feine Berührung, die einen sterblichen Menschen mit der Macht der Unsterblichkeit verbindet. Herzen und Seelen konnten nun Gottes Macht spüren, und die Gewissen waren bereit, göttliche Führung und ihr Licht zu empfangen. Diese feine Berührung bewirkt eine grundlegende Veränderung in der materiellen Welt und erhebt den Menschen auf einen Maßstab, den er sich nie hätte träumen lassen. Warnungen und Drohungen klingen daher hohl und bedeutungslos. Der Glaube geht seinen Weg beständig, ohne zu zögern und mit vollkommener Zuversicht.
It was a decisive moment in the history of mankind because it witnessed the bankruptcy of brute force. Those free individuals who only a few moments earlier were asking Pharaoh for their reward and hoping to win favour with him were now able to rise above Pharaoh’s standard, having no fear of him, paying little attention to his threats and preparing themselves to face persecution. Nothing in their lives or in the material world around them had changed. Only a subtle touch that connects a mortal human being to the power of immortality. Hearts and souls were now able to feel God’s power, and consciences were ready to receive divine guidance and its light. That subtle touch brings about a fundamental change in the material world and elevates man to a standard he could never have dreamed possible. Warnings and threats, then, sound hollow, meaningless. Faith goes along its way steadily, unhesitatingly and with complete reassurance.
An dieser Stelle fällt der Vorhang, und der Bericht des Qur'ān über diese Begegnung ist beendet. Die Szene hat ihren Höhepunkt erreicht. Ihre eindringliche Schilderung dient dem psychologischen Zweck, den dieser Bericht verfolgt. Es ist die Methode des Qur'ān, Herzen und Seelen mit der Botschaft des Glaubens und mit der Sprache künstlerischen Ausdrucks anzusprechen, und zwar in einem Maß an Harmonie, wie es nur der Qur'ān erreichen kann.
At this point the curtain falls and the Qur’ānic account of this encounter is over. The scene has reached its climax. Its powerful description serves the psychological purpose behind relating this account. It is the method of the Qur’ān that addresses hearts and souls with the message of faith and the language of artistic expression in a degree of harmony that only the Qur’ān can achieve.
Was als Korruption gilt
What Constitutes Corruption
Lassen Sie uns nun den Faden der Geschichte wieder aufnehmen, während sich der Vorhang zu einer vierten Szene hebt, in der sich eine Verschwörung abspielt. Die Berater des Pharaos waren der Ansicht, dass sie Moses und jenen, die mit ihm glaubten, eine kleine Minderheit, wie sie nun einmal waren, nicht ungestraft lassen könnten. Sie begannen zu planen und anzustiften. Sie wollten, dass der Pharao entschieden gegen Moses und seine Anhänger vorgeht, und hielten ihm das Gespenst des Verlusts seiner gesamten Macht und Stellung vor Augen, falls er eine nachsichtige Haltung einnehme. Sie warnten ihn davor, dass der neue Glaube, der auf der Einheit Gottes und der Herrschaft Gottes über das Universum beruht, Wurzeln in der Gesellschaft schlagen könnte. Der Pharao wurde zornig und begann, seine Drohungen auszusprechen, in dem Gefühl, die Macht zu haben, die Rebellion niederzuschlagen: „Die Vornehmen unter dem Volk des Pharaos sagten: ‚Wirst du Moses und seinem Volk erlauben, Unheil im Land zu stiften und dich und deine Götter zu verlassen?' Er antwortete: ‚Wir werden ihre Söhne töten lassen und nur ihre Frauen am Leben lassen. Wir werden sie gewiss bezwingen.'" (Vers 127)
Let us now pickup the thread of the story as the curtains are drawn back to reveal a fourth scene where conspiracy is taking place. Pharaoh’s advisers felt that they simply could not allow Moses and those who believed with him, a small minority as they were, to go unpunished. They began to plot and instigate. They wanted Pharaoh to take strong action against Moses and his followers, raising before him the spectre of losing all his power and position, should he take a lenient attitude. They warned him against the possibility that the new faith, based on God’s oneness and Lordship of the universe, could be allowed to establish roots in society. Pharaoh was furious and began to issue his warnings feeling that he had the power to suppress the rebellion: “The great ones among Pharaoh’s people said: `Will you allow Moses and his people to spread corruption in the land and to forsake you and your gods?’ He replied: ‘We shall put their sons to death and shall spare only their women. We shall certainly overpower them.’” (Verse 127)
Der Pharao beanspruchte nicht die Göttlichkeit in dem Sinne, dass er der Schöpfer und Lenker des Universums war oder Macht über die Naturkräfte besaß. Er beanspruchte lediglich, der Gott seines unterworfenen Volkes zu sein, in dem Sinne, dass er es nach seinem eigenen Gesetz regierte und dass es in allen seinen Angelegenheiten seinem Willen unterworfen war. Dies beanspruchen auch heute noch alle Herrscher, die ihr eigenes Gesetz durchsetzen und ihren eigenen Willen aufzwingen. Dies ist Herrschaft (Rububiyya) im sprachlichen wie im praktischen Sinne.
Pharaoh did not claim Godhead in the sense that he was the creator and controller of the universe, or that he had power over natural forces. He simply claimed to be the god of his subjugated people, in the sense that he ruled them according to his own law and that they were subject to his will in all their affairs. This is still claimed by every ruler who enforces his own law and imposes his own will. This is lordship in both its linguistic and practical senses.
Wie die Wahrheit Tyrannen beunruhigt
How the Truth Unnerves Tyrants
Der Pharao leitete seine Autorität früher von der Religion ab, die auf der Verehrung jener Götter beruhte, indem er sich als der Lieblingssohn dieser Götter darstellte. Es war keine leibliche Vaterschaft, denn die Menschen wussten sehr wohl, dass der Pharao von einem menschlichen Paar geboren worden war. Es war eine symbolische Beziehung, die ihm die Autorität sicherte, seine Macht auszuüben. Wenn Moses und sein Volk Gott, den Herrn aller Welten, verehren und jene Gottheiten, die von den Ägyptern angebetet wurden, aufgeben würden, dann würden sie damit praktisch das Fundament der geistlichen Autorität des Pharaos über sein Volk zerstören. Wir müssen hier bedenken, dass die Menschen selbst Übertreter waren und daher ihr Gehorsam gegenüber dem Pharao, wie Gott selbst sagt: „So machte er sein Volk zu Narren, und sie gehorchten ihm. Sie waren wahrlich Frevler.“ (43:54)
Pharaoh used to derive his authority from the religion based on the worship of those gods, making out that he was the favourite son of those gods. It was not a physical parenthood, because people knew very well that Pharaoh was born to a human couple. It was a symbolic relationship, which ensured for him the authority to exercise his power. If Moses and his people were to worship God, the Lord of all the worlds, forsaking those deities worshipped by the Egyptians, then they are practically destroying the foundation of Pharaoh’s spiritual authority over his people. We must remember here that the people themselves were transgressors, and hence their obedience to Pharaoh, as God Himself states: “Thus did he make fools of his people, and they obeyed him. They were indeed transgressors.” (43: 54)
Dies ist in der Tat die richtige Deutung der Geschichte. Pharao hätte von seinem Volk nicht gehorcht werden können, als er es zum Narren hielt, wenn sie nicht Frevler gewesen wären.
This is indeed the correct interpretation of history. Pharaoh could not have been obeyed by his people when he made fools of them, had they not been transgressors.
Ein Gläubiger lässt sich von der Tyrannei schlicht nicht täuschen und gehorcht ihr in keinerlei Hinsicht, denn er weiß, dass ein solcher Gehorsam mit dem wahren Glauben nicht vereinbar ist. Dies war es, was für das Regime und die Macht des Pharao eine Bedrohung darstellte, als Moses die Menschen aufrief, an Gott, den Herrn aller Welten, zu glauben. Die Bedrohung zeigte sich in der positiven Antwort der Zauberer und in der Annahme des neuen Glaubens durch eine Minderheit von Moses' eigenem Volk. Ebenso fühlt sich jede gesellschaftliche Ordnung, die auf der Herrschaft einiger Menschen über andere gründet, durch jeden Ruf bedroht, der darauf abzielt, die Herrschaft Gottes allein anzuerkennen, oder zu erklären, dass es keine Gottheit außer Gott gibt. Wir sprechen hier vom wahren Sinn dieser Erklärung, die Menschen in die Gemeinschaft des Islam führt, nicht von ihrem verwässerten Sinn, der heutzutage vorherrscht.
Wem die Zukunft gehört
To Whom the Future Belongs
Die Sure lässt den Pharao und seine Clique ihre Verschwörung ausbrüten und zeichnet eine neue Szene, die uns den Eindruck vermittelt, dass der Pharao seine Drohungen und Warnungen in die Tat umgesetzt hat. Nun sehen wir den Propheten Moses, der zu seinem Volk spricht, mit der Sprache und der Leidenschaft eines Propheten, der seinen Herrn wirklich kennt und weiß, wie Seine Wille wirkt. Er prägt ihnen ein, dass man Widrigkeiten mit Geduld ertragen und Gottes Hilfe suchen muss, um sie zu überwinden. Er klärt sie über die Gesetze auf, die Gott im Universum eingerichtet hat, und macht ihnen deutlich, dass die ganze Erde allein Gott gehört und dass Er sie nach Seinem Willen jeder Gruppe Seiner Diener zum Erbe gibt. Die letzte Prüfung wird unweigerlich denen zuteil, die niemanden außer Gott fürchten. Sie klagen ihm, dass sie schon vor seinem Kommen eine Welle von Verfolgung und Folter erduldet haben, ähnlich jener, die sie nach seinem Erscheinen erleiden. Sie empfinden eine solche Verfolgung als endlos. Er erklärt, dass er aufrichtig hofft, Gott werde ihren Feind vernichten und sie zu Erben des Landes machen, um zu sehen, wie sie sich verhalten, wenn ihnen das Vertrauen übertragen wird, menschliches Leben auf Erden aufzubauen: „Moses sprach zu seinem Volk: ‚Wendet euch um Hilfe an Gott (allein) und bleibt standhaft. Die ganze Erde gehört Gott.“
The sūrah leaves Pharaoh and his clique to cook up their conspiracy and portrays a new scene that imparts to us the impression that Pharaoh put his threats and warnings into effect. Now we see the Prophet Moses speaking to his people in the language and with the passion of a prophet who truly knows His Lord and how His will works. He impresses on them the need to endure adversity with patience and to seek God’s help to overcome it. He enlightens them about the rules God has put in place in the universe, making it clear to them that the whole earth belongs to God alone and that He causes it to be inherited by any group of His servants according to His will. The ultimate trial will inevitably be given to those who fear none other than God. They complain to him that before he came they endured a wave of persecution and torture similar to that which they now suffer after his arrival. They feel that such persecution is endless. He declares that he sincerely hopes that God will destroy their enemy and cause them to be the heirs of the land to see how they conduct themselves when they are given the trust of building human life on earth: “Moses said to his people: ‘Turn to God (alone) for help and remain steadfast. The whole earth belongs to God.
Er gestattet, dass es an diejenigen von Seinen Dienern vererbt wird, die Er will. Die Zukunft gehört den Gottesfürchtigen.“ Sie sagten: „Wir wurden unterdrückt, bevor du zu uns kamst, und seit du zu uns gekommen bist.“ Er antwortete: „Es mag sehr wohl sein, dass euer Herr euren Feind vernichten und euch die Erde zum Erbe machen wird. Dann wird Er sehen, wie ihr handelt.“ (Verse 128–129)
Wer bringt Unglück?
Who Brings Bad Omen
Wir haben das Volk des Pharaos mit Dürre und Missernten heimgesucht, damit sie sich ermahnen lassen. Wenn ihnen aber etwas Gutes widerfuhr, sagten sie: „Das steht uns zu“; und wenn sie ein Unglück traf, schrieben sie ihr böses Vorzeichen Moses und denen zu, die mit ihm waren. Doch wahrlich, was ihnen widerfährt, ist bei Gott beschlossen, aber die meisten von ihnen wissen es nicht. (Verse 130-131)
We afflicted Pharaoh’s people with drought and poor harvests, so that they might take heed. Whenever something fine came their way, they would say: “This is our due”, but whenever affliction befell them, they attributed their ill omen to Moses and those who followed him. Surely, whatever befalls them has been decreed by God, though most of them do not know it. (Verses 130-131)
Hier haben wir eine weitere Szene der Geschichte, in der Pharao und sein Volk die Früchte von Unrecht und Tyrannei zu kosten beginnen, während sich die Versprechen erfüllen, die Moses seinem Volk gegeben hat, gestützt auf sein Vertrauen in seinen Herrn. Auch die Warnungen, die in der gesamten Sure betont und durchgehend in der Geschichte bekräftigt werden, erweisen sich als wahr.
Here we have another scene in the story whereby Pharaoh and his people begin to taste the fruits of injustice and tyranny, while the promises Moses has given to his people, based on his trust in his Lord, come true. The warnings, stressed in the entire sūrah and endorsed throughout the story, are also seen to be true.
Die Szene beginnt in ruhiger Stimmung, doch wir spüren, wie sich langsam der Sturm zusammenbraut. Wenn sich der Vorhang schließen soll, erreicht der Sturm seinen Höhepunkt, richtet Verwüstung an und fegt die Tyrannen hinweg. Wir erfahren auch, dass die Kinder Israels für ihre Standhaftigkeit gut belohnt wurden, während Pharao und sein Volk für ihre Übertretung bestraft wurden. Sowohl Gottes Verheißungen als auch Seine Warnungen sind eingetroffen. Auch das Naturgesetz, das Er eingesetzt hat und wonach Ungläubige, nachdem sie durch Not und Wohlstand geprüft wurden, der Vernichtung preisgegeben werden, hat sich in vollem Umfang bewährt.
The scene starts on a quiet note, but we can feel the storm gathering slowly. When the curtains are about to fall, the storm is at its highest, wreaking destruction and wiping the tyrants out. We also learn that the Children of Israel have been well rewarded for their steadfastness, while Pharaoh and his people were punished for their transgression. Both God’s promises and warnings have come true. The law of nature which He has established, sentencing unbelievers to destruction after testing them with hardship and affluence, has also operated in full:
Wir suchten das Volk Pharaos mit Dürre und Missernten heim, damit sie sich ermahnen lassen. Wenn ihnen etwas Gutes widerfuhr, sagten sie: „Das steht uns zu.“ Doch wenn sie Unheil traf, schrieben sie ihr böses Vorzeichen Moses und denen zu, die ihm folgten. Gewiss, was ihnen widerfährt, ist von Gott bestimmt, doch die meisten von ihnen wissen es nicht. Sie sagten [zu Moses]: „Welches Zeichen du auch vor uns bringst, um uns damit zu verzaubern, wir werden dir nicht glauben.“ Da schickten Wir Überschwemmungen, Heuschrecken, Läuse, Frösche und Blut über sie: lauter deutliche Zeichen. Doch sie waren hochmütig und stolz, denn sie waren ein sündiges Volk. Wann immer eine Plage über sie kam, riefen sie: „Moses, bete für uns zu deinem Herrn aufgrund des Bundes, den Er mit dir geschlossen hat. Wenn du die Plage von uns abwendest, werden wir dir gewiss glauben und die Kinder Israels mit dir ziehen lassen.“ Doch als Wir die Plage von ihnen bis zu einer Frist, die sie erreichen sollten, abgewendet hatten, brachen sie ihr Versprechen. Da nahmen Wir Vergeltung an ihnen und ließen sie im Meer ertrinken, weil sie Unsere Zeichen für Lügen erklärten und achtlos an ihnen vorübergingen. Und Wir ließen das Volk, das unterdrückt und für gering erachtet worden war, die östlichen und westlichen Teile des Landes erben, das Wir gesegnet hatten. So erfüllte sich das gnädige Versprechen deines Herrn an die Kinder Israels, weil sie geduldig ausharrten. Und Wir zerstörten alles, was Pharao und sein Volk errichtet hatten, und alles, was sie erbaut hatten. (Verse 130–137)
für ihre Übeltaten. Doch die meisten von ihnen erkennen dies nicht. Diese Ungläubigen der Vorzeit glichen jenen, die sich in unserer Gegenwart einen „wissenschaftlichen Pragmatismus“ zuschreiben, um ihre Leugnung des Willens Gottes und Seiner Lenkung dessen, was jenseits unserer Welt liegt, zu rechtfertigen. Ähnlich sind jene „wissenschaftlichen Sozialisten“, die ihre schlechten Ernten einer feindseligen Natur zuschreiben! Sie alle sind unwissend und ohne Erkenntnis.
for their misdeeds. But most of them do not recognize this. These ancient unbelievers were the same as those who in our present day claim for themselves `scientific pragmatism’ in order to justify their denial of God’s will and His control of what lies beyond our world. Similar to them are those ‘scientific socialists’ who attribute their poor harvests to an antagonistic nature! All of them are ignorant, devoid of knowledge.
Die Versprechen der Ungläubigen Doch das Volk des Pharaos war zu hochmütig, beharrte stets auf seinen bösen Wegen und achtete weder auf die Zeichen Gottes noch auf irgendeine Prüfung, der es ausgesetzt wurde. Sie sagten zu Moses: „Welches Zeichen du auch vor uns bringst, um uns damit zu verzaubern, wir werden dir nicht glauben.“ (Vers 132) Es ist eine Haltung der Überheblichkeit, die keine Ermahnung annimmt und auf keinen Beweis reagiert. Es ist die Haltung eines Menschen, der nicht sehen und nicht prüfen will, denn er erklärt sein Beharren auf der Zurückweisung der Botschaft schon, bevor ihm ein Beweis gezeigt wird. So glaubt er sich in der Lage, den Beweis insgesamt abzutun. Diese Haltung zeigen Ungläubige häufig, nachdem sie von der Wahrheit und ihren klaren Beweisen überwältigt wurden, während sie erkennen, dass ihre Interessen, ihr Reichtum, ihre Autorität und ihre Macht woanders liegen und dort besser gewahrt sind, wenn sie die Wahrheit ganz verleugnen.
The Promises of Unbelievers But Pharaoh’s people were too arrogant, always persisting with their evil ways and paying no heed to God’s signs or to any test to which they were put. They said to Moses: “Whatever sign you may bring before us in order to cast a spell on us, we shall not believe in you.” (Verse 132) It is an attitude of arrogance that will heed no reminder and will not respond to any proof. It is the attitude of a person who does not want to look or evaluate, because he declares his insistence on rejecting the message, even before proof is shown to him. Thus, he feels able to dismiss the proof altogether. This is an attitude which is frequently demonstrated by unbelievers after they have been overwhelmed by the truth and its clear proofs, while they recognize that their interests, wealth, authority and power belong elsewhere and are better served by denying the truth altogether.
An dieser Stelle greift die höchste Macht Gottes ein: „Da schickten Wir ihnen die Sintflut, die Heuschrecken, die Läuse, die Frösche und das Blut als deutliche Zeichen. Doch sie hochmütig blieben und ein sündiges Volk waren.“ {Sure 7:133} Alle diese deutlichen Zeichen dienten als Prüfung und als Warnung. Ihre Bedeutung war sehr klar, und alle gaben dieselbe Botschaft, wobei jedes folgende das vorher Gesagte bekräftigte. Diese deutlichen Zeichen wurden ihnen einzeln gezeigt, doch die Sure erwähnt sie hier alle zusammen. Jedes Mal, wenn eine dieser Plagen sie traf, eilten sie zu Moses und flehten ihn an, zu seinem Herrn zu beten, dass er sie rette. Jedes Mal versprachen sie, die Kinder Israels mit ihm ziehen zu lassen, wenn er nur ihre Not lindere. Sie erkannten, dass sie selbst keine Möglichkeit hatten, ihre Not zu beheben: „Sooft eine Plage sie traf, sprachen sie: ‚O Moses, bete für uns zu deinem Herrn kraft des Bundes, den Er mit dir geschlossen hat. Wenn du die Plage von uns abwendest, werden wir dir gewiss glauben und die Kinder Israels mit dir ziehen lassen.‘“ {Sure 7:134} Jedes Mal brachen sie ihr Versprechen und kehrten zu ihren gleichen Wegen und Gebräuchen zurück, sobald die Plage von ihnen gewichen war. Doch die Plage wurde nur gemäß dem Willen Gottes abgewendet, damit Er sie für eine Weile gewähren ließ, bis ihre bestimmte Frist gekommen war: „Als Wir die Plage von ihnen bis zu einer Frist, die sie erreichen sollten, weggenommen hatten, brachen sie ihr Versprechen.“ {Sure 7:135}
Vergeltung an verstockten Ungläubigen
Wreaking Vengeance on Hardened Unbelievers
Trotz ihrer heidnischen Religion, ihrer völligen Unwissenheit und ihrer Übertretung, durch die Pharao sie zu Narren halten konnte, eilten sie dennoch immer wieder zum Propheten Mose, flehten ihn an, zu seinem Herrn zu beten, aufgrund des Bundes, den er mit Ihm hatte. Sie empfanden dies als den einzigen Weg, dass die Plage aufgehoben würde. Doch die Machthaber weigerten sich, ihre Versprechen einzuhalten, denn ihre gesamte Autorität gründete sich auf ihren Anspruch, dass Pharao der Herr seines Volkes sei. Sie fürchteten, was geschehen würde, wenn die Herrschaft Gottes anerkannt würde. Das hätte bedeutet, dass das gesamte System zusammenbricht, das Souveränität und gesetzgebende Gewalt dem Pharao zuwies, und einem System Platz macht, das die Souveränität allein Gott zuerkennt.
Despite their pagan religion, their total ignorance, and their transgression which enabled Pharaoh to take them as fools, they still rushed to the Prophet Moses, time and again, beseeching him to pray to his Lord on account of the covenant he had with Him. They felt that was the only way for the plague to be lifted. But those in power refused to honour their promises because their whole authority was based on their claim that Pharaoh was the Lord of his people. They feared what would have happened if God’s Lordship was to be recognized. That would have meant that the entire system, which assigned sovereignty and legislative authority to Pharaoh, would collapse, giving way to a system which recognized sovereignty as belonging only to God.
In der heutigen Zeit der Unwissenheit (jāhiliyyah) mag Gott zwar zulassen, dass Schädlinge die Ernten bedrohen, doch die Menschen wenden sich überhaupt nicht wieder Gott zu. Wenn die Bauern das natürliche Gefühl verspüren, das Menschen in Zeiten der Not auch dann überkommt, wenn sie Ungläubige sind, nämlich dass es Gott ist, der diese Plagen sendet, und wenn sie sich Gott zuwenden und Ihn bitten, diese Heimsuchung abzuwenden, dann sagen ihnen die Verfechter einer falschen „Wissenschaft“, ihr Handeln sei tief in Aberglauben und Metaphysik verwurzelt. Mit einer sehr spöttischen Haltung versuchen sie, sie in einen Zustand der Ablehnung zurückzuführen, der weit schlimmer ist als der der alten Heiden.
In present-day jāhiliyyah, God may allow pests to threaten harvests, but people do not turn back to God at all. If the farmers experience the natural feeling which occurs to human beings, even unbelievers, in times of hardship, that it is God who sends these plagues, and if they turn to God praying to Him to lift this affliction, the advocates of false `science’ tell them that their action is deeply rooted in superstition and metaphysics. They adopt a very sarcastic attitude in order to turn them back to a state of rejection that is far worse than that of ancient pagans.
Das Ende vollzieht sich dann gemäß Gottes Gesetz der Bestrafung der Ungläubigen, nachdem Er sie sowohl mit Prüfung durch Not als auch durch Wohlstand geprüft hat.
15 Tierfachleute unterscheiden zwischen Schlangen und Nattern, doch sie gehören derselben Art an.
15 Animal specialists differentiate between serpents and snakes, but they belong to the same species.
16 Das bedeutet, dass die Verwandlung der Hand des Mose nur vorübergehend war, denn seine Hand nahm wieder ihre ursprüngliche Farbe an, bis er das Zeichen Gottes erneut zeigen musste. — Anmerkung des Herausgebers.
16 This means that the transformation of Moses’s hand was only temporary, as his hand would resume its original colour until he needed to show God’s sign again. — Editor’s note.
Der Autor schrieb in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Es versteht sich von selbst, dass seine Bemerkung über zeitgenössische Diktatoren heute in gleicher Weise zutrifft. — Anmerkung des Herausgebers.
17 The author was writing in the second half of the twentieth century. Needless to say, his remark about contemporary dictators applies today in the same manner. — Editor’s note.
18 Als die ehemalige Sowjetunion und der kommunistische Block schlechte Ernten einfuhren, fand Chruschtschow keine andere Erklärung als zu sagen: „Die Natur wirkt gegen uns.“ Dies kam von dem Mann, der darauf bestand, jede unsichtbare Kraft zu leugnen, und behauptete, an den wissenschaftlichen Sozialismus zu glauben. Seine Haltung war eine der bewussten Blindheit. Denn was ist diese „Natur“, die einen Willen hat, sich dem Menschen entgegenzustellen?
18 When the former Soviet Union and the Communist Bloc suffered poor harvests, Khrushchev could find no explanation other than to say, “nature is opposing us.” This came from the man who insisted on denying any unseen force and claimed to believe in scientific socialism. His attitude was one of deliberate blindness. Otherwise, what is this “nature” which has a will to oppose human beings?
19 Al-Ţabarī, Ibn Jarīr, Jāmi` al-Bayān, Beirut, Bd. 6, S. 34
19 Al-Ţabarī, Ibn Jarīr, jāmi` al-Bayān, Beirut, Vol. 6, p. 34