Al-Furqan – Das Unterscheidungskriterium (Die wahren Diener Gottes) 63-77
Al-Furqan The Criterion(God’s True Servants) 63-77
Die wahren Diener des Barmherzigen sind jene, die demütig auf der Erde einhergehen, und die, wenn die Unwissenden sie ansprechen, sagen: „Frieden“; (63)
The true servants of the Most Merciful are those who walk gently on earth, and who, whenever the ignorant address them, say: ‘Peace’; (63)
die die Nacht hindurch vor ihrem Herrn in Anbetung verbringen, sich niederwerfen und stehen; (64)
who stay up far into the night in adoration of their Lord, prostrating themselves and standing; (64)
„die beten: ‚Unser Herr, wende von uns die Qual der Hölle ab, denn ihre Qual ist fürwahr eine verderbliche Strafe;" (65)
who pray: ‘Our Lord, avert from us the suffering of hell, for the suffering it causes is indeed a dire torment; (65)
Es ist wahrlich ein böser Aufenthaltsort und eine schreckliche Station; (66)
it is indeed an evil abode and a terrible station; (66)
und diejenigen, die, wenn sie ihr Geld ausgeben, weder verschwenderisch noch geizig sind, sondern stets das rechte Maß zwischen beiden einhalten; (67)
and who, whenever they put their money to use, are neither wasteful nor niggardly, but always maintain a just mean between the two; (67)
und die niemals neben Gott eine andere Gottheit anrufen, und die kein Menschenleben nehmen – [das Leben], das Gott als heilig bestimmt hat – außer aus einem gerechten Grund, und die keine Unzucht begehen. Wer irgendetwas davon tut, wird die Strafe empfangen, (68)
and who never invoke any deity side by side with God, and do not take any human being’s life – [the life] which God has willed to be sacred – except for a just cause, and do not commit adultery. Whoever does any of this will face punishment, (68)
und am Tag der Auferstehung wird seine Qual verdoppelt werden, und er wird darin in Schmach verweilen.
and on the Day of Resurrection his suffering will be doubled, and he will abide therein in ignominy.
(69)
(69)
Ausgenommen sind jedoch diejenigen, die bereuen, glauben und rechtschaffene Taten tun; denn Gott wird ihre bösen Taten in gute verwandeln.
Excepted, however, shall be they who repent, attain to faith and do righteous deeds, for God will transform their bad deeds into good ones.
Gott ist in der Tat Allvergebend, Barmherzig. (70)
God is indeed Much- Forgiving, Merciful. (70)
Wer bereut und Rechtschaffenes tut, der hat sich durch seine Reue wahrhaftig Gott zugewandt. (71)
Whoever repents and does what is right has truly turned to God by [his act of] repentance. (71)
[Und die wahren Diener Gottes sind] diejenigen, die niemals falsches Zeugnis ablegen, und wenn sie an Leuten vorbeikommen, die sich mit Nichtigem beschäftigen, ziehen sie würdevoll weiter; (72)
[And the true servants of God are] those who never bear witness to what is false, and whenever they pass by [people engaged in] frivolity, pass on with dignity; (72)
und diejenigen, die, wann immer sie an die Zeichen ihres Herrn erinnert werden, nicht taub und blind darauf niederfallen; (73)
and who, whenever they are reminded of their Lord’s signs, do not fall deaf and blind to them; (73)
und die beten: „Unser Herr! Schenke uns Ehepartner und Nachkommen, die für unsere Augen eine Freude sind, und mache uns zu Vorbildern für die Gottesfürchtigen.“ (74)
and who pray: ‘Our Lord! Grant us spouses and offspring who will be a joy to our eyes, and cause us to be foremost among the God- fearing.’ (74)
Diese werden für all ihre geduldige Ausdauer [im Leben] mit einer hohen Stellung im Paradies belohnt werden, und sie werden dort mit einem Gruß des Willkommens und des Friedens empfangen werden, (75)
These will be rewarded for all their patient endurance [in life] with a high station in heaven, and will be met there with a greeting of welcome and peace, (75)
und darin werden sie ewig verweilen; wie herrlich ist dieser Wohnort und wie erhaben dieser Rang! (76)
and there they shall abide; how goodly an abode and how high a station; (76)
Sprich: „Mein Herr würde euch kein Gewicht beimessen, wenn ihr Ihn nicht anrufen würdet."
Say: ‘No weight or value would my Lord attach to you were it not for you calling out [to Him].
Ihr habt es ja geleugnet, und bald wird es euch anhaften.“ (77)
You have indeed denied [His message], and in time this [sin] will cleave unto you.’ (77)
Überblick
Overview
Dieser letzte Abschnitt der Sure beschreibt die besonderen Merkmale der wahren Diener Gottes, des Barmherzigsten. Sie erscheinen als das höchste Vorbild der Menschheit, das nach dem Ende des langen Kampfes zwischen wahrer Rechtleitung und Irrtum übrig bleibt, zwischen jenen, die die Wahrheit vermessen leugnen, und den Gesandten Gottes, die Seine Rechtleitung für die Menschheit bringen. Sie scheinen die Frucht zu sein, die nach einem so langen Ringen reift.
This final passage of the sūrah portrays the distinctive features of the true servants of God, the Most Merciful. They appear to be the highest model of humanity that remains after the end of the long battle between true guidance and error, between those who impertinently deny the truth and God’s messengers who bring His guidance for humanity. They seem to be the fruit ripening after such a long struggle.
Sie sind es, die den Trägern göttlicher Rechtleitung Trost spenden, nachdem ihnen Leugnung und Ablehnung entgegengebracht worden waren.
They are the ones who bring comfort to the bearers of divine guidance, after they had been met with denial and rejection.
Die vorangegangene Passage schilderte die unverschämte Bemerkung der Ungläubigen, die sagten, sie kennten den Namen Raĥmān, also den Allerbarmer, nicht als einen Namen Gottes. In dieser Passage folgt eine vollständige Beschreibung der „wahren Diener des Allerbarmers“, die Ihn gut kennen und zu Recht als zu Ihm gehörig bezeichnet werden. Die Sure zeigt ihre besonderen Merkmale, wie sie sich in ihrem Verhalten und in der Art widerspiegeln, wie sie ihr Leben führen. Sie bieten ein lebendiges Beispiel für die muslimische Gemeinschaft, die der Islam aufzubauen anstrebt, und für die Art von Mensch, die er durch die Umsetzung seines vollkommenen Systems formt. Diese sind es, die Gottes Fürsorge verdienen. Die Menschheit im Allgemeinen ist für Gott zu unbedeutend, als dass Er sich um sie kümmern würde, außer durch die Gegenwart der wahren Diener Gottes, die sich stets an Ihn wenden und um Seine Unterstützung beten.
The previous passage recounted the unbelievers’ impertinent remark when they said that they did not know the name Raĥmān, or the Most Merciful, as belonging to God. In this passage we have a full description of ‘the true servants of the Most Merciful’ who know Him well and deserve to be described as belonging to Him. The sūrah shows their distinctive features as reflected in their behaviour and the way they conduct their lives. They provide a living example of the Muslim community which Islam aims to build, and the type of person it moulds through the implementation of its perfect system. These are the ones who deserve God’s care. Mankind generally are too unimportant for God to care about, except for the presence of God’s true servants who always turn to Him, praying for His support.
Die Besonderen Merkmale des Glaubens
The Distinctive Features Of Faith
Die wahren Diener des Barmherzigen sind jene, die bescheiden auf der Erde einhergehen, und wenn die Unwissenden sie ansprechen, sagen: „Friede.“ (Vers 63)
The true servants of the Most Merciful are those who walk gently on earth, and who, whenever the ignorant address them, say: ‘Peace.’ (Verse 63)
Das erste Merkmal der wahren Diener ist, dass sie sanft einhergehen, ohne Künstelei, Prahlerei oder zur Schau getragene Überheblichkeit. Wie jede Bewegung des Menschen drückt auch das Gehen die Persönlichkeit und die Gefühle eines Menschen aus. Eine ernsthafte, gefestigte und gesunde Persönlichkeit zeigt sich in ihrem Gang. Ein Mensch dieser Art geht mit einem Ausdruck von Ernst und Gelassenheit einher, was Klarheit der Absicht und Stärke widerspiegelt.
The true servants’ first feature is that they walk gently, with no affectation, pretension, or display of arrogance. Like every movement man makes, walking delivers an expression of one’s personality and feelings. A serious, reassured and sound personality demonstrates itself through its gait. A person of this type walks with an air of seriousness and reassurance, reflecting clarity of purpose and strength.
„Auf der Erde sanft zu gehen“ bedeutet nicht, dass Gläubige den Kopf hängen lassen und Schwäche und mangelnde Unterstützung vortäuschen, wie es manche verstehen, die meinen, sich auf diese Weise als gottesfürchtig zu zeigen! Der Gesandte Gottes ﷺ pflegte beim Gehen den Oberkörper nach vorn zu neigen. Er war der schnellste und beste Geher, mit einer Haltung von Gelassenheit.
To walk gently on earth’ does not mean that believers hang their heads down, affecting weakness and lack of support, as understood by some of those who think that by so doing they show themselves to be God-fearing! God’s Messenger used to bend forward when he walked. He was the fastest and best walker, with an air of serenity.
Abū Hurayrah berichtet: „Ich habe nie jemanden gesehen, der schöner war als der Gesandte Gottes ﷺ; es schien, als spiegelte sich die Sonne in seinem Gesicht. Und ich habe nie jemanden gesehen, der schneller ging als der Gesandte Gottes ﷺ. Es war, als würde die Erde für ihn zusammenschrumpfen. [Wenn wir mit ihm gingen,] strengten wir uns aufs Äußerste an, doch er war am gelassensten.“ ʿAlī ibn Abī Ţālib beschreibt: „Wenn der Prophet ﷺ ging, neigte er sich nach vorn, als ginge er rasch einen Hang hinab.“ Die wahren Diener Gottes, in ihrer ernsten und würdevollen Haltung und in ihrer Hinwendung zu ernsten Anliegen, kümmern sich nicht um die Torheiten und Dummheiten anderer Menschen. Sie verschwenden weder ihre Zeit noch ihre Kraft an fruchtlose Streitereien mit solchen Leuten. Sie erkennen, dass es vergeblich ist, sich mit Menschen auseinanderzusetzen, die des Streitens willen streiten. Daher gilt: „Wenn die Unwissenden sie ansprechen, sagen [sie]:
Abkehr von der Sünde
Steering Away From Sin
Die wahren Diener Gottes führen ein ausgewogenes Leben, das in seinem Ernst und seiner Maßhaltung vorbildlich ist: „Wenn sie ihr Geld verwenden, sind sie weder verschwenderisch noch geizig, sondern halten stets eine gerechte Mitte zwischen beiden.“ (Vers 67) Das Gleichgewicht ist das kennzeichnende Merkmal, das der Islam im Leben des Einzelnen und der Gemeinschaft etabliert. Seine Verwirklichung ist das, worauf der Islam durch die Erziehung seiner Anhänger und durch sein Rechtssystem abzielt. Seine gesamte Struktur beruht auf Ausgewogenheit und Maßhaltung.
God’s true servants lead a balanced life that is exemplary in its seriousness and moderation: “Whenever they put their money to use, they are neither wasteful nor niggardly, but always maintain a just mean between the two.” (Verse 67) Balance is the distinctive feature that Islam establishes in the life of the individual and the community. Its achievement is what Islam aims for through educating its followers and through its legal system. Its whole structure is based on balance and moderation.
Obwohl der Islam das Privateigentum anerkennt, ist ein Muslim nicht frei, sein Geld uneingeschränkt auszugeben, wie es im kapitalistischen System und in Gemeinschaften der Fall ist, die ihr Leben nicht nach dem göttlichen Gesetz gestalten. Ein Muslim ist verpflichtet, ein Gleichgewicht zwischen Verschwendung und Geiz zu finden. Beide Haltungen sind schlecht für den Einzelnen, für die Gesellschaft und für das Geld selbst. Ein Geizhals beraubt sich nicht nur der Vorteile seines Geldes, sondern entzieht auch der Gemeinschaft den Nutzen, den das Zirkulieren des Geldes mit sich bringt. Geld soll ja gerade der Gemeinschaft dienen. Beide Extreme, übermäßiges Ausgeben und das Zurückhalten von Geld, erzeugen ein soziales und wirtschaftliches Ungleichgewicht, das zu Krisen führt, abgesehen von ihrer schädlichen Wirkung auf die Herzen und die Moral der Menschen.
Although Islam approves private ownership, a Muslim is not free to spend his money without restriction, as is the case in the capitalist system and in communities which do not conduct their lives in accordance with divine law. A Muslim is required to strike a balance between extravagance and miserliness. Both attitudes are bad for the individual, society and for money itself. Indeed, a miser not only deprives himself of the benefits of his money, but also deprives the community of the benefits of keeping money in circulation. Indeed money is meant to provide services for the community. Both extremes of overspending and withholding money produce social and economic imbalance, leading to crises, in addition to their unhealthy effect on people’s hearts and ethics.
Da der Islam diesen Bereich des menschlichen Lebens regelt, beginnt er beim Einzelnen, weshalb die Annahme einer ausgewogenen Lebensweise zu einem Merkmal des Glaubens wird. So gilt: Wann immer wahre Diener Gottes, des Barmherzigsten, ihr Geld einsetzen, sind sie „weder verschwenderisch noch geizig, sondern halten stets eine gerechte Mitte zwischen beiden ein“ (Vers 67).
Die Tilgung der Sünden durch Reue
Erasing Sin Through Repentance
Doch die Tür bleibt offen für jeden, der sich vor einem solchen Schicksal retten möchte. Dies erfordert Reue, festen Glauben und gute Taten: „Ausgenommen sind jedoch diejenigen, die bereuen, glauben und rechtschaffene Taten vollbringen.“ (Vers 70) Denjenigen, die diese drei Bedingungen erfüllen, wird versprochen, dass jede Sünde, die sie vor ihrer Reue begangen haben, in gute Taten verwandelt wird, die zu ihren neu erworbenen guten Taten hinzugezählt werden: „Denn Gott wird ihre schlechten Taten in gute verwandeln.“ (Vers 70) Dies ist ein Aspekt der Gnade Gottes, die gewährt wird, ohne dass die betreffende Person etwas tun müsste, um sie zu verdienen, außer sich vom Irrtum abzuwenden und bei Ihm Zuflucht zu suchen:
But the door remains open for anyone who wishes to save himself from such a fate. This requires repentance, firm belief and good action: “Excepted, however, shall be they who repent, attain to faith and do righteous deeds.” (Verse 70) Those who fulfil these three conditions are promised that whatever sin they did prior to their repentance will be changed into good deeds which will be added to their newly earned good actions: “for God will transform their bad deeds into good ones.” (Verse 70) This is an aspect of God’s bounty that is granted without the person concerned having to do anything to deserve it other than turn away from error and seek refuge with Him:
„Gott ist wahrlich Allvergebend, Barmherzig.“ (Vers 70)
“God is indeed Much- Forgiving, Merciful.” (Verse 70)
Die Tür der Reue steht immer offen, um jeden aufzunehmen, dessen Gewissen erwacht ist und der zur Gemeinschaft zurückkehren möchte. Niemand wird davon jemals abgewiesen, wer er auch sein mag und welche Sünden er auch in der Vergangenheit begangen haben mag. Ein Ḥadīth, überliefert von al-Ṭabarānī, berichtet, dass Abū Farwah den Propheten ﷺ fragte: „Wenn ein Mann alle Arten von Sünden begangen hat und dabei nichts ausgelassen hat, wird seine Reue dann angenommen?“ Der Prophet ﷺ fragte ihn: „Bist du ein Muslim?“ Als er bejahte, sagte der Prophet ﷺ: „Dann tu das Gute und lass das Böse, und Gott wird all deine früheren Verfehlungen in gute verwandeln.“ Der Mann fragte: „Auch meine schlimmsten, verräterischen?“ Der Prophet ﷺ sagte: „Ja.“ Der Mann pries Gott und fuhr damit fort, während er sich entfernte.
The door of repentance is always open to admit anyone whose conscience is reawakened and wants to return to the fold. No one is ever turned away from it, no matter who he might be or what sins he might have committed in the past. A ĥadīth related by al-Ţabarānī mentions that Abū Farwah asked the Prophet: “If a man has done all kinds of sin, leaving out nothing, will his repentance be accepted?” The Prophet asked him: “Are you a Muslim?” When he answered in the affirmative, the Prophet said: “Then do what is good and abandon what is evil, and God will change all your past misdeeds into good ones.” The man asked: “And even my worst, treacherous ones?” The Prophet said: “Yes.” The man glorified God and continued to do so as he went away.
Weitere Eigenschaften wahrer Gläubiger
Further Qualities Of True Believers
Nachdem die Sure die Bedingungen der Reue dargelegt hat, nimmt sie wieder ihren Überblick über die Eigenschaften der wahren Diener des Allerbarmers auf: „Und jene, die keine falsche Aussage bezeugen und die, wenn sie an Leerem vorbeigehen, in Würde vorübergehen.“ (Vers 72) Dies kann wörtlich verstanden werden, nämlich dass sie niemals falsches Zeugnis ablegen, da eine solche Handlung dazu führt, dass Menschen ihre Rechte entzogen werden, und Ungerechtigkeit begünstigt. Es kann auch so verstanden werden, dass sie keinen Ort aufsuchen und sich nicht bei einer Gruppe aufhalten, an dem Falsches gesagt oder getan wird. Sie meiden solche Orte oder Gesellschaften, um nicht an dem teilzuhaben, was dort geschieht. Diese Bedeutung ist eindringlicher. Sie meiden auch jede Albernheit und müßiges Gerede.
Having completed this interposition of the conditions of repentance, the sūrah resumes its outline of the qualities of the true servants of the Most Merciful: “Those who never bear witness to what is false, and whenever they pass by [people engaged in] frivolity, pass on with dignity.” (Verse 72) This may be taken literally which means that they never give false testimony, since such an action leads to usurping people’s rights and helps injustice. It may also be taken to mean that they do not attend any place or stay with any group where falsehood is said or done. They steer away from such places or company so as not to be party to anything that happens there. This is a more powerful meaning. They also steer away from all frivolity and idle talk:
„Wenn sie an Menschen vorbeikommen, die sich mit Nichtigem beschäftigen, gehen sie würdevoll vorüber." (Vers 72) Sie entziehen sich jeder Teilnahme an solchen Praktiken. Ein Gläubiger hat ernstere Anliegen, die ihm keine Zeit für frivole und müßige Beschäftigungen lassen. Sein Geist ist erfüllt von dem, was sein Glaube von ihm verlangt, damit Gottes Botschaft der Menschheit überbracht wird. Das ist für jeden Menschen genug Beschäftigung.
“Whenever they pass by people engaged in frivolity, pass on with dignity.” (Verse 72) They remove themselves from participation in any such practice. A believer has more serious preoccupations that leave no time for frivolous and idle pursuits. His mind is full with what his faith requires of him so as to ensure that God’s message is delivered to mankind. This is sufficient preoccupation for anyone.
Eine weitere ihrer Eigenschaften ist, dass sie sich schnell erinnern, wenn ihnen eine Ermahnung gegeben wird. Ihre Herzen sind offen für das Verständnis der Zeichen und Offenbarungen Gottes: „Und die, wenn sie an die Zeichen ihres Herrn erinnert werden, nicht taub und blind darauf niederfallen.“ (Vers 73) Das hier gezeichnete Bild ist eine Kritik an den Götzendienern, die sich ihren Gottheiten und falschen Glaubensvorstellungen nähern wie Taube und Blinde, ohne Rechtleitung und Licht. Es zeigt sie in einem Zustand blinden Fanatismus, während die wahren Diener Gottes sich der Wahrheit ihres Glaubens und der Zeichen und Offenbarungen Gottes voll bewusst sind. Deshalb nehmen sie den Glauben mit offenen Augen, offenen Herzen und offenem Verstand an. Sie sind frei von Fanatismus. Wenn sie Begeisterung für ihren Glauben zeigen, ist es eine Begeisterung, die auf wahrem Wissen und tiefer Einsicht beruht.
Bestimmt für die vortrefflichste Wohnstätte
Destined For The Finest Abode
Welche Belohnung erhalten die wahren Diener Gottes? Dieser Überblick über ihre Eigenschaften schließt mit dem, was sie verdienen:
What reward do God’s true servants receive? This outline of their qualities concludes with what they earn:
Diese werden für ihre gesamte geduldige Ausdauer [im Leben] mit einer hohen Stellung im Paradies belohnt werden und dort mit einem Gruß des Willkommens und des Friedens empfangen werden, und dort werden sie verweilen; wie gut ist doch die Wohnstätte und wie hoch die Stellung. (Verse 75-76)
These will be rewarded for all their patient endurance [in life” with a high station in heaven, and will be met there with a greeting of welcome and peace, and there they shall abide; how goodly an abode and how high a station. (Verses 75-76)
Der arabische Text verwendet den Begriff al-ghurfah, der hier mit „eine hohe Stellung im Paradies“ wiedergegeben wird. Der Begriff kann in diesem Zusammenhang sowohl als Paradies selbst als auch als ein besonderer Ort im Paradies verstanden werden. Sprachlich bedeutet er „der Raum“, ein Ort von höherer Würde als der Empfangsraum, in dem die Araber ihre Gäste gewöhnlich empfingen. Wahre Diener werden in dieser hohen Stellung mit herzlichem Willkommen empfangen, aufgrund ihrer geduldigen Ausdauer bei allem, was sie ertragen mussten, um ihre aufrichtigen Eigenschaften zu bewahren. Gemeint ist hier die Anerkennung der starken Willenskraft, die nötig ist, um das Verlangen zu zügeln und der Versuchung zu widerstehen. Dies ist nicht leicht zu leisten ohne ein hohes Maß an Ausdauer, die nur ein Mensch zeigen kann, der von Gott in Seinem Buch, dem Qur’ān, zu Recht erwähnt wird.
The Arabic text uses the term al-ghurfah, which is translated here as ‘a high station in heaven’. The term may be taken to mean in this context either heaven, or a special place in heaven. Linguistically speaking it means, ‘the room’, which is a more honourable place than the reception room where Arabs normally received their guests. True servants are received in this high position with a warm welcome, on account of their patient endurance of whatever they had to put up with in order to maintain their sound qualities. What is implied here is recognition of the strong will- power needed to restrain desire and resist temptation. This is not easy to do without a good degree of endurance that can only be shown by someone who is deservedly mentioned by God in His book, the Qur’ān.
Im Gegensatz zur Hölle, aus der sie Gott bitten, sie zu retten, belohnt Gott sie mit dem Paradies, in dem „sie ewig bleiben werden; wie gut ist diese Wohnstätte und wie erhaben dieser Aufenthaltsort!“ (Vers 76). Dort befinden sie sich im besten Zustand und genießen die Gunst und die Segnungen Gottes.