Al-Furqan (Die Unterscheidung)
Al-Furqan (The Criterion)
Prolog
Prologue
Diese Sure, eine in Mekka offenbarte, scheint darauf abzuzielen, den Propheten ﷺ zu trösten und ihm Trost, Zuversicht und Beistand zu spenden, als er sich der hartnäckigen Ablehnung, der Misshandlung, dem hochmütigen Streit und der offenen Feindseligkeit der götzendienerischen Quraisch gegenüberstand. Zum einen zeigt sie die göttliche Güte, die Gott Seinem Gesandten ﷺ zuteilwerden ließ, indem sie seinen Schmerz vertrieb, sein Herz tröstete, sodass es vor Zuversicht überfloss, und ihm eine Fülle an Fürsorge und Mitgefühl erwies. Zum anderen schildert sie den erbitterten Kampf gegen hochmütige Menschen, die sich hartnäckig dem Gesandten Gottes ﷺ widersetzen, Falschheit mit Überheblichkeit verbinden und Feindseligkeit mit dem eigensinnigen Zurückweisen der göttlichen Rechtleitung.
This sūrah, a Makkan revelation, appears to aim at comforting the Prophet and giving him solace, reassurance and support as he faced the stubborn rejection, maltreatment, haughty argument and open hostility of the Quraysh idolaters. In one aspect, it shows the divine kindness bestowed by God on His Messenger, dispelling his pain, comforting his heart so that it overflowed with reassurance and showing him an abundance of care and compassion. In another aspect, it portrays the fierce battle against arrogant mortals who stubbornly oppose God’s Messenger, combining falsehood with arrogance, and hostility with a wilful rebuffal of divine guidance.
Es sind gewöhnliche Menschen, die diesen erhabenen Qur'an beschimpfen, mit einer prahlerischen Behauptung wie: „Dies ist nichts als eine Lüge, die er mit Hilfe anderer Menschen erdacht hat.“ (Vers 4)
It is ordinary people who insult this glorious Qur’ān, with such boasting as: “This [Qur’ān] is nothing but a lie which he has devised with the help of other people.” (Verse 4)
Oder sie beschreiben ihn als: „Fabeln der Vorzeit, die er sich hat niederschreiben lassen, damit sie ihm morgens und abends vorgelesen werden.“ (Vers 5) Darüber hinaus sind die Menschen schnell mit ihren Beschimpfungen des Propheten ﷺ bei der Hand und sagen: „Der Mann, dem ihr folgt, ist sicherlich verzaubert.“ (Vers 8) Oder sie sagen spöttisch: „Ist das der, den Gott als Seinen Gesandten geschickt hat?“ (Vers 41) Als ob all diese Ablehnung nicht genügte, sind solche Menschen oft bereit, ihre hochmütigen Bemerkungen sogar gegen Gott selbst zu richten: „Und wenn ihnen gesagt wird: ‚Werft euch vor dem Barmherzigsten nieder‘, fragen sie: ‚Was ist der Barmherzigste? Sollen wir uns vor allem niederwerfen, wozu du uns aufforderst?‘ Und sie werden nur noch widerspenstiger.“ (Vers 60) Oder sie sagen: „Warum sind keine Engel zu uns herabgesandt worden? – oder warum sehen wir nicht unseren Herrn?“ (Vers 21)
Or they describe it as: “Fables of ancient times which he has caused to be written down, so that they might be read out to him morning and evening.” (Verse 5) Furthermore people are ready with their abuse of the Prophet, saying: “The man you follow is certainly bewitched.” (Verse 8) Or they may say in ridicule: “Is this the one whom God has sent as His emissary?” (Verse 41) As if all this rejection is not enough, such people are often ready to direct their arrogant remarks at God Himself: “Yet when they are told, Prostrate yourselves before the Most Merciful,’ they ask, ‘What is the Most Merciful? Are we to prostrate ourselves before whatever you bid us?’ And they grow more rebellious.” (Verse 60) Or they may say: “Why have no angels been sent down to us? – or, Why do we not see our Lord?” (Verse 21)
Seit der Zeit Noahs hatten die Ungläubigen dieselbe Haltung wie die Götzendiener der Quraisch gegenüber Muhammad, dem letzten Gesandten Gottes ﷺ. Sie alle nahmen daran Anstoß, dass der Gesandte Gottes ﷺ ein sterblicher Mensch war, ein gewöhnlicher Mann wie sie, und sagten: „Was für ein Gesandter ist das, der Speise zu sich nimmt und auf den Märkten umhergeht? Warum ist ihm nicht ein Engel herabgesandt worden, damit er zusammen mit ihm warnt?“ (Vers 7) Sie nahmen auch an seinem bescheidenen Vermögen Anstoß und sagten: „Warum ist ihm kein Schatz verliehen worden?“ (Vers 8) Ferner nahmen sie an der Art der Offenbarung Anstoß: „Die Ungläubigen fragen: Warum ist ihm der Koran nicht auf einmal offenbart worden?“ (Vers 32) Diese geäußerten Einwände kamen zu ihrer offenkundigen Ablehnung des Glaubens hinzu, ebenso zu ihrem Spott und ihrer Feindseligkeit.
Ever since Noah’s time unbelievers held the same attitude as the Quraysh idolaters towards Muhammad, God’s final Messenger. They all objected to the fact that God’s Messenger was mortal, an ordinary man like them, saying: “What sort of messenger is this, who eats food and goes about in the market places? Why has not an angel been sent down to him to give warning alongside him?” (Verse 7) They also objected to his limited wealth, saying: “Why has not a treasure been granted to him?” (Verse 8) They further objected to the method of revelation: “The unbelievers ask: Why has not the Qur’ān been revealed to him all at once?” (Verse 32) Such voiced objections came on top of their blatant rejection of faith, as also their ridicule and aggression.
Der Prophet Muhammad ﷺ stand dem allem allein gegenüber, ohne körperliche Macht und ohne Reichtum. Er blieb innerhalb seiner angemessenen Grenzen, schlug seinem Herrn nichts vor und tat nichts anderes, als sich seinem Herrn zuzuwenden und Sein Wohlgefallen zu suchen, ohne sich um anderes zu kümmern. Er betete: „Mein Herr! Wenn Du nicht über mich erzürnt bist, kümmert es mich nicht, was mir begegnet ... Dir ergebe ich mich, bis ich Dein Wohlgefallen erlange.“ Hier, in dieser Sure, sehen wir den Propheten ﷺ, wie er das Erbarmen seines Herrn genießt, der ihm Trost und Linderung schenkt und ihm Beistand gegen alle Schwierigkeiten gewährt, die ihm in den Weg gelegt werden, einschließlich des Spotts anderer. Schließlich sind sie oft unhöflich gegenüber ihrem Herrn, der sie erschaffen und ihnen all das gegeben hat, was sie besitzen. Der Prophet ﷺ sollte sich daher nicht sehr beunruhigen, wenn er ein wenig solchen Spotts und schlechter Behandlung erfährt. „Dennoch verehren die Menschen anstelle von Gott Dinge, die ihnen weder nützen noch schaden können. Ein Ungläubiger unterstützt stets gegen seinen Herrn.“ (Vers 55) „Dennoch wählen manche, anstelle von Ihm, Gottheiten zu verehren, die nichts erschaffen können, sondern selbst erschaffen sind, die nicht in ihrer Macht haben, Schaden von sich abzuwenden oder Nutzen zu bringen, und die keine Macht über Tod, Leben oder Auferstehung haben.“ (Vers 3) „Wenn ihnen jedoch gesagt wird: ‚Werft euch vor dem Barmherzigsten nieder‘, fragen sie: ‚Was ist der Barmherzigste?‘“ (Vers 60)
The Prophet Muhammad, (peace be upon him), confronted all this alone, having neither physical power nor wealth. He stood within his appropriate limits, suggesting nothing to his Lord, doing nothing other than turning to his Lord seeking His pleasure, caring for nothing else. He prayed: “My Lord! If You are not displeased with me, I do not care what I face... To You I submit until I earn Your pleasure.” Here, in this sūrah, we see the Prophet enjoying his Lord’s compassion, who gives him comfort and solace, and provides him with support against all the difficulties placed in his way, including the ridicule of others. After all, they are often impolite with their Lord who creates them and gives them all that they have. The Prophet then should not be much troubled if he receives a little of such ridicule and ill treatment. “Yet people worship, instead of God, things that can neither benefit nor harm them. An unbeliever always gives support against his Lord.” (Verse 55) “Yet, some choose to worship, instead of Him, deities that cannot create anything but are themselves created, and have it not in their power to avert harm from, or bring benefit to, themselves, and have no power over death, life or resurrection.” (Verse 3) “Yet when they are told, ‘Prostrate yourselves before the Most Merciful,’ they ask, ‘What is the Most Merciful?” (Verse 60)
Gott gleicht den Spott aus, dem der Prophet ausgesetzt ist, indem Er den tiefen Stand offenlegt, in den die Ungläubigen gesunken sind: { „Hast du den gesehen, der seine Begierde zu seinem Gott macht? Könntest du dann für ihn verantwortlich sein? Oder glaubst du, dass die meisten von ihnen hören oder Vernunft gebrauchen? Sie sind nur wie das Vieh, ja, sie sind sogar noch weiter vom Weg abgeirrt.“ } (Verse 43-44) Gott verspricht ihm Beistand in jedem Streit oder jeder Auseinandersetzung, die er mit ihnen haben mag: { „Immer wenn sie mit einem Argument zu dir kommen, offenbaren Wir dir die Wahrheit und die beste Erklärung.“ } (Vers 33)
God redresses the ridicule the Prophet suffers by portraying the very low level into which the unbelievers have sunk: “Have you considered the one who makes his desires his deity? Could you, then, be held responsible for him? Or do you think that most of them listen and use their reason? They are but like cattle. Nay, they are even far worse astray.” (Verses 43-44) God promises him support in any dispute or argument he may have with them: “Whenever they come to you with an argument, We shall reveal to you the truth and the best explanation.” (Verse 33)
Wenn die Schlacht vorüber ist, zeigt Gott Seinem Gesandten Szenen von der Vernichtung früherer Gemeinschaften, die Seine Botschaften zurückgewiesen haben, wie das Volk Noahs, die ʿĀd, die Thamūd und das Volk von ar-Rass sowie andere. Die Art, wie sie ihr jämmerliches Ende fanden, wird in einer Reihe von Bildern vom Tag der Auferstehung gezeigt: „Diejenigen, die auf ihren Gesichtern zur Hölle versammelt werden – sie werden schlechter dastehen und noch weiter vom [rechten] Weg entfernt sein.“ (Vers 34) „Nein! Es ist die Stunde, die sie leugnen. Für diejenigen, die die Stunde leugnen, haben Wir ein loderndes Feuer bereitet. Wenn es sie aus einem fernen Ort erblickt, werden sie sein Tosen und sein wütendes Aufschnauben hören. Und wenn sie, aneinandergekettet, in einen engen Raum darin geworfen werden, werden sie sogleich um ihre Vernichtung beten. [Doch es wird zu ihnen gesagt werden]: ‚Betet heute nicht um eine einzige Vernichtung, sondern betet um viele Vernichtungen!‘“ (Verse 11–13)
When the battle is over, God shows His Messenger scenes of the destruction of earlier communities which rejected His messages, such as the people of Noah, the `Ād, Thamūd and the people of al-Rass, as well as others. The way they met their dismal end is shown in a series of images from the Day of Resurrection: “Those who will be gathered to hell on their faces – they will be worst in station and still farther away from the [right] path.” (Verse 34) “Nay! It is the Last Hour that they deny. For those who deny the Last Hour We have prepared a blazing fire. When it sees them from a far-off place, they will hear its fug and its raging sigh. And when, chained together, they are flung into a tight space within, they will pray for extinction there and then. [But they will be told]: ‘Do not pray today for one single extinction, but pray for many extinctions!’” (Verses 11-13)
„Am Tag [der Auferstehung] wird der Frevler seine Hände benagen und sagen: ‚O wäre ich doch dem Weg gefolgt, den der Gesandte mir gewiesen hat! Wehe mir! O wäre ich doch nie den und den zum Freund genommen!‘“ (Verse 27–28)
“On that day the wrongdoer will bite his hands and say: ‘Would that I had followed the path shown to me by the Messenger. Oh, woe is me! Would that I had never taken so-and-so for a friend!” (Verses 27-28)
Gott tröstet ihn weiter damit, dass er dieselben Schwierigkeiten erlebt, denen schon frühere Gesandte begegneten: „Und Wir haben vor dir keine Gesandten geschickt, die nicht Speise zu sich nahmen und auf den Märkten umherwandelten.“ (Vers 20) „So haben Wir für jeden Propheten Feinde unter den Schuldigen bestimmt. Und dein Herr genügt als Rechtleiter und Helfer.“ (Vers 31)
God further comforts him by the fact that he faces the same difficulties earlier messengers faced: “Even before you, We never sent messengers other than [men] who indeed ate food and went about in the market places.” (Verse 20) “Thus against every prophet We have set up enemies from among those who are guilty. Sufficient is your Lord to provide guidance and support.” (Verse 31)
Gott macht ihm außerdem deutlich, dass seine Aufgabe darin besteht, gegenüber allen Widrigkeiten geduldig zu bleiben, sich den Ungläubigen entgegenzustellen und sich mit dem Qur’ān eifrig gegen sie einzusetzen, um seine Argumentation klar, gut begründet und überzeugend zu machen. „Gehorche nicht den Ungläubigen, sondern bemühe dich mit diesem Qur’ān aufs Äußerste gegen sie.“ (Vers 52) Dem Propheten ﷺ wird klar gesagt, dass seine beste Unterstützung in seinem Streben für die Sache Gottes darin besteht, sein Vertrauen allein auf Gott zu setzen: „Vertraue daher auf den Lebendigen, der nicht stirbt, und preise Seine grenzenlose Herrlichkeit und lobe Ihn. Es genügt, dass Er um die Sünden Seiner Diener weiß.“ (Vers 58)
God also makes clear to him that his task is to remain patient against all adversity, standing up to the unbelievers and striving hard against them using the Qur’ān to make his argument clear, well founded and overpowering. “Do not obey the unbelievers, but strive most vigorously against them with this Qur’ān.” (Verse 52) The Prophet is clearly told that his best support in his striving for God’s cause is to place his trust in God alone: “Hence, place your trust in the Living One who does not die, and extol His limitless glory and praise. Sufficient is it that He is well aware of his servants’ sins.” (Verse 58)
Die Sure setzt in derselben Richtung fort: Der eine Aspekt ist von Trost und Zuspruch überfließend, den Gott Seinem Gesandten gibt, und der andere schildert die Starrköpfigkeit der Ungläubigen und die Schwierigkeiten, die sie ihm bereiten. Sie droht ihnen mit Strafe und Vernichtung, die Gott, der Allmächtige, über sie bringen wird. So schreitet sie voran, bis sie sich ihrem Ende nähert, wenn sie eine Atmosphäre von Leichtigkeit, Behagen, Frieden und Zuversicht verbreitet. Sie zeichnet ein genaues Bild von „den Dienern des Gottes, des Barmherzigen“. Das sind jene Menschen, „die auf der Erde sanft einhergehen und die, wenn die Unwissenden sie ansprechen, sagen: Frieden.“ (Vers 63) Sie erscheinen hier, als seien sie das letzte Ergebnis des langen Dschihād, also des mühsamen Ringens gegen Menschen, die sich hartnäckig weigern, von ihren irrigen Wegen abzulassen und der göttlichen Rechtleitung zu folgen, oder die süße Frucht des menschlichen Baumes trotz seiner dornigen Zweige. Die Sure endet mit einem Bild davon, wie gering der Wert der Menschheit in Gottes Augen ist, außer für jene Gläubigen, die sich Ihm zuwenden und ihre Bitten allein an Ihn richten: „Sprich: Mein Herr würde euch kein Gewicht und keinen Wert beimessen, wäre es nicht euer Anrufen [zu Ihm]. Ihr habt [Seine Botschaft] tatsächlich verleugnet, und bald wird dies [Sünde] euch anhaften.“ (Vers 77)
The sūrah continues along the same lines: one aspect of it overflows with solace and reassurance given by God to His Messenger, and the other portrays the intransigence of the unbelievers and the difficulties they put up against him. It threatens them with punishment and destruction that will be visited upon them by God Almighty. It thus moves on until it approaches its end when it spreads an air of ease, comfort, peace and reassurance. It portrays a detailed image of ‘the servants of God the Most Merciful’. These are the people “who walk gently on earth, and who, whenever the ignorant address them, say: Peace.” (Verse 63) They are seen here as if they are the final product of the long Jihād, or tough striving against people who stubbornly refuse to abandon their erroneous ways and follow divine guidance, or the sweet fruit of the human tree, despite its thorny branches. The sūrah ends with a picture of how little value humanity has in God’s sight, except for those believers who turn to Him and address their prayers to Him alone: “Say: No weight or value would my Lord attach to you were it not for you calling out [to Him]. You have indeed denied [His message], and in time this [sin] will cleave unto you.” (Verse 77)
So ist die allgemeine Atmosphäre der Sure und so ist ihr Gegenstand beschaffen. Sie bildet eine einzige Einheit, die sich nur schwer in Abschnitte gliedern lässt, doch lassen sich in ihrer Behandlung der Themen vier Teile unterscheiden.
Such is the general atmosphere of the sūrah and such is its subject matter. It is a single unit that is hard to divide into sections, but we can distinguish four parts in its treatment of themes.
Der erste Teil beginnt damit, die grenzenlose Herrlichkeit Gottes zu preisen und Ihn dafür zu loben, dass Er den Qur'an offenbart hat, der den Menschen als Warner dient. Er betont in klaren, unmissverständlichen Worten die Einheit Gottes und Seine Herrschaft über die Himmel und die Erde. Er bekräftigt, dass Er allein das Universum beherrscht und seine Angelegenheiten in Seiner absoluten Weisheit lenkt, und macht deutlich, dass Er weder Nachkommen noch einen Teilhaber hat. Danach wird erwähnt, dass die Ungläubigen dennoch göttliche Eigenschaften solchen vermeintlichen Gottheiten zuschreiben, die nichts erschaffen können, sondern selbst erschaffen sind. All dies wird dargelegt, bevor von ihren verletzenden Aussagen über den Gesandten Gottes die Rede ist, in denen sie seine Botschaft leugnen und behaupten, sie sei eine Erfindung von ihm selbst oder die Fabeln früherer Völker. Es kommt auch vor jedem Hinweis auf ihren Einwand gegen Muhammad ﷺ, den Gesandten Gottes, dass er ein Mensch sei, der isst und auf den Straßen und Märkten umhergeht. Später folgen ihre weiteren Aussagen, wonach ihm ein Engel zur Seite gestellt werden solle oder er einen Schatz oder einen Garten haben solle, der ihm all seine Nahrung liefert.
The first part begins with extolling God’s limitless glory and praising Him for the revelation of the Qur’ān which serves as a warner to mankind. It emphasizes in clear, unequivocal terms God’s oneness and sovereignty over the heavens and the earth. It affirms that He alone controls the universe and conducts its affairs in His absolute wisdom, making it clear that He has neither offspring nor partner. It then mentions that the unbelievers nevertheless ascribe divinity to alleged deities that can create nothing, but are themselves created. All this is stated before referring to their hurtful statements about God’s Messenger, denying his message and alleging that it is fabrication of his own making, or the fables of ancient communities. It also comes before any reference to their objection to Muhammad, God’s Messenger, being a human being who eats food and walks in the streets and market places. Also later come their other statements suggesting that he should be supported by an angel, or that he should have a treasure or a garden providing him with all his food.
Des Weiteren berichtet die Sure von ihren Beschimpfungen, in denen sie behaupten, er sei verzaubert. Es scheint, dass die Sure damit beginnt, ihre Leugnung ihres Herrn zu zitieren, um den Propheten ﷺ zu trösten, während er ihre abfälligen Bemerkungen über ihn und seine Botschaft hört.
Furthermore, the sūrah reports their insults claiming that he is bewitched. It appears that the sūrah begins by quoting their denials of their Lord so as to comfort the Prophet as he hears their abusive remarks about him and his message.
Die Sure erklärt anschließend, dass sie sehr weit vom rechten Weg abgekommen sind, da sie die Stunde leugnen.
The sūrah then declares that they have gone far astray as they deny the Last Hour.
Es warnt sie vor der Strafe, die Gott für sie in der Hölle bereitet hat, wo sie in einen engen Raum geworfen werden sollen, aneinander gekettet. Dem wird ein Bild der Gläubigen im Paradies gegenübergestellt, wo sie ewig bleiben und genießen, was immer sie sich wünschen. Weiterhin zeigt es ihr Schicksal am Tag des Gerichts, wenn sie vor ihre angeblichen Gottheiten gestellt werden, die sie mit der Falschheit ihrer Überzeugungen konfrontieren werden. Dieser erste Abschnitt der Sure endet mit weiterem Trost für den Propheten ﷺ, indem ihm klargemacht wird, dass alle früheren Gesandten, die Gott schickte, Sterbliche waren wie er, die Speise aßen und auf den Straßen und Marktplätzen umhergingen.
It warns them against the punishment God has prepared for them in hell, where they are to be thrown in a narrow space, chained one to the other. It contrasts this with an image of the believers in heaven where they abide forever, enjoying whatever they wish. It further shows their fate on the Day of Judgement when they are made to face their alleged deities which will confront them with the falsity of their beliefs. This first line in the sūrah ends with further consolation to the Prophet, making it clear to him that all earlier messengers God sent were mortals like him who ate food and walked about the streets and market places.
Der zweite Teil beginnt mit den überheblichen Aussagen derer, die ihre unvermeidliche Begegnung mit Gott leugnen. Sie sagen dreist: „Warum sind uns keine Engel herabgesandt worden? – oder: Warum sehen wir unseren Herrn nicht?“ (Vers 21) Sogleich werden sie dann mit einer Szene jenes Tages konfrontiert, an dem sie die Engel sehen werden: „Es wird ein Tag großer Bedrängnis für die Ungläubigen sein. An jenem Tag wird der Frevler sich in die Hände beißen und sagen:
The second part begins with the arrogant statements of those who deny their inevitable meeting with God. They impudently say: “Why have no angels been sent down to us? – or, Why do we not see our Lord?” (Verse 21) They are then quickly brought face to face with a scene of the day when they will see the angels: “it will be a day of dire distress for the unbelievers. On that day the wrongdoer will bite his hands and say:
„Wäre ich doch dem Weg gefolgt, den mir der Gesandte gewiesen hat.“ (Verse 26-27) Dies soll den Propheten ﷺ trösten, während er sich bei seinem Herrn über die Missachtung des Qur'an durch sein Volk beklagt. Es führt ihre Einwände gegen die Art und Weise an, wie der Qur'an offenbart wird, indem sie fragen: „Warum wurde ihm der Qur'an nicht auf einmal herabgesandt?“ (Vers 32) Die Antwort auf diesen Einwand ist eine Szene, in der sie am Tag des Gerichts mit dem Gesicht nach unten in die Hölle versammelt werden, an dem Tag, den sie nun leugnen.
‘Would that I had followed the path shown to me by the Messenger.’” (Verses 26-27) This is meant to give reassurance to the Prophet as he complains to his Lord about his people’s disregard of the Qur’ān. It quotes their objections to the way the Qur’ān is revealed as they ask: “Why has not the Qur’ān been revealed to him all at once?” (Verse 32) The answer to this objection is a scene showing them being gathered to hell on their faces on the Day of Judgement, the day they now deny.
Weiter wird in einem Überblick über das Schicksal früherer Gemeinschaften berichtet, die ebenso den Glauben zurückwiesen, etwa die Völker Noahs, Moses', die ʿĀd, Thamūd, ar-Rass und viele andere Generationen dazwischen. Es verwundert über ihre Haltung, wenn sie an den zerstörten Ortschaften des Volkes Lots vorbeiziehen, ohne sich etwas daraus zu Herzen zu nehmen. All dies soll den Propheten ﷺ trösten, der ihren Spott hört, wenn sie über ihn sagen: „Ist das etwa der, den Gott als Gesandten geschickt hat?“ (Vers 41) Die Sure kommentiert ihren Spott und setzt sie an ihren rechten Platz: „Sie sind nur wie das Vieh. Nein, sie sind sogar noch weiter vom Weg abgeirrt.“ (Vers 44)
Further comment is given in an outline of the fate of past communities that similarly rejected the faith, such as the peoples of Noah, Moses, and the `Ād, Thamūd, al-Rass and many other generations in between. It wonders at their attitude as they pass by the destroyed towns of the people of Lot taking no heed. All this is meant to comfort the Prophet as he hears their ridicule when they refer to him saying: “Is this the one whom God has sent as His emissary?” (Verse 41) The sūrah comments on their ridicule, putting them in their rightful place: “They are but like cattle. Nay, they are even far worse astray.” (Verse 44)
Der dritte Teil der Sure besteht aus einer Reihe von Szenen aus dem Universum, beginnend mit einer Beschreibung des Schattens und übergehend zur Szene des Wechsels von Tag und Nacht, bevor der Wind als Vorbote des belebenden Regens und die Erschaffung des Menschen aus Wasser gezeigt werden. Trotz all dieser Zeichen fahren die Ungläubigen fort, Gottheiten zu verehren, die weder die Macht haben, ihnen Nutzen zu bringen, noch ihnen Schaden zuzufügen. Sie gehen sogar noch weiter, indem sie einander gegen ihren Herrn unterstützen, der sie erschaffen hat. Wenn sie aufgefordert werden, ihre Anbetung an den einzig wahren Herrn des Universums zu richten, verfallen sie in Hochmut: „Und wenn ihnen gesagt wird: ‚Werft euch vor dem Barmherzigen nieder‘, sagen sie: ‚Was ist der Barmherzige?‘“ (Vers 60). Die Sure erklärt, dass Gott derjenige ist, „der am Himmel große Sternbilder angelegt und darin eine Leuchte und einen lichtspendenden Mond gesetzt hat. Und Er ist es, der Nacht und Tag aufeinanderfolgen lässt; [ein deutliches Zeichen] für jemanden, der bedenken oder dankbar sein will.“ (Verse 61–62)
The third part of the sūrah is made up of a number of scenes from the universe, starting with a description of the shadow and moving to the scene of the succession of day and night, before showing the wind as a herald of revitalizing rain and the creation of man from water. Despite all this, the unbelievers continue to worship deities that have no power to bring them benefit or cause them harm. They even go further, by aiding one another against their Lord who has created them. When they are called upon to address their worship to the only true Lord of the universe, they revert to arrogance: “Yet when they are told, ‘Prostrate yourselves before the Most Merciful, ‘they ask: What is the Most Merciful?” (Verse 60) The sūrah explains that God is “He who has set up in the skies great constellations, and has placed among them a lamp and a light-giving moon. And He it is who causes the night and the day to succeed one another; [a clear sign] for him who would take heed or would show gratitude.” (Verses 61- 62)
Der vierte und letzte Teil der Sure zeichnet ein anschauliches Bild der „Diener des Barmherzigen“, wie sie sich ihm in völliger Hingabe niederwerfen und ihre Aussagen festhalten, durch die sie ihre edlen Stellungen als Seine Diener erlangen. Er öffnet die Tür der Reue für jeden, der dieser Gruppe beitreten möchte, und beschreibt ihren Lohn für ihre Beharrlichkeit und Geduld angesichts von Widrigkeiten sowie ihre Erfüllung der Anforderungen des Glaubens: „Diese werden für all ihre Standhaftigkeit [im Leben] mit einer hohen Stellung im Paradies belohnt werden und dort mit einem Gruß des Willkommens und des Friedens empfangen werden.“ (Vers 75)
The fourth and final part of the sūrah paints a detailed picture of the ‘servants of the Most Merciful’, showing them as they prostrate themselves before Him in total devotion, recording their statements that earn them their noble positions as His servants. It opens the door of repentance to anyone who wishes to join this group, describing their reward for their perseverance and patience in the face of adversity, and their fulfilment of the requirements of faith: “These will be rewarded for all their patient endurance [in life] with a high station in heaven, and will be met there with a greeting of welcome and peace.” (Verse 75)
Die Sure schließt mit der Aussage, dass die gesamte Menschheit von Gott verworfen worden wäre, hätte es nicht jene Seiner Diener gegeben, die Ihm gehorchen und Seine Anordnungen befolgen, indem sie Seine Autorität und Sein Recht anerkennen, gehorcht zu werden. Indem der Koran die irrende Menschheit in ihre Schranken weist, zeigt er zugleich, dass die Anfeindungen, denen der Prophet ﷺ ausgesetzt ist, als geringfügig betrachtet werden sollten, denn das sind sie in Wahrheit auch.
The sūrah concludes with a statement to the effect that all mankind would have been discarded by God, had it not been for those of His servants who obey Him and do His bidding, recognizing His authority and His right to be obeyed. By putting erring humanity in its place, the Qur’ān also shows that the harassment the Prophet is subjected to should be seen as trivial, for that is what it really is.